(DEL/Mannheim) MH Nach den beiden dramatischen Spielen der Wolfsburger und Mannheimer und deren damit verbunden Einzug ins Halbfinale, stand heute schon das erste Halbfinalspiel auf dem Programm. Für den verletzen Huhtala rückte Felix Schütz in die vierte Reihe auf Seiten des Gastgebers, während es beim Gast keine Veränderungen gab.

( Foto City-press )
Schon nach 45 Sekunden hätten die Gäste in Führung gehen können, doch Endras verhinderte einen frühen Rückstand. Wolfsburg agierte in seinem typischen 1-2-2 System, sehr defensiv und der Versuch mit schnellen Kontern den Gegner zu überraschen. Die ersten Minuten bestimmte das Cortina-Team, ohne jedoch weitere große Chancen zu erspielen.
Die Adler taten sich lange sichtlich schwer, um in ihr Spiel zu finden. Die Grizzlys machten sich dann selbst das Leben schwer und zogen zwei Strafen in Folge, so dass es zu einem 5 gegen 3 kam. Hier schoss Eisenschmid auf das Tor von Strahlmeier, traf zwar den Puck nicht richtig aber dieser ging von der Kufe von Desjardins zum 1:0 über die Linie. Der Tabellenerste war danach spielbestimmend und nahm die Führung mit in die Kabine.
Das zweite Drittel begann mit viel Tempo auf beiden Seiten. Plachta hatte die erste gute Chance schon nach 30 Sekunden. Auf der anderen Seite musste Endras gegen Olimb bei angezeigter Strafe wieder einen Big Save auspacken. Beim anschließenden Powerplay erzielte Machacek den Ausgleich per Abstauber. Das Spiel war nach dem Ausgleich etwas offener. Järvinen scheiterte bei einem Konter am eigenen Mann, sonst wäre hier wohl die Führung gefallen.
Die Kurpfälzer erhöhten gegen Ende des Drittels etwas den Druck und kamen vor allem über die Außen immer wieder gut ins gegnerische Drittel hinein. 5 Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels gab er wieder ein Powerplay für die Kurpfälzer. Diese nutzen Eisenschmid, Plachta und Smith als Torschütze zur erneuten Führung. Die Wolfsburger hatten kurz darauf die große Chance auf den Ausgleich doch Fauser scheiterte an der Latte. Wieder nur eine Minute später war es der Pfosten der das 2:2 vereitelte. Jormakka war hatte die Chance. So ging es mit einem knappen 2:1 in die Kabine.
Zwei aufeinander folgende Grizzly-Powerplays gleich zu Beginn des dritten Abschnittes blieben leider erfolglos aus Sicht der Niedersachsen. Nach einigen Minuten Leerlauf, musste Endras in höchster Not retten. Einen abgefälschten Schuss von der blauen Linie konnte er nur zur Seite abwehren wo Jormakka wartete um den Rebound zu verwandeln, doch Endras war zur Stelle. Auf der Gegenseite glänze Strahlmeier gegen Plachta.
Die nächste Chance der Mannheimer konnte, der im ganzen Spiel hart arbeitende Felix Schütz nutzen. Smith setzte sich in der Mitte gegen zwei Wolfsburger durch und bediente Schütz der Strahlmeier keine Chance ließ. Jener Ben Smith erzielte kurz vor Schluss noch den Empty Netter zum 4:1. Somit gingen die Adler Mannheim mit 1:0 in der Serie in Führung.

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(PENNY-DEL, Mannheim) (Hermann Graßl) Jeder Straubinger Fan fühlt sich bestimmt sofort an die famose Viertelfinal Serie 2012 erinnert, als die Tigers sich mit Wolfsburg duellierten und am Ende als glanzvoller Sieger mit 4 Erfolgen am Stück hervorgingen, einem sogenannten Sweep. Das war ein einzigartiger, nicht erwartbarer Verlauf gegen einen unangenehmen Gegner. An der gegnerischen Bande hielt damals Pavel Gross das Coaching Zepter in der Hand. In dieser Serie jedoch zeigte der Mannheimer Trainer seine ganze Expertise und seine Adler kegelten das aufopferungsvoll kämpfende Straubing "in letzter Sekunde" aus den Playoffs und kamen noch mit einem blauen Auge davon.

(Foto: Citypress)
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So könnte sich Geschichte wiederholen, ganz nach dem Geschmack der Niederbayern, die sich in der diesjährigen VF Auseinandersetzung schon mit einem kleinen psychologischen Vorteil wähnten ob der Historie. Prinzipiell hatten sie nichts dagegen in der schweren Südgruppe nur an Platz 4 zu stehen, da mit den Adlern aus Mannheim durchaus eine Art Wunschgegner heraussprang, wenn man das so überhaupt prophezeien konnte. Schon in der Hauptrunde schnitten die Tigers gut ab und bereiteten den Mannheimern zwei schmerzliche Niederlagen, beide im heimischen Wohnzimmer, dem Pulverturm. Das war eine gute Ausgangsposition für das Spiel 2 in dieser Serie, nachdem man sich mit einem absolut fantastischen Auftritt das Heimrecht zurückholen konnte. Nun galt es, auch zuhause an diese sehenswerte Leistung nahtlos anzuknüpfen, um den Einzug in das Halbfinale sicherzustellen.
Sicherlich spielte das Kopfkino bei den Adlern eine gewisse Rolle, da mit der Niederlage im Auftaktspiel bereits 5 Begegnungen hintereinander unter der Führung von Gross verlorengingen. Mental war dies auf jeden Fall im Kopf, denn auch als Coach denkt man an solche Auseinandersetzungen auf dem Eis zurück, noch dazu, wenn man dabei mehr als erfolglos blieb.
Fakt war jedoch nun, dass es die Adler doch geschafft haben, in die Serie zurückzukommen, nachdem sie ihre Auswärtspartie am Pulverturm souverän mit 3:1 für sich entschieden. Entschlossen und voller Tatendrang kam Mannheim aus der Kabine und überrumpelte die Tigers im ersten Drittel förmlich mit ihrer Geschwindigkeit, die sie zu vielen Fehlern zwang, aus denen schnelle 3 Tore hervorgingen. Straubing kämpfte sich aber noch in die Partie zurück und nahm als positive Wegzehrung ein gewonnenes letztes Drittel nach Mannheim mit auf die Reise. Es wäre in den letzten 10 Spielminuten durchaus noch mehr drin gewesen, hätte Endras nicht so einen Sahne Tag erwischt. Nun denn, Mund abwischen und auf zu neuen Ufern sprich in die Kurpfalz.
Noch war nichts verloren bzw. passiert, nur der Serienausgleich war humorlos zu verzeichnen und alles kulminierte auf die ultimative Begegnung am Samstag in der SAP-Arena. Wer weiß, vielleicht waren die Tigers noch einmal in der Lage, eine ähnlich konzentrierte Leistung auf das Eis zu zaubern wie vor 5 Tagen. In der Geschichte ist ja vieles möglich und erst dann, wenn der Puck ein letztes Mal eingeworfen wurde und die Sirene zum Abschluss ertönt, weiß man mehr. Auf geht’s Tigers siegen und kämpfen – getreu diesem alt bewährten Motto wollte Straubing die Festung Mannheim erneut einnehmen – auch wenn Adler unter Bestandsschutz stehen - und für einen weiteren Favoritensturz sorgen, nachdem schon Dauerchampion München von Ingolstadt herausgekickt worden ist aus dem Wettbewerb.
Es hatte sich genauso abgezeichnet: es sollte eine knüppelharte Partie werden, das Finalspiel um den Einzug in das Halbfinale. Beide bis auf die Haarspitzen motivierte Teams schenkten sich keinen cm Eis und fuhren jeden nur erdenklichen Check zu Ende. Die Banden wurden auf ihre Standfestigkeit getestet und die Kämpfe in den Rundungen um die Scheibe wurden unerbittlich aber fair geführt.
Abtasten stand nicht im Match Plan, die neutrale Zone wurde schnell überbrückt und der Fokus war zu 100 % auf das gegnerische Tor gerichtet. Gleichwohl legten die Coaches ebenso viel Wert auf die Defensive. Beide Goalies erwiesen sich wieder mal als der verlässliche Rückhalt ihrer Mannschaft und demonstrierten ihre tollen Fangkünste.
Es entwickelte sich schließlich ein legendäres Match, das den Fans wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird – Playoff Wahnsinn in Vollendung wurde den Zuschauern auf Sport1 und Magenta TV geboten.
In einem Do or Die Game ist natürlich immer alles möglich und bis in die 50. Spielminute sahen die Straubing Tigers – etwas überraschend für viele – schon wie der sichere Sieger aus mit einer deutlichen 3 zu 0 Führung im Rücken. So wollte man glauben, doch dann hatte der erfahrene Trainer Fuchs Pavel Gross noch 2 Pfeile im Köcher, die er in einer derartigen Playoff Konstellation sehr mutig einsetzte: dank eines Geniestreichs zog er ganz mutig bei 2 Powerplays nacheinander seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers und dieser Schachzug resultierte tatsächlich in beiden Fällen in Tore. Dieser Schuss hätte auch komplett nach hinten losgehen können, doch sein Trainerinstinkt gepaart mit stets erfolgshungrigen Adleraugen wurde mit dem nicht mehr für möglich gehaltenen Anschluss gekrönt.
Plötzlich war es ein ganz anderes Spiel und die Tigers wackelten gehörig, was letztlich noch zum bald fälligen Ausgleich führte, dem ein kapitaler Wechselfehler voranging. Unglaublich, aber wahr: binnen 5 Minuten machte Mannheim einen, über lange Zeit mäßigen Heimauftritt vergessen und katapultierte sich ins Match zurück und in eine zweite Verlängerung in dieser durchweg packenden Serie. Hitchcock wurde schon wieder bemüht in diesem Entscheidungsspiel und dieses Mal war der Eishockey Gott auf Seiten der Hausherren, die dank des in Landshut geborenen Krämmer den Sudden Death der Tigers besiegelten. Das kam nun auch noch dazu, dass es ausgerechnet einem Bayer vorbehalten war, den tapferen Straubingern den Garaus zu bereiten.
Komplett ausgelassene Freude auf der einen Seite und Frust sowie tiefe Enttäuschung auf der anderen. Die Tigers waren so nah dran an der Sensation und hätten in ihrer nun 15-jährigen DEL Historie einen weiteren Meilenstein in ihre Annalen prägen können.
Das ist das Schöne am schnellsten Mannschaftssport der Welt – es kann sich so schnell und ständig was ändern und scheinbar klare Spielstände bedeuten nicht viel. Dies hat sich in dieser Viertelfinalpaarung mehr als bewahrheitet und den Fans in beiden Lagern hochdramatische, abwechslungsreiche Spiele geboten. Davon wünschen wir uns mehr! Es leben spannende Playoffs in der Penny DEL und wir freuen uns auf eine neue atemberaubende Serie zwischen Adler und Tiger.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(DEB/Nationalmannschaft) Hermann Graßl In der altehrwürdigen EASTON Arena in Piestany, die 1986 gebaut und eingeweiht wurde, stand binnen 15 Stunden das zweite Länderspiel zwischen der Slowakei und Deutschland auf dem Programm. Im ersten Testspiel zog die unerfahrene deutsche Mannschaft erst im Shoot Out den Kürzeren, nachdem sie den Slowaken über 65 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe bot und sogar mit zwei Toren führte. Phase 1, Teil 2 der WM-Vorbereitung stand auf der Agenda im heutigen Back to Back Game. Schließlich rang die Slowakei das DEB-Team knapp mit 2:1 nieder und holte sich den zweiten Sieg nacheinander.

