Oberliga Finale 2022/2023 - Rosenheim fehlt noch ein Sieg

 

Oberliga Süd (Weiden/PM) Die Starbulls Rosenheim entschieden am Dienstagabend auch das zweite Auswärtsspiel der Playoff-Finalserie der Eishockey-Oberliga gegen die Blue Devils Weiden für sich. Wie schon fünf Tage zuvor avancierte vor 2.560 Zuschauern in der ausverkauften Weidener Hans-Schröpf-Arena Travis Oleksuk als Torschütze zum 3:2 für die Starbulls zum Matchwinner.

 

 

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(Foto: Ludwig Schirmer)

 


 

Diesmal fiel sein Game-Winning-Goal erst in der sechsten Spielminute der Verlängerung. In der regulären Spielzeit, in der die Starbulls sich im Laufe der intensiven und schnellen Partie stetig steigerten, glichen Norman Hauner und Lukas Laub jeweils Weidener Führungstreffer aus. Zum Gewinn der Oberliga-Meisterschaft und zum Aufstieg in die DEL 2 fehlt den Starbulls Rosenheim jetzt nur noch ein Sieg, der im vierten Spiel der Serie gegen Weiden am Freitagabend im restlos ausverkauften ROFA-Stadion gelingen soll. 

 

Die Starbulls mussten am Dienstagabend in Weiden mit dem nach einer Matchstrafe gesperrten Tyler McNeely auf einen ihrer wertvollsten Stürmer verzichten. Cheftrainer Jari Pasanen war daher zum Umbau der Angriffslinien gezwungen und nominierte in der ersten Sturmreihe Travis Oleksuk als Mittelstürmer zwischen Norman Hauner und Lukas Laub. Der Kanadier Bradley McGowan nahm den Part des Centers zwischen Manuel Strodel und Stefan Reiter ein. Weidens Headcoach Sebastian Buchwieser konnte weiterhin aus dem Vollen schöpfen und 20 Feldspieler nominieren. Die Tore hüteten analog zu den ersten beiden Finalpartien Jaroslav Hübl auf Weidener und Tomas Pöpperle auf Rosenheimer Seite. 

 

Ein frühes Weidener Powerplay verteidigten die Starbulls souverän weg, der einzige gefährliche Schuss von Adam Schusser wurde zur sicheren Beute von Torwart Pöpperle (4.). Allerdings konnten die Starbulls mit ihrer ersten eigenen Überzahlsituation kurz danach auch nichts anfangen. Mitte des ersten Drittels nahm das Spiel mächtig fahrt auf. Torchancen, zuvor ganz rar gesät, gab es plötzlich hüben wie drüben, teils in Abständen von wenigen Sekunden. Die besten für Rosenheim hatten Manuel Strodel, Tim Lucca Krüger, Dominik Kolb und Stefan Reiter, doch Weidens Torwart Jaroslav Hübl stand wie sein Gegenüber Tomas Pöpperle bombensicher. 

 

Im von Beginn an temporeichen und intensiven zweiten Spielabschnitt erarbeiteten sich die Starbulls ein kleines Übergewicht – an Spielanteilen wie an Torchancen. Die bis dato größte Einschussmöglichkeit der Partie vergab Marc Schmidpeter, der einen feinen Diagonalpass wunderbar über die blaue Linie mitnahm und aus halbrechter Position Zentimeter am linken Pfosten vorbeizielte (37.). Wenige Momente später bekam Oleksuk eine fragwürdige kleine Strafe aufgebrummt, was für die Starbulls eine Unterzahlsituation ohne einen für solche Phasen ganz wichtigen Akteur bedeutete. Im Powerplay zeigten die Hausherren ihre spielerische Klasse, Tomas Rubes bediente Martin Heinisch, der in halbrechter Position aus bester Schussposition abzog, und Luca Gläser lenkt am Torraum den Puck mit dem Schläger unhaltbar ins lange Eck zum Weidener Führungstreffer (38.).  

 

Wütenden Angriffen der Starbulls entsprangen Ausgleichschancen durch Norman Hauner und Klemen Pretnar noch vor der zweiten Pause, aber Hübl pariert jeweils gut. 45 Sekunden nach Beginn des dritten Drittels zappelte das Spielgerät aber endlich im Weidener Tornetz. Maximilian Vollmayer hatte von der blauen Linie nahe der Bande abgezogen, Norman Hauner noch leicht aber entscheidend am Torraum abgefälscht, sodass Weidens Schlussmann keine Abwehrchance mehr hatte – 1:1 (41.).

