6:2-Heimsieg für Rosenheim – Gibbons und Henriquez treffen doppelt

 

(Oberliga/Rosenheim) PM Die Starbulls Rosenheim sind mit sechs Punkten aus zwei Spielen maximal erfolgreich in die Saison 2020/21 der Eishockey-Oberliga Süd gestartet. Nach dem 4:1-Auswärtssieg in Weiden am Freitag behielten sie am Sonntag auch gegen die Höchstadt Alligators die Oberhand und gewannen vor leeren Zuschauerrängen im ROFA-Stadion mit 6:2. In einer von vielen hochkarätigen Torchancen gespickten Partie trafen Kyle Gibbons und Enrico Henriquez-Morales jeweils doppelt, außerdem trugen sich Curtis Leinweber und Simon Heidenreich in die Torschützenliste ein.

 

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(Fotoq: Ludwig Schirmer)

 


Die Starbulls suchten vom ersten Anspiel weg die Offensive. Ganze zehn Sekunden waren gespielt, als Alexander Höller zunächst aus bester Abschlussposition an Gästekeeper Benjamin Dirksen scheiterte und den zurückprallenden Puck unmittelbar danach am kurzen Eck vorbeischlenzte. Trotzdem konnten die Hausherren früh jubeln. Kevin Slezak angelte auf dem Eis liegend an der eigenen blauen Linie die Scheibe einem Gegenspieler vom Schläger, Curtis Leinweber spielte einen perfekten Steilpass und Kyle Gibbons blieb frei vor Dirksen cool und schob zum Führungstreffer nach nur 70 Sekunden ein. Maximilian Vollmayer hätte nach gutem Zuspiel von Höller rasch erhöhen können (4.).

 

Euphorisch im Spiel nach vorne, offenbarten die Grün-Weißen aber immer wieder große Löcher in der Defensive. So tauchte Niklas Jentsch gleich zweimal völlig frei vor dem Rosenheimer Tor auf (1./10.). Anton Seewald und Jari Neugebauer hatten ebenfalls einen Höchstadter Torerfolg auf dem Schläger, doch der das Starbulls-Gehäuse hütende Jonas Stettmer parierte jeweils stark. Der 19-jährige Förderlizenzspieler aus Ingolstadt machte über die gesamte Spieldauer einen ruhigen und abgeklärten Eindruck zwischen den Holmen.

 

In der 16. Spielminute erhöhten die Starbulls bei ihrer dritten Überzahlsituation der Partie auf 2:0. Nach einer schnellen Kombination über Dominik Daxlberger und Tobas Meier vollstrecke Enrico Henriquez-Morales per Direktabnahme im Slot kompromisslos ins kurze Eck. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts schien aber der Anschlusstreffer der Gäste fällig, als Thilo Grau völlig frei aus Nahdistanz abschließen durfte. Doch erneut rettete Stemmer bravourös (22.). Es sollte für längere Zeit die letzte klare Torchance der Aischgrund-Alligatoren gewesen sein, deren Torwart Dirksen sich nun einer Flut an Rosenheimer Schüssen ausgesetzt sah und mit tollen Paraden gegen Meier, Henriquez, Höller, Gibbons und Daxlberger glänzte.

 


 


 

Selbst bei einem über eine Minute andauernden Überzahlspiel mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis gelang den Grün-Weißen der dritte Treffer nicht. Das wäre fast bestraft worden, als der von der Strafbank kommende Thilo Grau frei vor Starbulls-Schlussmann Stettmer abschließen konnte, aber ebenfalls vergab. Besser macht es der von Florian Maierhofer im unmittelbaren Gegenzug eingesetzte Henriquez, der Dirksen keine Chance ließ – 3:0 (35.).

 

Auch im weiteren Spielverlauf gab es gute Torchancen auf beiden Seiten. Und in der Anfangsphase des dritten Drittels durften auch die Gäste Jubeln. Vitaly Aab fing einen schlampigen Aufbaupass im Bullykreis der Rosenheimer Zone ab und verkürzte mit einem verdeckten Schuss ins rechte untere Eck auf 3:1 (44.). Doch Höchstadt nahm sich selbst die Chance, der Partie noch eine Wende zu geben. Strafzeiten für Seewald und Mikesz bescherten den Starbulls doppelte Überzahl und diesmal stellte sich der Erfolg ein.

 

Curtis Leinweber war es, der die Scheibe im kurzen Eck zum 4:1 versenkte, nachdem sich die Powerplay-Schlinge vor dem Gästetor immer enger zugezogen hatte (46.). Damit war das Spiel entschieden. Zunächst hätten Leinweber, Slezak und Sebastian Stanik das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können, scheiterten aber am jeweils stark reagierenden Torwart Dirksen. Nach Pass von Slezak war es dann Gibbons, der in einer Kopie seines ersten Treffers, diesmal nach Pass von Slezak, zum 5:1 traf (54.). Als Dirksen einen Schuss von Meier nicht festhalten konnte, staubte Simon Heidenreich reaktionsschnell zum 6:1 ab (56.). Eine Minute später konnte Grau mit einem verdeckten Abschluss durch die Beine von Stettmer noch auf 6:2 verkürzen.

 



 

 



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