
(PENNY DEL, München) (Hermann Graßl) Zuhause in der Olympia Eishalle empfing München die Adler Mannheim zum Gipfeltreffen in der Gruppe Süd. Die Red Bulls hatten sicher noch etwas an der ungeplanten Overtime Niederlage in Augsburg zu knabbern, während Mannheim im Baden-Württemberg Derby klar die Oberhand behielt und Endras einen Shutout schenkte. Schließlich siegten die Adler aus Mannheim auch im achten Aufeinandertreffen hintereinander in München, dieses Mal mit 5 zu 4. Die hochklassige Begegnung wurde in den letzten 5 Minuten noch dramatisch, bescherte aber den Red Bulls nicht mehr den Ausgleich.

(Fotoquelle angeben)
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München wollte nach der Derbypleite gegen Augsburg heute für die letzte Heimniederlage gegen die Adler Revanche nehmen. Das DEL Debut des nachverpflichteten Stürmers Andrew Ebbett musste noch vertagt werden. Die Verletzung von Roy und der Abgang von Kossila hinterließen ihre Spuren in der Mannschaft. Die Red Bulls vertrauten auch heute auf ihren „Mr. Assist“ Chris Bourque und dessen kreative Einfälle. Mannheim war nach zuletzt zwei Siegen wieder in der Erfolgsspur und beabsichtigte auch das zweite Auswärtsmatch beim Vizemeister für sich zu entscheiden, nachdem man bereits das Heimspiel siegreich gestaltete. Die Adler setzten auch heute wieder auf ihr starkes Unterzahlspiel in der Fremde, welches in der Liga spitze ist und auf den zweiten Einsatz ihres Neuen Taylor Leier.
Die bis dato 7 Niederlagen in Folge gegen Mannheim waren für Don Jackson Motivation genug, heute Abend ein Zeichen zu setzen mit seinen bewährten Sturmformationen. Die ersten beiden Minuten waren die Hausherren spielbestimmend und luchsten den Mannheimer Verteidigern des Öfteren die Scheibe ab, um für Gefahr vor Endras zu sorgen.
Nach nur 3 Spielminuten belohnten sich die Red Bulls durch Daubner mit der frühen Führung. Ihre 4. Formation zeigte sich bereits früh im Match prächtig aufgelegt. Es dauerte aber nicht lange, bis die Adler in eigener Überzahl in der 6. Minute später durch Eisenschmid für den Ausgleich sorgte. Es war bereits sein 8. Saisontor und Loibl gab seinen 11. Assist.
In der 7. Spielminute erhöhten die Gäste in Person von Krämmer sogar auf 2 zu 1 bei ihrem zweiten Powerplay; bisher funktionierte ihr Überzahlspiel extrem gut. Nur knapp eine Zeigerumdrehung danach netzte Leier schlau zum 3 zu 1 hinter Reich ein. Es war sein erster Treffer in den Mannheimer Farben.
Binnen 5 Minuten drehten die Adler gegen den Vizemeister die Partie zu ihren Gunsten. Es war schon beeindruckend zu beobachten, mit welchem Selbstverständnis Mannheim hier bisher auftrat.
München hatte nach einem Foul von Plachta nun die Gelegenheit, ins Spiel zurückzufinden, fand aber in Endras und der stabil positionierten Defensive der Gäste seinen Meister. Mit Mann und Maus verteidigten die Adler und überstanden die Unterzahl schadlos. Ihr zweites Powerplay ließ nicht lange auf sich warten, doch hier hätten die Adler bei einem Konter fast den nächsten Nadelstich gesetzt, doch Hager rettete bravourös im letzten Moment, bevor Loibl abschließen konnte.
Mannheim musste nun aufpassen, denn die Adler kassierten nun schon die dritte Strafe in Folge, als Akdag sich wegen Beinstellen in der Kühlbox abkühlen durfte. Wie lange konnte dies noch gutgehen gegen stets brandgefährliche Münchener? Die Red Bulls übten gehörig Druck auf Endras aus, doch in manchen Situationen hüpfte die Scheibe entweder unorthodox oder die Pass Rochaden waren nicht immer 100 % perfekt gespielt.
In diesem Match durfte man nicht den kleinsten Fehler begehen. 10 Sekunden vor Drittelende klärten die Adler in allerhöchster Not und nahmen dafür gerne ein weiteres Foul in Kauf.
In einer hochklassigen und unterhaltsamen Begegnung mussten die Red Bulls trotz gutem Beginn einem 2-Tore Rückstand hinterherlaufen.
Pavel Gross sprach sicher die Disziplinlosigkeit seiner Mannen beim Pausentee an, denn 4 Fouls hintereinander zu sehen war sicher nicht seine Erwartungshaltung. Für das effektive Powerplay fand er sicherlich lobende Worte.
Im zweiten Drittel konnte München in Überzahl starten, denn Schira musste noch fast die vollen 2 Minuten absitzen. Das war nun fast schon Pflicht für die Hausherren, hier den Anschluss herzustellen. Ihre Formation stand schnell, doch der gute Schläger von Reul machte den möglichen Einschlag zunichte. Auch Gogullas geschickt hineingehaltener Schläger nach feinem Aufbaupass konnte Endras nicht bezwingen. Die Adler hielten sich wieder schadlos, was die Red Bulls schon ein wenig verzweifeln ließ. Sie betrieben viel Aufwand, nur der Ertrag stimmte noch nicht.
Die Partie war weiterhin rasant und auf höchstem Niveau. Die Adler agierten gekonnt souverän und legten durch Smith in der 25. Spielminute zum vierten Treffer nach, der erst nach Videostudium bestätigt wurde, da die Referees prüfen wollten, ob hier die Hand eventuell im Spiel war. Dies wurde verneint und das schon 8. Tor von Ben Smith zählte vorbehaltlos.
War dies schon die Vorentscheidung? Wer das Team von Don Jackson kannte, der wusste, München würde nicht aufgeben. Genauso präsentierten sich die Red Bulls auch nach dem Treffer, weiter aggressiv und im Vorwärtsdrang. Endras musste sich nicht über fehlende Beschäftigung beschweren, sondern musste stets hellwach sein. Pavel Gross hatte seine Mannschaft ausgezeichnet eingestellt für dieses Spitzenspiel, seine Protagonisten waren nah am Gegenspieler dran und machten die Räume extrem eng.
Das 5. Powerplay für München stand an, als Loibl in die Kühlbox geschickt wurde: auch dieses Unterzahlspiel blieb ohne Folgen für die Gäste. Eine sehenswerte Leistung gegen so einen bärenstarken Gegner. Kaum komplett waren die Adler schon wieder im Vorwärtsgang.
Endras packte dann einen Monster Weltklasse Save raus und bewahrte sein Team vor dem zweiten Gegentreffer. Er war definitiv heißgeschossen und freute sich verständlicherweise nach dieser wahrlich spektakulären Aktion. Auf der einen Seite scheiterten die Münchener und fast im Gegenzug münzte Larkin in der 35. Spielminute einen Alleingang in den fünften Treffer für Mannheim um. Nun wurde es deutlich in diesem Gipfeltreffen der DEL-Giganten. Die Scheibenführung und die Geschwindigkeit auf Seiten der Gäste waren schon frappierend zu beobachten. Gross hatte seine Mannschaft ideal auf die Begegnung eingestellt.
Es waren heute die Kleinigkeiten, die den Ausschlag bisher für Mannheim gaben. Endras erwies sich als Turm in der Schlacht und gab keine Rebounds her. Die Adler waren auf dem besten Weg zum achten Erfolg nacheinander in der Olympia Eishalle.
Wie lautete Münchens Rezept im Schlussabschnitt? Welchen Match Plan hatte Don Jackson im Köcher, um hier noch das Ruder zu seinen Gunsten herum zu reißen? Im schnellsten Mannschaftssport der Welt ist dennoch nichts unmöglich und München hat solche Situationen schon mal erlebt und kann mit klaren Rückständen durchaus umgehen.
Zuerst musste Schütz in letzter Sekunde gegen den fulminanten Antritt von Eisenschmid retten und so konnte Mannheim zum dritten Mal in numerischer Überlegenheit aufspielen. Bisher hatte dies bereits zweimal optimal geklappt am heutigen Abend. Diesmal überstand München diese prekäre Konstellation ohne Treffer, nur ein Pfostenschuss sprang für die Adler heraus.
Kurze Zeit später durften die Adler schon wieder im Powerplay ran. Zunächst fuhr München einen Konter und dann tankte sich der forsche Elias geschickt durch, scheiterte aber am Ende. Mannheim igelte sich fast die komplette Strafzeit im Drittel der Red Bulls richtig ein, deren Beine langsam schwer wurden. Aus diesem erneut erfolgreichen Penalty Killing konnte München Kraft tanken für die verbleibenden 12 Spielminuten. Die Adler verzeichneten lediglich einen weiteren Aluminiumtreffer.
Der junge Elias lief den Münchenern schon wieder davon, als er ein perfektes Zuspiel von Loibl erhielt aber an Reich scheiterte. Die Hausherren steckten nicht auf doch sie bissen sich an der exzellenten Defensive der Adler und am herausragenden Stellungsspiel von Endras die Zähne aus. Sechs Minuten vor der Schluss Sirene markierte Voakes das zweite Tor für München. Gab es noch für die Red Bulls einen dramatischen Endspurt?
Ihr 4. Powerplay nutzen die Hausherren tatsächlich für einen weiteren schnellen Anschlusstreffer durch Mauer in der 56. Minute. Coach Jackson zog mehr als 2 Minuten vor Spielende den Joker des 6. Feldspielers, um hier alles zu riskieren. Sein früher Mut wurde tatsächlich mit dem 4. Tor für seine Mannen durch Boyle belohnt; was war denn hier plötzlich los? München setzte alles auf die Karte, konnte aber letztlich nichts mehr entgegensetzen trotz einer famosen Aufholjagd gegen sehr starke Mannheimer.
München tritt am 15.2. erneut bei den Augsburger Panthern an, während Mannheim am gleichen Tag Verfolger Ingolstadt in der heimischen SAP-Arena empfängt.
Stimmen zum Spiel:
München - Hager:
„Wir haben über 60 Minuten viel Druck ausgeübt, wir müssen uns nur den Vorwurf machen, dass wir die vielen Chancen nicht genutzt haben. Wir haben zu viel investiert und wurden nicht belohnt am Ende. Für die 8. Niederlage in Folge habe ich keine Erklärung. Es ist nur ein Spiel, wir müssen unseren Prozess weitergehen und die verletzten Jungs zurückholen.“
Mannheim – Krämmer:
„Wir sind gut aus der Kabine gekommen, auch wenn wir in Rückstand gerieten. Am Ende haben wir aufgehört zu spielen, eine unnötige Strafzeit genommen und die Scheibe nicht rausgebracht, das müssen wir abstellen. Wir fokussieren uns immer nur auf uns, heute haben wir zwei hochklassige Teams und ein sehr gutes Match gesehen.“
Spiel vom 12.02.2021
München – Mannheim 4:5 (1:3|0:2|3:0)
Tore:
1:0 |03| Daubner (Lindner)
1:1 |06| Eisenschmid (Katic, Loibl) PP1
1:2 |07| Krämmer (Smith, Lehtivuori) PP1
1:3 |08| Leier (Reul, Bast)
1:4 |25| Smith (Akdag, Reul)
1:5 |35| Larkin (Smith, Wolf)
2:5 |54| Voakes (Bourque)
3:5 |56| Mauer (Hager, Prow) PP1
4:5 |59| Boyle (Bourque)
1. Drittel Statistik: 12:10 Schüsse, 12:14 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:8
2. Drittel Statistik: 19:16 Schüsse, 11:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2
3. Drittel Statistik: 16:6 Schüsse, 13:3 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Rantala / Schrader
Aufstellung:
München: Reich, Seidenberg, Prow, Bourque, Voakes, Parkes, Aulie, Redmond, Ehliz, Hager, Peterka, MacWilliam, Boyle, Gogulla, Schütz, Mauer, Lobach, Lindner, Daubner, Mayenschein.
Mannheim: Endras, Larkin, Katic, Plachta, Smith, Wolf, Reul, Akdag, Elias, Loibl, Eisenschmid, Schira, Lehtivuori, Krämmer, Bast, Leier, Krupp, Brune, Klos, Wirth.
Deutsche Eishockey Liga (DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(DEL/Köln) (ST) An diesem Freitagabend erwarteten die Kölner Haie die Fischtown Pinguins Bremerhaven in der LANXESS arena, weiterhin aufgrund der coronabedingten Situation ohne Zuschauer. Das Spiel wurde vorgezogen, ursprünglich war es für März geplant. Doch dadurch dass die Nationalmannschaft wegen Corona nicht spielte, gab es keine wie eh und je geplante Länderspielpause. Diese Partie entschieden die Kölner Haie mit 3:2 für sich.