(Fotoquelle: Hockey Slovakia)
Die Slowakei hatte bereits Testspielerfahrung sammeln können vor den beiden Begegnungen mit der deutschen Auswahl und fand in Spiel 1 einen Weg, um das Match doch noch zu ihren Gunsten zu drehen. Coach Ramsay veränderte ein paar Stellschrauben, indem ihr Topscorer heute keine Eiszeit bekam und stattdessen Janosik spielen durfte, der auch gleich das Kapitänsamt übernahm. Der slowakische General Manager Miroslav Satan, kein Unbekannter in der internationalen Szene, gab sogar die Devise aus, das Finale in der slowakischen Extraliga um 2 Tage nach hinten zu verschieben, damit eventuell wieder Zuschauer ins Stadion kommen konnten.
Deutschland zeigte in ihrem ersten Vorbereitungsspiel vor der bevorstehenden WM in Riga eine aufopferungsvolle Leistung und musste sich dem Gegner erst spät beugen. Diese Performance machte definitiv Mut für das Rückspiel. 7 Debütanten waren mit von der Partie im gestrigen Spiel. Coach Söderholm legte Wert auf die Optimierung von Kleinigkeiten, speziell im Spielaufbau und bei der Taktik. In der Reihenzusammenstellung gab es ein paar Änderungen: Pfaffengut rutschte in die Reihe von Uvira, Eder kam zu Ehl und Dumont. Blank sollte heute seine Eiszeit erhalten. Im Tor wechselte sich heute Pantkowski mit Hane ab, der vereinbarungsgemäß ab Mitte des Spiels zum Einsatz kam. Die Defensivpaare blieben hingegen identisch.
Viel Regeneration bekam die deutsche Mannschaft nicht nach dem gestrigen Krimi. Und auch in diesem Spiel hatte Mirko Pantkowski gleich was zu tun. Man durfte gespannt sein, ob die Fischbuch Reihe wieder genauso gut brillierte wie in Spiel 1. Die Hausherren setzten ihren bereits gestern konsequent praktizierten Forecheck genauso fort. Die DEB Auswahl musste unbedingt darauf achten, von der Strafbank fernzubleiben. Die Überbrückung der neutralen Zone sollte ebenfalls schneller erfolgen als am Vortag, eine weitere Maßgabe von Söderholm.
Ehl verbuchte dank der guten Vorarbeit von Eder eine gute Gelegenheit; der Düsseldorfer, der seinen Vertrag bei der DEG verlängerte, gab bisher eine gute Figur ab. Nach knapp der Hälfte der Spielzeit durfte Deutschland wieder Unterzahl üben, da Mebus in der Kühlbox Platz nehmen musste. Die Slowaken spielten dabei druckvoll. Ihr Coach förderte die jungen Akteure stets vorbildlich, was diese auch mit ihrer Leistung auf dem Eis zurückzahlten. Das Team um Söderholm überstand diese Situation jedoch schadlos. Mit Pantkowski hatte die deutsche Auswahl auch einen mitspielenden Goalie in ihren Reihen, der den Puck schnell weiterbeförderte.
Es folgte bald das zweite Powerplay für die Hausherren; hier musste die DEB-Auswahl besser aufpassen, nicht zu oft in numerische Unterlegenheit zu geraten. Die Slowakei kam heute viel besser ins Match hinein und war auch im ersten Drittel die optisch überlegene Mannschaft. Sogar eine kurzzeitige 3 gegen 5 Unterzahl musste Deutschland überstehen, um dann noch gute 60 Sekunden mit einem Mann weniger sich dem Angriffsdruck der Slowaken ausgesetzt zu sehen. Auch diese Phase führte zu keinem Gegentreffer, doch es war schon zu erkennen, dass dieses Drittel vorwiegend von den Hausherren dominiert wurde. Positiv war, dass es mit einem torlosen Remis in die Kabine ging.
Im zweiten Drittel musste offensiv viel mehr kommen von der deutschen Mannschaft, denn mit nur 2 Torschüssen im ersten Abschnitt konnte man kein Spiel gewinnen. Sie starteten gleich mit einem Powerplay, doch dieses verpuffte wirkungslos, da man selbst wieder eine Strafe zog. Disziplin war definitiv ein Thema beim DEB Team. Ugbekiles Schuss wurde dann abgefälscht und landete nur am Pfosten; das war ein gutes Ausrufezeichen der Gäste. Für die Slowakei rettete im ersten Drittel auch einmal das Torgestänge. Nun konnte sich auch mal die DEB Auswahl ein wenig in der gegnerischen Zone festsetzen. Fischbuchs Alleingang wurde im letzten Moment mit fairen Mitteln unterbunden.
In der 29. Spielminute gingen die Slowaken durch Kollar in Führung. Pantkowski absolvierte eine solide Partie, war aber beim Tor machtlos. Dann übernahm Hane die Torhüterposition wie im Vorfeld vereinbart. Der Spielstand ging insgesamt auch in Ordnung, denn die Slowakei agierte heute wesentlich konzentrierter und effektiver. Dann probierte es Blank mal mit einem Schuss aus der Distanz, blieb aber glücklos. Gegenüber wurde Hane gleich bei einem schnell vorgetragenen Konter erstmals auf die Probe gestellt. Braun feuerte beim nächsten Powerplay einen Schlagschuss ab, der eine sichere Beute des slowakischen Goalies wurde. Sezemsky und Schmölz prüften ihn gleich nochmals; das war nun die beste Phase im deutschen Spiel, sie agierten jetzt sehr druckvoll, belohnten sich aber nicht dafür. Die Slowakei unterband die Entfaltungsmöglichkeiten der DEB Auswahl bisher recht erfolgreich.
In der 39. Spielminute erarbeitete sich Deutschland dank der unermüdlichen Vorarbeit von Fischbuch im wahrsten Sinne des Wortes den Ausgleich durch Schmölz. Das deutsche Team hatte bisher nicht die herausragenden Chancen und erwies sich heute als extrem effizient in der Verwertung. Kurz vor Drittelende nahm Deutschland die nächsten Strafminuten, es waren damit schon insgesamt 12. Letztlich ging es mit 1:1 zum Pausentee.
Im Schlussabschnitt galt es vor allem die Kühlbox zu meiden, zumal man in Unterzahl beginnen musste. Die Slowaken versuchten sofort ihre Aufstellung zu finden, um bei frischem Eis diese numerische Überlegenheit zu nutzen. Die Gäste standen gut in der Zone und ließen wenig zu, doch die Slowakei hielt den Druck aufrecht.
Schmölz blieb ein Aktivposten und wollte seinen Aufwind beibehalten. Das DEB-Team betrieb weiterhin seinen wirkungsvollen Forecheck und beschäftigte den Gegner an der Bande und Braun hatte die Führung auf seinem Schläger, doch Goalie Konrad hatte was dagegen. Auf der Gegenseite musste Hane sein ganzes Können aufbieten und war nur Sekunden danach doch geschlagen, nachdem die Scheibe ins Tor kullerte. Torschütze für die Slowakei war in der 48. Spielminute Fominykh, der nun ein heißer Kandidat für die WM wurde.
Deutschland zeigte sich aber keineswegs geschockt, sondern blieb im Vorwärtsgang und verzeichnete durch den emsigen Schmölz die nächste gute Gelegenheit. Mit einem sogenannten Stretchman versuchten sie taktisch zu agieren. Ein famoser Alleingang von Fischbuch fast über das ganze Eis fand leider keinen finalen Abnehmer. Deutschland schnürte nun den Gegner in deren Zone ein und war auf den Ausgleich aus. Ein Powerplay zur rechten Zeit, 5 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit, war nun die Gelegenheit erneut auf das Scoreboard zu gelangen. Auch beim vierten Überzahlspiel sprang jedoch nichts Zählbares heraus.
Maximilian Eisenmenger verbuchte dann eine Chance, und DEB Coach holte Hane vom Eis für den zusätzlichen Feldspieler. Diese Maßnahme brachte hingegen nichts mehr ein und die Slowakei fuhr den zweiten Erfolg hintereinander ein. Das junge DEB Team hielt zwar kämpferisch gut dagegen wirkte aber nicht so spritzig wie die Hausherren.
Als bester Spieler für Deutschland wurde Nowak ausgezeichnet, bei den Slowaken wurde Janosik geehrt; somit bekamen jeweils die Kapitäne beider Teams diese Prämierung.
Als Nächstes standen zwei Testspiele in Nürnberg gegen Tschechien auf dem Programm und das Team hatte bereits die Koffer für die Rückreise nach Nürnberg gepackt.
Stimmen zum Spiel:
Sportdirektor Christian Künast: „Unsere junge Mannschaft hat sehr gut gekämpft und alles gegeben. Man merkt bei dem einen oder anderen noch die Unerfahrenheit auf dem internationalen Level, aber sie haben sich sehr gut verkauft. Das ist auch für das deutsche Eishockey mit so einer jungen Mannschaft ein Schritt in die richtige Richtung. Vor der Zukunft muss uns nicht bange sein.“
Kapitän Marco Nowak: „Wir haben eine gute Woche gehabt, schade, dass der Sieg gefehlt hat. Wir haben uns Schritt für Schritt weiterentwickelt und man hat gesehen, dass wir in der kurzen Zeit schon eine Einheit geworden sind, dass einer für den anderen um jeden Zentimeter gekämpft hat. Das ist ein guter Ansatz und ein guter Start für die nächsten Wochen. Die Jungen haben sich überragend geschlagen und einen super Job gemacht. Alle Torhüter haben super gehalten. Wir müssen jetzt weiter an unserem System arbeiten, wieder einen Schritt nach vorn machen und dies in den Spielen gegen Tschechien umsetzen.“
Daniel Fischbuch: „Es war gute Spiele von uns, wir haben viele Sachen richtig gemacht und an den Fehler müssen wir jetzt arbeiten. Es hat Spaß gemacht und war eine Ehre, den Adler auf der Brust zu tragen. Die kleinen Fehler wurden direkt bestraft, aber wir haben als Team gut zusammengearbeitet und schauen jetzt, dass wir weiter lernen.“
Daniel Schmölz: „Wir haben heute einen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn es bitter ist, zu verlieren. Wir hatten viele gute Ansätze, viele gute Szenen, darauf kann man auf jeden Fall aufbauen. Unsere Reihe hat gut funktioniert, wir hätten auch noch mehr Tore schießen können, aber es waren die ersten beiden Spiele, die wir so zusammengespielt haben.“
WM-Vorbereitung, 25.04.2021
Slowakei - Deutschland 2:1 (0:0|1:1|1:0)
Tore:
1:0 |29| Kollar (Nemec, Holesinsky)
1:1 |39| Schmölz (Fischbuch, Ugbekile)
2:1 |48| Fominykh
Best Player of the game:
Team Deutschland: # 11 Nowak
Team Slowakei: # 3 Janosik
Zuschauer: Keine
Aufstellung:
Deutschland: Pantkowski (Hane), Hane, Ebner, Nowak, Mebus, Karrer, Ugbekile, Sezemsky, Huss, Rogl, Schmölz, Fischbuch, Kammerer, Eder, Ehl, Dumont, Uvira, Bassen, Pfaffengut, Sternheimer, Eisenmenger, Braun, Blank.
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(DEB/Nationalmannschaft) CD Die deutsche Eishockey Nationalmannschaft hat das erste WM-Vorbereitungsspiel in Piestany gegen die Slowakei mit 4:3 (0:2|2:1|1:0|0:0) nach Penaltyschiessen verloren. Bis drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit lag die DEB-Auswahl mit 2:3 durch Tore von Schmölz, Braun und Ehl in Front.

