Oberliga - Crocodiles Hamburg vergeben wichtige Heimpunkte gegen die Füchse Duisburg

 

(Oberliga/Hamburg) (Karsten Freese) Die Hände schon an den drei Punkten gehabt und auf der Zielgeraden wieder verloren. So musste wohl die Kurzfassung lauten als die Crocodiles Hamburg gestern Abend vom Eis gingen. Duisburg durfte spät jubeln und einen 3:5 Auswärtssieg für sich verbuchen.

 

KF 14 SP Hamburg Duisburg eol

 (Foto: Karsten Freese)

 


 

Nach einem 7:1 Auswärtserfolg in Braunlage wollte Hamburg an diesen Erfolg anknüpfen und sein Wochenende mit 6 Punkten krönen. Eine gute und verständliche Planung aber Duisburg ist in der aktuellen Phase schwer einzuschätzen. Zeitweise extrem stark aber manchmal auch einfach zu  phlegmatisch. Beide Teams kamen schnell und druckvoll in die Partie wobei Duisburg in der Anfangsphase die Oberhand hatte. Hamburg brauchte eine gewisse Anlaufphase, spielte dann aber bald auf Augenhöhe.
 
An Möglichkeiten mangelte es weder den Crocodiles noch den Füchsen, das 0:0 zur ersten Pause war eher die Folge einer beiderseitigen Abschlussschwäche und nicht zuletzt der guten Tagesform von Kai Kristian und Christoph Mathis. Würde man sich extrem weit aus dem Fenster lehnen dann könnte man konstatieren: Bereits in dieser frühen Phase der Partie boten die Füchse den Heimsieg an aber die Crocodiles griffen nicht energisch genug zu. Der Neuaufbau des Hamburger Systems, er wird von Spiel zu Spiel immer sichtbarer aber er ist noch nicht greifbar genug. Satte 30 Strafminuten boten die Gäste den Crocodiles im ersten Drittel an, zwei 10-minütige Strafen inklusive. Doppelte Überzahlsituation für Hamburg, es kam nichts dabei heraus. Zu kompliziert die Spielweise des Einzelnen, zu wenig kaltschnäuzig, zu inkonsequent.
 
Wenn du zu fünft bist und nur noch drei Gegenspieler hast dann musst du mehr daraus machen zumal die Duisburger kaum das Ende einer 2-Minuten Strafe abwarteten und sich, offenbar lernresistent, gleich wieder auf die Strafbank setzten, gerne auch in kleinen Gruppen. Herbert Hohenberger predigt es wie eine Gebetsmühle aber es erreicht die Spieler bislang nicht final genug: „Bringt die schwarze Scheibe in das kleine Tor auf der Gegenseite. Muss nicht schön aussehen, muss nicht morgen auf den Titelseiten erscheinen, muss nur dort rein. Gerne auch mehrfach, wie ist egal. Gibt jedesmal 1 Punkt, ob schön oder nicht!“. Der Anzeigetafel waren Hohenbergers Ansagen egal, in stoischer Ruhe zeigte sie Nullen und schickte die Teams in die Kabinen.

 

Das Powerplay der Duisburger war an diesem Tag zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, in der 27. Minute reichte es den Füchsen aber zur Führung. Da hatte Hamburg den Salat, trotz zahlreicher Möglichkeiten lag man mit 0:1 hinten. Unnötig war es, vermeidbar wäre es gewesen aber auch davon stand nichts auf der Anzeige, nur ein nüchternes 0:1. Zum Glück wirken solche Rückstände in Hamburg generell wie eine Initialzündung und wenn Hohenberger zumindest eine Sache in die Köpfe seiner Spieler bekommen hat dann ist es diese: „wenn du selbst eine Reihe von Fehlern machst dann nutze aber zumindest auch die Fehler des Gegners aus“ und das klappte sehr gut. Kleinste Fehler des Gegners ausnutzen und in den eigenen Vorteil ummünzen, das beherrschen die Crocodiles inzwischen. Dem Angriff auf das eigene Tor den Wind aus den Segeln nehmen, schnelles umschalten und auf geht es in die Gegenrichtung.

 

Brad McGowan in der 29. Minute mit dem Ausgleich, Duisburg leider in gleicher Minute mit erneuter Führung durch Sam Verelst aber das kennen die Crocodiles schon, so etwas tut der Hamburger Moral nichts. Thomas Zuravlev in der 33. Minute auf und davon Richtung Duisburger Tor, da blieb Cornelius Krämer nur noch die Version ultima ratio – 2 Minuten Zeit für Krämer um alles erneut zu überdenken und Penalty für Zuravlev – lange gezögert, Mathis im letzten Moment aussteigen lassen und ein bildschönes Tor. Der erneute Ausgleich und ein strahlender Thomas Zuravlev.
 
Man konnte sich darüber streiten welches der beiden Tore schöner war, als Norman Martens in der 35. Minute seinem Ex-Club das 3:2 in Überzahl einschenkte, gut und wichtig waren beide Treffer. Dennoch fehlte etwas zum Hamburger Glück und das waren die ein oder zwei Tore aus dem ersten Drittel, die nie gefallen sind. Eine so knappe Führung über die restliche Zeit zu bringen oder gar noch signifikant auszubauen, schwer. Ganz schwer. Nicht gegen ein Team wie Duisburg und schon gar nicht wenn sie so knapp in Rückstand geraten und sauer werden. Die Füchse kamen zum letzten Drittel mit einem gehörigen Schub Motivation aus der Kabine und setzten die Hamburger Abwehr erheblich unter Druck. Eine Weile ging das noch gut aber in der 46. Minute war wieder alles offen.  Raphael Joly zum 3:3 Ausgleich und noch viel Zeit um erneut in Führung zu gehen, für beide Seiten.
 
Das tat dann leider Duisburg. Lars Grözinger in der 48. Mit dem 3:4 aus Hamburger Sicht und den Crocodiles wurden langsam die Beine schwer zumal die Füchse ihre Chance auf die Auswärtspunkte mit Zähnen und Klauen verteidigten. Kai Kristian musste von der Bank mit anschauen wie der Puck 41 Sekunden vor Schluss in sein leeres Tor rutschte und jede Hoffnung auf eine Overtime zunichtemachte. Viele Fehler auf beiden Seiten aber ein spannendes, wenn auch phasenweise überhartes Spiel war zu Ende.

 

Am kommenden Freitag erwarten die Crocodiles den direkten Tabellenkonkurrenten aus Herne vor eigenem Publikum, die Füchse Duisburg treten auswärts beim ECC Preussen Berlin an.

 



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