
PENNY-DEL (Iserlohn/MA) Straubing hatte den besseren Start, obwohl die Roosters auch gut unterwegs waren. Im Laufe des Spiels wurden die Gastgeber immer stärker und konnten sogar einen drei Tore Rückstand aufholen. Bei den Penaltys holten sich dann die Sauerländer den Sieg und haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Straubing kann sich trotzdem noch das Heimrecht am Freitag im letzten Hauptrundenspiel sichern.

(Foto: Citypress) Brandon Manning gab nach langer Verletzungspause sein Comeback
Spielverlauf:
Da dachten wohl einige Fans der Roosters, ich glaub mich tritt ein Pferd. Ein sehr dominantes Auftreten mit viel Zug zum Tor wurde nicht belohnt. Besser gesagt, teils kläglich vergeben. Eine 90-Sekündige fünf gegen drei Überzahl blieb ungenutzt, trotz guter Chancen.
Bei einem drei auf eins Konter konnten sich Aubin und Alanov nicht entscheiden, wer schießen soll. Die Gäste machte es besser. Zur Überraschung vieler gingen die Tigers in der Drangphase der Hausherren in Führung und nach einem Abwehrfehler von Freibergs samt Foul erhöhte St.Denis durch einen Penalty.
Sven Ziegler: “Gefühlt sind wir immer einen Schritt zu langsam. Die Pässe kommen nicht sauber genug, eine 5-3 Überzahl nicht genutzt und Straubing macht aus wenig, viel. Wir müssen mehr Zeit im Drittel des Gegners verbringen und hart spielen.”
Straubing fand zurück zu einem besseren Konzept und wurde von Iserlohn nicht mehr zu weit nach hinten gedrängt. Die Chancen waren ausgeglichen, aber die Niederbayern stellten sich etwas besser an. Die zwischenzeitliche drei Tore Führung konnte wieder verkürzt werden.
Coach Kleinendorst, der nach 30 Minuten seinen Torhüter auswechselte, aber musste den weiteren vergebenen Möglichkeiten nachtrauern. Bailey konnte davon ein Lied singen.
Sandro Schönberger: “Jetzt gegen Ende des Drittels waren wir hinten zu schlampig. Wir müssen den Puck wieder schneller herausbringen und von der Strafbank wegbleiben. Weiterhin sollten wir das Spiel einfach halten, den Puck tief bringen und dann machen wir den Sack zu.”
Das Tor kurz vor Ende des zweiten Drittels gab den Gastgebern noch einmal Zuversicht. Iserlohn konnte dann die Gunst der Stunde nutzen und aus einem drei Tore Rückstand die Verlängerung erzwingen. Ein schneller Anschlusstreffer und ein gutes Offensivspiel brachte den Ausgleich im letzten Drittel.
Dies bedeutete zugleich, dass die Roosters sich aller Abstiegssorgen entledigen konnten. In der Verlängerung traf noch einmal das beste Powerplay gegen das beste Unterzahlspiel aufeinander, aber auch hier blieben die Tigers wieder Sieger. Dennoch mussten sich die Gäste heute mit nur einem Punkt begnügen.
Ex-Tiger Acolatse besorgte mit einem sehenswerten Treffer im Penaltyschiessen den Zusatzpunkt für die Roosters. Iserlohn kann nun am Freitag gegen Krefeld befreit aufspielen und Straubing würde sich mit einem Sieg gegen Berlin zu Hause das Heimrecht in den Playoffs sichern.

(Foto: Citypress) Senna Acolatse traf den entscheidenden Penalty gegen sein altes Team
Stimmen zum Spiel:
David Elsner (Straubing): “Vielleicht wurden wir etwas müde. Wir waren jetzt eine Woche unterwegs und hatten drei harte Spiele. Da sind wir am Ende wohl auch etwas eingebrochen. Trotzdem war es ein geiles Spiel und wir wollen uns natürlich noch den vierten Platz holen.”
Hannibal Weitzmann (Iserlohn): “Ich bin davon ausgegangen, dass wir das heute schaffen. Es war aber mal wieder klassisch. Gut angefangen und dann in Rückstand geraten. Das Momentum hat sich dann aber auf unsere Seite verlagert. Das Thema Abstieg war heute aber auch nicht bei uns im Fokus.”
Torfolge:
0:1 (6.) Es war nur ein Entlastungsangriff, aber David Elsner sah von halbrechts die Lücke. Elsner entwickelt sich mit seinen frühen Toren bei den Tigers immer mehr zum Frühaufsteher. 0:2 (16.) - Freibergs konnte den Puck an der gegnerischen blauen Linie nicht behaupten, Elsner ging auf und davon und konnte nur noch durch ein Foul von Freibergs gestoppt werden. Den anschließenden Penalty verwandelte Travis St.Denis eiskalt.
0:3 (27.) - Straubing versuchte mit viel Verkehr vor dem Tor für Unruhe zu sorgen. Im Powerplay und diese Situation erkannte Ian Scheid und zog von der blauen Linie ab. 1:3 (35.) - Gewusel vor dem Tor, jeder stochert irgendwo hin, bis die Scheibe zu Eugen Alanov rutscht, der dann nur noch einschieben muss.
2:3 (42.) - Ryan O’Connor hatte Zeit, wartete geschickt ab und hämmerte den Puck in den Winkel. 3:3 (50.) - Es wurde bis zu Parks vor das Tor gespielt, dann wurde Iserlohn abgedrängt, aber Brent Aubin zog aus unmöglichen Winkel ab und hatte das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. 4:3 (65.) - Nachdem die Roosters in der Verlängerung im Powerplay nicht trafen, besorgte Senna Acolatse den Sieg im Penaltyschiessen.
Spiel vom 30.03.2022
Iserlohn Roosters - Straubing Tigers: 4:3 (0:2 | 1:1 | 2:0 | 1:0)
Tore:
0:1 |06.| Elsner (Schönberger, Brunnhuber)
0:2 |16.| St.Denis - Penalty
0:3 |27.| Scheid (Balisy, Leier) - PP 1
1:3 |35.| Alanov (Aubin, Labrie)
2:3 |42.| O’Connor (Freibergs, Alanov
3:3 |50.| Aubin (Freibergs, Alanov)
4:3 |65.| Acolatse - Penalty
Schiedsrichter: Rantala / Rekucki / Hancock II / Priebsch
Strafzeiten: Iserlohn 6 - Straubing 8
Zuschauer: 3.538
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Ingolstadt/HG) In der Saturn-Arena empfingen die Panther aus Ingolstadt die Steelers aus Bietigheim, die am Sonntag den Klassenerhalt geschafft hatten. Die Gastgeber wollten gegen den Aufsteiger ihren desaströsen sonntäglichen Auftritt in München bestimmt schnell vergessen machen. Für Ingolstadt standen noch die Top 6 zur Disposition, während die Steelers den Rang 10 festigen wollten. Diese heutige Begegnung fand interessanterweise zeitgleich am nächsten Tag nochmals in Ingolstadt statt.
Schließlich zwang Ingolstadt die Bietigheim Steelers nach einer kämpferischen Mannschaftsleistung am Ende mit 4 zu 2 und fuhr den ersten Saisonsieg gegen den Aufsteiger damit ein.
(Fotoquelle Jürgen Meyer) Goalie Taylor war der Garant für den wichtigen Heimsieg
Ingolstadt zeigte in der Landeshauptstadt kürzlich eine unterirdische Performance und kassierte eine herbe Pleite, die fast zweistellig ausgegangen wäre. Von dieser Schmach wollten sich die Audistädter sicherlich schnell erholen und ihren Fans Wiedergutmachung präsentieren, die eine Reaktion erhofften. Da kam der Aufsteiger aus dem Ellental wohl gerade recht, der zwar nicht mehr den großen Druck des Abstiegs Gespensts verspürte, doch sich bestimmt achtbar aus der Affäre ziehen wollte. Die Ausfälle von Marshall und Storm taten aktuell sehr weh.
Shedden: „Sometimes that happens in this business, you have to forget about these things. We played a great first period, but after their lead we stopped playing, for no reason. We work as hard as we can, we will come back tonight, which is very important. Marshall hurts a lot, now we lost Storm until the end of the season, they are top players which matters much. Being aggressive and keeping an eye on Sheen will be important as well as a good forechecking.“
Bietigheim durfte am vergangenen Sonntag zuhause in der Ege-Trans Arena mit Konfetti in den Vereinsfarben den verdienten Ligaverbleib feiern und konnte somit heute befreit von dieser Last aufspielen, auch wenn das neue, durchaus realistische Minimalziel zur Erreichung der Pre-Playoff Plätze noch im Fokus stand. Nach den zwei vergangenen Niederlagen sollten heute in Ingolstadt wieder mehr Punkte ergattert werden auch dank Top Torjäger Sheen und seiner exzellenten Performance in der Liga mit unerreichten 38 Toren.
Hauner: „Leider hatten wir keine Zeit zum Feiern. Wir waren enttäuscht, dass wir nicht gewannen, es wäre wichtig gewesen. Wir wussten, dass der Abstieg nicht mehr so akut war. Playoffs spielen ist unser Ziel. Das hat uns keiner zugetraut und wir haben es gepackt und geschafft, in der DEL zu bleiben. Das Team will in die Playoffs, hinten stehen wir ganz gut und hoffen, dass sich auch vorne der Knoten löst. Wir können befreit aufspielen, müssen heute auf uns schauen. Das erste Drittel wird wichtig sein, wir müssen uns entgegenstellen und unsere Chancen nutzen.“
Simpson gleicht Steelers Führung aus
Bevor der Puck eingeworfen wurde, gab es für den Ingolstädter Flaake noch die Ehrung zum 700. DEL Spiel durch Sportmanager Larry Michell. Dann ging es gleich mit einer unnötigen Strafe gegen Ingolstadt los. Bietigheim zog ein strukturiertes Powerplay auf, doch Taylor war stets auf der Hut. In dieser Unterzahl visierten die Panther beim Gegenstoß sogar die Latte an und überstanden diese erste brenzlige Situation.
Nach kurzzeitigem 5 gegen 5 musste Pietta in die Kühlbox und dieses Mal netzte Jasper in der 7. Spielminute ungehindert zur Gästeführung ein, obwohl zuvor eigentlich die Scheibe von Ingolstadt gesichert schien, doch man ging damit zu fahrlässig hinter dem eigenen Gehäuse um. Dann prüfte Naud den Hausherren Goalie gleich nochmals.
Schon früh zeigte sich, dass die Hausherren tunlichst von der Strafbank wegbleiben sollten, zumal die brandgefährliche Top Reihe der Steelers immer für einen Treffer gut war. Es war auch zu erkennen, dass das nötige Selbstvertrauen beim Heimteam noch fehlte nach dem Sonntagsmatch. Es gab etliche leichtsinnige Aufbaufehler und so kamen die Gäste des Öfteren in gute Schusspositionen. Der Aufsteiger kombinierte sich derweil sehenswert in die Ingolstädter Zone und erspielte sich ein optisches Übergewicht.
In solchen Situationen waren die Führungsspieler gefragt. Gesagt getan in der 15. Spielminute, denn Simpson verwertete einen genialen Querpass von Quaas zum Ausgleich. Genau so einen Treffer benötigten die Hausherren, die sofort viel bissiger wirkten. Jaspers Solo dank Sheens Zuspiel verfehlte dann sein Ziel nur um Zentimeter. Die Panther waren nun näher am Gegner dran und die Begegnung wurde ausgeglichener.
Dann jubelte Jubilar Flaake, doch die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis wegen eines angeblichen zu hohen Schlägers. Letztlich wurde deshalb auch auf kein gutes Tor entschieden, was auch schon zuvor on Ice verkündet wurde. 50 Sekunden vor der Drittelsirene krümmte sich DeFazio am Eis, als er zuvor mit dem Kopf an die Bande krachte im Zweikampf. Die letzte Gelegenheit verbuchten kurz vor Ende die Gäste.
Schließlich trennte man sich leistungsgerecht mit einem Remis nach dem ersten Abschnitt. Bietigheim war die ersten 10 Minuten spielbestimmend, bevor die Gastgeber richtig ins Spiel fanden.
Simpson: „Maybe we were not so good right after the gate, but we got better. We need to be smarter and create more offense. It was a nice goal after a great pass from Quaas.“
Simpson stellt erneut auf Remis und Ingolstadt dreht dann die Partie
Im Mittelabschnitt wurde DeFazio wieder gesichtet, was ein positives Signal für das Team um Coach Shedden war. McCollums Fanghand fischte den Schuss von Feser souverän runter und war zu Beginn im Fokus, da Ingolstadt wesentlich aktiver aus der Kabine kam. Taylor auf der Gegenseite stand seinem Gegenüber in nichts nach und parierte zweimal hintereinander.
Bietigheim überstand seine erste Unterzahl hervorragend, zumal sie in der 24. Spielminute als Sahnehäubchen einen Shorthander durch Braun markierten, der bei einem 3 auf 1 Konter toll herausgespielt wurde. Dies war bereits der 11 Gegentreffer bei eigener Überzahl für Ingolstadt, negativer Ligabestwert! Wie würden die Hausherren nun auf diesen Schock reagieren?
Es gab nun die nächste Möglichkeit bei numerischer Überlegenheit und die Panther waren jedenfalls gewarnt. Nach längerem soliden Pass Spiel um die Steelers Box herum fand schließlich in der 27. Spielminute der Puck den Weg ins Tor, als Simpson unhaltbar abfälschte, sein bereits zweiter Treffer des heutigen Abends.
Die Partie war weiterhin spannend, denn beide Mannschaften benötigten heute Punkte, um ihre Ziele zu erreichen. Zwischendurch gab es wilde Phasen mit Fehlpässen hüben wie drüben, so dass kein klarer Spielfluss ermöglicht wurde.
In der 32. Spielminute erarbeitete sich Ingolstadt zum ersten Mal die Führung im Match, als Warsofsky die Scheibe durch die Hosenträger von McCollum ins Tor beförderte, was den Keeper der Steelers sicher nicht schmeckte.
Höfflin und Soramies hatten dann eine Doppelchance. Simpson hätte dann fast erneut getroffen im Slot nach tollem Zuspiel von Warsofsky. Die letzten beiden Minuten im Mittelabschnitt agierte Bietigheim fast komplett im Powerplay, doch Ingolstadt stand gut in der eigenen Zone und Simpson hatte sogar die Gelegenheit zum Shorthander, fand jedoch in McCollum seinen Meister. Ingolstadt drehte die Partie und nahm einen knappen Vorsprung ins Schlussdrittel.
Prommersberger: „Wir kämpfen, es ist ein enges Spiel. Wir brauchen mehr Druck aufs Tor, dann klappt es vielleicht. Wir müssen weiter einfaches Eishockey spielen, um Punkte zu holen.“
Pietta setzt den Deckel drauf
Im Schlussabschnitt probierte es wieder Simpson mit einem Abschluss, der knapp am Tor vorbei gezirkelt wurde. Die Steelers würden bestimmt nochmal alles auf eine Karte setzen, um auszugleichen. Die Gäste kamen auch agiler aus der Kabine und erspielten sich gute Chancen, u.a. von Stretch, der nur das Außennetz touchierte. Die Gastgeber lauerten in dieser frühen Phase des letzten Drittels auf Konter. Ob das die richtige Taktik der Panther war? Das Spiel plätscherte zwischendurch ein wenig dahin ohne echte Höhepunkte.
McKnight prüfte dann mal wieder Taylor und die letzten 10 Minuten brachen an. Wann würde die Schlussoffensive der Steelers eingeläutet? Ingolstadts Keeper packte danach einen überragenden Save aus, als Bietigheim mehr Druck ausübte und mehr riskieren musste.
6 Minuten vor Schluss musste sich Bietigheim erstmal einem Ingolstädter Powerplay entgegenstemmen, das aber nur kurz andauerte, denn Doppeltorschütze Simpson musste auf die Strafbank. Die Steelers durften dann ca. 45 Sekunden selbst wieder mit einem Mann mehr ran, was aber nichts einbrachte. Kaum komplett durfte Feser in die Kühlbox und das so kurz vor dem Ende der Begegnung, denn es waren nur noch knapp 3 Minuten zu absolvieren. Das war nun DIE Chance für die Gäste auf Remis zu stellen und eine Verlängerung zu erzwingen.
90 Sekunden vor der Sirene verließ McCollum das Eis und Taylor setzte einen Stockhandsave effektiv ein, um Schlimmeres zu verhindern. Pietta erlöste dann sein Team mit dem Empty Netter in der 59. Spielminute.
Letztlich entschied Ingolstadt mit einem 4 zu 2 Erfolg diese Partie, was den ersten Sieg gegen Bietigheim in dieser Saison bedeutete. Die Steelers hatten jedoch die Möglichkeit, bereits 24 Stunden später für die Revanche zu sorgen, wenn man sich wieder in der Saturn-Arena zum Duell traf.
Naud (HC): „Es gab einen Stellungsfehler beim zweiten Gegentreffer, das darf nicht passieren. Es war ein enges Spiel, wir haben verpasst die Tore zu schießen. Es geht in der DEL um Kleinigkeiten, aber wir geben nie auf. Wir hatten unsere Chancen u.a. von Riley (Sheen). Wir werden jetzt auslaufen, im Hotel versuchen gut zu schlafen. Morgen wird nicht trainiert, wir betreiben Videostudium und werden ein paar Details ändern. Seit Saisonbeginn sind für uns Punkte wichtig, wir spüren keinen Druck, wollen gewinnen. Wir haben den Ehrgeiz, geben immer 100% und werden das beste morgen daraus machen.“
Hüttl: „Es war so ein wichtiger Sieg für uns, v.a. drei Punkte zu holen, die wir sehr dringend brauchen. Das 3. Drittel war entscheidend, es gab gute Blocks und wir haben als Team schlau gespielt. Das war ausschlaggebend, man muss das letzte Spiel abhaken, es war zwar heftig, aber du musst dich auf das nächste Match konzentrieren. Morgen wird auch sehr wichtig genauso wie am Freitag, das wird uns in der Tabelle helfen.“
51. Spieltag: DEL Spiel vom 29.03.2022
ERC Ingolstadt – Bietigheim Steelers 4:2 (1:1|2:1|1:0)
Tore:
0:1 |07| Jasper (Stretch, Braun) PP1
1:1 |15| Simpson (Quaas, Jobke)
1:2 |24| Braun (Naud, Schoofs) SH1
2:2 |27| Simpson (Warsofsky, Feser) PP1
3:2 |32| Warsofsky (Pietta)
4:2 |59| Pietta EN
1. Drittel Statistik: 4:7 Schüsse, 8:17 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:2
2. Drittel Statistik: 15:7 Schüsse, 11:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
3. Drittel Statistik: 4:10 Schüsse, 8:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
Hauptschiedsrichter: Iwert (GER) / Reneau (USA)
Zuschauer: 2.876
Aufstellung:
Ingolstadt: Taylor; Bodie, Hüttl, Soramies, Pietta, Höfflin, Warsofsky, Wagner, Bourque Feser, Simpson, Quaas, Jobke, DeFazio, Aubry, Flaake, Gnyp, Koch, McGauley, Stachowiak.
Bietigheim: McCollum, Prommersberger, Smereck, Sheen, Stretch, Jasper, Renner, Braun, Ranford, McKnight, Preibisch, Kojo, Schule, Naud, Weiß, Hauner, Martinovic, Kneisler, Schoofs, Kuqi.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Mannheim/PM) Die Adler Mannheim haben nach den enttäuschenden Auftritten in den vergangenen Wochen die Konsequenzen gezogen und Cheftrainer Pavel Gross sowie Assistenztrainer Mike Pellegrims mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Vorerst bis zum Saisonende wird Bill Stewart die Mannschaft übernehmen, Marcel Goc und Jochen Hecht fungieren in dieser Zeit als Co-Trainer.