Foto: Ingo Winkelmann
Das vergangene Spiel eine Woche zuvor verloren die Haie gegen Iserlohn knapp mit 3:2. Vor Spielbeginn standen sie in der Tabelle der Gruppe Nord auf Platz 6 mit 17 Punkten. Platz 4 aber ist nötig, um in die Playoffs einzuziehen. Gesamt verloren die Haie bisher acht Spiele und gewannen nur fünf. Im Kampf um die Playoffs sind demnach drei Punkte wichtig. Die Pinguins standen auf Platz 2 mit 26 Punkten und absolvierten bisher eine starke Saison mit neun Siegen und vier Niederlagen. Daher wurde ein schwieriges Spiel für die Kölner erwartet.
Stürmer Jon Matsumoto, der in den vorherigen beiden Spielen gegen Bremerhaven punkten konnte, hielt vorab deutlich fest: „Wir als Mannschaft verteidigen seit einigen Spielen deutlich besser. Wir hatten viele Videoanalysen, um an Kleinigkeiten zu arbeiten. Wir brauchen auch am Freitag wieder eine geschlossene Leistung, denn Bremerhaven ist eine Top-Mannschaft. Sie spielen sehr schnelles und hartes Eishockey. Die drei Punkte sollen aber in Köln bleiben." (Quelle: www.haie.de)
Es war das dritte Aufeinandertreffen beider Mannschaften in dieser Saison. Beide gewannen jeweils ein Spiel mit 4:3. Der Ausgang dieser Partie blieb somit erst einmal offen. Es würde heißen das Überzahlspiel der Pinguins zu bremsen und in Unterzahl keine Tore zuzulassen. Generell sollte das Motto auch heißen: „Der Strafbank fernbleiben.“ Könnte dieses Ziel gelingen?
Cheftrainer Uwe Krupp bekräftigte dies vorab: „Vor uns liegen zwei Spiele gegen eine der besten Mannschaften der Division Nord. Sie sind körperlich stark und haben ein gutes Überzahlspiel. Wir müssen diszipliniert auftreten und dürfen ihnen nicht viele Chancen geben ohne unser eigenes Spiel zu vernachlässigen. Wenn wir über 60 Minuten geschlossen auftreten, werden wir uns unsere eigenen Möglichkeiten erarbeiten und dann sind wir im Spiel." (Quelle: www.haie.de)
Für die Bremerhavener fehlt Top-Score Jan Urban, der aufgrund eines positiven Coronatests ausfiel. Zudem fehlte Ross Mauermann krankheitsbedingt. Bei den Kölnern fielen Alexander Oblinger und Pascal Zerressen verletzungsbedingt aus.
Zu Anfang startete der KEC schnell in die Partie und erarbeitete sich durch Marcel Müller zu Beginn eine gefährliche Chance, die aber vereitelt wurde. Doch auch die Pinguins kamen gefährlich nah ans Tor der Kölner, Pogge hielt. Die erste Strafe fiel in der 8. Minute für Bremerhaven. Das Powerplay für Köln blieb torlos. Die Haie setzten sich danach dennoch im Angriffsviertel fest und drückten, mehr Spielanteile waren so auf Gastgeberseite. In der 14. Minute erhielt Colin Ugbekile wegen Haltens eine Strafe und die Pinguins konnten in Überzahl spielen. Die Bremerhavener aber waren nicht erfolgreich. Nach 20 Minuten schließlich blieb es weiterhin bei einem 0:0.
Im Mittelabschnitt gab Köln weiter Gas und machte Druck. Auch in diesem Drittel hatte Bremerhaven zu Anfang Probleme sich durchzusetzen. In der 24. Minute erhielt Sebastian Uvira eine Strafe wegen Behinderung, dieser ärgerte sich über die Entscheidung sichtlich. Die Fischtown Pinguins konnten das Powerplay nicht nutzen, im Gegenteil in der 25. Minute erzielte Landon Ferraro das erste Tor der Partie, in Unterzahl. Die Pinguins gerieten dadurch unter Druck. Köln machte weiter und setzte die Gäste immer wieder unter Druck. Und in der 28. Minute fiel das zweite Tor, wieder für Köln.
Es war das neunte Saisontor für Jon Matsumoto. Auch das dritte Tor ließ nicht lange auf sich warten. Zach Sill erhielt in der 30. Minute die Chance und nutzte diese, nachdem die Situation vor dem Tor der Pinguins zunächst geklärt schien. Für Bremerhaven ging es in der 36. Minute mit einer Strafe wegen Stockschlags weiter. Das Powerplay nutzten die Haie nicht, die Pinguins jedoch kamen auch zu ihrem Unterzahltreffer zum 3:1 in der 37. Minute. Schütze war Niklas Andersen. Der Treffer schien den Gästen etwas Rückenwind zu bescheren. Doch zunächst bleib es bei einem 3:1. Wie würde es im letzten Drittel wohl weitergehen?
Im letzten Drittel versuchte Bremerhaven noch einmal alles, um den Rückstand von zwei Toren aufzuholen. Der Anschlusstreffer zum 3:2 fiel in der 44. Minute durch Tye McGinn. Justin Pogge ließ den Puck durch die Beine durchrutschen. Es folgte eine Auseinandersetzung, die mit zwei Strafen für beide Mannschaften endete. Auf Seiten Kölns war es Maurice Edwards wegen übertriebener Härte und auf Pinguins Seite war es Mitch Wahl wegen Stockschlags. Es ging also auf dem Eis vier gegen vier weiter. In den zwei Strafminuten fiel kein Tor und es konnte fünf gegen fünf auf dem Eis weitergehen. Die nächsten Minuten waren ein Hin und Her. In der 52. Minute musste der Videobeweis zu Rate gezogen werden. Doch der Puck konnte nicht über die Linie gelangen, dies war sehr knapp.
Es gab also kein Tor für Bremerhaven und blieb bei 3:2. Im weiteren Verlauf drückten die Pinguins enorm, das ein oder andere Mal trafen sie den Pfosten oder bekamen den Puck nicht über die Linie. Köln musste nun alles auf die Defensive setzen. Alexander Friesen erhielt in der 57. Minute eine Strafe wegen Beinstellens und so erhielt Köln vor Ende noch ein Powerplay. Am Ende nach der Strafe waren es noch 1,15 Minuten, die den Pinguins zum Ausgleich blieben. Doch aus den gefährlichen Chancen wurde kein Tor, so dass die Haie am Ende 3:2 gewannen.
Alles in allem war es ein spannendes Duell und ein starkes, wenn auch knappes Spiel der Kölner Haie. In den letzten Spielen zeigte der KEC, dass die Mannchaft an ihrer Defensive gearbeitet hatte, denn zu Beginn der Saison kassierten die Kölner noch sehr viele Gegentreffer. Auch in dieser Partie verteidigten die Domstädter deutlich besser. Im ersten Drittel war der Siegeswille Kölns spürbar, sie drückten immer wieder nach vorne. Sowohl offensiv als auch defensiv war es ein guter Abschnitt für die Gastgeber. Das erste Drittel blieb ohne Tore. Im zweiten Drittel fiel das erste Tor, dies ging zugunsten Kölns, zu diesem Zeitpunkt sogar in Unterzahl. Matsumoto legte nach und schoss das zweite Tor für die Gastgeber.
Auch ein drittes Tor folgte, dieses Mal durch Zach Sill. Doch auch Bremerhaven erhielt in diesem Drittel seine Chance und schloss mit einem Unterzahltreffer zum 3:1 auf und so endete der Abschnitt. Im letzten Drittel kamen die Bremerhavener wieder ran und machten recht schnell ihr zweites Tor. Im weiteren Verlauf erarbeiteten sich die Gäste viele Möglichkeiten, waren letztlich aber erfolglos. Drei Punkte blieben in Köln. Die Haie spielten zwei gute erste Drittel. Im letzten Drittel bekam Bremerhaven wieder Aufwind und konnte aufschließen. Am Ende jedoch sollte dies nicht reichen.
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(DEL/Krefeld) (Ralf Schmitt) Die Krefeld Pinguine mussten die nächste Heimpleite hinnehmen. Diesmal hatten die Gäste aus der Hauptstadt mit einem 1:6 erfolgreich die Heimreise angetreten.

(Foto: Ralf Schmitt)
Bereits nach 40. gespielten Minuten zogen die Berliner mit einem sang- und klanglosen 0:6 davon. Viel zu überlegen agierten die Schützlinge von Serge Aubin und es gab von Seiten der Krefelder kaum Gegenwehr. Den Ehrentreffer erzielte Tyanulin in der 46. Minute zum 1:6 Endstand. Für die Krefelder geht die Talfahrt und diese hohen Niederlagen weiter, jedoch soll nach Informationen aus der Mannschaft die Stimmung keineswegs schlecht sein, "es läuft halt nicht..." kam es aus der Kabine.
Heute fehlten neben Bull und Valitov auch noch ohne die Gebrüder Braun, wegen eines Trauerfalls in der Familie. Die Seidenstädter begannen zwar ganz gut und hatten duirch Shatsky und Niederberger die ersten guten Möglichkeiten, doch im Berliner Kasten war der andere Niederberger stets im Weg und verhinderte einen Torerfolg. So dauerte es doch bis zur 10. Minute als Tuomie mal eben trocken abzog und sein Team in Front brachte.
Der gute Belov, an dem es wirklich nicht lag, musste fünf Minuten später wieder hinter sich greifen. Diesmal hatte White getroffen. Mit diesem 0:2 ging es dann in die Kabine.
Im Mittelabeschnitt folgte dann eine unbeschreibbare desolate Leistung der schwarz-gelben, was durch vier Tore der Gäste und einem 0:6 nach zwei Dritteln endete. Mit diesem Zwischenstand hatte man heute das Gefühl, dass es eine zweistellige Niederlage werden konnte, doch im letzten Drittel kämpften die Krefelder dagegen an und Berlin schaltete verständlicher Weise einen Gang zurück. So konnte mit dem 1:6 der Ehrentreffer (46.) erzielt werden.
Der Prozess des Lernens auf Krefelder Seite ist sehr schmerzvoll, zum einen für das Team und zum anderen für den grossen Anhang der Pinguine. Dieser, wartet seit 5 Jahren leidgeprüft auf ein Erlebnis das Erfolg heisst. Der Beobachter und die Anhängerschaft in Krefeld, können nur hilflos zusehen und hoffen, dass die Verantwortlichen am Ruder, wissen was sie wollen und tun.
Das nächste Match steigt am Sonntag in der Yayla Arena gegen Wolfsburg.
Spiel vom 11.02.2021
Krefeld Pinguine - Eisbären Berlin 1:6 ( 0:2 | 0:4 | 1:0 )
Tore:
0:1 |10.| Tuomie ( Zengerle, Foucault)
0:2 |15.| White
0:3 |23.| Reichel (Noebels, Pföderl)
0:4 |26.| Pföderl (Noebels, Reichel)
0:5 |31.| Boychuck (McKiernan, Fiore)
0:6 |35.| Labrie (Ramage, Fiore)
1:6 |46.| Tyanulin (Karsums, Olson) PP1
Zuschauer: Keine
Strafen: Krefeld 6 Minuten, Berlin 6 Minuten
Hauptschiedsrichter: Lasse Kopitz, Gordon Schukies,
Linienrichter: Kai Jürgens, Joep Leermakers

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Weitere interessante Links:
www.eishockey-bilder.com - Eishockey Bilder von den Krefeld Pinguinen in unserer Galerie.
www.deutschlandcup.de – Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.
www.eishockey-krefeld.de - Weitere Informationen über das Eishockey in Krefeld von eishockey-online.com.

