Oberliga - Regensburg blickt positiv in die Zukunft

 

(Oberliga/Regensburg) PM  Viele Neuigkeiten gab es bei der Pressekonferenz des Meisters der Oberliga Süd zu vermelden, die das Gesundheitsamt per Sondererlaubnis genehmigt hatte. Unter entsprechenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen fand im marinaforum Regensburg eine nicht-öffentliche Pressekonferenz statt.

 

Stefan Schnabl und Max Kaltenhauser Foto Melanie Feldmeier arSito
( Foto Melanie Feldmaier )


 

 

Vor zahlreichen Pressevertretern gaben GmbH Geschäftsführer Christian Sommerer, der 1. Vorsitzende des EVR Stammvereins Christian Volkmer und der sportliche Leiter Stefan Schnabl zahlreiche Neuigkeiten bekannt. Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Sommerer stellten die Eisbären ihre erste neue Personalie vor. Mario Knott ist ab sofort in der GmbH für PR, Medien und Pressearbeit verantwortlich und bringt sich zudem in Vertrieb und Marketing mit ein. Der 42-jährige Regensburger Werbefachmann ist seit über einem Jahr Marketingleiter im Stammverein EVR und wird nun zusätzlich das Team der Geschäftsstelle der GmbH verstärken.

 

 

„Es ist weiterhin wichtig, die personell unterbesetzte Geschäftsstelle zu stärken. Ohne eine Professionalisierung der Verwaltung ist auch keine Professionalisierung des Standortes möglich. Wir werden daher auch zukünftig die Strukturen und das Fundament des Unternehmens und damit des gesamten Standortes im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten durch Professionalisierung und Erweiterungen im personellen Bereich stärken,“ erläutert Sommerer. Er gab einen kurzen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation. Durch die Absage der Playoffs, in die die Eisbären Regensburg als Meister der Oberliga Süd gestartet wären, fehlen dem Club rund 150.000,00 EUR Gewinn aus Ticketing und Merchandising. Zudem hat die Berufsgenossenschaft ohne Vorankündigung ihre Beiträge rückwirkend erhöht und stürzt damit alle Sportvereine in Deutschland in der aktuellen Situation tiefer in die Krise, zum Teil mit dramatischen Folgen. „Neben Corona kommt jetzt auch noch die VBG als Brandbeschleuniger – ein absolutes Unding und in dieser Situation für niemanden nachvollziehbar. Für uns bedeutet das weitere 30.000,00 EUR, die nicht im Budget eingeplant waren. Wir haben Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt und uns zudem einem Sammelwiderspruch der Clubs der DEL, DEL2 und Oberliga angeschlossen,“ so Sommerer.

 

 

Die Finanzlage sei zwar angespannt, aber nicht mehr existenzbedrohend. Die Eisbären haben bereits früh die Mittel aus der Soforthilfe des Freistaates Bayern erhalten, ebenso erhielten die Eisbären eine Stundung der Krankenkassen Sozialversicherungsbeiträge und der Umsatzsteuer. Zudem wurden und werden zahlreiche Einsparungsmaßnahmen geprüft. „Es gibt nur noch absolutes must-have, kein nice-to-have mehr. Das wird uns auch sicher noch länger begleiten.“ Ein noch strengerer Sparkurs und Ausgabestop als üblich wird die Eisbären also durch die Krise führen. Äußerst positiv ist die Resonanzder Fans und Unterstützer der Eisbären. Bis dato haben die Fans in den zahlreichen Aktionen knapp 56.000 EUR in die Kassen der Eisbären gespült.

 

 

„Wir erfahren gerade eine riesige Solidarität von unseren Fans, Partnern, Sponsoren und Menschen aus der Region. Zusammenhalt ist einer der drei Kernwerte unserer Organisation, bereits vor Corona. Und die aktuelle Krise zeigt deutlich weshalb. Ichmöchte mich nochmals bei allen Unterstützern sehr herzlich bedanken. Ich bitte auch um Geduld, dass sich einige Lieferungen aus Fanartikel-Aktionen wie Geistermeister Shirts oder Masken verzögern. Leider sind die Produktions- und Lieferketten einfach langsamer als uns von den Herstellern mitgeteilt wurden. Alle leiden im Moment unter den Umständen und der schwer planbaren Situation. Wir bitten dafür um Verständnis für die Verzögerungen.“ Zudem haben fünf Gesellschafter mit einer sechsstelligen Summe die Liquidität sichergestellt und die Finanzlücke weiter geschlossen.