( Foto City-press )
Seit 2018 standen Gross und Pellegrims hinter der Adler-Bande, gewannen mit den Mannheimern gleich in ihrem ersten Jahr die Meisterschaft. Die vorzeitig abgebrochene Spielzeit 2019/20 beendeten die Adler auf dem zweiten Tabellenplatz, ehe ein Jahr später das bittere Aus im Halbfinale gegen die Grizzlys Wolfsburg folgte.
„Wir sind in einer Phase der Saison, in der die Playoffs unmittelbar bevorstehen und die Mannschaft auf dem Weg sein sollte, ihr bestes Eishockey zu spielen. Bedauerlicherweise ging der Trend in die falsche Richtung. Daher sind wir zum Entschluss gekommen, dass das Team im Schlussspurt und in der Endrunde einen neuen Impuls, einen frischen Wind benötigt“, so Clubchef Daniel Hopp.
Gemeinsam mit Goc und Hecht soll nun Interimstrainer Stewart die Adler, die im laufenden Wettbewerb auf Platz fünf abgerutscht sind, zurück in die Erfolgsspur führen. Der 64-jährige Kanadier, der in Mannheim kein Unbekannter ist und mit den Adlern 2001 die Meisterschaft gewann, wird am morgigen Dienstag, den 29. März, erstmals das Training leiten und einen Tag später im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine sein Comeback hinter der Adler-Bande feiern.
Die Adler bedanken sich bei Gross und Pellegrims für ihr Engagement in den vergangenen vier Jahren und wünschen Ihnen für ihre private und berufliche Zukunft alles erdenklich Gute.
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PENNY-DEL (Augsburg/HG) Im Curt-Frenzel-Stadion empfingen die Augsburger Panther heute Nachmittag den Tabellenzweiten Wolfsburg zu einem weiteren eminent wichtigen Match im Kampf um Rang 10 der Liga, der zur Teilnahme an den Pre Playoffs berechtigt. Ein Sieg, möglichst nach regulärer Spielzeit, war Pflicht für die Panther, um ihre rechnerische Chance auf den zehnten Platz weiter zu wahren. Dies war das 70. Aufeinandertreffen dieser beider Teams: bisher war Augsburg 31 mal siegreich, während die Wolfsburger 38 mal erfolgreich waren. Der letzte Heimsieg gegen den heutigen Gegner datierte auf den 27.11.2018 zurück. Wolfsburg gestaltete in 2022 beachtliche 13 von 19 Spielen erfolgreich. Mit den auch heute zahlreichen Fans im Rücken wollte Augsburg einen richtungsweisenden Sieg einfahren.
Schließlich gewannen die Grizzlys aus Wolfsburg eine enge und spannende Partie mit dem einzigen Treffer durch Button, der aus Sicht der Heimmannschaft denkbar unglücklich zustande kam.

(Fotoquelle Dunja Dietrich) Strahlmeier war heute nicht zu überwinden
Augsburg konnte in Iserlohn einen knappen Erfolg verbuchen, der den Fuggerstädter bestimmt Mut machte im heutigen Kräftemessen gegen die starken Wolfsburger. Der AEV hatte noch was gut zu machen, da das erste Heimspiel gegen die Grizzlys klar verloren ging. Auch heute liefen die Gastgeber mit ihren speziellen Jerseys mit dem Motto „Hockey is Diversity“ auf und nahmen keinerlei Änderung beim Line Up im Vergleich zum Match am Seilersee vor.
Eisenmenger Magnus: „Wir hatten nie über den Abstieg nachgedacht in der Kabine. Wir schaffen das, unser Fokus war immer auf die 1. Playoffrunde gelegt. Vom neuen Coach kam mehr Pusch. Der Knoten ist bei mir hoffentlich endlich geplatzt. Wolfsburg kämpft auch noch mit vollem Fokus. Wir müssen uns wie in den letzten Spielen auf unser Spiel konzentrieren und viel Druck mit der Scheibe ausüben.“
Wolfsburg reiste nach drei Erfolgen in Serie mit stolzer Brust und viel Selbstvertrauen nach Augsburg und schielte noch mit einem Auge auf die Pole Position zum Abschluss der Hauptrunde. Heute rotierte die Mannschaft um Coach Stewart, der zuvor in Augsburg unter Vertrag stand, mit etlichen Akteuren.
Stewart: „Wir hatten Phasen von Niederlagen und Siegen. Alle Spieler sind inzwischen gesund geworden und wir haben mehr Konstanz. Die Harmonie zwischen Goalie, Verteidiger und Stürmer ist gut. Nah an 100% fit zu sein ist wichtig in dieser Phase der Saison. Alle müssen an Bord sein für die Playoffs, der Fokus liegt auf heute, Augsburg will gewinnen und wir müssen unsere Arbeit zuerst machen. Hier ist es nie leicht zu spielen, v.a. im Sturm hat Augsburg mit vielen Rechtshänder und guten Shooters. Wir müssen mit unseren Prinzipien durchkommen, es gibt keine großen Änderungen, die Spielweise ist entscheidend.“
Ausgeglichenes Anfangsdrittel ohne Tore
Beide Mannschaften gingen gleich mit hoher Intensität ins Match, für beide Teams ging es noch um wichtige Zähler in dieser Endphase der Hauptrunde. Den ersten Abschluss verzeichneten die Gäste nach 7 Sekunden und die Grizzlys waren hochkonzentriert unterwegs. Keeper Roy war sofort gefordert und parierte gewohnt souverän. Mit dem ehemaligen Augsburger Machacek, der dort 2014/2015 agierte und in 43 Spielen beachtliche 35 Scorerpunkte verbuchte, hatten sie sicher einen hochmotivierten Akteur in ihren Reihen. Die ersten 5 Minuten gehörten ganz klar den Gästen, welche den Hausherren kaum Zeit zum Verschnaufen gönnte, weil sie u.a. auch mit vielen Positionswechseln dominierten. Erst in der 6. Spielminute verzeichnete Augsburg durch Magnus Eisenmenger den ersten Torschuss.
Im ersten Powerplay der Grizzlys musste Roy erneut bei brenzligen Situationen eingreifen. Kaum war diese Strafe zu Ende, musste gleich der nächste AEV Protagonist in die Kühlbox: es traf Trevelyan nach einem Beinstellen in der neutralen Zone. Wolfsburg zog ein gutes Überzahlspiel auf und konnte beide Strafzeiten schadlos überstehen. Nun war man selbst in Überzahl: Stieler fand in Strahlmeier seinen Meister. Die Gastgeber schafften es immer wieder, eng genug am Gegner dran zu sein und somit die Entfaltungsmöglichkeiten der Grizzlys einzudämmen.
Mit Mallet, der in der tschechischen Liga zuvor spielte und dort sogar zweimal Meister wurde, wurde die Kadertiefe zum Ende der Transferfrist bei den Gästen noch verstärkt. Saponari probierte es dann aus der Distanz und Augsburg demonstrierte eine sehr gute Rückwärtsbewegung und störte den Gegner früh beim Aufbau. Mit der Schlusssirene wurde noch eine Strafe gegen Wolfsburg erarbeitet.
Ein spannendes ausgeglichenes Match endete nach dem ersten Drittel torlos. Je länger das Spiel andauerte, desto besser kam Augsburg in diese Partie und verdiente sich das Remis.
Sternheimer: „Ja, die letzten Spiele liefen für meine Reihe sehr gut. Unsere Aufgabe ist Energie reinzubringen, nach vorne spielen und frech sein. Das ist bisher uns sehr gelungen. Wir wollten einen guten Start erwischen, das ist leider nicht gelungen, aber nach dem Powerbreak ist es besser geworden.“
Intensives Mitteldrittel zweier Teams auf Augenhöhe
Zu Beginn des Mittelabschnitts durfte Augsburg in Überzahl agieren: Button auf Wolfsburger Seite musste dann verletzt in die Kabine nach einem unglücklichen Zusammenprall. Dies bedeutete, die Gäste hatten nur noch 4 etatmäßige Verteidiger im heutigen Kader. Dann rettete der Pfosten für Strahlmeier, der schließlich die Scheibe final unter sich begrub und sicherte. Der Wolfsburger Goalie präferierte oft das direkte Spiel, wenn er den Puck fing; diese Spielweise zeichnete ihn oft aus.
Saponari musste nun wegen Haltens für 120 Sekunden in die Kühlbox, was die Zuschauer als fragwürdig erachteten. Die Hausherren verteidigten ihre Box aufopferungsvoll und leidenschaftlich, auch wenn sie dann viel Glück hatten bei einer großen Chance der Gäste, als Mingoia einen Pass zu viel spielte, über den Archibald überrascht wirkte. Die Begegnung wurde weiterhin verbissen und aggressiv geführt. Das Defensivverhalten der Panther zeigte sich mittlerweile stark verbessert.
Machacek scheiterte mit seinem Versuch am starken Roy und kurz danach war seine Kufe im Weg bei einem Augsburger Abschluss. Gottseidank kehrte Button wieder auf das Eis zurück, was die Wolfsburger Defensive stärkte. Das Match wurde nun hitziger und die Spannung war zu spüren. Beide Teams erspielten sich ihre Chancen, es war nur noch eine Frage der Zeit, wann es den ersten Treffer zu bejubeln gab. Strahlmeiers Maske war wieder im Mittelpunkt und die Energy Line des AEV holte erneut eine Strafe heraus.
Es wurde daraus bald eine zweifache Überlegenheit für die Hausherren, die nun gegen das Team mit der besten 3 vs. 5 Unterzahlstatistik ran durften. Wolfsburg überstand diese knifflige Konstellation und musste noch eine halbe Minute mit einem Mann weniger managen. Keeper Strahlmeier holte alles raus, was ging.
Diese hochkarätige Gelegenheit ließen die Augsburger ungenutzt, die nun selbst wieder mit einem Mann weniger unterwegs waren. Archibald scheiterte aussichtsreich an Roy und die Panther warfen sich energisch in die Schüsse. Die Begegnung war weiterhin hart umkämpft und lautete immer noch unentschieden.
Buttons Treffer entscheidet diese Partie
Für Dramatik war im Schlussabschnitt gesorgt und Augsburg probierte alles, um in Führung zu gehen. Dies schafften dann die Gäste in Person von Button in der 49. Spielminute. Der Puck sprang dabei denkbar unglücklich an die Außenkante des Torschützen, von dort die Scheibe dann ins Tor trudelte. Dieser Treffer war irgendwie symbolträchtig für diese Partie. Augsburg intensivierte seine Angriffsbemühungen und das Publikum peitschte das Team nach vorne.
Ein Knaller von Bittner, der an das Gestänge ging, wurde von den Schiedsrichtern nochmals überprüft. Zuvor gab es keine entsprechende Unterbrechung, d.h. falls der Treffer nachträglich gegeben worden wäre, hätte man die Uhr um etliche Minuten zurückdrehen müssen. Letztlich wurde auf kein gutes Tor entschieden und die Partie lief weiter.
Festerling scheiterte und auf der Gegenseite war wieder der aufmerksame Strahlmeier Endstation für die Panther. McClure visierte den Pfosten an, es war zum Haare ausraufen für die gut agierenden Hausherren, denen das nötige Quäntchen Glück bisher fehlte. Chancendichte und Qualität der Chancen auf Seiten der Gastgeber nahmen definitiv zu, doch dann brachte sich Augsburg wegen einer Bankstrafe wohl um den verdienten Lohn.
Es waren nun nur noch knapp 2 Minuten zu absolvieren. 30 Sekunden vor der Schlusssirene verließ Roy seinen Kasten, nun hieß es Alles oder Nichts, doch es war heute kein Vorbeikommen an Strahlmeier und seinem Defensivverbund. Auch der letzte Schuss wurde geblockt und Strahlmeier feierte seinen bereits sechsten Shutout in dieser Saison. Für Augsburg schien nun der Zug auf Platz 10 abgefahren zu sein, doch es standen noch 3 Partien auf dem Programm.
Pelletier: „We played a solid defensive game today, but we could not score. The refs saw the penalty differently at the end. It is not over till the last game of the season. It is still possible and we try to win the next one.”
Strahlmeier: „Es ging auch für uns um sehr viel, wir wollten uns festigen, um stark in die Playoffs starten. Es geht um die ersten 4 begehrten Plätze. Defensiv war wichtig heute, beim Powerplay ist noch Luft nach oben. Das Spiel war lange offen, das Spiel hat den Torhütern mehr Spass als den Fans gemacht. Anfangs sind wir gut rausgekommen, die gute Kommunikation mit den Verteidigern ist wichtig, um gut im Spiel zu bleiben. Wir spielen grad gutes Eishockey. Es ist wichtig momentan, es geht bei allen um viel, auch um das Heimrecht. Man kann sich nicht für ein Spiel freinehmen.“
47. Spieltag, 27.03.2022
Augsburger Panther – Grizzlys Wolfsburg 0:1 (0:0|0:0|0:1)
Tore:
0:1 |49| Button (DeSousa, Archibald)
1. Drittel Statistik: 6:12 Schüsse, 6:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:4
2. Drittel Statistik: 14:13 Schüsse, 12:15 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:4
3. Drittel Statistik: 13:9 Schüsse, 9:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0
Haupt-Schiedsrichter: Schrader (GER) / Wilk (USA)
Zuschauer: 4.102
Aufstellung:
Augsburg: Roy, Graham, Gregorc, Puempel, Stieler, Payerl, Haase, Länger, Trevelyan, LeBlanc McClure, Valentine, Lamb, Clarke, Nehring Saponari, Bergman, Eisenmenger Magnus, Sternheimer, Miller.
Wolfsburg: Strahlmeier, Möser, Murray, Machacek, Gaudet, Mingoia, Button, Wurm, Archibald, DeSousa, Fauser, Bittner, Melchiori, Schinko, Festerling, Enlund, Nijenhuis, Mallet, Reichel.
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Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Berlin/MA) Das war in Sieg mit einem lachenden und einem weinenden Auge für die Straubing Tigers. Zum einen konnten sie ihren vierten Platz weiter festigen, zum anderen verloren sie mit Benedikt Schopper bereits im ersten Abschnitt einen weiteren wichtigen Verteidiger. Das Spiel wurde im zweiten Abschnitt von den Eisbären gedreht. Die Freude dauerte aber nicht lange, denn den Niederbayern gelang ein fulminantes letztes Drittel, in dem sie dem Meister fünf Tore einschenkten.