(PENNY DEL, Augsburg) (Hermann Graßl) Im Curt-Frenzel-Stadion empfing Augsburg zuhause die Red Bulls aus München. Beide Teams hatten zuletzt mit Auswärtssiegen auf sich aufmerksam machen können und waren bereit für ein erneut hitziges und torreiches Derby. Schließlich siegte am Ende Augsburg mit einem etwas glücklichen 2 zu 1 in der Overtime gegen eine Münchener Mannschaft, die zwar das Match überwiegend dominierte, aber an ihrer Chancenverwertung scheiterte.

(Foto Dunja Dietrich)
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Augsburg konnte erstmals in dieser Saison alle 3 Punkte aus Schwenningen mit nach Hause nehmen und kam sicher mit ganz viel Selbstbewusstsein aus der Kabine, zumal in der Fremde ein mehrmaliger Rückstand am Ende erfolgreich gedreht werden konnte. Inzwischen schienen die Fuggerstädter in der Saison richtig in Fahrt gekommen zu sein, denn sie punkteten zuletzt ganz ordentlich, um Anschluss an den letzten begehrten Playoff Platz zu halten. München wollte nach dem zweiten Sieg in Folge gegen Nürnberg auch in Augsburg die nächsten Zähler gegen einen bayerischen Club holen, um an den Adlern aus Mannheim dranzubleiben. Der Abgang von Kossila war nur schwer zu verkraften, doch nun wurde der Stürmer Andrew Ebbett nachverpflichtet, um auch auf die Verletzung von Roy zu reagieren. In seiner Vita steht Kanadas Bronzemedaille bei Olympia 2018, zum Einsatz kam er heute Abend noch nicht.
Coach Tuomie mischte die Reihen heute etwas durch, um auf Münchens Offensivkräfte flexibler reagieren zu können. Hager zeigte den ersten guten Move vor dem Kasten von Roy, wurde aber noch im letzten Moment abgedrängt. Die Hausherren durften schon bald in Überzahl ran, doch München hielt gut und effektiv dagegen, bis aus den Birken zum ersten Mal bei einer brenzligen Situation eingreifen musste. Die Red Bulls verteidigten ihren Slot sehr gut und ließen nur einen Schuss zu.
München hatte in den ersten 8 Minuten mehr Scheibenbesitz, was zu erwarten war und die Red Bulls setzten immer wieder ihre Nadelstiche mit brandgefährlichen Vorstößen. Das zweite Powerplay für die Fuggerstädter resultierte in einigen guten Distanzschüssen, aber es war nicht von Erfolg gekrönt. Das Schussverhältnis war bisher noch ausgeglichen. Die Panther kamen nun gut in die Partie rein und gestalteten sie ebenbürtig.
Kharboutli hatte nach einem feinen Zuspiel von Payerl die Führung auf dem Schläger; der AEV wurde nun forscher in seinen Aktionen und beschäftigte die Münchener Defensive des Öfteren mit gut durchdachten Rochaden. Clarkes Rückhandschuss verfehlte das Gehäuse nur knapp. Redmond auf der anderen Seite konnte das Getümmel vor Roy ebenfalls nicht nutzen. Hafenrichter verpasste einen Abpraller nur um Haaresbreite, denn er war zum Einschuss bereit.
Mit einem leistungsgerechten torlosen Remis ging man in die erste Drittelpause. Im Powerplay mussten die Hausherren noch effektiver vorgehen, um diese numerische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen.
Im zweiten Drittel deckten die Red Bulls Augsburgs Keeper Roy gleich mal mit mehreren Schüssen ein. Dann bekam München das erste Powerplay zugesprochen, als Kharboutli auf der Strafbank Platz nehmen musste. Die Scheibe lief gut in ihren Reihen und Roy konnte sich mehrfach auszeichnen. Auch Hagers tolle Aktion nach einem Sahnepass von Bourque aus der eigenen Zone blieb ohne Erfolg. Teufelskerl Roy war heute glänzend aufgelegt und wurde auch von seinen Vorderleuten super unterstützt, welche entweder die Räume eng machten oder die Schüsse gut blockten.
Nun wurde die Partie etwas härter und nahm noch mehr an Fahrt auf. Die Gäste wollten nun unbedingt den ersten Treffer erzielen und waren in den ersten 10 Minuten auch optisch überlegen. Sogar im 5 gegen 5 agierten die Red Bulls ab und zu wie im Powerplay. Wie würde sich Augsburg aus dieser Schlinge ziehen und selbst wieder spielbestimmend werden? Was ihre Defensivarbeit anging, so war dies definitiv das beste Spiel der Fuggerstädter in dieser Saison.
Mit ihrer dritten Überzahlkonstellation am heutigen Abend hatten die Panther nun die Gelegenheit, sich dem zunehmenden Druck der Gäste zu entziehen. Letztlich verteidigte München sehr gut und hatte selbst kurz vor Ablauf der Strafe eine große Chance.
In der 37. Spielminute belohnten sich die Red Bulls endlich für ihre stetigen Bemühungen mit der hochverdienten Führung durch Seidenberg. Augsburg war davon völlig unbeeindruckt und markierte lediglich 14 Sekunden später den Ausgleich durch Sternheimer. Don Jackson fand sicher die richtigen Worte für diesen nicht eingeplanten zu schnellen Gegentreffer. Augsburg hingegen gab die richtige Antwort auf den Rückstand mit einer bemerkenswerten Effizienz: mit nur 2 Torschüssen wurde ein Tor produziert.
2 Minuten vor Drittelende durfte Augsburg schon wieder in numerischer Überlegenheit ran, da Boyle in die Sünderbox musste. Münchens Penalty Killing war bis dato ausgezeichnet und die Red Bulls gaben den Panthern nur wenig Platz für Abschlüsse. Augsburg musste im Schlussabschnitt darauf achten, die sich ihnen bietenden reichlichen Überzahloptionen besser umzusetzen. München musste sich vorwerfen, ihre zahlreichen Chancen nicht effektiver genutzt zu haben.
Man war gespannt, ob die Gäste ihre Dominanz im Schlussabschnitt fortsetzen würden. Ihr Schussverhältnis von 12 zu 3 aus dem zweiten Drittel sprach dafür Bände. München hielt weiter an seinem aggressiven Spiel mit Vorwärtsgang fest. Augsburg legte den Fokus auf Konter und aus den Birken musste in höchster Not retten. Die Gäste blieben konsequent bei 3 Reihen und durften wieder im Powerplay ran. Die Red Bulls schienen heute gegen ein Augsburger Bollwerk anzurennen, das nur schwer zu bezwingen war. Auch diese Konstellation blieb wirkungslos für die Gäste, die Überzahl verpuffte.
Das nächste Powerplay für München stand nun auf dem Programm; der AEV war gewarnt, den Gästen nicht allzu oft diese Gelegenheiten zu geben. Die Hausherren zogen sich erneut schadlos aus der Affäre, das sollte ihnen Mut geben. Augsburg hatte dann eine super Gelegenheit zum erfolgreichen Abschluss, doch die Scheibe flitzte knapp am Gehäuse der Gäste vorbei.
Zuvor hätte Münchens Top Reihe beinahe getroffen. München erhöhte am Ende den Druck, um das Match in der regulären Spielzeit siegreich zu beenden. Der AEV wollte unbedingt den einen Punkt gegen den Favoriten festhalten und schaffte dieses Unterfangen mit vereinten Kräften auch.
Nun musste die Overtime die Entscheidung bringen: dies war für München in der Tat ein Novum in dieser Spielzeit. Voakes hatte den lucky punch mit einem Solo auf dem Schläger, doch Roy war weiter Herr der Lage. Auf der anderen Seite hätte Kristo seine Fahnen fast in Front und auf die Siegerstraße gebracht. Schließlich nutzte Augsburg durch Valentine einen Konter 20 Sekunden vor Schluss zum Siegtreffer am heutigen Abend. München ging mit seinen Chancen sehr fahrlässig um und musste Augsburgs Kaltschnäuzigkeit an diesem Abend anerkennen.
München tritt am 12. 2. die Partie gegen Mannheim an, während Augsburg am 15. Februar schon wieder die Red Bulls aus München im heimischen Curt-Frenzel-Stadion empfängt.
Stimmen zum Spiel:
Augsburg - Valentine:
„Ich brauchte heute wohl das Breakaway anstelle der Blue Liners wie von mir gewohnt. Wir haben heute gut verteidigt, waren stabil in der eigenen Zone und kreierten gute Offensiv Aktionen. Jeder spielt nun für den anderen, es war eine gute Team Leistung, unser Penalty Killing war super.“
München – Seidenberg:
„Wir haben über das ganze Spiel viel Druck aufgebaut, die Scheiben oft aufs Tor gebracht, aber letztlich nicht entscheidend getroffen. Augsburg flippt oft die Scheibe von hinten raus, das wussten wir. Wenn man die Chancen nicht nutzt, kann man nicht gewinnen. Wir hatten genug heute, unsere Defensive stand sehr gut.“
Spiel vom 10.02.2021
Augsburg – München 2:1 (0:0|1:1|0:0|1:0)
Tore:
0:1 |37| Seidenberg (Parkes, Bourque)
1:1 |37| Sternheimer (Eisenmenger, Lambacher)
2:1 |65| Valentine (Payerl, Clarke)
1. Drittel Statistik: 11:9 Schüsse, 6:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4
2. Drittel Statistik: 3:12 Schüsse, 9:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
3. Drittel Statistik: 5:6 Schüsse, 11:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0
Overtime Statistik: 4:1 Schüsse, 3:0 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Hunnius / Rantala
Aufstellung:
Augsburg: Roy, Valentine, Bergman, Trevelyan, Stieler, Abbott, Rogl, Lamb, Hafenrichter, LeBlanc, Kristo, Haase, Tölzer, Kharboutli, Clarke, Payerl, Sezemsky, Max Eisenmenger, Lambacher, Sternheimer.
München: Aus den Birken, Redmond, Aulie, Mauer, Schütz, Gogulla, Boyle, MacWilliam, Ehliz, Hager, Mayenschein, Prow, Seidenberg, Parkes, Voakes, Bourque, Peterka, Lindner, Lobach.
Deutsche Eishockey Liga (DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(DEL/Straubing) (MA) Der erste Auswärtspunkt ist eingefahren für die Tigers. Es wäre mehr drin gewesen, aber es ist ein Anfang gegen einen läuferisch starken ERC, der die Abwehr von Coach Tom Pokel immer vor schwierge Aufgaben stellte. Straubing bewies Comeback Qualität. Jeder Rückstand wurde ausgeglichen. Die Leistungsträger wurden ihrer Rolle ebenfalls gerecht. In drei Tagen werden sich beide Teams wieder treffen. Für Straubing stehen die Karten nicht schlecht, wenn man auf diese Leistung aufbauen kann. Wayne Simpson holte im Penaltyschießen den Extra-Punkt für die Schanzer. Freddy Eriksson machte ein gutes Spiel, mit zwei Vorlagen nach seiner Rückkehr aus Schweden.