 

 

„Ich bedanke mich sehr herzlich bei meinen vier Mit-Gesellschaftern für die Bereitschaft und Unterstützung, auch in dieser für sie schweren Zeit weiterhin die Eisbären mit vollem Einsatz zu unterstützen. Ohne diese Leidenschaft für den Standort Regensburg würde es hier kein Eishockey mehr zu sehen geben.“ Damit kam es zur perfekten Überleitung für richtungsweisende Änderungen in der GmbH. Die Eisbären haben sich seit November intensiv mit ihrer Gesellschafter- und Gesellschaftsstruktur beschäftigt. Um den Standort langfristig und nachhaltig in die Zukunft zu führen, waren folgende strategische, operative und gesellschaftsrechtliche Reformen notwendig. Hauptgesellschafter Christian Volkmer, der auch 1. Vorsitzender des EV Regensburg und Sprecher der Gesellschaftergruppe ist, gab dazu folgende Neuerungen bekannt.

 

 

Durch einen Formwechsel wird die EVR Eisbären Regensburg Spielbetriebs GmbH nach erfolgter Eintragung ins Handelsregister in eine GmbH & Co. KG umfirmieren. Es handelt sich um keine neue Gesellschaft, sondern lediglich einen Wechsel der Rechtsform. Alle Verträge (auch Arbeitsverträge) bleiben uneingeschränkt gültig und gelten unverändert fort. Auf Seiten der Eisbären GmbH ändert sich durch den Rechtsformwechsel nicht der Vertragspartner, es ändert lediglich der Name. Der handelnde Geschäftsführer als Vertreter der Komplementärgesellschaft bleibt unverändert Christian Sommerer. Die neue Firmierung lautet nach erfolgtem Eintrag in das Handelsregister „EVR Eisbären GmbH & Co. KG“ . Der Eintrag wird in den nächsten Wochen geschehen.

 

 


 


 

 

Es erfolgte eine Konzentration im Gesellschafterkreis. Die GmbH besteht nun aus fünf Gesellschaftern aus dem bisherigen Kreis von 13. Weniger Gesellschafter tragen dadurch mehr Verantwortung, und ein starker, verschlankter Gesellschafterkreis sorgt für eine Stabilisierung für die künftige wirtschaftliche Neu-Ausrichtung. Diese Verschlankung führt operativ zu kurzen Entscheidungswegen zwischen Gesellschaftern und Geschäftsführung, zu Verbesserung in Sachen Vollständigkeit und Geschwindigkeit im Informationstransfer und die Gesellschafter können auch stärker in operative Entscheidungen eingebunden werden. Gesellschaftsrechtlich sorgt die Umfirmierung in eine GmbH & Co. KG für mehr Flexibilität bei bestimmten gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen. Dies sorgt für weniger Notwendigkeit notarieller Akte und für die Erhöhung der Entscheidungsgeschwindigkeit. Zudem ermöglicht sie flexiblere Möglichkeiten der Eigenkapitalzuführung und die vereinfachte Aufnahme neuer Gesellschafter, da kein notarieller Akt mehr notwendig ist.

 

 

Die Reformen rund um den Formwechsel wurden mit einem Update des Gesellschaftsvertrags sowie weiteren Maßnahmen der Professionalisierung der Unternehmensstrukturen verknüpft. Die gesamten Maßnahmen erfolgten in Verbindung mit den bereits erfolgten Kapitalzuführungen der neuen Gesellschaftergruppe. Beraten und begleitet wurden die Eisbären bei der Umsetzung dieses Projekts von ihrem langjährigem Sponsor und Partner MTG Mittelbayerische Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Regensburg. Der Silber-Partner betreut die GmbH in sämtlichen steuer-, wirtschafts-, gesellschafts- und arbeitsrechtlichen Fragen. Wie viele andere Projekte, die derzeit bei den Eisbären in Umsetzung sind, dient diese Maßnahme der langfristigen Entwicklung und Professionalisierung des Eishockeys in Regensburg.

 

 

Alle Maßnahmen sind langfristig ausgerichtet und stellen auch ein klares Bekenntnis an den Standort und gegenüber den Eisbären dar. Im Vordergrund stehen nicht kurzfristige Einzelmaßnahmen, sondern die Umsetzung eines mittel- und langfristigen Konzepts. Hierzu äußerte sich Matthias Baier, Gesellschafter der MTG: „Besonders positiv sehen wir auch den Aufbau eigener personeller Ressourcen auch in den Bereichen Buchhaltung, Verwaltung und Marketing. Wir als MTG Wirtschaftskanzlei freuen uns sehr, dass wir diesen Weg begleiten dürfen und auch über das damit in uns gesetzte Vertrauen. Deshalb war es für uns auch eine einfache und klare Entscheidung, dass wir auch unsere Partnerschaft und unser Sponsoring bei den Eisbären verlängern und wünschen uns, dass die geschaffenen Strukturen mit langfristigen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgen verbunden sein werden.“

 

 

Im Anschluss gab der sportliche Leiter Stefan Schnabl die von den Fans langerwarteten Personalentscheidungen bekannt. Die Eisbären warteten hier mit einem ganzen Paket an Informationen und frohen Botschaften auf. Beim wichtigsten Kader-Baustein, der Trainerposition, konnten sich die Eisbären einigen: Max Kaltenhauser bleibt für eine weitere Saison Headcoach der Eisbären! „Ich freue mich sehr, dass Max unser Angebot angenommen hat und auch in der Saison 2020/2021 als Trainer an der Bande der Eisbären steht. Ich habe Max als sehr akribischen Arbeiter und absoluten Fachmann kennen gelernt, der jeden Tag die Spieler und die gesamte Organisation besser machen möchte. Seine Art als Trainer, Freund und Kollege hat uns letzte Saison von Platz 11 zur Meisterschaftgeführt. Ich freue mich sehr auf die neue Saison und die weitere Zusammenarbeit mit ihm,“ äußert sich der Sportliche Leiter Stefan Schnabl.

