
PENNY-DEL (Straubing/HG) Am Pulverturm empfingen die dort ansässigen Straubing Tigers heute Nachmittag die Kölner Haie zum Duell. Im ersten Aufeinandertreffen behielten die Niederbayern in der Lanxess Arena klar mit 2:5 die Oberhand und das Team um Tom Pokel wollte diesen Erfolg auch zuhause bestätigen. Köln befand sich im Aufwind und hat sich unter den Top 6 festgesetzt.
Schließlich feierte Straubing ein perfektes 6 Punkte Wochenende mit einem 4 zu 2 Heimsieg gegen starke Kölner Haie. Brunnhuber verbuchte dabei ein 3 Punkte Spiel und Schönberger erzielte seinen 150. Scoring Punkt.

(Fotoquelle: Ingo Winkelmann)
Straubing musste im vorletzten Heimspiel eine Schlappe gegen Nürnberg einstecken und konnte auch gegen zwei Top Teams lediglich einen Zähler verbuchen, was tabellarisch aktuell nur Rang 11 bedeutete. Bisher gestaltete sich diese Spielzeit als Achterbahnfahrt für die Tigers, die nun endlich mehr Kontinuität in ihre Leistungen bringen wollten. Mit dem deutlichen zu Null Erfolg gegen Iserlohn wurde der erste Schritt hierzu eingeleitet.
Köln startete kürzlich eine bemerkenswerte Siegesserie von fünf gewonnenen Partien, u.a. leistete man am Freitag Wiedergutmachung beim rheinischen Rivalen in Düsseldorf. Das war sicher Balsam auf die Haie Seele. Die beiden Auswärtserfolge beim bayerischen Liga Konkurrenten aus Ingolstadt motivierte die Haie zusätzlich, auch am Pulverturm Zählbares mitzunehmen.
Brunnhuber legt vor, Sill gleicht aus
Bei den Hausherren wirkten heute Eder, Elsner und Premierentorschütze Zimmermann nicht mit, dafür war Baßler mit von der Partie. Straubing begann wie gewohnt schwungvoll und setzte die ersten Akzente mit viel Zug zum Tor der Kölner, das heute von Pogge gehütet wurde. Es entwickelte sich ein rassiges und intensives Match, das ohne Unterbrechungen hin und her lief, wobei die Hausherren mehr investierten, und jeder Check wurde konsequent zu Ende gefahren.
Beide Teams agierten mit einem ähnlichen Spielsystem, was den heutigen Ausgang noch interessanter machte. Beinahe hätte ein 2 auf 1 Konter Früchte getragen, doch die Verteidigung der Haie passte auf. Mitte des Drittels kamen die Gäste auch besser in Fahrt. Die Tigers machten einen sattelfesten Eindruck und tauchten immer gefährlich vor Pogge auf, der dann eine brenzlige Situation im Slot bereinigte.
Ein geniales Zuspiel von Manning aus dem eigenen Drittel auf den lossprintenden Brunnhuber verwertete dieser eiskalt zur 1 zu 0 Führung in der 15. Spielminute. Dies war der verdiente Lohn für ein bislang couragiertes und druckvolles Spiel der Straubinger. Kurz danach gab es das erste Powerplay für die Gastgeber, denn Zerressen durfte sich abkühlen. Ein tolles Zuspiel in den Slot konnte aus der Luft nicht final umgemünzt werden. Nichtsdestotrotz absolvierten die Tigers ein sehenswertes Überzahlspiel. Etwas aus dem Nichts glichen die Kölner in der 18. Spielminute durch Sills Kunstschuss aus.
Dieser Treffer nahm etwas Elan aus dem Straubinger Power Hockey, aber Köln zog die zweite Strafe in Person von Matsumoto. Auch in dieser numerischen Überlegenheit warf Straubing alles in die Waagschale und kreierte gute Gelegenheiten. Letztlich trennten sich zwei ebenbürtige Teams mit einem Remis in die erste Pause, wobei Straubing einen klaren Vorteil bei den Torschüssen zu verzeichnen hatte.
Brunnhuber: „Es ist relativ ausgeglichen und geht rauf und runter. Wir hatten jetzt zwei Powerplays und müssen nun das Momentum wieder auf unsere Seite ziehen. Es war ein super Pass, ich hatte auch ein bisschen Glück, da ich grad vom Wechsel kam.“
Schönbergers 150. DEL Punkt
Zu Beginn des Mittelabschnitts lief die restliche Strafe ohne Auswirkung schnell herunter. Die Geschwindigkeit bleib ähnlich hoch und die Tigers blieben ihrer druckvollen Vorwärtsstrategie treu, was dann zum dritten Powerplay für die Hausherren führte. Matsumoto nahm heute schon zum zweiten Mal in der Kühlbox Platz. Auch dieses Überzahlspiel bleib erfolglos und nun war Köln zum ersten Mal dran im Powerplay. 15 Sekunden waren sie dabei mit 2 Spielern mehr auf dem Eis. Die Tigers warfen sich bravourös in die Schüsse und leisteten effektiv Widerstand. Ihre Unterzahlquote war Liga weit Rang drei und sie bestätigten dies auch jetzt.
Nachdem beide Mannschaften wieder vollzählig agierten wurde wieder hochklassiges Eishockey zelebriert mit zwei hellwachen Goalies. Matsumoto scheiterte dann am gut aufgelegten Karhunen. Nach einem genialen Zuspiel von Brandt aus dem eigenen Drittel, der sich entscheidend an der Bande durchsetzte, markierte Leier in der 36. Spielminute die erneute Führung für die Hausherren. Nach kurzem Videostudium stand fest, dass die Hartgummischeibe vom oberen Gestänge schnell wieder heraussprang.
Und die Tigers ließen nicht locker und legten kurz danach zum 3 zu 1 nach. Torschütze war der Capitano Schönberger, der nach dem Iserlohner Doppelpack nun mit seinem 150. DEL Scorer Punkt aufwartete. Chapeau an die nimmermüde Nummer 27! Dies war ein hart erarbeitetes Tor nach einem Getümmel vor Pogge.
Während das erste Drittel klar den Tigers gehörte, übernahm Köln im Mittelabschnitt zwar mehr das Heft des Handelns, doch die Tigers setzten sich dank zweier Treffer mit 3 zu 1 ab. Die Effizienz sprach für Straubing.
Kammerer: „Wir haben uns das nicht so vorgestellt, aber wir haben nichts mehr zu verlieren und werden alles reinwerfen. Hinten werden wir ein wenig aufmachen. Wir werden genauso weiterspielen, hatten auch viele Chancen. Wir müssen nicht viel ändern, vor allem Strafen vermeiden.“
Brunnhubers drei Punkte Match
Im Schlussabschnitt musste Köln offener auftreten, um diesen zwei Tore Rückstand noch wettzumachen. In einer starken Drangphase schnürten die Tigers die Haie regelrecht in deren Zone ein und die Gäste durften froh sein, keinen weiteren Treffer eingefangen zu haben. Dieses vierte Tor war nun nur noch eine Frage der Zeit und in der 46. Spielminute netzte nach einer sehenswerten Kombination Mulock zum 4 zu 1 ein. Ein weiterer Assist kam vom jungen Brunnhuber, der damit schon seinen 3. Scorer Punkt verbuchte.
Nun schien es ein sehr weiter Weg für Köln zu werden, die wohl nun bereits früh volles Risiko gehen würden. Dann musste Karhunen weit aus seinem Gehäuse raus, um den Alleingang eines Kölners zu verhindern. Im nächsten Powerplay der Kölner nahm Krupp seinen Keeper vom Eis und brachte dafür den sechsten Feldspieler und sein Team konnte dann sogar mit 6 gegen 3 spielen. Folgerichtig verkürzten die Kölner Haie in dieser Konstellation in der 53. Spielminute durch Uvira zum 4 zu 2.
Noch war genügend Zeit auf der Uhr und Pogge ging 2:22 vor Schluss vom Eis. Was sollte Krupp auch anderes machen bei diesem Spielstand!
Letztlich brachte dieser Schachzug nichts mehr ein und Straubing sicherte sich einen verdienten 4 zu 2 Heimerfolg gegen starke Kölner Haie. Nach einem höchsterfolgreichen 6 Punkte Wochenende durfte dann am Ende auch die berühmte Raupe nicht fehlen, was vom Publikum lautstark honoriert wurde.
Nach der Länderspielpause muss Straubing am 21.11. nach Düsseldorf reisen und Köln empfängt am 19.11. in der LanxessArena den Aufsteiger aus Bietigheim.
Uvira: „Man muss sagen, dass Straubing wirklich gut gespielt hat. Wir warteten auf Konter, im ersten Drittel waren wir sehr gut, im zweiten Drittel haben wir etwas nachgelassen und am Ende war es zu spät. Wir müssen analysieren, was genau passiert ist.“
Schönberger: „Ich denke wir haben ganz gut über 60 Minuten gespielt und trotz ein paar Dellen verdient gewonnen heute. Mit meinem 150. Punkt, das habe ich nicht gewusst. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Unterm Auge habe ich einen Schläger hinbekommen, es wurde kurz genäht, aber alles gut. Wir sind wieder gut in Schwung gekommen. In Mannheim und Berlin haben wir gut gespielt. Wir sind gut in Fahrt gekommen und spielen wieder richtig gutes Eishockey.“
Statement Uwe Kupp:
„Wir wussten, dass es ein schweres Stück Arbeit werden würde hier in Straubing. Wir wussten, dass ein guter Start wichtig sein würde und dass wir keinem Rückstand hinterher laufen. Wir übten viel Druck aus, im 1. Drittel sah ich Vorteile für Straubing, im 2. Drittel waren wir besser, aber Straubing hat zwei gute Situationen ausgenutzt. Wir waren noch im Spiel, aber das 4:1 war eine gewisse Vorentscheidung. Insgesamt hat Straubing ein gutes Spiel mit wenigen Fehlern gezeigt. Wir haben gut gekämpft und uns ordentlich verkauft.“
Statement Tom Pokel:
"Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt, das hat gut getan. Das erste Drittel war hart umkämpft, wir hatten viele Turnovers und haben die Scheibe gut in die Angriffszone gebracht. Wir haben uns gut festgesetzt, viel vors Tor gebracht und viel Zeit in deren Zone verbracht. Wir sind gut gestanden, die Defensive war entscheidend. Timis Tor hat uns Schwung gebracht, Sandro mit seinem Treffer war wichtig. Heute haben wir drei wichtige Punkte geholt, zwei Siege vor der Pause waren wichtig. Das secondary scoring ist sehr wichtig für das gesamte Team. Eder wurde über Nacht krank, Yanni hat seinen Job gut gemacht, es war eine gute Leistung von allen Jungs.“
21. Spieltag: DEL Spiel vom 07.11.2021
Straubing Tigers – Kölner Haie 4:2 (1:1|2:0|1:1)
Tore:
1:0 |15|Brunnhuber (Manning, Baßler)
1:1 |18| Sill (Zerressen, Uffing)
2:1 |36| Leier (Brandt, Lampl)
3:1 |38| Schönberger (Brunnhuber, Baßler)
4:1 |46| Mulock (Brunnhuber, Baßler)
4:2 |53| Uvira (Barinka, Kammerer)
1. Drittel Statistik: 17:6 Schüsse, 12:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
2. Drittel Statistik: 12:12 Schüsse, 9:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 9:7
3. Drittel Statistik: 6:6 Schüsse, 5:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:2
(Fotoquelle City-Press) Brunnhuber mit seinem 3 Punkte Spiel gegen die Kölner Haie
Zuschauer: 3.794
Schiedsrichter: Hunnius/ Schukies
Aufstellung:
Straubing: Karhunen; Daschner, Schopper Akeson, Connolly Mouillerat, Kohl, Manning, Valenti, Mullock, Samanski, Lampl, Brandt, St. Denis, Balisy, Leier, Scheid, Baßler, Brunnhuber, Schönberger.
Köln: Pogge; Edwards, Müller Mo., Müller Ma., Olver, Uvira, Roach, Zerressen, Thuresson, Howden, Kammerer, Sennhenn, Ugbekile, Ferraro, Matsumoto, Barinka, Oblinger, Dumont, Sill, Uffing.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Mannheim/MH) Die beiden Mannschaften der Stunde trafen sich am Sonntagmittag zum Duell in der SAP Arena. Mannheim verlor nur eines der letzten 10 Spiele und Nürnberg kommt mit 5 Siegen in Folge seit dem Trainerwechsel in die Kurpfalz.

