Bittere Niederlage für das DEB Team gegen Weißrussland

 

(DEB/Nationalmannschaft) CD Deutschland muss sich auch im fünften Vorbereitungsspiel gegen Weißrussland geschlagen geben und wartet weiter auf den ersten Punktgewinn. In Nürnberg unterlag das DEB-Team mit 1:4 (0:2|1:0|0:2). Daniel Schmölz traf zum zwischenzeitlichen 1:2. 

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(Foto: Citypress)

 


Der Bundestrainer hatte den Kader für die Phase 3 auf sieben Positionen verändert. Neben einem Ingolstädter Duo mit Fabio Wagner und Tim Wohlgemuth stoßen fünf Profis der Adler Mannheim zur Mannschaft hinzu. Neben Torhüter Felix Brückmann sind dies die Stürmer Markus Eisenschmid, Stefan Loibl, Nicolas Krämmer und Matthias Plachta. Über die größte Länderspiel-Erfahrung der Neuankömmlinge verfügt Stürmer Plachta mit bisher 91 DEB-Einsätzen. 

 

Es waren weniger als 60 Sekunden gespielt da lag die Scheibe im Tor von Felix Brückmann Kurz darauf (8.) nutzten die Weißrussen die desolate Leistung der deutschen Mannschaft in den ersten zwanzig Minuten gnadenlos aus und gingen mit 0:2 in Führung. Gegen Ende des ersten Drittels gab es dann sogar noch einen Pfostentreffer und fast das 0:3.

Nach dem Wiederanpfiff präsentierte sich das DEB Team dann von einer wesentlich besseren Seite und spielte druckvoll und wesentlich besser. Im Mittelabschnitt bekam Brückmann nicht so viel zu tun wie in den ersten zwanzig Minuten. Nach einer überstandenen doppelten Unterzahlsituation war es Daniel Schmölz, der im Powerplay einen Abstauber zum 1:2 Anschluss nutzte (38.). 

 



 

Deutschland war im zweiten Drittel und auch im Schlußabschnitt die spielbestimmende Mannschaft, doch konnte man aus den vielen Chancen kein Kapital schlagen. Entweder war ein Stock, Schlittschuh oder der junge Goalie im Weg. Kurz vor dem Ende nahm Toni Söderholm seinen Torhüter vom Eis und es gab noch eine Überzahlsituation, bei der man mit 6:4 nochmals alles versuchte. Doch es gelangen den Weißrussen noch zwei Empty-Net Tore zum 1:4 Endstand. 

 

Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm trifft morgen zum Abschluss der WM Vorbereitung 2021 nochmals in Nürnberg auf Weißrussland, bevor es dann am 15. Mai 2021 nach Riga geht. Welche NHL Spieler Deutschland bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft unterstützen kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden werden.

 

 

Stimmen zum Spiel:

 

Toni Söderholm: "Es war heute ein sehr schlechter Start und dann wird es schwer zurück zu kommen, obwohl wir in den zwei Drittel danach wesentlich besser waren, aber unsere Chancenverwertung hat auch nicht gereicht."

 

Tim Wohlgemuth: "Wenn man in den ersten zehn Minute zwei Gegentore bekommt, dann ist das international eine harte Sache und das konnten wir dann nicht mehr wettmachen."

 

Maxi Kastner: "Wir dürfen keine Ausreden haben, wir müssen von der ersten Sekunde voll da sein und das müssen wir morgen besser machen. Am Ende war das Ergebnis zu hoch, aber zwei Empty-Net Tore sind dann nicht entscheidend."

 

 

Länderspiel 07.05.2021

Deutschland - Weißrussland 1:4 (0:2|1:0|0:2)

 

Tore:

0:1|01.|German Nesterov

0:2|08.|Dmitri ZUnakharenko

1:2|38.|Daniel Schmölz (Sezemsky, Plachta) PP

1:3|60.|Francis Pare - ENG

1:4|60.|Ilya Usof - ENG

 

Best Player of the game
Weißrussland: #18 Khenkel
Deutschland: #21 Krämmer

 

 



 

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PENNY-DEL - Finale Spiel 2: Eisbären erzwingen Showdown am Freitag

 

(DEL/Wolfsburg) MH Heute stand das zweite Finale um die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm. Die Eisbären Berlin waren natürlich nach der OT-Niederlage in Spiel 1 unter Druck. Die Wolfsburger auf der anderen Seite wollten den Sack zu machen, um ihre erste Meisterschaft zu feiern.

 

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( Foto City-press )

 


 


Die Eisbären begannen mit viel Druck, ohne Angst und setzen dem Gegner vor allem mit ihrem Forechecking sehr zu. Pföderl und Wissmann hatten gleich zu Beginn gute Chancen die Führung zu erzielen aber beide trafen das Tor nicht. Eine Strafe gegen die Gäste gab den Grizzlys die Möglichkeit besser ins Spiel rein zu finden und erste Schüsse aufs das Tor von Niederberger abzufeuern.

 


Beide Mannschaften drückten sehr aufs Tempo und es gab so gut wie keine Unterbrechungen. Berlin versuchte weiter mit starkem Forechecking die Wolfsburger zu beeindrucken und diese hatten sichtlich Problem damit ihr Spiel zu finden. Dieser ganze Aufwand wurde schließlich dreieinhalb Minuten vor dem Ende des ersten Drittels belohnt. Zengerle findet von der rechten Band aus den völlig freistehenden Hördler, der Strahlmeier per Rückhand-Move zur 1:0 Führung überwinden konnte. Mit dieser Führung gingen die Hauptstädter in die erste Pause.

 


Wolfsburg kam wesentlich stabiler aus der Kabine heraus. Eine Unterzahl gleich zu Beginn überstanden sie schadlos. Das Tempo war nicht mehr ganz so hoch, aber trotzdem gab es nur wenige Unterbrechungen. Aubin’s Mannschaft konnte nicht mehr so viel Druck entfachen wie noch im ersten Drittel.

 

 



 

 

In bisschen aus dem Nichts das 2:0 für die Eisbären. Noebels fand von der Bande hinter dem Tor seinen Verteidiger McKiernan, der mit seinem siebten Treffer Strahlmeier keine Chance ließ. Cortina musste sich nun etwas einfallen lassen, um sein Team wieder zurück ins Spiel zu bringen. Die Grizzlys aber fanden keinen Weg große Chancen zu kreieren. Mitte des Drittels fiel sogar das 3:0. Streu fand aus dem Gewühl vor dem Tor heraus den Puck und schoss in locker in die Wolfsburger Maschen.

 


Im Glück war Niederberger bei einem Chip von Bruggisser, der vor ihm auf kam und dann gegen die Latte sprang. Wolfsburg kämpfte sich zurück ins Spiel. Fauser verkürzte in der 37.Spielminute im Powerplay auf 1:3. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Drittelpause. Die sonst sehr defensiv spielenden Wolfsburger mussten nun ihre Defensive öffnen und verstärkt den Vorwärtsgang einlegen, um hier noch etwas reißen zu können. Chancen hatten aber zunächst die Gäste. Noebels traf nur den Pfosten. Die Grizzlys waren zwar bemüht, aber die Eisbären standen im dritten Drittel defensiv sehr gut und ließen kaum Chancen zu.

 


Erwähnenswerte Chancen gab es im dritten Drittel nicht wirklich. Cortina’s Team war sehr bemüht, während die Eisbären aus einer sicheren Defensive heraus nur noch das Nötigste nach vorne machten. Schon 3:43 Minuten vor dem Ende nahm Cortina Strahlmeier vom Eis. Reichel war der Schütze des Empty Net Treffers zum alles entscheidenden 4:1. Somit wird es am Freitag zum Showdown um die deutsche Meisterschaft kommen.

 

 


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PENNY-DEL - Pederson neuer Cheftrainer und Beaulieu Assistent bei den Augsburger Panther

 

(DEL/Augsburg) PM Die Augsburger Panther können ihren neuen Cheftrainer präsentieren. Künftig trägt Mark Pederson die sportliche Hauptverantwortung beim PENNY DEL-Club. Als Assistant Coach wird ihm in der Saison 2021-22 Pierre Beaulieu zur Seite stehen. Weiterhin wichtiger Bestandteil des Trainerteams der Augsburger Panther bleiben auch in der kommenden Saison Athletiktrainer Gregor Grutschnig, Torwarttrainer Max Dürr, Mentaltrainer Ulf Wallisch und Development Coach Heiko Vogler.

 

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(Foto: Augsburger Panther)


 

Mark Pederson war von 2014 bis 2020 Headcoach und General Manager von Esbjerg Energy. In seiner Amtszeit formte er die Dänen zu einem Spitzenteam der Metal Ligaen, führte den Club zu zwei Meisterschaften und einer Vizemeisterschaft. Nach sieben intensiven Jahren in Dänemark nahm sich der Kanadier während der Pandemie eine einjährige Auszeit. Die Deutsche Eishockey Liga kennt der 53-jährige ehemalige Stürmer noch aus seiner aktiven Laufbahn. Für Hannover, Krefeld und Mannheim absolvierte Pederson 256 DEL-Spiele. Mit den Adlern gewann er im Jahr 2001 die Meisterschaft. Zurückblicken kann der U20-Weltmeister des Jahres 1988 auch auf 171 NHL-Spiele für Montréal, Philadelphia, San Jose und Detroit.

 

Pederson freut sich auf seine neue Aufgabe: „Es ist mir eine Ehre, Cheftrainer eines so traditionsreichen Clubs in der PENNY DEL zu sein. Ich habe das deutsche Eishockey seit meiner Zeit hier immer verfolgt und war speziell 2019 in der CHL von den Auftritten der Panther und den begeisterungsfähigen Fans beeindruckt. Als sich nun die Chance ergab, diese reizvolle Aufgabe zu übernehmen, musste ich nicht lange überlegen. Ich möchte helfen, hier eine neue Eishockeyeuphorie zu entfachen und gemeinsam mit den Fans viele Siege zu feiern."

  

 


 


 

Neuer Assistant Coach wird mit Pierre Beaulieu ein in Deutschland bekanntes Gesicht. Der 38-jährige Kanadier war von 2018 bis 2020 für die Krefeld Pinguine tätig, im Dezember 2019 wurde er vom Assistant Coach zum Cheftrainer befördert. Zuletzt war Beaulieu Headcoach der Steinbach Black Wings 1992 in Linz. Insgesamt acht Jahre arbeitete er in der EBEL für Klagenfurt (2010-2014), Innsbruck (2014-2018) und auch für den österreichischen Eishockeyverband in unterschiedlichen Funktionen innerhalb des Trainerteams.

 

Panther-Gesellschafter Lothar Sigl über diese wichtigen Personalentscheidungen: „Mark Pederson und Pierre Beaulieu haben sich schnell als unsere Wunschbesetzungen herauskristallisiert. Wir hatten viele gute Gespräche, beide passen hervorragend zu unserer Philosophie. Sie wissen, welche Art von Eishockey wir hier sehen wollen, können sich damit identifizieren und brennen auf ihre neue Aufgabe. Nun gilt es, gemeinsam ein schlagkräftiges Team für die kommende Spielzeit zu formen, das uns allen viel Freude bereitet."

 

 

 

 



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PENNY-DEL - Angreifer Austin Ortega wechselt zu Red Bull München

 

(München) PM Red Bull München hat sich die Dienste des US-Amerikaners Austin Ortega gesichert. Der 27-Jährige verstärkt künftig den Angriff des dreimaligen deutschen Meisters. Zuletzt stand der Flügelstürmer bei Red Bull Salzburg unter Vertrag (28 Spiele | 11 Tore | 9 Assists).

 

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(Foto: EHC Red Bull München / EC Red Bull Salzburg)

 


 

Zuvor absolvierte er für die Eisbären Berlin zwischen 2019 und 2020 65 Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse, erzielte dabei 25 Tore sowie 33 Assists. In der Saison 2019/20 holte Ortega für die Berliner 40 Scorerpunkte (52 Spiele | 18 Tore | 22 Assists), war damit zweitbester Punktesammler im Team. „Ich kenne die DEL und weiß, was mich dort erwartet. Es ist eine Ehre für mich, mit München in diese Liga zurückzukehren“, sagt Ortega.

 

Christian Winkler, Managing Director Sports Red Bull Eishockey: „Wir freuen uns, Austin in unserer Organisation halten zu können. Er hat bereits Erfahrungen in mehreren europäischen Top-Ligen gesammelt und dabei insbesondere bei seinem Engagement in Berlin sehr gute Leistungen gezeigt.“

 

„Der Club wird super geführt und ist zugleich sehr erfolgreich. Meine Erwartungen an die nächste Saison sind groß“, so der technisch und läuferisch starke Ortega über seinen Wechsel. „Ich möchte mithelfen, dass der Verein weitere Titel holt und kann es kaum erwarten, loszulegen.“ Münchens neuer Angreifer sammelte in Europa auch schon Erfahrungen in der höchsten schwedischen (Växjö Lakers) und finnischen (TPS Turku) Liga.

 

Vor seinen Stationen in Europa spielte Ortega unter anderem erfolgreich an der University of Nebraska Omaha und wurde mehrmals ins All-Star-Team der Liga berufen. Zudem lief er in der American Hockey League (AHL) für die San Diego Gulls auf. Dort teilte er sich unter anderem mit dem Ex-Münchner Kalle Kossila die Kabine.

 

 



 

Aktueller Kader des EHC Red Bull München für die Saison 2021/22


Torhüter (3): Daniel Allavena, Danny aus den Birken und Daniel Fießinger.

 

Verteidiger (6): Konrad Abeltshauser, Nico Appendino, Daryl Boyle, Zach Redmond (AL), Yannic Seidenberg und Maksymilian Szuber.

 

Stürmer (15): Maximilian Daubner, Bastian Eckl, Yasin Ehliz, Philip Gogulla, Patrick Hager, Maximilian Kastner, Elias Lindner, Julian Lutz, Frank Mauer, Austin Ortega (AL), Trevor Parkes (AL), John Peterka, Justin Schütz, Frederik Tiffels und Filip Varejcka.

