Bayernliga - Mit mehr Spannung als nötig: EHC Waldkraiburg gewinnt zum neunten Mal

 

(Bayernliga/Waldkraiburg) PM Wieder einmal stand ein besonderes Spiel ins Haus oder vielmehr in die Höhle der Löwen. Der TSV Erding, zu diesem Zeitpunkt Tabellensechster kam aus dem Nachbarkreis zum EHC Waldkraiburg gereist. Die „Gladiators“ dürften mit einiger Wut im Bauch in Waldkraiburg aufgelaufen sein, hat man sich doch am Freitag zuvor eine 0:4-Klatsche gegen den TEV Miesbach abgeholt. Waldkraiburg hingegen konnte, nach dem 2:5 Auswärtssieg gegen Landsberg und der sicheren Tabellenführung – gleich was geschieht – ein wenig entspannter sein.

 

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( Foto Paolo Del Grosso )


 


Die ersten Minuten gehörten auch gleich den „Gladiators" die mit ordentlichem Druck aus der Kabine kamen und die Löwen länger als gewollt in das eigene Drittel drängten. Lange hielt dieser Elan jedoch nicht an. In der dritten Minute sprach Schiedsrichter Christoph Ober bereits die erste Strafe gegen Erding aus. Diese Gelegenheit nutzten die Löwen, um dem Gegner zu zeigen wer hier der Hausherr ist und das taten sie eindrucksvoll. Nahezu die vollen zwei Minuten blieben die Löwen im Besitz der Scheibe und feuerten auch immer wieder auf das Tor. Alle Bemühungen von Straka, Rousek, Jeske oder Vogl führten jedoch nicht zum Torerfolg. Den jedoch hatte Mathias Jeske in der siebten Spielminute.

 

 

Nach einer passgenauen Vorlage von Josef Straka besorgt der Ex-Erdinger Jeske das 1:0 für die Löwen. Dann brachen alle Dämme bei den Löwen und dies sollte sich bis zum Abpfiff zur Pause auch nicht ändern. Die „Gladiators“ wurden förmlich an die Wand gespielt. So war es eine logische Konsequenz, dass das 2:0 nicht weit war. Josef Straka, nach einem der typischen Zusammenspiele mit Tomas Rousek erzielte sein erstes Heim-Tor. Auch am dritten Treffer waren die beiden Akteure beteiligt. In der 17. Minute spielt der EHC in Überzahl und eine wunderschöne Kombination von Straka, Rousek und Wagner, machen eben jenen zum Torschützen des dritten Tores. Mit diesem 3:0 gingen beide Mannschaften in die Pause.

 

 


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Im zweiten Durchgang dann schien es, als nähmen die Löwen das Spiel auf die leichte Schulter. Sie sollten jedoch erneut ihre Lektion lernen, dass kein Gegner, schon gar nicht ein Tabellensechster wie Erding, mal eben „nebenbei“ abgefertigt werden kann. Dies zeigten die „Gladiators“ den Löwen bereits nach gut zwei Minuten. Nach einem Abpraller vom Tor von Kevin Yeingst, schaltete Mark Waldhausen am schnellsten und verwandelt den Rebound aus dem Handgelenk hinein ins Tor. Die Antwort der Löwen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur 54 Sekunden nach dem Erdinger Anschluss verwandelt Tomas Rousek das Zuspiel von Wagner und Rott zum 4:1. Dies tat dem Druck, den Erding in diesem zweiten Drittel ausübte jedoch keinen Abbruch. So war es nur logisch, dass Erding ein Powerplay in der 32. Minute zum 4:2 nutzen konnte. Nur vier Minuten später, Waldkraiburg kann sich noch immer nicht so recht sammeln und läuft den „Gladiators“ eher hinterher als davon, das 4:3. Erding setzte sich im Waldkraiburger Drittel fest und als die Scheibe zu Poetzel an die blaue Linie kommt, fasst sich dieser ein Herz und verwandelt gnadenlos. Ohne ein weiteres Tor wollten die Löwen sich jedoch nicht in die Kabine verabschieden. Nico Vogl sorgte somit in der 38. Minute auf Zuspiel von Christof Hradek dafür, dass die Löwen trotz verlorenem Drittel, noch ein Sicherheitspolster behalten durften. Mit 5:3 ging es in die Kabine.

 


In der Pause, so scheint es, bekamen die Löwen-Spieler sehr wahrscheinlich von den Gebrüdern Piskunov den Kopf gewaschen. Insgesamt gestaltete sich das Spiel deutlich ausgeglichener, obgleich Erding das erste Tor des Drittels erzielte. Nur 45 Sekunden nach Wiederanpfiff gelang Daniel Krzizok der Anschluss zum 5:4. In der Folge kassierten die „Gladiators“ jedoch sehr viele und zum Teil auch unnötige Strafzeiten. Diesen Vorteil nutzten die Löwen in der 48. Minute in einem 5-gegen-3-Überzahlspiel durch Tomas Rousek auf Pass von Jeske und Wagner zum 6:4. Den Schlusspunkt setzte jedoch Erding. Nach einem Fehler in der, in manchen Abschnitten, wackeligen Waldkraiburger Abwehr, schoss der Erdinger Sebastian Lachner das 6:5 und gestaltete das Spiel noch einmal spannend für die mehr als 800 Zuschauer in der Raiffeisen-Arena. Einen Wechsel des Torhüters für den sechsten Spieler konnten die Löwen in der Folge jedoch abwehren und somit gewinnt man in Waldkraiburg erneut, wenn auch unnötig spannend. Die Löwen stehen damit weiter auf dem ersten Platz der Tabelle und aufgrund der Ergebnisse in den anderen Stadien, nun mit einem Polster von fünf Punkten im Rücken.

 

 


 

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