( Foto City-press )
Das Spiel startete mit einer schnellen Führung für die Gastgeber. Desjardins schnappte sich den freien Puck und schoss ihn einfach ins Tor. Nürnberg wirkte keineswegs geschockt und spielte von Beginn an gut mit in einer Partie, die mit sehr viel Tempo begann. Beide Mannschaften standen defensiv sehr gut, so dass es nur wenige Chancen auf beiden Seiten gab. Hier waren Brückmann und Treutle jedoch immer zur Stelle.
Zu Beginn des zweiten Drittels bekamen beide Mannschaften jeweils zwei, drei gute Chancen um einen Treffer zu erzielen. Treutel musste gegen Krämer und Wolf ran, während Brückmann bei Schmölz und Fleischer zur Stelle war. Die Ice Tigers waren weiterhin sehr gut in der Partie und es war kein Klassenunterschied zu spüren. Fox hatte noch eine Chance bei einem zwei gegen ein, bevor die Adler ein Powerplay zugesprochen bekamen. Hier gab es einige gute Möglichkeiten, jedoch hielt Treutle weiterhin die Null.
Danach war Nürnberg sofort wieder im Angriffsmodus und traf durch Stoa nur das Aussengestänge. Direkt danach musste Friedrich nach einem Bandencheck gegen Elias für 5 Minuten auf die Strafbank. Es passierte nicht viel, bis Brückmann den Puck gegen Janke vertändelte, der fast den Ausgleich in Unterzahl machte, bevor es eine weitere Strafe gegen Nürnberg gab. Die Ice Tigers agierten sehr stark in Unterzahl und ließen insgesamt in diesen Unterzahlsituationen wenig zu. Bergmann traf mit Ablauf der Strafen den Pfosten. Kurz darauf tauchte Holzer allein vor dem Kasten auf, auch er verzog. In der 39.Spielminute fiel der nicht unverdiente Ausgleich der Gäste. Brown schoss aus dem Slot heraus, aber scheiterte noch an Brückmann, ehe Stoa den Nachschuss verwandelte.
Das dritte Drittel begann mit der zweifelhaften Führung der Gäste. Nachdem Stoa dem Mannheimer Holzer den Schläger per Stockschlag aus der Hand schlug, fuhr er vors Tor und bekam den Pass, Holzer konnte nicht verteidigen und Stoa erzielte das 2:1, das Ganze im Powerplay Die Adler antworteten mit wütenden Angriffen. Erst traf Eisenschmid den Pfosten, ehe Larkin zwei Minuten später den Ausgleich machte. Danach scheiterte Akdag an Treutle und auch Dawes im Powerplay scheiterte am Nürnberger Keeper. Auch die Ice Tigers blieben weiterhin gefährlich, Fox traf in aussichtsreicher Position die Scheibe nicht und Schmölz verzog zwei Minuten vor dem Ende am leeren Tor vorbei. Es ging in die Verlängerung.
Die Adler Mannheim lassen hier ein drei gegen Null leichtfertig liegen, während Brückmann sein ganzen Können gegen Karrer zeigen musste. Es blieb beim Unentschieden und das Penalty Schießen sollte über den Zusatzpunkt entscheiden. Hier trafen Rendulic und Dawes sehr sehenswert gegen Treutle und Brückmann hielt den Laden sauber zum 3:2 Sieg der Adler Mannheim.
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PENNY-DEL (Augsburg/HG) Im Curt-Frenzel-Stadion trafen die zuletzt arg gebeutelten heimischen Panther auf die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, die sich in letzter Zeit in Schusslaune zeigten. Augsburg verlor die letzten 5 Begegnungen allesamt und wollte seinen treuen Fans heute Abend nach der Heimpleite gegen Berlin wieder das bewährte Power Hockey aufs Eis zaubern. Schließlich feierten die Augsburger Panther nach einer zu langen Durst Strecke wieder einen Heimsieg und schickten Bremerhaven mit einem knappen 4 zu 3 nach Hause.

(Fotoquelle Dunja Dietrich)
Augsburg rutschte nach der jüngsten Niederlagenserie wieder aus den Playoff Plätzen heraus, was in dieser so engen Liga auch wegen des beherrschenden Punkte Quotienten schnell passiert. Die Form Kurve zeigt deutlich nach unten, doch nach drei ernüchternden Partien in der Fremde hoffte der AEV wieder auf einen gewinnbringenden Heimauftritt vor lautstarker Fangemeinde. Die Panther mussten jedoch auf Nehring und Valentine verletzungsbedingt verzichten, zwei schmerzliche Ausfälle; dafür half heute Miller als Verteidiger aus.
Bremerhaven zwang erst die hochgehandelten Red Bulls aus München in einem wahren Comeback Krimi mit vielen Toren nieder und reiste mit dem zweiten Kantersieg gegen den DEL Aufsteiger ins Schwabenland. Das Team um Coach Popiesch schien ihre Fire Power mit 14 Treffern aus den vergangenen beiden Spielen rechtzeitig wiederentdeckt zu haben und wollte den nächsten Schritt in Richtung Top 6 der Tabelle einläuten. Heute stand Franzreb im Kasten, der seine bisherigen drei Einsätze erfolgreich gestalten konnte.
LeBlancs Premierentor führt zum Ausgleich
Bereits nach 7 Sekunden gab der derzeit überragende Urbas den ersten Schuss auf Keller ab. Die Gäste nahmen gleich mal das Heft in die Hand und marschierten zielstrebig nach vorne, bevor sich Franzreb des ersten Abschlusses erwehren musste. Der slowenische Top Torjäger der Bremerhavener sammelte in den letzten 9 Spielen satte 18 Scorer Punkte. Hier galt es aus Sicht des AEV höllisch aufzupassen. Die geniale Ablage von Urbaus in den Slot brachte höchste Gefahr für Keller.
Die Gäste zündeten nun ein Chancenfeuerwerk ab, vor allem Uhers Abschluss an den Außenpfosten war hochkarätig. Diese Drangphase mündete dann in der 6. Spielminute in den logischen Führungstreffer für Bremerhaven durch Mauerman, der ein feines Zuspiel eiskalt verwertete. Die Gäste übten weiterhin ein aggressives Forechecking aus, was den Augsburgern große Probleme bereitete, selbst den Vorwärtsgang einzulegen. Doch etwas aus dem Nichts markierte LeBlanc mit seinem geschickt platzierten Schläger nach einem Lupfer von Lamb von der blauen Linie den Ausgleich in der 9. Spielminute. Dies war sein erstes Tor in dieser Spielzeit.
In ihrem ersten Powerplay hätten die Panther fast einen Shorthander durch Friesen kassiert, das war eine Schrecksekunde. Aktuell wiesen die Fuggerstädter in dieser Disziplin nur Rang 11 in der Liga auf. Es sprang eine Großchance dabei heraus und die Gäste dann waren dann wieder komplett und setzten ihre Offensive fort. Die Hausherren kamen, auch bedingt durch die Überzahl, nun besser in die Partie. Fast hätte eine schnelle Pass Stafette der Pinguins funktioniert, deren Paradereihe wie gewohnt brandgefährlich auftrat.
McClures Torschuss ging knapp am Gehäuse vorbei, nachdem er ein perfektes Rückhand Zuspiel aufgelegt bekam. Kurz vor der ersten Sirene kochten mal die Emotionen auf beiden Seiten etwas hoch. Es war zu spüren, dass es heute um viel ging. In einer munteren Begegnung zweier Teams auf Augenhöhe, die beide eine sehr gute Bully Quote vorweisen konnten, verabschiedete man sich mit einem leistungsgerechten Remis in den Pausentee.
Mauerman: „Es war ein gutes erstes Drittel hier, gute Energie, wir müssen so weitermachen. We are working hard, my goal was exactly planned this way. We need to keep playing like at the start and stay away from the penalty box.“
Augsburgs Druck wird belohnt
Das Mitteldrittel war auf beiden Seiten statistisch betrachtet bisher nicht so berauschend in dieser Saison. Beim Spielaufbau agierten die Augsburger noch recht fahrlässig, das mussten sie schleunigst abstellen gegen diese starke Bremerhavener Mannschaft, bei denen Franzreb dann die Scheibe unter sich begrub. Dieses Mal kamen die Fuggerstädter besser aus der Kabine und beschäftigten den Gäste Keeper, der dann einen Schuss aus spitzem Winkel entschärfte. Der Goalie der Fishtowns war jedoch kurze Zeit später in der 25. Spielminute gegen Payerls Geschoss machtlos. Nun sprang das Momentum auf die Hausherren über, die gleich die nächste Gelegenheit verzeichneten, bevor Bremerhaven bei einem Konter scheiterte.
Verlic hätte fast den unmittelbaren Ausgleich erzielt, doch er visierte nur den Pfosten an. Nun wirbelte mal die vierte Reihe von Augsburg die Gästeverteidigung ordentlich durcheinander. Beide Teams schenkten sich nichts und die Physis nahm zu, mit der Konsequenz des zweiten Powerplays für die Gastgeber: Franzreb stand natürlich im Brennpunkt, dessen Vorderleute in den letzten Unterzahlsituationen mit einer 100% Quote aufwarteten; auch jetzt hielten sie sich schadlos, doch der AEV war weiter optisch überlegen.
Die Gäste aus dem hohen Norden bleiben im Mittelabschnitt bisher recht farblos und hatten mit Ausnahme des Stangentreffers nichts aufzuweisen. Zu allem Unmut zogen sie die dritte Strafzeit und Eminger durfte sich abkühlen. Kurz vor Ablauf der Strafe lag zwar die Scheibe hinter Franzreb im Tor, aber die kunstvolle Aktion von Payerl fand offensichtlich nicht die Zustimmung der Refs, da der Schläger viel zu hoch angesetzt war.
Im eigenen Powerplay wurde Wejse vom eigenen Mann abgeschossen und die Gastgeber fuhren den Konter durch Trevelyan. Letztlich sicherte sich Augsburg das zweite Drittel und nahm einen knappen 1 Tore Vorsprung in die Katakomben. Die Gäste mussten einfach mehr investieren, um die Partie noch zu drehen.
Payerl: „We are using our chances. We need to keep scating in the third and limit their chances. There will be a bit more adjustments like playing simple. Regarding my goal, it was fortunate to get in.“
Puempel schnürt seinen Doppelpack und wird zum Matchwinner
Dietz Schlagschuss in die Fanghand von Keller war ein erstes Lebenszeichen der Gäste. Augsburgs Goalie absolvierte auch heute eine grundsolide Partie und erwies sich als verlässlicher Rückhalt. Auf der anderen Seite verhinderte Franzreb den dritten Gegentreffer gegen Sternheimers couragierten Antritt. Die Fishtown Pinguins mussten nun einen Gang höher schalten und demonstrierten dies auch mit viel Biss und Aggressivität. Nichtsdestotrotz konnten sie in der 47. Spielminute das Tor des Augsburger Puempel nicht unterbinden. Nun wurde es ein schwieriges Unterfangen für die Gäste, die sich ihre nächste numerische Überlegenheit erkämpften, dabei jedoch keinen Erfolg hatten.
Augsburg war jetzt oben auf, auch weil Bremerhaven nicht viel gelang und etliche Unkonzentriertheiten offenbarte. Trotzdem schafften sie den Anschluss durch einen gut getimten Schuss von Alber in der 51. Spielminute. Noch war genug Zeit für die Aufholjagd, doch sie brachten sich durch eine weitere Strafe aus dem Konzept und der Schwung war sofort wieder dahin, denn die Gastgeber gaben nur 37 Sekunden danach die prompte Antwort, wiederum durch Puempel.
Franzrebs Parade gegen Trevelyan verhinderte wohl den endgültigen Knockout der Gäste, die eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr aus ihrem Drittel herauskamen. Knapp 3 Minuten vor der Schluss Sirene zog Popiesch den Goalie und tatsächlich machten es die Gäste noch mal spannend, denn Bruggisser verkürzte erneut auf ein Tor und mehr als 2 Minuten waren noch auf der Uhr.
Es gab noch einen dramatischen Endspurt, in dem Franzreb der Turm in der Schlacht wurde und der AEV es mehrfach verpasste, die Scheibe im leeren Kasten unterzubringen. Schließlich sicherten sich die Augsburger Panther das erste Erfolgserlebnis nach langer Zeit in der regulären Spielzeit.
Franzreb: „Im ersten Drittel haben wir gut gespielt, dann aber zu viele Strafen genommen und hören auf zu laufen. Wir hatten viele Chancen am Anfang und können nicht immer 5 oder 6 Tore schießen. Die Jungs haben alles versucht, es waren leider keine lucky Bounces dabei, aber wir sind stolz, wie sie wieder zurück ins Spiel fanden. “
Puempel: „We really wanted this back here in front of the fans. We kept building on our game. It is always nice to score especially in front of a crowd like this here.“
20. Spieltag, 05.11.2021
Augsburger Panther – Fischtown Pinguins Bremerhaven 4:3 (1:1|1:0|2:2)
Tore:
0:1 |06| Mauerman (Andersen, Wejse)
1:1 |09| LeBlanc (Saponari, Lamb)
2:1 |25| Payerl (Clarke, Campbell)
3:1 |47| Puempel (Stieler, Graham)
3:2 |51| Alber (Friesen, Uher)
4:2 |52| Puempel (McClure, Graham) PP1
4:3 |58| Bruggisser (Urbas, McGinn)
1. Drittel Statistik: 8:9 Schüsse, 8:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
2. Drittel Statistik: 15:10 Schüsse, 15:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
3. Drittel Statistik: 11:7 Schüsse, 14:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
Schiedsrichter: Hunnius / Schadewaldt
Zuschauer: 4754
Aufstellung:
Augsburg: Keller, Graham, Haase, Clarke, Campbell, Payerl, Länger, Lamb, Puempel, Stieler, McClure, Rogl, Miller, Trevelyan, LeBlanc, Saponari, Sternheimer, Magnus Eisenmenger, Max Eisenmenger.
Bremerhaven: Franzreb, Dietz, Alber, Urbas, Verlic, Jeglic, Eminger, Stowasser, McGinn, Friesen, Uher, Bruggisser, Moore, Mauerman, Wejse, Andersen, Lutz, Kinder, Vikingstad, Wahl.
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PENNY-DEL (Straubing/MA) Vor eine nicht allzu schwere Aufgabe wurden heute die Straubing Tigers gestellt. Wie auch schon gegen Mannheim, konnten die Roosters heute erneut nur 14 Feldspieler aufbieten. Die Niederbayern hatten das Spiel über weiten Strecken unter Kontrolle und gaben die Pace vor. Dennoch musste man den aufopferungsvollen Mannen von Coach Tapper Respekt zollen. Der Gästetrainer hielt allerdings nur 58 Minuten durch. Danach provozierte er mit mehreren Flaschenwürfen auf das Eis und musste die Spielerbank verlassen.