(Foto: Jürgen Meyer)
Straubing ging gegen den Tabellenzweiten furchtlos zu Werke. Aber man merkte gleich, dass auch heute die Scheibe bei den Oberbayern sehr schnell von A nach B läuft und daraus resultierten die besten Angriffe. Dem 1:0 (3.) ging ein Missverständnis im Powerplay voraus. Ingolstadt mit dem schnellen zwei auf eins Konter, kam durch Ryan Kuffner in Führung. Kuffner: “Es ging sehr schnell, ich bekam einen guten Pass und hab direkt abgezogen.” Die Tigers blieben unbeeindruckt, konnten durch Antoine Laganiere (4.) zum 1:1 ausgleichen. Einer der immer mit Einsatzwillen vorangeht, ist Marcel Brandt. Im Angriff auf Garteig schaltete er sich mit ein, verlor den Puck hinter dem Gästetor, spurtete zurück und eroberte den Puck hinter dem eigenen Tor wieder.
Auch ein Mitch Heard hatte gute Laune. Er viel nicht nur durch seine harten Checks auf, vielmehr konnte er oftmals Angriffe unterbinden. Wenn diese aber über Tim Wohlgemut gingen, wurde es gefährlich für Vogl im Tor der Tigers. Wohlgemut war im Laufduell kaum zu stoppen. Es war ein anderes Straubing auf dem Eis als noch vor wenigen Tagen bei der 2:3 Heimniederlage gegen die Schanzer. Ein Team mit Comebackqualität. Wieder legte Ingolstadt vor. Gegen die Klasse eines Petrus Palmu ist kaum ein Kraut gewachsen. Er bediente David Elsner (24.) der zum 2:1 einschob.
Der 17-jährige Klein verlor den entscheidenden Zweikampf und zahlte dabei sein Lehrgeld. Die Antwort der Tigers folgte auf den Fuß. In Überzahl legten sich die Tigers ihre Beute zurecht und Marcel Brandt war mit seinem vierten Auswärtstor zum 2:2 (26.) erfolgreich. Aber die Oberbayern nahmen das Heft in die Hand und zeigten den Tigers ihr wohl derzeit größtes Problem auf. Die Zweikämpfe vor dem Tor waren auch heute die Schwachstelle im Spiel der Gäste. So kam Brandon Defazio an den Nachschuss zum 3:2 (29.). Die Chancen für die Niederbayern wurden weniger, die der Gastgeber dafür klarer. Elsner scheiterte allein vor Vogl und Feser hatte bei einer trickreichen Aktion schon den Jubel auf den Lippen.
Aber Sebastian Vogl war wie gewohnt die Ruhe selbst. Marco Baßler dazu: “Wir wollen uns nicht abschütteln lassen. Der Ausgleich war wichtig und gibt uns Ruhe für das letzte Drittel.” Denn die Tigers egalisierten die Führung erneut. Wieder legten sie sich die Ingolstädter im Powerplay zurecht. Erkisson’s Schuss von der blauen verwertete Corey Tropp (40.) zum 3:3 Ausgleich. Der Typ weiß wo das Tor steht, denn aus der Drehung direkt in den Winkel treffen kann nicht jeder. Das Team von Tom Pokel gab nicht nach. Es war deutlich der Wille zu erkennen, die ersten Punkte Auswärts zu holen. Die Tigers spielten dabei aber ein gefährliches Spiel.
Ingolstadt zog sich zurück und lauerte auf Konter. Die bekamen sie auch. Drei davon waren hochwertig. Zwei davon konnte Vogl vereiteln und bei einem war Balisy zur Stelle. Bei einem weiteren Konter war Defazio so verwundert, weil er seinen läuferischen Vorsprung noch gegen Kohl und Brandt einbüßte. Es ging in die Verlängerung. Ein auf und ab der Chancen. Bei Ingolstadt waren Marshall und Wohlgemut gescheitert und auf der anderen Seite hätte Williams die Entscheidung herbeiführen können. Im Penaltyschießen behielten die Schanzer die Oberhand, da Pietta und Simpson treffen konnten und für Straubing war nur Eder erfolgreich.
Sebastian Vogl (Tigers): “Wir haben ein gutes Team und wichtig war, dass wir heute die kleinen Dinge richtig gemacht haben. Die Motivation und der nötige Biss war heute da und man sieht dass die Spezial Teams und das Transition die Spiele entscheiden. So war das 3:3 nach 60 Minuten heute schon gerecht denke ich.”
Wayne Simpson (ERCI): “Wir sind stolz auf das Trikot, mit dem wir bis jetzt noch kein Spiel verloren haben. Die Tigers haben ein gutes Powerplay. Heute war es ein ausgeglichenes Spiel und wir können mit den zwei Punkten auch gut leben. In drei Tagen haben wir die Möglichkeit es besser zu machen.”
Spiel vom 10.02.2021
ERC Ingolstadt - Straubing Tigers: 4:3 n.P. (1:1 | 2:2 | 0:0 | 1:0)
Tore:
1:0 |03.| Kuffner (Feser) - SH 1
1:1 |04.| Laganiere (Brunnhuber)
2:1 |24.| Elsner (Palmu, Bodie)
2:2 |26.| Brandt (Eriksson) PP 1
3:2 |29.| Defazio (Pietta, Ellis)
3:3 |40.| Tropp (Eriksson, Brandt)
4:3 |65.| Simpson
Strafen:
ERC Ingolstadt: 6
Straubing Tigers: 6
Schiedsrichter: Kohlmüller / Rohatsch / Hofer / Wölzmüller

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(PENNY - DEL/Schwenningen) (BM) Die Rollen waren vor dem Baden-Württemberg- Derby klar verteilt. Mannheim reiste als Tabellenprimus der Südgruppe nach Schwenningen. Die Gastgeber mussten auf die Verletzten Travis Turnbull, Darin Olver, Dylan Yeo, Benedikt Brückner sowie den gesperrten Tyson Spink verzichten. Lange konnten die Wild Wings das Duell offen gestalten. Am Ende war es aber ein verdienter 4:0 Erfolg für die Kurpfälzer und ein Shutout für Dennis Endras. Bei den Wild Wings machten sich die Ausfälle immer mehr bemerkbar, so fehlte es nicht nur in Überzahl an Durchschlagskraft.

Foto: Archivbild / citypress
Mannheim ging mit viel Tempo in die Partie und machte viel Druck auf das Schwenninger Tor. Im Gegenzug scheiterten Troy Bourke und Boaz Bassen nach einem Aufbaufehler der Gäste. Die ersten Minuten gehörten klar den Gästen, die es aber verpassten daraus Kapital zu schlagen. Auch in Überzahl scheiterten die Mannheimer an Joacim Eriksson im Schwenninger Tor.
Kurz vor der Drittelpause waren es dann die Wild Wings, die gleich in doppelter Überzahl ran durften. Schwenningen verpasste es aber einen Treffer zu erzielen. Das sonst so starke Überzahlspiel ließ zu diesem Zeitpunkt das Tempo und die Präzision vermissen.
In Durchgang zwei bot sich ein ähnliches Bild. Die Kurpfälzer drückten auf den Führungstreffer, während Schwenningen nur durch Konter gefährlich werden konnte. Mit beherzter Defensivarbeit überstanden die Hausherren eine weitere Unterzahl, verloren aber nach einem geblockten Schuss, Maximilian Hadraschek. Das eigene Überzahlspiel gestalteten die Schwäne weiter zu harmlos. Mit zunehmender Spielzeit roch es immer mehr nach einem Treffer für die Adler. Zunächst scheiterte Taylor Leier bei einem Alleingang, auf der anderen Seite verpasste Andreas Thuresson.
Kurz vor der Drittelpause musste sich Joacim Eriksson das erste Mal geschlagen geben. Zunächst rettete der Pfosten für den Schweden, im Nachfassen drückte Markus Eisenschmid dann aber die Scheibe über die Linie.
Das letzte Drittel ist schnell erzählt: Schwenningen schaffte es nicht mehr entscheidend gefährlich zu werden. Florian Elias fackelte für die Adler nicht lange und schloss trocken zum 0:2 ab. Mannheim spielte weiter clever und ließ wenig zu. Knapp drei Minuten vor dem Ende feuerte Matthias Plachta in Überzahl von der blauen Linie und baute die Führung aus. Die Messe war gelesen und es sollte für Schwenningen noch bitterer werden. Marius Möchel lenkte nur 22 Sekunden später den Puck in das eigene Tor, zum 0:4 Endstand.
Spiel vom 09.02.2021: Schwenninger Wild Wings - Adler Mannheim
Tore:
0:1 |39.|Eisenschmid (Katic / Loibl)
0:2 |44.|Elias (Eisenschmid)
0:3 |58.|Plachta (Wolf / Katic)
0:4 |58.|Krämmer (Schira / Bast)
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(DEL/Straubing) (MA) Die Spezial-Teams machten einmal mehr den Unterschied. Das schwächelnde Powerplay der Adler kam wieder in Schwung und Ben Smith war der Hauptdarsteller mit drei Toren für sein Team. Straubing hielt das Spiel lange offen, hatte auch Möglichkeiten für mehr Treffer, aber Mannheim agierte geschickt in der Defensive und war vor dem Tor eiskalt. Somit muss T.J. Mulock, bei seinem 600. DEL-Spiel eine Niederlage verbuchen.

