Erfolgreicher Neustart für Red Bull München gegen den DEL Aufsteiger

 

PENNY-DEL (München/HG)  In der Olympia Eishalle zu München empfingen die Red Bulls den Aufsteiger Bietigheim aus dem Ellental. Nach zwei Spielausfällen wegen Corona waren Fans und Offizielle gleichermaßen gespannt, wie die Landeshauptstädter wieder in Schwung kamen. München war zwar auf dem Papier Favorit, doch der bislang couragiert auftretende DEL Neuling durfte keinesfalls unterschätzt werden, auch wenn das Team um Dany Naud kürzlich 20 Gegentore in 3 Spielen kassierte. Headcoach Don Jackson wurde heute Abend von Niklas Hede, dem Director of Development, hinter der Bande vertreten. 

 

Schließlich feierte Red Bull München mit einem 2 zu 0 Erfolg ein gelungenes Comeback nach der schwierigen Quarantäne. Die schnelle Integration etlicher junger DEL Neulinge machte sich somit bezahlt. Bietigheim haderte mit seinen Chancen.

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(Fotoquelle City-Press) Ortega bricht den Bann und erzielt die Führung für München

 


München war die letzten 11 Tage zum Zuschauen verdonnert aufgrund der internen Corona Situation, konnte aber trotzdem ihren aktuellen zweiten Platz dank des relevanten Punktequotienten halten. Gegenüber den unmittelbaren Tabellenkonkurrenten waren die Red Bulls mit drei Spielen oder mehr in Rückstand. Jubliar und dreifacher Champion Boyle absolvierte heute Abend sein 400. DEL Spiel für München – just magic, denn damit hat er mit Seidenberg gleichgezogen. Im heute arg dezimierten Kader standen drei Youngster: Thomas Heigl (18) und Daniel Schwaiger (19) von der Red Bull Akademie sowie Marion Wolf (19) vom Kooperationspartner SC Riessersee sollten zusätzlichen Schwung hineinbringen.

 

Winkler: „Es war eine hohe Anzahl gewesen. Wir haben eine sehr hohe Impfquote im Team, die Verläufe waren sehr human. Ich kann nicht in die Köpfe reinschauen, habe aber ein gutes Gefühl. Impfen hilft, das hat jeder so wahrgenommen. Wir müssen damit umgehen lernen, es ist eine Pandemie und wir wissen nicht, was morgen kommt. Es ist vergleichbar mit einem Gegner, der ständig seine Taktik ändert. Wir werden nicht den Kopf in den Sand stecken, wir verarbeiten es gut. Impfen wird weiter wichtig sein, die Teststrategie wurde in der Liga verschärft, die gut reagiert hat. Alle Clubs ziehen mit. Wir stellen uns den täglichen Aufgaben genauso wie die anderen Clubs. Wir sind nicht gegen alles gefeit, aber wenn man alles tut, braucht man sich nichts vorwerfen. Wir wollen ein Stück zurück in die Normalität. Es war sehr schwierig die letzten Tage in der Quarantäne.  Es gab Bewegungstherapie, Teamtraining und heute war Pre Game Skill Training im Fokus. Niklas Hede hat sich gut mit den Spielern befasst. Ich freue mich auf heute Abend, da viele junge Gesichter dabei sind, die ihr erstes DEL Spiel machen. Hinten stehen wir eigentlich ganz gut mit 5 Verteidigern. Maxi Kastner trägt heute das C auf der Brust und spielt mit Ortega in einer Reihe. Mit heute knapp 3 Reihen gehört Lindner schon zu den erfahrenen Spielern.“

 

Bietigheim reiste auf seinem Road Trip durch Bayern gleich direkt von Straubing in die Landeshauptstadt weiter. Der Ausfall von Aittokallio hinterließ in den letzten drei Begegnungen seine Spuren, denn die Defensive wirkte bei weitem nicht mehr so sattelfest wie zu Beginn der Saison, auch wenn man in Straubing nicht unter die Räder kam und sich etwas stabilisierte. Bei den letzten 6 Begegnungen in der Olympia-Eishalle in den Jahren 2005-2010 blieb Bietigheim sieglos.