 

 

Dieser steht ihm weiterhin als Co-Trainer zur Seite. „Die letzte Saison war sehr anstrengend, hat aber gleichzeitig sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich sehr, weiter mit den Jungs zu arbeiten,“ so Max Kaltenhauser. Als Neuzugang können die Eisbären Torhüter Patrick Berger aus Landshut vermelden. Der 22-jährige gebürtige Zwieseler stand in der abgelaufenen Saison bereits als Förderlizenzspieler im Kader der Eisbären und überzeugte Verantwortliche und Fans auf ganzer Linie. Er erhält einen Vertrag bis April 2022. Zu den Eisbären zurück kehrt Stürmer Matteo Stöhr. Nach einem einjährigen Gastspiel in der Oberliga Nord beim Krefelder EV erhält der 21 Jahre alte Stürmer einen Zweijahres-Vertrag. Ich freue mich sehr, dass Matteo Stöhr zu den Eisbären zurückkehrt. Dazu Stefan Schnabl: „Der Kontakt zu Matteo ist nie abgerissen und wir waren uns auch sehr schnell einig, dass er nach Regensburg zurückkommt. Er identifiziert sich zu 100% mit den Eisbären und es war sein Wunsch wieder für uns zu spielen. Matteo war letzte Saison ein absoluter Leistungsträger in Krefeld in der Oberliga Nord und wird uns mit seinen Fähigkeiten und seiner Spielweise weiterhelfen.“

 

 

Zudem gaben die Eisbären folgende Vertragsverlängerungen bekannt: Stürmer Tomas Schwamberger bleibt weitere zwei Jahre in der Domstadt. Verteidiger Tomas Gulda verlängert seinen Vertrag um eine Saison. Der Deutsch-Schwede Peter Holmgren erhält einen Vertrag bis 2023 und steht weiterhin im Kasten der Eisbären. Urgestein Lukas Heger erhält eine Vertragsverlängerung bis 2022. Keine Verträge erhalten die Verteidiger Walther Klaus, Fabian Birner und Alexander Diel. „Da wir 8 Verteidiger für nächste Saison unter Vertrag haben, war es uns leider in Zeiten von Corona nicht möglich, hier Vertragsangebote zu unterbreiten. Dies hat absolut nichts mit ihren Leistungen zu tun. Die wirtschaftliche Lage lässt uns keine andere Wahl. Aufgrund der Corona Krise müssen wir extrem vorsichtig und umsichtig planen. Daher war eine Weiterverpflichtung zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich.“

 

 

Den Club verlassen wird Alexander Dosch. Er möchte sich neu orientieren und sucht eine neue Herausforderung. Wir wünschen den Spielern auf ihrem weiteren Weg alles Gute und bedanken uns für ihren Einsatz in all den Jahren,“ bedankt sich Stefan Schnabl. Derzeit offen sind die Gespräche noch mit Stürmer Michail Sokolov. „Mit dieser Mannschaft und Max als Trainer sehe ich sehr positiv in die Zukunft und bin sicher, dass wir in Regensburg sehr viel Freude in der Saison 2020 | 2021 haben werden,“ so Schnabl. Im Anschluss gab Christian Sommerer einen kurzen Überblick zur Liga, zum Modus und zur Lizenzierung für die Saison 2020 | 2021. Der DEB befindet sich aktuell in Verhandlungen mit drei Clubs und hofft in der kommenden Saison auf eine Oberliga Süd mit 14 Teams. Sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind, wird der Modus festgelegt.

 

 

Der DEB plant die Bekanntgabe der Ligen Stärke und des Modus voraussichtlich Anfang Juni. Die Eisbären befinden sich neben der internen Umstrukturierung bereits in der Lizenzierung für die kommende Saison und werden die Unterlagen fristgerecht bis spätestens 1.6.2020 abgeben. Zudem hat sich der Club entschieden, zeitnah mit dem Dauerkartenverkauf zu starten. Voraussichtlicher Verkaufsstart ist der 18. Mai 2020. Die Eisbären werden ihren Fans auch die Möglichkeit der Ratenzahlung anbieten. Als besonderer Bonus werden alle Heimspiele der U20 der Jungeisbären in der Dauerkarte inkludiert sein. Alle weiteren Details zur Dauerkarte werden kurz vor dem Verkaufsstart kommuniziert.

 

 

 

 


 

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