(Foto: Citypress) Fünf mal konnten die Tigers heute Abend jubeln
Spielverlauf:
Auch wenn Goalie Karhunen als erster Kopf und Kragen riskieren musste, waren doch die Tigers das Team, welches den Ton angab im ersten Abschnitt. Mit der Aggressivität und Schnelligkeit kamen auch die Torchancen. So trafen die Tigers zweimal und Mario Zimmermann überhaupt zum ersten Mal in der DEL. Iserlohn kam nur zu Entlastungsangriffen, waren dabei aber zweimal gefährlich.
Mario Zimmermann: “Der Pass kam perfekt rüber und dann war es nicht mehr allzu schwer den Puck zu versenken. Wir haben einen guten Speed und führen zurecht mit 2:0. Jetzt müssen wir aber weiter bissig sein und den Gameplan einhalten und drei Punkte holen.” Die Hausherren spielten sich weiterhin im Rooster-Gehege fest und kamen zu guten Möglichkeiten.
Mit zwei Treffern im Mittelabschnitt war man sogar noch etwas gnädig aufseiten der Niederbayern. Trotzdem musste man den Gästen Respekt zollen, da sie kämpferisch den Tigers in nichts nachgestanden haben. Ex-Tiger Ziegler hätte durch einen Penalty erst einmal verkürzen können, aber Karhunen blieb Sieger.
Sven Ziegler: “Wir spielen heute mit dem kleinen Kader deutlich besser als in Mannheim, aber das schlaucht natürlich ganz schön. Trotzdem können wir es nicht ändern. Wir müssen jetzt die drei gegen fünf Unterzahl überstehen und vielleicht geht dann noch was.”
Die Straubinger kamen noch zu einem weiteren Treffer. Doch sehenswerter war die Aktion von Coach Tapper zwei Minuten vor dem Ende. Völlig frustriert begann er, sämtliche Trinkflaschen von der Bank auf das Eis zu werfen. Für diese unrühmliche Aktion bekam er zurecht eine Spieldauerdisziplinarstrafe von den Schiedsrichtern und wurde der Spielerbank verwiesen. Hinterher entschuldigte sich der Coach in der Pressekonferenz:
“Ich möchte mich bei Tom Pokel, seinem Team und den Fans der Straubing Tigers für meine Aktion entschuldigen.” Auch Christian Hommel kannte die Gründe nicht, versicherte aber: “Ich werde in Zukunft schauen, dass nicht mehr so viele Flaschen auf der Ersatzbank liegen.” Nichtsdestotrotz ließen sich die Fans der Tigers ihre Freude über die drei Punkte nicht mehr nehmen.
(Foto: Citypress) Kapitän Sandro Schönberger traf doppelt
Torfolge:
1:0 (4.) - Connolly spielte tief in die Rundung, Kohl erkannte als erster die Situation und sah, dass sich Kael Mouillierat vor dem Tor positionierte. Den Schuss von Kohl fälschte er entscheidend zur Führung ab. 2:0 (13.) - Diese baute Mario Zimmermann mit seinem ersten Treffer überhaupt in der DEL aus. Den Querpass von Akeson nahm er in halblinker Position an und schlenzte genau in den Winkel. 3:0 (30.) - Die Tigers gingen auf den schnellen Gegenangriff, bei dem Connolly klug auf Jason Akeson ablegte. Der wartete solange bis Goalie Weitzmann die Sicht verdeckt war, zog ab und traf in den Winkel.
4:0 (38.) - Erneut konterten die Tigers im eigenen Stadion. Eine drei auf eins Situation schien schon dahin, aber Kapitän Sandro Schönberger nahm den abpraller von der Bande und schob ihn zwischen Innenpfosten und Schoner von Weitzmann ins Tor. 5:0 (44.) - Dank Eder, dem besten Bullyspieler der Liga, traf Sandro Schönberger fulminant mit der Rückhand ansatzlos unter die Latte. Da vergingen vom Bully bis zum Tor nur kurze drei Sekunden.
Spiel vom 05.11.2021
Straubing Tigers - Iserlohn Roosters: 5:0 (2:0 | 2:0 | 1:0)
Tore:
1:0 |04.| Mouillierat (Kohl, Connolly)
2:0 |13.| Zimmermann (Connolly, Akeson)
3:0 |30.| Akeson (Connolly, Daschner)
4:0 |38.| Schönberger (Eder, Baßler)
5:0 |44.| Schönberger (Eder)
Schiedsrichter: Polaczek / Rohatsch / Römer / Schwenk
Strafzeiten:
Straubing Tigers: 6
Iserlohn Roosters: 8 + 20 (Spieldauerdisziplinarstrafe für Coach Tapper)
Zuschauer: 3.867
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PENNY-DEL (Schwenningen / BM) Mannheim zu Gast in Schwenningen, der Tabellenführer beim Tabellenletzten oder um es mit den Worten von Niklas Sundblad zu sagen: "Gegen Mannheim brauchen wir ein perfektes Spiel, wenn wir gewinnen wollen". Mit leicht veränderter Aufstellung und defensiv ausgerichteter Taktik versuchten es die Wild Wings gegen den Ligaprimus. Dennis Endras hütete das Mannheimer Gehäuse und sollte sich gleich mehrfach auszeichnen können. Auch sein Gegenüber Joacim Eriksson konnte sich nicht über Beschäftigungsmangel beklagen. Am Ende einer Torhüterschlacht reichte den Wild Wings ein Tor von Ken-Andre Olimb und eine konzentrierte Defensivleistung um die Punkte am Neckarursprung zu behalten.

Foto: eishockey-online.com / Archivbild
Die Adler, mit dem Rückenwind von neun Siegen in Serie angereist, hatten zu Beginn Mühe, ihre Überlegenheit auf das Eis zu bringen. Nach fünf Minuten rammte Korbinian Holzer, Schwenningens Neuzung Tomas Zaborsky ungestüm in die Bande - der Check blieb aber ungeahndet. Für die Partie schien dies wie ein Weckruf zu sein. Zunächst setzten sich die Adler im Schwenninger Drittel fest und kamen zu guten Einschussmöglichkeiten. Nigel Dawes verpasste dabei die beste Möglichkeit, als er nur die Latte traf. Auf der anderen Seite kam Schwenningen zu einem guten Wechsel.
Zur Drittelhälfte wanderte Lean Bergmann wegen Behinderung auf die Strafbank. Dort war es Ken-Andre Olimb, der nach Traumpass von Tomas Zaborsky den Puck unter die Latte zur Führung beförderte. Schwenningen drückte weiter und kam in Person von Johannes Huss innerhalb kurzer Zeit, zu drei Torchancen. Bis zur Pause waren die Wild Wings die tonangebende Mannschaft. Mannheim reagierte mit Körperspiel am Rande des Erlaubten. Nigel Dawes prüfte zwei Minuten vor Ende noch einmal Joacim Eriksson im Schwenninger Tor. Mit der knappen Heimführung ging es aber in die Kabine.
Die Gäste kamen mit Geschwindigkeit und Wut zurück aufs Eis. Gleich mehrfach musste Joacim Eriksson die Führung festhalten. Schwenningen blieb über Konter gefährlich: Boaz Bassen verpasste aus dem Slot nur knapp. Nigel Dawes und Jordan Swarz hatten in der Folge den Ausgleich auf dem Schläger, fanden aber im Schwenninger Schlussmann ihren Meister. Als die Adler in Überzahl agierten zitterte das Stadionrund. Mit Herzblut verteidigten die Schwaben und ließen nichts zu. Kurz nach Ablauf der Strafe hätte Kenny Olimb fast sogar erhöht, am Ende war der Winkel vor dem freien Tor aber zu spitz.
Bis zur Pause konnten beide Teams je eine Überzahl nicht nutzen. Korbinian Holzer im Nachschuss für die Adler und Travis Turnbull für die Wild Wings hätten danach noch treffen können. Einmal mehr blieben die hervorragend aufgelegten Goalies Sieger.
Den Auftakt zu den letzten zwanzig Minuten machte ein Schwenninger Powerplay. Bis auf Möglichkeiten von Tomas Zaborsky und Niklas Burström verteidigten die Adler aber konsequent. 13 Minuten vor dem Ende klingelte der Schwenninger Pfosten - einmal mehr hatte Nigel Dawes abgefeuert. Auch beim Schussversuch von Max Görtz musste das Torgestänge herhalten. Es folgten druckvolle Minuten der Kurpfälzer und aufopferungsvolle Minuten der Schwenninger Defensive. Tyson Spink ließ einen der wenigen Entlastungsangriffe liegen.
Vier Minuten vor dem Ende wurde es nochmal brenzlig vor dem Schwenninger Tor. Im Gewühl behielt Joacim Eriksson trotzdem die Übersicht. David Wolf verpasste mit einem ansatzlosen Handgelenkschuss den Ausgleich um direkt danach wegen eines Beinstellens auf die Strafbank zu wandern. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende für Mannheim mehr als ärgerlich. Schwenningen ging nicht mehr volles Risiko, ermöglichte den Gästen aber dennoch einen Konter. Niclas Burström blockte den Querpass stark und brachte die Mannheimer Offensive zur Verzweiflung. Am Ende reichte ein einziges Tor im Hexenkessel Helios Arena für den Schwenninger Sieg.
Mit drei Punkten auf der Habenseite und dem ersten Saison-Shutout für Joacim Eriksson kann man mehr als zufrieden sein. Schwenningen zeigte sich konzentriert und diszipliniert. Mit 11 Punkten aus den letzten 6 Spielen scheint die Wende erst einmal geschafft. Nun gilt es am Sonntag in Augsburg nachzulegen, bevor es in die Deutschlandcup-Pause geht.
Spiel vom 05.11.2021: Schwenninger Wild Wings - Adler Mannheim
Tore:
1:0 |12.|Olimb (Zaborsky / Turnbull)
Zuschauer: 4011
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Straubing/MA) Die Straubing Tigers bekommen momentan nicht das heraus, was sie in den letzten Spielen gegen Nürnberg, Mannheim und Berlin investiert hatten. Nur ein Punkt scheint zu wenig zu sein, auch wenn man sich im Lager der Tigers sicher ist, dass nach dem Aufwärtstrend auch die nötigen Ergebnisse kommen werden. Andy Eder ist vor den Spielen gegen Iserlohn und Köln zuversichtlich, bevor es zur Nationalmannschaft geht.

(Foto: Citypress) Andy Eder wird nächste Woche als einziger Straubinger für die Nationalmannschaft auflaufen
Straubing greift vor der Länderspielpause noch zweimal zu Hause an. Gegen Iserlohn am Freitag und Köln am Sonntag rechnet sich Andy Eder durchaus zwei Siege aus. “Ich denke wir können alle Teams in der Liga schlagen. Ich erwarte Iserlohn als offensiv starkes Team, das dazu ein gutes Powerplay hat. Köln ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft, spielt mit allen vier Reihen sehr kompakt. Wenn wir unser Spiel durchziehen, denke ich schon, dass wir beide Spiele gewinnen können.”
Eder und Coach Tom Pokel bestätigten beide, dass die Stimmung im Team nach wie vor gut ist, obwohl mal mit der Ausbeute aus den letzten drei Spielen nicht zufrieden sein kann. Andy Eder: “Wir bleiben trotzdem positiv und wenn wir unsere Leistung so steigern können, dann regelt sich die Tabelle von selbst. Leider haben wir in Mannheim und Berlin Punkte liegen lassen. Genauso wie gegen Nürnberg, wo wir im letzten Drittel auf ein Tor gespielt haben. Wir müssen lernen, solche Spiele zu gewinnen.”
Für Eder selbst läuft es eigentlich wie gewohnt. Eine Einladung zur Nationalmannschaft folgte kürzlich, doch es hakt auch im Spiel der Tigers. Vor allem die Konstanz macht lässt zu wünschen übrig. “Wir müssen in unserer Reihe besser nach hinten arbeiten das ist klar. Im Powerplay läuft es bei uns und natürlich kann ich da aus meiner Position der Mannschaft immer wieder helfen. Um den Deutschlandcup habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, denn jetzt zählt erstmal dieses Wochenende.”

(Foto: Citypress) Coach Tom Pokel stellt sein Team auf zwei schwere Gegner ein
Die Entwicklung der Mannschaft zeigt nach oben, nur fehlen noch die Ergebnisse. Daher stehen die Niederbayern vor einem sehr wichtigen Wochenende. Coach Tom Pokel: “Die letzten fünf bis sechs Spiele waren konstant. Wir haben eine gute Entwicklung in der letzten Zeit genommen und die Ergebnisse werden kommen.” Was braucht es also gegen die Rheinländer ein sechs Punkte Wochenende einzufahren?
“Wir bereiten uns auf zwei starke Teams vor. Da schauen wir nicht, ob sie alle Spieler auf das Eis bringen. So etwas lassen wir erst gar nicht in unsere Köpfe. Wir müssen nach den letzten drei Spielen wieder Spritzigkeit auf das Eis bringen und wollen wieder bissig sein.” Einer der dafür sicherlich kämpfen wird, ist Cody Lampl der zuletzt verletzt fehlte.
“Cody ist wieder zurück und kann spielen. Wir haben ihm nach dem Spiel in Mannheim eine Pause geben, um nichts zu riskieren. Das Team kommt immer besser zusammen und ich kann nur sagen, dass es letzte Saison nicht so lief und wir trotzdem die Playoffs erreicht haben. Das wird auch diese Saison wieder so sein.” Gegen Iserlohn und Köln gelangen zuletzt zwei deutliche Siege und in Straubing hätte niemand etwas dagegen, wenn man wieder zweimal das Eis als Sieger verlassen könnte.
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PENNY-DEL (Bietigheim/HG) In der EgeTrans Arena waren heute Abend bei den heimischen Steelers die Nürnberg Ice Tigers zu Gast, die ihre kleine Serie von zuletzt drei gewonnenen Spielen im Ellental fortsetzen wollten. Auf der anderen Seite wollte der Aufsteiger Bietigheim schleunigst wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und heute sollte der Anfang gemacht werden. Der Aufwärtstrend gegen Mannheim gab dem Team um Coach Naud jedenfalls Zuversicht für diese Partie vor den eigenen Fans.
Schließlich besiegen die Nürnberg Ice Tigers in einem zähen Abnutzungskampf die Bietigheim Steelers mit 1:2 und bleiben ihrer Erfolgsspur treu. Der Aufsteiger mühte sich redlich, war jedoch bei seiner Chancenverwertung zu ineffektiv.