 

Schoofs: „Die letzten drei Spiele waren nicht so gut, aber in Straubing war schon einiges besser. Wir haben schneller umgeschaltet, es aber leider nicht in Tore ummünzen können. Wir arbeiten am Powerplay, wir müssen härter arbeiten, mehr blocken und weniger Schüsse aufs Tor zulassen. Unsere ersten Drittel waren bisher nicht so gut, ist auch nicht gut für die Moral und zieht sich ein wenig durch. Wenn wir das, was wir in den beiden letzten Dritteln in Straubing aufs Eis bringen, kann es klappen. Es ist immer gefährlich, gegen einen kleinen Kader zu spielen, ich kenne das. Wir dürfen nicht nachlässig werden, müssen weiter Gas geben. Es wäre schön, hier drei Punkte zu holen. Es ist schwierig, aber wir sind froh, spielen zu können. Bedenken gab es nicht, wir sind voll geimpft. Man ist sich nie sicher, wir haben Bock auf das Spiel. “

 

Youngsters bei den Red Bulls verdienen sich Extra Lob, Bietigheim spielbestimmend

 

Bei den Hausherren kam es heute bei dem völlig ungewohnten dünnen Line Up vor allem darauf an, diszipliniert zu agieren und einen strukturierten Spielaufbau zu wählen. Bietigheim witterte heute sicherlich die einmalige Chance, gegen einen Titelaspiranten was zu holen, zumal die Gäste volles Personal aufs Eis brachten und ihre Kräfte strategisch einsetzen konnten.  Es war zu erwarten, dass nach 5 Spielminuten ein Schussverhältnis zugunsten der Steelers zu verzeichnen war. Schütz prüfte jedoch mit einem Distanzschuss den Keeper der Gäste erstmals.

 

Aus den Birken musste dann in höchster Not gegen den Alleingang von Heard retten. Der Münchener Goalie wusste, dass er heute Abend viel zu tun bekommen würde. Aber die Hausherren hielten gut dagegen und fuhren ihrerseits gefährliche Gegenstöße. Nach knapp 10 Minuten hatten Daubner und Abeltshauser die große Gelegenheit zur Führung, doch die Scheibe versprang unglücklich, so dass sie nicht mehr gut zu verwerten war. Das war im Match bisher die größte Chance.

 

Die Bietigheim Steelers taten sich bislang recht schwer und hatten so ihre Probleme mit der soliden Abwehrarbeit der Hausherren, auch wenn sie optisch überlegen waren über weite Strecken des ersten Drittels. Die Unterstützung in der Münchener Defensive war sehenswert; die heutige Time-on-Ice Statistik würde bestimmt sehr hohe Werte bei den etablierten Recken der Red Bulls aufweisen.

 

Schütz umkurvte in einer tollen Einzelaktion das Gehäuse von Brenner und scheiterte an dessen Schulter. Ortega brummte dann seine erst zweite Strafzeit in dieser Spielzeit ab wegen Spielverzögerung. Trotz numerischer Unterlegenheit zogen die Gastgeber ein ausgezeichnetes Penalty Killing auf und die Fans waren sofort bester Laune. Dann hatte Abeltshauser die nächste große Chance zur Führung auf dem Schläger.  Der quirlige Ortega übernahm dann wieder die Verantwortung und zog seine gewohnten Kreisel.

 

Red Bull München erwies sich als kompakte Einheit und bot den Gästen effektiv Paroli und nahm ein hochverdientes Remis mit in die Kabine. Bei den Statistiken führten auch die Münchener; so gesehen boten die Hausherren eine Top Leistung trotz der hochkarätigen Ausfälle von Gogulla, Mauer, Seidenberg, Hager, Tiffels, Parkes, Varejcka und Appendino.