 

Und die topmotiviert aus der Kabine gekommenen Rosenheimer hätten gleich nachlegen und erstmals in Führung gehen können, doch Manuel Strodels Direktabnahme nach sehenswertem Solo von Klemen Pretnar mit idealem Rückpass fischte Hübl mit der Fanghand weg (42.). Eine Minute später reagierte Hübl auch gegen Lukas Laub stark, weil der quirlige Angreifer aber beim Abschluss gefoult wurde und in die Bande krachte – eine Verletzungsfolge blieb glücklicher Weise aus – bot sich den Starbulls zum dritten Mal im Spiel eine zweiminütige Powerplaychance. Das Überzahlspiel funktionierte aber erneut nicht; immerhin ließen die Grün-Weißen aber im Gegensatz zum Heimspiel am Sonntag keine gegnerischen Unterzahl-Gegenstöße zu. 

 

Wenige Sekunden nachdem die Hausherren wieder komplett waren, gerieten die Starbulls aus heiterem Himmel erneut in Rückstand. Philipp Siller war mit einem Verlegenheitsschuss erfolgreich, der flach neben dem linken Pfosten den Weg über die Torlinie fand (46.). Entmutigen ließ sich die in konditionell herausragender Verfassung präsentierende Mannschaft von Jari Pasanen davon aber nicht. Sie überzeugte weiterhin mit einer starken Defensivleistung – und war bei ihrer vierten Überzahlsituation endlich erfolgreich. Lukas Laub versenkte einen von Norman Hauner durch den Slot gespielten Querpass per Direktabnahme flach im kurzen Eck, unmittelbar bevor Torwart Hübl es zumachen konnten, zum verdienten 2:2-Ausgleichstreffer (50.). 

 

Die Starbulls wirkten auch in den Folgeminuten mindestens eine Nuance frischer und abgeklärter als die Hausherren. Bei einem satten Direktschuss von McGowan, der wenige Zentimeter über die Latte segelte, wäre Jaroslav Hübl machtlos gewesen (57.). Danach mussten die Grün-Weißen allerdings noch zwei Unterzahlminuten überstehen, die Rosenheimer Verteidigungsaktionen gegen prima kombinierende Gastgeber waren aber erfolgreich. Die wenigen zugelassenen bzw. nicht zu blockenden Schüsse wurden sichere Beute des einmal mehr insgesamt sehr stark spielenden Keepers Tomas Pöpperle. 

 

In der Verlängerung hatten die Oberpfälzer eine frühe Torchance durch Adam Schusser, danach dominierten aber die Starbulls spielerisch und läuferisch. Bei einem frechen Schuss von McGowan aus spitzem Winkel hatte der gar nicht reagierende Torwart Hübl Glück, einen satten Schuss von Manuel Edfelder parierte er. Rosenheim blieb aber am Drücker, und als Dominik Kolb von der blauen Linie abzog und Travis Oleksuk mit dem Schläger unmittelbar vor Torwart Hübl unhaltbar abfälschte, stand der Rosenheimer 3:2-Erfolg nach 5:45 gespielten Verlängerungsminuten fest.  

 

„Es war ein sehr gutes und spannendes Spiel. Beim ersten Spiel in Weiden vor fünf Tagen hatten wir Glück, dass wir 3:2 gewonnen haben. Heute war der Sieg verdient. Wir sind zur Verlängerung besser und frischer aus der Kabine gekommen als der Gegner. Überzahl war heute nicht so gut, aber sonst bin ich mit fast allem sehr zufrieden“, sagte Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen nach dem Sieg, dank dem sein Team in der Finalserie nun mit 2:1 in Führung liegt und nur noch einen Sieg von der Oberliga-Meisterschaft und dem Aufstieg in die DEL 2 entfernt ist. 

 

Die Chance, diesen dritten und entscheidenden Sieg gegen die Blue Devils Weiden einzufahren, haben die Rosenheimer Eishockeyspieler beim vierten Spiel der Serie, das am Freitag ab 19:30 Uhr im ausverkauften ROFA-Stadion ausgetragen wird (Liveübertragung auf www.sprade.tv).  

 


Oberliga Süd

 


oberliga sued 200x200Die Eishockey Oberliga (OL) ist die dritthöchste Eishockey Spielklasse in Deutschland und ist war bis zur Saison 1957/1958 die höchste und bis zur Saison 1973/1974 zweithöchste Spielklasse im deutschen Eishockey. Seit der Saison 2015/2016 ist die Oberliga in die Gruppe Nord und die Gruppe Süd aufgeteilt.

 

Nach den Hauptrunden, spielen die beiden Gruppen in den Play-Offs den Oberligameister und zu gleich den Aufsteiger in die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL 2) aus. Die vierletzten Mannschaften der Hauptrunden Oberliga Gruppe Süd, spielen in einer Verzahnungsrunde gegen die acht besten Mannschaften der Bayernliga den Absteiger und Aufsteiger in die Oberliga bzw Bayernliga aus. 

 

 

Mehr Informationen über die Oberliga Süd & Nord erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 

 

 

 

 

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