Oberliga - Selber Wölfe gewinnt auswärts in Regensburg

 

(Oberliga/Selb) PM So spielt man auswärts. Am 8. Spieltag belohnen sich unsere Wölfe für eine starke Auswärtspartie und fahren mit einem 5:3 Sieg bei den Eisbären Regensburg drei wichtige Zähler ein. „Wir haben unsere Chancen gut genutzt und standen kompakt “, so lautete das Fazit von Wölfe-Trainer Henry Thom nach der Partie bei Radio Euroherz. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatten Wölfe-Stürmer Gelke mit zwei Treffern und einer Vorlage sowie Goalie Deske, der über die gesamte Spielzeit wie ein Turm in der Schlacht agierte und die Eisbären schier zur Verzweiflung brachte. Gelungen auch das Oberligadebüt von Kenny Turner. Thom: „Er hat seinen Job gut gemacht, arbeitet nach hinten, er wird uns helfen“.

 

2019 02 03 Regensburg Selb 005

(Foto: eishockey-online.com / Archivbild)

 


 

Wölfe unaufgeregt und clever

 

Guter Auftakt unserer Wölfe in der Donauarena. Die 1:0 Führung nach 20 Minuten war verdient, die Wölfe die optisch überlegene Mannschaft, den Tick besser und auch zahlenmäßig mehr Tormöglichkeiten auf der Habenseite als die Hausherren. Letztere bissen sich meist an der gutstehenden Wölfe-Defensive die Zähne aus. Auch das gute Wölfe-Forechecking schmeckte den Eisbären, die keinen richtigen Zugriff zum Spiel bekamen, keineswegs. Nennenswerte Torszenen gab es auch. Bär in Überzahl, Goalie Holmgren rettete im Nachfassen, auch gegen Hirschberger, der auf der linken Seite durchbrach, war der Eisbären-Schlussmann hellwach. Der Führungstreffer für uns lag sprichwörtlich in der Luft, aber McDonald, Gelke wie auch Graaskamp, scheiterten. Erst in der 14. Minute brach der Bann. Gelke schaltete nach einem Scheibenverlust im Mitteldrittel am schnellsten und lässt bei seinem Alleingang Holmgren nicht den Hauch einer Chance mit der verdienten Führung. Regensburg hatte auch einige gute Szenen, aber es fehlte anders als bei den unaufgeregt und clever agierenden Wölfen die Entschlossenheit. Keresztury und Flache gefährlich vor dem Wölfe Tor, Deske jedoch mit stoischer Ruhe der Sieger.

 

 

Wölfe versäumen dritten Treffer frühzeitig nachzulegen

 

Auch wenn die Eisbären sofort nach Wiederbeginn die erste Chance für sich verbuchen konnten, waren es weiter unsere Wölfe, die klar den Ton angaben. Bei den Schützlingen von Eisbären-Coach Pavlov lief spielerisch weiterhin nicht viel zusammen, was uns natürlich in die Karten spielte. Die Wölfe obenauf und die Überlegenheit wurde auch auf der Anzeigentafel sichtbar. Ein sehenswerter Spielzug fand seinen Abschluss mit dem 2:0. Regensburg zu weit weg vom Gegenspieler und Schiener konnte sich die Ecke aussuchen. Ein Treffer, der den ohnehin verunsicherten Einheimischen noch mehr zusetzte, Wölfe-Stürmer Schmidt mit zwei guten Szenen hätte das mögliche 3:0 nachlegen können. Wir machten vieles richtig, was fehlte, war ein weiterer Treffer, der eine Art Vorentscheidung hätte sein können. Dies sollte sich rächen. Als Regensburg bei seinem dritten Überzahlspiel durch Flache zum 1:2 Anschluss kommt, geben unsere Jungs kurzzeitig die Kontrolle des Spiels ab, Sauer mit Pfostenschuss und Alleingang, Herrmann zwingt Deske zu einer Glanztat. Die Pausensirene kommt zur richtigen Zeit, um sich wieder richtig ordnen zu können.

 

 


 


 

Wölfe mit kühlem Kopf und Glück in heißer Schlussphase

 

Kalte Dusche für unsere Wölfe. 87 Sekunden sind von der Stadionuhr, da schlagen die Eisbären abermals in Überzahl zu. Divis mit starkem Abschluss zum 2:2 lässt die einheimischen Fans jubeln und wieder hoffen. Regensburg nun wieder voll im Spiel, es folgten starke Minuten der Gastgeber, die uns massiv unter Druck setzten. Von den Wölfen nur noch vereinzelte Entlastungsangriffe, aber einer dieser bedeutete wieder die Führung. Gelke – Kopie seines ersten Treffers – mit dem 3:2 mitten in die Regensburger Druckphase. Als Graaskamp auf 4:2 stellt, leeren sich die ohnehin nicht gut gefüllten Ränge der Donauarena in Windeseile. All jene, die gegangen waren, versäumten aber eine hochdramatische Schlussphase – mit dem besseren Ende für die Gäste. Regensburg riskierte alles und wurde mit dem Anschlusstreffer belohnt – ohne Torhüter und in Überzahl fiel das 3:4. Dieses Ergebnis hatte kurz vor Schluss Bestand. Die Eisbären drückten mit aller Macht auf den Ausgleich, aber ihr Gegenüber verteidigte mit Mann und Maus. Mit Erfolg. 0,4 Sekunden vor der Sirene besorgte McDonald per Empty Net den 5:3 Endstand.

 

 

Mannschaftsaufstellungen

 

Eisbären Regensburg: Holmgren (Fössinger) – Heider, Gulda, Schütz, Vogel, Weber, Heger, Schiller, Tippmann – Tausch, Gajovsky, Divis, Ontl, Keresztury, Flache, Sauer, Guft-Sokolov, Reisnecker, Mühlbauer, Herrmann, Trinkberger

 

Selber Wölfe: Deske (Kümpel) – Ondruschka, Nijenhuis, Bär, Müller, Silbermann, Böhringer – Gare, Schmidt, McDonald, Graaskamp, Gelke, Kabitzky, Schiener, Hirschberger, Turner, Klughardt

 

 

Tore, Strafzeiten, Zuschauer

 

Tore:

14. Min. 0:1 Gelke (Kabitzky, Bär)

24. Min. 0:2 Schiener (Turner, Hirschberger)

38. Min. 1:2 Flache (Weber, Ontl; 5/4)

42. Min. 2:2 Divis (Tausch, Gulda; 5/4)

44. Min. 2:3 Gelke (Bär, Müller)

54. Min. 2:4 Graaskamp (Gelke, Müller)

57. Min. 3:4 Heider (Divis, Gulda; 6/4)

60. Min. 3:5 McDonald (Gare; empty net)

 

Strafzeiten: Regensburg 6; Selb 10


Zuschauer: 1.821


Schiedsrichter: Feistl (Höck, Pletzer)

 

Strafen: Kassel:16 Bayreuth:14 PP: Kassel: 0/4 Bayreuth: 1/5


Torfolge: 0:1 (8.) Järveläinen (Schmidt, Gron), 1:1 (18.) Sheveryn (Bettahar, Burns), 1:2 (39.) Lillich (Gron, Karlsson) PP1, 2:2 (56.) Christ (Spitzner, Müller), 3:2 Christ (Walters, Müller)

 

 

 

 



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