PENNY-DEL, Nachlese: Pavel Gross und Straubing – eine ganz spezielle Beziehung, dieses Mal mit dem Happy End für den DEL Meister Coach

 

(PENNY-DEL, Mannheim) (Hermann Graßl)  Jeder Straubinger Fan fühlt sich bestimmt sofort an die famose Viertelfinal Serie 2012 erinnert, als die Tigers sich mit Wolfsburg duellierten und am Ende als glanzvoller Sieger mit 4 Erfolgen am Stück hervorgingen, einem sogenannten Sweep. Das war ein einzigartiger, nicht erwartbarer Verlauf gegen einen unangenehmen Gegner. An der gegnerischen Bande hielt damals Pavel Gross das Coaching Zepter in der Hand. In dieser Serie jedoch zeigte der Mannheimer Trainer seine ganze Expertise und seine Adler kegelten das aufopferungsvoll kämpfende Straubing "in letzter Sekunde" aus den Playoffs und kamen noch mit einem blauen Auge davon.

 

pavel gross 2021

(Foto: Citypress)

 

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So könnte sich Geschichte wiederholen, ganz nach dem Geschmack der Niederbayern, die sich in der diesjährigen VF Auseinandersetzung schon mit einem kleinen psychologischen Vorteil wähnten ob der Historie. Prinzipiell hatten sie nichts dagegen in der schweren Südgruppe nur an Platz 4 zu stehen, da mit den Adlern aus Mannheim durchaus eine Art Wunschgegner heraussprang, wenn man das so überhaupt prophezeien konnte. Schon in der Hauptrunde schnitten die Tigers gut ab und bereiteten den Mannheimern zwei schmerzliche Niederlagen, beide im heimischen Wohnzimmer, dem Pulverturm. Das war eine gute Ausgangsposition für das Spiel 2 in dieser Serie, nachdem man sich mit einem absolut fantastischen Auftritt das Heimrecht zurückholen konnte. Nun galt es, auch zuhause an diese sehenswerte Leistung nahtlos anzuknüpfen, um den Einzug in das Halbfinale sicherzustellen.

 

Sicherlich spielte das Kopfkino bei den Adlern eine gewisse Rolle, da mit der Niederlage im Auftaktspiel bereits 5 Begegnungen hintereinander unter der Führung von Gross verlorengingen. Mental war dies auf jeden Fall im Kopf, denn auch als Coach denkt man an solche Auseinandersetzungen auf dem Eis zurück, noch dazu, wenn man dabei mehr als erfolglos blieb.

 

Fakt war jedoch nun, dass es die Adler doch geschafft haben, in die Serie zurückzukommen, nachdem sie ihre Auswärtspartie am Pulverturm souverän mit 3:1 für sich entschieden. Entschlossen und voller Tatendrang kam Mannheim aus der Kabine und überrumpelte die Tigers im ersten Drittel förmlich mit ihrer Geschwindigkeit, die sie zu vielen Fehlern zwang, aus denen schnelle 3 Tore hervorgingen. Straubing kämpfte sich aber noch in die Partie zurück und nahm als positive Wegzehrung ein gewonnenes letztes Drittel nach Mannheim mit auf die Reise. Es wäre in den letzten 10 Spielminuten durchaus noch mehr drin gewesen, hätte Endras nicht so einen Sahne Tag erwischt. Nun denn, Mund abwischen und auf zu neuen Ufern sprich in die Kurpfalz.

 

Noch war nichts verloren bzw. passiert, nur der Serienausgleich war humorlos zu verzeichnen und alles kulminierte auf die ultimative Begegnung am Samstag in der SAP-Arena. Wer weiß, vielleicht waren die Tigers noch einmal in der Lage, eine ähnlich konzentrierte Leistung auf das Eis zu zaubern wie vor 5 Tagen. In der Geschichte ist ja vieles möglich und erst dann, wenn der Puck ein letztes Mal eingeworfen wurde und die Sirene zum Abschluss ertönt, weiß man mehr. Auf geht’s Tigers siegen und kämpfen – getreu diesem alt bewährten Motto wollte Straubing die Festung Mannheim erneut einnehmen – auch wenn Adler unter Bestandsschutz stehen - und für einen weiteren Favoritensturz sorgen, nachdem schon Dauerchampion München von Ingolstadt herausgekickt worden ist aus dem Wettbewerb.

