Oberliga – „Hamburg ist viel schöner als Berlin!“ Crocodiles begeistern ihre Fans mit einem 8:2 Sieg über ECC Preussen

 

(Oberliga/Hamburg) (Karsten Freese) 8 Tore vor heimischem Publikum, das konnte sich sehen lassen. Der kleine Hamburger Kader kämpfte aufopferungsvoll und belohnte sich am Ende reichlich. Leider verloren die Hamburger mit Ludwig Synowiec auch noch ihren derzeit wichtigsten Abwehrspieler. Das ist langsam mehr als ein Team verkraften kann zumal die Verletzung völlig unnötig war.

 

KF 17 SP Quali Crocodiles Preussen Berlin EOL

 (Foto: Karsten Freese)

 


 

Anfangs sah es gar nicht nach einem derartigen Kantersieg aus, eher nach einer engen Kiste oder sogar nach einer schleichenden Heimniederlage denn Berlin kam sehr forsch und offensiv daher. Hamburg reagierte trotz des Auswärtserfolges am Freitag in Braunlage beeindruckt von den überlegenen Gästen und legte zunächst den Rückwärtsgang ein. Es kam wie es kommen musste, wie es schon so oft in Hamburg Farmsen diese Saison kam. Gast gibt Vollgas auf das Hamburger Tor, Scheibe liegt irgendwann im Hamburger Tor. 1:0 durch Justin Ludwig in der 10. Minute aber anstatt demütig sein Spiel aufzubauen platzte Josh Mitchell auf Hamburger Seite offenbar endgültig der Kragen. Ein kurzer, knackiger Lauf aufs Tor und Mitchell stellte das Kräfteverhältnis wieder auf Solide Füße. 1:1 und das in der 10. Minute – immer noch. Einen Rückstand in 17 Sekunden zu egalisieren wirkt offenbar Wunder denn Hamburg stand plötzlich mitten auf dem Eis statt nur daneben.


Jetzt lief das Spiel in die andere Richtung und in Minute 14 lagen dann auf einmal die Gastgeber vorn. Ein durchdachtes Zuspiel von Mitchel auf den diagonal anlaufenden André Gerartz und aus spitzem Winkel fand der Puck seine letzte Ruhe in den Maschen der Berliner. Eigentlich ist der Laufweg des Spielers bei einem Tor eher uninteressant und nebensächlich aber an diesem Tag sollte dieses Detail noch wichtig werden. Gerartz war schon am Freitag im Harz mit 4 Treffern der überragende Torschütze auf Hamburger Seite und auch an diesem Tag ging sein Spiel nur in eine Richtung. Bereits 2 Minuten später lief eine Art Wiederholung: Gerartz diagonal, diesmal angespielt von Brad McGowan, spitzer Winkel, Scheibe drin, 3:1 Hamburg. So leicht kann es sein, wenn der Gegner eine gewisse Lernschwäche an den Tag legt.


Berlin aber noch nicht am Ende mit seinem Latein. Felix Braun in der 19. Minute auf Julian van Lijden und mit nur noch 3:2 aus Hamburger Sicht ging es in die Pause aus der Hamburg aber hochmotiviert bis übermütig zurückkehrte. Eine gute Minute gespielt und wieder war es André Gerartz, diesmal nach Vorlage von Moritz Isreal – 4:2. Ausnahmsweise nicht diagonal aber mindestens genauso schön. Es dauerte genau bis zur 24. Minute bis abermals André Gerartz im Mittelpunkt stand und mit ihm der Berliner Chritopher Lijdsman. Das Halten des Stocks von Gerartz wurde von Schiedsrichter Michael Fendt bereits angezeigt aber urplötzlich ging es zwischen den beiden Spielern extrem hart zur Sache – so hart, dass Fendt den Ultima Ratio Weg wählte. 14 Minuten Pause für Lijdsman, Gerartz mit kostenlosem Stockhalte-Upgrade auf 16 Minuten. Generell wirkte diese Entscheidung sehr hart bis übertrieben aber es sollte sich noch zeigen, dass Michael Fendt offenbar den richtigen Riecher hatte, wohin sich diese Partie noch entwickeln würde. Kaum auf den Strafbänken angekommen, erhoben sich beide Spieler. Allerdings gingen sie diesmal nicht aufeinander los, sondern aufeinander zu um sich, über die Köpfe des Zeitnehmer Teams hinweg, die Hand zu reichen. Es sah aber zunächst aber eher befrohlich aus. Das Team Yau, Schwinge und Wenzel dürfte seinen Job für einen winzigen Moment gehasst haben.