 

Kastner: „Es fühlt sich gut an mit dem C auf der Brust. Schauen wir mal, dass wir ein ordentliches Spiel machen. Ich denke ,wir haben ein gutes Drittel gespielt. Die jungen Spieler haben sich super eingebracht, sie machen einen super Job. Wir wollen auch aggressiv spielen, auch wenn wir wenig sind. Wir haben auch die Lunge dafür, die Kräfte sollten reichen, das haben wir im Kessel. Wir haben dann Zeit, uns auszuruhen. Kälte- und Wärmedecken sind vorhanden, es gibt keine Ausreden.“

 

München wurde stetig stärker, scheiterte aber an Teufelskerl Brenner

 

Im Mittelabschnitt legte Bietigheim gleich mit einem ersten Konter los, doch die Routiniers auf Seiten der Münchener warfen sich gekonnt in die Schussbahnen. Dieses Pfund an reichhaltiger Expertise brauchten die Red Bulls auch an diesem Abend in Hülle und Fülle. Sheens One Timer brachte kurz Gefahr für Aus den Birken, doch die brenzlige Situation wurde schließlich souverän gelöst. Je länger die Partie dauern würde, desto genervter würden wohl die Steelers zuwerke gehen, da sie sich heute sicherlich einiges ausgerechnet hatten bei dem sehr geschwächten Gegner.

 

Mit nur 21,9 Jahren Durchschnittsalter profilierte sich der dünne Kader der Red Bulls äußerst professionell; vor allem Defender Szuber wurde ein Sonderlob ausgesprochen. München brachte heute nur 8 Stürmer und 2 Mittelstürmer ins Line-Up, die sich nun zum ersten Mal im Powerplay beweisen durften. Dabei demonstrierten sie ebenfalls eine bemerkenswerte Performance, fanden aber in Brenner ihren Meister. Bietigheims etatmäßige Nummer 1, Aittokallio würde erst nach dem Deutschland Cup wieder ins Spielgeschehen eingreifen können.

 

Bisher erwies sich das Puck Management der Hausherren als ausgesprochen effektiv. Aktivposten Ortega wirbelte die Steelers gehörig durcheinander und nur der Schläger eines Verteidigers verhinderte Schlimmeres. Nun musste Renner, der heute sein 200. DEL Match bestritt, in die Kühlbox. Somit gab es das zweite Münchener Powerplay: die Red Bulls kamen schnell in die Formation und beschäftigen den starken Brenner ordentlich, der nun zum Turm in der Schlacht mutierte. Es gab nun etliche Einschussgelegenheiten für die Hausherren.

 

Es entwickelte sich bislang eine muntere Partie, die trotz der fehlenden Tore sehr sehenswert war für die heutige etwas dürftige Kulisse von 1.473 Zuschauern; das lag aber am parallel stattfindenden Pokalspiel der Löwen, die Schalke 04 sensationell aus dem Wettbewerb warfen.

 

Der emsige Schütz zeigte heute ebenfalls tolle Einzelaktionen und motivierte dadurch die Neulinge auf dem glatten Parkett. So langsam schienen die wenigen Stürmer an Keeper Brenner zu verzweifeln, der immer mehr im Fokus stand. Bietigheim ließ wie schon so oft in der Saison zu viele Schüsse zu, das mussten sie versuchen, abzustellen. McKnight setzte sich dann gut in Szene, ohne zu reüssieren.

 

Im zweiten Drittel waren die Red Bulls strukturierter und auch aktiver unterwegs. Sie hatten durchaus ihre Chancen und Bietigheim konnte ergebnistechnisch definitiv zufrieden sein, wenn man an den heutigen Gegner denkt.

 

Kuqi: „Wir müssen schneller spielen, unsere Chancen nutzen und alles geben, um die 3 Punkte mitzunehmen. München ist heute geschwächt und Brenner macht ein super match. Wir müssen weiterarbeiten, wir vertrauen ihm voll und ganz.“

 

 

 

Ortega war zur Stelle und Daubner machte den Deckel drauf

 

Im Schlussabschnitt vergab gleich Ortega den Führungstreffer, d.h. München machte sofort da weiter, wo sie im Mittelabschnitt aufhörten: mit Zug zum Tor und aggressivem Forechecking. Development Director Niklas Hede schien seine Mannen optimal eingestellt zu haben gegen den personaltechnisch übermächtigen Kontrahenten. Würde die bisher auf das Eis gezauberte Energie bis zum Ende reichen? Jeder Akteur war bisher konsequent am Gegner dran und die Möglichkeiten boten sich mehrfach an für die Gastgeber, um in Front zu gehen.