(Foto: Citypress) Zweikämpfe gab es genug zwischen Berlin und Straubing
Spielverlauf:
Straubing schien etwas wacher nach der Zeitumstellung zu sein. Ex-Eisbär Tuomie kam gleich mit einem Lattentreffer zurück an die Spree. Aber die Gastgeber kamen nach einem etwas holprigen Beginn immer besser in Fahrt. Goalie Vogl musste immer mehr seinen Arbeitsnachweis erbringen.
Gegen Clark und Nielsen musste war er zweimal gefordert. Arbeit war auch das Stichwort für die Tigers. Sie mussten sich durch jede Zone durcharbeiten um ihre Chancen kreieren zu können. David Elsner brachte dann auch die Führung für die Gäste:
“Das Spiel war etwas zäh am Anfang, aber dann haben wir mehr Pucks aufs Tor bekommen. Berlin hat vier gute Reihen, aber durch die letzten Strapazen können die auch mal müde werden. Wir müssen die Scheibe immer schnell nach vorne bringen und die Eisbären beschäftigen. Für Schoppi hoffe ich, dass es schnell wieder gut wird.”
Kurz vor Ende des ersten Drittels lag Benedikt Schopper schmerzverzerrt auf dem Eis und musste auf der Krankentrage in die Kabine gebracht werden. Er krachte unglücklich in die Bande und verdrehte sich dabei das rechte Bein. Coach Tom Pokel war dadurch gezwungen, mit fünf Verteidigern das Spiel zu Ende zu bringen.
Das Auf und Ab in der Partie ging erst einmal weiter bis zum Ausgleich. Ab da lief es für die Hausherren um einiges besser. So war auch die Führung nach vierzig Minuten für Berlin in Ordnung. Denn diese Ordnung verloren die Tigers zunehmend bei den schnellen Gegenangriffen der Eisbären.
Marco Bassler: “Das erste Drittel war etwas wie Ping Pong. Keiner hatte so richtige Vorteile. Im zweiten Drittel sind wir besser geworden. Der Ausgleich hat uns gepusht und von da an lief es auch leichter.”
“Das gibt’s doch gar nicht” dröhnte es fünfmal aus den Lautsprechern in der Mercedes-Benz Arena im letzten Abschnitt und das dachten sich wohl auch die über 7.000 Zuschauer. Straubing drehte richtig auf, kam in Spiellaune und war nicht mehr zu halten.
Die Treffer waren allesamt gut herausgespielt, bwz. mit Kalkül immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Berlin hatte dem Treiben der Niederbayern nichts mehr entgegenzusetzen, die jetzt nach der Niederlage von Mannheim plötzlich reale Chancen haben, das Heimrecht in den Playoffs zu erreichen.
Der Raodtrip der Tigers geht weiter nach Iserlohn. Mit den Roosters wird man sich am Mittwoch messen. Berlin hingegen hat nur 48 Stunden Pause, bleibt aber in der Hauptstadt und bekommt es mit den Augsburger Panther zu tun.

(Foto: Citypress) Streiten sich zwei, freut sich der dritte
Stimmen zum Spiel:
Marcel Noebels: “Unser Tank war schon voll, aber fünf Tore in einem Drittel zu bekommen, das geht halt nicht. Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff und ich sah jetzt Straubing auch nicht auf dem Weg, das Spiel zu drehen. Wir hatten dann zu viele Scheibenverluste und haben blöde Tore kassiert. Es lag an uns selbst, wir hätten heute schon gewinnen können.”
Sebastian Vogl: “Ich freue mich über den Sieg. Wir haben im letzten Drittel noch mal alles gegeben, müssen jetzt auch einige verletzte Spieler verkraften, aber bis jetzt läuft die Saison ganz gut. Natürlich haben wir jetzt ein neues Ziel und das ist Platz vier.”
Torfolge:
0:1 (16.) - Berlin war gerade nach einer Strafzeit wieder komplett, dadurch aber fehlte die genaue Zuordnung. David Elsner zog im hohen Slot ab und über den Innenpfosten ging der Puck ins Tor. 1:1 (31.) - Straubing agierte in Überzahl, aber Berlin konnte sich zu leicht befreien und wurde auch im eigenen Drittel nicht gestoppt. So konnte Blaine Byron vor das Tor ziehen und zum Ausgleich einschieben.
2:1 (38.) - Giovanni Fiore erkannte die schlechte Wechselsituation der Tigers und war auf der linken Seite nicht nur völlig frei, sondern auch schon einschussbereit. 3:1 (40.) - Ein schnelles Kurzpassspiel brachte Marcel Noebels in gute Schussposition und die Eisbären beendeten das zweite Drittel mit einem Doppelschlag.
3:2 (42.) - Auch die Tigers lauerten auf ihre Konterchancen. Schönberger setzte den Schuss an, Niederberger ließ prallen und David Elsner war zuerst mit dem Stock da und verkürzte. 3:3 (44.) Steilpass von Scheid auf Tyler Leier und der macht es sensationell gegen drei Eisbären, bekommt noch einen Stockcheck und trifft im Fallen gegen Niederberger.
3:4 (48.) - Straubing setzt zum zwei auf eins Konter an und Parker Tuomie zeigte es seinen alten Kollegen mit einem satten Schuss über die Fanghand von Niederberger. 3:5 (52.) - Puckverlust der Berliner an der gegnerischen blauen Linie, Jason Akeson startet durch und sorgt für die Vorentscheidung. 3:6 (59.) - Die Eisbären riskierten alles, vertendelten aber den Puck an der blauen Linie und Kael Mouillierat hatte keine Mühe mehr ins leere Tor zu treffen.
Spiel vom 27.03.2022
Eisbären Berlin - Straubing Tigers: 3:6 (0:1 | 3:0 | 0:5)
0:1 |16.| Elsner (Balisy, Leier)
1:1 |31.| Byron (Müller, Nielsen) - PK 1
2:1 |38.| Fiore (Byron)
3:1 |40.| Noebels (Zengerle, Boychuk) - PP 1
3:2 |42.| Elsner (Schönberger, Brandt)
3:3 |44.| Leier (Balisy, Scheid)
3:4 |48.| Tuomie (Kohl)
3:5 |52.| Akeson (Connolly)
3:6 |59.| Mouillierat (Akeson)
Schiedsrichter: Iwert / Rohatsch / Cepik / Ponomarjow
Strafzeiten: Berlin 4 - Straubing 4
Zuschauer: 7.051
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Nürnberg/HG) In der Arena Nürnberger Versicherung empfingen die Ice Tigers als Tabellensiebter den amtierenden deutschen Meister aus Berlin. Die Eisbären warteten mit einem Auswärtssieg vom Vortag in München auf, während die Franken einen Tag vorher bei den Red Bulls den Kürzeren zogen. Berlin zog in der Liga ungefährdet seine Kreise und festigte seinen ersten Platz souverän. Für Nürnberg ging es noch das Erreichen der Top 6. Beide bisherigen Auswärtspartien konnte Nürnberg für sich entscheiden, wohingegen ihr erstes Heimspiel klar gegen den heutigen Gegner verloren ging. Diese Scharte wollten sie heute Abend ausmerzen.
Schließlich gewannen die Eisbären Berlin auch ihr zweites Auswärtsmatch bei einem bayerischen Kontrahenten. Dieses Mal war ein Treffer 28 Sekunden vor der Schlusssirene spielentscheidend, der die Nürnberger Fans in ein Tal der Tränen schickte.

(Fotoquelle Birgit Eiblmaier)
Die Nürnberg Ice Tigers mussten kürzlich in der Landeshauptstadt einen Dämpfer im Kampf um die Top 6 der Liga hinnehmen und wollten heute unbedingt wichtige Zähler gegen den souveränen Tabellenführer einfahren. Bei den Hausherren konnte heute Kapitän Reimer wegen muskulärer Probleme nicht mit von der Partie sein. Bender kehrte dafür auf das Eis zurück. Goalie Treutle sollte es heute richten und seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit verleihen.
Die Eisbären Berlin holten sich auch beim Rivalen in München alle drei Zähler und untermauerten im Top Spiel ihre Dominanz in der PENNY DEL, auch wenn sie von den letzten 5 Spielen nur 2 glatte Siege einstreichen konnten und 2 Matches erst nach Penaltyschiessen verloren. Gallionsfigur Hördler und Stürmer Clark wirkten heute nicht mit. Headcoach Aubin war mit dem Auftreten seiner Mannschaft in München mehr als zufrieden.
Ausgeglichene Partie, torloses Anfangsdrittel
Nürnberg begann schnell und druckvoll. Berlin war nur 24 Stunden nach dem München Spiel erneut im Einsatz. Fox schloss in vielversprechender Position ab, doch sein Schuss wurde im letzten Moment geblockt. Berlin kombinierte sich gewohnt flüssig durch die Zonen und strotzte nur so vor Selbstbewusstsein. Fleischer probierte es dann mal mit seiner Rückhand, verfehlte aber das Gehäuse knapp.
Dann durfte Nürnberg sogar für 54 Sekunden in zweifacher Überzahl agieren: die Ice Tigers suchten in ihrer Formation den idealen One-Timer, doch Berlin blockte super und verteidigte sein Haus. Die Eisbären kassierten in letzter Zeit kaum Gegentore und wiesen Liga weit das drittbeste Penalty Killing auf.
Treutle war dann hellwach bei einem Berliner Konter, Sodergrad konnte seinen Schläger nicht perfekt positionieren. Nürnberg biss sich immer an der kompakten Defensive der Eisbären fest, so mancher Pass kam an der blauen Linie nicht beim Mitspieler an, weil eine Berliner Schlägerspitze involviert war und den Nürnbergern kaum Zeit zum Verschnaufen blieb. Kislinger setzte dann seine Rückhand geschickt ein, doch die Fanghand von Ancicka war parat. Der Pfosten rettete dann für Berlin beim Schuss von Schmölz. 23 Sekunden vor der Sirene packte Ancicka einen doppelten Save aus, um den Rückstand zu verhindern.
In einem forsch gestalteten Match ohne viele Unterbrechungen trennte man sich mit einem Remis in die Kabine. Nürnberg verpasste es, seine doppelte Überzahl zu verwerten.
Jahnke: „Wir haben nicht schlecht gespielt, wir waren viel schneller, härter und konzentrierter als in München. Wir haben uns viel Zeit in der offensiven Zone erarbeitet, es fehlen nur noch die Tore. Wir dürfen den Berlinern wenig Raum geben, es fehlen noch die letzte Genauigkeit und das Quäntchen Glück zum Abschluss.“
Boychuk im Powerplay erfolgreich
Es war sicher interessant zu beobachten, ob und inwieweit die Gäste im zweiten Spiel kurz hintereinander Konditionsprobleme bekommen oder ob sie ihre Offensivbemühungen intensivieren würden. Bisher demonstrierten die Berliner weiterhin ein perfektes Auswärtsspiel, sie wirkten auch spritziger und kamen agiler aus der Kabine. Statistisch betrachtet fühlen sich die Eisbären im zweiten Drittel sehr wohl. Ein 2 auf 1 Konter konnten die Franken nicht ummünzen, weil Fox nicht selbst abschloss, sondern noch den Pass zum Mitspieler suchte. In dieser Situation wäre sein Egoismus durchaus berechtigt gewesen.
Nun bekam auch Berlin sein erstes Powerplay zugesprochen, doch die Gastgeber verteidigten sehr gut und effektiv. Für Verteidigungsexperten war diese Begegnung ein gutes Lehrstück. Im 4 gegen 4 prüfte Brown den Berliner Keeper, doch Ancicka ließ keinen Rebound zu, weil er auch stets den Winkel extrem klein machte für den Schützen. Parlett warf sich mannschaftsdienlich in einen Querpass.
Berlin war dann wieder in Überzahl; hier trafen sie drei Mal hintereinander nicht mehr, d.h. in dieser Disziplin war noch Luft nach oben. Und auch jetzt stemmten sich die Franken bravourös entgegen und überstanden diese brenzlige Konstellation.
Nach einer umstrittenen Strafe gegen Nürnbergs Friedrich dauerte es nicht lange, bis Boychuk in der 38. Spielminute zur Gästeführung einnetzte. Das schmeckte den Fans überhaupt nicht und sie machten ihrem Unmut Luft. Treutle parierte dann genial gegen Wissmann und Berlin wollte schnell nachlegen. Auch die Hausherren hatten ihre Chancen, doch erneut war Ancicka Endstation, auch wenn er mal seinen Schläger verlor. Danach wollte Brown den Ausgleich erzwingen, scheiterte jedoch.
Die Special Teams machten den Unterschied im zweiten Drittel und der Meister ging mit einem hauchdünnen Vorsprung ins letzte Drittel.
Wiederer: „Wir sind zufrieden mit der Führung, aber es ist noch viel Luft nach oben. Es ist bislang ein sehr zerfahrenes Spiel. Doch etwas ungewohnt unser erstes back to back match. Wir müssen einfacher mit simplen Pässen spielen, weiter hart arbeiten und bei unserem Spiel bleiben.“
Nürnberg drängt vehement auf den Ausgleich, der kurz vor Schluss auch fällt, doch Jensen sichert Berlin 3 Punkte
Im letzten Abschnitt war sofort zu spüren, dass die Ice Tigers den Umschwung wollten. Die Franken legten gleich druckvoll los und Friedrich hätte fast den genialen Aufbaupass von Mebus verwertet, doch an Ancicka war bisher kein Vorbeikommen. Brown war ein Aktivposten bei den Hausherren und Noebels war beim 3 auf 2 Konter glücklos, weil der Schläger von Mebus effektiv eingesetzt wurde. Neuzugang Bokk fügte sich in das Spiel der Eisbären hervorragend ein. Die Intensität nahm zu in dieser richtungsweisenden Partie für die Hausherren.
Nun stand Nürnbergs drittes Powerplay an und Berlin störte aggressiv und zielstrebig. Es gab sogar die Möglichkeit zum Unterzahl Konter. Die Zuschauer peitschten ihre Akteure nach vorne, die nun wieder in Überzahl agieren durften:
langsam musste es mal klappen mit einem Erfolgserlebnis, zumal in der zeitgleichen Blitztabelle der Penny DEL die Franken auf Rang 8 abrutschten. Jedes Tor wäre nun Gold wert, aber das Forechecking der Eisbären war bemerkenswert.
Dann jubelte Nürnberg kurz, aber die Schiedsrichter pfiffen die Aktion korrekterweise ab, weil Friedrich den Goalie behindert hatte. Dafür kassierte dieser nun die Strafzeit und Berlin hatte nun die Chance auf einen zweiten Treffer. Parlett hätte den Shorthander eintüten können, aber Ancicka hielt seinen Kasten weiterhin sauber. Bessere Gelegenheiten würde wohl Nürnberg nicht mehr bekommen, nur musste das Team um Coach Rowe diese mal nutzen.
Und diese Megachance bot sich dann als Ancicka einen ungewohnten Fehlpass fabrizierte und das Gehäuse leer war für den Nürnberger Spieler, der jedoch nur das Außennetz touchierte. Berlins Goalie erwies sich immer mehr als der Turm in der Schlacht, an dem scheinbar alles abprallte.
Sodergrad versuchte dann mal die Scheibe artistisch aus der Luft ins Tor zu befördern und kurz danach war der Pfosten die Rettung für Treutle. Es ging nun munter rauf und runter und endlich lag das Spielgerät zum ersten Mal hinter Ancicka im Berliner Tor. Jubelnder Torschütze war Sheehy in der 58. Spielminute, doch der Treffer wurde noch per Video analysiert, am Ende aber für gut befunden. Das war Balsam auf der Nürnberger Seele, denn diesen Ausgleich hatten sie sich redlich verdient. Nun wollte Nürnberg mehr und Brown scheiterte ein wiederholtes Mal am bärenstarken Ancicka.
Alles half nichts, denn unfassbare 28 Sekunden vor der Schlusssirene schockte Jensens Treffer ganz Nürnberg, das sich wohl schon auf die Overtime eingestellt hatte. Der Verteidiger Jensen fälschte dabei ganz unorthodox mit dem Rücken zum Tor den Puck ab. Dieser späte Treffer traf die Ice Tigers ins Mark, denn nun standen sie mit leeren Händen da.
Letztlich unterlagen die Ice Tigers, die ein sehr gutes Spiel zeigten, denkbar unglücklich den Eisbären Berlin, die mit diesem Last Second Goal die nächsten drei Punkte einfuhren.
Schmölz: „Es ist abartig bitter, es ist so bitter am Ende. Wir haben 60 Minuten super gespielt und waren bei 5 gegen 5 die bessere Mannschaft, haben aber zu viele Strafen gezogen.”
Wissmann: „Wir sind sehr froh über die 3 Punkte, es war ein harter Kampf gegen starke Nürnberger. Wir hatten nicht den besten Tag spielerisch, haben aber alles gegeben und gut dagegengehalten. Jensen war in Stürmermanier am Ende. Jeder Sieg ist wichtig, wir wollen uns gut auf die Playoffs vorbereiten und diese Spiele gut annehmen.“
51. Spieltag, 25.03.2022
Nürnberg Ice Tigers– Eisbären Berlin 1:2 (0:0|0:1|1:1)
Tore:
0:1 |38| Boychuk (Veilleux) PP1
1:1 |58| Sheehy (MacLeod, Schmölz)
1:2 |60| Jensen (Vielleux)
1. Drittel Statistik: 9:5 Schüsse, 6:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4
2. Drittel Statistik: 8:15 Schüsse, 9:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 8:2
3. Drittel Statistik: 11:10 Schüsse, 14:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
Haupt-Schiedsrichter: Hoppe (GER) / Rantala (FIN)
Zuschauer: 3.899
Aufstellung:
Nürnberg: Treutle; Parlett, Bodnarchuk, Brown, Fleischer, Fox, Weber, Welsh, Schmölz, MacLeod, Sheehy, Pilu, Mebus, Friedrich, Jahnke, Lobach, Bender, Kislinger, Ustorf, Ribarik.
Berlin: Ancicka; Jensen, Wissmann, Bokk, Boychuk, Noebels, Ellis, Müller, Fiore, Byron, White, Depres, Mik, Sodergran, Zengerle, Veilleux, Baßler, Wiederer, Streu.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Bietigheim/MA) Die Straubing Tigers nutzten heute mit dem Sieg bei den Bietigheim Steelers die Gunst der Stunde und eroberten Platz vier in der Tabelle. Dazu reichte eine engagierte Leistung bei den Steelers und ein phänomenales Powerplay. Alle Treffer erzielten die Niederbayern mit einem Mann mehr auf dem Eis. Bietigheim konnte bei fünf gegen fünf, die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzen und kam so ins Hintertreffen.