(Foto: Birgit Eiblmaier)
Bietigheim musste die erneut herbe Klatsche gegen Bremerhaven schnell wieder aus den Köpfen rausbringen und sich auf die Basics des Eishockeys konzentrieren: simples Hockey mit Zug zum Tor zeigen und vor allem die eigene Defensive kontrollieren, um die Gegentorflut künftig zu unterbinden. Mit dieser Vorgehensweise wäre der Anschluss an die Playoff Plätze ohne Weiteres wieder möglich. Null Punkte aus den letzten sechs Matches war nicht ihr Anspruch, dafür mussten sie auch ihre Unterzahlquote verbessern. Heard wirkte aufgrund einer internen Entscheidung heute zum dritten Mal nicht mit.
Schoch (Geschäftsführer): „Wir sind Sportler und man verliert nicht gerne. So eine Packung ist immer mal drin, aber es geht wieder aufwärts. Mentalcoaching ist nun Teil unserer Strategie, um Themen auf und neben dem Eis zu behandeln. Die Köpfe hängen nicht tief aber die Spieler nehmen es auch nicht locker. Wir vertrauen unserem Team, das auch zu schaffen. Ziel ist der Klassenerhalt. Es war anfangs schön, weiter oben zu stehen, aber die Liga ist noch jung und wir können noch viele Punkte holen. Während der Deutschland-Cup Pause gehen die Jungs in Urlaub. Es sind keine Aktionen geplant, Sami kehrt dann zurück. Wir sind nicht untätig, beobachten den Markt. Wir haben noch 2 Lizenzen, müssen nicht sofort reagieren. “
Nürnberg war im Aufwind in den letzten Wochen und das neue ‚System Rowe‘ schien langsam Früchte zu tragen mit 9 von 12 möglichen Zählern. Trotz des am Ende noch engen Matches gegen dezimierte Iserlohner funktionierten die Stellschrauben schon recht gut und Patrick Reimer durfte sich mit seinem 250. Scoring Punkt vereinsintern sogar an die Spitze setzen. Das war Motivation genug, um auch beim DEL Aufsteiger bestehen zu können. Die Powerplay Quote galt es definitiv zu optimieren.
Kofler (Co-Trainer): „Beim Trainerwechsel hat man immer eine extra Motivation. Wir haben die defensive Zone stabilisiert, haben uns gesteigert und unsere 4. Reihe fängt an zu scoren, was für uns eminent wichtig ist. Wir haben noch einen weiten Weg, wir müssen uns weiter verbessern. Rowe ist ein extrem erfahrener Mann, der schon alles erlebt hat im Business. Man merkt das auch, er strahlt Selbstsicherheit aus und gibt jedem das Gefühl, dass er wichtig ist; das gilt auch für die Betreuer und die physische Abteilung. Ja, unser Powerplay ist noch eine Baustelle, aber wir arbeiten dran. Wir machen Videostudium, und probieren neue Stafetten aus. Wir müssen es einfach halten, schnell den Abschluss finden.“
Bietigheim stark verbessert, bei der Schuss- und Bully Quote in Front
Reimer setzte den ersten Akzent für die Gäste, indem er elegant mit nur einer Hand das Außennetz traf. Brenner musste dann gegen Schmölz retten, bevor die Steelers selbst den Außenpfosten anvisierten. Immer wenn die Hausherren mit Tempo agierten, war stets für Gefahr gesorgt. Sheen scheiterte danach am gut aufgelegten Sharipov, der 2018 der Meistergoalie der Steelers in der DEL2 war.
In ihrem ersten Überzahlspiel machten die Hausherren einen soliden Eindruck, konnten aber den Nürnberger Keeper nicht bezwingen. Reimer ärgerte sich sichtlich über seine unnötige Hinausstellung wegen Spielverzögerung. Die zweite Strafzeit gegen Nürnberg schloss sich fast nahtlos an. Zuhause waren die Gastgeber im Powerplay ziemlich erfolgreich, fanden jedoch im besonnen wirkenden Sharipov ihren Meister, auch wenn McKnight knapp verpasste. Beinahe hätten die Franken im 2 auf 1 Konter was heraufbeschwören können, aber Smereck klärte vorbildlich.
Im eigenen Konter hatte Bietigheim auch Pech, da die Scheibe unglücklich versprang. Gegen Ende des ersten Drittels übernahmen die Steelers das Kommando und verzeichneten mehrere Gelegenheiten. Insbesondere der Ex-Nürnberger Weiß wollte es heute wissen gegen seine alten Kollegen. Nach diesem kurzen Intermezzo hielten die Gäste wieder besser dagegen und setzten ihre bewährte 1-1-3 Philosophie auf dem Eis um.
Daniel Weiß hatte dann die beste Chance auf seinem Schläger bei einem blitzartigen Gegenstoß, als Ranford die Scheibe geschickt durchmogelte. Der Außenpfosten war zum zweiten Mal Endstation. Die Führung für die Ellentaler wäre nun verdient gewesen, zumal auch Jasper nach feinem Move durch die Beine scheiterte.
Mit einem torlosen Remis, das für die Gäste schmeichelhaft war, ging es in die erste Pause. Der Aufsteiger demonstrierte einen couragierten Auftritt und ließ die Fans hoffen. Es war höchste Zeit, endlich mal selbst wieder in Front zu gehen.
Prommersberger: „Mein Debut war damals gegen die Sinupret Ice Tigers. Es war für uns erst mal wichtig, ein solides Drittel zu spielen. Wir sind hinten gutgestanden und sind nicht in Rückstand geraten, das ist positiv. Wir haben uns hinten stabilisiert, dann kommen auch die offensiven Aktionen. Es kann ja nicht so weitergehen, jeder gibt Gas und reißt sich zusammen.“
Bietigheim weiter dominant, doch Reimer gleicht aus
Im zweiten Drittel spielten die Steelers zum einzigen Mal in Richtung auf ihre Heimfans, was ungewöhnlich ist. Beim Gewaltschuss von Smereck musste Karrer gehörig pumpen, das tat richtig weh. Der für die Nürnberger wichtige Verteidiger würde wohl weitermachen können. Ihr anderer Defender, Weber, absolvierte heute sein 400. DEL Spiel und befand sich damit vereinsintern als erst vierter Akteur in bester Gesellschaft. Tim Schüle auf der Gegenseite war 5 Jahre Mitglied der Franken Organisation.
Bisher verteidigten die Hausherren gegen die Gäste sehr diszipliniert. Der Druck auf den ehemaligen Bietigheimer Sharipov wurde aufrechterhalten und Jasper erarbeitete sich die nächste Chance. Fox Rückhand wurde eine sichere Beute für Brenner. Bender musste dann in die Kühlbox wegen seines unsanften Einsteigens gegen Preibisch. Alle guten Dinge wären nun drei: Sheen zeigte sich gewohnt abschlussfreudig, doch auch dieses Powerplay verpuffte wirkungslos. Wieder komplett war schon wieder der Außenpfosten beim Schuss von Preibisch im Weg. Es war zum Verzweifeln für die Steelers.
Der Mittelabschnitt war ein Spiegelbild des ersten Drittels: Bietigheim war deutlich aktiver mit mehr Zug zum Tor. Ranford tänzelte sich sehenswert durch die Nürnberger Verteidigung, aber erneut war Sharipov der Glückliche. Kurz danach ließ Kneisler eine Top Gelegenheit liegen. Sollte sich diese fahrlässige Chancenauswertung am Ende noch rächen? Coach Tom Rowe war sichtlich unzufrieden mit der Defensivarbeit seiner Jungs.
Mit einer bemerkenswerten Hakenvorlage von Schmölz auf Sheehy hätte Letzterer beinahe vollendet, doch er zog die erste Strafe gegen die Hausherren. In dieser Disziplin war höchste Konzentration gefragt bei Beitigheim, die selbst fast einen Shorthander auf dem Schläger hatten. Demzufolge blieb die Baustelle Powerplay bei den Gästen offen.
Was lange währt wurde in der 37. Spielminute endlich gut: dank Jaspers Zuspiel veredelte Sheen zur hochverdienten 1 zu 0 Führung, auf die die Hausherren lange hinarbeiteten. Sehr erfreulich war auch die Tatsache, dass Bietigheim bis jetzt die Null hielt, was in den letzten Begegnungen wahrlich ganz anders war. Doch dies bleib nicht lange so, denn Reimer, markierte in Überzahl den Ausgleich in der 40. Spielminute. Der Capitano der Ice Tigers ging somit voran und setzte seinen aktuellen Scoring Streak fort bei eigenem Powerplay, das nun eine 50%ige Erfolgsquote aufwies. Assist Geber Stoa sammelte auch weiter fleißig Punkte.
Bietigheim dominierte zwar weitgehend den Mittelabschnitt, doch machte viel zu wenig draus. Nürnberg ließ sich nicht beeindrucken und vertraute auf seinen Kapitän.
Karrer: „Anfangs war schon der Schreck und Adrenalin zu spüren, aber bisschen Eis drauf, dann geht es wieder, ist halt Eishockey. Wir müssen einen Weg finden, Bietigheim nicht ins Spiel kommen zu lassen. Reimer ist immens wichtig für uns, jeder kann so viel von ihm lernen, sein Schuss ist bemerkenswert. Wir müssen alle mitziehen, es ist ja eine Mannschaftssportart.”
Fox wird zum Spielverderber für den Aufsteiger
Der Schlussabschnitt war bei den Gastgebern die Achillesferse in der bisherigen Spielzeit. Vielleicht konnte Nürnberg auf das Momentum des spät markierten Ausgleichs bauen. Jedenfalls durften sie sich auf ihr drittes Powerplay freuen, denn Zientek musste sich erneut abkühlen. Rowe schickte sofort dieselbe Formation aufs Eis, die schon beim Ausgleichstreffer erfolgreich war. Letztlich überstanden die Steelers diese knifflige Situation und Nürnberg musste für den Rest des Abends ohne ihren langgewachsenen Verteidiger Mebus auskommen.
Keeper Brenner hielt mit einem gelungenen Save das Remis, und Bietigheim tat sich nun schwer, in die Nürnberger Zone zu gelangen. Nach dem letzten Powerbreak brach langsam die Crunch Time an. Jubilar Weber war nun auf sein Tor aus, doch Brenner blieb cool. Karrer warf sich mutig in einen Pass der Steelers und vermied mit dieser Aktion Schlimmeres. Nürnbergs Pilu verdiente sich durch sein gutes Stellungsspiel ein Sonderlob.
Beide Teams gingen nun vorsichtiger zu werke, doch in der 56. Spielminute fand eine Direktabnahme von Fox sein Ziel. Somit drehten die Franken das Match zu ihren Gunsten. Coach Rowe vertraute auch heute oft auf seine spielfreudige 4. Reihe, die richtig gut in Fahrt waren.
Coach Naud nahm die Auszeit und zog logischerweise kurz vor Schluss seinen Goalie, um doch noch zumindest einen Punkt zu retten. Zwei brandgefährlich abgefälschte Schüsse von Smereck hätten Sharipov fast überwunden. Nun war auch für den verletzten Brown die Partie zu Ende, was aber keine Strafzeit für die Hausherren zur Folge hatte.
Schließlich entführten die Nürnberg Ice Tigers 3 wichtige Zähler aus dem Ellental und setzten ihre Erfolgsserie damit fort. Für Bietigheim war es bitter, denn nun blieben sie schon zum siebten Mal in Folge sieglos.
Bietigheim erwartet zuhause Ingolstadt und Nürnberg empfängt Wolfsburg am Freitag.
Fox: „We did a good job, kept the puck in. We are coming together nicely, are practicing well and cope with the system. It’s all about a good goal tending, playing solid hockey with a good defense.“
Schüle: „Es tut verdammt weh diese heutige Niederlage. Wir standen defensiv relativ anständig, bekamen ein Tor in Unterzahl, hatten aber genügend Chancen. Wir müssen hungriger werden, bei uns geht es um jeden Punkt, aber wir gehen von Spiel zu Spiel und bleiben dran, um jeden einzelnen Punkt zu sammeln. Es ist möglich Gegentore zu minimieren.“
Bietigheim erwartet am Freitag zuhause Ingolstadt und Nürnberg empfängt Wolfsburg am gleichen Abend.
19. Spieltag: DEL Spiel vom 03.11.2021
Bietigheim Steelers – Nürnberg Ice Tigers 1:2 (0:0|1:1|0:1)
Tore:
1:0 |37| Sheen (Jasper, Stretch)
1:1 |40| Reimer (Stoa) PP1
1:2 |56| Fox (Jahnke, Welsh)
1. Drittel Statistik: 13:6 Schüsse, 10:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4
2. Drittel Statistik: 15:12 Schüsse, 16:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:4
3. Drittel Statistik: 1:9 Schüsse, 6:1 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0
Zuschauer: 2.104
Schiedsrichter: Polaczek / Rantala
Aufstellung:
Bietigheim: Brenner, Braun, Renner, Sheen, Stretch, Jasper, Prommersberger, Smereck, Zientek, McKnight, Preibisch, Kojo, Schule, Ranford, Weiß, Hauner, Kneisler, Schoofs, Kuqi.
Nürnberg: Sharipov, Welsh, Bodnarchuk, Fleischer, Jahnke, Fox, Karrer, Weber, Brown, Stoa, Reimer, Pilu, Bender, Parlett, Sheehy, MacLeod, Schmölz, Mebus, Lobach, Friedrich, Kislinger.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Mannheim/MH) Zum neunten Heimspiel der Saison trafen die Adler Mannheim auf die Iserlohn Roosters. Mannheim feierte zuletzt acht Siege in Folge und war auch zu Hause zuletzt in allen acht Spielen als Sieger vom Eis gegangen. Zurück im Lineup war Jordan Szwarz. Iserlohn trat in Folge der Corona-Quarantäne mit nur 14 Feldspielern und 2 Torhütern an.