 

 

 


 

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PENNY-DEL, Wolfsburgs Marathonmann Melchiori entscheidet Spiel 1 gegen Berlin in der Overtime

 

(PENNY-DEL, Berlin) (Hermann Graßl)  In der Mercedes-Benz Arena empfing Berlin die Grizzlys aus Wolfsburg zu Finalspiel Nummer 1 der diesjährigen PENNY DEL Playoff Serie. Die Eisbären durchlebten bislang Höhen und Tiefen sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale, schafften aber immer den wichtigen Turnaround und zogen letztlich dank ihrer ausgeprägten Comeback Qualitäten ins Endspiel ein. Mit Wolfsburg bekamen sie einen hartnäckigen Gegner, der bislang extrem strukturiert und kompakt auftrat und nicht von Ungefähr den amtierenden Meister aus Mannheim eliminierte. 

 

Schließlich setzte sich im ersten Spiel zweier Teams aus der Nordgruppe der Gast aus Wolfsburg nach Verlängerung mit 2:3 gegen nie aufgebende Berliner durch. Der Hüne Melchiori, der stets die meiste Eiszeit auf seinem Buckel hatte, war der Matchwinner in einer fesselnden Begegnung.

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(Fotoquelle City-press)

 

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Die Eisbären aus Berlin schafften es nunmehr schon zum elften Mal in ein DEL Finale einzuziehen und wollten jetzt auch ihren achten Titel einheimsen. Der Seriensieger des deutschen Eishockeys strotzte sicherlich vor Selbstvertrauen, denn nach all diesen Achterbahnfahrten in den Playoffs fehlte nur noch das Sahnehäubchen mit der Krone des Championship Titels. Mit Ryan McKiernan und Matt White liefen zwei Hochkaräter bislang zur Hochform auf, die sie weiter aufs Eis bringen wollten. Ihren Heimvorteil wollten sie dieses Mal auch zu ihren Gunsten ummünzen. Hördlers immense Playoff Erfahrung mit 10 Finalteilnahmen war ein großes Plus auf Seiten der Berliner.

 

Aubin: “Wir sahen uns noch das Spiel in Mannheim an verbrachten dann gestern und am Freitag Zeit miteinander. Jetzt gilt es zu spielen, mit der Vorrunde und den bisherigen Hauptrundenspielen hat das heute nichts mehr zu tun. Es war eine komplett neue Saison mit unterschiedlichen Teams auf beiden Seiten. Wir blicken immer nach vorne und wissen, dass Wolfsburg eine gute Mannschaft ist, die diszipliniert und strukturiert ist. Es spielt keine Rolle, welches System man hat, wir müssen bereit sein und die Special Teams sind entscheidend. Jetzt haben wir die Gelegenheit für den Titel und wir freuen uns.

 

Die Grizzlys aus Wolfsburg verdienten sich nach ihrem famosen Schlussakkord in der Hauptrunde die Playoffs, in denen sie sich in zwei dramatischen Begegnungen erst im entscheidenden Spiel 3 durchsetzen konnten. Insbesondere ihr Husarenstück gegen die Adler setzte beim Team um Pat Cortina weitere Kräfte frei, die sie nun gegen den leichten Favoriten aus Berlin gewinnbringend bündeln wollten. Mit ihrem Urgestein Furchner, der als Identifikationsfigur von eminenter Bedeutung war und dem stetig scorenden Franzosen Rech hatten sie gute Karten, erfolgreich Paroli zu bieten.

 

Cortina: „Es spielt keine Rolle mehr, wie die bisherigen vorher gewonnenen Matches in der letzten Hauptrunde ausgingen. Jede Playoff Serie hat seine eigene Geschichte. Wir haben uns gesteigert, weil wir im hier und jetzt bleiben. Wir denken nicht zu viel über die Vergangenheit nach, sondern wir sind fokussiert auf das heutige Spiel.“

 

Es ist immer was ganz Besonderes in einem Playoff Finale, wenn zu Beginn die deutsche Nationalhymne intoniert wird: Gänsehaut und Adrenalin pur für alle Beteiligten auf dem Eis, bevor es dann so richtig los geht. Bernd Römer von der bekannten Kultgruppe Karat heizte die Protagonisten schon mal ordentlich ein.

 

Von Abtasten war keine Spur nach dem Puck Einwurf, beide Teams legten zügig den Vorwärtsgang ein. Wolfsburg agierte im gewohnten 1-3-1 System und hielten konsequent an ihrem in den letzten Wochen bewährten Game Plan fest. Tuomie prüfte gleich zweimal den Grizzlys Goalie, der sicher genauso wie sein Gegenüber Niederberger im Brennpunkt des Geschehens sein sollte. Depres auf Seiten der Eisbären zeigte sich sehr spielfreudig und setzte einige Duftmarken. Die Hausherren wirkten anfangs frischer und aktiver. Nach dem Powerbreak hatte Jormakka eine sehr gute Chance, doch Niederberger hielt seinen Kasten sauber.

 

Bei einem 3 auf 2 Konter vergaß Foucault im letzten Moment die Scheibe, sonst hätte es brandgefährlich werden können. Danach gab es einen guten Wechsel der Grizzlys, die sich ein wenig festsetzen konnten und sich kurz danach eine weitere Gelegenheit erarbeiteten.

 

Es gab mittlerweile Chancen hüben wie drüben und jeder Check wurde zu Ende gefahren. Bittners Top Chance ergab einen Rebound vor Niederberger, doch letztlich endete die brenzlige Situation in einem Spielerknäuel. McKiernans Riecher wäre fast belohnt worden, aber er fand in Strahlmeier seinen Meister. Der Scoring Streak des Berliner Defenders mit 6 Toren in 6 Spielen war schon herausragend. Nach einem körperbetonten Match auf hohem Niveau ging es torlos in die erste Pause. Beide Teams neutralisierten sich effektiv in einem fairen Match ohne Strafminuten bis dato.

 

Hördler: „Das Spiel ist wie erwartet: viel laufen, viel arbeiten und kämpfen. Wolfsburg hat eine gute Mannschaft, die sehr diszipliniert ist und gutsteht. Sie haben vorne gefährliche Spieler, aber wir haben vielleicht noch gefährlichere Spieler. Wir müssen den Puck noch mehr zum Tor bringen."

 

Fliegauf: „Es war das taktische Spiel wie erwartet. Ein echtes Mammutprogramm mit dem heute 21. Match in 42 Tagen, Respekt und Hut ab vor den Jungs. Wir agieren ganz gut, es ist eine offene Begegnung. Die Belastungen sind schon extrem, denn wir müssen noch die Hygienevorschriften beachten im Training, das ist viel Aufwand für das Team und die Betreuer. Hinzu kommt das viele reisen, im Bus mit Maske zu fahren, aber wir tun alles, um heute dabei zu sein. Eine gute Planung ist nötig wegen der PCR Tests nach dem Mannheim Match. Pat Cortina hat einen großen Anteil ebenso wie die Co-Trainer, der Fitness Coach und der Torwarttrainer. Unser Turning Point war das Head to Head Spiel gegen Nürnberg: danach haben wir uns am Schopf gepackt und selbst rausgezogen und sind dann von Spiel für Spiel besser geworden. Unsere Serie mit 6 Siegen aus 8 Spielen am Ende war wichtig. Die Ausfälle tun uns natürlich weh, wir haben einen kleinen Kader, die Sturmreihen haben sich aber immer besser gefunden. Wir haben einen guten Korpsgeist in der Mannschaft.“

 

Im zweiten Drittel bekam Berlin nach gut 2 ½ Minuten zwei riesige Gelegenheiten, um in Führung zu gehen, doch der Pfosten stand im Weg bei Noebels Rückhand Schlenzer. Die Eisbären verbuchten nun ein deutliches Chancenplus, doch die Grizzlys blieben stets brandgefährlich und Hungerecker scheiterte nach tollem Pass von Machacek am gut aufgelegten Niederberger. Kurz danach hatte Olimb eine Top Chance.

 

Nach dem Powerbreak durften die Gäste ihr erstes Powerplay ausüben nach einem harten Check gegen Görtz. McKiernan erwischte es als Übeltäter. Der Wolfsburger Siegtorschütze gegen Mannheim ging vorsichtshalber in die Kabine. 

 

Mit Ablauf der Strafe glänzte Niederberger mit einem Monster Fanghand Save, obwohl ihm fast komplett von Furchner die Sicht versperrt war. Der erste Strafbanksünder durfte dann gleich nochmals in der Kühlbox Platz nehmen und Niederberger stand weiter im Blickpunkt. Und dann war es passiert, denn Fauser brachte die Gäste in der 34. Spielminute in Führung und das wiederum im starken Wolfsburger Überzahlspiel.

 

Nun hatte Wolfsburg Oberwasser und zeigte sich beflügelt. Dann verabschiedete sich Boychuk in die Kabine nach einem schmerzhaften Kontakt mit der Bande und Pföderl musste knapp 2 Minuten vor Drittelende auf die Sünderbank. Berlin nahm geschickt viel Zeit von der Uhr und die Gäste hatten Schwierigkeiten in die Aufstellung zu finden und die Eisbären konnten sogar selbst zum Abschluss kommen. 12 Sekunden hätte White eine zweite super Chance in Unterzahl. Nahezu mit der Drittelsirene wurde es nochmals gefährlich vor Niederberger, der aber einen kühlen Kopf behielt. Demzufolge ging es mit einem hauchdünnen 0 zu 1 in die zweite Pause. Die Grizzlys erwiesen sich erneut sehr effizient in der Verwertung beim Powerplay.

 

Fauser: „Es ist brutal umkämpft, es wird sich kein Zentimeter geschenkt, jeder ist bedacht keinen Fehler zu machen. Wir haben die Überzahl genutzt, aber wir dürfen keinen Millimeter nachlassen, sonst wird es knapp. Wir müssen die wichtigen Zweikämpfe in der eigenen Zone gewinnen und die Scheibe einfach rausspielen.“

 



 

Im letzten Drittel wollte es Reichel wohl wissen, denn er verzeichnete gleich mal zwei Gelegenheiten hintereinander für die Eisbären. Statistisch gesehen war das letzte Drittel für Berlin das Beste, wohingegen die Grizzlys hier schlechte Werte aufwiesen. Nach einem fulminanten Angriffswirbel der Eisbären konnte sich ein Wolfsburger nur mit einem Foul helfen, doch Festerling hatte die Megachance in Unterzahl, touchierte aber nur den Außenpfosten. Insgesamt war das erste Berliner Powerplay zu statisch und es fehlte die nötige Bewegung. Gegen Järvinens abgefälschten Schuss parierte Niederberger erneut in souveräner Manier.

 

Nachdem Melchiori zwei Minuten absitzen musste, probierten die Eisbären immer den One Timer von Noebels zu suchen, doch dieses Rezept ging nicht auf, zu gut waren die Grizzlys positioniert. Serge Aubin musste hier noch das Feintuning finden für seine Akteure. Wurm und Fauser warfen sich heroisch und teamfördernd in die Schüsse der Eisbären. Wolfsburg hielt stoisch und erfolgreich am Matchplan fest. Beim 3 auf 2 Konter der Wolfsburger hatte wieder Niederberger beim Schuss von Rech das bessere Ende auf seiner Seite und bewahrte sein Team vor einem weiteren Gegentreffer. Reichel schien on Fire zu sein, denn er war erneut zur Stelle, bis dann Strahlmeier den Puck kurz jonglierte bevor geklärt war.

 

Mit der 2 Minutenstrafe für Bruggisser bekamen nun die Berliner die nächste Chance zum Ausgleich, die sie nun im dritten Anlauf in Person von Noebels in der 55. Spielminute auch nutzten. Dieses Remis hatten sich die Eisbären redlich verdient. Nun begann die sogenannte Crunchtime und man war gespannt, wer von den beiden Teams den entscheidenden Punch setzte. Nach der erkämpften Scheibe hinter Niederberger stand Festerling goldrichtig im Slot und vollendete in der 58. Spielminute zur erneuten Führung für Wolfsburg.

 

Nun zog Aubin den Goalie und Berlin agierte mit einem sechsten Feldspieler für die letzten 2 Minuten. 38 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit netzte tatsächlich Boychuk zum wiederholten Ausgleich ein. Welch ein Comeback der Eisbären! Diese Qualität sprach für Berlin! Nun ging es in die Verlängerung in dieser fesselnden Begegnung, in der die Wolfsburger schon fast wie der sichere Sieger aussahen.

 

Noebels: „Es ist ein super Spiel, jeder Zentimeter ist umkämpft. Wir sind zweimal zurückgekommen und wollen nun auch gewinnen. 40 Minuten haben wir nicht unsere beste Seite gezeigt, sind dann erst besser Schlittschuh gelaufen.“

 

Die Torschuss Statistik war mit 35:35 völlig identisch nach gespielten drei Abschnitten und auch bei den Strafminuten war es mit 6:6 pari. Beide Teams schenkten sich auch in dieser Verlängerung nichts und verbuchten etliche Torchancen auf beiden Seiten. Es wurde mit offenem Visier gespielt. Nach einer äußerst seltsam abgesprungenen Scheibe von der Bande musste Strahlmeier sein ganzes Können auspacken, um davon nicht düpiert zu werden. Es blieb unfassbar spannend und man hatte das Gefühl, dass mit jedem Angriff der sudden death provoziert werden konnte.

 

Auch Strahlmeier spielte aktiv mit und leitete einen Wolfsburger Angriff ein. Es blieb weiterhin eine körperbetonte Partie und dann hatten die Eisbären die Chance zur Entscheidung durch Pföderl, der etwas überrascht war ob dieser Gelegenheit. Dann tankte sich Festerling durch konnte aber Berlins Goalie nicht überwinden. Auf der Gegenseite blieben die Eisbären nur zweiter Sieger im Slot vor Strahlmeier.

 

Danach verzog Olimb in aussichtsreicher Position, aber schließlich entschied der Mann mit der meisten Eiszeit bei den Grizzlys, Melchiori in der 78. Spielminute diese packende Partie mit einer famosen Einzelleistung in beeindruckender, unaufgeregter Art und Weise. 

 

Spiel 2 findet am Mittwoch, den 5.5.2021 in Wolfsburg statt. Sofern ein Spiel 3 notwendig sein sollte, würde diese Begegnung am Freitag, den 7. Mai in Berlin ausgetragen.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Berlin – Aubin:

Es war die zu erwartende Partie. Je länger das Spiel dauerte, hatten wir immer mehr Möglichkeiten, wir haben es nur verpasst, den Deckel drauf zu machen.  Wir müssen uns nun sammeln, neu ordnen, uns erholen und dann sind wir wieder bereit. Wir werden das Spiel ausführlich analysieren. Leo hatte die Chance zum Siegtreffer. Wir sind bereit für eine lange Serie.”