Hamburg nun ohne seinen hochmotivierten Scorer aber trotzdem nicht ohne Tore. 33. Minute und Tobi Bruns nach Pass von Reichert mit der Scheibe in die Berliner Zone unterwegs, 1-auf-1 Situation gegen Max Janke. Selbst die Bambinis in Hamburg wissen, dass man Bruns nicht unbeaufsichtigt mit dem Puck herumlaufen lässt, Janke jetzt auch. Eine mehr als sehenswerte Einzelaktion und das 5:2 für die Crocodiles. Spätestens jetzt konnte sich selbst der letzte Zweifler auf den Rängen nicht mehr beschweren. Jetzt spielte nur noch Hamburg und es machte der kleinen Resttruppe sichtbar Spaß.


Semjon Bär in der 40. Minute auf Anton Zimmer, schnell noch den gestressten Olafr Schmidt im Berliner Tor gefoppt und rein mit dem 6:2. Auch diese Aktion wieder, genau wie bei 5:2 durch Bruns, eingeleitet und „powered bei Synowiec“, dem unentbehrlichen Hamburger Neuzugang. Die ersten Rufe nach einem zweistelligen Ergebnis wurden laut aber zunächst rief der Pausentee die Teams in ihre Kabinen.


Schiedsrichter Fendt, unterstützt durch seine Linesmen Nielsen und Tuchel, hatte die Partie bis hierher auch sehr gut im Griff, obwohl es nach außen zeitweise pingelig und übertrieben autoritär wirkte. Offenbar hatte Fendt aber vor allen anderen in der Halle gespürt was sich auf dem Eis anbahnte denn das Spiel wurde zum Ende des zweiten Drittels ruppiger bis es im Schlussabschnitt dann stellenweise rabiat ablief – leider verlor das gestreifte Team hier mehr und mehr den Faden und zugleich auch den Überblick. Was Berlin dort zeigte war, man muss es leider so deutlich sagen, eine Unsportlichkeit sondergleichen. Die Hamburger Fans hatten mehrfach recht als sie etwas skandierten, was sich ungefähr wie „schlechte Verlierer“ anhörte. Natürlich ist man frustriert, wenn man 2:6 hinten liegt und keine reelle Chance hat und natürlich passiert dann die eine oder andere Szene die man unter normalen Umständen eher vermieden hätte. Das ist zwar nicht schön aber es ist menschlich, alle Teams haben so etwas schon erlebt. Für übertriebene Härte und üble Fouls gibt es allerdings Grenzen und die wurden von Berliner Seite nun regelmäßig überschritten. Unnötig und dumm, mehr lässt sich darüber kaum sagen.


Leo Prüßner durfte den Kuchen dann in der 47. Minute aus dem Ofen holen und BradMc Gowan sorgte in der 58. Noch für die Schlagsahne mit dem 8:2 Endstand. Leider wurde Ludwig Synowiec zwischen diesen beiden Treffern Opfer einer der besagten Berliner Wutausbrüche und musste verletzt das Eis verlassen. Genauere Informationen über Art und Schwere der Verletzung werden im Laufe der Woche erwartet.


Herbert Hohenberger zeigte sich, wen wundert es, auch vergnügt und hochzufrieden mit seiner Mannschaft die nach diesem 6-Punkte Wochenende wieder auf Platz 9 der Tabelle vorgerückt ist bevor es am Freitag zum Auswärtsspiel nach Herne geht.



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