Torreicher Freitag in der DEL2

 

DEL2 (RB) Insgesamt 45 Tore gab es in der dritten Runde der DEL2 am gestrigen Freitag an sieben Standorten zu bestaunen. Zwei Teams – darunter die Löwen Frankfurt wie auch der EV Landshut siegten auswärts haushoch.

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(Foto: eishockey-online.com / Archiv)

 


 

Kassel Huskies – Löwen Frankfurt 1:6 (1:2|0:2|0:2)

 

Und die Partie startete heißblütig. Sieben Sekunden waren gespielt, da tauschten Oliver Granz und Löwe Pierre Preto in einem Faustkampf erste Nettigkeiten aus. Doch auch auf dem Eis entwickelte sich ein zumindest im ersten Drittel von Spannung geprägtes Derby. Ex-Husky Ryon Moser scheiterte frei vor Jerry Kuhn (1.) und auch Löwen-Goalie Jake Hildebrand konnte gegen Timo Gams (4.) eine erste Parade feiern. Insbesondere der wieder genesene Oliver Granz tat dem Spiel der Nordhessen gut und belebte die Reihe um Corey Trivino und Brett Cameron in der Abwesenheit von Jamie MacQueen. Doch zunächst war es Huskies-Topscorer Lois Spitzner, der in den Fokus rückte. In doppelter Überzahl wurde Spitzner im Slot freistehend angespielt und stellte auf 1:0 (12.). Doch die Löwen blieben gefährlich. Zunächst traf Schwartz im Powerplay nur den Pfosten. Besser machte es kurz darauf Youngster Preto, der einen Schlagschuss-Rebound von Kuhn zum 1:1 in die Maschen jagte (17.). Und die kalte Dusche sollte noch kälter werden: In Kasseler Überzahl zog Sykora über den linken Flügel auf und davon und drosch die Hartgummischeibe über Kuhns Schulter hinweg ins lange Eck (19.).

 

Und damit nicht genug. Bereits kurz nach Wiederbeginn verzockte sich der aus dem Kasten herausgeeilte Kuhn, verlor den Puck und hatte schlussendlich gegen Manuel Strodel und dessen Schuss ins verwaiste Tor das Nachsehen – 1:3 (22.). Die Huskies versuchten in der Folge vieles, ließen Einsatz und Kampf nicht vermissen – zu echten Torchancen genügte dies jedoch nicht. Tim Lucca Krüger verpasste den Anschluss in der 23. Minute nur knapp, ehe auch Olli Granz an Hildebrand scheiterte (25.). Mitten in die Kasseler Angriffsbemühungen stach Löwe Wruck, der einen Konter der Südhessen zum 4:1 veredelte (32.).

 

Dementsprechend anspruchsvoll schien die ausgemachte Aufholjagd vor dem letzten Drittel. Und trotz aller guten Wünsche, blieb diese am heutigen Tag aus. Schlussendlich zu ungefährlich und zu wenig zwingend präsentierten sich die Nordhessen im gegnerischen Drittel. Als sich die Schlittenhunde gegen Ende der Partie auch noch in Strafzeitentrouble brachten, machten die Löwen endgültig den Deckel drauf und erhöhten durch Moser (56.) Schwartz (57.) gar auf 1:6.

 

 

EHC Freiburg – Ravensburg Towerstars 5:1 (1:0|2:0|2:1)

 

Auch der EHC Freiburg startete ohne Punkte ins dritte Spiel zuhause gegen die Ravensburger Towerstars. Dieses Mal erwischte Freiburg einen guten Start und Nick Pageau (11.) gelang noch im ersten Drittel die Führung. Im Mittelabschnitt hielt Ravensburg gut mit, doch es war der EHC Freiburg, der erfolgreich war. Nikolas Linsenmaier und Jordan George (37.) trafen beide in derselben Minute und bauten die knappe Führung auf 3:0 aus. Am Wölfe-Sieg gab es nach zwei weiteren Treffern im Schlussabschnitt keine Zweifel mehr. Georgiy Saakyan erzielte in der letzten Minute noch den Ehrentreffer für die Gästemannschaft.

 

 

ESV Kaufbeuren – Eispiraten Crimmitschau 4:5 (2:3|1:0|1:1|0:0|0:1) n.P.