 

Wolfsburg – Melchiori:

I am very satisfied. It is a dream so far, the way we play the whole season, what a story in the last weeks. You need to stay calm, that’s always how I am used to play and at the end it can pay off. Plan for game 2: it will be the toughest one yet, they are an excellent team, it won’t be any easier than before. We need to think shift per shift and period per period.”

 

Wolfsburg – Cortina:

“Es war ein gutes Eishockey Spiel mit unglaublich viel Tempo. In der Verlängerung waren wir läuferisch stark. It’s fun to be part. Es war Adrenalin und beide Teams hatten Lust Eishockey zu spielen. Für das Spiel 2 müssen wir Energie finden. Die letzten 20 Tage haben wir viel gespielt, Regeneration ist nun sehr wichtig und der Kopf muss frei bleiben.“

 

Spiel vom 02.05.2021

Berlin – Wolfsburg 2:3 n.V. (0:0|0:1|2:1|0:1)

 

Tore:

0:1 |34| Fauser (Rech, Olimb) PP1

1:1 |55| Noebels (Depres, White) PP1

1:2 |58| Festerling (Jormakka)

2:2 |60| Boychuk (White, McKiernan)

2:3 |78| Melchiori

 

1. Drittel Statistik:   12:11 Schüsse, 7:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

2. Drittel Statistik:     8:16 Schüsse, 14:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:0

3. Drittel Statistik:   15:8 Schüsse, 15:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:6

Overtime Statistik:   8:8 Schüsse, 4:3 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Rantala / Rohatsch

 

Aufstellung:

 

Berlin: Niederberger, Despres, McKiernan, Noebels, Reichel, Pföderl, Hördler, Wissmann, White, Boychuk, Fiore, Müller, Ramage, Tuomie, Olver, Foucault, Mik, Labrie, Zengerle, Streu.

 

Wolfsburg: Strahlmeier, Bittner, Möser, Machacek, Olimb, Rech, Bruggisser, Wurm, Görtz, Järvinen, Furchner, Likens, Melchiori, Jormakka, Festerling, Fauser, Adam, Busch, Raabe, Hungerecker.     

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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PENNY-DEL, Spiel-Puck-Sieg: Der erste Finalist steht fest - Berlin veredelt eine perfekte Hauptrunde und greift nach dem 8. Titel!

 

(PENNY-DEL, Berlin) (Hermann Graßl)  In der Mercedes-Benz Arena fand das Entscheidungsspiel zwischen Berlin und Ingolstadt um den Einzug in das PENNY DEL Finale statt. Ingolstadt könnte nach 2014 und 2015 zum dritten Mal eine Finalserie spielen, für Berlin wäre es bereits die 11. Finalteilnahme in ihrer reichhaltigen Sammlung von Titeln. Der Sieger aus dieser Begegnung war stets der spätere Champion, was beiden Mannschaften gleichermaßen Flügel versetzte. Schließlich setzte sich in einem packenden Schlagabtausch der Serienmeister mit 4 zu 2 gegen sehr starke Panther aus Ingolstadt durch und hat den achten Titel fest im Visier. McKiernan erwies sich im Entscheidungsspiel wiederum als wesentlicher Faktor und trug mit seinem nunmehr 6. Tor entscheidend zum Erfolg bei.

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(Fotoquelle City-press)

 

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Die Eisbären aus Berlin demonstrierten wieder ihre unnachahmlichen Comeback Qualitäten in Ingolstadt, als sie schon kurz vor dem Ausscheiden waren. Ihr Defender McKiernan lief bisher zu großer Form auf und der fleißige Punktesammler wollte auch heute eine zentrale Rolle spielen zusammen mit den anderen vier Topscorern, welche die Liste in den Playoffs derzeit anführen. Die Mitwirkung von Pföderl wirkte sich positiv auf die geschlossene Mannschaftsleistung der Hauptstädter aus. White: „Wir schafften es, mehr Spieler vor das Tor zu bringen als im ersten Spiel. Wir brachten mehr Pucks zum Tor. Wir wollen gewinnen, weil es eine kurze Serie ist. Wenn du verlierst fährst du nach Hause, das ist unsere Motivation. Ich profitiere immer von meinen Mitspielern.

 

Die Panther aus Ingolstadt standen zuhause ganz nah vor einem großen Erfolg und wollten nun an ihr erstes Spiel in der Hauptstadt anknüpfen, um nach 2015 erneut in ein Finale der deutschen Eishockey Liga einzuziehen. Ihr gut aufgelegter Tim Wohlgemuth, dessen herausragende Scheibenverteilung seinesgleichen suchte, war sicher heiß auf dieses Match. Ebenfalls mit von der Partie waren wieder der unermüdliche Palmu sowie Henriquez-Morales. Dafür pausierten heute Pietta und Elsner. Shedden: „Es ist eine Ehre für mich, dieses Alter zu erreichen. Nur schade für die Feier wegen der Niederlage, aber es ist immer besser, das Geschenk danach zu bekommen als vorher. In den letzten beiden Dritteln wurde Berlin immer hungriger und sie waren schneller auf den Kufen. Die neutrale Zone wird heute entscheidend sein. Die Special Teams waren bisher sehr gut, unsere Stürmer müssen noch aktiver werden und wir müssen mehr Geschwindigkeit auf das Eis bringen.“

 

Es war eine hitzige und rassige Partie zu erwarten, und die Gäste legten forsch los mit einer ersten guten Gelegenheit. Sie bissen sich gleich gut fest in der Berliner Zone. Berlin musste heute das Hauptaugenmerk auf die gefährlichen Konter von Ingolstadt achten, möglichst von der Strafbank fernbleiben und Garteig gut beschäftigen. Die Panther waren bisher als physisches Team bekannt, die sich durch hohe Effizienz und ein schnelles Umschaltspiel auszeichneten.

 

White für Berlin und Simpson auf Seiten Ingolstadts prüften dann innerhalb kurzer Zeit die Goalies, welche früh hellwach sein mussten. Von Beginn an war eine intensive Begegnung, wobei beide Mannschaften primär Wert auf eine solide Defensive legten. Boychuk erarbeitete sich auch eine gute Chance und Streu hätte fast getroffen, doch Garteig ließ sich nicht überrumpeln. Bisher war es vorbildlich zu beobachten, wie gut die Protagonisten in ihr „Haus“ zurückkamen; hier zeigte sich die hohe Bedeutung des Zwei-Wege Stürmers.

 

Dann bekamen die Gäste eine Bankstrafe wegen zu vieler Akteure auf dem Eis, sehr unnötig in einem solchen Entscheidungsspiel. Solche Kleinigkeiten könnten sich durchaus rächen, aber Storm war kurz vor seinem Shorthander. Nachdem diese Unterzahl überstanden wurde, folgte erneut eine vermeidbare Strafe für die Panther wegen Spielverzögerung. Das waren nun zwei Geschenke für die Hausherren, doch sie konnten daraus keinen Profit schlagen. 5 Sekunden vor der Drittel Sirene hatte Berlin noch eine Großchance und die Partie ging mit einem torlosen Remis in die Pause.

 

Olver: „Ingolstadt spielte gut in der neutralen Zone, hier hatten wir Probleme ins Spiel zu kommen. Es sind Details in der Defensivzone. Wir müssen uns sammeln, neu gruppieren und werden die nötigen Anpassungen vornehmen.“

 

Pietta: „Mir geht es ganz gut soweit und hoffe auf einen Sieg und dass ich wieder eingreifen kann. Generell sehen wir ein gutes Eishockey- spiel von beiden Teams, die auf Nummer sicher gehen und Fehler vermeiden wollen. Beide Strafen waren unnötig, aber die haben wir gut gekillt. Bisher zeigen wir ein gutes Auswärtsspiel. Wir stehen kompakter in der neutralen Zone, was es für Berlin schwierig macht. Wir sind sehr konzentriert mit einer gewissen Lockerheit, die wichtig ist, um nicht zu verkrampft zu sein. Wir haben viele schnelle Spieler, die auch ruhig an der Scheibe sind, so funktioniert das Umschaltspiel sehr gut; das ist das moderne Eishockey. Wir müssen genauso weiterspielen, die Chancen werden kommen. Defensiv müssen wir gut stehen, wir kreieren immer viele Chancen und treffen auch in der Regel.“

 

Im zweiten Drittel durfte Ingolstadt zum ersten Mal in numerischer Überlegenheit agieren und versuchten mal was Überraschendes mit dem berühmten Bauerntrick von Aubry, doch Niederberger war präsent. Die Panther fanden schnell die Formation und zogen ein sicheres Pass Spiel auf. Die Eisbären standen gut in ihrer Box und Pföderl bekam die Konterchance, musste jedoch kurz danach auch auf die Sünderbank. Nun hieß es 5 gegen 3 für 28 Sekunden und dies nutzten die Ingolstädter gnadenlos aus und schon wieder war der Vollender Aubry in der 24. Spielminute. Der Ex-Berliner erwies sich als der absolute Playoff Akteur, der nun schon 4 Tore in 2 Matches verbuchte. Niederberger verhinderte den nächsten Einschlag bei einem Schuss von Dauerbrenner Simpson.

 

Bisher bestimmten die Gäste den Mittelabschnitt, die Eisbären reagierten weitgehend nur. Ein Schussverhältnis von 10 zu 1 sprach Bände, was natürlich auch den zwei Powerplays für die Panther geschuldet war. Danach setzten die Berliner wieder mehr Akzente und beschäftigten Garteig des Öfteren.

 

Ryan Kuffner baute in einem blitzartigen Angriff in der 28. Spielminute die Ingolstädter Führung auf 2 zu 0 aus. Die Effizienz der Oberbayern war auch heute wieder bemerkenswert. Gegen Feser musste Niederberger sein ganzes Können aufbieten, um hier nicht fast schon aussichtslos in Rückstand zu geraten. Die Gäste hatten die Partie ziemlich im Griff, doch bei einem 3 auf 2 Konter verkürzte Ramage in der 31. Spielminute eiskalt. Die Panther bleiben davon relativ unbeeindruckt mussten aber dann doch in der den Ausgleich hinnehmen in der 34. Spielminute durch McKiernan, der nun schon sein 6. Tor markierte, eine beachtenswerte Performance in den Playoffs.

 

Dass er im Nachgang zu seinem Treffer gleich in der Kühlbox Platz nehmen durfte, war für ihn wohl nebensächlich, zumal auch Aubry nach der Raufeinlage 2 Strafminuten aufgebrummt bekam.

 

Nach holprigem Beginn im zweiten Drittel schafften die Eisbären tatsächlich das nächste Comeback. Eine brenzlige Situation vor Garteig führte zu nächsten kleinen Wortgefechten. Im dritten Powerplay der Eisbären entschärfte Garteig einen Schuss von McKiernan, der nun on Fire war. Auch Zengerles Abschluss wurde eine sichere Beute des Ingolstädter Goalies. White verpasste dann kurz vor der Sirene die Führung. Somit blieb es beim Unentschieden in einer weiterhin ausgeglichenen auf hohem Niveau stattfindenden Partie.

 

Quaas: „Wir haben nicht mehr unser Spiel gespielt und kleine Fehler wurden bestraft. Wir sind vom Game Plan abgewichen und die Scheiben zu oft hergegeben und Konter zugelassen.“

 



 

Im letzten Drittel war alles angerichtet für einen dramatischen Schlussakkord. Ingolstadt hatte im Mittelabschnitt etwas den Faden verloren und die Eisbären profitierten von kleinen Fehlern. Die Hausherren verzeichneten gleich eine Doppelchance, doch Garteig reagierte souverän. Die Anfangsminuten gehörten den Eisbären, die ihren Lauf aus dem zweiten Drittel mitnehmen wollten. Zwei weitere Top Saves von Garteig verhinderten das dritte Berliner Tor. Nun nahm die Begegnung wieder an Fahrt auf. Pföderls abgefälschter Schuss war brandgefährlich. In der 50. Spielminute drehte Berlin das Spiel komplett, denn White netzte dank der genialen Vorarbeit von Boychuk zum 3 zu 2 ein. Damit setzte der schlau spielende und gut antizipierende Top Stürmer seinen beachtlichen Scoring Streak fort.

 

Jetzt war das Team um Doug Shedden gefordert in der anstehenden Crunchtime. Kuffner probierte erneut den Bauerntrick, doch Niederberger war glänzend aufgelegt. Circa 6 Minuten vor der Schlusssirene hatte Ingolstadt ein wichtiges Überzahlspiel, das sie unbedingt nutzen sollten, um in der Partie zu bleiben. Berlin attackierte hartnäckig und erfolgreich die Bemühungen der Panther, die nicht in die Aufstellung gelangten. Ergebnislos endete dieses Powerplay. Was hatte Doug Shedden noch im Köcher, damit er sein nachträgliches Geburtstagsgeschenk noch erhielt?