(Foto: City Press) Mat Robson hielt Straubing lange im Spiel
Beide Teams konnten sich im ersten Drittel viel in Überzahl und Unterzahl üben. Vierzehn Strafminuten mussten die Unparteiischen verteilen und allesamt berechtigt. Dabei sprang für die Tigers das Erste fünf gegen drei Powerplay heraus, in dem Balisy (5.) das halbleere Tor verfehlte. In dieser Phase hatten die Tigers mehr vom Spiel, kamen öfter in die Zone der Adler, als Endras im Tor der Gastgeber lieb war. Kohl hätte seinem Team mit der Chance von halb rechts einen Gefallen tun können. Auch auf der anderen Seite bei Robson, der den Vorzug vor Vogl erhielt, tat sich einiges. Smith (15.) tauchte vor Straubings Goalie gefährlich auf und der Ex-Straubinger Loibl (16.) hatte bei, vier gegen drei auf dem Eis, die Möglichkeit zur Führung.
Diese kam dann eine Minute später in einem weiteren Powerplay für die Adler. Ben Smith (17.) stand am langen Pfosten parat, die Scheibe kam direkt von Plachta auf seinen Schläger und Robson einen Augenblick zu spät. So stand es auch nach zwanzig Minuten 1:0 für die Gastgeber. Der zweite Abschnitt ging ganz klar an die Adler auch, wenn sie dabei nur einen weiteren Treffer durch Smith in doppelter Überzahl erzielten. Zuerst sah man jedoch die bessere Phase der Niederbayern. Brandt (23.) rückte bei einer drei gegen eins Situation mit auf, war dann aber zu uneigennützig vor dem Tor.
Doch die Tigers drückten weiter auf den Ausgleich. Brandt zog von der blauen Linie ab, sein Schuss verfehlte knapp das Tor, aber Baßler’s Nachschuss prallte von Endras genau vor die Füße von Andi Eder (25.) und der reagierte mit der Rückhand am schnellsten und konnte zum 1:1 ausgleichen. Straubing hätte auch gleich noch nachlegen können. Der glücklose Balisy (26.) scheiterte bei einer erneuten drei gegen eins Situation an Mannheims Schlussmann. Das war es dann auch erstmal mit den Tigers. Bei einer laufenden Strafzeit gegen Juliar T.J. Mulock, der sein 600. DEL Spiel bestritt, unterlief Acolatse eine weitere dumme Strafzeit.
Er zog an Gegners Trikot direkt vor den Augen des Schiedsrichters. Und anders als die Gäste, ließ sich der Tabellenführer bei doppelter Überzahl nicht zweimal bitten. Der Schuss von Plachta ging weit am Tor vorbei, dadurch kam der Puck erst direkt zu Ben Smith (30.), der teilnahmslos am langen Pfosten stand, und mit seinem zweiten Powerplaytreffer die Adler wieder mit 2:1 in Führung brachte. Die Gastgeber ließen noch einige Chancen ungenutzt durch Wolf (34.) und hätten sich fast noch ein Tor eingefangen. Latta und Connolly (37.) vergaben aber doppelt vor Endras. Im letzten Drittel suchte Mannheim früh die Vorentscheidung, musste aber lange darauf warten. Grund dafür war in erste Linie Mat Robson, der sein Team so lange es eben ging, im Spiel hielt.
Auch die beste Möglichkeit von Klos (44.), der besser auf den mitgelaufenen Krupp abgegeben hätte, wurde vergeben. Straubing bekam zwar nur insgesamt 14 Schüsse auf das Tor von Endras, aber sie hatten stets ihre Möglichkeiten, dem Favoriten doch noch ein Bein zu stellen. Diese Aussicht wurde jedoch in der 56. Minute beendet. Dieses mal war es zwar laut Statistik kein Überzahltreffer, jedoch waren die Gäste just in dem Moment erst wieder komplett. An dem Schuss von Katic waren Wolf und Torschütze Markus Eisenschmid noch entscheidend dran und es stand 3:1 für die Adler. Straubing hatte keine Körner mehr um noch einmal für Gefahr zu sorgen. Robson verließ zwar noch seinen Kasten, aber Ben Smith (59.) krönte seine Leistung mit einem Hattrick zum 4:1 Endstand an diesem Nachmittag.
Tom Pokel (Coach Straubing Tigers):
Wir wollten unser Spiel bei fünf gegen fünf verbessern, was uns auch gelungen ist. Das Spiel war ausgeglichen und hart umkämpft. Unser Unterzahlspiel ist eigentlich sehr gut aber bei acht Strafzeiten wird es schwer für uns. Wir können aber auch etwas Positives aus der Partie ziehen, wir haben viele gute Zweikämpfe bestritten und die Scheibe schnell nach vorne gespielt. Auch entscheidend im Spiel war, dass Mannheim viele unserer Schüsse blockiert hat. Der Sieg ist für die Adler verdient.
Pavel Gross (Coach Adler Mannheim):
Wir wollten nach der letzten Niederlage sofort zurückkommen. Wir wussten, dass Straubing ein harter Gegner ist. Einsatz und Einstellung stimmt bei dem Team von Tom Pokel immer, wir haben das erst vor zehn Tagen in Straubing wieder gesehen. Die Partie war etwas zerfahren mit vielen Strafen im ersten Drittel, aber heute hat einmal unser Powerplay den Unterschied gemacht. Im zweiten Drittel haben wir ein paar Chancen zu viel zugelassen und das haben wir im letzten Drittel wieder kompensiert. Ich freue mich für Denis Endras. Er hat heute gute Saves für uns gemacht.
Stephan Daschner (Tigers):
Es war ein enges Spiel und wir haben lange dagegen gehalten. Gegen Ende haben wir dann alles riskiert. Aber momentan kreieren wir zu wenig Chancen und wir müssen von der Strafbank wegbleiben, um wieder erfolgreich zu sein.
Matthias Plachta (Adler):
Gegen Straubing ist es nie einfach zu spielen, aber ich denke es ist von Anfang an gut gelaufen. Es war auf jedenfall ein harter Kampf um die drei Punkte heute.
Spiel vom 07.02.2021
Adler Mannheim - Straubing Tigers: 4:1 (1:0 | 1:1 | 2:0)
Tore:
1:0 |17.| Smith (Plachta, Lehtivuori) PP 1
1:1 |25.| Eder (Brandt, Bassler)
2:1 |30.| Smith (Plachta, Eisenschmid) PP 2
3:1 |56.| Eisenschmid (Katic, Wolf)
4:1 |59.| Smith (Larkin, Krämer) - EN
Strafen:
Adler Mannheim: 6
Straubing Tigers: 16
Schiedsrichter: Hunnius / Schrader / Hurtig / Laguzov

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(PENNY DEL, Nürnberg) (Hermann Graßl) In der Arena Nürnberger Versicherung empfing der Tabellenletzte innerhalb von nur einer Woche erneut München zum Derby. Nürnberg musste schon wieder eine deftige Niederlage gegen Ingolstadt verarbeiten, währenddessen die Red Bulls nach ihrem knappen Erfolg gegen Verfolger Schwenningen fest vorhatten, auch im zweiten Aufeinandertreffen mit den Franken als Sieger vom Eis zu gehen. Schließlich siegte München mit 4 zu 2, weil sie in den entscheidenden Situationen einfach cleverer und zielstrebiger agierten.

(Foto: Citypress)
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Nürnberg erlebte in Ingolstadt ein Déjà-Vu, was sicher lange in ihren Knochen steckte. Heute wollten die Ice Tigers unbedingt versuchen, die Kleinigkeiten richtig zu machen und vor allem ein simples aber cleveres Eishockey spielen, um gegen den übermächtigen Gegner zu bestehen. Mut machte jedenfalls ihre solide Performance beim letzten Spiel, als es ihnen nicht vergönnt war, zumindest einen Punkt zu ergattern nach einer famosen Aufholjagd. München wollte mit dem nachverpflichteten Offensivverteidiger Ethan Prow und einer sattelfesten Defensive auch in Nürnberg die vollen 3 Punkte anvisieren, um den dritten Erfolg in Serie einzutüten und den Abstand zu den Adlern zu minimieren. Auf ihren im Dezember ausgeliehenen Stürmer Kossila mussten die Red Bulls aber verzichten, da die Toronto Maple Leafs ihn zurückbeorderten. Der Finne erwies sich bei nur 13 Einsätzen mit 5 Toren und 7 Assists als sehr produktiv.
Gleich zu Beginn war zu erkennen, dass bei den Gästen Justin Schütz die Rolle von Kossila in der Reihe mit Mauer und Gogulla übernehmen sollte. Die Hausherren konnten heute wieder auf die wertvollen Verdienste von Brown zurückgreifen, der die letzten beiden Partien verletzungsbedingt pausieren musste.
Defense first, so hieß die Devise bei den Franken, nachdem man in den letzten 5 Begegnungen sage und schreibe 28 Gegentore einstecken musste. Luke Adam verbuchte den ersten guten Abschluss auf Seiten der Ice Tigers. Im 4 gegen 4 präsentierten sich die Nürnberger ebenbürtig. In den ersten knapp 10 Minuten tasteten sich beide Teams erst mal ab, so dass es noch nicht zu hochkarätigen Einschussgelegenheiten kam, auch wenn sich mal vor Danny aus den Birken ein Spielerknäuel bildete, was jedoch ohne Folgen blieb.
Bis dato sahen beide Trainer ein schnelles und abwechslungsreiches Match, in dem die Goalies ihren Kasten souverän sauber hielten. Ihre bisherige schwache Powerplay Quote von knapp 10% konnten die Ice Tigers nun optimieren, sie fanden aber nur schwer in ihre Aufstellung, so dass keine große Gefahr vor dem Gehäuse der Münchener entstand.
In der 17. Spielminute gingen die Gäste durch Gogulla in Führung, der ein feines Zuspiel von Schütz akrobatisch verwertete. Hier sah die Zuordnung in der Nürnberger Verteidigung nicht gut aus. Interessante Randnotiz: Mit seinem nunmehr 227. Treffer zog Gogulla mit Herberts Vasiljevs gleich.
Es stellte sich die berechtigte Frage, wie die Franken mit diesem erneuten Rückstand umgehen würden. Hatten sie dieses Mal ein Rezept parat, um die richtige Antwort zu geben? Analogie zum ersten Aufeinandertreffen vor einer Woche: auch damals ging es mit einem 0 zu 1 in die Drittelpause. Einsatz, Tempo passten bei den Hausherren, nur die kleinen Fehler machten den bisherigen Unterschied aus. Noch war nichts verloren für die Ice Tigers.
Im zweiten Drittel wollten die Franken ihre Torschuss Statistik aus dem ersten Abschnitt (7:13) aufbessern und ihren bis dato gut funktionierenden Match Plan beibehalten. Doch die nächste Top Chance hatten die Gäste mit einem Pfostenknaller sowie dem gefährlichen Nachschuss, der aber eine sichere Beute von Treutle wurde. Nürnberg musste auf der Hut sein und durfte nicht zu weit aufrücken, um den Red Bulls nicht zu viel Raum zur Entfaltung zu gewähren.
Mit dem zweiten Powerplay der Gäste war es jedoch passiert: Ehliz versenkte in der 22. Spielminute den Puck aus der Luft hinter Treutle zum 2 zu 0. München wollte gleich nachlegen und verstärkte den Druck; zwangsläufig ergaben sich dann sofort weitere Gelegenheiten. Die Red Bulls konzentrierten sich nun auf geschickt vorgetragene Konter. Auf der anderen Seite ließen die Hausherren eine 3 zu 1 Konstellation liegen, das wäre der perfekte Zeitpunkt für den schnellen Anschlusstreffer gewesen. Die Maske von aus den Birken bewahrte die Gäste vor dem möglichen Tor.
Die Ice Tigers bemühten sich redlich und ließen sich nicht aus ihrem Konzept bringen. Man konnte dem Team von Fischöder wahrlich nichts vorwerfen. Ähnlich wie vor einer Woche hatten sie noch keine Fortune mit der Scheibe. Eine weitere gute Chance konnte Pollock nicht nutzen, weil ihm Prow im letzten Moment noch den Schläger entscheidend wegdrückte. Hier hatten die Hausherren richtig spekuliert bei der Scheibeneroberung an der roten Linie.
Und wieder Überzahl für Nürnberg: endlich klappte es bei numerischer Überlegenheit, denn Rückkehrer Brown netzte in der 34. Spielminute ein, weil sein Schuss noch leicht von einem Red Bull Verteidiger unhaltbar für Münchens Goalie abgefälscht wurde. Ein Powerplay Tor, durchaus ein seltenes Erlebnis auf Seiten der Hausherren, die dann schon wieder eine 2 zu 1 Kontergelegenheit durch Walther erarbeiteten, die aber von Danny aus den Birken entschärft wurde. Solche Möglichkeiten sollten die Franken nicht allzu oft fahrlässig liegenlassen.
Die Zuteilung im eigenen Drittel war noch eine Problemzone bei den Franken, hier bestand sicher Gesprächsbedarf in der nächsten Pause. Das Match blieb heute eng und spannend, eigene Strafen sollten die Ice Tigers jedoch tunlichst vermeiden. Im Gegensatz zur letzten Begegnung war heute vieles möglich und der eine oder andere Punkt noch drin.
Nürnberg begann den Schlussabschnitt noch knapp 50 Sekunden in Unterzahl. In der Bully Statistik nach zwei Dritteln merkte man schon spürbar das Fehlen von Kossila in der Centerposition. Nichtsdestotrotz belohnten sich die Gäste kurz vor Ende der Überzahl in der 41. Spielminute durch Gogulla mit dem dritten Treffer; der Assist kam dabei von Prow, sein erster im Trikot der Red Bulls.
Elias und Kechter bekam bisher noch keine Eiszeit für ihr Team; vielleicht könnten die beiden Youngsters hier ein Zeichen setzen. Gogulla zeichnete sich bei den Gästen als guter Führungsspieler in seiner neu formierten Reihe aus, gab stets die richtigen Anweisungen und setzte Akzente nicht nur mit seinem heutigen Doppelpack.
Aufgrund von Strafen auf beiden Seiten durfte Nürnberg durchaus noch hoffen, in diesem Match wieder ranzukommen. Nürnberg agierte im Powerplay dieses Mal sehr geduldig, ließ die Scheibe geschickt in den eigenen Reihen laufen und kam zu Abschlüssen, die aber in keinem Treffer mündeten. Nürnberg mühte sich, lief aber immer wieder in Konter der Red Bulls. Aus den Birken schien heute auch nicht zu überwinden zu sein, bis der Puck in der 53. Spielminute nach einem Distanzschuss von Adam dem Gäste Goalie in Zeitlupe durch die Schoner ins Gehäuse trudelte. Zu viel guter Verkehr vor dem Tor verhinderte eine gute Sicht für aus den Birken.
Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt bestraften sich die Franken mit einer Strafzeit; zum Glück traf Parkes nur den Pfosten und somit blieb noch genug Zeit für den Ausgleich. In Unterzahl kurvte Schmölz mit eisernem Willen auf aus den Birken zu und wollte mit allen Mitteln die Scheibe hinter die Linie drücken, aber Münchens Goalie hielt bravourös entgegen. Das war DIE Top Gelegenheit, um hier noch was mitzunehmen.
Schütz entschied dann 54 Sekunden vor Ende der Partie mit seinem zweiten Saisontor die heutige Begegnung. Somit entführte München auch heute die 3 Punkte aus Nürnberg und bescherte den Franken die achte Niederlage in Folge. München tritt am 10. Februar die Auswärtsfahrt nach Augsburg an, während Nürnberg am Valentinstag zu den Wild Wings nach Schwenningen reisen darf.
Stimmen zum Spiel:
Nürnberg - Kislinger:
„Heute war mehr drin, es war deutlich besser als in Ingolstadt, aber es reicht halt noch nicht. Vielleicht war es tatsächlich ein Icing am Ende vor dem vierten Tor, ich sah es nicht genau. Eine Woche Pause könnte uns guttun, dann sind wir mal weg vom Eishockey und können dann wieder den Fokus auf die Spiele legen. Es gibt einiges aufzuarbeiten.“
München – Gogulla:
„Es war nicht geplant als Center zu spielen, aber jeder muss bestimmte Rollen übernehmen. Unser Powerplay Tor zum 2 zu 0 war sehr wichtig, dann haben wir ihnen den Wind aus den Segeln genommen. Am Ende war es ein verdienter Sieg, aber wir dürfen sie nicht wieder ins Spiel zurückkommen lassen.“
Spiel vom 06.02.2021
Nürnberg – München 2:4 (0:1|1:1|1:2)
Tore:
0:1 |17| Gogulla (Schütz)
0:2 |22| Ehliz (Parkes, Bourque) PP1
1:2 |34| Brown (Gilbert, Schmölz) PP1
1:3 |41| Gogulla (Hager, Prow)
2:3 |53| Adam (Kislinger)
2:4 |60| Schütz (Hager, Ehliz)
1. Drittel Statistik: 7:13 Schüsse, 12:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4
2. Drittel Statistik: 6:12 Schüsse, 12:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
3. Drittel Statistik: 10:11 Schüsse, 7:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Iwert / Rantala
Aufstellung:
Nürnberg: Treutle, Mebus, Gilbert, Brown, Adam, Fox, Karrer, Bodnarchuk, Reimer, Cornel, Pollock, Kulda, Trinkberger, Kislinger, Kurth, Schmölz, Elias, Walther, Bires, Kechter.
München: Aus den Birken, Redmond, Aulie, Mauer, Schütz, Gogulla, Boyle, MacWilliam, Parkes, Voakes, Bourque, Prow, Seidenberg, Ehliz, Hager, Mayenschein, Lobach, Lindner.
Deutsche Eishockey Liga (DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
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(DEL/Düsseldorf) PM Revanche geglückt! Nach der kleinen Durststrecke mit drei Niederlagen in Folge ist die Düsseldorfer EG wieder auf Kurs. Im zweiten Heimspiel in der Nordgruppe der PENNY DEL gegen das Schlusslicht Krefeld Pinguine setzten sich die Rot-Gelben in einem wiederum engen Spiel verdient mit 3:0 (1:0; 1:0; 1:0) durch. Mirko Pantkowski feierte seinen ersten Shutout im DEG-Trikot.