 

Zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Eispiraten Crimmitschau ging es bereits im Startdrittel richtig zur Sache. Fünf Tore und einen 2:3-Stand nach 20 Minuten lautete die Statistik. In der 34. Minute traf Fabian Koziol zum Ausgleich für den ESVK und so blieb auch vor dem Schlussdrittel die Spannung hoch. Im Powerplay traf in der 43. Minute Filip Reisnecker für die Eispiraten zum zwischenzeitlichen 3:4. Auf der Gegnerseite glich Sören Sturm (56.) wieder aus uns und rettete seine Mannschaft in die Overtime. Ein Sieger konnte erst im Penaltyschiessen erkoren werden. Da verwandelte Scott Feser den entscheidenden Penalty für sich und bescherte Crimmitschau den dritten Sieg in Serie.

 

 

Selber Wölfe – EV Landshut 1:10 (1:1|0:3|0:6)

 

Der Aufsteiger aus Selb empfing den EV Landshut und wollten nach dem letzten Sieg die positive Formkurve bestätigen. Brett Thompson weckte mit seinem Treffer (5.) noch grosse Hoffnungen, welche bis fast zur ersten Pause stand hielten. Lukas Mühlbauer (20.) glich noch vor der Pause in Unterzahl aus. Im Mitteldrittel standen die Wölfe mehrheitlich neben der Spur und kassierten innert 20 Minuten gleich drei Gegentreffer. Mit dem 1:4 ging es in den Schlussabschnitt, in welchem der EV Landshut nochmals offensiv stärker wurde und gleich sechs Mal traf. Damit war die 1:10-Heimniederlage eine bittere Pille für den Aufsteiger.

 

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(Foto: Mario Wiedel)

 

 

Lausitzer Füchse – Tölzer Löwen 4:1 (2:0|1:0|1:1)

 

Für die Tölzer Löwen gab es bei den Lausitzer Füchsen in Weisswasser nicht viel zu holen. Clarke Breitkreuz (8.) und Peter Quenneville (14.) brachte das Heimteam bereits mit 2:0 in Führung. Die Gäste hatten im ersten Drittel kaum Chancen und als Peter Quenneville in der 22. Minute gleich noch der dritte Treffer für die Füchse gelang, konnte das Spiel nicht mehr gekehrt werden. Im dritten Abschnitt gelang Toni Ritter (49.) gar noch einen Shorthander zum 4:0. Mit dem 4:1 durch Lukas Vantuch (59.) gelang den Tölzer Löwen immerhin noch ein Ehrentor.

 

 

Heilbronner Falken – Dresdner Eislöwen 4:0 (0:0|3:0|1:0)

 

Die Falken wie auch die Eislöwen gewannen ihr letztes Spiel und zeigten gestern zwar ein torloses aber sehr ausgeglichenes Startdrittel. Den Falken gelang dann im Mittelabschnitt durch Jeremy Williams (23.) die Führung. Karl Fabricius erhöhte in der 28. und 31. Minute mit zwei Treffern gar schon auf 3:0. Mit dem vierten Treffer der Falken durch Julian Lautenschlager (42.) war das Spiel bereits früh vorentschieden. Aufgrund der eher schwachen Leistung der Eislöwen, war der 4:0-Sieg zum Schluss verdient aber nicht zu hoch.

 

 

Bayreuth Tigers – EC Bad Nauheim 1:2 (0:0|0:2|1:0)

 

Der EC Bad Nauheim wurde beim Auswärtsspiel in Bayreuth seiner Favoritenrolle gerecht. Doch die Tigers kämpften lange und entschlossen gegen Bad Nauheim. Christoph Körner (36.) war der erste Torschütze, der das Skore erst nach Spielhälfte eröffnen konnte. Mick Köhler (38) traf nur kurze Zeit später zum 0:2 für die Teufel. Für Bayreuth traf Christian Kretschmann (44.) zum Anschluss und machte das Spiel noch einmal spannend. Der Ausgleich kam aber nicht mehr und so gewann Bad Nauheim drei Punkte und steht nun auf dem dritten Platz der DEL2-Tabelle.

 

 



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