 

Zwei Minuten vor dem Ende bauten die Eisbären durch einen abgefälschten Schuss von Fiore ihre Führung aus. Jetzt schien es eine Mammutaufgabe für Ingolstadt zu werden. Auch mit dem sechsten Feldspieler konnten die Panther nichts mehr ausrichten und mussten den Eisbären am Ende zum Sieg und zur Finalteilnahme gratulieren. Damit zieht Berlin ins Finale der Penny DEL ein und bestreitet das Spiel 1 am Sonntag, den 2. Mai.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Berlin – Aubin:

„Vielleicht waren es die Nerven, wir waren anfangs zu langsam, es fehlte das Vertrauen. Was mir gefiel nach dem Rückstand, wir kamen gut zurück und wir verdienen den Finaleinzug. Im Laufe des Spiels fanden wir dann die Geschwindigkeit, dann funktionierten die Prozesse. Wir brauchen jeden, der seine Rolle ausübt, Niederberger war großartig, er hat tolle Saves ausgepackt. Wir sind sehr stolz nach dem Rückstand gegen Iserlohn und auch gegen Ingolstadt, das macht uns noch stärker im Finale, ich habe keine Präferenz was den Gegner angeht. Game 1 wird entscheidend sein.“

 

Berlin – Noebels:

„Den Ruck haben wir in der ganzen Serie gespürt, jeder hat aber daran geglaubt. Wir standen immer mit dem Rücken zur Wand, wir wurden belohnt für unsere Teamleistung. Es gibt viele Momente in den Playoffs für einen Neuanfang. Es hat bisher viel Spaß gemacht, ich freue mich riesig auf das Finale, wir wollen nochmal zweimal gewinnen. Es war eine tolle Mannschaftsleistung, jeder im Team war wichtig, um Ingolstadt schlagen zu können. Unsere Gegner im Finale werden uns alles abverlangen. Egal wer kommt, wir werden uns optimal vorbereiten, sind aber neugierig, wer es sein wird.“

 

Ingolstadt – Shedden:

„Die Jungs spielten ein super Spiel, wir können sehr stolz sein. Letztlich hat es nicht gereicht gegen eine gute Berliner Mannschaft. Bodie and Ellis hatten viele Minuten auf dem Buckel. Wir hatten eine tolle Saison. Es ist enttäuschend, aber so ist der Sport. Hoffentlich kommen die Fans bald zurück, die uns super unterstützt haben, ich möchte mich bei ihnen bedanken.“

 

Spiel vom 30.04.2021

 

Berlin – Ingolstadt 4:2 (0:0|2:2|2:0)

 

Tore:

0:1 |24| Aubry (Storm, Kuffner) PP1

0:2 |28| Kuffner (Simpson)

1:2 |31| Ramage (Noebels)

2:2 |34| McKiernan (Zengerle, Depres)

3:2 |50| White (Boychuk, Ramage)

4:2 |58| Fiore (Depres, Boychuk)

 

1. Drittel Statistik:   11:15 Schüsse, 9:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4

2. Drittel Statistik:   19:18 Schüsse, 13:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 8:6

3. Drittel Statistik:   16:15 Schüsse, 11:15 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Rantala / Rohatsch

 

Aufstellung:

 

Berlin: Niederberger, Müller, Ramage, Boychuk, Olver, Tuomie, Despres, McKiernan, Noebels, Reichel, Pföderl, Hördler, Wissmann, White, Zengerle, Foucault, Mik, Labrie, Streu, Fiore.

 

Ingolstadt: Garteig, Marshall Wagner, Storm, Wohlgemuth, Höfflin, Ellis, Bodie, Simpson, Aubry, Kuffner, Schütz, Quaas, Palmu, Soramies, Feser, Pruden, Stachowiak, Henriquez-Morales, Detsch.

 

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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DEB-Team verliert trotz starker Leistung und zwei Toren von Peterka knapp gegen Tschechien

 

(DEB/Nationalmannschaft) CD Am Ende war es nur ein Powerplaytor mehr für Tschechien bei der 4:5 Niederlage in Nürnberg. Bis zur 50. Minute konnte das DEB Team die Führung verteidigen und dem ersten Sieg nach 14 Jahren entgegen fiebern, doch dann schlugen die Tschechen erneut im Powerplay zurück und sorgten für die nächste Niederlage.

 

John Peterka gelangen seine ersten beiden Länderspieltreffer  (16., 22./Überzahl). Der Bald-Münchner Frederik Tiffels (20.) sowie Alexander Ehl (49.) erzielten die weiteren Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V., für den Weltranglistenfünften trafen Matej Blümel (20.), Radim Salda (29.)., Jakub Galvas (41./50.) und David Tomasek (54.). Als bester Spieler der DEB-Auswahl wurde nach der Partie Peterka ausgezeichnet.

 

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(Foto: Citypress)

 


Toni Söderholm hatte heute kaum Änderungen in der Aufstellung aufgeboten, bis auf der Torhüterposition, die von Andreas Jenike bekleidet wurde, vertraute der Bundestrainer auf die gleichen Akteure vom Donnerstag. Auf den Seiten der tschechischen Mannschaft gab es jedoch viele Veränderungen, was deutlich machte, welche Qualität es im tschechischen Eishockey gibt.

 

Doch es gelang der DEB Auswahl im ersten Drittel mit 2:1 in Führung zu gehen, dabei erzielte der Münchner JJ Peterka in seinem zweiten Länderspiel den ersten Treffer, der kurz darauf mit einem traumhaften Alleingang von Freddy Tiffels zum 2:0 getoppt wurde. Die Gäste konnten wenige Sekunden später auf 2:1 verkürzen.

 

Im Mittelabschnitt waren weniger als zwei Minuten gespielt, da konnte sich wieder JJ Peterka als Torschütze eintragen. Die erneute zwei-Toreführung für Deutschland fiel dabei in Überzahl. Doch obwohl man weiter druckvoll und mit viel Tempo agierte konnten die Tschechen ihre Qualitäten an der Scheibe und im Passpiel zum Vorschein bringen und verkürzten in der 31. Minute erneut.

 

Nach nur 11 Sekunden im letzten Drittel fiel dann bei einem Mann mehr auf dem Eis der 3:3 Ausgleich durch Jakub Galvas, der heute mit zwei Toren bester Spieler auf Seiten der Tschechen wurde. Das DEB Team gab sich aber nicht geschlagen und so war es Alexander Ehl der mit seinem zweiten Tor im vierten Länderspiel die erneute 4:3 Führung in Überzahl markierte.

 

Leider musste man danach einige Strafzeiten nehmen und die Tschechen schlugen eiskalt mit schnellen Kombinationen und platzierten Schüssen im Powerplay zurück und trafen zum 4:4 Ausgleich (50.) und zum 4:5 Sieg in der 55. Minuten. Deutschland versuchte in den Schlußminuten noch alles doch es sollte zu keinem Punktgewinn mehr reichen. Eine bittere Niederlage für das DEB Team, die über 50. Minuten auf der Siegerstrasse waren und einen Sieg nach 14 Jahren gegen die Tschechen wirklich verdient gehabt hätten.

 

Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm trifft ab nächsten Freitag in Nürnberg noch zwei Mal auf Weißrussland, bevor es dann zur Weltmeisterschaft nach Riga geht.

 



 

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 (Foto: Citpress - JJ Peterka mit zwei Toren)

 

Stimmen zum Spiel:

 

Toni Söderholm: "Ich bin mit dem Auftreten der Mannschaft eigentlich ganz zufrieden, jedoch nicht mit dem Ergebnis. So ein Spiel muss man einfach gewinnen. Wir haben viel Positives aber auch einiges zum Aufarbeiten gesehen. Gerade die vielen Strafzeiten müssen wir abstellen, das ist International dann schwierig zu punkten. Es wurde auf jeden Fall hart gearbeitet und wir werden in den nächsten beiden Spielen nochmals einen veränderten Kader sehen."

 

Freddy Tiffels: "Es ist absolut ägerlich, wenn man drei Mal führt, dass man dann am Ende nicht gewinnt. Wir müssen einfach von der Strafbank wegbleiben, dann können wir solche Spiele auch nach Hause bringen."

 

Moritz Müller: "Wir haben heute von den bisherigen vier Spielen die beste Leistung abgeboten und mit viel Druck und Tempo agiert. Zum Schluß waren es Kleinigkeiten, die gefehlt haben und daran müssen wir arbeiten. Wir freuen uns auf jedenfall auf die Weltmeisterschaft, die gerade in Zeiten von Corona sehr wichtig ist, dass Eishockey wenigstens auf dem Bildschirm läuft."

 

 

01.05.2021 Länderspiel in Nürnberg

Deutschland - Tchechien 4:5 (2:1|1:1|1:3)

 

Tore:

1:0|16.|JJ Peterka (Schmölz, Eder)

2:0|20.|Frederik Tiffels (Schütz)

2:1|20.|Matej Blümel

3:1|22.|JJ Peterka (Braun) PPT

3:2|31.|Radim Salda

3:3|41.|Jakub Galvas PPT

4:3|49.|Alexander Ehl (Mebus, Rogl) PPT

4:4|50.|Jakub Galvas PPT

4:5|55.|David Tomasek PPT

 

Best Player of the game:

Tschechien: #7 Galvas

Deutschland: #94 Peterka

 

 



 

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PENNY-DEL - Wolfsburg zieht ins DEL Finale ein

 

(DEL/Mannheim) MH Das entscheidende Spiel 3 der Halbfinal-Serie zwischen Mannheim und Wolfsburg fand in der SAP Arena statt. Im Vergleich zum zweiten Spiel gab es keinerlei Änderungen in den beiden Lineups.

 

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( Foto City-press )

 


 


Die ersten Minuten gehörten klar dem Gastgeber. Wolfsburg konnte sich kaum aus der eigenen Zone befreien. Dieser Aufwand wurde schließlich belohnt. Denis Reul zog von der blauen Linie ab, durch Freund und Feind hindurch an Strahlmeier vorbei zur 1:0 Führung. Erst nach diesem Rückstand kamen auch die Gäste zu den ersten Möglichkeiten. Endras musste gegen Machacek in höchster Not retten.

 


Mitte des ersten Drittels gab es das erste Powerplay für die Adler. Strahlmeier war hier einige Male gefordert und hielt gegen Eisenschmid, Smith und Plachta sein Team im Spiel. Überhaupt war es Strahlmeier zu verdanken, dass es bisher nur 1:0 hieß. Wolfsburg in dieser Phase nur durch Fehler der Mannheimer gefährlich. Ein solcher Fehler in der neutralen Zone führte zum Ausgleich. Nach einem Scheibengewinn ging es in die Mannheimer Zone und Machacek konnte von der blauen Linie das Tor erzielen. Mannheim war danach nicht mehr so überlegen, wie vor dem Ausgleich. So ging es mit einem 1:1 in die erste Pause.

 

 

Früh im zweiten Drittel gab es erneut ein Powerplay für die Kurpfälzer, jedoch ohne daraus Kapital zu schlagen. Wolfsburg dagegen hatte das Spiel insgesamt zu diesem Zeitpunkt wesentlich besser im Griff als über weite Strecken des ersten Abschnittes. Die Grizzlys konnten sich sogar teilweise ein Übergewicht erarbeiten und bekamen selbst ihr erstes Überzahlspiel nach einer Strafe gegen Desjardins. Aber auch hier folgte kein Tor.

 

 



 

 

Shinnimin und Larkin holten auf Mannheimer Seite zwei weitere Strafen heraus. Strahlmeier war aber einmal mehr der Fels in der Brandung. In dieser Phase war die Partie von einigen Strafen geprägt, so dass es kaum 5 gegen 5 auf dem Eis zu spielen gab. Trotzdem blieb es nach 40 Minuten beim 1:1.

 

 

Beider Teams kamen mit großer Intensität aus der Kabine. Beide wussten was auf dem Spiel stand. Immer wieder gab es Phasen in denen sich ein Team einen leichten Vorteil erspielen konnte. Dies waren aber immer nur kurze Phasen. Nach 7 Minuten gab es erneut ein Powerplay für die Cortina-Truppe. Dies überstanden die Kurpfälzer erneut unbeschadet.

 


Defensive war nun allerdings auf beiden Seiten Priorität. Viel zugelassen wurde nicht mehr. 3 Minuten 40 vor dem Ende die vermeintliche Entscheidung. Plachta spielt den Reverse hinter dem eigenen Tor, der Puck findet aber Görtz, der sich den Puck schnappt ums Tor herum der Bauerntrick versucht und per Rückhand die Kufe von Reul trifft von wo aus der Puck ins Tor prallte. Mannheim warf nun alles nach vorne und holte Endras für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Katic hatte noch einmal die große Möglichkeit aber Stahlmeier hielt den Finaleinzug fest. Wolfsburg zieht damit ins Finale ein.

 

 


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DEB-Team: Tschechien behielt die Oberhand gegen eine gute deutsche Mannschaft und bezwingt das DEB Team mit 1:4

 

(DEB/Nationalmannschaft) (Hermann Graßl)  In der Arena Nürnberger Versicherung empfing die deutsche Nationalmannschaft zu ihrem dritten Vorbereitungsspiel das Team von Tschechien, welches bereits gegen Österreich Testerfahrung für die bevorstehende WM in Riga sammeln konnte. Schließlich bezwang Tschechien das deutsche Team mit 4 zu 1, obwohl die Mannschaft von Toni Söderholm eine beherzte Partie absolvierte und dem Ausgleich im letzten Drittel sehr nah war. Am Ende setzten die Gäste noch 2 Treffer ins leere Tor drauf.

 

 

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(Fotoquelle: city-press)

 


Deutschland zeigte in seinen ersten beiden Vorbereitungsmatches eine ordentliche Leistung, musste sich aber jeweils knapp geschlagen geben gegen eine bereits gut eingespielte slowakische Mannschaft. Nachdem nun auch weitere Akteure von den in den Playoffs ausgeschiedenen Teams dazugestoßen sind, durfte man u.a. gespannt sein, wie sich die Eder Brüder auf dem Eis verstanden. Korbinian Holzer aus der KHL war ebenso neu im Line Up wie Moritz Müller von den Kölner Haien, Marcel Brandt aus Straubing sowie das Münchener Trio Peterka, Kastner und Schütz. Treutle von den heimischen Nürnberger Icetigers hütete heute das Tor. Coach Söderholm musste aktuell ohne die Protagonisten aus der NHL kalkulieren angesichts der dort stattfindenden Playoffs.