(Foto: Birgit Häfner)
Ausgeglichenes Spiel
Wie schon am letzten Montag ging die DEG mit einer knappen Führung in die ersten Pause. Ein Blitzstart wie im ersten Heimspiel gegen die Pinguine gelang ihr aber nicht. Zwar hatte Mathias From bei einem Alleingang die erste gute Chance des Spiels, konnte Marvin Cüpper im Tor des KEV allerdings nicht überwinden (2.). Dann aber waren es zunächst die erstmals von Clark Donatelli angeleiteten Krefelder, die sich offensiv in Szene setzten. Nach einem Distanzschuss von Alex Trivellato herrschte mächtig Gewühl vor dem von Mirko Pantkowski gehüteten DEG-Gehäuse. Leon Niederberger versuchte vergeblich, nachzusetzen (5.).
Wenig später gab Filips Buncis aus dem linken Bullykreis einen verdeckten Schuss aufs Tor ab (6.). Besonders brenzlig wurde es, als Laurin Brau im Slot unbedrängt zum Schuss kam (11.). In einer letztlich torlosen Überzahl kombinierten sich auf der anderen Seite der Eisfläche in zentraler Position Daniel Fischbuch und Ken-André Olimb aussichtsreich vors Tor (11.). Bei genau 13:13 traf die Nummer 15 der DEG dann zur Führung. Tobi Eder trug die Scheibe durch die neutrale Zone, legte ab auf Fischbuch, der den Puck gekonnt zu Eder zurückgab. Der brachte ihn nicht am linken Schoner von Cüpper vorbei, doch Jahnke stand genau richtig und staubte ab. Es blieb der einzige Treffer in einem insgesamt ausgeglichenen Drittel.
Eder trifft den Pfosten, Karachun ins Tor
Zurück aus der Kabine gewann die Mannschaft von Harold Kreis zunehmend die Kontrolle über das Geschehen. Jedenfalls hatte sie die qualitativ hochwertigeren Chancen. Fischbuch legte aus halblinker Position zu Eugen Alanov in die Mitte, der per Onetimer den Abschluss suchte (22.). Eder zockte sich mit einer feinen Einzelaktion von der linken Bande in die Mitte und legte die Scheibe an den von ihm aus gesehen rechten Pfosten (24.). Unterbrochen wurde der Drang der Rot-Gelben durch eine Strafe gegen Maxi Kammerer. In der ersten Krefelder Überzahl machten die Pinguine das Spiel über Alexander Blank einmal schnell, Lucas Lessio versuchte sich mit einem langen Schläger, doch Nicholas B. Jensen störte ihn im Verbund mit Pantkowski entscheidend (27.). In der Offensive schoss Jensen von der blauen Linie und hatte Olimb im Slot eine gute Einschusschance (29.).
Das heiß ersehnte 2:0 fiel dann eher unspektakulär: Marc Zanetti und Jensen machten das Spiel aus der Defensive heraus schnell, Karachun zog über die linke Seite ins Angriffsdrittel und löffelte die Scheibe mehr als dass er sie schoss in Richtung Tor. Dem indisponierten Cüpper rutschte sie am kurzen Pfosten durch (36.). Die DEG blieb am Drücker. Zanetti gab den Puck von der linken Seite diagonal und scharf vors Tor, wo Kapitän Alex Barta seinen Schläger reinhielt, die Scheibe aber neben das Tor tropfen ließ (38.).
DEG bringt Sieg nach Hause
Ein Schützenfest wurde es auch im dritten Drittel nicht. Die engagierten Krefelder steckten nicht auf und mühten sich nach Kräften. Nur selten sprangen dabei jedoch wirklich zwingende Aktionen heraus. Als bis in die Schlussminuten noch immer keine Entscheidung gefallen war und Karachun wegen Beistellen auf die Strafbank musste, nahm Donatelli seine Auszeit. Auch mit sechs Spielern reichte es für die Gäste nicht zum Anschluss oder gar zur Wende. Fünf Sekunden vor der finalen Sirene traf Alanov nach einer Kombination mit Olimb ins verwaiste Tor.
Für die Rot-Gelben geht es kommenden Mittwoch weiter mit einem Auswärtsspiel bei den Grizzlys Wolfsburg (Spielbeginn: 18:30 Uhr).

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(München) PM Stürmer Kalle Kossila steht nicht mehr im Kader des EHC Red Bull München. Der 27-Jährige wurde Anfang Dezember vergangenen Jahres auf Leihbasis vom NHL-Klub Toronto Maple Leafs nach München transferiert, nun beorderten die Maple Leafs Kossila zurück nach Nordamerika. Die Red Bulls bedanken sich bei dem finnischen Angreifer und dem NHL-Club für die Zusammenarbeit und wünschen dem Spieler sportlich wie privat viel Erfolg.

(Foto: EHC Red Bull München)
Kossila absolvierte für das Team von Trainer Don Jackson 13 Einsätze in der höchsten deutschen Eishockeyliga. Dabei sammelte er fünf Tore und sieben Assists. Seinen letzten Treffer für den dreimaligen deutschen Meister erzielte Kossila am vergangenen Donnerstagabend beim 4:3-Erfolg der Münchner über Schwenningen. Neben seinen 13 Partien in der PENNY DEL kam Kossila bislang 19 Mal in der National Hockey League (NHL) sowie 215 Mal in der American Hockey League (AHL) zum Einsatz.

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(DEL/Mannheim) MH Nach einer Woche Pause stand für das Gross-Team das Auswärtsspiel bei den Augsburger Panther auf dem Programm. Zurück im Lineup waren Sinan Akdag und Matthias Plachta. Im Tor standen sich Felix Brückmann und Markus Keller gegenüber.

( Foto Dunja Dietrich )
Blitzstart für die Heimmannschaft. Nach einem Bullygewinn zog Lamb von der blauen Linie ab. Brückmann lässt nach vorne abprallen und Kristo stand goldrichtig zum 1:0. Der Gast aus der Kurpfalz versuchte gleich zu antworten und hatte Chancen von Wolf und Eisenschmid. Mitten in die Druckphase hinein gab es dann eine Strafe gegen den Tabellenführer. Reul musste auch die Strafbank und die Panther nutzten ihr Powerplay, David Stieler(8.) war der Torschütze. Es war erst der fünfte Powerplaytreffer der Saison.
Die Mannheimer verloren dann etwas den Faden und konnten nicht an ihre offensive Überlegenheit anknüpfen. Augsburg spielte aus einer sicheren Defensive heraus. In der Folge gab es auch auf beiden Seiten einige weitere Überzahlspiele, ohne jedoch genutzt zu werden. So blieb es bei der 2:0 Führung nach 20 Minuten.
Augsburgs Keller war zu Beginn des zweiten Drittels bei einem 3 auf 1 gleich gefordert. Weiterhin gab es wenig 5 gegen 5 auf dem Eis. Jedoch konnte auch keiner der beiden Teams ihre Powerplays nutzen. Doch mit Ablauf einer Shinnimin Strafe, konterten die Fuggerstädter über Eisenmenger und Alex Lambacher machte das 3:0 (27.).
Nur drei Minuten später konnte Smith endlich den Anschluss erzielen. Matthias Plachta leistete hier eine Klasse Vorarbeit. Die Partie wurde nun etwas körperbetonter und auch das Tempo wurde vor allem auf Mannheimer Seite erhöht. Augsburg verteidigte weiter clever vor dem eigenen Tor und ließ vor allem im Slot wenig zu. Bis zur Pause passierte nichts mehr.
Gleich zu Beginn des dritten Abschnitts erzielten die Mannheimer das 2:3. Valentino Klos kommt mit dem Puck aus der Bande heraus und überwindet Keller im kurzen Eck. Unglückliche Situation dann um Brendan Shinnimin. Kristo fiel unglücklich auf sein Knie. Shinnimin wurde vom Eis geführt und es ist schlimmstes zu befürchten. Augsburg überstand ein weiteres Unterzahlspiel, ohne viel zu zulassen. Dennoch hatten die Panther nun nur noch wenig Entlastung, denn die Adler drückten stark auf den Ausgleich. Eisenschmid hatte in Überzahl den Ausgleich auf dem Schläger, doch hier war die Latte im Weg und den Nachschuss setzte Loibl ans Außennetz. Die Adler setzten dann alles auf eine Karte und nahmen den Torhüter vom Eis. Dieser Aufwand wurde verdientermaßen belohnt. Plachta’s Schuss rutschte durch und Smith staubte zum 3:3 ab. Verlängerung!
Zunächst hielt Brückmann zweimal gegen Payerl. Abbott macht es dann besser. Leblanc setzt sich über außen durch und legt auf Abbott zurück, der ins quasi leere Tor traf.