 

Dann befanden sich die Red Bulls zum zweiten Mal in Unterzahl, doch sie warfen sich mit Mann und Maus in die Schüsse der Steelers und überstanden auch diese Situation. Unmittelbar danach bot sich den Hausherren die gleiche Konstellation und belohnten sich in Person von Ortega in der 49. Spielminute mit dem ersten Treffer des heutigen Abends. Die schwarze Serie in Unterzahl auf Seiten von Bietigheim ging damit weiter.

Nun waren die Gäste gefordert, zumal sie auch die längere Bank vorweisen konnten, doch bisher viel zu wenig daraus gemacht hatten. Neuling Heigl absolvierte eine starke Partie und ließ sich auch nicht von den viel erfahreneren Protagonisten der Steelers beeindrucken. Schon jetzt war die Time on Ice Statistik bei München imposant, was aber auch nicht verwunderte: führend war Blum mit über 23 Minuten, dicht gefolgt von Daubner und Kastner mit 22 Minuten. Jetzt begann die Crunch Time gute 5 Minuten vor der Schlusssirene und die Gäste erhöhten den Druck. Was blieb ihnen auch anderes übrig, um diese riesige Chance heute nicht zu vergeigen.

 

München konzentrierte sich nun mehr auf das Verwalten des hauchdünnen Vorsprungs und nahm dabei auch das eine oder andere Icing mal in Kauf. Headcoach Dany Naud ging nun volles Risiko und nahm Brenner vom Eis, doch dieser Mut ging sofort nach hinten los, denn Daubner markierte in der 58. Spielminute den Empty Netter für seine Farben.

 

Bietigheim beraubte sich am Ende auch noch der letzten Möglichkeiten, da sie eine weitere Strafe zur Unzeit zogen. Schließlich zwang ein extrem dezimiertes Münchener Team die Ellentaler Steelers mit 2 zu 0 in die Knie und bereitete Aus den Birken den nächsten Shutout in seiner Karriere. Bietigheim musste sich mangelnde Kaltschnäuzigkeit und fehlende Effizienz vorwerfen lassen. So eine Gelegenheit wie heute würde sich so schnell nicht mehr bieten, um einen großen Kontrahenten zu schlagen.

München erwartet am 29.10. die Grizzlys aus Wolfsburg und Bietigheim freut sich auf das heimische Derby gegen Mannheim.

 

Brenner: „Am Anfang haben wir einen guten Job gemacht. Wenn du kein Tor schießt, kannst du kein Spiel gewinnen. Auch wenn München geschwächt war, soll dies keine Ausrede sein. Stichwort Verunsicherung: wir haben eine gute Mannschaft, wir müssen immer 100 % und Vollgas geben. Mit meiner eigenen Leistung bin ich zufrieden, war ok, aber ich möchte halt immer gewinnen. Das war heute sehr schade.“

 

Boyle: „The new guys kept me feeling young. It was a fun game, with new guys coming in. They worked well and it was not easy. We don’t expect to win, but we got the three points. The youngsters played great, they only had two practice units with us to learn the system. 400 matches mean a lot to me. It is a great city with great fans, here I had much success.“

 

48. Spieltag: DEL Spiel vom 26.10.2021

 

Red Bull München – Bietigheim Steelers 2:0 (0:0|0:0|2:0)

 

Tore:

1:0 |49| Ortega (Blum, Kastner) PP1

2:0 |58| Daubner ENG

 

1. Drittel Statistik:      10:9 Schüsse, 11:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0

2. Drittel Statistik:      15:11 Schüsse, 18:14 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4

3. Drittel Statistik:       6:8 Schüsse, 6:5 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4

 

Zuschauer:   1.473

 

Schiedsrichter:  Polaczek (GER) / Wilk (USA)

 

Aufstellung:

 

München: Aus den Birken; MacWilliam, Blum, Cimmermann, Kastner, Ortega, Abeltshauser, Schwaiger, Heigl, Daubner, Wolf, Boyle, Szuber, Lindner, Schütz.  

 

Bietigheim: Brenner, Braun, Renner, Hauner, Heard, Ranford, Schule, Schoofs, Jasper, Stretch, Sheen, Smereck, Kojo, Preibisch, McKnight, Zientek, Ribnitzky, Kuqi, Weiß, Kneisler.

 


 
 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 


 

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