(Foto: Citypress) Tyler Leier erzielte den ersten Treffer für die Tigers
Spielverlauf:
Die Gäste hatten im ersten Abschnitt deutlich mehr vom Spiel und hätten eigentlich mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Doch Goalie McCollum war bestens aufgelegt und vereitelte immer wieder Großchancen der Tigers.
Die Niederbayern fingen immer wieder die Angriffe der Steelers ab und drehten sofort um auf die Offensive. Bietigheim konnte sich nur phasenweise zeigen, ging aber mit einem schmeichelhaften 1:1 in die Kabine.
Max Renner: “Gefühlt waren wir 17 Minuten lang im eigenen Drittel. Wir machen es denen viel zu leicht und können uns beim Goalie bedanken, dass der so gut hält. Da muss schon noch mehr von uns kommen.”
Die Hausherren griffen mehr ins Geschehen ein, als noch in den ersten zwanzig Minuten. Prompt bekamen auch die Tigers zunehmend Schwierigkeiten, konnten sich aber nach einigen Minuten von der Umklammerung wieder befreien. Die Puckgewinne in der Mittelzone waren dabei ein rentables Mittel.
Wieder klappte den Gästen ein Treffer in Überzahl. Sheen war im Anschluss schon wieder gefährlich, aber die Latte und Pfosten standen dem Ausgleich entgegen. So ging die offene Partie in den letzten Abschnitt mit einem hauchdünnen Vorsprüng für die Gäste.
Tyler Leier: “Unser Gegner spielt ganz gut und für uns ist es wichtig, zum einen die blaue Linie besser zu halten und zum anderen muss der dritte Stürmer beim Forecheck auf die Konter aufpassen. Im eigenen Drittel müssen wir nah am Gegner dran bleiben.”
Genau das taten sie Tigers im letzten Drittel. Sie machten weitestgehend hinten die Räume dicht. Auch Top-Torjäger Sheen wurde gut abgeschirmt und wie schon in beiden Dritteln zuvor, trafen die Gäste auch im letzten Abschnitt in Überzahl. Diesen Rückstand konnten die Steelers nicht mehr wettmachen, sie konnten in der Schlussphase nicht mehr zulegen und keinen Druck mehr auf die Niederbayern ausüben.
Straubing hat im Laufe der Zeit viel dazu gelernt, solche Vorsprünge ins Ziel zu bringen. Am Sonntag steht der nächste Akt Auswärts an, beim derzeitigen Tabellenführer den Eisbären Berlin. Die Steelers können nach der heutigen Niederlage der Krefelder Pinguine den Tabellenletzten am Sonntag in die zweite Liga schießen.

(Foto: Citypress) Riley Sheen konnte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen
Stimmen zum Spiel:
Parker Tuomie: “Bietigheim hat vielen Teams das Leben schwer gemacht. Wir haben heute im Powerplay sehr gut gearbeitet. Wenn du so erfahrene Leute im Team hast wie Mike Connolly und andere, die wissen halt wie man Unterzahl und Überzahl spielt. Wenn wir in die Zukunft schauen, wissen wir, dass wie in den Playoffs einen starken Gegner bekommen und wir haben auch noch in der Vorrunde fünf schwere Spiele zu bestreiten.”
Rene Schoofs: “Das waren alles wichtige Spiele in letzter Zeit und wir konnten wichtige Punkte einfahren. Straubing hat gezeigt, dass sie ein super Team haben. Bei fünf gegen fünf haben wir kein Tor bekommen, aber das Unterzahl hat heute nicht so geklappt bei uns. Unser Fans standen aber immer hinter uns und haben uns die ganze Saison gepusht.”
Torfolge:
1:0 (8.) - Tyler Leier scheiterte noch mit seinem ersten Versuch, wurde dann aber im Slot frei gespielt und er konnte ungehindert zur Führung treffen. 1:1 (12.) - Toptorjäger Riley Sheen zieht über die rechte Seite rein, kann Brandt in Schach halten und dann rutscht sein Schuss durch die Ärmel von Parks zum Ausgleich.
1:2 (31.) - Die Tigers schlugen erneut im Powerplay zu. Mike Connolly war genau für eine Sekunde frei im Slot und dies wurde auch von Zuspieler Akeson so gesehen. 1:3 (46.) - Parker Tuomie fand in Überzahl keine Anspielstation, daher machte er es mit einem strammen Schuss selber und war erfolgreich.
Spiel vom 25.03.2022
Bietigheim Steelers - Straubing Tigers: 1:3 (1:1 | 0:1 | 0:3)
0:1 |08.| Leier (Elsner, Balisy) - PP 1
1:1 |12.| Sheen (Streetch)
1:2 |31.| Connolly (Akeson) - PP 1
1:3 |46.| Tuomie (Scheid, Parks) - PP 1
Schiedsrichter: Kopitz / Wilk / Hurtik / Schwenk
Strafzeiten: Bietigheim 8 - Straubing 6
Zuschauer: 2.533
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Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Krefeld/RS) Heute Abend duellierten sich das Kellerkind aus Krefeld mit dem Tabellenzweiten aus Wolfsburg, auf dem Papier eine Formsache. Vor diesem Hintergrund erwies sich die heutige Hürde mit den zuletzt bärenstarken Grizzlys aus Wolfsburg sehr hoch. Die Pinguine mussten nach nur drei gesammelten Punkten aus ihren jüngsten sechs Matches dringend gewinnen, um die Hoffnung im Abstiegskampf aufrechtzuerhalten. Die Grizzlys holten letztlich drei leicht verdiente Punkte, ohne richtig herausgefordert zu werden und für Krefeld schien der Verbleib in der höchsten deutschen Eishockey Liga in immer weitere Ferne zu rücken.

