Oberliga – Crocodiles bieten Gala gegen Tilburg vor ausverkaufter Kulisse

 

(Oberliga / Hamburg) (Karsten Freese) Eishockey aus einer gefühlt anderen Liga, 4 Tore, insgesamt 58 Strafminuten und ein Hallensprecher, der vor dem Spiel die Mannschaften und Fans mit den Worten begrüßte „Es geht in diesem Spiel um nichts mehr!“. Prinzipiell hatte Wolfgang Schmidt absolut Recht mit dieser Aussage. Tilburg stand schon lange als Meister der Hauptrunde fest und die Crocodiles wären vor dem Spiel nur noch theoretisch von Platz drei zu verdrängen gewesen – dann kam alles ganz anders und 1955 Zuschauer waren streckenweise sprachlos als Hamburg seine Gäste mit 3:1 auf die Heimreise schickte.

 

FH Eishockey Crocodiles Hamburg Tilburg Trappers 2 eol
(Foto: Franziska Huke)

 


 

8 von 12 möglichen Punkten haben die Crocodiles in der beinahe beendeten Hauptrunde gegen Tilburg geholt und Bohuslav Subr brachte es in der Pressekonferenz auf den Punkt „Congrats to Jacek and his players - perfect job“. Trotz einer Schuss-Statistik von 8:9, 8:21 und 8:14 bleiben die Crocodiles am Ende siegreich und haben den dritten Tabellenplatz sicher, zumal Verfolger Leipzig im Heimspiel gegen Rostock mit 0:3 unterlag.


Trotz der klaren Tabellenverhältnisse traten beide Teams einander entgegen, als würde es in einem Finale um eine extrem wichtige Sache gehen. Beim letzten Heimspiel der Hauptrunde wollten die Hamburger ihren Fans offenbar noch einmal ein tolles Erlebnis gönnen und gegen Tilburg kann man sich beinahe sicher sein, dass es schnell und temperamentvoll wird. Bereits in der 5. Minute konnte sich Eddy Rinke-Leitans zum ersten Mal seinem Hamburger Publikum präsentieren als er Lascheit bediente und dieser die Gastgeber mit 1:0 in Führung brachte. Wie die Scheibe ins holländische Tor kam, weiß wohl nur der Puck selbst - bei Zuravlev, Lascheit und Rinke-Leitans gab es erstaunte Gesichter, offenbar war der Puck noch von einem Tilburger Spieler abgefälscht worden, sehenswert war der Treffer dennoch. In Minute 9 ging Schiedsrichter Seedo Janssen die robuste Gangart der beiden Mannschaften zu weit, Dominik Lascheit flog mit 2+10 Minuten wegen Check gegen Kopf und Nacken vom Eis. Ungünstig für Tilburg war nur der Umstand, dass man kein Powerplay nutzen konnte, da Boet van Gestel wegen übertriebener Härte direkt folgte und es nun 4 gegen 4 weiterging. Mit dem 1:0 ging es dann auch bereits in die erste Pause.


Im zweiten Drittel schaltete Tilburg dann mindestens einen Gang hoch, sowohl beim Tempo als auch in seiner Härte und trotz beinahe dreimal so vielen Torschüssen war es der inzwischen zurückgekehrte Dominik Lascheit, der sein Hamburger Team zur 2:0 Führung schoss, nachdem er durch einen traumhaften, langen Pass von Tom Kübler einsam vor das Tor von Ruud Leeuwesteijn geschickt wurde. Kübler war kurze Zeit später wieder sehr präsent als er mit 2+2+10 Minuten wegen übertriebener Härte vom Eis ging. Seinen Kontrahenten Kilian van Gorp traf das Urteil vom Schiedsrichter Janssen allerdings noch härter denn er kassierte bei identischer Strafe obendrein noch 2+10 wegen Checks von hinten gegen den Hamburger Patrick Saggau. Für van Gorp war die Partie damit beendet, aber sein Team legte alles in die Waagschale und belohnte sich bei 39:08 mit dem Anschlusstreffer durch Bartek Bison. Mit diesem 2:1 ging es in die letzte Pause und so manch ein Fan war sicherlich genauso außer Atem wie die Spieler.

 


 


 

 

Der dritte Spielabschnitt bot dann etwas weniger Tempo als der vorangegangene aber trotzdem großartiges Eishockey. Tilburg mit viel Druck und der Intention auf den Ausgleich, Hamburg mit viel Raffinesse und cleveren Spielzügen, die dem Gegner sehr viel Kraft abverlangten. Hamburgs Spielweise trug in der 50. Minute Früchte. Leon Fern und Eddy Rinke-Leitans bedienten Yannis Walch und dieser brachte mit einem trockenen Schuss von der rechten Seite die Vorentscheidung. Tilburg zog nun alle Register und setze bis zum Abpfiff alles daran, diese Partie noch zu drehen, aber selbst eine Auszeit 4 Minuten vor Schluss und ein 6. Feldspieler auf Seiten der Gäste brachte keinen Erfolg mehr. Zu durchdacht und zu kühl kalkulierend führten die Hamburger die Scheibe in den eigenen Reihen und die Abwehr der Hausherren brachte die Begegnung perfekt über die Zeit.


Am Sonntag treten die Crocodiles dann im letzten Spiel der Hauptrunde bei den Black Dragons in Erfurt an und in diesem Spiel geht es dann wirklich um nichts mehr, aber das hat man an diesem Wochenende schon einmal gehört. Hamburg ist der dritte Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen und Erfurt hat 8 Punkte Abstand auf Platz 10 und kann die Pre-PlayOffs nicht mehr erreichen. Die Tilburg Trappers müssen zu Hause gegen die Icefighters aus Leipzig antreten und hier sieht es schon wesentlich spannender aus denn Leipzig steht aktuell auf Platz 4 der Tabelle und hätte somit Heimrecht in den Playoffs. Auf Platz 5 liegen derzeit punktgleich die Hannover Indians, die im letzten Spiel zu Hause gegen die Füchse Duisburg antreten müssen und trotz einer schlechteren Tordifferenz von 17 Treffern immer noch eine reelle Chance auf Platz 4 haben.

 

 

 

 

 



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