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(DEL/Krefeld) (Ralf Schmitt) Zwei Tage nach dem Derbysieg in Düsseldorf wollten die Krefeld Pinguine nachlegen. Dazu musste man mit dem NRW Nachbarn aus Iserlohn die Schläger kreuzen.
(Foto: Ralf Schmitt)
Ein Abtasten der beiden Mannschaften gab es nicht, beide legten sofort und ohne vornehme Zurückhaltung los. Was sich dann jedoch im Lauf des Spieles entwickelte, besonders im Mittelabschnitt, wurde für die Pinguine zum absoluten Gruselmatch. Aber, der Reihe nach!
Iserlohn hatte bereits nach 16 Sekunden die Chance zur Führung, Belov im heimischen Tor reagierte mit einem Mega-Save. Besser machte es auf der anderen Seite Trivelatto (2.), der die Führung für die Mannen von Boris Blank erzielte. Diese baute Tyanulin nur sechs Minuten später auf 2:0 aus. Sicherheit gaben dieser Treffer merkwürdigerweise nur den Gästen. Tatsächlich häuften sich in Krefelds Hintermannschaft die Fehler. So wie in der 20. Minute als Fahrlässigkeiten, den Gästen das Anschlusstor bescherten. Sutter war der glücklich Schütze.
Diese Vorgänge sollten sich im zweiten Drittel noch vermehrt fortsetzen. In schöner Regelmässigkeit nahm die Iserlohner Offensive die Einladung der Krefelder Defensive zum Toreschiessen an. Den Begriff Hühnerhaufen zu verwenden, wird dem Hühnerhaufen nicht gerecht. Der KEV war überhaupt nicht mehr auf dem Eis und schenkte diese 20 Minuten mit 0:5 einfach und Gegenwehr her. Den Anfang machte wieder Sutter (22.) zum Ausgleich, die erstmalige Führung der Gäste besorgte Friedrich (23.). Als Lowry (31.) und Raedeke (33.) die Roosters Führung auf 5:2 schraubten, schwante den wenigen Betrachtern nichts Gutes. Für Pinguine Goalie Belov war ab diesem zeitpunkt der Arbeitstag beendet. Er machte für Cüpper Platz.
Dieser stand noch nicht richtig im Gehäuse, schlug es auch hinter ihm ein. Whitney zu guter Letzt machte den Deckel zum 6:2 im zweiten Drittel noch drauf. Verprügelt und flügellahm schlichen die Schwarz-Gelben vom Eis. Das Team um Martin Schymainski war entgegen der Begegnung in Düsseldorf nicht wieder zu erkennen. Die berühmte Luft war damit raus aus dem Spiel. Die Gastgeber wollten dann scheinbar auch nicht mehr. Die Rooster sparten Kräfte.
Vor den Augen des neuen Trainers Clark Donatelli, rief das Team zwei Drittel lang ein unterirdische Leistung ab. Das ein guter Abschnitt nicht reicht, zeigten die Iserlohn Roosters. Fleischer (50.) sorgte noch für das siebte und letzte Tor der sauerländischen Besucher. Der junge Blank (59.) verkürzte mit seinem zweiten Penny-DEL Tor noch kurz vor dem Ende. Mehr zu sagen gibt es nicht zu der Leistung der Krefeld Pinguine!
Spiel vom 03.02.2021
Krefeld Pinguine - Iserlohn Roosters 3:7 ( 2:1/0:5/1:1 )
Tore:
1:0 | 2.| Trivelatto ( Olson, L. Braun)
2:0 | 8.| Tyanulin ( Klöpper, Postel)
2:1 |20.| Sutter ( Raymond, Bailey)
2:2 |22.| Sutter ( Aubin, Lowry)
2:3 |23.| Friedrich ( Fleischer, Raedeke)
2:4 |31.| Lowry ( Jentzsch, Aubin) PP1
2:5 |33.| Raedeke ( Aubin, Lowry)
2:6 |38.| Whitney ( Raedeke, Friedrich) PP1
2:7 |50.| Fleischer ( Buschmann, Friedrich)
3:7 |59.| Blank ( Braun L., Tyanulin) PP1
Zuschauer: Keine
Strafen: Krefeld 4 Minuten, Iserlohn 4 Minuten
Hauptschiedsrichter: Benjamin Hoppe, Gordon Schukies
Linienrichter: Andreas Kowert, Denis Kyei- Nimako

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(PENNY-DEL, Ingolstadt) (Hermann Graßl) In der Saturn-Arena empfing am 15. Spieltag Ingolstadt die Nürnberg Ice Tigers, gegen die man erst kürzlich einen historischen Kantersieg landete. Die Franken wollten unbedingt Wiedergutmachung für diese Schmach, die ihnen sicher noch in den Knochen steckte. Schließlich schickten die Panther aus Ingolstadt in einem überlegen geführten Match die Ice Tigers aus Nürnberg mit einem deutlichen 7 zu 0 nach Hause.

(Fotoquelle Jürgen Meyer)
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Die Panther aus Ingolstadt wollten ihren dritten Sieg in Folge feiern, um den Anschluss an den Tabellenführer Mannheim zu halten. Offensiv brannte Ingolstadt in letzter Zeit ein Feuerwerk ab und dies insbesondere gegen den heutigen Gegner. Mit ihrer hochkarätigen Truppe waren sie der klare Favorit in diesem Derby. Nürnberg war bedacht, in diesem Match definitiv einen besseren Auftritt hinzulegen als beim letzten denkwürdigen Aufeinandertreffen. Ihr solider Auftritt gegen München gab berechtigte Hoffnung auf Besserung und versprach Aussicht auf Zählbares, wenn sie vor allem auf ihre Defensivarbeit achteten.
Gleich zu Beginn gab es eine 4-minütige Überzahlgelegenheit für die Gäste nach einem hohen Stock gegen Adam. Zumindest ein wesentlich besserer Start in die Partie als bei der letzten Partie, auch wenn die Hausherren durch Kuffner einen Lattentreffer verzeichnen konnten. Nichtsdestotrotz verging die Hälfte des Powerplays ohne nennenswerte Möglichkeiten für die Franken. Ingolstadt wehrte etliche Schüsse von Nürnberg mit tollen Blocks ab. Letztlich verpuffte diese lange numerische Überlegenheit und die Panther hielten sich schadlos, auch weil Daws einen Monstersave hinlegte.
Ganz anders agierte Ingolstadt bei seinem ersten Powerplay, das sie in Person von Simpson in der 7. Spielminute zur Führung nutzten. Nürnberg war im Vorfeld gewarnt ob dieser herausragenden Überzahlquote bei den Hausherren. Trotzdem war Gäste Goalie Treutle hier machtlos.
Die Ice Tigers waren jedoch nicht vom erneuten Rückstand beeindruckt, sondern verbuchten durch Reimer eine Top Chance; nur die Latte verhinderte den Ausgleich. Ingolstadts Verteidigung erwies sich bis dato als sattelfest. Eine famose Rettungstat von Treutle rief kurz den Videobeweis auf den Plan, der aber schnell zum Ergebnis kam: kein Tor! Der nächste Treffer ließ aber nicht lange auf sich warten, denn Höfflin netzte in der 14. Spielminute unhaltbar ein. Auch heute spielte Effektivität bei den Hausherren eine zentrale Rolle. Sie benötigten nicht viele Chancen, um erfolgreich zu sein. Das verriet dann auch die komplett ausgeglichene Torschuss Statistik nach dem ersten Drittel.
Nürnberg hatte durchaus seine Gelegenheiten, scheiterte aber an der sehr stabilen Defensive von Ingolstadt. Nun kam es noch schlimmer für die Franken, denn in der 16. Minute mussten sie durch Soramies bereits den dritten Einschlag hinter Treutle hinnehmen. Gewisse Parallelen zur letzten Partie waren nun erkennbar, nur das Ergebnis konnte Nürnberg noch hoffen lassen auf eine Wendung im Laufe der Begegnung. Die Ice Tigers mussten nur an ihr letztes Heimspiel gegen München denken, als ihnen noch eine Aufholjagd gelang.
Im zweiten Drittel legten die Panther gleich wie die Feuerwehr los und igelten die Gäste in deren Zone sofort wieder ein. Dabei kam ihnen eine weitere Strafzeit gegen Nürnberg entgegen, die nun kompakter hinten drinstanden und Ingolstadt wenig Platz gewährten. Dieses Mal konnten die Panther kein Kapital draus schlagen und Nürnberg durfte Selbstvertrauen daraus tanken.
Dann mussten neben Quaas bei Ingolstadt auch das Geburtstagskind Fox auf Seiten der Nürnberger auf die Strafbank. Jetzt konnten sich die Techniker austoben bei mehr Platz auf der Eisfläche. Adam hatte um Haaresbreite den Anschluss auf dem Schläger und Höfflin prüfte auf der anderen Seite Nationaltorwart Treutle. Die Franken hielten durchaus gut dagegen und hätten sich schon längst mit einem Erfolg belohnen können.
Das muntere Toreschießen der Ingolstädter ging aber durch den vierten Treffer von Bodie in der 30. Spielminute weiter. Die Panther schienen so richtig in Fahrt gekommen zu sein. Nürnberg musste nun aufpassen, nicht schon wieder unter die Räder zu kommen. Treutle war unter Dauerbeschuss und hielt was zu halten war, u.a. mit tollen Schoner Saves. An ihm lag es definitiv nicht, dass die Franken Mitte der Partie schon wieder hoffnungslos im Hintertreffen waren.
Die Hausherren waren stets einen Schritt schneller an der Scheibe und erzwangen dadurch eine weitere Überzahlkonstellation, welche für die Gäste jedoch ohne Folgen blieb. Die Panther kombinierten nun nach Belieben und hatten die Ice Tigers völlig im Griff. Ein Powerplay kurz vor Drittelende bot den Franken die Gelegenheit, wieder heranzukommen, sie hatten aber bei einem Konter von Ingolstadt Glück, keinen Shorthander in Kauf zu nehmen.
Im Schlussabschnitt hatte Nürnberg noch für kurze Zeit einen Mann mehr auf dem Eis, doch Ingolstadt verteidigte mit Mann und Maus und Daws hielt weiterhin die Null fest. Irgendwie hatten die Franken heute auch kein Scheibenglück in den entscheidenden Momenten.
Zu allem Ungemach führte in der 42. Spielminute ein fataler Aufbaufehler zum 5 zu 0 für Ingolstadt durch Aubry. Jetzt war klar, dass hier für die Gäste nichts mehr zu holen war. Nürnberg gab sich nicht auf, aber Adam konnte sogar eine hundertprozentige Chance letztlich nicht ummünzen. Es war wie verhext am heutigen Abend in der Saturn-Arena.
Jetzt galt es für die Franken, das Match ordentlich zu Ende zu spielen und unbedingt zu versuchen, mit einem positiven Erlebnis, sprich einem Tor, gen Heimat zu fahren. Dieser Plan schien schwierig zu werden, nachdem man erneut mit einem Mann weniger agieren musste. Ingolstadt zelebrierte wie gewohnt sein gefährliches Powerplay und verzeichnete einen weiteren Aluminiumtreffer. Es wirkte fast wie in einem Trainingsspiel, so schlafwandlerisch sicher lief die Scheibe in den Reihen der Panther. Nürnberg unternahm alles, was heute möglich war, aber die Panther konnten sich immer ziemlich schnell in deren Zone rein kombinieren.
Nun bestraften die Hausherren die Gäste auch noch mit einem Unterzahltreffer durch Simpson in der 55. Spielminute. Coach Fischöder war sprachlos ob dieses erneuten Debakels. Nürnberg musste die Klasse und Qualität der Ingolstädter heute neidlos anerkennen. Jetzt ging es nur noch um Schadensbegrenzung auf Seiten der Ice Tigers, zu mehr waren die Gäste am heutigen Abend nicht in der Lage. Die Panther waren nur noch bestrebt, ihrem Goalie Daws seinen ersten Shutout zu schenken.
Es kam für Nürnberg noch schlimmer, denn 25 Sekunden vor Schluss kassierten sie gar noch das siebte Tor durch Elsner, was den Endstand bedeutete. Hier konnte Daws sogar einen Assist beitragen, quasi das Sahnehäubchen zu seinem Shutout. Letztlich erwies sich Ingolstadt in der aktuellen Verfassung in allen Mannschaftsteilen überlegen und zerlegte die Ice Tigers nach Belieben. Nürnberg muss dringend wieder in die Spur kommen und den Fokus auf die Defensive legen, um die momentane Gegentorflut tunlichst zu unterbinden.
Nürnberg empfängt am 6.2 München zum Derby, während Ingolstadt am 10.Februar zu Hause gegen Straubing spielt.
Stimmen zum Spiel:
Ingolstadt – Daws:
„Ich bin sehr glücklich über meinen ersten Sieg und den ersten Shutout. Nürnberg war am Anfang hungrig und kam auch gut aus der Kabine. Wir spielen sehr gut als Team, und wir haben viel Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.“
Nürnberg – Treutle:
„Es ist einfach nur peinlich, ich finde dafür keine Worte. Jeder von uns sollte sich hinterfragen in der Kabine. Es ist inakzeptabel was wir zeigten. Alle Mannschaftsteile sind momentan zu schlecht, wir sind zu weit weg von den Gegenspielern, die Unterstützung muss besser werden. Einsatz und Wille sind vorhanden, aber die einfachen Dinge müssen wir richtig machen, u.a. Zweikämpfe.“
Spiel vom 02.02.2021
Ingolstadt - Nürnberg 7:0 (3:0|1:0|3:0)
Tore:
1:0 |07| Simpson (Pietta, Feser) PP1
2:0 |14| Höfflin (Pietta, Feser)
3:0 |16| Soramies (Elsner, Detsch)
4:0 |30| Bodie (Wohlgemuth, Simpson)
5:0 |42| Aubry (Palmu)
6:0 |55| Simpson (Pietta, Bodie) SH1
7:0 |60| Elsner (Soramies, Daws)
1. Drittel Statistik: 10:10 Schüsse, 11:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2
2. Drittel Statistik: 13:6 Schüsse, 17:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:8
3. Drittel Statistik: 15:9 Schüsse, 14:5 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
Zuschauer: Keine
Schiedsrichter: Kohlmüller/ Schrader
Aufstellung:
Ingolstadt: Daws, Bodie, Ellis, Kuffner, Aubry, Palmu, Wagner, Marshall, Höfflin, Wohlgemuth, Simpson, Quaas, Jobke, DeFazio, Pietta, Feser, Pruden, Detsch, Soramies, Elsner.
Nürnberg: Treutle, Gilbert, Mebus, Pollock, Adam, Fox, Bodnarchuk, Karrer, Reimer, Cornel, Schmölz, Trinkberger, Kislinger, Kurth, Kechter, Elias, Bires, Walther.
Deutsche Eishockey Liga (DEL)
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.
Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie hier...
(DEL/Mannheim) PM Mit Taylor Leier haben die Adler Mannheim einen spielstarken und vielseitig einsetzbaren Angreifer unter Vertrag genommen. Leier lief zuletzt für HC Oceláři Třinec in der tschechischen Extraliga auf und unterzeichnet in Mannheim einen Vertrag bis zum Ende der Spielzeit 2020/21.