( Foto City-press )
Auf Grund der Personalsituation war klar, dass die Roosters sich eher auf die Defensive konzentrieren werden. So waren die Mannheimer von Beginn an spielbestimmend, während sich Iserlohn auf einzelne Konter beschränkte. Broda und Ewanyk hatten nach gut 10 Spielminuten bei einem zwei gegen eins Konter gute Möglichkeiten die Führung zu erzielen.
Nur knapp eine Minute später die Führung des Gastgebers. Akdag kam zentral vor dem Tor durch einen Plachta-Pass an die Scheibe und zog unbedrängt zur Führung ab. Beide Team ließen dann jeweils eine Überzahlmöglichkeit liegen. 90 Sekunden vor der Pause verloren die Roosters in der eigenen Zone den Puck, Dawes passte vors Tor auf Eisenschmid, der den Puck nur noch ins Tor tippen musste.
Zunächst kamen die Iserlohner gut ins zweite Drittel, doch dann spielte Whitney einen Fehlpass und lud Bergmann zusammen mit Akdag zum Konter ein. Akdag ließ sich das nicht entgehen und vollstreckte zum 3:0, es war sein zweiter Treffer. Der vierte Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Der wieder genesene Szwarz setzte sich über links durch, spielt auf Dawes, der das 4:0 macht. Die Männer vom Seilersee spielten zwar gut mit, aber waren was Qualität und Quantität der Spieler angeht leider hoffnungslos unterlegen. Dies spiegelte sich auch im Spielstand wieder und ab Mitte des zweiten Drittels ging es mehr oder weniger nur noch um Schadensbegrenzung.
Foucault hätte sogar den Anschluss erzielen können, scheiterte jedoch einmal im eins gegen eins an Brückmann und kurz später am Pfosten. Mannheim lehnte sich etwas zurück und es blieb somit beim 4:0 nach dem zweiten Drittel.
Unglücklicher Beginn im dritten Drittel. Als Riefers ausrutschte, in die Bande knallte und verletzt liegen blieb, schnappte sich Elias den Puck, passte auf Bast, der legte quer auf Krämer, der nur noch ins Tor schieben musste. Keine Minute später der sechste Treffer durch Oldie Dawes. Die Roosters gaben jedoch nie auf und wurden wiederum nur 30 Sekunden später belohnt, als Foucault den Puck aus dem Slot heraus über die Torlinie drückte. Das Spiel plätscherte in den folgenden Spielminuten nur noch vor sich hin. Mannheim machte nur noch das Nötigste und auch Iserlohn versuchte die wenigen Kräfte zu schonen.
So endete das Spiel mit einem souveränen und verdienten 6:1 Sieg der Kurpfälzer. Über den Sinn und sportlichen Wert solcher Spiele darf getrost gezweifelt werden. Schon in zwei Tagen geht es für beide Teams weiter.
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Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
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PENNY-DEL (Bremerhaven/CD) Die Fischtown Pinguins haben in einem absoluten Top-Spiel gegen die Red Bulls aus München vier Mal einen Rückstand aufgeholt und zum Schluss mit 6:4 gewonnen.

(Foto: Citypress)
Es waren gerade mal 19 Sekunden auf der Uhr verstrichen, da erzielte Ortega das 0:1. Es schien fast so als hätten sich die Red Bulls aus München mit den Red Bulls aus Salzburg abgesprochen, denn die Salzburger trafen gestern gegen Bozen nach nur 12 Sekunden. München hatte zwar den besseren Start, doch dann schlugen die Bremerhavener durch Niklas Andersen im Powerplay zurück. Es ging munter hin und her mit wenig Unterbrechungen und in der 8. Minute war es der Youngster Heigl mit seinem ersten DEL-Treffer.
Dem folgte der erneute Ausgleich durch einen Abstauber von McGinn. Die letzten Minuten des ersten Drittels waren mit hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten geprägt. Mit dem Remis ging es dann in die erste Drittelpause. Niklas Andersen: "München ist eine physisch starke und schnelle Mannschaft, die brauchen nicht viel Platz und da müssen wir im zweiten Drittel dagegenhalten."
Don Jackson konnte heute zwar ein paar Rückkehrer aufstellen, doch München musste weiterhin mit nur drei Reihen agieren und meisterte die Situation richtig gut und konnten mit einem unhaltbaren Handgelenkschuss von Ben Smith erneut in Führung gehen. Diesmal konnte die Führung in die nächste Drittelpause erfolgreich verteidigt werden. Bremerhaven fand im zweiten Spielabschnitt nicht die richtigen Mittel.
Dies sollte sich im letzten Drittel dann aber ändern. Nach nur 91 Sekunden folgte der erneute Ausgleich durch Dominik Uher zum 3:3. Danach konnte München zum vierten Mal am heutigen Abend in Führung gehen, es traf mit seinem ersten DEL-Tor Maksymilian Szuber. Doch auch diese Führung wurde von den Fischtowner wett gemacht. Es folgten die Auftritte der slowenischen Nationalspieler Verlic und Jeglic. Erst war es Verlic, der eine Scheibe unhaltbar für Friesinger abfälschte und dann traf Jeglic mit einem Doppelpack zum 6:4 Sieg.
Ein Sieg mit Historie, denn der letzte lag schon etwas zurück. Am 3.3.2019 war man zuletzt in München erfolgreich.
Stimmen zum Spiel:
Maksymilian Szuber: "Wir haben am Ende unsere Chancen nicht genutzt und so ist Bremerhaven zurück gekommen."
Ziga Jegic: "Es war ein sehr hartes Spiel und wir sind immer besser geworden und sind überglücklich, dass wir das Spiel drehen konnten.
03. November 2021
Bremerhaven Fischtown Pinguins - EHC Red Bull München 6:4 (2:2|0:1|4:2)
Tore:
0:1|01.|Austin Ortega (Hager, Ehliz)
1:1|04.|Niklas Andersen (Friesen, Dietz) PP
1:2|08.|Thomas Heigl (Kastner)
2:2|09.|Tye McGinn (Dietz)
2:3|26.|Ben Smith (Daubner)
3:3|41.|Dominik Uher (Friesen)
3:4|44.|Maksymilian Szuber (Ehliz)
4:4|49.|Miha Verlic (Bruggieser, Urbas)
5:4|56.|Ziga Jeglic (Emminger)
6:4|60.|Ziga Jeglic Empty-Net-Goal
Zuschauer:
2.324
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PENNY-DEL (Krefeld/RS) Die Krefeld Pinguine verloren zwar 2:5 gegen Wolfsburg, jedoch stand es bis zur 38. Minute unentschieden, nachdem die Schwarz-Gelben sogar in Führung lagen. Erst im Schlussbschnitt konnten die Grizzlys die Partie entscheiden.

(Foto: Ralf Schmitt)
Der Norweger Thomas Olson gab sein Debüt für Krefeld und kam unter der Woche aus Bratislava in die Seidenstadt. Auf Seiten der Gäste ein bekanntes Gesicht aus der Meistersaison 2003 von Krefeld. Gary Shuchuk als damaliger Kapitän des Meisterteams bestens bekannt, ist bei den Grizzlys als Co-Trainer aktiv.
Krefeld machte die Räume eng und versuchte wie in den Spielen zuvor aus einer soliden Defensive heraus zu agieren, dies gelang weitgehend, obwohl die Gäste die spielbestimmende Mannschaft waren und zu einige guten Möglichkeiten kamen. Shilin im Krefelder Tor machte einen guten Job und so stand es nach den ersten zwanzig Minuten 0:0. Die beste Chance für die Pingune hatte Bergström in der 10. Minute.
In Drittel zwei, das gleiche Geschehen: Der Gastgeber spielte immer noch mit tiefem Visier und vielbeiniger Abwehr und im Tor mit einem guten Shilin. Durch das offensive Spiel der Wolfsburger gab es immer mehr Gegenstöße. Eine Einzelaktion von Lessio (35.) führte dann zurs 1:0 Führung für die Hausherren. Tiffels hatte den Kanadier mustergültig auf die Reise geschickt.
Mit dem Rückstand schienen die Gäste aufzuwachen, denn nur drei Minuten später traf Topscorer DeSousa zum Ausgleich, bei dem gute Torhüter Shilin mit einem missglückten Ausflug leider dafür verantwortlich war. Mit dem Remis nach vierzig Minuten ging es dann in die letzte Drittelpause.
Die Krefeld Pinguine verschliefen den Wiederbeginn des letzten Drittel und kassierten durch Archibald und Fauser jeweils in der 43. Minute zwei Tore und somit waren die Gäste auf der Siegerstrasse. Zwei Minuten später traf Bittner zum entscheidenden 1:4. Bergström konnte noch mit einem verwandelten Penalty (46.) verkürzen, doch DeSouse machte kurz darauf mit seinem zweiten Treffer alles klar und schob im Powerplayzum 2:5 Endstand ein.
Spiel vom 02.11.2021
Krefeld Pinguine - Grizzlys Wolfsburg 2:5 (0:0|1:1|1:4)
Tore:
1:0 |35.|Lessio (Tiffels)
1:1 |38.|DeSousa (Pfohl, Enlund)
1:2 |43.|Archibald (Möser)
1:3 |43.|Fauser (Mingoia, Bittner)
1:4 |45.|Bittner (Pfohl)
2:4 |46.|Bergström (Penalty)
2:5 |47.|DeSousa (Murray, Mingoia) PP1
Zuschauer:
2.033
Strafen: Krefeld 4 Minuten, Wolfsburg 6 Minuten
Hauptschiedsrichter: Marc Iwert, Lasse Kopitz
Linienrichter: Kai Jürgens, Julian Laudan
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Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Köln/BM) Schwenningen mischte das Line Up kräftig durch. Joacim Eriksson erhielt eine Pause, für ihn rückte Patrik Lundh in die Aufstellung und Marvin Cüpper zwischen die Pfosten. Da auch Alexander Karachun und Maximilian Adam fehlten, war auch Platz für Peter Spornberger. Den Auftakt verpatzten die Wild Wings, gleich zu Beginn musste man einen Gegentreffer schlucken. Im Mittelabschnitt zeigte sich das Sundblad-Team besser und kam folgerichtig zum Ausgleich. Was folgte war ein nervenaufreibendes Schlussdrittel. Zunächst zogen die Wild Wings mit zwei Toren davon, ehe die Haie mit zwei Treffern in Überzahl ausgleichen konnten. Im Penaltyschießen waren es dann die Haie, mit den besseren Schützen, die sich den Zusatzpunkt sichern konnten.

Foto: eishockey-online.com / Ingo Winkelmann
Schwenningen erwischte direkt zu Spielbeginn die kalte Dusche. Scheiterte Andreas Thuresson nach acht Sekunden noch, war er keine 20 Sekunden später erfolgreich. Auf der Gegenseite musste Justin Pogge einen Schussversuch von Niclas Burström entschärfen. In der Folge kamen die Haie zu zwei Überzahlsituationen konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Schwenningen fand besser in die Partie. Mit 11 zu 3 Schüssen war die Drittelbilanz aber klar an die Hausherren gegangen.
Zu Beginn des Mittelabschnitts verpasste Ken-Andre Olimb den Ausgleich. Sein Alleingang ging nur knapp am Pfosten vorbei. Schwenningen drückte weiter und kam zum ersten Powerplay. Schnell in der Aufstellung nahmen die Schwarzwälder das Kölner Tor unter Beschuss. Bei einem Konter der Haie konnte sich Travis Turnbull nur mit einem Haken helfen. Nur wenige Sekunden später zogen die Wild Wings die nächsten zwei Minuten. Knapp eine Minute musste man also nur zu dritt ran. Aber weder mit einem, als auch mit zwei Spielern mehr konnten die Haie nicht erhöhen.
Das Spiel ging nun auf und ab - Chancen gab es auf beiden Seiten. In der 34. Spielminute jubelten dann die Wild Wing. John Ramage machte aus der Defensive Spiel schnell und legte auf Tylor Spink. Der hatte das Auge für seinen heraneilenden Bruder und legte ab. Der fackelte nicht lange und traf ins lange Eck zum Ausgleich. Als die Wild Wings nur Sekunden später wieder jubelten schien die Partie auf den Kopf gestellt. Die Schiedsrichter nahmen nach Videostudium aber den Treffer zurück. Für die Wild Wings einmal mehr eine harte Entscheidung.
Die letzten 20 Minuten wollten die Neckarstädter nachlegen und das sollte auch gleich gelingen. Mit einem Kraftakt des Willens bissen sich die Schwäne im Kölner Drittel fest und kamen im Gewühl zu mehreren Möglichkeiten. Im zweiten Nachschuss war es dann Peter Spornberger, dem der zweite Schwenninger Treffer gutgeschrieben wurde. Zuvor hatte ein Kölner den Puck noch abgefälscht.
Köln antwortete mit wütenden Angriffen. In dieser Phase nahm das Spiel an Intensität zu. Im Aufbau leisteten sich die Haie dann einen Aufbaufehler. Daniel Pfaffengut schnappte sich den Puck, zog in den Slot und netzte mit der Rückhand ein. Im direkten Gegenzug hätte Landon Ferraro fast treffen müssen, wischte aber frei vor dem Tor über die Scheibe. Auch Quinton Howden scheiterte mit einem abgefälschten Schuss.
Die Gäste versuchten nun Zeit von der Uhr zu nehmen, leisteten sich dabei aber das ein oder andere Icing. Immer mehr rückte Marvin Cüpper in den Vordergrund. Gut acht Minuten vor dem Ende zog John Ramage eine Strafzeit. Uwe Krupp beorderte im Powerplay seinen Goalie vom Eis und dann ging es schnell: Andreas Thuresson zog ab und schaffte den direkten Anschluss. Schwenningen zeigte sich unbeeindruckt und kam durch Peter Spornberger fast zum nächsten Tor.
Sechs Minuten vor dem Ende kam es dann erneut zur brenzligen Situation für Schwenningen. Travis Turnbull wanderte auf die Strafbank. Köln nahm das Gästegehäuse unter Beschuss und schnupperte am Ausgleich. Aber sowohl Maxi Kammerer als auch Jon Matsumoto scheiterten. Köln machte direkt weiter und auch Travis Turnbull wanderte wieder auf die Strafbank. Unnötig hatte der Schwenninger Kapitän einen Check ausgepackt. Erneut zogen die Haie ihren Goalie für einen sechsten Feldspieler und erneut jubelten die Haie. Landon Ferraro kam im Slot an den Puck und drückte diesen über die Linie und so ging es in die Overtime.
Nach langem Abtasten kamen beide Teams erst am Ende zu Möglichkeiten, die Entscheidung sollte dann aber erst im Penaltyschiessen fallen. Hier behielten die Gastgeber die Oberhand. Ausgerechnet Andreas Thuresson machte den Sack für die Haie zu.
Schwenningen steckt weiter in der Krise, mit dem nächsten Gegner Mannheim wartet zudem keine leichtere Aufgabe. Ein sichtlich angefressener Christof Kreutzer haderte nach Abpfiff mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung, räumte aber auch ein, dass sein Team das Spiel nicht bis zum Ende gespielt hatte.
Spiel vom 02.11.2021: Kölner Haie - Schwenninger Wild Wings
Tore:
1:0 |1.|Thuresson (Kammerer / Howden)
1:1 |34.|Tys. Spink (Tyl. Spink / Ramage)
1:2 |44.|Spornberger (Zaborsky)
1:3 |49.|Pfaffengut
2:3 |52.|Thuresson (Uvira)
3:3 |59.|Ferraro (Matsumoto)
4:3 |Pen..|Thuresson
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Berlin/MA) Ein furioses Spiel entwickelte sich auf beiden Seiten, mit viel Offensiv Szenen hüben wie drüben. Straubing setzte immer wieder Nadelstiche, von denen sich die Eisbären erst spät erholen konnten, dann aber den nötigen Biss entwickelten und zur rechten Zeit zupacken konnten. Der Siegtreffer an sich war jedoch sehr glücklich für Berlin.