(Fotoquelle Ralf Schmitt)
Wolfsburg hatte in den vergangenen Wochen lediglich bei Titelverteidiger und Spitzenreiter Eisbären Berlin verloren.
Krefeld pochte auf seine herausragende Disziplin, denn mit lediglich 6,76 Strafminuten pro Partie galten die Frackträger als das fairste Team in der Liga, wohingegen Wolfsburg stattliche 11,45 Strafminuten pro Spiel zu verzeichnen hatte; hier wurden die Grizzlys nur von Nürnberg noch überboten. Vielleicht half diese Statistik in der heutigen Begegnung, um den Turnaround einzuleiten.
Personell hatte Krefeld weiterhin einige Ausfälle zu verkraften. Nun kam der Ausfall von Sabolic wegen Corona noch erschwerend hinzu, immerhin konnte Höffel heute mitwirken. Das Lazarett hatte sich bei den Pinguinen immer noch nicht gelichtet, was die heutige Aufgabe zusätzlich herausfordernder gestaltete. Die Gesamtbilanz gegen den heutigen Gegner Wolfsburg lautete eigentlich mit 21 Siegen bei nur 12 Niederlagen vielversprechend für die Gastgeber, doch in den letzten 5 Partien war für die Seidenstädter nichts zu holen.
Wolfsburg war von Anbeginn das spielbestimmende Team, denn es ging in den ersten 10 Minuten fast nur in Richtung Krefelder Gehäuse. Nichtsdestotrotz gab es ein paar gefährliche heimische Nadelstiche, die durch den Top Scorer Lessio beinahe zum Erfolg geführt hätten. Die Gäste gingen durch Furchner in der 12. Spielminute in Führung, als er einen Schuss von Rech entscheidend abfälschte.
Für den objektiven Betrachter entstand das Gefühl, dass die Grizzlys nicht nur ein tolles Eishockey zelebrierten, sondern dass sie auch mit ihrem Gegner Katz und Maus spielten. Die logische Konsequenz war das schnelle 2 zu 0 durch Murray in der 17. Spielminute, was auch den Pausenstand nach dem ersten Drittel darstellte.
Nach Wiederbeginn füllten sich erstmal die Strafbänke ordentlich, denn binnen 3 Minuten verbrachten beide Teams, drei Mal sogar wegen eines Wechselfehlers, Zeit zum Nachdenken in der Kühlbox. Für die Pinguine wurde es dann auch brenzlig bei doppelter Unterzahl, doch die verstrich ungenutzt.
Ganz im Gegenteil sorgte dann Lessio mit seinem Treffer Mitte der Partie für etwas vage Hoffnung bei den Fans. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn Archibald erstickte die aufflackernde Zuversicht mit seinem Tor in der 37. Spielminute jäh. Der Torschütze traf dabei in doppelter Überzahl.
Somit hatte die zwei Tore Führung für die Gäste auch nach dem zweiten Drittel weiter Bestand.
Der Tabellenzweite aus der Autostadt, wollte im 3. Abschnitt für eine schnelle Vorentscheidung sorgen, doch der KEV stemmte sich nach Kräften gegen die erneute drohende Niederlage so gut es nur ging. Der spielerischen und läuferischen Überlegenheit der Gäste war aus Krefelder Sicht kaum beizukommen.
Die Mannen von Coach Steward mussten sich jedoch bis zu den letzten zwei Minuten gedulden, um nochmals jubeln zu dürfen. Erst dann machten das vierte Tor durch Machacek (58.) und das Empty Net Goal von Enlund (60.) das Ganze klar.
Für die Krefeld Pinguine scheint wohl langsam endgültig die Abschiedstour zu beginnen. Nach fast 30 Jahren Erstklassigkeit ist der bittere Gang in die DEL2 wohl kaum noch abzuwenden. Das rettende Ufer gerät immer weiter aus den Augen!
58. Spieltag: Spiel vom 23.03.2022
Krefeld Pinguine - Grizzlys Wolfsburg 1:5 (0:2|1:1|0:2)
Scorer:
0:1 |12|Furchner (Bittner, Rech)
0:2 |17|Murray (Machacek, Gaudet)
1:2 |30|Lessio (Bracco, Lewandowski) PP1
1:3 |37|Archibald (Murray, DeSousa) PP2
1:4 |58|Machacek (DeSousa, Murray)
1:5 |60|Enlund (Gaudet, Machacek) Empty Net
Zuschauer: 1.607
Strafen: Krefeld 12 Minuten, Wolfsburg 6 Minuten
Hauptschiedsrichter: Stephen Reneau, Gordon Schukies
Linienrichter: Joep Leeermakers, Jan Philipp Priebsch
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Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (München/HG) In der Olympia Eishalle trafen die Red Bulls München auf die Nürnberg Ice Tigers zum bayerischen Derby. Oberbayern gegen Mittelfranken lautete das heutige Duell. Während München den Platz 2 im Visier hatte, schielte Nürnberg ganz klar noch auf einen Platz unter den Top 6 zum Ausklang der regulären Saison. Bisher hatte sowohl München als auch Nürnberg eine Begegnung für sich entschieden. Nürnbergs letzter Erfolg in München datierte schon weit zurück in den November 2019.
Schließlich besiegte München die Ice Tigers deutlich und verdient mit 4 zu 1 auch dank eines effektiven Powerplays, einer besseren Bully Quote und mehr geblockten Schüssen. Der amtierende Champion Berlin kann morgen kommen, die Red Bulls sind gerüstet für das Gipfeltreffen.
(Fotoquelle Citypress)
Die Red Bulls aus München kehrten nach zuletzt 6 Siegen in Serie mit einer Niederlage aus Wolfsburg an der Aller an das Oberwiesenfeld zurück und wollten heute wertvolle Zähler um den Kampf um Platz 2 in der Tabelle einfahren. Die Landeshauptstädter waren zuletzt sehr gut unterwegs und schafften es mittlerweile auch schnell, ihre Defensive zu stabilisieren und für Offensivpower zu sorgen.
Blum: „We addressed our game over the break. We make smart decisions and focus on defense first. We get better and improve constantly. We have a nice run now and are ready for the playoffs. We learnt from Wolfsburg, such losses better happen in regular season than in the playoffs.“
Die Nürnberg Ice Tigers reisten mit einem souveränen Heimsieg gegen das Schlusslicht aus Krefeld nach München und benötigte noch wichtige Punkte, um primär die Pre-Playoff Plätze zu sichern und vielleicht sogar noch unter die Top 6 zu rutschen. Die Franken lagen in Lauerstellung zu Bremerhaven, die nur knapp vor ihnen rangierten. Das Team um Coach Rowe konnte zuletzt wieder auf die Dienste seines Kapitäns Reimer zurückgreifen und hatte mit Pilu einen aussichtsreichen Kandidaten zur Wahl Junior des Jahres in seinen Reihen. Mit Parlett und Bodnarchuk waren zwei ehemalige Münchener im Kader der Franken. Stoa fehlte heute und Bender wurde geschont, dafür wirkten Kislinger, MacLeod und Jahnke wieder mit.
Bender: „Unser Coach hat so viele Qualitäten, die Kommunikation ist eine riesige Sache. Sein Verständnis vom Eishockey, seine Erklärungen sind super. Er bringt den richtigen Spruch zur richtigen Zeit und hat unglaublich viel Hockeywissen. Er ist einer der besten Trainer, den ich je hatte.“
Ribarik: „Was Tim Bender sagt, kann ich unterschreiben. Jeder hat das Gefühl, wichtig zu sein, egal ob es Reimer oder Pilu oder ich bin. Er ist sehr streng und verlangt viel, hat aber auch viel Respekt. Wir wollen unter die Top 6, so weit wie möglich. Wir schauen von Spiel zu Spiel, es sind noch einige offen. Wir wollen jeden Punkt mitnehmen. München ist eines der top Teams in der Liga. Wir müssen heute viel Schlittschuh laufen, Zweikämpfe gewinnen und viele scheiben vors Tor bringen. Wir wollen als Team agieren und harmonieren, um eine gute Chance zu haben.“
Smith und Ortega bedeuten einen zwei Tore Vorsprung
Für die Ice Tigers ging es nicht gut los, denn eine schnelle Strafe gegen Fox, der seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hatte, führte gleich nach nur 27 Sekunden zur schnellen Führung für die Hausherren. Die vielen Strafzeiten mussten die Nürnberger unbedingt in den Griff kriegen, das war noch ein großes Manko bei den Franken. Torschütze war Smith in der 3. Spielminute, der mutterseelenallein vor Dubeau einschieben durfte. Hier stimmte die Zuordnung überhaupt nicht.
Für München war dies ein Auftakt nach Maß, denn unmittelbar danach kamen sie erneut zu einem Überzahlspiel, das dieses Mal nicht umgemünzt werden konnte. Dies war wichtig aus Sicht der Gäste, um im Spiel zu bleiben und nicht allzu schnell die Felle davonschwimmen zu sehen. Nürnberg fand besser in die Partie, doch ein genialer Pass von Ehliz auf Ortega verwertete dieser zum zweiten Treffer der Red Bulls in der 9. Spielminute. Dies war der nächste Nackenschlag für die Ice Tigers. Erste körperliche Duftnoten wurden auch ausgesandt, denn Ribarik und O’Brien durften sich abkühlen.
Dubeaus Fanghand war nun auch schon warmgeschossen und seine Vorderleute erarbeiteten sich stetig gute Gelegenheiten zum Anschlusstreffer. Die Begegnung verlief nun auf Augenhöhe, doch die Gastgeber erwiesen sich als ständig brandgefährlich bei ihren zielstrebigen Vorstößen. Defender O’Brien war heute on Fire was seine verbalen Auseinandersetzungen anging.
Schließlich verabschiedete man sich mit einer zwei Tore Führung zugunsten der Hausherren in die erste Pause.
Fleischer: „Wir wollten das Spiel in die Hand nehmen, was uns nicht direkt gelungen ist. Wir wollen nun angreifen und die Aufholjagd beginnen. Wir müssen mehr Ideen suchen und unsere Chancen besser nutzen, dann bin ich zuversichtlich.”
Kastner markiert den dritten Treffer und Brown bringt seine Farben heran
Nürnberg wollte sicherlich an seine letzten guten Wechsel aus dem ersten Drittel nahtlos anknüpfen, doch zunächst war München spielbestimmend. Ein 4 auf 2 Konter wurde vom Schläger von Mebus gerade noch vereitelt. Im Gegenzug rettete die Latte für Haukeland. Die Gastgeber konnten sich nun nur mit mehreren Icings befreien und die Franken mussten versuchen die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive finden, um heranzukommen. Dann war schon wieder ein Münchener Akteur, Kastner, komplett frei vor Dubeau und konnte per Rückhand in der 25. Spielminute zum 3 zu 0 einnetzen. Wie schon beim ersten Münchener Treffer passte der Defensivverbund nicht auf.
Nun war Nürnberg gefordert und Lobach traf mit einem satten Fernschuss den Innenpfosten. Die Gäste hätten sich jetzt den ersten Treffer redlich verdient. Die Red Bulls betrieben ein aggressives Forechecking in der Nürnberger Zone. Ortega scheiterte bei seinem Solo am aufmerksamen Dubeau. Eine schnelle Kombination der Hausherren ging am Gehäuse vorbei, weil Tiffels knapp verzog.
Die Ice Tigers bemühten sich, doch sie blieben weiter glücklos. Ihre Auswärtsbilanz in der Liga wollte das Team um Headcoach Rowe definitiv aufbessern, es war nach etlichen Heimspielen die erste Partie in der Fremde.
Mit ihrem ersten Powerplay in diesem Match gab es nun eine vielversprechende Möglichkeit für die Gäste, das in den letzten 5 Spielen sehr gut geklappt hatte. Die Franken zogen ein sehenswertes Überzahlspiel auf, doch einmal hätte Mauer fast den Shorthander realisiert. Es fehlten bei den Nürnbergern die zwingenden Abschlüsse trotz gefälligen Passstafetten.
50,2 Sekunden vor der Sirene war es dann doch passiert und das war psychologisch eminent wichtig für die Gäste, denn Brown hämmerte den Puck unhaltbar ins Netz. Nun war wieder alles drin für die Ice Tigers im Schlussabschnitt, die sich auf die Künste von Dubeau verlassen konnten, der auch noch beim letzten Bully eingreifen musste.
Kastner: „Wir müssen konsequenter spielen, haben zwei Drittel super gespielt. Das Gegentor war unnötig, so ist halt Eishockey. Wir müssen aus dem Wolfsburgmatch lernen, wie man mit einer zwei Tore Führung umgeht. Schüsse zum Tor bringen, unsere Torgefahr ausspielen, die Rebounds nutzen und Verkehr kreieren.“
Parkes mit Überzahltreffer zum klaren Sieg
Nach wenigen Sekunden im Schlussabschnitt hatte München gleich die nächste Gelegenheit, um den Vorsprung auszubauen. Nürnberg musste nun mehr investieren und den Angriffsdruck merklich erhöhen, doch eine Strafe bremste die Franken aus. Sünder und Ex- Münchener Bodnarchuk bekam neben der kleinen Strafe noch eine 10-minütige Disziplinarstrafe aufgebrummt. Somit erwies er seinem Team einen Bärendienst.
Vielleicht half den Franken ihre famose Shorthander Statistik, denn bereits 10 Treffer in Unterzahl waren auf ihrem Konto. Alles half nichts, denn Parkes nutzte das Powerplay eiskalt aus und bestrafte die Disziplinlosigkeit der Gäste eiskalt. Dies schien nun eine Mission impossible für Nürnberg zu werden in den verbleibenden 13 Minuten. München kombinierte sich nun teilweise in einen Rausch und die Franken mussten sich was einfallen lassen. Haukeland parierte gleich zweimal gegen Brown, das wäre die Antwort gewesen. Der Goalie der Red Bulls stand nun des Öfteren im Mittelpunkt des Geschehens. Im 2 auf 1 spielten die Franken es zu kompliziert.
Die Uhr tickte gnadenlos herunter aus Sicht der Gäste und München verwaltet den klaren Vorsprung souverän. Youngster Lutz machte wieder einen respektablen Eindruck; sein Schuss blieb am rechten Schoner von Dubeau hängen, nachdem Abeltshauser ihm die Scheibe perfekt in den Lauf spielte. Tiffels Versuch zielte knapp am Gehäuse von Dubeau vorbei und die letzten 120 Sekunden brachen an.
Letztlich sicherten sich dominante Münchener einen deutlichen 4 zu 1 Heimsieg gegen Nürnberg und waren damit bestens gerüstet für das morgige Gipfeltreffen gegen den Tabellenführer aus Berlin.
Brown: „We did not play our game today, we made too many mistakes, had turnovers and breakaways. We were prepared but did not show up. We will have some video analysis and will come back. We have to start getting some points, our goal is still the Top 6.“
Tiffels: „Heute haben wir besser verteidigt, wenig zugelassen und auch keine Konter bekommen. Das kam nicht vor. Tore schießen wollen wir auf jeden Fall, es hätte auch höher ausfallen können. Man hat einige Optionen vor dem Tor, darüber freuen wir uns heute.“
58. Spieltag: DEL Spiel vom 23.03.2022
EHC Red Bull München – Nürnberg Ice Tigers 4:1 (2:0|1:1|1:0)
Tore:
1:0 |03| Smith (Ortega, Blum) PP1
2:0 |09| Ortega (Ehliz)
3:0 |25| Kastner (Szuber, Mauer)
3:1 |40| Brown
4:1 |47| Parkes (Tiffels, Seidenberg) PP1
1. Drittel Statistik: 13:8 Schüsse, 6:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:6
2. Drittel Statistik: 15:7 Schüsse, 19:3 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0
3. Drittel Statistik: 10:8 Schüsse, 9:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:12
Haupt-Schiedsrichter: Rohatsch (GER) / Rantala (FIN)
Zuschauer: 1.514
Aufstellung:
München: Haukeland; Szuber, Blum, Ehliz, Smith, Ortega, O`Brien, Redmond, Lutz, Hager, Schütz, MacWilliam, Seidenberg, Tiffels, Street, Parkes, Abeltshauser, Gogulla, Kastner, Mauer.
Nürnberg: Dubeau; Bodnarchuk, Parlett, Schmölz, Fleischer, Brown, Welsh, Weber, Reimer, MacLeod, Fox, Pilu, Mebus, Sheehy, Ustorf, Friedrich, Lobach, Kislinger, Jahnke, Ribarik.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Straubing/MA) Dieses Spiel hätte auch locker mit mehr als zehn Toren enden können. Selten, dass am Pulverturm eine gegnerische Mannschaft auf 37 Torschüsse in dieser Saison kam. Umso unerklärlicher, dass beide Teams beste Möglichkeiten reihenweise vergaben. Was natürlich wiederum beide starke Goalies ins Spiel brachte. Am Ende war es die eine Strafe zu viel, der eine entscheidende Zweikampf mehr, die eine bessere Entscheidung, die Straubing zu den drei Punkten führte.

(Foto: Citypress) Sandro Schönberger kommt derzeit aus dem Jubeln nicht mehr raus
Spielverlauf:
Auch bei 10 - 15 Torschüssen kamen die Tigers zu den qualitativ besseren Chancen im ersten Abschnitt. Wieder war es der Kapitän, der Straubing zuerst auf das Scoreboard brachte. Aber die DEG kam mit positivem Gemüt an der Donau an und das zeigten sie auch.
Unbeeindruckt von der Heimstärke der Tigers erspielten sie sich durch schnelle Turnovers gute Chancen, kamen zu zwei von drei möglichen Toren, weil einmal Zimmermann für seinen geschlagenen Goalie in die Bresche sprang.
David Elsner: “Gegen die DEG geht es immer auf und ab. Wir hätten uns beim zweiten Gegentor besser anstellen müssen. Das war alles noch nicht so unser Eishockey. Wir müssen von hinten heraus schneller spielen und ein gutes Forechecking ansetzen.”
Es war schon erstaunlich, dass der zweite Abschnitt torlos blieb, obwohl beide Teams offensiv gegenüber den ersten zwanzig Minuten noch aktiver wurden und noch bessere Chancen hatten, blieb der Kasten bei beiden Goalies wie zugenagelt. Pantkowski und Parks spielten sich die Paraden quasi gegenseitig zu.
Auch das Momentum in der Offensive wechselte ständig. Straubing muss sich aber etwas mehr die mangelnde Chancenverwertung vorwerfen lassen, steuerten doch Leier und Mouillierat jeweils allein auf das Tor der DEG zu.
Alexander Ehl: “Ich denke, es war ein ausgeglichenes Drittel. Im Powerplay müssen wir mehr daraus machen und selber von der Strafbank wegbleiben. In der eigenen Zone müssen wir härter spielen, ansonsten so weitermachen und alles reinhauen was wir haben.”
Mit dem Vergeben von Chancen ging es auch im letzten Drittel gnadenlos weiter. Teilweise hochkarätige Möglichkeiten wie durch Akeson, halb leeres Tor, oder MacAulay der nur die Latte traf wurden vergeben. Eine kurze Schrecksekunde gab es aufseiten der Gäste. Marco Nowak sackte auf der Ersatzbank zusammen, wurde sofort von den Ärzten behandelt und konnte schnell wieder weitermachen.
Straubing kämpfte sich förmlich zum Sieg durch die richtigen Entscheidungen in der Crunchtime, als zuletzt sogar Pantkowski für einen sechsten Feldspieler platz machte. Es war wohl eine Strafzeit zu viel für die DEG, was am Ende den kleinen aber feinen Unterschied ausmachen sollte.
Stimmen zum Spiel:
Tobias Eder (DEG): “Wir haben uns letztendlich selbst ins Knie geschossen und im letzten Drittel zu viele Strafen genommen. Über weite Strecken haben wir aber ein gutes Spiel gezeigt, hätten etwas intelligenter spielen müssen. Wir haben jetzt noch drei Spiele, da wollen wir alles geben und Platz sechs haben wir noch nicht abgehakt.”
Mike Connolly (Straubing): “Das sind sehr wichtige Punkte für uns heute. Wir haben über 60 Minuten nicht immer gut gespielt, aber am Ende einen Weg gefunden, um das Spiel für uns zu entscheiden. Ich hatte heute schon den ganzen Tag über ein sehr gutes Gefühl und es hat mich nicht getäuscht.”

(Foto: Citypress) Kael Mouillierat setze den 4:2 Schlusspunkt
Torfolge:
1:0 (6.) - Straubing ließ nicht locker, Elsner stibitzte die Scheibe und seinen Schuss konnte Pantkowski nur nach vorne abprallen lassen. Sandro Schönberger, der sich noch zum Goalgetter entwickelt, nutzte den Rebound zur Führung. 1:1 (8.) - Die DEG schaltete schnell von Verteidigung auf Angriff um. Eine drei auf zwei Situation vollendete Tobias Eder zum Ausgleich.
1:2 (15.) - Düsseldorf umkreiste das Tor, bis zur perfekten Schusspositon. Carter Proft zog ab und Parks war die Sicht komplett verdeckt. 2:2 (18.) - Die Tigers hatten seit drei Spielen nicht mehr in Überzahl getroffen. Jason Akeson zog einfach mal ab und drin war das Ding.
3:2 (51.) - St.Denis leitete in Überzahl den Puck zu Mouillierat, der energisch in den Slot ging. Mike Connolly drückte dann den Puck in Richtung Pantkowski, der dann mit seinem eigenen Schlittschuh den Puck unglücklich über die Linie brachte. 4:2 (59.) - Akeson gab nicht nach und sein Einsatz wurde durch Kael Mouillierat belohnt, der nur noch das leere Tor vor sich hatte.
Spiel vom 23.03.2022
Straubing Tigers - Düsseldorfer EG: 4:2 (2:2 | 0:0 | 2:0)
Tore:
1:0 |06.| Schönberger (Elsner, Zimmermann)
1:1 |08.| Eder (Fischbuch, O’Donnell)
1:2 |15.| Proft (Zitterbart)
2:2 |18.| Akeson (Connolly, St.Denis) - PP 1
3:2 |51.| Connolly (Mouillierat, St.Denis) - PP 1
4:2 |59.| Mouillierat (Akeson) - EQ
Schiedsrichter: Hunnius / Schrader / Hancock II / Merk
Strafzeiten: Straubing 6 - Düsseldorf 10
Zuschauer: 3.173
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Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Augsburg/HG) Im Curt-Frenzel-Stadion empfingen die Augsburger Panther heute Abend den Tabellennachbarn Kölner Haie, welche genauso wie die Hausherren noch auf den zehnten Platz schielten, der zur Pre-Playoff Teilnahme berechtigte. Letztendlich würde wohl die Anzahl der Spiele bzw. der Punktequotient darüber entscheiden:
Der AEV hatte inklusive dieser Partie bis zum Ende der regulären Spielzeit nur noch 6 Begegnungen zu absolvieren, d.h. 4 Matches entfielen bzw. würden nicht mehr stattfinden angesichts des dichten Spielplans der DEL, der wegen Corona durcheinandergewirbelt wurde. Die Haie hätten mit dieser heutigen Partie bereits 54 Spiele realisiert und würden wohl am Ende auch die kompletten 56 Spiele auf dem Buckel haben. Im Endeffekt musste Augsburg hoffen, dass auch Bietigheim Federn lassen würde im Laufe der nächsten Wochen, um vielleicht doch noch den begehrten Rang 10 zu ergattern.
Schließlich gewannen die Kölner Haie auch die vierte Begegnung gegen Augsburg durch ein Tor des Willens von Maxi Kammerer in der vorletzten Minute der Verlängerung.

