DEL2 - Ravensburg legt zweiten Sieg nach

 

(DEL2/Ravensburg) PM Die Ravensburg Towerstars sind in den Playoff 2019 auch nach sechs Spielen ungeschlagen. Das Team von Trainer Rich Chernomaz siegte am Freitagabend in Kaufbeuren im zweiten Halbfinale mit 3:4, Mathieu Pompei erwies sich nach 15 Sekunden in der Overtime erneut als Playoff Monster.

 

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( Foto Towerstars / F.Enderle )


 


Bei den Towerstars gab es zum zweiten Spiel der Halbfinalserie leichte personelle Veränderungen. Verteidiger Kilian Keller war aufgrund der zweiten Dizsiplinarstrafe gesperrt, Stephan Vogt agierte zusammen mit Tim Brunnhuber und Daniel Schwamberger in der vierten Sturmreihe.

 


Dass beide Teams verbissen um jeden Zentimeter Eis kämpfen sollten, zeigte sich schon in der Startphase. Allein in der ersten Spielminute wurde das Spiel fünf Mal unterbrochen. So wirklich hochkarätige Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten zunächst nicht. Zumindest nicht bis zur 6. Minute, als ESVK-Topscorer Sami Blomqvist den freigelaufenen Joseph Lewis bediente und der direkt abgelenkte Puck am rechten Pfosten zum 1:0 über die Linie zischte.

 


Die Towerstars benötigten ein paar Minuten, den Rückschlag zu verdauen, kamen danach aber immer besser ins Spiel und durften nach zehn Minuten jubeln. Der Puck war zwar unbestritten und regelkonform ins Kaufbeurer Tor bugsiert worden, in der stimmungsvollen Kulisse ging ein zuvor erfolgter Pfiff des Linienrichters wegen Abseits aber unter – es blieb beim 1:0. Die Szene hatte aber immerhin die Wirkung, dass die Ravensburger Cracks mehr Zug zum Tor entwickeln konnten. Mehrfach zischte das Spielgerät auch durchaus knapp am Kaufbeurer Gehäuse vorbei, es blieb bis zur ersten Pause jedoch bei der Führung der Gastgeber.

 

 


 


 

 

Zum zweiten Spielabschnitt spürte man schon beim Anspielbully enorme Entschlossenheit im Ravensburger Spiel. Bereits nach 87 Sekunden konnten die Towerstars und der zahlreich mitgereiste Anhang auch jubeln. Jakub Svoboda wurde von Andreas Driendl mit einem scharfen Pass an den linken Pfosten bedient und der tschechische Stürmer ließ bei seinem Flachschuss ins rechte Eck ESVK-Torhüter Stefan Vajs keine Chance. Und das Team von Trainer Rich Chernomaz drückte sofort weiter. Nur 84 Sekunden nach dem Ausgleich überraschte Sören Sturm den sichtlosen Vajs mit einem Handgelenkschuss vom rechten Bullypunkt – die Towerstars lagen mit 2:1 in Front.

 


Es folgten weitere gute Möglichkeiten, doch die Gastgeber ließen sich nicht allzu lange in Bedrängnis bringen. In der 28. Minute musste Olivier Hinse wegen Stockchecks auf die Strafbank, Kaufbeuren ließ das Powerplay sehr gut laufen und ein von Gracel abgefeuerter Distanzschuss lenkte Blomqvist noch leicht ab, 2:2. Dass es bei diesem Unentschieden bis zur zweiten Pause blieb, war maßgeblich der Anteil von Towerstars Torhüter Jonas Langmann. Als diesmal Andreas Driendl auf der Strafbank weilte, rettete Jonas Langmann Sekunden mit einem starken Fanghand-Reflex.

 


Auch im Schlussabschnitt drehten die Towerstars sofort auf, sie liefen aber nach 44 Sekunden in einen Konter und Pawel Dronia konnte nur noch die Notbremse ziehen. Den fälligen Penalty von Markus Lilllich entschärfte Jonas Langmann allerdings gekonnt. Eineinhalb Minuten später fand die Scheibe aber auf der Gegenseite den Weg zum 2:3 ins Tor. Ein harter Distanzschuss prallte von den Schonern von Vajs ab, der Puck blieb dann wenige Meter vor dem Tor liegen und Mathieu Pompei schaltete blitzschnell.

 


Kaufbeuren schien danach nervös, die Oberschwaben waren teils nahe am 2:4. Doch allzu lange dauerte diese Phase nicht, Kaufbeuren kämpfte sich zurück ins Spiel und kam in der 51. Minute zum 3:3 Ausgleich. Mangels Anspielstation schlenzte Alexander Thiel nach entschlossenem Antritt aus der Halbdistanz aufs Tor und Jonas Langmann war beim noch abgefälschten Puck über die Stockhand geschlagen.

 


Im weiteren Verlauf des Schlussdrittels hatten beide Teams gleich mehrfach die Entscheidung auf dem Schläger, die Partie war vollkommen offen. Treffer gab es allerdings keine mehr und wie schon in Spiel 1 zwei Tage zuvor musste die Overtime entscheiden. Diesmal wurden die Nerven von Spielern und Fans jedoch nicht allzu lange strapaziert. Exakt 15 Sekunden nach dem Anspielbully hielt Andreas Driendl die Scheibe im gegnerischen Drittel, einen Schuss von Jabub Svoboda kurz nach der blauen Linie lenkte Mathieu Pompei unhaltbar in die Maschen. Der Jubel war groß, der zweite Sieg perfekt. Bereits am Sonntag um 18.30 Uhr stehen sich beide Mannschaften zum dritten Mal gegenüber, dann wieder in der CHG Arena.

 

 

Tore
1:0 04:31 Lewis (Blomqvist)

1:1 21:27 Svoboda (Kokes, Driendl)

1:2 22:41 Sturm (Pompei)

2:2 29:08 Blomqvist (Gracel)

2:3 42:11 Dronia (Driendl, Just)

3:3 50:39 Thiel,

3:4 60:15 Pompei (Driendl , Pozivil)

 

 

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