 

Söderholm: „Schmölz hat bisher einen sehr positiven Eindruck gemacht, spielte eine starke Saison und ist mit Selbstvertrauen hergekommen. Ich kann ihn nur loben bisher. Wir gestalten den Alltag so, dass die Spieler weniger Freizeit haben. Wir trainieren in der Halle so gut wie wir können und machen das Beste aus der aktuellen Situation. Wir hoffen, dass bis zur WM alles gut läuft. Es gibt mehrere Wunschkader, aber es kann vieles passieren. Wir haben das Scouting erweitert, um mehr Infos zu mehr Spieler zu bekommen, besser testen zu können und die Zeit effektiv zu nutzen. Bisher haben wir 2 ½-mal trainiert, es ist keine Zeit zu verschwenden.“

 

Holzer: „Mein eigener Anspruch an mich als Führungsspieler auf dem Eis und in der Kabine ist es zu helfen soweit es geht und mir möglich ist. Die Zeit in Russland hat viel Spaß gemacht, es war eine super Erfahrung und ein schönes Abenteuer. Ich bin für alles offen, wenn es passt vom Eishockey her passt. Als nächster Schritt gilt es uns weiterzuentwickeln: Wir haben die Special Teams gut trainiert, wir müssen in der neutralen und defensiven Zone kompakter agieren und mehr Chancen kreieren. Wir müssen einen gewissen Standard reinbringen, um bei der WM eine gute Chance zu haben.“

 

Tschechien hatte bereits Testspielerfahrung gegen Österreich, das nicht an der diesjährigen A-WM teilnimmt, sammeln können und dabei zwei klare Siege verbuchen können. Mit der DEB Auswahl kam nun ein dickerer Brocken für den 6-maligen Weltmeister. Beim Team der Tschechen waren mit Sustr, Jordan und Radil drei Akteure mit NHL Erfahrung dabei; ansonsten vertraute man den jungen Spielern, bevor wohl noch etliche Protagonisten von den Teams der Finalserie dazustoßen werden, denn die Meisterschaft in der tschechischen Extraliga war bereits entschieden. Außerdem würden noch Spieler aus Schweden und Finnland das Mannschaftsgefüge ergänzen.

 

Die Tschechen attackieren in der Regel sehr früh und agieren mit einem gewohnten Kurzpass Spiel. Es deutete sich schon früh ein körperbetontes Spiel an in den ersten Aktionen. Deutschland präsentierte sich sehr zielstrebig und beschäftigten den gegnerischen Goalie schon recht gut. Auf internationalem Niveau waren gut dosierte Wechsel von hoher Bedeutung, wollte man gegen diesen hochkarätigen Gegner gut mithalten. Dann übernahm Tschechien wieder das Kommando auf dem Eis, die stets den schnellen Abschluss suchten.

 

Nach gut 8 Minuten gab es das erste Powerplay für die DEB-Auswahl. In den beiden Spielen gegen die Slowakei hatte das Überzahlspiel bereits gut geklappt. Gegen sehr früh störende Tschechen mit zum Teil 2 Spielern im deutschen Drittel taten sich die Hausherren schwer in die Formation zu gelangen. Sogar in numerischer Unterlegenheit versuchten die Gäste Konter zu fahren. Dann gab es doch die große Möglichkeit für Brandt und Peterka im Zusammenspiel; auch Fischbuch setzte danach noch einen gefährlichen Akzent. Es bleib beim Remis.

 

Im double swing startete die deutsche Mannschaft gewöhnlich den Aufbau aus der eigenen Zone. Andy Eder startete dann einen seiner bewährten Sololäufe, scheiterte aber mit seinem Schuss, der abgefälscht wurde. Flek sauste dann mit Geschwindigkeit ins deutsche Verteidigungsdrittel, der Winkel wurde dann aber ungünstig. Bisher zeigten sich die Defender hellwach bei den Vorstößen der Gäste.

 

Knapp 5 Minuten vor Drittelende durften die Tschechen in Überzahl agieren. Treutle parierte einen Schuss von Zohorna, dann wurde der Versuch von Tomasek abgefälscht. Das DEB-Team stand gut, konnte aber einen Lattenschuss von Sulak nicht verhindern. Tschechien fuhr jeden Check konsequent zu Ende. In der letzten Spielminute bekamen die Gäste noch die Chance zum Rebound, doch Treutle fror den Puck sicher ein.

 

In einer ausgeglichenen Partie ging man mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabine. Peterkas Debüt auf internationaler Bühne war solide und Schmölz fühlte sich in seiner heimischen Arena ohnehin pudelwohl.

 

Müller [C]: „Tempo und Intensität sind sehr hoch, das ist international so üblich. Wir versuchen mit Kontrolle das Spiel aufzubauen und der Gegner will das mit aggressivem Forechecking verhindern. Wir müssen vielleicht die Pässe noch schneller spielen.“

 

Künast (Sportdirektor): „Es ist ein relativ schnelles Spiel, es geht zur Sache und keiner will Fehler machen. Wir hatten die etwas besseren Chancen bisher. Niklas Treutle hat viel Routine. Die deutsche Mannschaft ist sehr couragiert, läuferisch sehr gut und kreiert Chancen, es ist bisher ein guter Auftritt. Die Olympiaabsage für die Frauen ist natürlich traurig für die Spielerinnen, aber der DEB tut alles für die Frauen und der Weltverband will praktikable Lösungen für alle finden. Die Urmel Ultra Aktion ist eine gute Sache für den Nachwuchs.“

 

Im zweiten Drittel ging es mit dem gleichen Speed weiter. Nach einem mächtigen No Look Check gegen Ehl fand das zweite Powerplay für die DEB Auswahl statt: auch in Unterzahl verteidigten die Gäste ihre Zone sehr aggressiv und hartnäckig; trotzdem gab es 2 gute Abschlüsse von Fischbuch und Brandt. 

 

Unmittelbar danach befand sich Tschechien in Überzahl, denn ein leichtes Touchieren der gegnerischen Kufe, was den Akteur zu Fall brachte, wird international sofort bestraft. Fast hätte es in einem 2 auf 1 Konter Tiffels den Shorthander gegeben. Treutle bewahrte seine Vorderleute des Öfteren vor einem Rückstand, der sich dann aber irgendwie angekündigt hatte, denn in der 28. Spielminute netzte Blümel vom Club HC Dynamo Pardubice zum Führungstreffer ein; es war sein erstes Länderspieltor. Die Zuordnung in der deutschen Defensive hatte für einen kurzen Moment nicht gepasst, was sofort eiskalt bestraft wurde. Dumont wirbelte dann vor dem tschechischen Goalie gehörig, konnte aber nicht vollenden.

 

Brandt feuerte einen seiner gefürchteten One Timer ab, der jedoch sein Ziel verfehlte. Dank einer tollen Ablage von Peterka konnte sich Schmölz eine Top Gelegenheit erarbeiten, die knapp am Gehäuse vorbeiging. In dieser Phase war Deutschland druckvoller unterwegs, doch die Gäste markierten in der 33. Spielminute ihren zweiten Treffer durch Radil, der bei Spartak Moskau unter Vertrag ist. Auf diesem Top Niveau wurde jeder Fehler gnadenlos genutzt.

 

Nichtsdestotrotz machte das DEB Team munter weiter mit ihrem Offensivdrang und kam bei zwei guten Wechseln zu weiteren Chancen; jetzt kam auch schon viel Pech hinzu. Der Anschlusstreffer wäre nun verdient gewesen. Andererseits visierten die Tschechen dann den Pfosten an.

 

Gegen Ende des Mittelabschnitts hatten die Hausherren erneut Überzahl: auch hier gab es einen Lattenschuss von Braun. Das deutsche Team war nun nahe dran am ersten Tor und dann war es endlich passiert in Person von Sezemsky, der in der 38. Spielminute mit einem tollen Move die Scheibe unhaltbar versenkte. Das war für Augsburger sicher eine Genugtuung, denn das gelang ihm in der ganzen DEL Spielzeit nicht.

 

In einem intensiven Spiel konnte Deutschland den Rückstand auf ein Tor verkürzen und hielt sich für den Schlussabschnitt alle Möglichkeiten offen.

Ehl: „Beim Check war der Kopf nicht oben, aber jetzt ist alles wieder gut. Hier ist es noch ein Stück schneller als in der Liga. Tschechien ist läuferisch sehr stark, somit ist ein sehr schnelles spiel. Hinter müssen wir stabiler stehen.“

 


 


 

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(Foto Citypress)

 

Im Schlussabschnitt durfte es auf diesem hohen Niveau durchaus so weitergehen. Beide Teams schenkten sich bisher nichts. Hinter der Bande der Tschechen fand sich geballte NHL Erfahrung wieder, u.a. war Straka als ehemalige Legende hervorzuheben.

 

Im nächsten Powerplay hatte Andy Eder die Ausgleichschance, doch der Pfosten stand im Weg. Auch danach hatten die Gäste Mühe, sich zu befreien; das deutsche Team wollte unbedingt zum zweiten Treffer kommen und kam sehr gut aus der Kabine. Die Gäste konnten sich nur durch mehrere Icings nacheinander befreien, sie waren nun schon zu lange auf dem Eis und wirkten platt. Ihr Coach hatte dies scharfsinnig erkannt und nahm die Auszeit, was angesichts der Übersäuerung nachvollziehbar war.

 

Die ersten 6 Minuten gehörten ganz klar den Hausherren, die einen unglaublichen Druck ausübten und schnell auf den Beinen waren. Doch die Gäste durfte man zu keinem Zeitpunkt aus den Augen lassen. Peterka wurde nun immer agiler und erarbeitete sich eine gute Chance. Auf der Gegenseite bewahrte Treutle Ruhe bei einem für ihn kaum sichtbaren Schuss von der blauen Linie. Dies war das Signal für die Tschechen, wieder mehr für den eigenen Angriff zu tun nach der langen deutschen Drangphase. Ein Scheibenverlust von Nowak hätte beinahe einen weiteren Gegentreffer bedeutet. Die Gäste fanden wieder zu ihrem qualitativ ausgezeichneten Spiel zurück und spielten die deutschen Akteure dieses Mal müde. Jetzt blieben nur noch 2 Minuten übrig, um in die Verlängerung zu kommen.

 

Treutle machte Platz für den sechsten Feldspieler, doch die Gäste netzten zum 1 zu 3 erneut durch Radil ein. Kurze Zeit später folgte noch der vierte Treffer in das weiterhin verwaiste deutsche Tor durch Beranek, der bei HC Energie Karlovy Vary spielt. Somit besiegte Tschechien dank ihrer besseren Chancenverwertung die deutsche Mannschaft am Ende vielleicht ein wenig zu hoch mit 1:4. Bereits zwei Tage später konnte das DEB Team Revanche für diese Niederlage nehmen. Als bester Spieler für Deutschland wurde Holzer ausgezeichnet, bei den Tschechen wurde ihr Goalie Ruzicka geehrt.  

 

Söderholm: „Wir sind besser ins Spiel reingekommen und waren am Ende am Drücker. Es fehlt noch die Gradlinigkeit zum Tor, ich hätte mir schon so 10-15 Torschüsse mehr gewünscht. Fehler sind normal, wir lernen immer dazu, wir müssen sie nur minimieren. In der offensiven Zone waren die Fehler vermeidbar. Wir hatten gute Aufbauspiele, den Rhythmus müssen wir noch verbessern und mehr Schüsse aufs Tor bringen, dann wird es gefährlicher.“

 

Treutle (Goalie und Geburtstagskind): „Ich muss ein Kompliment aussprechen, wir haben brutal gedrückt, waren am Ende optisch überlegen. Nur nicht konsequent genug. Wir hätten heute mehr verdient gehabt. Es wird nur eine kleine Feier geben wegen der Corona Auflagen: Kuchen wird als Dessert am Buffet verteilt.“

 

Peterka: „Es war schön in der A-Mannschaft zu spielen, aber wir haben uns das anders vorgestellt. Wir waren hinten zu offen, haben zu viel Platz gegeben. Im Powerplay hatten wir viele Chancen herausgespielt, schade, dass diese Dinger oft nicht reingehen. Wir müssen hinten besser stehen. Es ist für mich ein riesiges Ziel, die WM zu spielen. Ich versuche mein Bestes zu geben, und mache mir nicht zu viel Druck, und schaue, ob es reicht am Ende.“

 

WM-Vorbereitung, 29.04.2021

Deutschland - Tschechien 1:4 (0:0|1:2|0:2)

 

Tore:

0:1 |28| Blümel

0:2 |33| Radil (Tomasek)

1:2 |38| Sezemsky (Schmölz)

1:3 |59| Radil (Tomasek) ENG

1:4 |60| Beranek (Tomasek) ENG

 

Best Player of the game:

Team Deutschland:        # 5   Holzer

Team Tschechien:          # 33 Ruzicka 

 

Zuschauer: Keine  

 

Aufstellung:

 

Deutschland: Treutle, (Pantkowski/Jenike), Ebner, Nowak, Mebus, Brandt, Ugbekile, Sezemsky, Holzer, Müller, Rogl, Schmölz, Fischbuch, Eder T., Tiffels F., Dumont, Uvira, Pfaffengut, Braun, Peterka, Kastner, Schütz, Eder A.

 

Tschechien: Ruzicka, Cermpcj, Nemecek, Jordan, Mozik, Sustr, Galvas, Sulak, Sklenicka, Zohorna H., Zohorna T., Blümel, Tomasek, Hanzl, Radil Cerveny, Stransky, Flek, Beranek, Najman, Kousal.

 

 



 

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PENNY-DEL - Red Bulls verpflichten Nationalspieler Frederik Tiffels

 

(München) PM Top-Neuzugang für die Offensive. Red Bull München hat den aktuellen deutschen Nationalspieler Frederik Tiffels unter Vertrag genommen. Der 25-Jährige wechselt vom PENNY DEL-Konkurrenten Kölner Haie in die bayerische Landeshauptstadt. In seiner letzten Saison war er mit 35 Scorerpunkten (12 Tore | 23 Assists) in 37 Einsätzen punktbester deutscher Angreifer im Kölner Team.

 

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(Foto: EHC Red Bull München)

 


 

Christian Winkler, Managing Director Sports Red Bull Eishockey: „Nachdem wir hörten es gebe eine Möglichkeit, Frederik nach München zu holen, haben wir uns sofort intensiv um ihn bemüht. Michael Wolf, Don Jackson und ich hatten mit Frederik stets ausgezeichnete Gespräche, die Chemie hat sehr schnell gepasst. Aufgrund seiner läuferischen Stärke passt er perfekt in unser Spielsystem.“

 

„München ist eine neue Herausforderung für mich. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass Red Bull eine Top-Organisation ist. Ich bin davon überzeugt, dass ich mich hier sportlich wie menschlich weiterentwickeln kann“, sagt Tiffels über sein Engagement in München. Der Linksschütze erzielte bislang in 126 DEL-Partien 93 Scorerpunkte (31 Tore | 62 Assists). „Ich möchte als ein Puzzlestück des großen Ganzen so gut wie möglich dazu beitragen, unsere sportlichen Ziele zu erreichen. Ebenso bin ich schon sehr neugierig auf die Stadt München, die ich im vergangenen Sommer gemeinsam mit Maximilian Kastner und Dominik Kahun ein wenig kennenlernen durfte“, so der Stürmer weiter.