(Foto: Citypress) Der entscheidende Treffer für die Eisbären Berlin
Ein wahres Offensivspektakel boten beide Teams den Zuschauern. Die Tore fielen alle sehr schnell und daraus entwickelten sich weitere Chancen. Die Tigers nutzten ihre beiden Überzahlmöglichkeiten gnadenlos aus und hätten noch mehr als nur drei Treffer im ersten Drittel erzielen können. Berlin brachte aber auch einiges zustande. Die letzten fünf Minuten gehörten den Gastgebern.
Mit drei Big Saves rettete Straubings Schlussmann sein Team ohne größeren Schaden in die Kabine. Mark Zengerle: “Wir müssen unser Spiel einfach halten und schneller in der Mittelzone agieren. Klüger wäre es natürlich jetzt von der Strafbank wegzubleiben, weil Straubing hat ein starkes Powerplay.” Es blieb ein offener Schlagabtausch, in dem die Berliner jetzt mehr riskierten und den Niederbayern Räume gaben.
Zuerst ging der Gastgeber noch zu ungestüm in der Zone der Gäste zu Werke, fand aber immer besser ins Spiel. Das zeigte sich auch an der Anzeigetafel und mit dem 4:4 konnten beide Teams nach vierzig Minuten auch zufrieden sein. Karhunen sicherte den Gleichstand gerade noch so in die Pause mit einer sehr sehenswerten Parade. Zuvor jedoch, trafen die Tigers nur den Pfosten.
Benedikt Schopper: “Ich denke, dass die Zuschauer heute ihre Freude am Spiel haben, aber wenn du in Berlin bist, vier Tore erzielst und dann vier bekommst bevor es ins letzte Drittel geht, dann ist das für uns nicht ganz so lustig. Aber es steht unentschieden und so gehen wir motiviert in die letzten zwanzig Minuten.”
Während die Gäste noch einmal am Pfosten scheiterten, trafen die Berliner zum Sieg. Straubing lieferte dem amtierenden Meister bis zur letzten Sekunde einen offenen Fight, in der die Hausherren ein ums andere Mal in Bedrängnis kamen. Aber für die Niederbayern sollte es nicht mehr reichen. Die Eisbären bewahrten Ruhe, auch als die Straubinger es zum Schluss mit der Brechstange versuchten. Für Berlin war der Sieg nicht unverdient, da sie sich zu keiner Zeit von den Tigers abschütteln ließen, obwohl der Siegtreffer doch etwas glücklich zustande kam.

(Foto: Citypress) Keiner wollte dem anderen etwas schenken
Stimmen zum Spiel:
David Elsner (Straubing): “Wir haben heute ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Das erste Drittel gehörte uns, im zweiten war Berlin besser und im letzten Drittel war das Spiel offen. Auch wenn wir jetzt ohne Punkte dastehen, sind wir auf einen guten Weg mit den Leistungen, die wir heute und auch schon gegen Mannheim gezeigt haben. Vielleicht können wir das Glück in den nächsten Spielen wieder erzwingen.”
Kai Wissmann (Berlin): “Im letzten Spiel waren wir 3:1 vorne und haben verloren, heute haben wir ein 2:4 aufgeholt und gewonnen. Wir haben ab dem zweiten Drittel gut Druck gemacht und drei wichtige Punkte geholt. Am Ende ist es auch egal, wie der Schuss von mir hineingeht.”
Torfolge:
0:1 (5.) - Erstes Powerplay, erstes Tor der Tigers. Der Puck wurde quer durch den Slot gespielt und wenn am Ende der Kette Andy Eder steht, dann schepperts. 0:2 (5.) - 30 Sekunden später klingelte es schon wieder im Kasten von Niederberger. Joshua Samanski übernahm im Slot den Puck und fackelte nicht lange. Einschlag des Pucks war rechts oben im Winkel. 1:2 (5.) - Noch in der gleichen Spielminute, nämlich nur 9 Sekunden später schlugen die Eisbären zurück. Kevin Clark kam über halbrechts und zimmerte den Puck ebenfalls unhaltbar in den Winkel.
1:3 (14.) - Optimal ist es natürlich, wenn man das zweite Powerplay ebenfalls nutzen kann. Nachdem die Tigers den Puck noch gerade so in der Zone halten konnten, fälschte Mike Connolly den Schuss von der Blauen Linie entscheidend ab. 2:3 (31.) - In Unterzahl wollte Manning für die Befreiung sorgen, traf aber Frans Nielsen am Oberkörper. Der stand plötzlich allein vor Karhunen und erzielte seinen ersten Treffer in der DEL. 2:4 (34.) - Benedikt Schopper stellte den alten Toreabstand wieder her. Sein Schlenzer von der blauen Linie ging an Freund und Feind vorbei und über die Schulter von Niederberger ins Tor.
3:4 (37.) - Zachary Bouychuk schlich sich in den Rücken der Tigers-Abwehr und konnte am langen Pfosten zum Anschluß einschieben. 4-4 (38.) - Gleiches Spiel wie beim dritten Tor. Wieder kam der Puck durch die Abwehrreihen durch und dieses Mal bedankte sich Giovanni Fiore mit dem Ausgleich. 5:4 (51.) - Kai Wissmann versuchte sein Glück von der Blauen Linie. Den ersten konnte Karhunen noch abwehren, den zweiten auch, aber der Puck sprang vom Rücken von Scheid unglücklich ins Tor der Tigers und besiegelte damit die Niederlage.
Spiel vom 02.11.2021
Eisbären Berlin - Straubing Tigers: 5:4 (1:3 | 3:1 | 1:0)
Tore:
0:1 |05.| Eder (Akeson, St.Denis) - PP 1
0:2 |05.| Samanski (Mulock)
1:2 |05.| Clark (Ellis, Müller)
1:3 |14.| Connolly (Manning, Eder) - PP 1
2:3 |30.| Nielsen - PP 1
2:4 |30.| Schopper (Akeson, Mouillierat)
3:4 |40.| Boychuk (Clark, White)
4:4 |50.| Fiore (Wiederer)
5:4 |51.| Wissmann
Schiedsrichter: Reneau / Schrader / Gerth / Cepik
Strafzeiten:
Eisbären Berlin: 8
Straubing Tigers: 8
Zuschauer: 5.611
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PENNY-DEL (Bremerhaven/RB) Die Fischtown Pinguins Bremerhaven konnten zuhause einen ungefährdeten 8:2-Sieg gegen Aufsteiger SC Bietigheim Steelers einfahren. Miha Verlic war mit vier Toren der Matchwinner für Bremerhaven.

(Foto: City-Press)
Dabei starteten die Gäste sehr gut ins Spiel und gingen bereits nach 63 Sekunden durch Smereck in Führung. Die Reaktion der Gastgeber folgte in der zehnten Spielminute, als Miha Verlic reüssieren konnte. Der Slowene nutzte nur Minuten später eine Überzahl zur Führung aus und war damit bereits Doppeltorschütze. Im Mittelabschnitt erhöhte Verteidiger Vladimir Eminger auf 3:1 und ebnete damit den Weg zu einem ungefährdeten Sieg. Verlic traf noch vor Spielhälfte bereits zum dritten Mal und Alexander Friesen stellte das Skore vor der zweiten Pause auf 5:1.
Auch im Schlussabschnitt war Bremerhaven überlegen. Verlic gelang sein viertes Tor des Nachmittags und doch zeigte 36 Sekunden später Matt McKnight eine Reaktion mit dem 6:2. Ein Überzahlspiel konnten die Steelers aber nicht ausnutzen und so kam es dass Alexander Friesen und Ross Mauermann sogar in Unterzahl das Resultat auf 8:2 stellte und damit verdient die drei Punkte im Kampf um Platz 8 mitnahmen.
Spielstatistiken
Bremerhaven, 31.10.2021
Fischtown Pinguins Bremerhaven – SC Bietigheim-Steelers 8:2 (2:1|3:0|3:1)
Tore:
0:1|02.|Smereck (Ranford, Weiss)
1:1|10.|Miha Verlic (Jeglic, Urbas)
2:1|13.|Miha Verlic (Jeglic, Urbas)
3:1|22.|Vladimir Eminger (Uher, Jeglic)
4:1|26.|Miha Verlic (Urbas, Bruggisser) PP1
5:1|35.|Alexander Friesen (Uher)
6:1|45.|Miha Verlic (Urbas)
6:2|45.|Matt McKngiht (Preibisch, Zientek)
7:2|52.|Alexander Friesen (Uher, McNeill) SH
8:2|54.|Ross Mauermann SH
Zuschauer: 3'019
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PENNY-DEL (Mannheim/MH) Zum Spiel gegen die Straubing Tigers kehrte Dennis Endras wieder zwischen die Pfosten zurück, ansonsten gab es keine Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen Bietigheim. Mannheim strebte den achten Sieg in Folge an. Straubing hatte zuletzt etwas Aufwind, nachdem der Saisonstart eher schwach begonnen wurde.

( Foto City-press )
Die Tigers setzten nach nur wenigen Sekunden schon eine Duftmarke, als Ex-Adler Leier allein vor Endras auftauchte aber am Tor vorbeischoss. Überhaupt waren die Tigers das bessere Team in den ersten Minuten und erspielten sich immer wieder gute Möglichkeiten. Die Kurpfälzer taten sich erstaunlich schwer gegen eine gut organisierte Defensive der Straubinger.
Pokel hatte sein Team sehr gut eingestellt. Man verteidigte nah am Mann und das schmeckte dem Adler Spiel gar nicht. Trotzdem schafften es die Gäste ihre Chancen nicht in ein Tor umzusetzen und so ging es torlos in die Pause.
Kurz nach Wiederbeginn traf Plachta zur Führung, nachdem Mannheim sich an der Bande durchsetzen konnten und die Tigers Plachta vor dem Tor völlig alleinstehen ließen, der den Puck an Karhunen vorbei ins Tor bugsierte. Die Führung hielt allerdings nur kurz. Nach hartem Kampf um die Scheibe und ungeordneter Adler Defensive kommt Connolly im Slot an die Scheibe und ließ sich die Chance zum 1:1 Ausgleich nicht nehmen. Jener Connolly fuhr kurze Zeit später in Unterzahl auf Endras zu und konnte nur per Foul gestoppt werden. Es gab Penalty, dieser scheiterte jedoch an Endras. Sekunden nach der Überzahl kam Elias in der Straubinger Zone an den Puck und zog per Handgelenk ab an Karhunen vorbei zum 2:1.
Knapp vier Minuten später der erneute Ausgleich im Powerplay als St.Denis im Slot an den Puck kam und trocken ins Tor abschloss. Auch dieser Ausgleich hielt nur drei weitere Minuten. Lehtivuori kurvt quer durchs Tigers Drittel und legt vor dem Tor quer auf Wolf, der keine Mühe hatte den Puck zum 3:2 einzuschieben.
Die erste große Möglichkeit im dritten Drittel hatte erneut Connolly, der von Akeson mustergültig bedient wurde aber beim Alleingang knapp an Endras scheiterte. Beide Teams waren in dieser Phase mit viel Einsatz am Werk und die Räume waren auf beiden Seiten eng.
Die Gäste waren nach wie vor sehr gut im Spiel. Einzig die Chancenverwertung könnte als Kritikpunkt gelten, nachdem auch Elsner eine aussichtsreiche Chance vergab. Elf Minuten vor Schluss bekam Mannheim, dann eine 5 gegen 3 Überzahl zugesprochen. Trotz fünf aufgebotener Stürmer konnte hier kein Kapital daraus geschlagen werden. Die Strafe folgte. In einer vier gegen vier Situation machte Topscorer Akeson den längt überfälligen Ausgleich. Karhunen war im Anschluss gegen Rendulic gefordert, der postwendend fast wieder den Führungstreffer erzielt hätte. Glück kurz vor Schluss für die Heimmannschaft als der Puck im Torraum lag und Straubing ihn nicht im Tor unterbringen konnte. Es ging in die Verlängerung.
Connolly traf nach 45 Sekunden die Latte. Auf Adler Seite hatte Rendulic die beste Möglichkeit zum Sieg. Am Ende bekamen die Zuschauer noch ein Penalty Schießen zu sehen. Hier behielt Mannheim die Oberhand durch den entscheidenden Treffer durch Dawes.
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PENNY-DEL (Nürnberg/HG) In der Arena Nürnberger Versicherung empfingen die Ice Tigers heute Nachmittag am Halloween Sonntag die Iserlohn Roosters, die zuletzt wegen Corona eine längere Pause überbrücken mussten. Mit ihrem neuen Headcoach Rowe hatten die Franken zuletzt wieder für Erfolgserlebnisse gesorgt und die Ice Tigers schnupperten wieder Top 10 Luft. Iserlohn brachte heute nur 16 Spieler auf den Spielberichtsbogen und musste die Kräfte taktisch klug einteilen. Hinsichtlich der Statistik bei den Slot Schüssen trafen heute Nürnberg als die Nummer zwei der Liga und Iserlohn als Nummer eins Liga weit aufeinander, ein durchaus interessanter Vergleich.
Schließlich zitterte sich Nürnberg am Ende zu einem knappen 4 zu 3 Sieg gegen aufopferungsvoll fightende Iserlohn Roosters, die Charakter zeigten und sich nie aufgaben trotz ihres dezimierten Kaders.