(Foto: Hockey Slovakia)
Mit einer guten und couragierten Leistung präsentierte sich das junge deutsche Team in dem ersten WM-Vorbereitungsspiel in der Slowakei. Toni Söderholm trat in Piestany mit insgesamt 7 Debütanten im DEB-Trikot an und konnte mit dem ersten Auftritt nach nur vier Trainingseinheiten zufrieden sein. Sein Team zeigte sich von Beginn an kämpferisch und kreativ im Spielaufbau und konnte mit guten Ideen und viel Tempo die Slowaken in den ersten zwanzig Minuten sichtlich beeindrucken.
Im ersten Drittel war es der Nürnberger Daniel Schmölz (6.), der die deutsche Nationalmannschaft mit 0:1 in Führung brachte. Die Vorlage zu seinem ersten Tor im DEB-Dress gab der Rückkehrer Laurin Braun, der zuletzt vor sechs Jahren für Deutschland auf dem Eis stand. Laurin Braun war es auch der wenige Minuten später bei einer Überzahlsituation das 0:2 markierte. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die erste Drittelpause.
Die Slowaken konnten kurz nach Wiederanpfiff auf 1:2 verkürzen, doch fünf Minuten später traf ein weiterer Debütant, Alexander Ehl zur 1:3 Führung (28.). Im Mittelabschnitt waren die Hausherren dann etwas stärker als in den ersten zwanzig Minuten zuvor, mussten aber immer wieder Strafzeiten hinnehmen. Nach einem Abspielfehler im eigenen Drittel war es Milos Bubel (34.) der auf 2:3 verkürzte. Er verwandelte dabei seinen eigenen Abpraller und ließ Niklas Treutle keine Chance.
Deutschland konnte diese 2:3 Führung im letzten Drittel gegen starke und sehr druckvolle Slowaken bis kurz vor dem Ende erfolgreich verteidigen, jedoch kam dann der Ausgleich in der 57. Minute. In der anschliessenden Verlängerung wurde es für die DEB richtig brenzlig. Man musste in den Schlußminuten eine doppelte Unterzahlsituation überstehen und sich in den anschliessenden Shootout retten.
Im Penaltyschiessen waren die Slowaken treffsicherer und konnten damit den Extrapunkt einfahren. Bereits morgen um 15:30 Uhr treffen beide Teams erneut aufeinander.
Stimmen zum Spiel:
Bundestrainer Toni Söderholm: „Es waren sehr viele positive Sachen im gesamten Spiel. Wir haben individuelle Fehler gemacht, aber das gehört dazu und bringt uns weiter. Ich glaube, als erster Schritt für viele neue Spieler war es ein positives Erlebnis. Wir müssen im zweiten Spiel etwas klarer agieren und uns ohne Scheibe etwas besser anbieten.“
Laurin Braun: „Wir haben gut angefangen und im zweiten Drittel etwas zu viele Strafzeiten genommen. Penaltyschießen ist dann immer ein bisschen Glück. Schon, dass ich Assistent sein durfte, hat mich sehr geehrt und stolz gemacht. Ein Tor und eine Vorlage sind schön, das nehme ich gerne mit, auch wenn der Sieg noch schöner gewesen wäre.“
Niklas Treutle: „Für das erste Spiel war es in Ordnung, wir haben viele Sachen richtig gemacht. In der zweiten Spielhälfte waren wir vielleicht etwas zu passiv, aber es war auf jeden Fall ein gutes Spiel für die Vorbereitung. Es gibt sicher einige für morgen einige kleine Sachen zu verbessern, wir werden einfach wieder Vollgas geben und dann können wir das Spiel gewinnen.“
Alexander Ehl: „Es war ein intensives, sehr schnelles Spiel und wir haben morgen gleich die Chance zur Wiedergutmachung. Das Tor hat mich riesig gefreut, ich musste noch ein bisschen zittern, aber umso größer war die Freude.“
WM Vorbereitung, 24.04.2021
Slowakei - Deutschland 4:3 n.P. (0:2|2:1|1:0|0:0)
Tore:
0:1|06.|Daniel Schmölz (Braun, Fischbuch)
0:2|10.|Laurin Braun (Fischbuch) PPT
1:2|23.|Miroslav Mucha PPT
1:3|28.|Alexander Ehl (Eder, Dumont) PPT
2:3|34.|Milos Bubel
3:3|57.|Daniil Fominykh
4:3 Penalty David Buc
Best Player of the game:
#31 Niklas Treutle
#22 Adam Liska
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(PENNY-DEL, Bremerhaven) (Hermann Graßl) In der heimischen Eisarena empfingen die Fischtown Pinguins Bremerhaven die Grizzlys Wolfsburg zum alles entscheidenden Playoff Viertelfinalduell, um den Einzug unter die letzten vier in der deutschen Eishockey Liga auszuspielen. Im Do or Die Game ging es heute Nachmittag ums Ganze, dementsprechend waren alle Akteure hinter der Bande und auf dem Eis bis in die Haarspitzen motiviert und fokussiert. Schließlich setzte sich Wolfsburg dank der immensen Erfahrung von 104 Playoff Spielen mit einem knappen 3 zu 2 nach Verlängerung gegen Bremerhaven durch. Bruggisser avancierte zum Matchwinner!

(Fotoquelle Citypress)
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Bremerhaven verpasste es in Wolfsburg seine zwischenzeitliche Führung auszubauen (Pfosten war im Weg) bzw. über die Zeit zu retten und war nun zuhause erpicht, mit einem zweiten Sieg die Serie für sich zu entscheiden und ins Halbfinale einzuziehen. Dies wäre ein perfekter Zeitpunkt, um Geschichte zu schreiben und in die Annalen einzugehen. Für ihren Sportmanager Alfred Prey fühlte sich allein schon diese Playoff Teilnahme als was ganz Besonderes an und nicht nur für ihn würde wohl ein Märchen in Erfüllung gehen.
Popiesch: „Wolfsburg macht nichts anderes was sie vorher machten, aber sie haben bestimmte Dinge über die ganze Saison verfeinert. Nun agieren sie immer kompakter, bestimmte Spieler sind wieder fit, die vorher nicht so trafen. Überraschungen gibt es eigentlich nicht, wir müssen die Kleinigkeiten zu 100 % besser als der Gegner machen und konstanter agieren. Gewohnte Abläufe sind zu perfektionieren. Das Team als Ganzes zählt, Leader sind zwar wichtig, aber oft neutralisieren sie sich im Match, jeder Spieler ist relevant. “
Wolfsburg zeigte eine sehr gute Reaktion zuhause in Spiel 2 und war nun bereit, hier im hohen Norden nicht wieder die gleichen Fehler wie am Dienstag zu machen und sich noch die Butter vom Brot innerhalb der letzten Minuten nehmen zu lassen. Volle Konzentration und der große Rucksack an Erfahrung mit 12 Playoff Teilnahmen, davon 4-mal Halbfinalteilnahme sowie 3-mal Vizemeister, gab den Grizzlys den nötigen Rückenwind für diese Herausforderung.
Cortina: „Leader sind sehr wichtig, sie haben viel Erfahrung, die zählt. Wir müssen den Spielern Zeit lassen, nicht zu viel, vor allem physiologische Arbeit ist wichtig. Wir sind bereit. Die Wichtigkeit der Partie schweißt das Team zusammen. Wir müssen unser Eishockey spielen, ganz eng in der neutralen Zone stehen, stark in der Defensivzone sein und mit viel Energie und Disziplin spielen. Wir müssen alles andere ausblenden und fokussiert bleiben.“
Beide Teams agierten in komplett identischer Aufstellung. Wolfsburg knüpfte an seinen forschen Start vom ersten Match nahtlos an und übte gleich mal Druck auf Maxwell aus. Mit ihrer bewährten Kompaktheit wollten sie auch heute den Hausherren ihren Stempel aufdrücken. Richtig dosierte Wechsel waren auch heute eminent wichtig.
Duplizität der Ereignisse zu Begegnung Nummer 1: Likens brachte die Wolfsburger Farben in der 4. Spielminute in Führung. Kurz danach packte Maxwell einen wichtigen Save aus und bewahrte sein Team vor dem Doppelschlag. Auch heute kamen die Hausherren wieder nicht wie die Feuerwehr aus der Kabine sondern wählten einen Start mit Bedacht, um nicht ins offene Messer zu laufen. Da sich ja beide Teams in und auswendig kannten, war dies sicherlich nicht verkehrt, mal vom bewährten Konzept abzuweichen, sofern sich am Ende der Erfolg einstellen würde. Die Überbrückung der neutralen Zone funktionierte bei beiden Mannschaften ganz ordentlich. Maxwell musste dann wieder prallen lassen, doch die Scheibe fand keinen Wolfsburger Abnehmer.
Ein Sahne Pass von Uher auf McGinn war letztlich nicht von Erfolg gekrönt. Bremerhaven war nun präsenter auf dem Eis und zwang auch die Gäste zu Fehler. Die Grizzlys praktizierten das Umschaltspiel zurück in die Defensivzone bis dato hervorragend. Auch heute war es eine hochintensive Begegnung mit hohem Körpereinsatz, es gab wenig Unterbrechungen und knapp 5 Minuten vor Drittelende wurden die ersten Strafminuten auf beiden Seiten gleich verteilt. Im 4 gegen 4 gab es Chancen für beide Teams. Wieder komplett konnte Urbas nicht so abschließen wie er wollte; wenige Sekunden später war wieder sein Schläger im Fokus, doch es sprang dabei nichts heraus. Strahlmeier war auch heute wieder der sichere Rückhalt für die Gäste.
Nach verhaltenen 10 Minuten kamen die Fischtown Pinguins stetig besser in die Partie. Wenn die Maschinerie bei Bremerhaven mal ins Rollen kam, wurde es für jeden Gegner sehr schwer. So nahm Wolfsburg eine hauchdünne Führung mit in die Pause, zuvor gab es noch den üblichen Trash Talk.
McGinn: „Wir sind nicht gut reingekommen, die ersten Shifts waren nicht optimal. Wir spielten nicht unser Spiel in den ersten Minuten. Wir müssen die Pucks tief spielen und den Forecheck verbessern.“
Bremerhavens sportlicher Leiter Alfred Prey war ebenfalls zuversichtlich, dass seine Mannschaft das Match noch drehen könnte. Furchner und Fauser begannen ihre Karriere hier in Bremerhaven, so gesehen gibt es ein gutes Verhältnis mit Wolfsburg und er war schon im Vorfeld der Playoff Serie nicht begeistert, dass sie sich schon im Viertelfinale gegenüberstanden, hoffte aber, dass sein Team am Ende als Sieger vom Eis ging.
Im zweiten Drittel hatten die Pinguins gleich nach 15 Sekunden ihren ersten gefährlichen Abschluss. Ihre Entschlossenheit war unverkennbar und sie erhöhten die Aggressivität. Die Körpersprache von Coach Popiesch sprach immer Bände; an seiner Mimik konnte man immer gut ablesen, in welcher Gemütslage er sich befand. Die ersten Minuten jedenfalls sahen aus seiner Sicht rosiger aus.
Ein Videobeweis bestätigte dann kein gutes Tor für Wolfsburg, da sich die Scheibe zu keinem Zeitpunkt über der Linie befand, sondern an dieser wie an einer Schnur gezogen entlang schlitterte. Da hatten die Hausherren viel Glück, nicht weiter in Schieflage zu geraten. Ein erstes Powerplay sollte die Hausherren motivieren, doch zweimal konnten die Grizzlys einen Konter gefährlichen Konter fahren. Auf der Gegenseite war Strahlmeier stets Herr der Lage, bis Friesen kurz nach Ablauf der Strafzeit die fast perfekte Chance zum Ausgleich hatte.
Die Fischtown Pinguins nahmen das Heft des Handelns etwas mehr in die Hand, doch in der Abwehr hatten sie noch den einen oder anderen Wackler. Harte Checks an der Bande sollten auch als Signal an den Gegner aus Wolfsburg dienen. Nun bekam Bremerhaven jedoch eine 2 plus 2 Strafe aufgebrummt, eine harte Entscheidung der Referees und durchaus kritisch zu hinterfragen. Fakt war aber, dass diese numerische Überlegenheit in der 29. Spielminute eiskalt von den Grizzlys zur 2 zu 0 Führung genutzt wurde in Person von Görtz, der mit einem Hammerschuss die Scheibe unhaltbar für Maxwell verwandelte.
Jetzt waren die Qualitäten von Bremerhaven gefragt, um möglichst bald den Anschluss herzustellen. Maxwell forcierte das Tempo, indem er den Puck schnell vorantrieb. Ein weiteres Überzahlspiel war nun die Gelegenheit, die Pinguins auf die Anzeigetafel zu bringen. Strahlmeier ließ jedoch keine Rebounds zu. Dann netzte Wahl wie aus dem Nichts in der 34. Spielminute zum ersten Mal ein für die Pinguins; das war extrem wichtig für ihr Selbstvertrauen, was sich sofort auf ihre Laufbereitschaft auswirkte und ihnen neues Leben einhauchte.
Wolfsburg setzte jedoch gleich wieder entgegen und befreite sich etwas aus der Umklammerung. Wolfsburgs Kompaktheit in der neutralen Zone war schon bemerkenswert , aber in der letzten Spielminute des Mittelabschnitts musste Likens in die Kühlbox. Es war noch alles offen in dieser Partie und im letzten Drittel für Spannung gesorgt. Hungerecker: „Wir haben gute 40 Minuten gespielt, die Strafzeiten haben uns etwas Energie geraubt. Wir dürfen nicht aufhören, nicht zu passiv werden, sondern aggressiv bleiben. Wir müssen Bremerhaven im Aufbau stören, dann marschieren wir.“
Den Schlussabschnitt begann Bremerhaven noch in Überzahl und das auf frischem Eis, was immer ein Vorteil ist. Die Gäste überstanden diese brenzlige Situation. Ergebnistechnisch war es nun die gleiche Konstellation wie in Spiel Nummer 1. Dies sollte den Wolfsburgern Warnung genug sein bzw. Bremerhaven Mut machen. Nun konnten die Grizzlys ihre umfassende Playoff Erfahrung in die Waagschale werfen, um sich in diesem Entscheidungsspiel nicht nochmals den Sieg entreißen zu lassen. Maxwell hatte dann Glück, dass die Scheibe hinter ihm nicht die Linie überschritt. Somit blieben die Pinguins im Match und erarbeiteten sich Chancen.
Die Zeit lief gnadenlos herunter zugunsten der Gäste und Bremerhaven musste nun bald „All in“ gehen. 2 Minuten vor Schluss brachte Popiesch den 6. Mann und ging volles Risiko und tatsächlich erwies sich Urbas unfassbare 3 Sekunden vor Schluss als Spaßverderber für Wolfsburg. Nun musste die Verlängerung über den heutigen Sieger entscheiden.
Wolfsburg sah schon wie der glückliche Sieger aus, doch der unbändige Siegeswille von Bremerhaven führte zur Verlängerung, mehr Dramatik ging nicht.
Es war weiterhin ein offener Schlagabtausch auf hohem Niveau. Wolfsburg schüttelte sich von diesem späten Nackenschlag und fand schnell wieder hinein. In der 6. Spielminute der Overtime schoss Bruggisser dann die Grizzlys ins Halbfinale und für Bremerhaven bricht der Urlaub an.
Stimmen zum Spiel:
Bremerhaven – Jiranek:
„Die ersten 10 Minuten haben wir nicht gut begonnen, wir gratulieren Wolfsburg, letztlich haben sie den Sieg am Ende verdient. Generell haben wir teilweise gut gespielt, hatten aber zu viele Turnovers. Man muss schlau spielen und kämpfen, Wolfsburg hat es klug gemacht. Der späte Ausgleich war ein Zufallsprodukt, leider hat es nicht gereicht am Ende.“
Wolfsburg – Furchner:
„Trotz Corona gehört Dramatik dazu. Wir sind heilfroh, dass wir das bessere Ende hatten. Bremerhaven hat eine tolle Serie gespielt. Eigentlich ist man sofort wieder voll da auch nach so einem ärgerlichen Ausgleich. Wir sind eine erfahrene Mannschaft. Kompliment an unsere Mannschaft, es war ein tolles Spiel. Unser Fokus liegt auf dem nächsten Match.“
Wolfsburg - Fliegauf:
„Man denkt an Spiel 1 mit dem späten Ausgleich und der Niederlage. Heute war es eine ähnliche Situation, aber die Jungs haben nicht resigniert, haben weitergemacht und letztlich verdient gewonnen. Ich bin super stolz auf das Team, das zeigt den Charakter unserer Mannschaft. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, die Kleinigkeiten sind relevant. Für Bruggi war es auch keine einfache Saison und jetzt ist er sogar unser Matchwinner.“
Spiel vom 24.04.2021
Bremerhaven - Wolfsburg 2:3 n.V. (0:1|1:1|1:0|0:1)
Tore:
0:1 |04| Likens (Järvinen)
0:2 |29| Görtz (Bittner, Järvinen)
1:2 |34| Wahl (Jeglic, Verlic) PP1
2:2 |60| Urbas (Friesen)
2:3 |66| Bruggisser (Machacek)
1. Drittel Statistik: 7:8 Schüsse, 8:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
2. Drittel Statistik: 9:6 Schüsse, 13:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:6
3. Drittel Statistik: 8:3 Schüsse, 6:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
1. Verlängerung: 0:4 Schüsse, 5:1 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Hunnius / Rohatsch
Aufstellung:
Bremerhaven: Maxwell, Dietz, Eminger, Urbas, Jeglic, Verlic, Moore, Krogsgaard, Uher, Friesen, McGinn, Alber, Fortunus, Andersen, McMillan, Mauerman, Reisnecker, Hilbrich, Wahl, Gläser.
Wolfsburg: Strahlmeier, Likens, Melchiori, Görtz, Järvinen, Furchner, Bruggisser, Wurm, Jormakka, Festerling, Fauser, Bittner, Möser, Machacek, Olimb, Rech, Adam, Busch, Hungerecker, Raabe.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(DEL/Mannheim) PM Das entscheidende Spiel 3 fand am Samstagnachmittag in der SAP Arena statt. Nach zwei physisch harten Matches stand es 1:1 in der Serie. Auf beiden Seiten gab es keine Veränderungen im Lineup.