(Fotoquelle Dunja Dietrich) Pogge war oft im Mittelpunkt
Augsburg konnte von seinen letzten 4 Heimspielen nur 2 nach regulärer Spielzeit für sich entscheiden und holte zumindest gegen den anderen tabellarischen Konkurrenten aus Bietigheim 1 Zähler, der sich vielleicht noch als wertvoll erweisen könnte. Gegen die ebenfalls schwächelnden Kölner musste unbedingt die Offensivpower zurückgewonnen werden, denn mit bisher nur 127 Treffern war nur Schwenningen noch schwächer. Campbell wirkte heute nicht mit.
Payerl: „It is special to have 5 games at home. It will be physically hard tonight and I hope to bring the energy tonight. I am trying to be in the right positions and recently I got the right passes to score. We worked on some skills like shooting and skating and worked on systems. It is about the individual skills and minor details need to be improved. We are trying to get better. It will be huge tonight. There are only 4 games left, so it is very important for us to get those points.“
Köln reiste mit drei Niederlagen in Folge nach Schwaben in die Fuggerstadt und konnte bisher alle drei Begegnungen mit dem AEV siegreich gestalten. Das machte den Jungs um Headcoach Krupp bestimmt Mut, um auch im Spiel 4 entscheidende Punkte mitzunehmen im Kampf um die Playoffs. Die Haie mussten unbedingt ihr Augenmerk auf das Mitteldrittel legen, in dem sie beim vergangenen Heimspiel gegen München gleich 3 Buden kassierten und somit das Match leichtfertig aus der Hand gaben. Der ehemalige Augsburger Matsumoto war bestimmt hochmotiviert. Barinka, Marcel Müller, Howden und Ugbekile fehlten im Line Up.
Matsumoto: „Wir hatten einen guten Start in die Saison, danach haben wir ein paar Fehler gemacht und schlechte Ergebnisse bekommen. Das ist sehr schade. Ja wir kämpfen um die Playoffs, wir brauchen die letzten 9 Punkte. Heute ist es sehr wichtig. Es ist eines der besten Stadien in der DEL hier, deren Team ist sehr stark, die Menschen sind spitze. Heute müssen wir kämpfen und hoffentlich gewinnen wir.“
Dank Olver führte Köln
Beide Mannschaften zählten zu den Gründungsmitgliedern der Liga. Es gab bisher 111 Begegnungen zwischen diesen beiden Teams mit 50 Siegen für Augsburg und 61 Erfolgen für Köln. Guter Start für die Hausherren, die auch heute wieder angesichts von Hockey Diversity in speziellen Jerseys aufliefen. Maximilian Eisenmenger testete nämlich gleich mal das Gestänge der Kölner. Die Panther entwickelten sofort viel Druck, unterstützt von den auch heute wieder zahlreich anwesenden Fans, und verbuchten auch schon gute Möglichkeiten.
Die Haie waren nicht weit genug am Mann dran, so dass Pogge von Beginn an gut beschäftigt war. Einmal lag die Scheibe kurz an seiner Schiene, was er nicht sofort bemerkte, aber seine Vorderleute erkannten die pikante Lage und froren sie gemeinschaftlich ein. Mitte des Drittels befreiten sich die Gäste ein wenig vom Druck des AEV und starteten ihrerseits gefährliche Gegenstöße. Payerls Abschluss wurde dann eine sichere Beute von Pogge und McClures Versuch wurde von Zerressen geschickt abgeblockt.
Kölns erstes Powerplay wurde von den Panthern gut verteidigt und es blieb beim torlosen Remis. Das Schussverhältnis war inzwischen ausgeglichen und die Stimmung auf den Rängen war fantastisch. Die Fans sollten heute der lautstarke siebte Mann sein!
In der 16. Spielminute gingen jedoch die Gäste durch Olver in Front. Sein Schuss hoch oben ins kurze Eck war perfekt getimt. Die Verteidiger der Augsburger waren in dieser Situation ein wenig unsortiert, denn die Zuordnung fehlte. Dann agierten die Gastgeber zum ersten Mal in Überzahl und erspielten sich eine Top Chance, doch Pogge begrub letztlich das Spielgerät unter sich, weil er sich geschickt seitlich wegdrehte. Pogge entschärfte brenzlige Momente vor seinem Kasten, vor allem beim Nachfassen von Saponari, als er seinen linken Schoner blitzschnell positionierte.
Köln war sehr effektiv im ersten Abschnitt und nahm eine knappe Führung mit in die Kabine. Die Panther zeigten ein gutes Match und brauchten sich nichts vorwerfen lassen.
Gregorc: „We played pretty good defense, but one mistake costed the goal. We keep it like this and create somehow something. We need to be more humble in front of the net and get those rebounds as well as putting the pucks to the net.“
Magnus Eisenmenger gleicht aus
Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten Matsumoto und Zerressen gute Einschussmöglichkeiten, doch Roy behielt die Übersicht. Die ersten Minuten gehörten den Gästen, welche die Aufbaufehler bei den Panthern des Öfteren nutzten. Auf der Gegenseite wurde der Fernschuss von Haase gefährlich vor Pogge von Eisenmenger abgefälscht. Dann enteilte Dumont in der 22. Spielminute allen Augsburgern und konnte nur unfair gestoppt werden, was einen Penalty zur Folge hatte, den Matsumoto übernahm aber an Roy scheiterte.
Köln hatte weiter Schwierigkeiten, die Mitspieler ideal anzuspielen und musste das eine oder andere Icing in Kauf nehmen. Auch die Hausherren hatten Probleme beim ordentlichen Spielaufbau. Im 2 auf 1 Konter fischte Roy den Schuss von McIntyre, der einen Uni Abschluss in Wirtschaft innehatte, locker herunter. Dann erlöste Magnus Eisenmenger seine Farben mit seinem Ausgleich in der 27. Spielminute; er stand goldrichtig zum Einnetzen.
In eigener Unterzahl hatte Trevelyan dann sogar die Konterchance, als er Edwards die Scheibe abluchste doch in Pogge seinen Meister fand. Der AEV hielt sich schadlos, auch weil Clarke zum richtigen Zeitpunkt mit seinem Schläger die Scheibe rausbugsierte. Clarkes Solo wurde von Pogge pariert. Ein genialer Pass auf den durchstartenden Uvira blieb in der flinken Fanghand von Roy hängen. Augsburg war optisch überlegen, musste aber immer vor den Kontern der Haie auf der Hut sein. Maximilian Eisenmenger wollte es seinem Bruder gleichtun und ebenfalls treffen, aber die Scheibe fand nicht den Weg ins Tor.
Die Hausherren wirkten zielstrebiger als die Kölner, bei denen nicht zum sehen war, dass es für sie eminent wichtig war, heute alle drei Punkte mitzunehmen, um noch den zehnten Platz zu ergattern. Der AEV wollte es viel mehr und Köln fokussierte sich primär auf Verwaltung des momentanen Remis. Dann entwischte Chrobot den Augsburger Verteidigern und wurde gefoult. Lamb saß nun zum zweiten Mal in der Kühlbox. Und schon wieder konterten die Panther und nahmen somit Zeit von der Uhr. Kurz vor der Sirene verzeichneten die Haie noch zwei gute Gelegenheiten durch Matsumoto und Edwards und man trennte sich unentschieden in die zweite Pause.
Kammerer: „Wie hatten ganz gute Chancen, aber Augsburg verbrachte mehr Zeit in der Offensive. Wir müssen einen Gang hochschalten, dann wird es spannend. Der Druck geht nicht spurlos an uns vorbei, für beide Teams ist es heute wichtig. Wir spielen bisher 40 Minuten sehr gut und haben noch Powerplay zu Beginn des letzten Drittels, um in Führung zu gehen.“
Kammerers famoses Solo bringt Köln den Extrapunkt in der Verlängerung
Mit gut 40 Sekunden in Überzahl startete Köln in diesen Schlussabschnitt, doch der AEV überstand die numerische Unterlegenheit und als Sünder Lamb von der Strafbank zurückkam, zog er sofort ab doch Pogges Fanghand war Endstation. Dann verbrachte Kapitän Lamb heute schon seine dritte Auszeit auf der Strafbank und Kölns solides Powerplay blieb erneut wirkungslos. Kurz danach verpasste Nehring auf Zuspiel von Clarke, weil Pogge hellwach war.
Die Zuschauer wurden stimmgewaltiger, wohlwissend, dass ihre Mannschaft unbedingt einen Dreier einfahren sollte, um nach 2018/2019 erneut in die Playoffs zu gelangen; es wäre das 13. Mal in der Historie. Damals scheiterte Augsburg unglücklich an München. Nehring fälschte einen Schuss von Maximilian Eisenmenger brandgefährlich ab und die Panther übten gehörig Druck aus. Beide Goalies demonstrierten bisher ihre Klasse und ließen die Stürmer schier verzweifeln. Die Partie war schnell und wurde wenig unterbrochen. In einer Sequenz lief das Spiel nahezu 7 Minuten in einem Fluss durch.
Nun durfte der AEV wieder im Powerplay agieren: Gregorc Schuss wurde knapp abgefälscht, doch mit Ablauf der Strafe netzte Puempel scheinbar hoch oben im linken Kreuzeck ein, doch der Videobeweis musste aufklären, ob die Scheibe mit vollem Umfang hinter der Linie aufkam. Dies wurde abgelehnt, weil es für die Schiedsrichter extrem schwierig erschien, diese knifflige Entscheidung zu fällen.
Die Partie wurde nun hektischer und die Dramaturgie hätte nicht intensiver sein können. Beide Mannschaften mussten irgendwie den finalen Punch setzen, es waren nur noch 3 Minuten zu spielen. Die heimischen Fans trieben die Panther nach vorne. 45 Sekunden vor der Sirene kullerte die Scheibe vor Pogge vorbei.
Schließlich ging es in die Verlängerung und für Köln war wohl dieser eine Zähler, den man Stand jetzt im Gepäck hatte, zu wenig bei noch ausstehenden zwei Matches.
Nach nur 4 Sekunden hatte Trevelyan die Entscheidung auf seinem Schläger. Dann rettete Roy gegen Uvira und McClure umkurvte die Kölner Verteidigung ohne Fortune am Ende. Es blieb hochspannend bis Kammerer mit einem wahren Kraftakt den Siegtreffer für die Gäste markierte, als er von ganz hinten im coast to coast nach vorne marschierte und Roy umkurvte.
Olver: „It was a great goal of Maxi. We were very stingy in the defense and Pogge made a great game. It will be a good bus ride home for us. Two games are left for us, it was a little help here. I do not know, if it will be enough.“
Puempel: „I had a good feeling, I thought it was in. The decision was goal on ice, so it had to be overturned. We were not very happy about this decision. Watching once more we were not sure, if they had listened to us. It was a tough situation to clarify, we deserved the win. Tough points to lose, we really played well. It was a tough loss.“
58. Spieltag, 22.03.2022
Augsburger Panther – Kölner Haie 1:2 n.V. (0:1|1:0|0:0|0:1)
Tore:
0:1 |16| Olver (Uffing, Uvira)
1:1 |27| Eisenmenger Magnus (Sternheimer, Graham)
1:2 |64| Kammerer
1. Drittel Statistik: 12:10 Schüsse, 10:16 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
2. Drittel Statistik: 15:10 Schüsse, 11:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 8:2
3. Drittel Statistik: 10:11 Schüsse, 5:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
Overtime Statistik: 1:2 Schüsse, 1:0 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
Haupt-Schiedsrichter: Rohatsch (GER) / MacFarlane (USA)
Zuschauer: 4.234
Aufstellung:
Augsburg: Roy, Graham, Gregorc, Puempel, Payerl, Saponari, Haase, Rogl, Trevelyan, LeBlanc McClure, Lamb, Valentine, Clarke, Nehring, Eisenmenger Maximilian, Länger, Eisenmenger Magnus, Sternheimer, Miller.
Köln: Pogge, Sieloff, Holos, Ferraro, McIntyre, Thuresson, Müller, Edwards, Kammerer, Matsumoto, Chrobot, Roach, Zerressen, Uffing, Olver, Uvira, Sennhenn, Dumont, Sill, Oblinger.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Mannheim/MH) Zum zweiten Derby binnen weniger Tag kamen die Schwenninger Wild Wings in die Heimstätte der Adler Mannheim. Für Schwenningen ging es nach wie vor darum, den Abstand zum Abstiegsrang zu wahren. Die Adler müssen immer noch die Straubinger auf Distanz halten, schielen aber weiterhin auf Platz 3, welchen die Red Bull München innehaben.

( Foto City-press )
Kurz vor Spielbeginn meldete sich David Wolf krank ab, und so mussten die Mannheimer erneut mit einem stark geschwächten Team in die Partie gehen. Die ersten Minuten gehörten klar dem Gastgeber, die sich eine Chance nach der anderen erspielten und Cüpper gut beschäftigten. Eine Unterzahl nahm kurz den Schwung der Anfangsphase heraus, doch mit Ablauf der Strafe machten die Adler weiter wo sie begonnen hatten. Erneut war es eine Strafe, die diesen Schwung nehmen sollte. Die Wild Wings konnten kein Kapital aus der Überzahl ziehen und fanden sich bei nummerischer Gleichheit gleich wieder in der Defensive. Zwar hatte sich Schwenningen nun besser auf die Angriffe der Adler eingestellt, war optisch unterlegen, aber ließen insgesamt weniger Schüsse zu. So ging das erste Drittel torlos zu Ende.
Mannheim legte zu Beginn des zweiten Drittels ähnlich los wie im ersten Abschnitt. Die Wild Wings hatten sichtlich Problem überhaupt aus dem eigenen Drittel heraus zu kommen, geschweige denn einen geordneten Spielaufbau aufs Eis zu bringen. Mannheim musste sich in dieser Phase den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus der Überlegenheit heraus zu spielen. Torhüter Cüpper kassierte nach knapp vier Minuten eine etwas unglückliche Strafe und bescherte den Kurpfälzern die erste Überzahl. Hier war es Oldie Dawes der auf der rechten Seite freigespielt wurde und per Handgelenkschuss zum 1:0 traf. Schwenningen wurde nach dem Rückstand endlich aktiver und verbuchte die eine oder andere Chance für sich. Ein weiteres Überzahlspiel wusste das Mannheimer Penalty Killing zu bremsen. Das Spiel plätscherte in der Folge ein wenig vor sich hin und wirkliche Höhepunkte blieben aus. In einem Adler-Powerplay traf Torjäger Rendulic den Pfosten, ansonsten blieb es beim 1:0 bis zur zweiten Pause.
Mannheim begann auch im dritten Drittel spielbestimmend. Erst nach sieben Minuten hatten die Wild Wings ihre erste gute Möglichkeit zum Ausgleich. Trotzdem war die Adler Mannheim näher dran am zweiten Treffer als die Schwenninger dem Ausgleich. Cüpper war es zu verdanken, dass die Entscheidung bis dato noch nicht gefallen war. Mitte des Drittels fuhr auf einmal Wohlgemuth auf den Cüpper Kasten und ließ ihm im eins gegen eins keine Chance und erhöhte so auf 2:0. Dieser Spielstand sollte dem Heimteam noch mehr Sicherheit geben. Die Wild Wings mussten nun kommen, wollten sie noch etwas mit nach Hause nehmen. Doch auch die Adler Mannheim spielten weiter nach vorne. In der 54.Spielminute dann die endgültige Entscheidung als Iskhakov einen Rebound ins Schwenninger Tor bugsierte. Der Bann war nun gebrochen. Mannheim legte kurz darauf noch einmal nach, als Desjardins mit einem satten Handgelenkschuss Cüpper überwand. Die Kurpfälzer entschieden die Partie mit drei Treffern in fünf Minuten für sich. Nun konnte das Gross-Team Kräfte schonen, denn schon morgen geht es für das Adler Team beim Auswärtsspiel in Iserlohn weiter.
Tore
1:0 Dawes (Lehtivuori, Tosto) PP
2:0 Wohlgemuth
3:0 Iskhakiov (Eisenschmid, Rendulic)
4:0 Desjardins (Hännikäinen, Wohlgemuth)
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PENNY-DEL (Bremerhaven/HG) In der Eisarena zu Bremerhaven empfingen die Fischtown Pinguins die Iserlohn Roosters zum Duell. Die Mannschaft von Popiesch wollte in die Erfolgsspur zurückfinden und traf auf einen Gegner, der momentan jedes Spiel als Entscheidungsmatch betrachtete, um nicht aus der Liga abzusteigen. Es sollte eine packende Begegnung werden, denn für beide Teams ging es heute Abend um sehr viel. Interessante Randnotiz: den letzten Heimsieg feierten die Pinguins ausgerechnet gegen den heutigen Gegner am 16.2.22. Schließlich zwang Bremerhaven nach zweimaligem Rückstand die Iserlohn Roosters mit 4 zu 2 in die Knie und bleibt an den Top 6 der Liga dran.