(Foto: Birgit Eiblmaier)
Die Nürnberg Ice Tigers wirkten in den letzten beiden Begegnungen weitaus sattelfester und sicherten sich wertvolle Zähler auch dank des bereits verinnerlichten Game Plans ihres neuen NHL erfahrenen Trainers. Die beiden Stürmer Sheehy und Stoa lieferten zuletzt beständig Tore und Assists und auch Gallionsfigur und Kapitän Reimer leistet mit wichtigen Toren seinen wertvollen Beitrag zum Aufwärtstrend. Fleischer und Friedrich standen als Ex Roosters nun bei Nürnberg unter Vertrag und waren bestimmt extra motiviert.
Weber: “Ich bin sehr froh, jeder Sportler spielt lieber als zuzuschauen. Wir haben ordentlich über 60 Minuten gespielt. Aus Sicht unseres Coaches sind es Kleinigkeiten: wir sind taktisch auf dem gleichen stand und wir wissen, wie wir defensiv oder offensiv spielen müssen. Wir müssen aggressiver agieren, wir wollen die Scheibe länger halten. Für unser Powerplay hatten wir nicht so viel Zeit zum Trainieren, wir müssen mehr Scheiben zum Tor bringen; das war bisher unser Manke. Ich hoffe, heute dass es besser aussieht. Wir schauen nur auf uns, Iserlohn ist offensiv ein sehr gefährliches Team, wir müssen über 60 min konzentriert sein. Bisher ist es nicht optimal gelaufen, aber wir kommen mehr ins Rollen, sind besser geworden und näher dran um Punkte zu holen. Wenn wir weiter Gas geben, können wir auch mehr Punkte holen.”
Iserlohn wollte an der erfolgreichen Leistung gegen Wolfsburg nahtlos anknüpfen und ihren momentanen fünften Tabellenplatz mit einem Erfolg im Frankenland untermauern. Disziplinlosigkeiten wie nach der Schlusssirene in ihrem letzten Heimspiel durften heute keine Rolle spielen. Die Roosters bauten auch heute auf ihre Top Akteure wie Whitney und Foucault, die in schöner Regelmäßigkeit scoren. Dafür konnten jedoch hochkarätige Akteure wie Bailey und Schilkey sowie Defender Acolatse nicht mitwirken und Coach Tapper hatte nicht mal drei komplette Reihen zur Verfügung nach der Corona Chaos Woche vor kurzem.
Tapper: “Wir hatten eine schwere Woche. An die Spieler und Familien daheim: wir vermissen euch und wir danken euch für eure Unterstützung. Wir hatten eine starke Trainingswoche und werden unser Bestes geben. Wir haben heute nur drei Linien und fünf Verteidiger. We work hard and try our best. We will fight despite our small Line Up. It will be very hard against a good Nürnberg hockey team, but we have a great culture, we are a big family. We had lots of strategic planning practices. It is difficult when you are not having many players. We are satisfied so far, but you always want a bit more. We will have four very tough games coming up and hope to get a few points before the break.”
Traumstart für Nürnberg dank Reimers Treffer
Nach nur wenigen Momenten klingelte es bereits hinter dem Kasten von Jenike, denn die Hausherren gingen vom Puck Einwurf gleich druckvoll zu werke. Das war ein fulminanter Start am Halloween Sonntag, denn die Ice Tigers kamen raus wie die Feuerwehr. Reimer erzielte nach nur 61 Sekunden seinen fünften Treffer in dieser Spielzeit. Insbesondere mit ihrem dünnen Kader war das der denkbar schlechteste Auftakt in die Partie.
Dann mussten die Gäste zu allem Überfluss noch zweimal hintereinander auf die Strafbank, was ihrem eh schon dezimierten Line Up schon früh viel Energie raubte. Im Powerplay hatten die Franken noch ganz viel Luft nach oben, denn hier wiesen sie mit knapp 11 % Liga weit den schlechtesten Wert auf. Die Ice Tigers übten mächtig Druck auf Jenike aus, der mal zwischendurch clever seine Maske prüfen ließ und auf diese Weise für ein wenig Entspannung in seinen Reihen sorgte. Beide Unterzahlsituationen überstanden die Roosters dank gutem Penalty Killing und verhinderten somit weiteres Ungemach.
In den ersten 10 Minuten sprach das Schussverhältnis eine deutliche Sprache zugunsten der Hausherren mit 10 zu 1. Nach dem Powerbreak kam dann Iserlohn in den Genuss einer Überzahl, welche sie sehr gut aufzogen, ohne eine brenzlige Situation hervorzurufen. Die zweite Möglichkeit, im Powerplay erfolgreich zu sein, schloss sich nahtlos an für die Gäste, die sich nun bessere Abschlüsse erarbeiteten. Jetzt war Iserlohn für 44 Sekunden sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis, was sie jedoch nicht in den Ausgleich ummünzen konnten; auch bei 5 gegen 4 verteidigte Nürnberg mit Mann und Maus und hielt die Roosters weitgehend weg vom Slot.
Bei 5 gegen 5 waren dann die Franken wieder dominant und schnürten Iserlohn in deren Zone ein, ohne dass deren Schüsse ihr Ziel fanden. In diese Drangphase marschierte Whitney auf Treutle zu, doch er wurde vom mitlaufenden Bender fair abgedrängt. Solche Gelegenheiten musste das Team um Brad Tapper heute einfach besser nutzen.
Trotz tonangebender Spielweise nahm Nürnberg nur eine hauchdünne 1 zu 0 Führung in die Kabine, doch Iserlohn verkaufte sich bravourös.
Friedrich: „Wir sind bisher zufrieden. Wir wussten, Iserlohn hat eine kleine Bank, deshalb wollten wir sie von Anfang unter Druck setzen. Es gab eine Phase mit zu vielen Strafzeiten. Wir sind in Führung und wollen dranbleiben. Im Powerplay müssen wir die Scheibe schneller bewegen und einen Mann vor das Tor bringen.“
Iserlohn wehrt sich nach Kräften, doch Nürnberg baut Führung aus
Im zweiten Drittel war es interessant zu beobachten, wie die Gäste bei ihrer kleinen Bank die weiten Wege vermieden. Die bisherigen Time on Ice Zeiten lagen bei O’Connor und Adam schon im hohen Minutenbereich. Sheehy probierte es mal wieder mit einer Direktabnahme aus der Luft nach feinem Lupfer von Schmölz hinter dem Kasten von Jenike. Nürnberg machte genauso weiter wie im ersten Drittel, nämlich viel Zug zum Tor ausüben und die Roosters nicht zur Entfaltung bringen lassen. Nichtsdestotrotz versuchten sich die Gäste im Konterspiel.
In der 26. Spielminute erzielte der Ex Rooster Fleischer den zweiten Treffer, als er sich gegen die ganze Verteidigung gekonnt durchsetzte. Es war nach seinem freitäglichen Doppelpack schon sein nächster Treffer. Nun wurde es ein weiter Weg für die Sauerländer. Vielleicht konnten die Ex Nürnberger Alanov, Broda und Adam ihre Erfahrung in dieser brenzligen Situation einbringen.
Nach dem Powerbreak nutzten die Roosters ihr nächstes Powerplay zum Anschlusstor, als Whitney in der 31. Spielminute eiskalt verwertete. Doch nur 52 Sekunden danach stellte MacLeod den alten Abstand wieder her, nachdem die Hausherren wieder eminent viel Druck ausübten. Mit seinem nunmehr 249. Assistpunkt hat nun die Ikone Reimer vereinsintern mit Jiranek gleichgezogen. Die Laufbereitschaft beim Team um Coach Rowe war schon sehenswert und die Nürnberger ließen Scheibe und Gegner laufen, damit deren Müdigkeit früh einsetzte. Die Protagonisten der Ice Tigers waren schlittschuhläuferisch emsig unterwegs, bisher ein probates Mittel am heutigen Nachmittag.
Ihr drittes Powerplay blieb für die Roosters erfolglos, denn Nürnberg warf sich heldenhaft in die Schüsse der Gäste. Auch ihr Top Scorer Foucault scheiterte bei seinem Solo an Treutle, der mit seiner Größe und Reichweite diese Gelegenheit grandios vereitelte. Das heutige Strafzeitenfestival ging munter weiter, nun war wieder ein Iserlohner der Sünder. Sofort befand sich Nürnberg in der Aufstellung und zauberte sein heute gut funktionierendes Pass Spiel aufs Eis. Goalie Jenike musste sein ganzes Können aufbieten, um den Rückstand nicht zu vergrößern.
Nürnberg baute den Vorsprung auf zwei Tore aus, doch Iserlohn gab sich noch nicht geschlagen und legte den Fokus auf Drittel drei.
Riefers: „Ja, die Beine sind schon schwer, aber das wussten wir, dass es so kommt. Wir müssen auf unsere Chancen warten. Bisher war unser Auftritt ok. Wir haben uns nun darauf eingestellt, das geht noch besser im letzten Drittel.“
Dramatik pur in den Schlussminuten, Iserlohn gibt niemals auf
Im Schlussabschnitt musste Nürnberg einfach bei seinem bisherigen Game Plan bleiben, während die Sauerländer ihr Kämpferherz in die Hand nehmen wollten, um doch noch den Rückstand wettzumachen. Vielleicht war die Berufung von Torsten Ankert zum Deutschland Cup ein spezieller Motivationsschub für das Team um Coach Tapper, doch dies verpuffte sogleich mit dem vierten Treffer für Nürnberg nach wiederum nur wenigen Minuten. Torschütze war in der 42. Spielminute Jahnke nach einem schlimmen Fauxpas von Keeper Jenike, der sein Gehäuse verließ und an der Bande den Puck nach vorne bugsierte, aber nicht den eigenen Mann fand.
Nürnberg blieb weiter aggressiv und wollte noch mehr, MacLeod verfehlte u.a. das freie Tor. Es war nun zunehmend zu spüren, dass die Kräfte bei den Gästen schwanden und es waren nur noch knapp 10 Minuten zu absolvieren. Jenike machte bei mehreren Aktionen seinen dicken Fehler mehr als wieder wett. Coach Tapper nahm dann die Option einer Auszeit schon recht früh wahr, zumal nun auch die Zeit davoneilte. Er zog den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers, ein sehr mutiger Schritt. So was sah man selten, knapp 9 Minuten vor dem Ende. Nach seinem emotionalen Interview vor dem Match war dieser Schachzug bemerkenswert, auch wenn diese Rochade gleich wieder wegen einer Strafe zunichte gemacht wurde.
Bisher zeigte das Powerplay Training noch keine Wirkung auf Seiten der Franken, denn auch diese Überzahl blieb wirkungslos. Danach ging Jenike gleich wieder vom Eis und die Roosters spielten volles Risiko, was sie dann bei ihrem nächsten Powerplay fortsetzten. Mit dieser Taktik sorgten sie für Aufsehen, denn in der 55. Spielminute lag die Scheibe tatsächlich hinter Treutle im Netz. Torschütze war erneut Whitney, der damit seinen zweiten Treffer markierte und Hoffnung schürte für die letzten Minuten. Im Übrigen befand sich bei dessen beiden Toren Reimer in der Kühlbox.
Jenike machte dann zum dritten Mal Platz für einen weiteren Akteur und MacLeod zielte zu genau, denn der Pfosten verhinderte den Empty Netter. Auch ein weiterer Versuch der Nürnberger ging ins Leere und Iserlohn zeigte eine famose Moral, denn Adam verkürzte in der 59. Spielminute tatsächlich auf 3 zu 4. Was war denn hier nun los in der Nürnberger Arena? Es spielte sich ein wahrer Krimi vor Treutle ab, der in der allerletzten Sekunde noch einen Monster Save auspackte und seinen Farben letztlich den Sieg festhielt. Das war ein hochemotionales Finish, das so gar nicht mehr zu erwarten war.
Die Offiziellen hinter der Bande bei den Roosters machten alles richtig und demonstrierten ein hohes Maß an Risiko, was letztlich nicht belohnt wurde. Nürnberg rettete sich über die Zeit und verbuchte den dritten Sieg in Folge.
Nürnberg tritt am 3.11. in Bietigheim an, während Iserlohn zu den Adlern nach Mannheim reisen darf.
Hommel: „Es ist alles in bester Ordnung, bis auf die Tatsache, dass wir keine Punkte mitnehmen. Wir müssen unseren Jungs großen Respekt und Lob aussprechen. O’Connor hatte fast 35 Minuten Eiszeit, man kann sich ausrechnen, was die Jungs heute geleistet haben. Wir waren auch in einigen Situationen nicht so schlau, wie wir gespielt haben. Den familiären Charakter hatten wir schon immer, das Team präsentiert sich auch außerhalb der Eisfläche als tolle Einheit. Das ist großer Sport. Wir machen momentan eine schwere Zeit durch, aber bin guten Mutes, dass wir da gut zurückkommen. Wir haben uns gut verkauft und hoffen, dass wir zeitnah wieder vollständig sind.“
Jahnke: „Wir haben gut Druck gemacht über zwei Drittel. Wir machten es uns aber mit den Strafzeiten selber schwer und haben es ihnen damit auch leicht gemacht. So kamen die Tore zustande. Wir dürfen das Spiel im letzten Drittel nicht beenden, das muss besser gemanagt werden. Es ist wichtig, dass wir drei Punkte geholt haben, daraus lernen wir. Beim Tor habe ich spekuliert, es war auch sehr glücklich.“
18. Spieltag, 31.10.2021
Nürnberg Ice Tigers– Iserlohn Roosters 4:3 (1:0|2:1|1:2)
Tore:
1:0 |02| Reimer (MacLeod, Parlett)
2:0 |26| Fleischer (Jahnke, Fox)
2:1 |31| Whitney (O‘Connor, Foucault) PP1
3:1 |31| MacLeod (Stoa, Reimer)
4:1 |42| Jahnke
4:2 |55| Whitney (O‘Connor, Cornel)
4:3 |59| Adam (Ziegler, Foucault)
1. Drittel Statistik: 17:5 Schüsse, 9:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:4
2. Drittel Statistik: 16:9 Schüsse, 17:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
3. Drittel Statistik: 5:13 Schüsse, 10:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
Schiedsrichter: Hunnius / Steingroß
Zuschauer: 3.380
Aufstellung:
Nürnberg: Treutle, Bodnarchuk, Parlett, MacLeod, Stoa, Reimer, Karrer, Mebus, Schmölz, Brown, Sheehy, Bender, Welsh, Fox, Jahnke, Fleischer, Weber, Kislinger, Friedrich, Lobach.
Iserlohn: Jenike, Ankert, O’Connor, Alanov, Adam, Foucault, Sezemsky, Riefers, Jentzsch, Ewanyk, Whithney, Elten, Ziegler, Cornel, Broda.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Bietigheim/HG) In der EgeTrans Arena im schönen Ellental empfingen die Bietigheim Steelers die Adler Mannheim zum Derby. Welt verkehrt, denn Mannheim reiste als souveräner unangefochtener Tabellenführer, der in den letzten 13 Partien nur eine Niederlage einstecken musste an, während der Aufsteiger mit 4 Pleiten nacheinander in diesen Klassiker ging.
Im ersten Aufeinandertreffen behielten die Adler klar mit 6 zu 2 die Oberhand und wollten auch heute nichts anbrennen lassen. Die Steelers setzten ganz auf den besonderen Charakter dieser Begegnung und die lautstarke Unterstützung ihrer Fans. Schließlich feiert Mannheim seinen siebten Sieg in Folge mit einem letztlich verdienten 2 zu 4 Auswärtssieg in Bietigheim.