 

Tiffels startete seine Karriere in den Nachwuchsabteilungen von Krefeld, Köln und Mannheim. Bei den Jungadlern spielte er unter anderem gemeinsam mit Leon Draisaitl und Dominik Kahun in einer Reihe. 2012 folgte der Sprung nach Nordamerika, wo er sechs Jahre lang für mehrere Teams aktiv war. Drei Jahre später wurde der gebürtige Kölner im Draft an Position 167 von der NHL-Organisation der Pittsburgh Penguins ausgewählt. Im September 2018 kehrte Tiffels zurück nach Deutschland und unterschrieb einen Dreijahresvertrag bei den Kölner Haien. In der kommenden Saison ist der technisch versierte Angreifer nun für die Red Bulls aktiv.

 

 



 

Aktueller Kader des EHC Red Bull München für die Saison 2021/22


Torhüter (3): Daniel Allavena, Danny aus den Birken und Daniel Fießinger.

 

Verteidiger (6): Konrad Abeltshauser, Nico Appendino, Daryl Boyle, Zach Redmond (AL), Yannic Seidenberg und Maksymilian Szuber.

 

Stürmer (14): Maximilian Daubner, Bastian Eckl, Yasin Ehliz, Philip Gogulla, Patrick Hager, Maximilian Kastner, Elias Lindner, Julian Lutz, Frank Mauer, Trevor Parkes (AL), John Peterka, Justin Schütz, Frederik Tiffels und Filip Varejcka.

 

 

 


 

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PENNY-DEL - Erste Personalentscheidungen bei Red Bull München

 

(München) PM Die sportliche Leitung des dreimaligen deutschen Meisters EHC Red Bull München hat am 26. und 27. April die Abschlussgespräche mit allen Profis der aktuellen Mannschaft geführt. Im Anschluss wurden erste Personalentscheidungen getroffen. Demnach tragen in der kommenden Spielzeit sieben Akteure nicht mehr das Trikot der Münchner. Dazu zählen Chris Bourque, Andrew Ebbett, Jakob Mayenschein, Kevin Reich, Derek Roy, Mark Voakes und Luca Zitterbart. Mit den Verteidigern Keith Aulie, Andrew MacWilliam, Mathew Maione und Ethan Prow wurden noch keine endgültigen Entscheidungen über eine mögliche Fortsetzung ihrer Engagements getroffen.

 

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(Foto: EHC Red Bull München)

 


 

Drei Youngster, die in der Red Bull Eishockey Akademie ausgebildet wurden und auch schon Pflichtspiele für Red Bull Salzburg bzw. Red Bull München absolvierten, erhalten einen Kontrakt beim Münchner PENNY DEL-Klub. Dies sind Julian Lutz, Maksymilian Szuber und Filip Varejcka.

 

Einen bestehenden Vertrag für die Saison 2021/22 besitzen Konrad Abeltshauser, Daniel Allavena, Danny aus den Birken, Nico Appendino, Daryl Boyle, Maximilian Daubner, Bastian Eckl, Yasin Ehliz, Daniel Fießinger, Philip Gogulla, Patrick Hager, Maximilian Kastner, Elias Lindner, Frank Mauer, Trevor Parkes, John Peterka, Zach Redmond, Justin Schütz und Yannic Seidenberg. Damit stehen bislang aktuell 22 Akteure im Kader der Oberbayern.

 

Der EHC Red Bull München bedankt sich ausdrücklich bei allen Spielern der Saison 2020/21 für deren Einsatz und für die gezeigten Leistungen. Allen Profis, die zukünftig nicht mehr für die Red Bulls spielen, wünscht der Klub sportlich wie privat viel Glück und viel Erfolg.

 

 



 

Aktueller Kader des EHC Red Bull München für die Saison 2021/22


Torhüter (3): Daniel Allavena, Danny aus den Birken und Daniel Fießinger.

 

Verteidiger (6): Konrad Abeltshauser, Nico Appendino, Daryl Boyle, Zach Redmond (AL), Yannic Seidenberg und Maksymilian Szuber.

 

Stürmer (13): Maximilian Daubner, Bastian Eckl, Yasin Ehliz, Philip Gogulla, Patrick Hager, Maximilian Kastner, Elias Lindner, Julian Lutz, Frank Mauer, Trevor Parkes (AL), John Peterka, Justin Schütz und Filip Varejcka.

 

 

 


 

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PENNY-DEL - Nach Overtime: Grizzlys erzwingen Spiel 3 gegen Meister Mannheim

 

(DEL/Wolfsburg) PM Rückstand, Overtime, Ausgleich in der Serie: Die Grizzlys haben das zweite Spiel des Playoff-Halbfinals gegen die Adler Mannheim für sich entschieden. Am Ende stand ein 2:1 nach Verlängerung für die Niedersachsen – den umjubelten Siegtreffer erzielte Toto Rech, zuvor hatte Sebastian Furchner in regulärer Spielzeit für den Ausgleich gesorgt. Das entscheidende Spiel um den Finaleinzug findet am Freitag in Mannheim statt.

 

 

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(Fotoquelle angeben)

 


Doch der Reihe nach: Im ersten Drittel blieben Chancen Mangelware. Markus Eisenschmid gab in der ersten Spielminute zwar direkt einen Schuss ab (1.), in der Folge blieben vor allem klare Abschlüsse meist aus. Gerrit Fauser prüfte Dennis Endras ein erstes Mal (4.), die größte Gelegenheit bot sich Sean Collins – der aus dem hohen Slot aber an Grizzlys-Goalie Dustin Strahlmeier scheiterte (13.).

 

Im Mittelabschnitt nahm die Partie etwas Fahrt auf. Max Görtz, dessen Schuss Dennis Endras entschärfte, hatte im Slot die größte Möglichkeit aufseiten der Grizzlys (28.). Gegen Toto Rech und Spencer Machacek verhinderte Endras erneut den Führungstreffer für die Autostädter (30.).

 

Die Gäste wiederum fanden in ihren Meister zumeist in Strahlmeier, der gegen Matthias Plachta (33.) und Craig Schira (34.) jeweils in höchster Not rettete. Selbiges gelang dem Goalie der Niedersachsen auch gegen Ben Smith, wenige Sekunden später war er beim Schlagschuss von Mark Katic allerdings machtlos – 0:1 (39.).m Mit Ablauf eines Powerplays traf Toto Rech nach Wiederbeginn den Pfosten (45.), ein Abschluss von Phillip Bruggisser aus guter Position wurde im letzten Moment abgeblockt (46.). In einer weiteren Überzahlsituation gelang der Ausgleich dann aber doch: Sebastian Furchner überwand Endras zum 1:1 (47.).

 

Garrett Festerling (52.) und Max Görtz (54.) verfehlten in der Folge bei guten Möglichkeiten das Tor der Kurpfälzer, so dass eine Overtime die Entscheidung bringen musste. In dieser gelang den Grizzlys – ähnlich wie in Bremerhaven vor einigen Tagen – nach etwas mehr als fünf Minuten der Siegtreffer: Toto Rech überwand Dennis Endras nach einer Einzelleistung (66.).

 

„Mannheim hat zwei starke Drittel gespielt, hat das Spiel meist kontrolliert. Im letzten Drittel haben wir mehr Zweikämpfe gewonnen, waren läuferisch besser und haben einen Weg gefunden, ein Tor zu schießen“, schilderte Grizzlys-Coach Pat Cortina. „In der Overtime kann alles passieren. Glücklicherweise haben wir es geschafft, das Tor zu schießen.“

 

Das Spiel im Stenogramm

Torfolge: 0:1 (39.) Katic (Smith, Schira), 1:1 (47.) Furchner (Görtz, Bittner), 2:1 (66.) Rech.

Strafminuten: Wolfsburg 2, Mannheim 6.

Schiedsrichter: Hunnius, Rantala.

 

 



Grizzlys Wolfsburg eishockey-online.com

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PENNY-DEL, Berlin erzwingt Entscheidungsspiel: 3:2 Auswärtserfolg in Ingolstadt

 

(PENNY-DEL, Ingolstadt) (Hermann Graßl)  In der Saturn-Arena empfing Ingolstadt Berlin zu Spiel 2 des Halbfinales: Match Puck für die Hausherren bzw. Do or Die Game für die Eisbären, die nach ihrer Heimpleite vor zwei Tagen mit dem Rücken zur Wand standen. Wie in der Viertelfinal Serie gegen München starteten die Panther mit einem Auswärtserfolg und konnten nun schon wieder zuhause alles klar machen und den nächsten Titelaspiranten rauswerfen.  Schon 2014 gab es eine Playoff Serie zwischen diesen Kontrahenten, die letztlich zum Titel für Ingolstadt resultierte. Schließlich setzte sich Berlin auch dank ihres Playoff Monsters Ryan McKiernan am Ende knapp aber verdient mit 3:2 gegen Ingolstadt durch und vertagte die Entscheidung über den Finaleinzug auf den 30.4.2021.

 

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(Fotoquelle City-press: Ryan McKiernan als Matchwinner)

 

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Die Panther aus Ingolstadt wollten in ihrem ‚Wohnzimmer‘ den Einzug ins Finale eintüten und präsentierten sich demzufolge siegessicher dank ihres psychologischen Vorteils mit dem zurückgewonnenen Heimrecht. Ohne ihre Gallionsfigur Pietta und den wendigen Palmu würde es sicherlich ein schweres Unterfangen werden. Auf ihren bärenstarken Goalie Garteig konnten sie sich definitiv wieder verlassen. Höfflin als frischgebackener Papa war bestimmt hochmotiviert. Falls die Partie tatsächlich in die Overtime gehen sollte, könnte Coach Shedden sowohl seinen 60. Geburtstag als auch eine mögliche Meisterschaft, seine Erste, feiern. Das wäre ein Märchen! 

 

Wagner: „Aubry hat viel Selbstvertrauen, ist unglaublich vor dem Tor und spielt bisher super Playoffs. Wir konnten den Schalter rechtzeitig umlegen können für die Serie, wir sind als Team zusammengewachsen. Unser Coach hat viel Expertise, und findet stets die richtigen Worte in der Kabine. Die Fan Aktionen sind toll, wir merken das schon, ist ein guter support. Die ganze Stadt ist im Fieber, das pusht uns schon.

 

Die Eisbären aus Berlin waren wie in der Viertelfinal-Serie auch hier in Zugzwang und mussten alles reinwerfen, um nicht schon frühzeitig die Segel zu streichen. Auf den Ex-Berliner Aubry achteten sie heute bestimmt besonders, damit dieser nicht erneut in Tor Laune geriet und das Team um Serge Aubin quasi im Alleingang eliminieren konnte. Dudas übernahm die Rolle von Depres in der Verteidigung neben McKiernan. Ihre Powerplay Effizienz, die vor diesem Match bei 5,5 % lag, mussten sie dringend verbessern. 

 

Pföderl: „Die Heilung verlief schneller und ich habe mich gut gefühlt. Ich hatte dies schon mal und war deshalb sehr positiv. Das 1. Spiel ist abgehakt, ist nicht mehr zu ändern. Es gibt nichts Schöneres wie Playoff Spiele, wir freuen uns. Unser Powerplay ist schon gut, hat bisher nicht so gut geklappt aber wir probieren es wieder. Wir machten es ihnen vielleicht zu einfach, grad vor unserem Tor müssen wir dies abstellen.“

 

Berlin setzte die ersten Akzente, doch die Hausherren erzielten in Person von Wohlgemuth den fixen Führungstreffer in der 1. Spielminute. Das hatten sich die Eisbären sicherlich ganz anders vorgestellt, denn dem Tor ging ein Scheibenverlust in der Ingolstädter Zone voraus. Die Gäste antworteten mit wütenden Angriffen und Foucault hatte die Megachance, wurde aber noch im allerletzten Moment abgeschüttelt.

 

Dann wechselten sich Top Gelegenheiten auf beiden Seiten ab und die Goalies standen hier im Mittelpunkt. Nun agierte Ingolstadt im ersten Powerplay und wollte seine bereits hervorragende Quote mit über 37 % beibehalten. Berlin überstand diese Drangphase und Leo Pföderl stellte dann seine Bedeutung für die Eisbären wieder mal unter Beweis. Er markierte in der 10. Spielminute den Ausgleich, weil er goldrichtig vor Garteig positioniert war. Der Torschütze hatte sein eigenes Tor sogar noch vorbereitet.

 

Berlin war nun oben auf und Boychuk hatte die perfekte Gelegenheit zur Führung, doch Garteig packte einen Mega Save aus bei eigener Unterzahl. Auf der Gegenseite stand ein Pfostentreffer zu Buche bei den Schanzern, die in Niederberger ihren Meister fanden. Nun tauschten auch die Spieler verbale Wortgefechte aus ohne die Handschuhe abzulegen; jeweils 2 Strafminuten waren die Folge. Nun visierte White für die Berliner das Gestänge an. Für die Defensiv Coaches war die bislang starke Verteidigungsarbeit beider Mannschaften eine Wohltat. Berlin absolvierte 2 Minuten vor Drittelende das erste Überzahlspiel, eine Disziplin, in der sie in den Playoffs noch suboptimal unterwegs waren. Nun fanden sie zügig die Aufstellung und zeigten eine gute Performance ohne jedoch was Zählbares herauszuholen.

 

Es war eine ausgeglichene Begegnung mit viel Körpereinsatz. Berlin fing sich nach dem frühen Rückstand und kam gut an in der Partie. Wohlgemuth: „Das Umschaltspiel funktioniert schon das ganze Jahr ganz gut. Berlin ist offensiv ohnehin gut. Wir müssen hinten und in der neutralen Zone besser stehen, dann kriegen wir es in den Griff“. Richer: „Das frühe Gegentor war ein Fehler in der neutralen Zone. Die Spieler haben gut reagiert und wir sind zurückgekommen. Wir brauchen viele Schüsse auf das Tor mit Rebounds, das ist unser Ziel. Leo hat gut in der Reha gearbeitet, er spielt in Playoffs immer gut: 2 spiele 2 Tore. Ingolstadt macht auch Fehler, die Chancen in Unterzahl müssen wir reinmachen. Es ist heute wie ein Spiel 7.“

 

Das zweite Drittel begannen die Eisbären sehr aggressiv und nahmen den Goalie der Ingolstädter aus jeder Position unter Beschuss. Berlin drängte in den ersten 5 Minuten immens und hatte riesige Chancen im Sekundentakt. Entweder Garteig rettete bravourös oder ein Spieler übernahm dessen Rolle wie Feser gegen Reichel, dann rettete der Außenpfosten und die Panther schienen nun stehen KO zu sein, zumal sie auch lange nicht wechseln konnten.

