Oberliga – Crocodiles Hamburg: Sie sind wieder da!

 

(Oberliga/Hamburg) (Karsten Freese) Nach der Heimniederlage gegen Leipzig am vergangenen Sonntag wurde viel geschrieben, eine Menge geschimpft und so manch ein Spieler für seine Leistung kritisiert. 2 Spiele und 6 Punkte später ist das alles längst Vergangenheit.

 

KF 8 SP Crocodiles HH BD Erfurt 1
(Foto: Karsten Freese)

 


 

Herbert Hohenberger hatte nach dem letzten Spiel nicht nur gehörig auf den Tisch gehauen, es wurden auch eine Menge kleiner Details auf und neben dem Eis verändert. Die Trainingseinheiten wurden fokussiert und Hohenberger blieb nach den, für ihn zur Zeit typischen, 14 Stunden Arbeitstagen oft nur die Massagepritsche in seinem Büro als Schlafplatz. „Um 23 Uhr nach Hause zu fahren macht einfach keinen Sinn mehr. Da lege ich mich eine Stunde auf die Pritsche und kann dann gleich mit Videoanalyse weitermachen“ erklärte Hohenberger vor dem Spiel. Viele Menschen spielen Eishockey, der 48-jährige Villacher lebt es.


Die Vorbereitung war offenbar erfolgreich. Bereits am Freitag schlugen die Crocodiles die Black Dragons in Thüringen mit 5:0 aber es war davon auszugehen, dass die Erfurter nicht nach Hamburg reisen würden, um ihre Punkte bei einem Pott Kaffee dazulassen.


Das erste Drittel begann sehr ausgeglichen. Beide Teams zeigten kein überragendes aber ein optisch durchaus sehenswertes Eishockey. Schnelle Spieleröffnung auf beiden Seiten, lange Pässe in die neutrale Zone und dann rauf auf die gegnerische Abwehr. Das konnte sich sehen lassen auch wenn es keinem Team etwas zählbares einbrachte. Speziell die mangelnde Torgefahr stellt zur Zeit das größte Problem der Erfurter da. Es ist nicht so, dass die Black Dragons schlechtes Hockey spielen würden. Ganz im Gegenteil – würden nur 20% der Erfurter Angriffe hinter dem gegnerischen Torwart landen dann würde die Tabelle ganz anders aussehen aber, wie Thomas Belitz nach dem Spiel kommentierte „Ich kann in vielen Situationen der Mannschaft keinen Vorwurf machen außer das wir keine Tore schießen […] mit so vielen Chancen muss man anders dastehen“.


Kurz vor Ende des ersten Drittels leisteten sich die Hamburger dann einen herben Schnitzer. Schiedsrichter Eugen Schmidt genehmigte Tim Marek bei 18:26 eine kurze Pause und 29 Sekunden später gesellte sich Semjon Bär für 2 Minuten dazu. 3 zu 5 Unterzahl überstanden die Hamburger dann aber zum Glück schadlos wenn man es hanseatisch sieht.


Hamburg wirkte bis zu dieser doppelten Hinausstellung immer noch etwas gehemmt, als läge noch etwas auf ihnen. Die Fans standen wie immer hinter ihrem Team und trotzdem wirkten die Crocodiles wie Lausbuben die etwas ausgefressen hatten und ihren Eltern nicht unter die Augen treten mögen, obwohl die Eltern ihnen längst verziehen haben. Das änderte sich dann recht bald im zweiten Abschnitt – Thomas Zuravlev, schon am Freitag in Erfurt zweimal erfolgreich, legte das 1:0 auf und nun war der Knoten endgültig geplatzt und die Familie war wieder 100% beisammen. Erst an diesem Wochenende wurde richtig sichtbar, wie groß die Lücke war, die durch die Gehirnerschütterung von Zuravlev in den letzten Spielen entstanden ist. Das reichte dem Stürmer aber noch nicht, 7 Minuten später jubelten die Hamburger erneut über ihren Teamkollegen und sein 2:0. Josh Mitchell steuerte Sekunden vor der letzten Pause noch das 3:0 bei und in Hamburg konnte man mit gutem Gewissen sagen „Läuft!“


Der Schlussabschnitt brachte dann auch keine generelle Änderung des Spiels – sagen wir mal fast keine. Erfurt wie gewohnt mit schönem Spiel und Hamburg mit Toren. Thomas Zuravlev verschönte sich den Tag mit seinem dritten Treffer und der immer gefährlicher werdende André Gerartz legte das 5:0 obendrauf. Die Fans feierten bereits ausgelassen ihr Team und Torwart Kai Kristian innerlich vielleicht schon seinen zweiten Shutout an diesem Wochenende.


Etwa drei Minuten vor Schluss musste Daniel Reichert für 2 Minuten vom Eis und Enrico Manske verpasste dem perfekten Hamburger Wochenende eine unschöne Schramme mit dem 5:1. Sei es drum, mit 6:0 Punkten und 10:1 Toren aus einem Wochenende geht es für die Crocodiles am kommende Freitag nun gegen die Hannover Indians vor heimischem Publikum und die Black Dragons müssen bei den Scorpions in Hannover antreten. In Hamburg scheinen die Segel wieder gesetzt zu sein und Hohenbergers Schiff befindet sich wieder auf Kurs.

 



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