Oberliga – Crocodiles fischen in der unteren Tabellenhälfte

 

(Oberliga/Hamburg) (Carolin Jens) Am Sonntag traten bei den Crocodiles Hamburg die Rostock Piranhas zum Nord-Derby vor 1338 Zuschauern an. Mit 17+2 reisten die Gäste nach Farmsen, zurück dann aber ohne Punkte. Die Crocodiles gewannen souverän mit 6:3 (1:1 / 1:0 / 4:2). Hamburg musste seinerseits erneut auf Dominik Lascheit und den noch verletzten Daniel Lupzig verzichten. Für Chad Staley rotierte, wie schon Freitag, Rico Rossi in den Kader.

 

FH Eishockey Crocodiles Hamburg Rostock Piranhas EOL
(Foto: Franziska Huke)

 


 

Angriffslustig starten die Gastgeber ins erste Drittel, während die Rostocker ins Spiel finden mussten. Die ersten fünf Minuten des Spiels waren von zahlreichen Unterbrechungen geprägt – Abseits und Icing hieß es regelmäßig, wenn die Gäste in Scheibenbesitz waren. Auch die erste Strafe des Spiels beanspruchten die Gäste für sich. Tyler Brower verabschiedete sich wegen Stockschlags für zwei Minuten in die Kühlbox. Nach nur 30 Sekunden Überzahlspiel klingelte es dann zum ersten Mal im Rostocker Gehäuse, als Kapitän Norman Martens in der sechsten Spielminute mit Unterstützung von Thomas Zuravlev und Jordan Draper einnetzte. Die Gäste ließen sich dadurch nicht beirren und konzentrierten sich weiterauf die Offensive. Mit viel Körpereinsatz zeigen die Rostock Piranhas, dass sie den Crocodiles nichts schenken wollten. Das eröffnete den Gastgebern jedoch einige Chancen. Zunächst schoss Jakub Urbisch über das Ziel hinaus, als er den Puck in die Zuschauerränge bugsierte, was Schiedsrichter Fynn-Marek Falten mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegte. Noch in dieser zweiten Unterzahl, leisteten sich die Gäste den nächsten Fauxpas. Joshua Rabbani musste für einen Stockschlag vom Eis. Diese doppelte Überzahl steigerte die schon aufgeheizte Stimmung. Die Crocodiles konnten diesen Vorteil aber nicht für sich nutzen. Die Rostocker wachten unter diesem Druck auf und konterten mit viel Energie und setzten, nun wieder vollzählig, die Hamburger Verteidigung und Goalie Kai Kristian unter Druck. Letzter zeigte seine volle Leistung und parierte zahlreiche Torschüsse. Bis zur 16. Spielminute, als ganz Hamburg nach einem Check an Patrick Saggau eine weitere Strafe erwartete, der Pfiff ausblieb und Viktor Beck die Scheibe über die Linie schob (Assists: Tim Junge, Tom Pauker). In den letzten vier Minuten gerieten auch die Hamburger in ihre erste Unterzahl, Rostock fand aber keinen Weg vorbei an der „Kaimauer“. Somit ging es mit dem Spielstand von 1:1 in die erste Pause.

 

Zurück aus der Kabine zeigten sich die Rostocker sortierter als die Gastgeber, die zwar unstrukturiert wirkten, jedoch mit gewohntem Kampfgeist den Angriffen der Piranhas alles entgegensetzten. Beide Mannschaften bissen sich getreu des Mottos BEISSZEIT die Zähne aneinander aus. In der 28. Spielminute gab es infolgedessen Strafen auf beiden Seiten: 2+2 auf Rostocker Seite, zur Freude der Gastgeber für Hamburg zwei Minuten weniger, was ihnen erneut eine Überzahl bescherte. Diese nutze Fabian Calovi (Assists: Rico Rossi, Dominic Steck) und erzielte in der letzten Sekunde des Powerplays seinen ersten Saisontreffer. Der weitere Spielverlauf gestaltete sich hitzig und Jan Tramm holte sich auf Hamburger Seite zwei Auszeiten und verbrachte je zwei Minuten in der Gesellschaft der Strafbankbetreuerin. Mit einem unspektakulären 2:1 ging es in die zweite Pause.