 

Die Eisbären mussten sich jedenfalls vorwerfen, nichts aus diesen zahlreichen Top Gelegenheiten zu veredeln. Hoffentlich rächte sich dies am Ende nicht. Und schon war es passiert: die Panther brauchen halt wenig und netzten durch Höfflin in der 27. Spielminute gnadenlos ein dank der genialen Vorarbeit von Wohlgemuth, der den Pass verzögerte bis ein Berliner Verteidiger ins Leere rutschte. Mit nur 2 Torschüssen hatten sie einen Treffer erzielt, mehr Effektivität geht eigentlich nicht. Diese erneute Führung für die Panther war sicher ein Wirkungstreffer für die Gäste.

 

Auch das zweite Powerplay von Berlin verpuffte. Wenn es mal einen Rebound von Garteig gab, konnte er zur Seite abwehren, so dass sich wenig Gefahr daraus entwickelte. Die Eisbären demonstrierten eine starke Auswärtsleistung, nur die Tore fehlten noch, die sie in der Hauptrunde wie am Fließband produzierten. In einer 4 auf 2 Konstellation konnten die Eisbären noch rechtzeitig klären, bis dann die Scheibe auf die Latte trudelte und dann tänzelnd hinten ins Netz fiel. Die tolle Scheibenverteilung von Wohlgemuth war heute sehenswert. In der 40. Spielminute musste er jedoch in die Kühlbox. Pföderl war nun der Pfosten im Weg, so dass die Schanzer mit einer hauchdünnen Führung in den Schlussabschnitt gingen.

 

Tuomie: „Wir müssen uns nicht zu viel vorwerfen, wir spielten ein ziemlich gutes Drittel. Wir hatten viele hochprozentige Chancen, die wir nutzen müssen. Ein Konter wurde eiskalt ausgenutzt. Wir müssen genauso weiter spielen im letzten Drittel und mehr Verkehr zum Tor bringen. Wir haben das bisher sehr gut gemacht, ich hätte es auch reinmachen müssen.“

 



 

Im Schlussabschnitt musste Berlin seine Offensivbemühungen fortsetzen und an seiner Effektivität feilen. Sie begannen das letzte Drittel mit einem Powerplay auf frischem Eis. Letztlich war auch ihr drittes Überzahlspiel nicht von Erfolg gekrönt. Nun kam es auf die Schlüsselfiguren im Eisbären Team an, um die Partie noch zu drehen. Die Panther praktizierten ein sehr wirksames 1-2-1 System, das die Berliner selten aushebeln konnten. Ingolstadts schnörkelloses Spiel erwies sich bis dato als ausgesprochen solide und zielführend. Die Hausherren ließen die Berliner nun etwas gewähren, ohne ihren Game Plan aufzugeben und setzten auf ihre brandgefährlichen Konter.

 

Mit Ellis fehlte nun bei den Panthern ein stabiler Faktor in der Defensive, denn er musste auf der Strafbank Platz nehmen. Endlich hat es geklappt mit einem Überzahltor durch White in der 50. Spielminute und Berlin hatte wieder selbst alles in der Hand. Ingolstadt konnte schnell den Schalter umlegen, nahm wieder Fahrt auf und ein Backhander von Simpson verfehlte das Ziel nur denkbar knapp.

 

Die Eisbären waren bald wieder in numerischer Überlegenheit; jetzt nahm Ingolstadt zu viele Strafen in kurzer Zeit. Ein erneuter Pfostenschuss sprang gleich heraus, noch dazu hatte ein Verteidiger sein Spielgerät nicht zur Hand, was die Defensivarbeit noch erschwerte. Zum Glück für die Hausherren blieb es beim Remis. Die üblichen Provokationen waren nun an der Tagesordnung hin zur Crunchtime. Die Panther durften nicht von ihrem Match Plan abweichen.

 

Berlin forcierte den Druck und die Ingolstädter warfen sich heroisch in deren Schüsse. 63 Sekunden vor Ende versetzte McKiernan mit seinem schon 5. Playoff Tor seine Farben in Verzückung und erzielte das 3 zu 2. Berlin drehte die Partie vollends und Shedden nahm Garteig gleich vom Eis, was aber nichts mehr einbrachte. Trotz zweimaligem Rückstand holten sich die Eisbären den Sieg auch dank ihrer Special Teams, die heute den Ausschlag gaben. Ingolstadts Coach Shedden durfte nun seinen runden Geburtstag ohne das Finaleinzugsgeschenk begehen. Damit entscheidet sich diese spannende Halbfinalserie in zwei Tagen am 30.4. in Berlin.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Berlin – Aubin (Headcoach):

„Wir blieben bei unserem Spiel aus dem zweiten Drittel. Wir hielten als Team zusammen. Es zahlt sich aus, dort zu sein, wo es weht tut, vor dem Tor, wo wir mehr Verkehr kreierten. Zweikämpfe gewinnen und immer daran glauben.“

 

Ingolstadt – Regan (Assistenzcoach):

„Die Überzahl für Berlin war zu viel, wir wussten, dass Berlin über 60 Minuten kommen wird. Wir haben unser Spiel gespielt, waren defensiv gut. Das Momentum ging durch die Strafzeiten an den Gegner über. Wir brauchen mehr Scheibengewinne, müssen mehr Zweikämpfe gewinnen, Torchancen kreieren, dann wird es ein ganz anderes Spiel in Berlin.“

 

Spiel vom 28.04.2021

Ingolstadt – Berlin 2:3 (1:1|1:0|0:2)

 

Tore:

1:0 |01| Wohlgemuth (Wagner, Marshall)

1:1 |10| Pföderl (Hördler, Reichel)

2:1 |27| Höfflin (Wohlgemuth, Storm)

2:2 |50| White (Noebels, Depres) PP1

2:3 |59| McKiernan (Boychuk, Müller)

 

1. Drittel Statistik:   15:9 Schüsse, 15:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:6

2. Drittel Statistik:   2:11 Schüsse, 5:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0

3. Drittel Statistik:   3:10 Schüsse, 11:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Schrader/ Rohatsch

 

Aufstellung:

 

Ingolstadt: Garteig, Bodie, Ellis, Kuffner, Aubry, Simpson, Wagner, Marshall, Höfflin, Wohlgemuth, Storm, Quaas, Schütz, DeFazio, Feser, Elsner, Pruden, Detsch, Soramies, Stachowiak.

 

Berlin: Niederberger, Hördler, Wissmann, Tuomie, Olver, Boychuk, McKiernan, Dudas, Pföderl, Reichel, Noebels, Ramage, Müller, Foucault, Zengerle, White, Mik, Fiore, Streu, Labrie.

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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Deutsche U18-Nationalmannschaft liefert Gastgeber USA großen Kampf

 

(DEB) Dem Favoriten die Stirn geboten: Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat bei der IIHF-U18-WM in den USA dem Gastgeber einen großen Kampf geliefert und sich nur knapp geschlagen geben müssen. Die Mannschaft von U18-Bundestrainer Steffen Ziesche unterlag einen Tag nach dem 1:3 gegen Tschechien mit 3:5 (1:2, 1:1, 1:2) und hielt die Begegnung bis in die Schlussphase hinein offen. Es war der beste Auftritt einer deutschen U18 gegen die Vereinigten Staaten seit 2001. Die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. erzielten Roman Zap (20./Jungadler Mannheim), Bennet Roßmy (39./Lausitzer Füchse) und Sebastian Cimmerman (52./Red Bull Hockey Akademie). DEB-Goalie Simon Wolf (Red Bull Hockey Akademie) wehrte 37 von 42 Schüssen auf sein Tor ab.

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(Foto: IIHF/HHOF)

 


 

Im ersten Drittel erarbeiteten sich die USA durch die Treffer von Jack Hughes (10.) und Ty Gallagher (17./Powerplay) eine Zwei-Tore-Führung. Doch die deutsche U18 hatte schnell eine Antwort parat. Kurz vor Ende der ersten 20 Minuten traf Zap unmittelbar nach Ablauf einer deutschen Strafzeit zum Anschlusstreffer bei einem schnellen Gegenstoß. Im Mittelabschnitt bremste das DEB-Team den Angriffsschwung der Amerikaner merklich aus – auch wenn zunächst durch Sasha Pastujov (23.) nach einem Abpraller das 1:3 fiel. Eine 5:3-Überzahl für das Ziesche-Team ermöglichte die große Chance zum erneuten Anschluss. Roßmy nutzte sie, nachdem er den Puck von Julian Lutz (Red Bull Hockey Akademie) bekam und per Handgelenkschuss abzog.

 

Nachdem Charlie Stramel (48.) für die USA im letzten Drittel auf 4:2 gestellt hatte, legte die DEB-Auswahl noch einmal all ihre Energie in die Waagschale. Wenig später scheiterte Robin van Calster am Pfosten, aber Cimmerman hatte mehr Glück und traf mit einem sauberen Abschluss zum 3:4. Bei einer Chance von Kevin Niedenz lag der Ausgleich dann in der Luft, bevor Ty Gallagher (57.) für Erleichterung beim Gastgeber sorgte. Am Donnerstag hat das deutsche Team die nächste Chance zu einer Überraschung, wenn Russland (23 Uhr deutscher Zeit/live bei thefan.fm) der Gegner ist.

 

U18-Bundestrainer Steffen Ziesche: „Es ist schwer, wieder ohne Punkte hier zu stehen. Meine Jungs haben heute alles gegeben, was in ihnen steckt. Klar sind wir enttäuscht, aber wir können hieraus lernen. Wir hatten im Verlauf des Spiels gute Chancen und sich oft zurückgekommen. Ich denke, die Amerikaner haben überhaupt nicht erwartet, dass wir so dagegenhalten und so hart gegen sie arbeiten würden, wie über diese 60 Minuten geschehen. Simon Wolf hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Er ist ein sehr junger Torhüter, wir wollen ihm in diesem Turnier eine Chance geben, sich zu beweisen. Wir geben ihm Vertrauen und das war auch der Grund, warum er heute gegen die USA gesetzt war.“

 

Bennet Roßmy: „An der blauen Linie hat Julian Lutz sich den Puck geschnappt und ihn nur auf meinen Schläger gelegt. Ich habe den Torhüter gesehen, er stand ein wenig zu weit rechts. Dann habe ich einfach in Richtung langer Pfosten geschossen und er ging hinein. Das hat mich sehr gefreut. Es war ein sehr gutes Spiel von uns, sehr eng, das hat in dieser Form keiner erwartet. Das Spiel hat gezeigt, dass wir ein richtig gutes Team sind, aber klar haben wir bisher keine Punkte geholt. Das nächste Spiel ist gegen Russland und da wollen wir noch besser spielen.”

 

Malte Krenzlin: „Wir haben wirklich eine gute Mannschaft und das Spiel hat gezeigt, dass wir es wirklich auch mit Teams wie den USA aufnehmen können. Es war wirklich gut, so ein enges Spiel zu haben, gegen Russland werden wir mit der gleichen Motivation antreten und wollen wieder so eine Leistung abliefern."

 




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PENNY-DEL, 4 Punkte Spiel für Aubry, der fast im Alleingang die Eisbären erlegte: 4:3 Sieg von Ingolstadt in Berlin

 

(PENNY-DEL, Berlin) Hermann Graßl  In der Mercedes-Benz Arena empfing Berlin zum ersten Halbfinale der Penny DEL die Panther aus Ingolstadt, die sich bereits als Favoritenschreck erwiesen und München aus dem Wettbewerb gekegelt hatten. Berlin musste im Viertelfinale über die volle Distanz gehen und war nun bereit für den gut aufgelegten bayerischen Kontrahenten, dem etwas mehr Zeit zur Regeneration gegönnt war. Bisher trafen diese beiden Mannschaften bereits dreimal in den Playoffs aufeinander: 2005 und 2011 hatte Berlin das bessere Ende und 2014 war Ingolstadt erfolgreich. Pikante Randnotiz: Immer, wenn sich diese beiden Teams in den Playoffs duellierten, wurde der spätere Sieger auch der DEL Champion. Demzufolge könnte sich heute Abend etwas Großes anbahnen; die beiden Goalies standen dabei im Fokus. Schließlich holten sich die Panther dank ihres dreifachen Torschützen Aubry mit einem knappen 4 zu 3 Sieg das Heimrecht zurück und können zuhause den Einzug in das Finale sicherstellen.