( Foto City-press )
Schon nach 70 Sekunden gab es das erste Powerplay für die Heimmannschaft, das jedoch ohne echte Möglichkeit blieb. Kurz danach die Führung für den Gast. Mulock fälschte einen Schopper-Schuss unhaltbar für Endras ins Tor ab. Mannheim wirkte danach etwas geschockt und hatte vor allem beim Aufbauspiel große Probleme, auch weil Straubing ein gutes Forechecking spielte, während in der eigenen Zone schnörkellos der Puck rausgespielt wurde.
Dieser Aufwand wurde in der 10.Spielminute mit dem 2:0 belohnt. Gormley ließ Elias stehen und spielte von außen vors Tor auf den völlig alleinstehenden Tropp, der locker einschob. Die Kurpfälzer waren nun völlig von der Rolle. Bei einem Powerplay hatte Straubing weitere Chancen zu erhöhen, doch Endras hielt sein Team im Spiel. Vor allem ein sensationeller Save gegen Williams muss hier erwähnt werden. Nach 15 Spielminuten hatten die Adler den ersten Schuss aufs Tor von Vogl. Es blieb bei der verdienten 2:0 Führung zur ersten Pause. 12 zu 2 war das klare Schuss-Verhältnis.
Doch das zweite Drittel begann nicht gut für den Meister von 2019. Reul musste zwei Minuten auf die Strafbank, doch die Tigers konnte diese nicht nutzen. Trotzdem hatte die Mannschaft von Trainer Tom Pokel das Spiel weiterhin sehr gut im Griff. Plötzlich hatte Reul die erste große Chance im Spiel doch traf das Tor nicht. Gormley musste kurz später auf die Strafbank. Doch anstatt des Anschlusses kassierten die Adler das 3:0 durch Laganiere in Unterzahl.
War das schon die Entscheidung? Bei Mannheim klappte nicht viel. Endras verhinderte gegen Eder das 4:0. So blieb es bei der immer noch verdienten 3:0 Führung für den Gast. Die Adler mussten nun natürlich kommen und warfen alles nach vorne. Es wurde aus jeder Lage aufs Tor geschossen, außerdem wurden zwei Stürmer sehr weit vorne positioniert, um das Spiel auseinander zu ziehen und Stretch-Pässe zu forcieren. Straubing auf der anderen Seite blieb bei seinem System, jeden Puck einfach aus der eigenen Zone raus zu spielen.
Mitte des dritten Drittel bekamen die Kurpfälzer ein Powerplay. Pavel Gross riskierte alles und nahm Endras vom Eis. Dies zahlte sich aus, denn Sinan Akdag traf per one Timer von der blauen Linie. Nur noch 1:3 hieß es bei noch 10 Minuten Spielzeit. Williams nahm kurz darauf ebenfalls auf der Strafbank platz. Erneut ging Endras vom Eis, erneut 6 gegen 4, erneut ein Tor, jetzt von Shinnimin zum 2:3.
Straubing versuchte zu antworten. Brandt per Alley Oop Pass auf Ziegler und Endras hält mit einem Monster Save. Plachta dann an die Latte. Wahnsinn was hier nun los war. Mannheim drückte gewaltig auf den Ausgleich und wurde belohnt. Bei einem schlechten Wechsel der Tigers konnte Larkin unbehelligt ins Drittel fahren, zog ab und überwand Vogl.
Die Bayern konnten das Spiel wieder etwas beruhigen und sich in die Verlängerung retten. Wer hätte das zu Beginn des dritten Drittels noch gedacht? Ein Tor sollte nun also über diese Serie entscheiden. Beide Teams spielten nun natürlich etwas kontrollierter. Die Tigers wirkten leicht mutiger, aber insgesamt war die Partie ausgeglichen in dieser Phase. Plachta hatte die erste große Möglichkeit aber vergab leider aus Sicht der Adler. Das Spiel lief ausgeglichen weiter. Smith fuhr dann mit dem Puck bei einem zwei gegen zwei in Drittel. Krämmer zog zum Tor und Smith schoss per Rückhand den Puck zum Tor, wo Krämmer den Puck leicht zum Sieg im Spiel und der Serie abfälschte. Mannheim damit im Halbfinale.

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(DEL/Düsseldorf) PM Gute Nachrichten für die DEG: Die erste Vertragsverlängerung ist perfekt. Tobias Eder bleibt für weitere zwei Jahre in Düsseldorf! Nach einer schwierigen ersten Spielzeit bei den Rot-Gelben gehörte der Stürmer zu den Gewinnern der vergangenen Saison. Er bildete mit Matt Carey und Alex Karachun vor allem in der zweiten Saisonhälfte eine starke Formation. Eder erzielte in 37 Einsätzen für die DEG neun Tore und neun Vorlagen. Aufgrund seiner Leistungen wurde der 23-Jährige im Rahmen der WM-Vorbereitung 2021 erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert. Eder soll in den kommenden Jahren ein Gesicht der neuen DEG werden.

(Foto: Düsseldorfer EG)
Niki Mondt: „Tobi Eder hat sich in der vergangenen Saison sehr weiterentwickelt und gezeigt, warum wir ihn geholt haben. Seine Leistungen sind auch beim DEB nicht unbemerkt geblieben. Wir freuen uns, dass Tobi weiter für die DEG auf Punktejagd geht. Er soll in der neuen Mannschaft eine größere Rolle einnehmen als bisher.“
Tobi Eder: „Ich bin mit meiner persönlichen Leistung der vergangenen Saison zufrieden, aber ich habe mein Limit noch nicht erreicht. Ich werde weiter hart an mir arbeiten, um mich zu verbessern und dem Team auch in Zukunft helfen zu können. Ich fühle mich in Düsseldorf einfach wohl, deshalb bin ich glücklich, in den kommenden Jahren hier zu sein. “
Über Tobi Eder
Vor seinem Wechsel zur DEG lief Eder in 27 Hauptrundenspielen für den dreifachen Meister München auf. Dabei gelangen ihm drei Treffer und sieben Vorlagen. Der talentierte Mittelstürmer kam außerdem in vier Playoff-Begegnungen zum Einsatz. Zudem absolvierte Eder bei Münchens Kooperationspartner, dem SC Riessersee, 16 Einsätze in der Oberliga. Dort gelangen ihm elf Tore und zwölf Vorlagen. In seiner DNL-Zeit hatte er für den EC Bad Tölz zahlreiche Scorer-Bestmarken aufgestellt. Anschließend durchlief der gebürtige Tegernseer die Red Bull-Akademie in Salzburg und absolvierte insgesamt 66 Spiele in der Alps Hockey League, in denen ihm 21 Tore und 27 Vorlagen gelangen.

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(DEL/Köln) PM Hinter uns liegt eine wirtschaftlich, sportlich und emotional sehr schwierige Saison. Jetzt geht der Blick nach vorne. Unser klares Ziel ist es, uns im sportlichen Bereich zu verbessern, im Einklang mit einer wirtschaftlich verantwortungsvollen Saisonplanung. Noch immer besteht ein hundertprozentiges Zuschauerverbot.

