Die USA entthronen Schweden und werden zum 11. Mal U18 Champion

 

IIHF - U18 WM 2023 (Schweiz/HG) In der St. Jakob Arena zu Basel fand das diesjährige Finale zwischen dem Titelverteidiger aus Schweden und den USA statt. Die US-Boys jubelten zuletzt 2017 über ihren letzten Titel und wollten am 30.4.23 den amtierenden Champion vom Thron stoßen und selbst die Trophäe in die Höhe halten.

 

 

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(Foto: imago-images)

 

 


 

Beide Teams marschierten ohne Niederlage durch die Vorrunde und meisterten auch die KO-Phase mehr als souverän.  Es war die Neuauflage des Endspiels aus dem Jahre 2022, in dem sich in einem torreichen Match die Tre Kronor am Ende knapp durchgesetzt hatten, obwohl die USA bei den Torschüssen deutlich vorne lagen.

 

Schließlich bewies die USA Comeback Qualitäten und holte einen zwei Tore Rückstand gegen den Titelverteidiger auf, bis Ryan Leonard zum Gold Medal Match Winner in der Verlängerung avancierte.

 

Das Team USA demonstrierte bislang ein bärenstarkes Turnier: ihre Tormaschine verbuchte sage und schreibe 37 Treffer in der Hauptrunde und weitere 11 Tore in der Finalrunde. Mit William Smith, Gabe Perreault und Ryan Leonhard hatten die US-Boys die besten drei Top Scorer im Line-Up, die im gesamten Turnier schon beachtliche 53 Scorerpunkte markierten. Die USA hatten die Möglichkeit ihren elften Titel einzufahren.

 

Die Schweden als amtierender Titelverteidiger konnte sich bislang auf seinen Top Stürmer Otto Stenberg und dessen Torriecher verlassen, der auf Platz vier der besten Scorer rangierte. Die Tiefe und Ausgeglichenheit des Kaders war die Stärke der Skandinavier bei diesem Turnier. Schweden wollte heute seinen dritten WM Titel insgesamt und den zweiten in Folge ergattern.

 

USA drängt, Schweden trifft

 

Nach verhaltenem Beginn übten die US-Boys mit ihrer ersten Top-Reihe gleich mal mächtig Druck aus. Die Schweden sahen sich früh starken Vorstößen der Amerikaner gegenüber. Die USA starteten furios in diese Partie und deckten den schwedischen Keeper Erlinden früh mit vielen Schüssen ein. Nach sieben Minuten meldeten sich dann auch mal die Schweden zurück mit einer dicken Chance. Dieses Momentum nahem die Tre Kronor dann mit. Diese Drangphase nutzten die Schweden dann auch gleich zur Führung durch Elliot Stahlberg in der 10. Spielminute.

 

Der US-Trainer Dan Muse wählte die Coaching Challenge wegen angeblicher Torwartbehinderung, doch dieser Schachzug lief ins Leere und die Schweden bekamen folgerichtig ein Powerplay zugesprochen. Ihre Quote lag bei knapp 50%, andererseits war das amerikanische Penalty Killing sagenhaft erfolgreich bei über 90%. Jetzt zauberten die US-Boys in Überzahl und erspielten sich beste Möglichkeiten.

 

Beide Goalies erwiesen sich als idealer Rückhalt und zeigten tolle Paraden. Die USA verzweifelten schier am schwedischen Keeper und an der vielbeinigen Abwehr der Skandinavier. In einem würdigen Finale zweier Top Nationen nahm Schweden nach holprigem Start eine hauchdünne Führung mit in die Kabine.

 

Tre Kronor stark im Powerplay

 

Auch zu Beginn des zweiten Drittels knüpften beide Teams an ihre starke Performance nahtlos an. Es war eine Augenweide für die Fans, diesen phantastischen Akteuren auf dem Eis bewundernd zuzuschauen. Es ging munter rauf und runter und die Goalies konnten sich über mangelnde Beschäftigung weiter nicht beklagen. Im Powerplay schlugen die Schweden dann zum zweiten Mal eiskalt zu in Person von Noel Nordh, der die geniale Hereingabe exzellent verwertete. Die USA waren nun gefordert, um das Abwehrbollwerk der Tre Kronor zu knacken.

 

Stenberg hätte eigentlich den nächsten Treffer für seine Farben erzielen müssen nach einem genialen Pass. Die Qualität der Chancen war auf Seiten des Titelverteidigers höher und die USA nahm zu viele Strafen.  Die US-Boys kombinierten sich immer wieder durch die schwedische Defensivreihen, doch wie verhext wollte die Scheibe nicht über die Linie. Das gewohnte Offensivfeuerwerk brannte nicht ab, so dass sich die Amerikaner für ihren hohen Aufwand noch nicht belohnten. 

 

Nelson bricht den Bann, Eiserman stellt auf Remis – Leonhard der Matchwinner!

 

Kapitän Schulz brachte es auf den Punkt: „Man müsse einfach schneller spielen und mehr Rebounds generieren“. Dies wurde sofort umgesetzt und auch der Pfosten erstmals anvisiert. Ein schneller Anschlusstreffer musste aus Sicht der USA her. Dafür suchten sie wieder den schnellen Pass durch die neutrale Zone hindurch, was im ersten Drittel gut klappte. Beste Möglichkeiten vergab die USA und hatte erneut Pech mit dem Gestänge. Schweden bleib kompakt und hatte einen grandiosen Erlinden im Kasten.