 

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(Fotoquelle City-press: Matchwinner Louis-Marc Aubry)

 

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Die Eisbären aus Berlin präsentierten sich als Comeback Meister gegen Iserlohn und bewiesen, dass auch in dieser Saison mit ihnen gerechnet werden musste im Kampf um den Titel. Ihr Defender McKiernan und der exzellente Torjäger White demonstrierten bereits ihren ausgeprägten Torriecher und mit Noebels hatten sie einen herausragenden Assist Geber in ihren Reihen: 5 der führenden 6 Topscorer waren Eisbären. Pföderl bestritt sein Comeback und war wieder mit seinen Reihenkollegen vereint. Foucault: „Es wird eine harte Serie, wir spielten gegen Iserlohn sehr gut. Wir müssen aber konstanter werden und gut rauskommen aus der Kabine. Ingolstadt ist eine super Mannschaft. Es wird ein physisch-intensives und schnelles Match werden. Gerade im Spiel 1 spielt die Musik.“

 

Die Panther aus Ingolstadt wollten ihren tollen Lauf aus den beiden bockstarken Begegnungen mit den Red Bulls auch in die Bundeshauptstadt mitnehmen und gleich im ersten Spiel beweisen, dass ihr Erfolg im Viertelfinale keine Eintagsfliege war. Noch ungeschlagen in den Playoffs reiste das Team um Doug Shedden mit stolzer Brust an und setzte auf seine bewährten Protagonisten. Auf den zuverlässigen Palmu musste aber heute verzichtet werden, doch Aubry war sicher motiviert gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Wohlgemuth: „Es gibt nur Aufschwung, wenn man weiterkommt. Es zählen am Ende nur die Siege für das Selbstvertrauen. Wir sind fokussiert, wir wissen, wie wir spielen wollen: schnell, aggressiv, offensiv und ein attraktives Eishockey zeigen. Es wird heute gut zur Sache gehen. Vom Spielstil sind es ähnliche Teams, was man schon in den beiden Hauptrundenspielen gesehen hat.“

 

Es war eine hitzige und rassige Partie zu erwarten, zumal es schon beim Warm Up den einen oder anderen Trash Talk gab. Ingolstadt war anfangs aktiver, doch Berlin ging durch Olver früh in Führung. In der 2. Spielminute drückte er die Scheibe leidenschaftlich über die Linie. Pföderl prüfte dann Garteig und der Rückkehrer schien wieder nahtlos an seine formidable Performance vor seiner Verletzung anzuknüpfen. Die Schanzer bleiben von diesem schnellen Rückstand unbeeindruckt und forcierten ihren Angriffsdruck. Berlin störte sehr früh und ließ die Gäste deshalb nicht so wie gewohnt ihr bewährtes Umschaltspiel absolvieren. Dann wurde der Videobeweis bemüht, doch es blieb beim knappen Spielstand, denn Niederberger begrub den Puck ordnungsgemäß. Kurze Zeit später hätte Boychuk fast eine Unsicherheit in der Ingolstädter Verteidigung genutzt. Die Eisbären bestimmten nun die Partie und erspielten sich ein Chancen Plus.

 

Nun jedoch durften die Gäste 4 Minuten im Powerplay agieren und kamen schnell in ihre Formation. Diese Überzahl münzten sie in der 11. Spielminute sofort in den Ausgleichstreffer um und dies ausgerechnet durch den Ex-Berliner Aubry, der gedankenschnell die Hartgummischeibe über die Linie beförderte, die hinter Goalie Niederberger kurz frei lag. Danach hätte der Torschütze, der 4 Jahre bei den Eisbären unter Vertrag war, fast nochmals getroffen, aber der Pfosten war dieses Mal im Weg. Aubry erwies sich stets als extrem wertvoller Akteur, der immer seine beste Leistung in den Playoffs abrief.

 

Jetzt hatten die Panther das Momentum auf ihrer Seite und waren beflügelt und strukturiert unterwegs. Beide Teams beäugten sich beim Aufbau akribisch und forcierten schnelle Wechsel, um alle Reihen zu aktivieren. Aubry schien heute eine tragende Rolle zu spielen, denn in der Schlussminute netzte er erneut für Ingolstadt ein. Somit drehte Ingolstadt die Partie komplett, in der beide Mannschaften sich nichts schenkten und ein hohes Tempo gingen.

Olver: „Wir kamen nicht so gut raus. Ingolstadt hatte eine größere Pause. Wir müssen im zweiten Drittel zurückkommen“. Streu (Co-Trainer): „Ingolstadt hat uns das Momentum geklaut, aber die Stimmung in der Kabine ist toll.“

 

Im zweiten Drittel musste Berlin die Scheibe schneller bewegen und mehr Schlittschuh laufen, um den Rückstand wettzumachen. Gegen ein sogenanntes „dreckiges Tor“ hätten sie sicher nichts einzuwenden. Sofort waren die Eisbären im Vorwärtsgang. Man durfte gespannt sein, wie fit Leo Pföderl inzwischen war. Nun erwischte es den Doppeltorschützen Aubry mit einer Strafzeit. Das Powerplay der Hausherren war noch ausbaufähig und auch jetzt sprang nichts Zählbares heraus.

 

Interessanterweise musste Aubry dann schon wieder in die Kühlbox; in der Statistik tauchte sein Name nun häufig auf. Definitiv setzte er bisher der Partie seinen Stempel auf. In einer 3 auf 1 Situation hatte Berlin Glück, weil der besser positionierte Wohlgemuth übersehen wurde. Der Top Scorer der Eisbären, Matt White vollendete ein perfektes Anspiel von Depres in der 30. Spielminute zum Ausgleich. Der wieselflinke Stürmer setzte seinen fulminanten Lauf damit fort. Nun war Berlin wieder obenauf und White war weiter sehr agil in seinen Aktionen.

 

Die Hausherren agierten nun druckvoller und konzentrierter und trafen oft die richtigen Entscheidungen. Die neutrale Zone gehörte den Berlinern, die Garteig inzwischen warm schossen. Die Panther fuhren nun wenig Entlastungsangriffe und wurden immer besser von den Eisbären gestört. Nichtsdestotrotz bekamen sie ihre Gelegenheiten. Es entwickelte sich eine Begegnung ohne viel Unterbrechungen.

Panther sollte man jedoch nie aus dem Auge lassen, denn Ellis staubte in der 38. Spielminute humorlos zur erneuten Führung ab, ein klassischer ‚Nachstauber‘. Mit diesem Treffer fanden sie die richtige Antwort auf eine längere Druckphase von Berlin.

 

Aubry holte dann in der letzten Minute des Mittelabschnitts eine Strafe raus; nun war er nicht der Übeltäter, sondern das Opfer. Aubrys Präsenz auf dem Eis war heute herausragend.

Schütz: „Die Führung ist ganz wichtig für uns, darauf müssen wir aufbauen. Offensiv sind wir heute sehr gut, defensiv müssen wir noch besser werden. Jeder Sieg zählt im Halbfinale.“ Mitchel: „Wir sind froh, dass wir eine gute Reaktion auf den Rückstand zeigten. Es war allen klar, dass es heute ein enges Match werden wird. Aubry ist immer hochmotiviert, wenn es gegen seinen früheren Verein geht. Wir müssen weiter eng am Mann stehen.“

 



 

Den Schlussabschnitt eröffneten die Schanzer noch mit knapp 90 Sekunden Powerplay, in dem sie kurz vor der letzten Drittelsirene eine hochkarätige Chance durch Storm hatten. Aubry markierte nun sogar den vierten Ingolstädter Treffer in der 41. Spielminute und erzielte damit schon sein drittes Tor. Unfassbar was der ehemalige Eisbär heute auf das Eis zauberte. Er war die Hauptfigur in diesem packenden Match und war gefühlt in fast jede gefährliche Aktion involviert. 4 Scorerpunkte hatte er bereits auf seinem Konto neben seinen 4 Strafminuten.

 

In der 45. Spielminute rückte nun ein anderer Akteur in den Fokus, denn Rückkehrer Leo Pföderl verkürzte für seine Eisbären. In ihrem nächstem Powerplay zog Berlin zwar ein gekonntes Pass Spiel auf, spielte aber vorwiegend außen herum ohne zwingende Torchancen herauszuarbeiten. Foucault versuchte es mal aus spitzem Winkel, doch Garteig war aufmerksam und musste seine Maske richten. Die neutrale Zone wurde nun von beiden Mannschaften immer zügiger überbrückt und beide Goalies standen verstärkt im Mittelpunkt; insbesondere Garteig konnte sich auszeichnen. Marshall rettete dann genial mit seinem Schläger in höchster Not und bewahrte sein Team vor Schlimmerem. Die Crunchtime war nun in vollem Gange und die Hausherren mussten die Schlussoffensive einläuten.

 

Vielleicht konnte auch mal eine Einzelaktion der Schlüssel zum Erfolg sein. Fiori konnte einen Abspielfehler der Ingolstädter Verteidigung nicht nutzen. Aufregung vor Garteig, doch Boychuk konnte nicht verwerten. Wann würde Aubin den Goalie ziehen? 1 Minute vor Ende kam der 6. Feldspieler für Berlin. 14 Sekunden vor Schluss gab es erst den Schuss von McKiernan, was zu spät war für die Wende. Schon wieder holte sich Ingolstadt das Heimrecht zurück und konnte zuhause für die Entscheidung sorgen. Dank eines genial aufgelegten Aubry besiegten sie die Eisbären knapp aber verdient mit 4 zu 3 in Spiel 1.

 

Spiel 2 in Ingolstadt steht übermorgen am Mittwoch, den 28. April auf dem Programm.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Berlin – Aubin:

„In den ersten beiden Dritteln war das Puck Management nicht optimal. Die Special Teams waren auch ausschlaggebend. Wir waren nicht gut genug von Beginn an, und müssen über die volle Distanz gut spielen.“

 

Ingolstadt – Aubry:

„Es war ein intensives Match, unser Powerplay war super wichtig und das Penalty Killing klappte perfekt. Garteig hielt uns im Spiel, es war ein eminent wichtiger Sieg, mental großartig für uns. Es macht Spaß im Team, es wird eine sehr intensive Serie. Ich war motiviert gegen mein altes Team und wollte alles reinbringen. Es ist aber noch nicht zu Ende, wir müssen die Energie aufrechterhalten.“

 

Ingolstadt - Shedden: „Wir verloren Pietta nach dem ersten Drittel, in der Defensive haben meine Jungs alles reingeworfen. Aubrys Reihe war herausragend. Jetzt fahren wir schnell heim und erholen uns. Ich liebe zwar die Stadt, aber ich möchte nicht unbedingt nach Berlin zurückkehren.“

 

Spiel vom 26.04.2021

Berlin – Ingolstadt 3:4 (1:2|1:1|1:1)

 

Tore:

1:0 |02| Olver (Tuomie, Boychuk)

1:1 |11| Aubry (Simpson, Marshall) PP1

1:2 |20| Aubry

2:2 |30| White (Depres, Foucault)

2:3 |38| Ellis (Aubry, Simpson)

2:4 |41| Aubry (Simpson, Marshall) PP1

3:2 |45| Pföderl (McKiernan, Noebels)  

 

1. Drittel Statistik:   14:12 Schüsse, 12:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0

2. Drittel Statistik:   10:11 Schüsse, 12:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4

3. Drittel Statistik:   16:7 Schüsse, 11:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Rohatsch/ Schrader

 

Aufstellung:

 

Berlin: Niederberger, Müller, Ramage, Noebels, Reichel, Pföderl, Hördler, Wissmann, White, Zengerle, Foucault, Despres, McKiernan, Boychuk, Olver, Tuomie, Mik, Labrie, Streu, Fiore.

 

Ingolstadt: Garteig, Bodie, Ellis, Simpson, Aubry, Kuffner, Wagner, Marshall, Höfflin, Pietta, Wohlgemuth, Schütz, Quaas, Storm, Feser, DeFazio, Stachowiak, Elsner Soramies, Detsch.

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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Weitere DEL Eishockey News

 

 

 

Deutsche U18-Nationalmannschaft unterliegt Tschechien zum WM-Auftakt

 

(DEB) Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat ihr WM-Auftaktspiel trotz eines leidenschaftlichen Kampfes verloren. Die Nachwuchsauswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. unterlag in der Nacht von Montag zu Dienstag dem tschechischen Team von Headcoach Jakub Petr mit 1:3 (0:0, 0:2 1:1). Auch ein starker deutscher Torhüter Nikita Quapp war mit einer Fangquote von 92,5 Prozent für das Team von U18-Bundestrainer Steffen Ziesche nicht genug, um den ersten WM-Sieg in der Top-Division seit 2013 einzufahren. Den einzigen deutschen Treffer erzielte Yannick Proske (56./Iserlohn Roosters).

 

deb cze u18 wem2021
(Fotoquelle angeben)


 

In einem torlosen ersten Drittel war die deutsche U18-Nationalmannschaft recht gut im Spiel und bot dem Gegner im ersten WM-Auftritt seit dem Aufstieg 2019 mit hohem Einsatz Paroli. In der letzten Minute erspielte sich Nikolaus Heigl (Red Bull Hockey Akademie) die beste Chance für sein Team, als er sich den Puck an der blauen Line schnappte und im Alleingang auf das Tor zulief – doch der tschechische Torhüter Tomas Suchanek parierte.

 

In dem zweiten Drittel übernahmen die Tschechen die Partie und Lukas Pajer verbuchte gleich zu Beginn das erste Powerplay-Tor (21.) auf dem Konto seiner Mannschaft. In der 36. Minute stand dann Gabriel Szturc allein vor dem deutschen Tor und baute so die Führung der Tschechen aus. Kurz nach Beginn des letzten Drittels hatte Kapitän Bennet Rossmy noch einmal die Chance, sich auf der linken Seite zu lösen und den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch auch hier war kein Vorbeikommen an Suchanek. Wenig später erzielte Tschechien durch Martin Rysavy zum 0:3 erneut ein Powerplay-Tor. Das DEB-Team hatte dann noch bei einem Penalty die Chance zu verkürzen, doch Philip Feist (Red Bull Hockey Akademie) verfehlte. Mit noch gut vier Minuten Spielzeit verbleibend auf der Uhr, traf Proske dann zum ersten Mal für die deutsche U18 und belohnte nach Vorlage von Adrian Klein (Straubing Tigers) und Nikolaus Heigl das Engagement zumindest noch mit einem Treffer.

 

U18-Bundestrainer Steffen Ziesche: „Tschechien hat die ganze Partie mit einem guten und hohen Tempo gespielt. Sie waren schnell und haben es uns so nicht einfach gemacht, über die gesamte Zeit mitzuhalten. Wir haben unser Bestes gegeben, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. Viele der Jungs haben in dieser Saison beziehungsweise seit November letzten Jahres nicht gespielt. Das macht es nicht leichter.“

 

Yannick Proske: „Ich bin stolz auf unser Team. Wir haben hart und clever gespielt. Wir sind hart vor’s Tor gegangen, das haben wir uns vor dem Spiel vorgenommen. Das Spiel war nicht einfach für uns, aber ich denke es war ein gutes Spiel. Gegen die USA wollen wir wieder mit viel Körpereinsatz spielen, hart vor das Tor gehen und aus jeder Position schießen.“

 

Torhüter Nikita Quapp: „Es war ein hartes Spiel für mich. Ich musste viele Schüsse abwehren. Das hat mir aber auch ein wenig geholfen, da ich so immer im Spiel war. Ich denke, es war kein schlechtes Spiel von uns.“

 

 




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Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute.

 

 

 

 

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