(Foto: eishockey-online.com / Archiv)
Cheftrainer Uwe Krupp: „Wir haben Leistung, Rolle, Einfluss und Wert jeden Spielers für die Mannschaft analysiert und uns für Veränderungen entschieden. Nach zwei Jahren ohne Playoff-Teilnahme müssen wir umdenken und dabei alle Positionen hinterfragen. Timing und Umstände spielen immer eine große Rolle, aber wir werden gewissenhaft daran arbeiten, unseren Kader zu verbessern, um in der nächsten Saison ein Wort mitzureden, wenn es um die Playoff-Plätze geht.“
Im Rahmen der Abschlussgespräche mit den Spielern des Kaders 2020/2021 haben wir erste Entscheidungen für die neue Saison getroffen. Wir haben die Verträge von Marcel Barinka und Landon Ferraro jeweils bis 2022 verlängert.
Bei den folgenden Spielern haben wir entschieden, dass sie nicht mehr im Haie-Kader stehen: Simon Gnyp, Dominik Tiffels, Jason Akeson, Hannibal Weitzmann, Mick Köhler, Kevin Gagné. Darüber hinaus hat sich Frederik Tiffels entschieden, ein Angebot der Haie nicht anzunehmen. Er wird einer neuen Herausforderung nachgehen.
Frederik Tiffels: „Ich möchte mich bei den Haien für die letzten drei Jahre bedanken. Köln ist meine Heimat und so war es mir eine Ehre für die Haie zu spielen. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, die zu Freunden geworden sind und es mir leicht gemacht haben jeden Tag zur Arena zu kommen. Den Fans und den Kölner Haien wünsche ich alles Gute für die Zukunft. Für mich persönlich ist es an der Zeit etwas Neues auszuprobieren.“
Die Kaderplanung der sportlichen Abteilung – bei der es um Ab- und Zugänge sowie die Entwicklung der Förderlizenzspieler geht – ist ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Wir führen weiter Gespräche.
Wir bedanken uns bei allen Spielern für ihren Einsatz und den großen Gehaltsverzicht in der Saison 2020/2021, um den Eishockey-Standort Köln zu sichern. Wir wünschen allen Spielern, die uns verlassen, alles Gute für ihre weitere Zukunft.
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(PENNY-DEL, Wolfsburg) (Hermann Graßl) In der Eis Arena luden die Grizzlys aus Wolfsburg die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven zum ‚Do or Die‘ Game des Viertelfinales in der deutschen Eishockey Liga. Wolfsburg war mächtig im Zugzwang nach der letztlich nicht einkalkulierten Niederlage vor 2 Tagen, als es eigentlich so gut aussah für das Team um Pat Cortina, bevor Bremerhaven kurz vor Schluss gnadenlos zurückschlug und das Spiel komplett zu seinen Gunsten drehten.
Heute galt es für Wolfsburg über die kompletten 60 Minuten ihre sonst gut strukturierte Spielanlage durchzuziehen und die Konzentration dauerhaft hochzuhalten. Die Gäste aus dem hohen Norden waren zu jeder Zeit brandgefährlich und Jan Urbas war immer für ein Tor gut. Das sollte Warnung genug sein für die Grizzlys, denen eine Mammutaufgabe bevorstand, die sie jedoch meisterten dank ihres Doppeltorschützen Festerling, der das Game Winning Goal sage und schreibe 6 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts in Unterzahl markierte.

(Fotoquelle Citypress)
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Wolfsburg wollte eine Reaktion auf die Last Minute Niederlage in Bremerhaven zeigen und alles aufbieten, um die Serie wieder auszugleichen. Ihr Urgestein Sebastian Furchner rückte mit diesem Match in der ewigen Bestenliste auf Platz 2 vor: zusammen mit Daniel Kreutzer weist er nunmehr unglaubliche 1066 Spiele auf und nur noch Mirko Lüdemann ist vor ihm platziert. Dies sollte für ihn heute Motivation genug sein, wobei er jedoch seinen ganzen Fokus auf die Mannschaft legte wie er das schon immer tat.
Wurm: „Furchi ist noch immer der Gleiche geblieben, ein Wahnsinnstyp in der Kabine und auf dem Eis. So jemanden wünscht man sich in jeder Mannschaft. Nach Spiel 1 haben wir uns geärgert, denn wir hatten uns das anders vorgenommen. Ja, es war bitter; wir haben das Spiel kurz analysiert, denn wir hatten nicht lange Zeit, daran zu knabbern. Wir haben nach vorne geschaut und wollen heute besser sein, d.h. enger am Mann stehen, schneller von hinten raus spielen und vor allem körperlich hart spielen Unterzahl und Überzahl müssen wir ebenso gut machen. In dieser kurzen Serie hat man keine Zeit zum Reinfinden. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und werden alles reinwerfen.“
Bremerhaven reiste mit breiter Brust an und wollte hier die Serie beenden. Mit ihrer bereits fünften Teilnahme bei Playoffs wollten sie sich unbedingt zum ersten Mal für ein Halbfinale qualifizieren. Dank ihres Top Torjägers Urbas hatten sie ihre Playoff Form wieder gefunden und waren bereit, Geschichte zu schreiben für ihre schmerzlich vermissten Fans.
Popiesch: „Wir sind mitten in der Serie, da ist es noch nicht angebracht stolz zu sein. Wir waren in Spiel 1 zufrieden, ins Spiel reingefunden und gewonnen zu haben. Die ersten 10 Minuten sind zu verbessern, aber das hängt auch immer davon ab, wie der Gegner spielt? Mit der Taktik bin ich bisher sehr zufrieden, wir hatten eigentlich wenig Scheibenverluste und auch unser Umschaltspiel war OK. Grundsätzlich gibt es zwischen uns und Wolfsburg keine Favoritenrolle. In einer kleinen Serie kann es immer sehr eng werden. “
Wolfsburg war die spielbestimmende Mannschaft im ersten Drittel, ein Pfostenschuss von Likens war das erste krachende Ausrufezeichen. Eine einzige Strafzeit genügte den Grizzlys, um den ersten Spielabschnitt mit 1 zu 0 für sich zu entscheiden. Der heute bärenstarke Festerling trug sich in der 17. Spielminute in die Torschützenliste ein. Anthony Rech zeichnete dabei schon wieder für einen wertvollen Assist verantwortlich; der Franzose punktete in letzter Zeit unaufhörlich und war eine zentrale Figur im Gesamtgefüge von Pat Cortinas Team.
Eine Unaufmerksamkeit in der Wolfsburger Defensive führte zum Ausgleichstreffer durch Wahl, der direkt von der Strafbank kam und einnetzte. Das war sehr ärgerlich, aber auch zu einfach für die Gäste.
Dann verlagerte sich das Momentum zu den Pinguins und es dauerte auch nicht lange, bis der zweite Treffer der Fischtown durch Verlic erzielt wurde. Wolfsburg war in dieser Phase zu harmlos. Dann hatte Wolfsburg das nötige Glück, dass Urbas nur die Latte anvisierte, aber knapp daneben ist auch vorbei. Somit blieb Wolfsburg in der Partie drin und es war weiterhin eine ausgeglichene Begegnung.
Eine Sahnekombination von Machacek mit Olimb schloss letztlich Spencer Machacek genial zum Ausgleich ab. Ein Fehlpass von Maxwell leitete den dritten Treffer von Wolfsburg ein: im dritten Nachschuss versenkte Festerling den Puck hinter Maxwell, wobei er sich gegen 4 Bremerhavener Spieler durchsetzen konnte. Das war das Highlight des Mittelabschnitts und die Krönung der heute bärenstarken Leistung von Festerling mit seinem Unterzahltreffer unfassbare 6 Sekunden vor der Sirene. Damit wählte er einen psychologisch sehr wichtigen Zeitpunkt für dieses eminent wichtige Tor. Mit diesem Nackenschlag mussten die Gäste erst einmal zurechtkommen und die Kräfte für das abschließende Drittel bündeln.
Der Schlussabschnitt war sehr taktisch geprägt, die Pinguins investierten viel und hatten auch gute Chancen, doch letztlich war immer was dazwischen, u.a. die Latte beim Schuss von Wahl.
Im letzten Drittel fielen keine Treffer mehr, und somit bissen sich die Grizzlys knapp mit 3 zu 2 gegen nie aufgebende Fischtown Pinguins durch. Nichtsdestotrotz war es eine hart umkämpfte Partie, die mit jeweils 4 Strafminuten auf beiden Seiten für übertriebene Härte endete. Dieser hauchdünne Sieg spiegelte sich auch in der Puck Besitz Statistik wider, die mit 51% zu 49 % denkbar knapp zugunsten der Hausherren ausfiel.
Letztendlich waren heute die Special Teams bei den Wolfsburger ausschlaggebend: mit einem Powerplay Tor und dem entscheidenden Tor in eigener Unterzahl setzten sie an diesem Abend die Ausrufezeichen. Bremerhaven verpasste es den berühmten „Sack zuzumachen“ und den Matchpuck einzuheimsen und war deshalb unter Druck, die Serie zuhause beenden zu müssen.
Damit fällt die Entscheidung um den Einzug ins Halbfinale der Penny DEL am Samstag in Bremerhaven.
Stimmen zum Spiel
Bremerhaven – Popiesch:
„Wolfsburg steht gut in der neutralen Zone, sie verteidigen sehr gut. Man wird nicht immer mehr als 2-3 Tore schießen gegen diese Mannschaft. Wir müssen selber besser verteidigen, gerade im ersten Drittel müssen wir aggressiver Schlittschuh laufen und auf die defensive Seite kommen und weniger Turnovers machen; da haben wir noch viel zu tun, aber am Samstag werden wir bereit sein.“
Wolfsburg – Cortina.:
„Wir müssen kompakt bleiben, 5-6 Spieler müssen zusammenarbeiten. Wir müssen clever mit der Scheibe sein, wenn wir die Scheibe kontrollieren, ist das auch gut für die Defense.“
Spiel vom 22.04.2021
Wolfsburg - Bremerhaven 3:2 (1:0|2:2|0:0)
Tore:
1:0 |17| Festerling (Fauser, Rech) PP1
1:1 |26| Wahl (Dietz)
1:2 |28| Verlic (Mauerman)
2:2 |35| Machacek (Olimb)
3:2 |40| Festerling (Melchiori) SH1
1. Drittel Statistik: 21:9 Schüsse, 12:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
2. Drittel Statistik: 10:8 Schüsse, 8:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
3. Drittel Statistik: 6:8 Schüsse, 6:16 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:4
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Schrader / Kopitz
Aufstellung:
Wolfsburg: Strahlmeier, Melchiori, Likens, Furchner, Järvinen, Görtz, Wurm, Bruggisser, Fauser Festerling, Jormakka, Möser, Bittner, Rech, Olimb, Machacek, Adam, Raabe, Hungerecker, Busch.
Bremerhaven: Maxwell, Dietz, Eminger, Verlic Jeglic, Urbas, Krogsgaard, Moore, McGinn, Friesen, Uher, Fortunus, Alber, Mauerman, McMillan, Andersen, Gläser, Wahl, Hilbrich.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(München) PM Zum ersten Mal seit 2015 wird der EHC Red Bull München im Playoff-Halbfinale der PENNY DEL fehlen. Das 4:5 nach Verlängerung (1:1|3:1|0:2|0:1) war die zweite Niederlage in der Best-of-Three-Serie. In einer hochklassigen Partie erzielten Daryl Boyle, John Peterka, Yasin Ehliz und Andrew Ebbett die Münchner Tore. In der Overtime sogte Ingolstadt nach zwei Minuten für die Entscheidung.

(Foto: Citypress)
Aggressiv im Zweikampf und schnörkellos in der Offensive – die Red Bulls legten einen tollen Start hin. ERC-Torhüter Michael Garteig hatte viel zu tun und beim Pfostentreffer von Yasin Ehliz das Glück auf seiner Seite (5. Minute). In der zwölften Minute belohnten sich die Gäste für ihren starken Auftritt: Trevor Parkes drängte vor das Tor, Boyle stocherte den Puck über die Linie – die wichtige Führung. Ingolstadt hatte erst in der Schlussphase des Drittels Chancen. Ryan Kuffner nutzte eine davon zum Ausgleich (20.).
Das Duell war im Mittelabschnitt noch physischer und schneller als in Durchgang eins. Die Panther legten vor: Tim Wohlgemuth brachte Ingolstadt mit seinem Abstauber-Treffer in Führung (25.). München unter Druck, die Reaktion – perfekt! Peterka erzielte per „Wraparound“ den Ausgleich (27.). Ehliz staubte in Überzahl nach einem Schuss von Chris Bourque zum 3:2 ab (32.). Die Gäste setzten noch einen drauf: Ebbett fälschte zwei Minuten vor der Pause unhaltbar zum 4:2 ab.
Die Red Bulls verteidigten im Schlussdrittel konzentriert, dennoch meldete sich Ingolstadt zurück. Wayne Simpson verkürzte mit einem ansatzlosen Flachschuss (50.), eine Minute später erzielte Louis-Marc Aubry im Powerplay das 4:4 (51.). Die Panther waren dem nächsten Treffer näher, Münchens Torhüter Danny aus den Birken glänzte aber gegen Daniel Pietta (52.) und Frederik Storm (53.). Keine weiteren Tore bedeuteten: Verlängerung.
Ingolstadts Brandon DeFazio sorgte nach zwei Minuten für die Entscheidung und beendete die Saison der Münchner.
Don Jackson: „Wir hatten das Momentum, aber sie haben jeden Fehler bestraft. Es war eine unglückliche Niederlage, die schwer in Worte zu fassen ist.“
Endergebnis
ERC Ingolstadt gegen EHC Red Bull München 5:4 n. V. (1:1|1:3|2:0|1:0)
Tore
0:1 | 11:26 | Daryl Boyle
1:1 | 19:23 | Ryan Kuffner
2:1 | 24:57 | Tim Wohlgemuth
2:2 | 26:47 | John Peterka
2:3 | 31:48 | Yasin Ehliz
2:4 | 38:00 | Andrew Ebbett
3:4 | 49:44 | Wayne Simpson
4:4 | 50:51 | Louis-Marc Aubry
5:4 | 62:00 | Brandon DeFazio

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(DEL/Straubing) (MA) Heute sah man von der ersten Sekunde an, eine bis auf die Haarspitzen motivierte Gästemannschaft, die in den ersten zehn Minuten die Weichen auf Sieg stellten. Die Adler spielten Playoff Eishockey vom feinsten und waren auch sonst mit allen Wassern gewaschen. Straubing hatte Probleme im Spielaufbau, war meist einen Schritt zu spät am Puck und Gegner und stand sich mit einigen unnötigen Strafzeiten immer wieder selbst im Weg. Dennoch geht die Serie am Samstag in die Entscheidung in Mannheim. Sollten die Tigers die Kurpfälzer vor große Probleme stellen wollen, müssen sie so auftreten wie im letzten Drittel. Hier haben die Straubinger, wenn auch zu spät, ihr Playoff Eishockey gezeigt.

