Oberliga – Hamburg erarbeitet sich gegen Preussen Berlin den zweiten Heimsieg in Folge

 

(Oberliga/Hamburg) (Karsten Freese) Streng genommen fehlt im Titel noch das Adjektiv „mühsam“ aber man kann Kritik auch übertreiben. In Hamburg muss man angesichts der Lage kleine Erfolge und positive Aspekte honorieren, deshalb wurde in diesem Fall der Titel entsprechend formuliert. Wenn man aber einen Bericht schon derart ungewöhnlich einleitet dann kann man auch in diesem Stil fortfahren was dem Verfasser in diesem Fall sehr entgegenkommt.

 

KF 7 SP Quali Crocodiles Preussen Berlin eol
(Foto: Karsten Freese)

 


 

Selten beginnt eine Berichterstattung mit dem Schiedsrichtergespann und falls doch dann ist der Kontext meist nicht positiv. Im Vorwege der Partie mag wohl der eine oder andere Eishockeyfan scharf die Luft eingesogen haben als der Schiedsrichter bekannt gegeben wurde, aber das Team um Ali Soguksu lieferte gestern Abend in Hamburg eine Leistung ab, die mit Fug und Recht als „sehr gut“ und „nahezu ohne Beanstandung“ bezeichnet werden muss. Damit waren Soguksu, Huttenlocher und Laudan den beiden Mannschaften dann auch ein ganzes Stück voraus.

 


Dennoch erlebten mehr als 1300 Zuschauer ein unter dem Strich spannendes und zeitweise ereignisreiches Spiel, in dem sich die Crocodiles am Ende verdient mit 3:1 durchsetzten, auch wenn der Weg bis dorthin nicht leicht war. Gerüchten zufolge hatte der Eismeister noch bis in die späte Nacht zu tun um die zahlreichen Großchancen wegzuräumen die beide Teams auf dem Eis hatten liegen lassen. Zeitweise wurden Pucks im letzten Moment und so knapp von der Torlinie gekratzt, die auf der südlichen Halbkugel dank der Corioliskraft ins Tor gedreht worden wären, aber so blieb es bei einem relativ torarmen Spiel.

 


Beide Teams kamen verhältnismäßig schnell aber auch sehr unsicher und fahrig in die Partie. Hamburg mit sehr viel Zug zum Tor, dort aber mit gewohnter Abschlussschwäche. Berlin dadurch häufig unter Druck, dafür mit sehr schnellen Kontern, die dann leider regelmäßig und früh in der Hamburger Defensive verpufften. Ja, richtig, die Hamburger Defensive. Das ist weder ein Schreibfehler noch eine Wahrnehmungsstörung, inzwischen muss man der kleinen Hamburger Abwehr zugestehen „so langsam wird es was“. Besonders Fabian Calovi hatte einen Paradetag erwischt. Defensiv so konsequent und Angreifern gegenüber ebenso intolerant wie Tim Marek, offensiv ebenso gefährlich und durchdacht wie Neuzugang und Glücksgriff Ludwig Synowiec. Dahinter Kai Kristian, Goalie mit Türsteherambitionen, dort kam man nicht so leicht rein. Calovi hatte dann in der 9. Minute auch die frohe Botschaft auf dem Schläger, 1:0 in einem ansonsten eher überschaubaren Spiel bis zu diesem Zeitpunkt. Hamburg in dieser Phase immer stärker werdend, Berlin mit dem Rücken immer mehr zur Wand stehend, lediglich Olafr Schmidt im preussischen Gehäuse konnte schlimmeres verhindern.

 


Einen Aufreger hielt dann die 19. Minute bereit: Christopher Schimming ohne wirklich Not mit einem Kniecheck gegen Thomas Zuravlev. Als Ultima Ratio gegen einen durchbrechende Stürmer wäre die Aktion schon mehr als fragwürdig gewesen, in dieser Situation komplett unnötig und dumm. Ali Soguksu ahnte offenbar schon was kommen könnte aber Zuravlev war schneller. Schimming ging durch Zuravlevs rechte Gerade K.0. als wäre er in die Faust von Mike Tyson gelaufen und Ringrichter Soguksu brach den Kampf ab. Der Sieger musste allerdings, genau wie Schimming, zur verfrühten Pause gehen.

 


Die große Pause tat dann beiden Teams nicht wirklich gut. Was im zweiten Spielabschnitt passierte, lässt sich auf seriösem Weg nur schlecht beschreiben. Würde man spöttisch sagen „was Hamburg vermurkste, wurde dann von Berlin endgültig vertändelt“ dann liegt man schon sehr nah an der Realität. Ein scheinbar endloses hin und her, Scheibenverluste hüben wie drüben und Fehler auf beiden Seiten, wo selbst Kleinschüler noch einen roten Kopf bekommen hätten. Lediglich der Ausgleich durch Brian Bölke in der 24. Minute war erwähnenswert.

 


Wesentlich spannender gestaltete sich dann das Schlussdrittel. Hamburg wieder mit mehr Konzentration und durchdachterem Spiel als Berlin. Hamburg mit einer Taktik die weniger von Glanz, dafür umso mehr von Kampfgeist und Motivation geprägt war und das junge Hamburger Energiebündel Prüßner erleichterte die Fans dann in der 47. Minute mit der erneuten Führung, als er in einer fast unüberschaubaren Situation vor dem Berliner Tor den Überblick behielt und, wie auch immer er das angestellt hat, die Scheibe zum 2:1 ins Netz brachte.

 


13 Minuten Restspielzeit, was nun? Weiter offensiv gehen birgt eine Menge Risiko, wenn man nicht zügig zu weiteren Treffern kommt und die dünne Führung einfach nur zu verwalten erfordert defensiv eine hohe Disziplin, aber die Hamburger Abwehr zog ihr Spiel konsequent weiter durch und stärkte den Stürmern damit enorm den Rücken. Die Zeit lief und lief, Berlin brauchte dringend einen Plan B um zumindest noch einen Punkt retten zu können aber auch eine Auszeit kurz vor Schluss und ein zusätzlicher Feldspieler brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg. Das Publikum stand bereits und feierte den vermeintlichen zweiten Heimsieg im neuen Jahr als Thomas Zuravlev die Scheibe in der neutralen abfangen konnte und auf und davon war. 6 Berliner Feldspieler mussten resigniert mitansehen wie die Anzeige auf 3:1 sprang und Hamburg den Deckel draufmachte.

 


Minuten zuvor hatten beide Teams noch die zahlreichen, zwischenmenschlichen Krisen untereinander klären dürfen woraufhin je zwei Spieler pro Mannschaft auf den kleineren Bänken platznehmen mussten. Zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich notwendig aber für die Fans durchaus sehenswert. Sicherlich kein Spiel für die Geschichtsbücher, aber wichtige 3 Punkte für die Hamburger Seele und ein zumeist kurzweiliges Eishockeyspiel.

 



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