 

Der Kampf um jeden Zentimeter an der Bande nahm nun zu und den US-Boys rannte die Zeit unaufhörlich davon. Endlich, in der 50. Spielminute war dann der Bann gebrochen, als Danny Nelson einen Distanzschuss unhaltbar abfälschte. Es war sein vierter Turniertreffer. Die USA waren nun obenauf und drängten auf den Ausgleich, der längst verdient wäre. Ein Powerplay könnte nun helfen: tatsächlich traf in der 57. Spielminute Cole Eiserman gegen Ende des Überzahlspiels. 63 Sekunden vor der Schlusssirene musste Will Smith in die Kühlbox. Das beste Powerplay gegen das effektivste Penalty Killing zum Showdown, besser ging es nicht für die Zuschauer.

 

Der US-Goalie rettete sein Team in die Overtime, in der die Schweden noch eine knappe Minute einen Mann mehr hatten, doch Ryan Leonard hatte im Gegenzug die dicke Gelegenheit zur Entscheidung. Wenige Momente später machte er es jedoch besser und erfüllte den Traum der Revanche für seine Jungs. Damit krönte sich die USA zum 11. Mal als U18-Champion! 

 

Als Turnier MVP wurde folgerichtig William Smith gekürt! Mit seinen 20 Scorerpunkten fehlte ihm nur ein mickriges Pünktchen zum Rekord von Nikita Kutcherov.

 

IIHF_U18 2023, Finale 30.04.2023

 

USA - Schweden 3:2 n.V. (0:1|0:1|2:0|1:0)

 

Tore:

0:1 |10| Elliot Stahlberg (Wahlberg, Dower Nilsson),

0:2 |27| Noel Nordh (Sandin-Pellikka, Forsfjall) PP1,

1:2 |50| Danny Nelson (Buium, Guzzo),

2:2 |57| Cole Eiserman (Smith) PP1,

3:2 |63| Ryan Leonard (Hutson, Moore)

 

Haupt-Schiedsrichter: Cadieux (CAN) / Hebeisen (SUI)

 

Zuschauer:
4.382

 

Aufstellung:

 

USA: Augustine, Minnetian, Schulz, Leonard, Smith, Perreault, Buium, Fischer, Fine, Moore, Terrance, Fortescue, Hutson, Vote, Hagens, Eiserman, Cleveland, Guzzo, Nelson, Hendrickson.

 

Schweden: Erlinden, Lindstein, Sandin-Pallikka, Stenberg, Edstrom, Sorum, Wilander, Hurtig, Wahlberg, Forsfjall, Dower Nilsson, Bergström, Landen, Nordh, Zether, Kangas, Kostadinski, Stahlberg, Johansson, Sagadin.  

 


 

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(Foto: IIHF) 

 

Kanada sichert sich die Bronze Medaille dank ihres überragenden Celebrini

 

In einem hart umkämpften Spiel um Platz drei der diesjährigen U18 WM in der Schweiz duellierten sich die Slowakei und das Mutterland des Eishockeys Kanada. Das erste Drittel war geprägt von zahlreichen Strafzeiten auf beiden Seiten, die nicht genutzt werden konnten.

 

Im Mittelabschnitt ging Kanada durch Macklin Celebrini in der 21. Spielminute in Führung, die vom Superstar der Slowakei Dalibor Dvorsky in der 39. Spielminute egalisiert wurde. Nur eine Zeigerumdrehung später brachte Colby Barlow die Ahornblätter erneut in Front, was auch der Spielstand nach 40 Minuten bedeutete.

 

Im letzten Drittel glich die Slowakei in Person von Peter Cisar in der 42. Spielminute aus und Daniel Jencko schoss seine Farben in der 46. Spielminute sogar auf die Siegerstraße, bevor Matt Wood 70 Sekunden vor der Schlusssirene die Kanadier in die Verlängerung führte. In der Overtime dauerte es knapp 8 Spielminuten, bis Macklin Celebrini mit seinem Doppelpack die Entscheidung brachte und die Bronze Medaille für Kanada ergatterte. Kanada lag in der Torschussstatistik mit 41 zu 29 deutlich vorne. Celebrini schnürte einen Doppelpack und avancierte zum Matchwinner, während Wood ein vier Punkte Match verbuchte.

 

IIHF_U18 2023, 30.04.2023, Spiel um den dritten Platz

 

Slowakei - Kanada 3:4 n.V. (0:0|1:2|2:1|0:1)

Tore:

0:1 |21| Macklin Celebrini (Price, Wood),

1:1 |39| Dalibor Dvorsky (Masnica, Strbak) PP1,

1:2 |40| Colby Barlow (Wood, Gibson),

2:2 |42| Peter Cisar,

3:2 |46| Daniel Jencko (Cisar, Kukumberg),

3:3 |59| Matt Wood (Cristall, Celebrini),

3:4 |68| Macklin Celebrini (Wood, Gibson)

 




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The International Ice Hockey Federation (IIHF; French: Fédération internationale de hockey sur glace; German: Internationale Eishockey-Föderation) is a worldwide governing body for ice hockey and in-line hockey. It is based in Zurich, Switzerland, and has 81 member countries.

 

 

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