Oberliga – Knappe Heimniederlage für Timmendorf. Rostock entscheidet das Ostseederby für sich

 

(Oberliga/Timmendorf) (Karsten Freese) Ein Spitzenspiel ist noch keine Garantie für ein spannendes Spiel, ein Derby im Norden dagegen schon. Dabei begann alles so harmlos und beschaulich.

 

KF 10 SP EHCT06 Rostock Piranhas eol
(Foto: Karsten Freese)

 


 

Beide Teams kamen relativ ruhig in die Partie, man könnte es beinahe verhalten nennen. Minutenlanges Abtasten und wenig Zug zum Tor, so ging es über 10 Minuten dahin bis Timmendorf sich ein Herz nahm und entschlossen auf das Rostocker Tor drängt -  Kenneth Schnabel zum 1:0 für den EHTC 06 und schon war Leben in der Partie. Gerade noch hatte Timmendorf die Erste Unterzahlsituation schadlos überstanden und antwortete treffend. Rostock war zwar nun gewarnt aber wenig beeindruckt, die Piranhas gingen ebenfalls auf Offensivkurs, was dem Timmendorfer Konterspiel aber immer wieder Chancen bot. Das neue Spielsystem von Steve Pepin kann für den Gegner sehr gefährlich sein, das musste Rostock gute zwei Minuten später dann auch einsehen – 2:0 für die Hausherren durch Kevin Kunz. Da staunten die rund 900 Zuschauer nicht schlecht. 2 Tage zuvor hatte man die Punkte noch beinahe kampflos in Braunlage liegen lassen und nun führte man die Nachbarn aus Rostock in eigener Halle vor. So konnte und durfte es auf Seiten der Piranhas nicht weitergehen und die kamen dann auch mit einer ganz anderen Einstellung aus der Kabine.


Die Piranhas im zweiten Abschnitt dann auch deutlich stärker,  wobei sie auch zuvor keine schlechte Leistung zeigten aber nun kam der unbedingte Wille vor dem gegnerischen Tor dazu und das wurde relativ schnell belohnt. Michal Bezouska nach Zuspiel von Kevin Piehler zum 1:2 Anschlusstreffer, 3 Minuten später vertauschte Rollen. Jetzt Bezouska auf Piehler und schon war die Timmendorfer Führung dahin. Wie schon bei den Nachbarn in Hamburg am Freitag musste das Schlussdrittel die Entscheidung bringen, eine seltsame Parallele wie sich noch zeigen würde.


Hochmotiviert traten die beiden Mannschaften zu den letzten 20 Minuten an und so mancher Spieler zeigte sich beinahe übermotiviert. Timmendorf war zu diesem Zeitpunkt noch in Unterzahl, Tauno Zobel verbüßte den Rest einer zweiminütigen Strafe nachdem er bereits 12 Minuten kassiert hatte an dem Tag aber das war harmlos im Vergleich zu dem, was nun folgen sollte. Max Wasser in der 43. Minute mit einer 2 Minuten Strafe die so unnötig wie unpassend war. 33 Sekunden brauchte Alexander Seifert und die Piranhas lagen an diesem Abend zum ersten Mal in Führung.


Alles noch kein Grund zum Verzweifeln, viel Zeit auf der Uhr und Timmendorf drückte mit schnellem Spiel auf das Gästetor. Rostock parierte diese Angriffe mehr als unglücklich. Man befand sich nach wie vor in der 43. Minute und Pascal Kröber kassierte 2 Minuten – keine Minute später gesellte sich Alexander Seifert zu Kröber auf die Strafbank und weil 3 Feldspieler die Partie noch nicht spannend genug machen, gönnte sich Rostock noch den Luxus zu vieler Spieler auf dem Eis. Da lief etwas schief bei den Piranhas, die überraschende Führung hing plötzlich am seidenen Faden und dieser riss nach wenigen Sekunden. Patrick Saggau brachte die Jungs vom Timmendorfer Strand in Überzahl wieder auf Augenhöhe. Toll für die Fans, bitter für Rostock aber noch gute 15 Minuten auf der Uhr. Das versprach noch spannend zu werden zumal Kevin Piehler auf Rostocker Seite mit dem Ausgleichstreffer auch noch 10 Minuten kassierte.

 
Nun war Timmendorf an der Reihe – allerdings ebenfalls mit Zeitstrafen. Die 2 Minuten von Cedric Montminy konnte man noch geschickt abfedern aber in Minute 53 nahm sich Sebastian Brockelt einfach mal ein Herz, schnappte sich in der neutralen Zone die Scheibe und lief los. Ausnahmsweise waren in diesem Moment alle Spieler auf dem Eis und gegen drei Timmendorfer sah die Aktion auch nicht wirklich gefährlich aus. Sagen wir mal so: Wäre es einem der drei besagten Timmendorfer gelungen Brockelt zu stoppen, dann hätte dieser nicht den bildschönen Treffer zur 3:4 Führung aus Rostocker Sicht machen können aber würde-hätte-wäre zählte jetzt nicht, es galt nur die Anzeigetafel und dort war groß zu lesen „Timmendorf, es wird jetzt sehr schwer für euch!“.


Timmendorf gab aber noch nicht auf obwohl Kröber und Clairmont kurz darauf aneinandergerieten und Pause machen durften. Noch gut 2 Minuten Restspielzeit aber die knappe Führung bis zum Ende zu verwalten - das erschien Rostock offenbar zu banal, zu einfach. Michal Bezouska entschied sich für eine spannendere Variante und setzte sich für 2 Minuten auf die Strafbank. Auszeit Timmendorf und man konnte ahnen was Coach Steve Pepin nun ansagen würde. Gleiche Marschroute wie in Hamburg am vergangenen Freitag nur das der Torabstand hier deutlich knapper war: Torwart vom Eis und ein zusätzlicher Feldspieler rauf. 1 Minute 18 auf der Uhr und eine 6 gegen 4 Situation um sich in die Overtime zu retten. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Rostock mobilisierte seine letzten Reserven und die Zeit lief erbarmungslos herunter. Sirene ertönt, Punkte weg, Rostock feierte ausgiebig mit seinen etwa 150 Fans die mit nach Timmendorf gereist waren.


Schade für den EHCT06, ein tolles Spiel gemacht aber am Ende war Rostock dann 2% besser und das gab dann den Ausschlag.



timmendorf neu 2017

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