(Foto: City Press) In die Zange genommen, wurden die Tigers heute von den Adlern
Den Straubing Tigers wurde es bis zum ersten unnötigen Foul von Balisy erlaubt, mit den Adlern mitzuspielen. Ab dem ersten Treffer zum 0:1 durch Tommi Huhtala (4.) im Powerplay spielte nur noch Mannheim. Nur 32 Sekunden später konnten die Tigers hinten raus nicht klären und wieder war Tommi Huhtala (5.) vor Vogl und schlenzte aus unmöglichem Winkel zum 0:2 ins Tor. Coach Tom Pokel nahm sofort einen Auszeit, bei erst fünf gespielten Minuten. Das Rezept der Tigers, mit dem Scheibe tief in die gegnerische Zone spielen, wollte nicht so ganz aufgehen. Immer wieder fanden die Gäste einen schnellen Weg in Richtung Vogl. Wieder wurden die Verteidiger der Tigers unter Druck gesetzt und dieses mal war es Jason Bast (10.) der aus nächster Distanz zum 0:3 traf.
Straubings Angriffsversuche reduzierten sich auf ein Minimum. In allerletzter Sekunde schlug der Puck erneut hinter Vogl ein. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und revidierten ihre Entscheidung auf Tor, weil die Spielzeit knapp vorher abgelaufen war. So ging es mit einem soliden drei Tore Vorsprung für die Kurpfälzer in den zweiten Abschnitt.
Stephan Daschner: “Ich bin davon ausgegangen, dass wir mental bereit sind. Aber wir waren nicht da, müssen das jetzt abschütteln. Spätestens nach dem zweiten Gegentor muss man im Kopf umstellen und einfach spielen. 0:3 ist eine Hausnummer, aber es ist noch nicht vorbei.” Die Partie wurde nun immer ruppiger.
Vor allem die Zweikämpfe vor dem Tor waren die brenzligen Angelegenheiten, auf die die Schiedsrichter ein besonderes Auge warfen. Ganze zehn zu acht Strafen, standen im zweiten Abschnitt zu buche. Die Powerplays beider Teams brachten nichts ein. So waren die Tigers einmal in Unterzahl gefährlich, aber ansonsten blieb der amtierende Meister meist die tonangebende Mannschaft.
In den Zweikämpfen konnten sich die Straubinger oft nur schwer behaupten. Tore gab es keine zu bejubeln, doch die Niederbayern hatten ihre stärkste Phase um die 35. Minute. In Überzahl hatten Brandt, Laganiere und Balisy gute Einschussmöglichkeiten, die aber Endras alle zunichte machte.
Schira (38.) vergab die beste Chance für die Gäste und so verlagerte sich die Entscheidung in das letzte Drittel. Kaum war das erste Bully im letzten Abschnitt gespielt, gab es auch schon wieder eine Chance für die Gäste durch Loibl (41.). Dies war allerdings auch nur eine von zwei in diesem Drittel. Denn die Tigers fanden zunehmend zu ihrem Spiel zurück und wurden besser.
Vorher legte jedoch Daschner im eigenen Drittel für Gegenspieler Collins (43.) auf, der aber den Sack nicht zumachen konnte. Die Hausherren erhöhten peu a peu den Druck. Nach einer abgelaufenen Strafe von Huhtala blieben die Tigers in der Zone, legten sich die Adler zurecht, bis der platzierte Schuss von Sena Acolatse (47.) genau passte.
Mit dem 1:3 Anschlusstreffer wurden die Straubinger noch mutiger und drängten die Kurpfälzer immer mehr in die Defensive. Die Tigers zeigten nach dem Tor eine ganz andere Körpersprache. Sogar in eigener Unterzahl brach Laganiere durch, verlor aber kurz vor Endras die Scheibe. Coach Tom Pokel konnte zwar keine Auszeit mehr nehmen, aber 110 Sekunden vor dem Ende, nahm er seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis.
Dieses Powerplay war zwar sehr stark gespielt und Andy Eder feuerte dreimal gefährlich auf Endras, aber Mannheim verteidigte den Sieg mit Mann und Maus. Pavel Gross: “Es gehört für uns genauso dazu, die Schüsse zu blocken.” Die Bürde aus dem ersten Drittel durch die drei daraus resultierenden Tore, konnten die Niederbayern am Ende nicht mehr wettmachen.
Stimmen zum Spiel:
Nico Krämer (Adler): “Für diese Spiele trainieren wir das ganze Jahr. Wir mussten heute noch mehr aus uns herausholen und wir haben heute gezeigt wie stark wir sein können.”
Andy Eder (Tigers): “Es reicht einfach nicht, wenn du gegen Mannheim nur 20 Minuten Eishockey spielst. Wir brauchen uns über die Strafen gar nicht wundern. Wir haben es zwar nicht in den ersten zehn Minuten verloren, aber es ist natürlich dann schwer, dem Rückstand hinterherzulaufen. Wir müssen jetzt aufwachen und wieder 60 Minuten Gas geben.”
Coach Pavel Gross (Adler): “Ich bin zufrieden heute. In den Playoffs wird mit höherer Intensität gespielt und das müssen wir am Samstag auch wieder auf das Eis bringen. Die Tigers waren gut heute, es ist eine gut gecoachte Mannschaft. Dennis Endras war heute immer da für uns und wir erwarten am Samstag wieder ein hartes Spiel.”
Spiel vom 22.04.2021
Straubing Tigers - Adler Mannheim: 1:3 (0:3 | 0:0 | 1:0)
Tore:
0:1 |04.| Huhtala (Katic, Leier) PP 1
0:2 |05.| Huhtala (Smith, Akdag)
0:3 |10.| Bast (Akdag)
1:3 |47.| Acolatse (Eder)
Strafen:
Straubing Tigers: 18
Adler Mannheim: 10
Schiedsrichter: Schukies / Hunnius / Gaube / Wölzmüller

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(PENNY - DEL/Berlin) (BM) Do or Die für die Eisbären Berlin. Nach der Auftaktniederlage gegen die Roosters standen die Hauptstädter unter Zugzwang. Von Beginn an, ließen die Gäste keinen Zweifel aufkommen, dass man die Serie ausgleichen wollte. Im ersten Abschnitt ging man mit einer Zwei-Tore-Führung vom Eis, ehe man im Mittelabschnitt auf 3:0 erhöhen konnte. Der vierte Treffer im Schlussabschnitt besiegelte am Ende die Niederlage der Roosters und stellte alles auf Anfang. Am Ende gingen die Eisbären mit 6:0 als Sieger vom Eis.

Foto: citypress
Von Beginn an, waren die Eisbären auf Wiedergutmachung aus. Brent Aubin zog nach 67 Sekunden eine Strafzeit und so gab es für die Gäste die Möglichkeit zur frühen Führung. Die beste Möglichkeit hatten aber die Gäste, im Zusammenspiel mit Alexandre Grenier verpasste Casey Baily. Für Berlin scheiterte zunächst noch Matt White. Nach gut acht Minuten jubelten die Eisbären: Mit einem Billard-Tor brachte Zach Boychuk sein Team in Führung.
Mit dem Treffer nahmen die Roosters das Heft in die Hand und drückten auf den Ausgleich. Alexandre Grenier und Brent Raedeke fanden aber in Mathias Niederberger ihren Meister. Als dann auch noch Mark Olver wegen hohem Stocks auf der Strafbank saß, witterten die Gastgeber ihre Chance. Konsequent verteidigte Berlin in Unterzahl und ließ so gut wie keine Torschüsse zu. Bis zur Pause plätscherte das Spiel vor sich hin. Nach einem fairen Check von Matt White musste Torsten Ankert knapp zwei Minuten vor der Pause vom Eis. 22 Sekunden vor der Sirene schlugen die Eisbären doch noch einmal zu. Marcel Noebels bediente Ryan McKiernan, der die Führung ausbauen konnte.
Im Mitteldrittel waren weiter die Eisbären tonangebend. Glück hatte Andreas Jenike, als er nach einer unübersichtlichen Situation gerade noch den Puck wegschieben konnte. Auf der anderen Seite verpasste Casey Baily, den freiliegenden Puck über die Linie zu schieben. Berlin konterte über Marcel Noebels, der das Auge für den mitgelaufenen Lukas Reichel hatte. Im Fallen schaffte es der Youngster zum Torerfolg. Kurz vor dem Powerbreak verpasste Matt White bei einem Alleingang die Vorentscheidung.
Auch in Überzahl konnten die Eisbären nicht nachlegen. Iserlohn blieb durch Konter gefährlich, einen dieser, konnte Joe Whitney aber nicht zum Anschluss im Tor unterbringen. In eigener Überzahl verpasste Casey Bailey frei im Slot, Niederberger konnte mit der Stockhand entscheidend klären. Bis zur Pause suchten beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive. Im Minutentakt wechselten sich Torchancen auf beiden Seiten ab, ein Tor sollte bis zur Pause nicht fallen.
Trotz Überzahl, verpassten es die Roosters, die Schlussoffensive zu starten. Stattdessen jubelten die Eisbären. Ryan McKiernan zog von der blauen Linie ab, Zach Boyhuck nutzte den Verkehr vor dem Tor von Andreas Jenike und netzte ein. Der Goalie räumte daraufhin seinen Platz für Janick Schwendener. Als Joel Lowry einen Open Ice-Hit zu Ende fuhr, kochten die Emotionen hoch. Für sein Vergehen schickte Ihn das Schiedsrichtergespann unter die Dusche.
Bereits gut acht Minuten vor dem Ende nahm Brad Tapper seinen Goalie vom Eis um in Überzahl nochmal den Anschluss zu schaffen. Berlin befreite sich aus dem eigenen Drittel, Joe Whitney rettete aber mit einem Hechtsprung. Gerade als Simon Després von der Strafbank kam, wurde er auf die Reise geschickt und machte den fünften Treffer. Für die Sauerländer kam es noch bitterer: Sebastian Streu lauerte am langen Pfosten und wurde PC Labrie bedient. Ohne Probleme landete seine Direktabnahme im Tor.
Spiel vom 22.04.2021: Iserlohn Roosters - Eisbären Berlin
Tore:
0:1 |9.|Boychuk (Reichel / Noebels)
0:2 |20.|McKiernan (Reichel / Noebels)
0:3 |24.|Reichel (Noebels / Boychuk)
0:4 |46.|Boychuk (McKiernan / Noebels)
0:5 |54.|Després (Hördler)
0:6 |56.|Streu (Labrie)

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(München) PM Der EHC Red Bull München hat Spiel eins des Playoff-Viertelfinals gegen den ERC Ingolstadt mit 1:4 (0:2|1:2|0:0) verloren. Chris Bourque erzielte den einzigen Treffer gegen clevere und effiziente Gäste. In der Best-of-Three-Serie brauchen die Münchner am Donnerstag (22. April | 19:30 Uhr) in Ingolstadt einen Sieg.