(Foto Citypress)
Bremerhaven musste am Freitag eine etwas unglückliche Niederlage in Straubing einstecken, was mitunter auch an einer sehr fragwürdigen Videoentscheidung lag. Von den letzten 5 Begegnungen konnten die Pinguins lediglich eine siegreich gestalten und sie wollten heute unbedingt gegen den Kontrahenten vom Seilersee drei Punkte einfahren, um die aktuelle Top 6 Platzierung zu untermauern. Kapitän Moore wirkte heute nicht mit, dafür war Krogsgaard mit von der Partie.
Wejse: „We have to simplify our game and keep sticking to our game plan. Then time by time, game by game, we will improve. We can really focus now on all players who are playing. Recently we were on a road trip, so training was a bit off. We really want to get into playoff mode. Today, we have to keep intensity high, have to work our efforts out and have guys in front of the keeper.“
Die Iserlohn Roosters schwächelten in den letzten Wochen etwas und konnten aus den vergangenen 5 Spielen nur 6 Zähler verbuchen. Das Team um Headcoach Kleinendorst befand sich weiterhin akut im Abstiegskampf und benötigte jeden Punkt, um sich vom drohenden letzten Tabellenplatz fernzuhalten. Ihr deutlicher Auswärtserfolg in Krefeld gab den Roosters Selbstvertrauen für die heutige schwere Aufgabe im hohen Norden. Foucault, Acolatse, Riefers und Ankert fehlten als wichtige Stützen heute im Line-Up.
Jentzsch: „Heute werden wohl wenig Tore zu erwarten sein. Schwenningen hatte starken Goalie, unsere Chancenverwertung war nicht so gut. Wir müssen viele Chancen kreieren heute. Jedes spiel müssen wir nun Punkte holen und dann schauen was dabei rauskommt. Bremerhaven wird wie die Feuerwehr rauskommen, es wird ein spannendes Spiel geben. Bisher war es eine holprige Saison mit vielen Pausen und Corona, dann gab es noch den Trainerwechsel. Wir brauchen Siege, nur das zählt.“
Bremerhaven dominant, Iserlohn verteidigt effektiv
Nach erstem Abtasten auf beiden Seiten erspielten sich die Hausherren durch Urbas eine Großchance. Eine vielversprechende 4 auf 2 Konterkonstellation konnten die Pinguins nicht verwerten, dieser Angriff wurde zu leichtfertig vergeben. Coach Kleinendorst war ob dieser Fahrlässigkeit im Defensivverbund sicher nicht amused. Dann wirbelten Vikingstad und Kinder vor dem Kasten der Gäste gehörig, ohne dabei erfolgreich zu sein. Vor Jenike spielten sich nun im Sekundentakt brenzlige Situationen ab. In der Schussstatistik spiegelte sich das klare optische Übergewicht zugunsten der Hausherren wider, die klar Herr im eigenen Haus waren.
Positiv für Iserlohn war die Tatsache, dass es bisher noch torlos stand, wenn man die intensive Drangphase der Pinguins in den ersten 10 Minuten zugrunde lag. Die Roosters begingen zu viele Leichtsinnsfehler in der eigenen Zone und ließen die Gastgeber zu einfach anrennen. Peu á peu stabilsierte Iserlohn die Defensive und erarbeitete sich eigene gute Gelegenheiten, die aber Maxwell zu vereiteln wusste. Eminger versuchte mal den klassischen Bauerntrick, blieb aber glücklos.
Bremerhaven war zwar spielbestimmend über weite Strecken des ersten Drittels, doch Iserlohn konnte sich schadlos halten auch dank einer Leistungssteigerung.
Friesen: „Actually, we had a few good chances and a good spirit. We got to keep pushing that way. You might also overthink it and do something different, but basically, we have to keep it simple and get pucks to the net.”
Führung und Ausgleich wechselten zweimal binnen einer Minute
Bremerhaven konnte zu Beginn des Mittelabschnitts noch in Überzahl beginnen, konnte jedoch kein Kapital daraus schlagen. Iserlohn war nun auch in der Partie angekommen und hätte dann selbst sogar durch Ewanyk in Führung gehen können, er scheiterte aber am Gestänge. Urbas zeigte sein ganzes Können und animierte die Fans zu einem lautstärkeren Anfeuern. Die gewohnte Dominanz der Hausherren wurde vermisst, doch dann rettete Jenike in bravouröser Manier gegen den Topscorer Jan Urbas, dessen Versuch am Ende noch von den Roosters mit allen Kräften geklärt wurde.
Jetzt agierten die Gäste mit ihrer hervorragenden Quote im Powerplay und nach zwei perfekt getimten Pässen brachte Cornell am Ende seine Farben in der 29. Spielminute in Front. Die Freude hielt aber nur 57 Sekunden lang, denn dann egalisierte Andersen bei angezeigter Strafe mit einem satten Flachschuss die Partie, als er sich zuvor eindrucksvoll durchtankte.
Nun nahm die Begegnung Fahrt auf und die Roosters bekamen ihr zweites Überzahlspiel zugesprochen. Schon wieder brachten sie sich zügig in die Aufstellung und kombinierten sich flüssig durch die Bremerhavener Zone. Es gab auch gute Gelegenheiten, doch die beste erarbeiteten sich die Gäste nach Ablauf der Strafe, welcher dann sogleich die nächste für die Hausherren auf den Plan rief. Kurz nachdem auch diese Strafe ablief, waren die Hausherren noch unsortiert und Adam sorgte für die erneute Führung der Gäste in der 37. Spielminute. Nun dauerte es lediglich 27 Sekunden, bevor die Pinguins schon wieder eine schnelle Antwort gaben. Dieses Mal markierte McGinn den Ausgleich.
Im Mitteldrittel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, was auch an der Performance von Iserlohn lag, das immer mehr mit gefährlichen Aktionen auf sich aufmerksam machte.
Adam: „Once you score you want to stick to the lead, but we still have 20 minutes. It was a much better period than the first. We were not happy with it but we want to have the job done in the end.“
Verlic mit erstmaliger Führung und Uher macht den Deckel drauf
Der Schlussabschnitt versprach die nötige Dramatik. Nachdem Raedeke in der Kühlbox Platz nehmen musste, kam Bremerhaven erneut in den Genuss eines Powerplays. Und dieses Mal zelebrierte der Karawanken Express seine herausragenden Fähigkeiten auf dem Eis und Verlic brachte in der 48. Spielminute die Hausherren dank einer genialen Vorbereitung seines kongenialen Sturmpartners Urbas zum ersten Mal am heutigen Abend in Front. Die Paradereihe der Hausherren zauberte nun und spielte sich in einen kleinen Rausch.
Nun stand Maxwell im Fokus, als Iserlohn gehörig Druck aufbaute und brandgefährlich vor dessen Kasten auftauchte. Die Zeit spielte nun den Pinguins in die Karten und die Roosters mussten irgendwie die Schlussoffensive einläuten, wenn sie hier noch was erzwingen wollten.
Baileys Versuch wurde vom hellwachen Maxwell abgewehrt, dann ging Jenike 2 Minuten vor der Sirene vom Eis. All in lautete die Devise nun ohne wenn und aber. 25 Sekunden vor dem Abpfiff beförderte Uher die Scheibe mit seiner exzellenten Technik ins leere Tor. Damit war die Entscheidung gefallen.
Schließlich siegte Bremerhaven am Ende verdient mit 4 zu 2 und Iserlohn musste sich mit nur einem Punkt am Wochenende zufrieden geben.
Whitney: „It was a hard fought game between two good teams. It was a tough loss for us. In the second and third period our forechecking was better and we had a few chances. We did play well but did not get the results we wanted. We keep playing hard until the end.“
Verlic: „We played simple hockey, kept it simple and brought the pucks to the net. It was nice today that we scored again. We are back on track and play our hockey.“
57. Spieltag, 20.03.2022
Fischtown Pinguins Bremerhaven – Iserlohn Roosters 4:2 (0:0|2:2|2:0)
Tore:
0:1 |29| Cornell (Jentzsch, O‘Connor) PP1
1:1 |30| Andersen
1:2 |37| Adam (Alanov)
2:2 |37| McGinn
3:2 |48| Verlic (Urbas) PP1
4:2 |60| Uher (Urbas) EN
1. Drittel Statistik: 16:5 Schüsse, 12:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
2. Drittel Statistik: 6:10 Schüsse, 6:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:0
3. Drittel Statistik: 9:9 Schüsse, 12:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
Hauptschiedsrichter: Reneau (USA) / Kohlmüller (GER)
Zuschauer: 2.403
Aufstellung:
Bremerhaven: Maxwell, Trska, Eminger, Urbas, Jeglic, Verlic, Bruggisser, Dietz, McGinn, Friesen, Uher, Alber, Krogsgaard, Mauerman, Wejse, Andersen, Stowasser, Kinder, Vikingstad, Lutz.
Iserlohn: Jenike, Labrie, McCrea, Alanov, Raedeke, Aubin, Freibergs, O’Connor, Whitney, Adam, Schilkey, Buschmann, Sezemsky, Bailey, Cornel, Jentzsch, Broda, Ewanyk, Ziegler.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de

PENNY-DEL (Ingolstadt/MA) Ingolstadt wollte sich heute im Derby gegen Straubing etwas befreien und eine schwächere Phase hinter sich lassen. Die Panther konnten jedoch an ein starkes zweites Drittel nicht mehr anknüpfen und die Tigers brachten den Sieg mit viel Routine nach Hause. Kapitän Sandro Schönberger nahm den Schwung nach seiner Vertragsverlängerung mit und traf doppelt.

(Foto: Citypress) Straubing konnte heute viermal jubeln
Spielverlauf:
Das Derby begann wortwörtlich mit einem Zweikampf. Nach 32 Sekunden hatten sich schon Soramis und St.Denis in den Haaren. Danach aber spielten die Gäste ein gutes Drittel mit einigen Chancen, sodass die zwei Tore fast zu wenig waren. Die Panther hatten unerklärliche Fehler in ihrem Spiel.
Viel zu oft wurde ihr Aufbauspiel wieder abgefangen und man kam dadurch unnötig in Bedrängnis. Der Ausgleich gelang daher in Überzahl, aber eben auch untypisch mit einer Einzelleistung von Storm. Darauf wartete de ERCI auch schon seit neun Spielen.
Emil Quaas: “Die Tigers spielen schlau, das macht es uns schwer sie zu verteidigen. Wir müssen aggressiver spielen auch mehr mit Körpereinsatz, um beim Gegner den Rhythmus zu unterbrechen.”
Die Gastgeber wurden deutlich stärker und setzten endlich das um, was ihnen der Coach vorgegeben hatte. Straubing bekam so seine Probleme im Spielaufbau und da musste Goalie Parks stets hellwach sein. Beide Goalies mussten auch im Mittelabschnitt je einmal hinter sich greifen.
Wenn die Tigers aber mal eine Möglichkeit bekamen, wurde vor dem Tor der letzte entscheidende Pass zu ungenau gespielt. Sandro Schönberger: “Das Drittel war nicht gut von uns. Wir sind teilweise viel zu offen, geben denen zu viele Chancen. Wir müssen jetzt hinten wieder stabiler werden. Die Möglichkeiten ergeben sich dann auch für uns.”
Der letzte Abschnitt war völlig offen. Natürlich mussten die Oberbayern wieder den Druck aufbauen. Höfflin, der zuerst an der Latte scheiterte, besorgte den Ausgleich. Doch in der momentanen Verfassung des Teams von Coach Sheddon, muss alles passen, um einen Gegner wie die Straubing Tigers zu bezwingen.
Doch so kam es wie es kommen musste und wieder waren es Fehler in der Abwehr, die Ingolstadt auf die Verliererstraße brachten. Selbst in der Crunchtime, kam man nicht mehr wie gewünscht vor das Tor von Parks. Die Spieler standen mehrfach bei Angriffen im Abseits, was den derzeitigen Gemütszustand genauer beschreiben könnte.
Straubing konnte jede sich anbahnende Möglichkeit des ERC entschärfen und den Sieg und die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Ingolstadt muss bereits am Dienstag in Berlin wieder ran, während die Tigers erst am Mittwoch die DEG empfangen.

(Foto: Citypress) Tyler Leier leitete den Siegtreffer ein
Stimmen zum Spiel:
David Elsner (Straubing): “Es freut mich, dass wir hier gewinnen konnten. Ich war immerhin sechs Jahre hier. Bei meiner Vorlage wollte ich eigentlich selber schießen, habe aber dann noch Sandro im Augenwinkel gesehen. War auch etwas glücklich. Es war aber insgesamt nicht so unser Spiel, haben zu viele Konter zugelassen, sind dann wieder stabiler geworden und sind froh über die drei Punkte.”
Mirko Höfflin (Ingolstadt): “Wir bekamen blöde Tore, wo die Zuordnung nicht gepasst hat. Wenn wir mal ausgeglichen haben, musste wir wieder einen Rückstand hinterherlaufen. Wir brauchen Konstanz im Spiel, gute Wechsel und insgesamt etwas schlauer spielen. Derzeit strotzen wir nicht gerade vor Selbstbewusstsein und müssen daher eine Linie finden und wissen, was der andere macht.”
Torfolge:
0:1 (8.) - Vom Bullygewinn weg, zog Sandro Schönberger ab. Der Schuss, der ins kurze Eck ging, war für Taylor kaum zu sehen. 1:1 (9.) - Ingolstadt war in Überzahl und bei einer weiteren angezeigten Strafe gegen Straubing, schlief die Hintermannschaft und ließ Frederik Storm gewähren.
1:2 (15.) - Zuerst scheiterte Jason Akeson noch, als er über links hereinkam, blieb aber am langen Pfosten stehen und Lampl brachte ihn ein zweites mal, jetzt erfolgreicher, ins Spiel. 2:2 (22.) - Die Hausherren setzten sich im Drittel der Tigers fest und unbemerkt schlich sich Matt Bodie hinter den Rücken der Abwehr vor das Tor und musste nur noch einschieben.
2:3 (35.) - Der Ex-Ingolstädter David Elsner zauberte einen No-Look-Pass aus dem Ärmel und Sandro Schönberger war der dankbare Abnehmer. 3:3 (51.) - Ingolstadt gelang noch ein weiterer Überzahltreffer. Den Rebound konnte Ex-Straubinger Mirko Höfflin im Nachschuss verwerten.
3:4 (53.) - Leier beschäftigte in der Ecke lange Zeit die Abwehr der Panther, sodass die Tigers fast einmal durchwechseln konnten. Seine Vorarbeit war der Garant für den Siegtreffer durch Travis St. Denis, der am langen Pfosten den Puck sicherte und ins Tor schlenzte.
Spiel vom 20.03.2022
ERC Ingolstadt - Straubing Tigers: 3:4 (1:2 | 1:1 | 1:1)
0:1 |08.| Schönberger (Brunnhuber)
1:1 |09.| Storm (Bourque) - PP 1
1:2 |15.| Akeson (Lampl, Leier)
2:2 |22.| Bodie (Storm, Hüttl)
2:3 |35.| Schönberger (Elsner, Brunnhuber)
3:3 |51.| Höfflin (Bodie) - PP 1
3:4 |53.| St. Denis
Schiedsrichter: Iwert / MacFarlane / Tschirner / Schwenk
Strafzeiten: Ingolstadt 8 - Straubing 12
Zuschauer: 3.116
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Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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PENNY-DEL (Köln/UG) Die Haie wolltten unbedingt ihr erstes Heimspiel gegen München gewinnen und gingen früh in Führung. Danach setzte sich die ruhige und überlegene Spielweise der Münchner durch und sie siegten souverän und nicht gefährdet mit 5:2