 


 


 

Im letzten Drittel ging es mit sechs Toren und sechs Strafen hoch her, wobei man das Gefühl bekommen konnte, dass das Schiedsrichtergespann den Überblick verlor. Nach nur 63 Sekunden eröffnete Dennis Reimer (Assists: Jan Tramm, Jordan Draper) den Ereigniskette. Als Antwort darauf gönnte sich Tom Pauker nach einem Halten an Dominic Steck zwei Minuten Ruhe. Der Hamburger Verteidiger Norman Martens zeigte seine Stürmerqualitäten, konnte aber mit seinen Mitspielern keine Chance verwerten. Dies gelang Tomas Kurka in der 45. Minute, als er den Puck in der Vorwärtsbewegung aus der Luft fischte, durch die Verteidigung der Crocodiles brach, nach einigen Schritten die Scheibe ablegte und Kai Kristian überwand (Assists: Marc Kohl, Tim Junge). Erneut sorgte die ausbleibende Schiedsrichterentscheidung für Stirnrunzeln bei den Fans. In der 47. Spielminute hieß es erneut Powerplay für Hamburg: Jonas Gerstung verabschiedete sich wegen Beinstellens. Dies quittierten die Gastgeber schon nach 24 Sekunden mit dem 4:2 durch Norman Martens, assistiert von Dennis Reimer und Jordan Draper. Sieben Minuten vor dem Schlusspfiff wurde vier gegen vier gespielt, als Jonas Gerstung zwei Minuten für ein Halten kassierte und sich Thomas Zuravlev wegen unsportlichen Verhaltens dazugesellen musste. 19 Sekunden später stieg der Puls auf den Rängen, als auch Joshua Rabbani ebenfalls auf die Strafbank geschickt wurde und es mit vier gegen drei weiter ging. Die Uhr zeigte 6:37, als Jordan Draper (Assists: Norman Martens, Dennis Reimer) dafür sorgte, dass Jakub Urbisch zum fünften Mal hinter sich greifen musste.

 

Das kurzzeitige Vier-gegen-vier wurde durch die Strafzeit für Rico Rossi in eine Unterzahl für Hamburg umgemünzt, kurz darauf durfte Thomas Zuravlev wieder mitmischen. Nach 20 Sekunden Vier-gegen-fünf aus Hamburger Sicht, machten sich der Schiedsrichter samt Linesmen nicht gerade Freunde in Hamburg, als sie ein zweifelhaftes Tor anerkannten (Torschütze: Joshua Rabbani, Assists: Tomas Kurka, Roman Tomanek). Großes Gewirr um das Hamburger Tor ließ nur wenig Einsicht zu. Der Puck, hinter das Tor gebracht, schien sich plötzlich darin zu befinden, obwohl Kai Kristian die Scheibe auf dem Rücken liegend mit seiner Stockhand durch das Netz abdeckte und den rechten Pfosten mit der Schiene sicherte. Da war es nicht verwunderlich, dass ca. 1200 Hamburger, inklusive der Mannschaft, ihren Unmut Kund taten – allen voran der tobende Torhüter. Schlussendlich brachte dies den Rostockern nichts, als sie in der Schlussphase unter Zugzwang den Goalie für einen sechsten Feldspieler aus dem Tor nahmen und Thomas Zuravlev (Assists: Patrick Saggau, Yannis Walch) mit dem 6:3 den Endstand besiegelte.

 

Als nächstes haben die Crocodiles Hamburg den Tabellen-Achten vor der Brust und die Mannschaft reist ins Indianerland (Freitag, 29.11.19, 20 Uhr).

 

 

 



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