 

Es hatte sich genauso abgezeichnet: es sollte eine knüppelharte Partie werden, das Finalspiel um den Einzug in das Halbfinale. Beide bis auf die Haarspitzen motivierte Teams schenkten sich keinen cm Eis und fuhren jeden nur erdenklichen Check zu Ende. Die Banden wurden auf ihre Standfestigkeit getestet und die Kämpfe in den Rundungen um die Scheibe wurden unerbittlich aber fair geführt.

Abtasten stand nicht im Match Plan, die neutrale Zone wurde schnell überbrückt und der Fokus war zu 100 % auf das gegnerische Tor gerichtet. Gleichwohl legten die Coaches ebenso viel Wert auf die Defensive. Beide Goalies erwiesen sich wieder mal als der verlässliche Rückhalt ihrer Mannschaft und demonstrierten ihre tollen Fangkünste.

 

Es entwickelte sich schließlich ein legendäres Match, das den Fans wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird – Playoff Wahnsinn in Vollendung wurde den Zuschauern auf Sport1 und Magenta TV geboten.

 



 

In einem Do or Die Game ist natürlich immer alles möglich und bis in die 50. Spielminute sahen die Straubing Tigers – etwas überraschend für viele – schon wie der sichere Sieger aus mit einer deutlichen 3 zu 0 Führung im Rücken. So wollte man glauben, doch dann hatte der erfahrene Trainer Fuchs Pavel Gross noch 2 Pfeile im Köcher, die er in einer derartigen Playoff Konstellation sehr mutig einsetzte: dank eines Geniestreichs zog er ganz mutig bei 2 Powerplays nacheinander seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers und dieser Schachzug resultierte tatsächlich in beiden Fällen in Tore. Dieser Schuss hätte auch komplett nach hinten losgehen können, doch sein Trainerinstinkt gepaart mit stets erfolgshungrigen Adleraugen wurde mit dem nicht mehr für möglich gehaltenen Anschluss gekrönt.

 

Plötzlich war es ein ganz anderes Spiel und die Tigers wackelten gehörig, was letztlich noch zum bald fälligen Ausgleich führte, dem ein kapitaler Wechselfehler voranging. Unglaublich, aber wahr: binnen 5 Minuten machte Mannheim einen, über lange Zeit mäßigen Heimauftritt vergessen und katapultierte sich ins Match zurück und in eine zweite Verlängerung in dieser durchweg packenden Serie. Hitchcock wurde schon wieder bemüht in diesem Entscheidungsspiel und dieses Mal war der Eishockey Gott auf Seiten der Hausherren, die dank des in Landshut geborenen Krämmer den Sudden Death der Tigers besiegelten. Das kam nun auch noch dazu, dass es ausgerechnet einem Bayer vorbehalten war, den tapferen Straubingern den Garaus zu bereiten.

 

Komplett ausgelassene Freude auf der einen Seite und Frust sowie tiefe Enttäuschung auf der anderen. Die Tigers waren so nah dran an der Sensation und hätten in ihrer nun 15-jährigen DEL Historie einen weiteren Meilenstein in ihre Annalen prägen können.

 

Das ist das Schöne am schnellsten Mannschaftssport der Welt – es kann sich so schnell und ständig was ändern und scheinbar klare Spielstände bedeuten nicht viel. Dies hat sich in dieser Viertelfinalpaarung mehr als bewahrheitet und den Fans in beiden Lagern hochdramatische, abwechslungsreiche Spiele geboten. Davon wünschen wir uns mehr! Es leben spannende Playoffs in der Penny DEL und wir freuen uns auf eine neue atemberaubende Serie zwischen Adler und Tiger.

 



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