(Foto Udo Giesen)
Die Haie wollten unbedingt das erste Heimsüiel gegen die RedBulls aus München gewinnen. Nach der 1:3 Niederlage vor wenigen Wochen sollte es heute besser laufen. Und in der dritten Minute konnten die Haie das erste Mal jubeln. Einen Fehler in der Münchner Defensive konnte Sebastian Uvira zum 1:0 für die Haie nutzen. Doch die Antwort der Münchner erfolgte recht schnell. Bereits in der siebten Minute glich Philipp Gogulla zum 1:1 für die Münchner aus. Das ausgeglichene erste Drittel endete nach einigen ungenutzten Torchancen für die Haie mit einem verdienten 1:1.
Der zweite Spielabschnitt begann noch recht ausgeglichen. Doch die Münchner nutzten einen erneuten Fehler in der Kölner Abwehr in der 23. Spielminute zum 2:1 durch Justin Schütz. Die RedBulls nutzten die Fehler gnadenlos aus. Auch dem dritten Münchner Treffer ging ein Fehler im Aufbau der Haie voraus. In der 26. Minute erzielte Ortega das 3:1. Danach wechselte Uwe Krupp den Torhüter aus. Für Pöpperle hütete dann Justin Pogge. Die Münchner dominierten jetzt das Spiel. Die Haie kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen. Nach dem Sebastian Uvira eine 2+2 Strafe erhielt, nutzten die Münchner das Überzahlspiel zum vorentscheidenden 4:1. Wiederum war es Philipp Gogulla, der in der 35. Minute traf. Danach passierte nicht mehr viel und so ging es mit 4:1 ins Schlussdrittel.
Im Schlussabschnitt begannen die Haie mit einer Überzahl. Es gelang Ihnen kein einziger Torschuss dabei. Auch in der zwieten Überzahl gelang es ihnen nicht. Die Münchner hatten das Spiel und Gegner fest im Griff. Dennoch fiel überraschend der Anschlusstreffer für die Haie in der 48. Minute durch Jon Matsumoto. Im Gegenzug stellte Smith mit einem Schuss von der blauen Linie den alten Abstand wieder her. Die Entscheidung war jetzt endgültig gefallen. Die Münchner spielten ihr Spiel und die Kölner konnten nicht mehr dagegen halten. Das Spiel endete mit einem auch in dieser Höhe verdienten 5:2 für die Red Bulls aus München. Der Kampf gegen den Abstieg geht für die Kölner weiter.
Die Haie sind am nächsten Dienstag bei den Augsburger Panthers während die Red Bulls am Sonntag bei den Grizzlys in Wolsburg antreten.
Stimmen zum Spiel: Uwe Krupp (Köln): " Im zweiten Drittel sind schnelle Tore gefallen, die uns aus der Bahn geworfen haben. Wir brauchen gar nbicht viel mit der Situation zu hadern oder in Selbstmitleid zu verfallen. Es ist eine Herausforderung damit umzugehen"
Tore:
1:0 03. Uvira (Thuresson)
1:1 07. Gogulla (Mauer,Kastner)
1:2 23. Schütz (Seidenberg)
1:3 26. Ortega (Lutz)
1:4 35. Gogulla (Ortega,Blum)
2:4 48. Matsumoto ( Müller,Kammerer)
2:5 48. Smith (Ortega,Blum)
Zuschauer : 7.500
Strafen : Köln 4; München 8
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PENNY-DEL (Augsburg/HG) Im Curt-Frenzel-Stadion empfingen die Augsburger Panther heute Abend die Krefeld Pinguine zum mehr als richtungsweisenden Match. Für die Schwaben war es heute ein 6 Punkte Spiel, denn nur mit einem Heimsieg gegen den Tabellenletzten könnten sich die Augsburger vom Kellerkind absetzen. Insbesondere dieses direkte Duell bekam für die Fuggerstädter eine eminent wichtige Bedeutung im Abstiegskampf. Gleichwohl war diese Begegnung für die Seidenstädter ein ‚Do or Die Game‘, um irgendwie doch noch die rote Laterne abgeben zu können.
Schließlich gewannen die Augsburger Panther in einem Torfestival gegen die Krefeld Pinguine mit 7 zu 4. Trevelyan und Puempel trugen sich als zweifache Torschützen ein und Neuzugang Gregorc verbuchte ein 4 Punkte Spiel mit seinen wertvollen Assists.

(Fotoquelle Dunja Dietrich)
Augsburg startete seine bevorstehenden Heimauftritte mit einem sehenswerten Sieg gegen Liga Primus Berlin, doch im nächsten Spiel vor den eigenen Fans setzte es gegen Bremerhaven eine deutliche Pleite. Das Team um Coach Pelletier wollte mit einem abendlichen Erfolg die vor ihnen rangierenden Iserlohner abfangen und den Abstand zum Schlusslicht dadurch vergrößern. Für dieses Unterfangen bedurfte es einer konstanten guten Leistung über 60 Minuten oder mehr. El Capitano Lamb wirkte heute wieder mit als Stabilisator der Defensive.
Lamb: „This game will be big for us tonight. We play against direct opponents. Right now, we are looking up to tenth place and don’t show fear to move down.“
Krefeld reiste mit einer satten Niederlage gegen die Roosters im Gepäck zu den heimstarken Augsburgern und musste unbedingt Punkte von dort mitnehmen, um das Abstiegsgespenst zu verbannen und endlich aus dem Keller rauszukommen. Zu durchwachsen waren die Leistungen des Teams um Headcoach Blank in den letzten Wochen, um den ersehnten Turnaround einzuleiten. Heute Abend gab es aber keine Ausreden mehr, denn nur ein Sieg war Pflicht. Mit einem dezimierten Kader von nur 15 Akteuren und nicht mal drei kompletten Reihen würde dies auf dem Papier ein schwieriges Unterfangen werden.
Braun: „Die Stimmung ist aktuell gut, trotz des Dämpfers. Wir haben es in der eigenen Hand. Ich bin etwas locker, denn schlimmer kann es nicht mehr werden. Wir müssen einfach weitermachen und hoffen, dass es klappt.“
Auftakt nach Maß für Augsburg, Trevelyan als Doppeltorschütze
Traumstart für die Hausherren: nach nur 41 gespielten Sekunden hämmerte Puempel die Scheibe hoch ins Kreuzeck, unhaltbar für Belov im Krefelder Gehäuse. Es war der allererste Schuss der Panther, der sein Ziel früh fand. Seinem lautstarken Jubel konnte man die Befreiung anmerken. Die Fans, die schon beim Warm-Up voll da waren, würden heute das Stadion wieder zum Beben bringen. Wie würden die gebeutelten Gäste diesen Schock verarbeiten? Für den AEV hätte es nicht besser beginnen können.
Auf Seiten der Krefelder fiel kurzfristig auch noch Alexander Blank länger aus. Die Pinguine ließen sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und schlugen in der 5. Spielminute zurück mit dem Ausgleich durch Berlev. Nun schien Augsburg kurz konsterniert zu sein und die Gäste waren etwas obenauf bzw. angekommen im Match. Dieser Treffer gab den Seidenstädtern die nötige Sicherheit, denn von nun an agierten sie sehr konzentriert und zielstrebig.
In der 9. Spielminute jedoch meldete sich der AEV eindrucksvoll zurück: Rückkehrer Trevelyan beförderte, seitlich aus dem Blickwinkel der Torlinie, die Scheibe, die nach einem Distanzschuss zuvor den Pfosten touchierte, mit Hilfe der Stockhand von Belov etwas glücklich aber auch clever ins Gehäuse. Mit diesem Tor nahmen die Hausherren den Gästen den Schwung und bekamen dann in ihr erstes Powerplay zugesprochen. Dabei fälschte Schlitzohr Trevelyan den Puck geschickt zur 3 zu 1 Führung ab. Sein Einsatz hatte sich schon ausgezahlt.
Goalie Belov war nun bedient und sein Backup Quapp kam zum Einsatz. Die Hausherren spielten sich nun in einen kleinen Rausch und kombinierten sich druckvoll in die Zone der Krefelder, die nun höllisch aufpassen mussten, nicht von der Offensivpower des AEV überrollt zu werden, gerade mit ihrer kleinen Bank. Doppeltorschütze Trevelyan war heiß gelaufen und schielte auf seinen Hattrick. Auf der Gegenseite probierte es Lucenius gleich zweimal hintereinander, doch Roy war zur Stelle. In der letzten Sekunde des ersten Drittels vergab Lessio die riesengroße Gelegenheit zum Anschlusstreffer bei seinem Solo, doch er fand in Roy seinen Meister.
Randnotiz: Millers Schlittschuh musste erneuert werden, deswegen verschwand er schon früher in der Kabine. Zuvor schon benötigte Roy eine neue Schiene, die ihm nach einem Spagat herausgesprungen war. Mit einem zwei Tore Vorsprung zugunsten der Hausherren verabschiedete man sich in die Pause. Neuzugang Gregorc verdiente sich schon drei Assistpunkte.
Trevelyan: „We came out hard and capitalized on our chances. Due to traffic in front of the goalie it went in.“
Kuriose Tore weiterhin, Krefelds Ausgleich, Augsburg holt 3 Tore Führung heraus
Zu Beginn des Mittelabschnitts kam Krefeld aggressiv aus der Kabine und wollte eine Reaktion zeigen. Trotzdem leisteten sich die Gäste noch zu viele leichtsinnige Scheibenverluste in der neutralen Zone. Die Begegnung war körperbetont, die Checks wurden konsequent zu Ende gefahren von beiden Teams.
Etwas aus dem Nichts markierte Bracco den zweiten Treffer für seine Farben, als er einen Bauerntrick im Auge hatte, doch sein Versuch wurde in der 24. Spielminute wiederum höchst kurios vom Schläger eines Augsburgers ins eigene Gehäuse abgefälscht. Für Spannung war nun wieder gesorgt, denn die Gäste gaben nie auf und fuhren strukturiert vorgetragene Angriffe. Auch ihre Körpersprache hatte sich gewandelt und die Gastgeber mussten hochkonzentriert bleiben. Das Mitteldrittel war ohnehin nicht ihr Lieblingsabschnitt.
Tatsächlich schafften die Pinguine in der 30. Spielminute den Ausgleich: Torschütze war nach Gläßls Schuss von der blauen Linie Lessio. Jetzt war das Momentum auf Seiten der Gäste, die immer stärker wurden. Beweis für dieses Selbstvertrauen war Braccos tolles Solo rund um das Augsburger Gehäuses herum.
In der 33. Spielminute holten sich die Panther die Führung zurück, als nach einem sehenswerten Pass Spiel Puempel seinen heutigen zweiten Treffer verbuchte. Jetzt waren die Hausherren wieder obenauf. Diese Motivation nutzte der AEV in der 35. Spielminute mit einem erneut abgefälschten Treffer, dieses Mal durch McClure. Augsburg hatte nun seine Spielfreude wieder gefunden und Kapitän Lamb holte selbst mit einem Distanzschuss einen scheinbar beruhigenden 3 Tore Vorsprung heraus. Krefeld verdiente sich redlich das Remis, bis Augsburg mit drei Treffern binnen drei Minuten für Entspannung auf der Bank sorgte.
Gläßl: „Ja, es ist schwierig. Wir haben alles reingeworfen bis zum Ausgleich, dann haben wir wieder individuelle Fehler gemacht. Wir müssen die Scheiben zum Tor bringen, keine Fehler machen und hart spielen.“
Braccos Penalty gibt Krefeld Hoffnung, doch Payerl macht den Deckel drauf
Was hatte Krefeld mit seinem dezimierten Kader noch im Tank für das Schlussdrittel? Würden die Fans weitere Treffer bejubeln können? Ein Spiel mit dieser enormen Bedeutung wies bis dato lediglich 2 Strafminuten auf und diese einzige Strafzeit wurde dann auch eiskalt umgemünzt in einen Augsburger Treffer. Waren die Pinguine in der Lage nochmals einen Rückstand aufzuholen? Zumindest legten sie los wie die Feuerwehr, doch an Roy gab es kein Vorbeikommen. Was blieb den Gästen auch anders übrig! Das Team um Coach Pelletier konzentrierte sich nun vollends auf die Defensive.
Mit dem Penalty durch Bracco kamen die Gäste in der 48. Spielminute ein wenig heran und es blieb noch genügend Zeit auf der Uhr für eine erneute Aufholjagd wie im Mittelabschnitt. Dieser Anschlusstreffer hatte die Panther sichtlich geschockt; wie würden sie ihren Spielplan an diese neue Situation anpassen? Nur hinten drinstehen und die Scheibe über die Bande rauschippen konnte nicht das alleinige Mittel sein. Zu viel Passivität könnte sich vielleicht am Ende rächen, denn Krefeld legte nun alles rein ins Spiel und erspielten sich Chancen.
Der AEV hörte irgendwie zum Spielen auf, konnte sich dann aber auf ein spätes zweites Powerplay freuen, weil Weiß ein zu diesem Zeitpunkt unnötiges Revanchefoul beging und damit seinem Team schadete. Trotz numerischer Überlegenheit sah sich Augsburg mehrmals gefährlichen Kontern gegenüber. Hier hatte man Glück, dass die Gäste kein Kapital daraus schlugen. Letztlich verwerteten die Hausherren auch ihr heutiges zweites Überzahlspiel durch ein Tor von Payerl in der 56. Spielminute. Damit schien der Wille der Gäste wohl endgültig gebrochen zu sein.
Nach dem heimischen Desaster gegen Iserlohn kassierte die Mannschaft um Coach Blank schon wieder sieben Gegentreffer. Augsburg wahrte mit diesem deutlichen Erfolg weiterhin seine Chance auf eine mögliche Pre-Playoff Teilnahme.
Tiffels: „Es ist brutal enttäuschend. Hier sind immer die ersten Minuten wichtig, aber dann ist das Spiel fast dann schon vorbei. Dann schaffen wir es anzukommen, zwischendurch haben wir besseres Hockey gespielt, aber das reicht nicht im Abstiegskampf. Wenn man 7 Tore kassiert, kann man nichts erreichen. Es sind noch 8 Spiele u. rechnerisch ist alles drin. Wir können nur selbst da rauskommen, aufgeben geht nicht. Wir tun alles, damit wir nicht letzter werden. Keine 3 Gegentore in 10 Minuten kassieren, das ist wichtig in Nürnberg am Sonntag. “
Rogl: „Grundsätzlich hatten wir alles gut im Griff. Wir konnten nicht immer deren erste Reihe ausschalten, aber im Großen u. Ganzen haben wir den Vorsprung gut über die Bühne gebracht. Am Ende wollten wir genauso weiterspielen, nicht so tief stehen, aber Krefeld hat uns hinten reingedrückt. Es war nicht angenehm mit dem Druck, der sehr spürbar war. Wir konnten uns heute befreien und haben ein paar Steine aus dem Rucksack geworfen. Wir betrachten nun Spiel für Spiel, dann sehen wir am Ende, wo wir rauskommen.“
56. Spieltag, 18.03.2022
Augsburger Panther – Krefeld Pinguine 7:4 (3:1|3:2|1:1)
Tore:
1:0 |01| Puempel (Gregorc)
1:1 |06| Berlev (Gläßl, Lessio)
2:1 |09| Trevelyan (Payerl, Gregorc)
3:1 |11| Trevelyan (McClure, Gregorc) PP1
3:2 |24| Bracco (Lessio, Mass)
3:3 |30| Lessio (Lucenius, Gläßl)
4:3 |33| Puempel (Payerl, Haase)
5:3 |35| McClure (Gregorc, LeBlanc)
6:3 |36| Lamb
6:4 |48| Bracco Penalty
7:4 |56| Payerl (Puempel, Bergman) PP1
1. Drittel Statistik: 12:7 Schüsse, 9:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
2. Drittel Statistik: 13:12 Schüsse, 16:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
3. Drittel Statistik: 6:13 Schüsse, 12:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
Haupt-Schiedsrichter: Hoppe / Rantala (FIN)
Zuschauer: 4.197
Aufstellung:
Augsburg: Roy, Graham, Gregorc, Puempel, Campbell, Payerl, Haase, Rogl, Trevelyan, LeBlanc McClure, Bergman, Lamb, Clarke, Nehring, Saponari, Länger, Eisenmenger Maximilian, Eisenmenger Magnus, Miller.
Krefeld: Belov, Kulda, Tiffels, Valkvae-Olsen, Lucenius, Sabolic, Mass, Gläßl, Bracco, Berlev, Lessio, Hänggi, Braun, Weiß, Volek, Rutkowski.
Aktuelle Tabelle
Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.
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