( Foto City-Press )
Bietigheim wollte für die deutliche Auswärtsniederlage Revanche nehmen, hatte aber noch am missglückten Abend in München zu knabbern, als man die einmalige Gelegenheit verpasste, gegen ein arg geschwächtes Red Bull Team wertvolle Zähler mitzunehmen. Dieser Stachel saß bestimmt noch tief und Coach Dany Naud war gefordert, seine Mannen auf dieses schwierige Spiel einzustimmen und heiß zu machen. Sein Fokus lag definitiv auf der Defensive und einer Optimierung der Unterzahlquote. Prommersberger wirkte wieder mit, sodass ihr Urgestein Schoofs in den Sturm rückte.
Naud: „Wir müssen weiter an uns glauben. Es gab etliche individuelle Fehler, wir müssen organisierter und strukturierter spielen, dann kassieren wir auch weniger Tore. Wir wissen, was der Gegner macht, aber wir müssen geduldig agieren in Unterzahl, mehr Schüsse blocken, körperorientierter spielen und konsequenter die Scheibe rausarbeiten. “
Mannheim war in den letzten Wochen so richtig gut in Fahrt und eilte von Sieg zu Sieg. Der Vorsprung auf die direkten Verfolger wuchs schon auf beachtliche 6 Punkte an und der Konkurrenz bereitete diese Dominanz des Liga Krösusses schon ein wenig Angst. Nachdem nun auch peu á peu immer mehr Akteure wieder an Bord waren, konnte Pavel Gross fast aus dem Vollen schöpfen und hatte die Qual der Wahl, welcher seiner Top Spieler heute nicht zum Zug kommen würde, auch keine leichte Entscheidung für den Erfolgstrainer bei diesem außergewöhnlichen Kader. Endras befand sich genau wie Holzer wieder im Line Up, während Reul, Melart und ihr Top Scorer Szwarz nicht mit von der Partie waren.
Wolf: „Es war sehr amüsant, ich habe mich sehr gut vorbereitet darauf und gefreut mit dabei zu sein. Die Jungs geben mir viel Sicherheit auf dem Eis, wir kennen uns in und auswendig, das ist sehr hilfreich. Das Powerplay ist auch ein Faktor: ich bin mehr im Slot, Plachta spielt gottseidank nicht in meinem Powerplay. Die Jungs wissen, wie sie vor dem Tor spielen, um Platz zu machen für seinen Schuss.“
Adler nutzen eiskalt ihre Chancen
Bei stimmungsvollem Ambiente mit ausverkauftem Haus marschierten die in blau gekleideten Steelers sofort in Richtung Mannheimer Gehäuse und feuerten gleich 2 Schüsse ab. Auf der anderen Seite hatte Wolf den ersten Abschluss. Die Gäste ließen nicht locker und gingen durch Rendulic bei einem 2 auf 1 Konter in der 4. Spielminute in Front. Das war definitiv nicht der Start, den sich die Hausherren vorgestellt hatten. Bietigheim war jedoch keinesfalls geschockt und schlug in der 7. Spielminute eiskalt zurück durch Hauner nach einem feinen Zuspiel von Ranford.
Bietigheim gab die schnelle Antwort, brachte sich aber dann mit einer Strafe in Bedrängnis, zumal die Adler das beste Powerplay aufwiesen. Dank ihrer drittbesten Bully Quote konnten sie erstmal die Gäste fernhalten vom Slot, mussten aber kurz vor Ablauf der Unterzahl den erneuten Rückstand hinnehmen: Eisenschmid vollendete in der 9. Spielminute unhaltbar aus kürzester Distanz.
Dann durfte Bietigheim selbst in numerischer Überlegenheit agieren und übte sofort mächtig Druck auf Brückmann aus, der im mehrfachen Nachfassen die Scheibe unter sich begrub. Mannheim war statistisch das beste Unterzahl Team der Liga, hatte aber ordentlich zu tun in der ersten Minute gegen wütende Angriffe der Steelers. Dann zauberte Rendulic mit schnellen Bewegungen direkt vor Brenner, wurde aber noch entscheidend abgedrängt.
Die Adler waren nun zunehmend optisch präsenter und wollten ihren dritten Treffer, den sie in Person von Bast in der 18. Spielminute dann auch verbuchen konnten.
Nach frühem Rückstand fingen sich die Steelers und hielten gut dagegen, auch wenn Mannheim mehr vom Spiel hatte und kaltschnäuziger war und eine zwei Tore Führung mit in die Kabine nahm. Der Spielverlauf bisher war ein Spiegelbild des ersten Aufeinandertreffens in der SAP-Arena.
Schüle: „Tja, es waren einfache Gegentore und einfache Scheibenverluste. Mannheim war in Überzahl eiskalt. Wir wollen uns nie verstecken und uns nur hinten reinstellen, sondern immer mitspielen.“
Der Aufsteiger bleibt durch couragierte Leistung im Spiel
Der Anspruch von Bietigheim war es, im Mittelabschnitt möglichst zügig den Anschluss zu ermöglichen, um im Match zu bleiben. Gleich 4 Icings in Folge waren aber des Guten zu viel, auf diese Weise hatten es die Gastgeber schwer, in den Vorwärtsgang zu schalten. Auch eine ungewohnte Unachtsamkeit bei Holzer konnten die Steelers nicht nutzen, da wäre mehr drin gewesen. Vielleicht klappte es beim zweiten Powerplay, das sie eine Minute lang vorbildlich aufzogen, dann aber einen Konter der Adler zulassen mussten.
Rendulic wirbelte nun wieder vor Brenner und der Außenpfosten rettete für den Keeper der Steelers, die kurze Zeit später wieder einen Mann weniger auf dem Eis waren. Das bedeutete höchste Gefahr für die Hausherren, die ohnehin in Unterzahl Optimierungsbedarf hatten. Knapp eine Minute lang waren die Adler sogar mit zwei Akteuren unterwegs, doch Bietigheim wehrte sich bravourös und überstand tatsächlich diese brenzlige Situation schadlos auch dank engagierter Abwehrleistung. Diese leidenschaftliche Performance sollte den Gastgebern Auftrieb geben für ihre Aufholjagd.
Goalie Brenner bewies mehrfach sein Können und hielt seine Farben im Spiel. Der nachverpflichtete Smereck und Braun schrubbten bisher schon wieder über 24 Minuten Time on Ice herunter. Mit dieser Leidenschaft war heute sicher noch einiges drin, zumal Bietigheim wieder im Powerplay ran durfte. Zuvor verzeichneten beide Mannschaften gefährliche Vorstöße, die nur knapp das Ziel verfehlten.
Larkins Schuss beim Coast to Coast ging nur ins Außennetz. Bietigheim, unaufhörlich von den eigenen Fans angefeuert, wollte sich nicht kampflos ergeben und versuchte nach Kräften Gefahr vor Brückmann zu erzeugen. In einem ausgeglichenen zweiten Drittel bewahrten sich die Steelers ihre Chance, im Schlussabschnitt noch was zu erreichen.
Bast: „There are some things to clean up. It is not our best hockey, there are some aspects to improve, for example not making too many easy mistakes and not giving them too many opportunities. With so many fans it is a pretty amazing atmosphere here.”
Eisenschmid schnürt seinen Doppelpack
Im Schlussabschnitt konnten die Ellentaler auf ihre bisherige positive Bully Quote aufbauen, um Angriffe einzuleiten. Doch eine weitere Strafe brachte die Gäste erneut in Überzahl und unterband die Bemühungen der Hausherren erst mal, die sich bei ihrem Keeper Brenner bedanken durften, dass es nicht nochmals einschlug.
Kaum verließ der Übeltäter Stretch die Sünderbank, wurde ihm selbst nun das Spielgerät weggeschlagen. Wenn ihre erste Reihe auf dem Eis war, wurde es immer brandgefährlich für die Adler. Stretch visierte den Pfosten an, ein erstes Lebenszeichen. Unmittelbar danach netzte Sheen zum Anschluss ein, 44. Minuten waren absolviert. Nun war das Publikum noch mehr motiviert, ihre Helden nach vorne zu schreien und das Remis zu erzwingen.
Die Steelers investierten nun auch mehr in die Absicherung der eigenen Zone und Mannheim tat sich schwerer, ungehindert vor Brenner aufzutauchen. Nun stand das fünfte Powerplay für die Gäste auf dem Programm; die Schiedsrichter pfiffen heute konsequent etwas kleinlich, zumindest sahen dies die Akteure auf dem Eis so. Bietigheim war weiterhin bärenstark bei den Bullys, konnte jedoch das zweite Tor von Eisenschmid in der 48. Spielminute nicht vermeiden. Sein genialer Schuss aus unmöglichem Winkel fand das Ziel in den Giebel.
War dies der Nackenschlag für Bietigheim? Die Adler hatten etwas Glück, als der Puck vor dem Gehäuse kurz alleine lag, doch nahezu im Gegenzug stand der Pfosten für Brenner Pate. Jasper zielte knapp am Tor vorbei und Smerecks Schuss wurde eine sichere Beute von Brückmann.
Was konnte der Aufsteiger in den letzten 10 Minuten noch entgegensetzen, um sich gegen die drohende Pleite zu wehren? Ein Pass Versuch hinter Brückmann hatte fast seinen angedachten Abnehmer gefunden; das hätte Gefahr hervorrufen können. Die Adlerfans waren sich schon siegessicher und das Team um Pavel Gross legte den Fokus auf professionelle Verwaltung des Ergebnisses.
Bietigheim mühte sich redlich, konnte sich aber nicht mehr entschlossen in der Mannheimer Zone festsetzen. Eine Minute vor Ende der Partie zogen die Hausherren den Goalie, doch dieser Mut wurde nicht mehr belohnt. Die Adler holten sich auch den zweiten Erfolg gegen den Derby Rivalen, dieses Mal mit 2 zu 4. Dies war schon ihr siebter Sieg in Folge.
Mannheim erwartet am Sonntag die Straubing Tigers und Bietigheim reist in den hohen Norden zu Bremerhaven.
Eisenschmid: „Am Ende haben wir doch souverän gewonnen, der Sieg geht in Ordnung, es war auch harte Arbeit. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Bietigheim ist eine gute Mannschaft, sie hielten gut dagegen. Wir hatten zwei Powerplay Tore und die Chancen waren auf unserer Seite. Ich hatte Startschwierigkeiten und bin ein bisschen später in die Saison gestartet.“
Braun: „Unsere Leistung war ein Schritt nach vorne, am Ende haben sie ihre Chancen genutzt, es hätte auch 4 zu 4 ausgehen können. Ausverkauftes Haus, beide Fangruppen waren absolute Spitze, da kann man schon mal feiern trotz der Niederlage. Die viele Eiszeit spüre ich erst später, wenn ich mich hinsetze, aber wir haben eine gute medizinische Abteilung. Unser Powerplay hat getroffen, das Unterzahl war auch besser als vorher. Wir konnten mit Mannheim mitmarschieren.“
Mannheim erwartet am Sonntag die Straubing Tigers und Bietigheim reist in den hohen Norden zu Bremerhaven.
17. Spieltag: DEL Spiel vom 29.10.2021
Bietigheim Steelers – Adler Mannheim 2:4 (1:3|0:0|1:1)
Tore:
0:1 |04| Rendulic (Bergmann, Lehtivuori)
1:1 |07| Hauner (Ranford)
1:2 |09| Eisenschmid (Plachta, Lehtivuori) PP1
1:3 |18| Bast (Katic, Akdag)
2:3 |44| Sheen (Stretch)
2:4 |48| Eisenschmid (Plachta, Lehtivuori) PP1
1. Drittel Statistik: 8:12 Schüsse, 16:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
2. Drittel Statistik: 8:9 Schüsse, 11:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:4
3. Drittel Statistik: 7:9 Schüsse, 12:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
Zuschauer: 4.417 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Schadewaldt / Schrader
Aufstellung:
Bietigheim: Brenner, Braun, Renner, Sheen, Stretch, Jasper, Kojo, Smereck, Ranford, Weiß, Hauner, Prommersberger, Schule, Zientek, McKnight, Preibisch, Ribnitzky, Kneisler, Schoofs, Kuqi.
Mannheim: Brückmann, Larkin, Lehtivuori, Rendulic, Wohlgemuth, Bergmann Holzer, Dziambor, Plachta, Desjardins, Wolf, Akdag, Katic, Krämmer, Eisenschmid, Dawes, Preto, Klos, Bast, Elias.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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