Bayernliga - Heißes Wochenende für den EV Lindau in Miesbach und gegen Memmingen

Lindau(Bayernliga-Lindau) Das wird ein ebenso schweres wie „heißes“ Wochenende für die EV Lindau Islanders. Am Freitag müssen die Lindauer zum Tabellenzweiten TEV Miesbach (20 Uhr), ehe am Sonntag (17:30 Uhr) der ECDC Memmingen zum Derby an den Bodensee kommt.

 

Diese Konstellation gab es vor zwei Wochen bereits schon einmal und niemand beim EVL hätte etwas dagegen, wenn sich die Punktausbeute ähnlich ausnehmen würde. Das Hinspiel in Memmingen gewannen die Islanders bekanntlich 6:2, ehe sie Miesbach im Heimspiel mit 2:3 nach Penaltyschießen unterlagen, aber einen Zähler mitnahmen.

 

Dieses Kunststück auch in Miesbach zu erringen, wird das wohl bisher schwerste Unterfangen für die Islanders in dieser Saison. Denn aktuell ist der TEV das formstärkste Team der Bayernliga und eilt von Sieg zu Sieg. Neun Erfolge in Serie stehen seit 19. Oktober für die Oberbayern zu Buche. Sie sind damit der härteste Verfolger von Waldkraiburg und haben den Abstand auf den Tabellenführer verkürzt, dem sie mit 6:3 die einzige Saisonniederlage zufügten.

 

„Es wird brutal schwer, dort zu punkten, aber wir fahren nicht dorthin, um uns kampflos zu ergeben“, sagt EVL- Trainer Sebastian Buchwieser, hinter dessen Kader allerdings das eine oder andere Fragezeichen steht. „Wir haben angeschlagene Spieler, aber auch genug, die auf die Zähne beißen, um zu spielen.“ Fix ist allerdings, dass Daniel Pfeiffer wegen eines Studientermins ausfallen wird, was die Variationen im Sturm für Buchwieser erneut beschränkt.

 



Miesbach ist gerade zuhause eine Macht und feierte hier fünf Siege in Folge. Bei den letzten vier erzielte der TEV jeweils sechs Tore. 41 der 63 Treffer (Ligaspitze) wurden auf heimischem Eis erzielt. Bester Torschütze ist Sebastian Lachner mit 13 Treffern, der in der Scorer-Wertung der Bayernliga mit 24 Punkten auf Platz zwei liegt, der Finne Markus Kankaaranta ist mit 18 Punkten (8Toren) zweitbester Miesbacher (Ligaweit 12., punktgleich mit dem aktuellen EVL- Topscorer Tobias Feilmeier). „Sie spielen mit ihren vier Reihen schnelles und hartes Eishockey und sind in der Defensive mit den Ex-Profis Daniel Hilpert und Peter Kathan sowie einem sehr guten Torwartgespann ebenso gut besetzt. Das hat man im Hinspiel gesehen“, sagt Team- Manager Sebastian Schwarzbart.

 

So fahren die Islanders zwar als Außenseiter nach Miesbach, sehen sich aber nicht chancenlos. Immerhin haben sie selbst in den letzten sieben Spielen immer gepunktet, also in regulärer Spielzeit im November nicht verloren. Das darf gerne so bleiben. „Wir brauchen uns sicher vor niemandem zu verstecken. Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir jedes Team der Liga schlagen. Aber dazu muss natürlich alles passen“, sagt Schwarzbart. Dazu gehöre auch, in keiner Sekunde der Vorbereitung an das Derby am Sonntag zu denken. Aber da hätten die sportlich Verantwortlichen keine Bedenken. Zu groß sei die Herausforderung bereits im ersten Spiel dieses heißen EVL- Wochenendes.

 


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