Oberliga – Crocodiles Hamburg finden ihre Stärke vor ausverkaufter Halle wieder und holen drei Punkte gegen die Hannover Indians

 

(Oberliga/Hamburg) (Carolin Jens) Nach vier Niederlagen in Folge, vielen Gesprächen und intensiver Spielanalyse konnten die Crocodiles Hamburg ihre starken Leistungen wieder abrufen und begeisterten vor einer ausverkauften Kulisse im Eisland Farmsen mit einem 4:2 Derby-Sieg (1:1/2:0/1:1).

 

KF Eishockey Crocodiles Hamburg Hannover Indians EOL
(Foto: Karsten Freese)

 


 

Noch zwei Tage zuvor schien es für die Krokodile sehr schwer zu sein, ihr eigenes Spiel zu spielen, nach ihrem System zu verfahren und erfolgreich die Scheibe hinter dem gegnerischen Torhüter zu platzieren. Mit Beginn der Partie gegen die Hannover Indians schien alles anders zu sein. Wie ausgewechselt fegten die Hausherren über das Eis; die Pässe kamen sicher dort an, wohin sie gerichtet waren. Die Gäste hatten jedoch auch noch ein Wörtchen mitzureden und so entwickelte sich ein spannendes Spiel mit abwechselnden Druckphasen beider Mannschaften. Mit intensivem Forechecking und schnellen Wechseln brachten sie ein hohes Tempo zustande; Chancen gab es auf beiden Seiten. Niklas Zoschke, der das Tor der Gastgeber hütete, zeigte sich sicher und gab mit viel Voraussicht kontrollierte Rebounds an seine Mitspieler, die konterstark nach vorne preschten. Energetisch ging es in das Drittel der Indians, die dort defensiv sicher standen. Trotzdem war Philip Lehr wachsam und konnte den Einschlag des Pucks verhindern – nur festhalten konnte er ihn nicht. Die Scheibe rutschte zurück in den Slot, wo Croco-Verteidiger Raik Rennert seine gute Übersicht bewies und treffsicher ins Eck einnetzte (12.). 1:0 vor heimischer Kulisse – und die Freude war groß. Hamburger Fans und Mannschaft zeigten tiefe Zuversicht, dass hier und heute die kleine Niederlagenserie ihr Ende nehmen würde. Die Indians ließen jedoch keinen Zweifel daran, dass dies ein Derby und der Tabellenvierte zum Drittplatzierten gereist war. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe und der zählbare Beweis folgte in der 18. Spielminute, als Arnoldas Bosas den Puck hinter Niklas Zoschke brachte. 114 Sekunden später ging es in die Pause.

Diese kam für die Crocodiles zum richtigen Zeitpunkt: wollte man doch verhindern, dass mit dem Ausgleich der Indians eine mentale Negativspirale erneut in Gang gesetzt würde. Jacek Plachta schien aber die richtigen Worte in der Kabine gefunden zu haben und mit gewohntem Kampfgeist ging es zurück aufs Eis. Der zweite Spielabschnitt begann mit einer Veränderung bei den Crocodiles: schon in der 23. Minute musste Niklas Zoschke  das Hamburger Tor an Kai Kristian übergeben und ging kurz darauf, offenbar verletzungsbedingt, in die Kabine – und er würde nicht der einzige bleiben. Aber nichts hielt die Hausherren heute davon ab gutes, handfestes Eishockey zu spielen. Auch das Powerplay saß bei den Hanseaten abrufbereit. Als kurz nacheinander zwei Hannoveraner in die Penalty-Box mussten (Goller wg. Beinstellen (25.) / Finkel wg. Haken (27.)), bot sich in der 25 Sekunden anhaltenden doppelten Überzahl die Gelegenheit für die Krokodile: Philip Lehr konnte den Einschlag des Pucks nicht stoppen. Norman Martens versenkte die Scheibe kraftvoll in der oberen rechten Ecke (27.).

 


 


 

Auch das folgende Powerplay wurde vorzeitig beendet. Nur 23 Sekunden brauchten die Gastgeber in der 31. Minute, als Mike Glemser wegen Stockschlags auf der Strafbank verharren musste. Norman Martens brachte die Scheibe vor das Tor, Dennis Reimer hielt den Schläger im richtigen Moment in dessen Flugbahn und in der Halle wurde es laut. Die Hamburger jubelten und die Hannover-Fans stärkten mit noch lauteren Gesängen ihrer Mannschaft den Rücken. Dies blieb nicht ohne Wirkung, denn kurz darauf konnten die Gäste mehr Druck aufbauen und die Crocodiles in Atem halten. Mit einem Verteidiger weniger (Dominic Steck ging vorzeitig in die Kabine) wurde es noch ein paar Mal eng vor dem Hamburger Gehäuse. An Kai Kristian vorbei, kamen sie allerdings nicht. Mit 3:1 ging es zum Auf- und Durchatmen in die Kabine.

 

Zum letzten Drittel kam Dominic Steck zwar wieder aufs Eis, trotz allem fehlte den Gastgebern ein Verteidiger. Tom Kübler war bereits umgezogen und konnte verletzungsbedingt nicht weiterspielen. Die dezimierte Abwehr wussten die Hannover Indians zu nutzen und stellten durch Stefan Goller in der 42. Spielminute auf 3:2. Die Offensive der Gäste drehte nun richtig auf. Die Crocodiles mussten tief in sich gehen, um zu verhindern, dass das Spiel kippen würde. Vor vollen Rängen zeigten sie Moral und arbeiteten hart. Auch wenn in der 48. Minute Dominic Steck das Drittel erneut und somit das Spiel vorzeitig beenden musste, hielten sie den Indians stand. Mit nur drei verbliebenen Verteidigern war Jacek Plachta gezwungen umzudenken, alle waren gefordert. Durch ruhige und konzentrierte Aufbauphasen gelang es ihnen auch in anderer Zusammensetzung immer wieder, die Hannoveraner aus dem eigenen Drittel zu drängen. Kai Kristian sicherte als Schlussmann in den Situationen, in denen die Hannover Indians doch einen Weg an allem vorbei fanden. Am Ende veredelte Leon Fern das Gefühl des Sieges mit dem 4:2 in der 58. Minute.

 

Den Sieg können die Hamburger mit drei freien Tagen und einem spielfreien Freitag wirken lassen. Erst am kommenden Sonntag geht es zu den Moskitos nach Essen. Die Hannover Indians müssen bereits Freitag in Erfurt antreten.

 

 

 



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