(Foto: Citypress)
Tempo, Intensität und Checks – das Energielevel war hoch beim Playoff-Auftakt. Ingolstadt startete besser: Wojciech Stachowiak fälschte zur Führung ab (5. Minute), Tim Wohlgemuth erhöhte nach einem Pass vor das Tor auf 0:2 (10.). Die Red Bulls wurden in der Schlussphase des Drittels stärker. Frank Mauer (18.) und Trevor Parkes (19.) verpassten in Überzahl das erste Münchner Tor (19.). Die beste Möglichkeit hatte Mauer mit einem Alleingang Sekunden vor der Pause, Panther-Torhüter Michael Garteig reagierte aber erneut stark.
Beide Teams starteten aggressiv in den Mittelabschnitt. Die Red Bulls drängten auf den schnellen Anschluss, das Tor machten aber die Panther: Wayne Simpson erzielte den dritten Treffer der Gäste (24.). Nach dem 0:4 durch Louis-Marc Aubry (30.) wechselte Münchens Trainer Don Jackson seine Torhüter: Kevin Reich ersetzte Danny aus den Birken. Zwei Minuten später staubte Bourque nach einem Schuss von Mathew Maione zum 1:4 ab.
Im Schlussabschnitt prallten Münchens Angriffe an Ingolstadts Defensive ab. Die Gäste blockten viele Schüsse, häufig waren sie danach in Scheibenbesitz. Die Red Bulls versuchten viel und Jackson brachte in der 57. Minute den sechsten Feldspieler, am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.
Don Jackson: „Wir haben nicht gut reingefunden und waren schnell 0:2 hinten. Wir waren entmutigt und der letzte Einsatz hat gefehlt. Heute haben wir den Sieg nicht verdient.“
Endergebnis
EHC Red Bull München gegen ERC Ingolstadt 1:4 (0:2|1:2|0:0)
Tore
0:1 | 04:45 | Wojciech Stachowiak
0:2 | 09:45 | Tim Wohlgemuth
0:3 | 23:53 | Wayne Simpson
0:4 | 29:13 | Louis-Marc Aubry
1:4 | 31:37 | Chris Bourque

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(PENNY-DEL, Wolfsburg) (Hermann Graßl) Bn der heimischen Eisarena empfingen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven die Grizzlys aus Wolfsburg zu Spiel 1 des Viertelfinales in der deutschen Eishockey Liga. Der Zweite gegen den Dritten der Nordgruppe nach Abschluss der Hauptrunde, zweitbeste Offensive gegen zweitbeste Defensive, das versprach eine hochinteressante Partie zu werden. Wolfsburg war konstant gut in Form, hatten sie doch 4 der letzten 5 Spiele siegreich gestaltet. Schließlich drehte Bremerhaven mit drei last Minute Toren das Match zu ihren Gunsten, wobei sich Jan Urbas wieder mal als unverzichtbar herauskristallisierte. Wolfsburg musste sich den Vorwurf machen, aus ihren zahlreichen Chancen zu wenig Kapital geschlagen zu haben.

(Fotoquelle Citypress)
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Bremerhaven war bereit für das erste Heimspiel gegen einen unangenehmen Gegner, der sich durch seine gut strukturierte Spielweise auszeichnete. Coach Popiesch erwartete genauso sehnlichst wie die Fans die Rückkehr der Identifikationsfigur Jan Urbas, der die letzten Begegnungen verletzungsbedingt nicht auflaufen konnte. Ohne dessen Präsenz und begnadete Aura hatten die Pinguins Probleme und verloren 4 der letzten 6 Spiele. Als Dreh- und Angelpunkt war er heute definitiv ein wichtiger Faktor.
Frey: „Wir stapeln tief, denn wir haben den kleinsten Etat. Jedes Jahr ist es eine Freude, wenn wir Playoffs spielen, das ist für uns wie der Gewinn der Meisterschaft. Wir zählen nicht zu den Favoriten, aber ich lasse mich gerne überraschen. Wir wollen wie die ganze Saison spielen, 60 Minuten alles geben und Spaß an unserem Spiel haben. Wir schauen, was am Ende rauskommt. Wegen unserem guten Verhältnis zu Wolfsburg hätten wir uns gerne erst später zum Nordderby getroffen. Es wäre ein kleines Wunder, wenn wir zum ersten Mal ins Halbfinale einziehen, das ist unser Traum, aber Wolfsburg ist der Favorit in der Serie. Wir wollen gut über die Runden kommen. “
Urbas: „Ich spüre keinen Schmerz mehr, man denkt nicht darüber nach, wenn man auf dem Eis ist. Unser Ziel war der Einzug in die Playoffs, das ist nun erreicht. Die Playoffs sind eine eigene Story mit weniger Spielen, jedes Match ist erst mal wichtig. Wichtig wird heute zuerst die Defensive sein, wir müssen diszipliniert spielen. Wolfsburg hat gute Skater, die Kleinigkeiten sind wichtig“.
Wolfsburg befand sich bereits die letzten zwei Wochen in Torlaune und qualifizierte sich am vergangenen Freitag endgültig für die Playoffs. Mit ihrem Urgestein und Rekordspieler Furchner und dem aktuell sehr gut aufgelegten Torjäger Rech gingen sie mit viel Selbstvertrauen aber auch mit dem nötigen Schuss Respekt in diese Partie. Für Pat Cortina waren heute Defensive, Disziplin und Puck Kontrolle die Schlüsselaspekte, um sich das Heimrecht zurückzuholen und die Weichen für ein Weiterkommen zu stellen.
Fliegauf: „Es ist ein besonderes Jahr, schwierig für alle und wir sind stolz, dass wir so durchmarschiert sind. Der 100. wird ein besonderer Titel sein, da nur 6 Spiele nötig sind. Der Autokorso war super, ein tolles Signal für die Spieler. Es war keine einfache Hauptrunde für uns, eine Berg- und Talfahrt, am Ende haben wir den 4. Platz gesichert. Nach dem Nürnberg Spiel schafften wir alle gemeinsam den Turnaround, wir waren aktiver und haben mehr investiert. Unsere Sorgenkinder sind auch wieder besser in Fahrt gekommen. Platz 3 hatten wir nicht unbedingt erwartet. Grundlegende Dinge werden heute wichtig sein: dem Gegner wenig Raum lassen, aktiv sein, gut skaten, checken. Wir haben nichts zum Herschenken, werden aber nicht mit offenem Visier loslegen, alles hängt von der Taktik ab.“
Ein verhaltener Beginn war nicht zu erkennen, beide Teams gingen gleich rasant zu werke. Normalerweise kamen ja die Hausherren stets wie die Feuerwehr aus der Kabine. Die Mitwirkung von Urbas trug bestimmt zur zusätzlichen Sicherheit bei den Fischtowns bei. Bei den Best of 3 Serien, die bisher in der DEL stattfanden, hatte Wolfsburg stets die Nase vorn und qualifizierte sich letztlich. Vielleicht war dies ein kleiner Vorteil an Erfahrung für die Gäste.
Die Automatismen im Spielaufbau liefen noch nicht rund bei Bremerhaven.In der 7. Spielminute verdienten sich die Grizzlys die Führung durch Machacek. Ihr Franzose Rech trug dabei wieder einen wertvollen Assist mit bei. Die Gäste waren bisher die aktivere Mannschaft, welche die meisten Akzente setzte. Bremerhaven war noch in der Findungsphase und Maxwell befand sich unter Dauerbeschuss. Dank seiner Fangkünste blieb es bei dem knappen Spielstand.
Nach dem Powerbreak knüpfte Wolfsburg an sein gewohnt gut durchdachtes Umschaltspiel an, bevor auch Strahlmeier sein Können unter Beweis stellen durfte. Dies war nach langer Zeit mal eine hervorragende Chance für die Hausherren. Die Gäste waren sehr schnell auf den Beinen und machten die Räume sehr eng vor dem eigenen Kasten. Schneller zu skaten, das mussten die Pinguins umsetzen, um besser in die Partie zu gelangen. Mit ihrem ersten Powerplay gab es nun die Gelegenheit für die Hausherren, ihre Topformation gleich mal in die Aufstellung zu bringen. Die Grizzlys agierten aber sehr aggressiv und unterbanden den Spielaufbau gezielt. Dafür gab es auch die nötige Unterstützung von der Bank. Letztlich überstanden die Gäste ihre Unterzahl relativ souverän und hielten ihre Führung.
Wolfsburg ging aufgrund seiner konstant guten Leistung über weite Strecken des ersten Drittels verdient in Führung. Den Ausfall von Pfohl hatten die Grizzlys gut verkraftet. Bremerhaven war noch nicht richtig angekommen in Spiel 1 der Serie. Fortunus: „Es war ein schnelles Drittel, wir müssen mehr Forechecking machen, mehr Druck aufbauen und die Kämpfe an der Bande gewinnen.“
Im zweiten Drittel wurde weiterhin verbissen um jede Scheibe gerungen. Bremerhaven kam zielgerichteter aus der Kabine und verzeichnete eine Top Chance nach gut 3 Minuten, doch Strahlmeier war in dieser Situation ein echter Glückspilz. Der Videobeweis wurde zwar bemüht, doch der Puck kullerte deutlich von einem Pfosten an der Torlinie in Zeitlupe entlang zum anderen Gestänge, ohne sie mit vollem Umfang zu überschreiten.
Was zuvor noch nicht klappte, wurde kurz danach seitens McGinn mit dem Ausgleichstreffer in der 25. Spielminute veredelt. Dieses Remis hatten sich die Fischtown Pinguins regelrecht erarbeitet. Dies war der Wachmacher zur richtigen Zeit, denn von nun an waren die Hausherren bissiger und zwangen auch die Grizzlys zu Fehlern.
Die Plexiglasscheiben an den Banden wackelten nun gehörig, denn die Zweikämpfe nahmen an Intensität zu. Bremerhaven verschaffte sich nun stetig mehr Einschuss Gelegenheiten und die Gäste konnten froh sein, dass es noch Pari stand. Die Hälfte des Mittelabschnitts gehörte ganz klar den Hausherren, die Gegenwehr der Grizzlys war nicht mehr so effektiv wie in Drittel eins.
Jetzt hatte Wolfsburg wieder etwas die Nase vorn und brachte die Fischtowns in Bedrängnis. Es ging rauf und runter mit sehr attraktivem Eishockey. Wolfsburg befand sich nun in numerischer Überlegenheit. Verlic ging humpelnd zur Band und unterzog sich einer kurzen Behandlung. Dies lag wohl an seinem vorherigen Block. Wolfsburg münzte seine Überzahl erfolgreich zum zweiten Treffer des Abends um. Torschütze war Fauser.
Bremerhaven zeigte zwar eine wesentlich bessere Leistung, doch die Gäste waren gnadenlos im Verwerten ihrer Chancen. Bremerhaven antwortete mit einem erneuten Pfostenschuss und ließ Strahlmeier nicht zur Ruhe kommen. Ihr Bemühen war deutlich zu spüren, sie versuchten alles, um erneut auszugleichen, doch es blieb beim Rückstand. Fauser: „Im zweiten Drittel brachten wir die Scheibe nicht zu schnell raus, wir hatten mehr Druck zugelassen. Wir müssen sie weiter vom Tor fernhalten, wir hatten den Schwung in die Playoffs mitgenommen. Es ist hier ein neues Battle, wir dürfen kaum Fehler machen.“
Für den Schlussabschnitt galt es nun aus Sicht der Hausherren noch mehr Druck aufzubauen, um den Gleichstand bald herzustellen. Genauso kamen sie aus der Kabine, mit viel Willen und Leidenschaft. Strahlmeier konnte sich recht bald wieder auszeichnen. Wolfsburg setzte jedoch entgegen und kreierte seinerzeit gute Entlastungsangriffe; nun war Maxwell gefordert, der seine Farben im Match hielt bei einem famosen Antritt von Rech. Es folgten weitere herausragende Gelegenheiten für die Gäste, die unbedingt schnell für klare Verhältnisse sorgen wollten. Die Fischtown Pinguins benötigten den einen genialen Gedanken, um hier zurückzukommen. Urbas konnte bisher auch noch nicht so glänzen wie man es gewohnt war, was aber aufgrund seiner Verletzung nachvollziehbar war.
Für die Gäste lief die Uhr zu ihren Gunsten herunter und das Team um Popiesch kämpfte und rackerte, bis dato aber glücklos. Die Pinguins hatten ihre Gelegenheiten, doch die vielbeinige Abwehrarbeit und die Kraken Arme von Strahlmeier verhinderten Schlimmeres. In Unterzahl hatte Festerling DIE Chance zur Entscheidung, doch Maxwell behielt kühlen Kopf. Auf der Gegenseite nutzte Bremerhaven dann doch noch das Powerplay in letzter Sekunde zum Ausgleich. Uher trug sich in die Torschützenliste in der 56. Spielminute ein; das war bitter aus Sicht der Gäste nach der zuvor fast 100 %igen Gelegenheit.
In den letzten Minuten war es ein offener Schlagabtausch, denn beide Mannschaften wollten den Sieg in der regulären Spielzeit eintüten. Und tatsächlich schlug der Rückkehrer Urbas 63 Sekunden vor Schluss eiskalt zu; das wäre ein Märchen, wenn ihre Gallionsfigur zum Matchwinner werden würde. Und nicht genug, kurz danach setzte Uher mit dem Emty Net Goal sogar den Deckel drauf. Das war nun nicht mehr aufzuholen für die Gäste.
Nach einem furiosen Start der Grizzlys mussten sie sich am Ende doch noch dem unbändigen Willen der Fischtown Pinguins beugen, die mit einem Last Minute Erfolg den positiven Serienstart einläuteten. Wolfsburg ärgerte sich bestimmt über die zu vielen liegengelassenen Chancen im hohen Norden.
Spiel 2 des Viertelfinals findet am Donnerstag, den 22.4.2021 in Wolfsburg statt.
Stimmen zum Spiel:
Bremerhaven – Jiranek:
„Wir blieben am Drücker, haben hart gearbeitet für unsere Torchancen ab der 2. Hälfte. Schüsse zum Tor zu bringen und auf den Nachschuss zu hoffen war wichtig. Das Überzahlspiel im zweiten Drittel gab uns die Chance zurückzukommen. Jan Urbas ist als Leader in der Kabine und auf dem Eis sehr wichtig. Es dauerte 2 Drittel, um wieder der "Alte" zu sein, das tut uns sehr gut. Auch McGinn ist eine sehr gute Nachverpflichtung für uns, er ist jede Woche stärker geworden und einer der Gründe, warum wir heute siegten.“
Bremerhaven - Urbas:
„Es war toll wieder zurück am Eis zu sein, es war ein besonderer Moment am Ende. Es war ein ziemlich ausgeglichenes Spiel, wir mussten hart arbeiten, es gab nicht so viele Chancen. Ab dem zweiten Drittel wurden wir besser, das hat sich am Ende ausgezahlt. Jetzt ist gute Erholung wichtig. Geduld und Disziplin sind nötig. Es wird wohl genau das gleiche Spiel am Donnerstag werden.”
Wolfsburg – Cortina.:
„Es war ein gutes erstes Drittel, im zweiten Drittel haben wir den Faden verloren. Gegen eine super Mannschaft wie Bremerhaven waren wir dann einen Schritt zu spät mit unserem Forechecking. Bremerhaven hatte seine Momente, hat den Kampfgeist erhöht. Hoffentlich können wir an unser gutes 1.Drittel anknüpfen in Spiel 2.“
Spiel vom 20.04.2021
Bremerhaven - Wolfsburg 4:2 (0:1|1:1|3:0)
Tore:
0:1 |07| Machacek (Olimb, Rech)
1:1 |25| McGinn
1:2 |36| Fauser (Olimb, Festerling) PP1
2:2 |56| Uher (McGinn, Fortunus) PP1
3:2 |59| Urbas (Eminger, Jeglic)
4:2 |60| Uher (Fortunus, Moore) ENG
1. Drittel Statistik: 9:7 Schüsse, 14:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
2. Drittel Statistik: 9:6 Schüsse, 12:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0
3. Drittel Statistik: 17:8 Schüsse, 12:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Rohatsch / Steingroß
Aufstellung:
Bremerhaven: Maxwell, Dietz, Eminger, Urbas, Jeglic, Verlic, Moore, Krogsgaard, Uher, Friesen, McGinn, Alber, Fortunus, Andersen, McMillan, Mauerman, Gläser, Hilbrich, Wahl, Reisnecker.
Wolfsburg: Strahlmeier, Bittner, Möser, Jormakka, Festerling, Fauser, Likens, Melchiori, Görtz, Järvinen, Furchner, Bruggisser, Wurm, Machacek, Olimb, Rech, Raabe, Adam, Hungerecker, Busch.
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie hier...
(PENNY - DEL/Berlin) (BM) Die schnellsten Playoffs aller Zeiten machten Station in Berlin. In einer hart und offensiven Partie konnten die Eisbären immer wieder in Führung gehen, drei Mal glichen die Roosters aus. 59 Sekunden vor dem Ende sorgte Brent Aubin mit einem Treffer in Überzahl für die Entscheidung.

