DEL2 - Bayreuth verliert erst den Faden und dann das ganze Spiel

 

(DEL2/Bayreuth) PM Für dieses Spiel musste Heimtrainer Kujala wieder auf 5 verletzte Spieler verzichten während der neue Gästecoach Collins auf nahezu seine Bestbesetzung zurückgreifen konnte. Davon ließen sich die Hausherren aber überhaupt nicht beeindrucken, sondern übernahmen vom Bully weg die Initiative.

 

Bacashihua Deggendor 10.2.19

( Foto Karo Vögel )


 

 

Nach nicht einmal 2 Minuten bediente Järveläinen Rajala in einer finnischen Co-Produktion, welcher DSC-Goalie Bacashihua im kurzen Eck überwand. Der nächste Eintrag gelang Järveläinen nach einem starken Spielzug aus dem eigenen Drittel über Heider zum 2-0 und als Ausdruck der klaren Vorteile der Tigers. Nach dem 3-0 durch Martens in Überzahl nach schönem Zuspiel von Neuzugang Lorraine ins Zentrum, nahmen die Gäste früh ihre Auszeit als „hallo-wach“. Die Oberfranken blieben auch danach am Drücker denn nur sie brachten in dieser Phase Tempo ins Spiel. Deggendorf gelang es nun aber zumindest weitere Gegentreffer zu verhindern. Kleine taktische Änderungen, zum Bsp. beim forecheck, und mehr Intensität sollte die Gäste dann ab dem zweiten Drittel aber besser ins Spiel bringen. Zwar gelang Rajala mit einem feinen Onetimer nach Diagonalpass von Järveläinen noch das 4-0, doch von Minute zu Minute verlor man danach den Zugriff aufs Spiel.

 

 

Das 4-1 in Torjägermanier von Gibbons konnte man vielleicht noch als kleinen Unfall titulieren aber die Warnsignale wurden immer deutlicher. Die Spielanteile wanderten jedenfalls nun deutlich auf die andere Seite. Wolfgramm fälschte einen Fernschuss ab und spätestens mit dem 4-3 durch Roach aus der Distanz bei 5 gegen 4 spürte man im ganzen Stadion die Sorge die klare Führung von vor 10 Minuten völlig aus der Hand zu geben. Der Ausgleich fiel dann prompt im nächsten Powerplay durch einen von Schembri abgefälschten Fernschuss und man ging tatsächlich mit 4-4 in die zweite Pause. Der Spielfaden der Tigers war inzwischen komplett gerissen und das Momentum auf die Deggendorfer Seite gewechselt und so war die Führung durch den sträflich ungedeckten Bindels für die Gäste die fast logische Konsequenz. Järveläinen verpasste kurz danach die schnelle Antwort, holte dass aber mit seiner temporeichen Einzelaktion nach 46 Minuten zum 5-5 spektakulär nach.

 

 


 


 

 

Es blieb aber trotz dieser starken Aktion dabei, dass der DSC nun Kontrolle über das Spiel hatte und immer deutlicher zum Vorschein kommende Löcher und Schwächen in der Bayreuther Defensive wie zu Saisonanfang machten es den niederbayerischen Gästen auch nicht schwer. Viel zu zaghaftes und viel zu früh beendetes Abwehrverhalten von Karlsson erlaubte Leinweber mit seiner Einzelaktion die erneute Führung und als die Abwehr der Wagnerstädter den nächsten Vorstoß von Kiefersauer trotz Gegenspieler am Mann auch nicht stoppen konnte stand es sogar 5-7. Nun nahm Kujala seine Auszeit und spielte 150 Sekunden vor Ende mit sechstem Feldspieler statt Torwart Jaeger. Tatsächlich gelang dem vorher oft glücklosen Bartosch nochmal der Anschluss, aber zu mehr reichte es für die Gelb-Schwarzen nicht mehr. Angstgegner Deggendorf behielt zum vierten Mal in dieser Spielzeit die Oberhand, da es Bayreuth nach perfektem Start und 4-0-Führung nach 22 Minuten nicht mehr gelang das Spiel zu kontrollieren.

 

 

Ein weiterer herber Rückschlag für den Kampf um die Pre-play-off-Plätze waren diese verlorenen Punkte, aber auch das wie es zu Stande kam. Eine Erklärung, wie genau das nach diesen Zwischenständen und Spielverlauf noch so passieren konnte, hatte nach dieser Partie niemand so Recht parat. Mit diesem durchaus verdienten Auswärtssieg machten sich die Gäste jedenfalls auf die Heimreise und hinterließen zahlreiche etwas ratlos und schockiert wirkende Gesichter im Lager der Hausherren. 12 Gegentore an diesem Wochenende sind einfach zu viel und ein Rückfall in schon überstanden geglaubte Tage. Das nächste Heimspiel der Tigers ist am Sonntag 17.02 um 18.30 Uhr gegen die Wölfe Freiburg.

 

 

Bayreuth Tigers – Deggendorfer SC 6:7 (3-0;1-4;2-3)

 

Tore

1:0 (2) Rajala (Järveläinen, Karlsson)

2:0 (10) Järveläinen (Heider, Rajala)

3:0 (12) 5-4 Martens (Lorraine, Järveläinen)

4:0 (22) Rajala (Järveläinen, Lorraine)

4:1 (23) Gibbons (Leinweber, Röthke)

4:2 (25) Wolfgramm (A.Gawlik, Just)

4:3 (32) 5-4 Roach (C.Gawlik, Schembri)

4:4 (39) 5-4 Schembri (Roach, C.Gawlik)

4:5 (42) Bindels (Schembri, C.Gawlik)

5:5 (46) Järveläinen (Busch, Rajala)

5:6 (53) Leinweber (Röthke, Gibbons)

5:7 (54) Kiefersauer (Wolfgramm, Müller)

6:7 (58) 6-5 Bartosch (Rajala, Heider)

 

Zuschauer: 1612

 

Strafen: BT: 10 Min D: 10 Min

 

Powerplays: BT: 1/5 D: 2/5

 

 

 

 



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