Foto: citypress
Mit viel Tempo ging es in die Partie, Zach Boychuk prüfte nach gut einer Minute Andi Jenike im Roosterstor. Konnte er diesen Versuch noch abwehren, war er kurz darauf machtlos. Matt White hatte den Puck unter die Latte gehämmert. Berlin versuchte direkt nachzulegen, fand sich aber dann in Unterzahl wieder. Die Roosters meldeten sich eiskalt zurück. Ryan O'Connor legte per Doppelpass auf Casey Baily, der humorlos einschoss. Die Eisbären zeigten sich unbeeindruckt und schlugen direkt vom Bully zu: Nachdem Lukas Reichel noch am Torgestänge gescheitert war, setzten die Hausherren nach. Erneut kam der Puck zu Reichel, der das Auge für Ryan McKiernan hatte. Der Amerikaner überwand Jenike und brachte sein Team erneut in Führung.
Iserlohn musste in der Folge eine doppelte Unterzahl überstehen. 73 Sekunden machten die Eisbären zwar Druck, kamen aber nicht entscheidend vor das Tor. Als im Anschluss ein Berliner auf die Strafbank wanderte, schnupperten die Gäste am Treffer. Direkt nach Ablauf der zwei Minuten nutzte Brent Raedeke einen Nachschuss zum erneuten Ausgleich. Bis zur Pause wären die Hauptstädter fast wieder in Führung gegangen, Matt White scheiterte aber am Iserlohner Schlussmann.
Das zweite Drittel begann mit der kalten Dusche für die Sauerländer. Nach einem Schuss von Ryan McKiernan konnte Jenike den Puck nicht sichern und so trudelte er über die Linie. Die weiterhin sehr offensiv geführte Partie, bot Chancen auf beiden Seiten. Marcel Noebels auf Berliner Seite und Brent Aubin gleich doppelt auf Gästeseite vergaben. Als Frank Hördler und Giovanni Fiore auf der Strafbank saßen hatten die Roosters die Möglichkeit zum Ausgleich. John Ramage verhinderte mit viel Körpereinsatz die beste Iserlohner Möglichkeit.
Als Berlin zur Spielmitte in Überzahl agierte, lag der nächste Treffer in der Luft. In einer Phase, in der nur Berlin am Drücker war, stürmte Brent Aubin nach vorne. Von der Bande sprang der Puck vor das Tor, wo Brent Raedeke knapp verpasste. Trotz weiteren Möglichkeiten der Gäste, blieb es bis zur Pause bei der knappen Berliner Führung.
Die Eisbären versuchten zu Beginn des Schlussabschnitts für die Vorentscheidung zu sorgen, die erste gute Möglichkeit hatten aber die Gäste: Philip Riefers hatte zuvor abgezogen. Strafen auf beiden Seiten verhinderten in der Folge den Spielfluss. Knapp elf Minuten waren noch zu spielen, als die Roosters ein drittes Mal ausgleichen konnten. Joe Withney hatte nach Zuspiel von Casey Baily vollstreckt.
Glück hatten die Roosters als Matt White von Zach Boychuk im Slot freigespielt wurde. Kai Wissmann per One Timer und Lukas Reichel konnten ebenfalls nicht ennetzen, während Alexandre Grenier für Iserlohn scheiterte. Als drei Minuten John Ramage auf die Strafbank wanderte, keimte bei Iserlohn Hoffnung auf. Berlin lief direkt einen Konter und leistete sich dann eine Strafzeit in der offensive Zone. Bei doppelter Überzahl drückten die Roosters und sorgten für die Vorentscheidung. Brent Aubin setzte im Slot nach und legte den Puck an Mathias Niederberger vorbei.
Kurz vor dem Schlusspfiff, verpasste Matt White den Ausgleich und so blieb es beim knappen Sieg für die Gäste.
Spiel vom 20.04.2021: Eisbären Berlin - Iserlohn Roosters
Tore:
1:0 |2.|White (Wissmann)
1:1 |5.|Baily (O'Connor / Grenier)
2:1 |6.|McKiernan (Reichel / Noebels)
2:2 |14.|Raedeke (Friedrich / Reinhart)
3:2 |22.|McKiernan (Fiore / Zengerle)
3:3 |50.|J.Whitney (Baily / O'Connor)
3:4 |60.|Aubin (O'Connor / Grenier)

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(DEL/Mannheim) MH Spiel 1 der Best of Three Serie zwischen Mannheim und Straubing fand in der SAP Arena statt. Die Tigers konnten sich am letzten Spieltag noch als vierter der Südgruppe für die Playoffs qualifizieren. Klarer Favorit sind natürlich die Adler, das beste Team der DEL-Vorrunde.

( Foto City-press )
Im Tor standen sich Sebastian Vogl gegen Dennis Endras gegenüber. Für den ehemaligen Straubinger Stefan Loibl war dies natürlich ein ganz besonderes Duell. Der Favorit setzt gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen. Vogl konnte einen Puck hinter dem Tor nicht kontrollieren, so daß Eisenschmid den Puck vors Tor auf Reul spielen konnte und dieser ins quasi leere Tor zur Führung traf. Aber die Pokels-Team konnte im direkten Gegenzug antworten.
Laganiere brachte einen Rebound, der nach einem Schuss von Tropp von der Bande zurückkam, im Tor der Kurpfälzer unter. Wieder im direkten Gegenzug ein Pfostentreffer von David Wolf. Welche ein intensiver Beginn in diese Serie. Mitte des ersten Drittels hatten der Tabellenerste seine erste Überzahlchance. Mit 14,3% war dieses in der Vorrunde allerdings das zweitschlechteste der Liga. Auch in dieser Überzahl konnte nichts Zählbares im Kasten von Vog untergebracht werden. Besser machten sie es im kurz darauf folgenden zweiten Powerplay. Leier bekommt den Puck auf der Torlinie, fährt mit diesem vors Tor von Vogl und steckt ihn unterm Arm durch ins Tor.
Das zweite Drittel begann nicht weniger intensiv, wenn gleich auch weniger spektakulär. Beide Teams standen defensiv etwas besser und versuchten wenig zuzulassen, spielten aber dennoch stark auf den Körper wie zu dieser Jahreszeit eben üblich. Mouillierat hatte nach sechseinhalb Minuten die erste nennenswerte Chance, nachdem er sich über außen durchsetzen konnte aber an Endras scheitertete. Nur gut eine Minute später stand Basler allein vor Endras aber traf das Tor nicht.
Die Partie nahm weiter an Intensität zu. Es wurde gecheckt was es zu checken gab, aber jederzeit fair. Straubing hatte in der Endphase des zweiten Drittels die etwas besseren Chancen. Mannheim hatte noch einmal ein Powerplay aber konnte sich hier keine Chance erspielen. SO ging es erneut mit einem 2:2 in die Kabine.
In den ersten 5 Minuten des dritten Drittels tat sich zunächst nicht viel. Die erste aufregende Szene war ein harter aber fairer Check gegen David Wolf, der sich dabei unglücklich am Arm verletzte. Die Partie war in dieser Phase ausgeglichen. Beide Mannschaften legten viel Wert auf die Defensive, jedes Tor konnte nun entscheidend sein. Glück hatten die Tigers knapp sechs Minuten vor dem Ende, als eine klare zwei Minuten Strafe wegen Spielverzögerung nicht gegeben wurde. Schönberger hatte vier Minuten vor dem Ende die erste große Möglichkeit, doch auch hier war Endras zur Stelle. Drei Minuten vor Schluss gab es dann eine etwas fragwürdige Strafe gegen das Gross-Team. Endras konnte hier zweimal mit einer Glanzparade sein Team im Spiel halten.
Es blieb beim 2:2 nach regulärer Spielzeit, somit ging es in die Overtime. Mit der Schlusssirene gab er erneut eine Strafe gegen Mannheims Jason Bast. Die Tigers starteten also mit einer Powerplay in die Verlängerung. Zunächst ging hier nicht viel, dann zog Acolatse ab, dessen Schuss ging allerdings vorbei und kam auf der andern Seite wieder heraus, hier wartete Jeremy Williams und schoss den Puck aus spitzem Winkel zum umjubelten Siegtreffer ins Tor.

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