(Foto: Adler Mannheim)
Bis zu seinem 17. Lebensjahr spielte Leier für diverse Nachwuchsmannschaften in seiner Geburtsstadt Saskatoon. Nach seinem Wechsel zu den Portland Winterhawks aus der Western Hockey League zog Leier mit starken Leistungen die Blicke zahlreicher NHL-Scouts auf sich. Folgerichtig wurde der 1,80 Meter große und 82 Kilogramm schwere Angreifer 2012 von den Philadelphia Flyers in der vierten Runde an Position 117 gedraftet.
Zur Spielzeit 2014/15 schickten ihn die Flyers ins Farmteam zu den Lehigh Valley Phantoms, für die er in 73 AHL-Partien 13 Tore und 18 Vorlagen verbuchte. Nur ein Jahr später schnupperte der heute 26-Jährige erstmals NHL-Luft und bestritt sechs Partien für Philadelphia. Fortan pendelte Leier zwischen NHL und AHL, ehe er in der Saison 2017/18 fest zum Kader der Flyers gehörte. Der endgültige Durchbruch in der besten Liga der Welt gelang dem Kanadier aber nicht. Erneut Lehigh Valley und Rochester waren zwischen 2018 und 2020 weitere Stationen des Stürmers, ehe er im vergangenen Sommer erstmals den Sprung nach Europa wagte und sich Třinec anschloss.
„Taylor ist sowohl als Center als auch als Flügelstürmer einsetzbar, kann zudem in Über- und Unterzahl spielen“, weiß Sportmanager Jan-Axel Alavaara um die Variabilität des Neuzugangs. „Er ist läuferisch stark und hat ein gutes Spielverständnis, strahlt aber auch Torgefahr aus und weiß seine Mitspieler in Szene zu setzen.“
Nach der obligatorischen Quarantäne und zwei negativen PCR-Tests könnte Leier, der bei den Adlern mit der Rückennummer 23 auflaufen wird, am kommenden Dienstag (09. Feb.) beim Auswärtsspiel in Schwenningen erstmals zum Einsatz kommen.

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(DEL) Jörg Reich Nach 12. Spieltagen in der PENNY-DEL Saisob 2020/2021 hat unser Redakteur ein kleines Fazit über diese besondere Saison gezogen.

(Foto: Citypress)
Der Start einer außergewöhnlichen Saison– eine Chance auf Veränderung, die nicht genutzt wurde?
Spielplan:
Die Spiele sind verteilt über die komplette Woche, ohne Zuschauer in den Stadien ein einmaliger Service für jeden Eishockeyfan. Trotz Corona konnten bis dahin alle Partien absolviert werden. Dies war nicht unbedingt zu erwarten, die Clubs der DEL haben ihre Hygienekonzepte bisher sehr gut umgesetzt.
Spielniveau:
Die Spiele sind überwiegend auf einem sehr guten Niveau, läuferisch stark und technisch anspruchsvoll. Man spürt, die Spieler sind nach einer langen Zeit ohne zu spielen frisch und sprühen vor Energie. Viele Matches wiegen hin und her, Rückstände werden in Führungen gedreht und umgekehrt.
Ausgeglichenheit:
Die Ausgeglichenheit der Liga ist teilweise gegeben. Bei einigen Clubs ist es spürbar, dass sie auf Grund fehlender Zuschauereinnahmen zum Sparen gezwungen sind und sie dadurch den Anschluss an die Playoff-Plätze schon früh aus den Augen verlieren werden. Vor allem die Nürnberg Ice Tigers verfolgen eine eher zurückhaltende Personalpolitik, stehen aber dadurch auf dem letzten Platz der Tabelle in der Gruppe Süd.
In der Nordgruppe haben die Krefeld Pinguine den Anschluss zum Rest der Liga verloren. Auf Grund von Umstrukturierungen und internen Veränderungen ist der Club in einem Umbruch. Wohin der Weg des Clubs vom Niederrhein führen wird, ist derzeit nur schwer zu erahnen. Ansonsten ist es wie immer, die Clubs der Liga spüren den Druck Erfolg haben zu müssen, auch wenn keine Fans im Stadion sind und es keinen Auf- und Abstieg gibt.
Tabelle:
In der Südgruppe sind die Adler Mannheim, der ERC Ingolstadt und der EHC Red Bull München an der Spitze der Tabelle. Mannheim und München sind durch Verletzungen geschwächt, junge Spieler kommen vermehrt zum Einsatz. Der ERC Ingolstadt hat eine starke Truppe beisammen, als wenn es Corona nicht geben würde. Schwenningen, Augsburg und auch Straubing werden um den begehrten vierten Tabellenplatz kämpfen.
Die Straubing Tigers haben bereits alle elf Kontingentstellen vergeben, junge Deutsche Spieler wurden dadurch verdrängt oder in ihren Einsatzzeiten beschnitten, gebracht hat es bisher nichts. Eine eher fragwürdige Personalpolitik der Niederbayern, generell und vor allem auch in Corona-Zeiten. Für die eher sparsamen und auch verletzungsgebeutelten Nürnberg Ice Tigers wird es schwer werden den Anschluss an Platz vier zu halten. Dennoch ist es lobens- und nachahmenswert, wie die Franken in dieser Saison agieren.
In der Nordgruppe thronen die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven mit ihrer eigenen, nicht unbedingt nachahmenswerten, Philosophie an der Tabellenspitze. Auf Platz zwei folgt die Düsseldorfer EG, gefolgt von den Eisbären Berlin und den gut gestarteten Iserlohn Roosters. Die Grizzly Wolfsburg und die Kölner Haie kämpfen um den Anschluss an Platz vier. Für die Krefeld Pinguine scheint dieser Tabellenplatz diese Saison außer Reichweite zu sein.
Junge Spieler:
In dieser „Corona-Saison“ wurde an vielen Standorten verkündet, zwangsläufig auf mehr junge Spieler aus Gründen der Kostenersparnis setzen zu müssen. Zu Beginn der Saison war es auch vermehrt der Fall, sie zeigten gute Leistungen, brachten Schnelligkeit und Leidenschaft auf das Eis. Attribute die der DEL sehr gut zu Gesicht stehen würden. Vor allem die Nürnberg Ice Tigers geben jungen Spielern diese Saison eine Chance.
Leider wurden inzwischen immer mehr junge Spieler aus den Lineups gedrängt, da viele Clubs Nachverpflichtungen von Kontingentspielern getätigt haben. Viele junge Spieler bekommen immer noch viel zu wenig Eiszeit, um sich in der Liga weiterentwickeln zu können.
Nachverpflichtungen:
Es ist schon erstaunlich, wie viele Spieler die Clubs in den letzten Tagen nachverpflichtet haben. Zum großen Teil sind es weitere Kontingentspieler, die verpflichtet wurden, teilweise ohne Not. Die Spieler haben vor dieser Saison einem erheblichen Gehaltsverzicht zugestimmt. Es ist von daher schon sehr verwunderlich, dass die Clubs diese Einsparungen in Nachverpflichtungen, die nicht unbedingt notwendig waren, investiert haben. In der Liga gibt es Clubs die haben bereits alle elf Lizenzen für Kontingentspieler vergeben, andere haben die Anzahl von zehn oder neun mit den Nachverpflichtungen erreicht.
Fazit zum Saisonstart:
Die Liga hat ein gutes Niveau, es wird schnelles ansehnliches Eishockey gespielt. Junge Spieler haben die Liga bereichert. Insgesamt bekommen die jungen Spieler aber immer noch zu wenige Eiszeiten. Mit panischen Nachverpflichtungen von Kontingentspielern haben viele Clubs reagiert und jungen Spielern weitere Spielmöglichkeiten genommen. Es wäre an der Zeit, die Corona-Situation zu nützen und die Anzahl der Kontingentstellen so anzupassen, dass auch ausreichend Möglichkeiten für junge Spieler zu spielen vorhanden sind. Ansonsten wäre es eine verpasste Chance für das Deutsche Eishockey.
Es geht nicht immer nur darum das bestmögliche für den eigenen Standort zu erreichen, sondern auch standortübergreifende Themen zur bestmöglichen Förderung des Deutschen Eishockey anzugehen und entsprechend notwendige Dinge zu verändern. Die Clubs der Liga entscheiden selbst über Veränderungen in Ihrer Liga, sie sind gefragt diese Änderungen auch in Angriff zu nehmen. Der DEB kann hierbei nur beraten und unterstützen und ist nicht befugt Entscheidungen zu treffen, die Struktur ist so gegeben und ist wohl nicht mehr rückgängig zu machen.
Deutsche Eishockey Liga (DEL)
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(PENNY - DEL/Schwenningen) (BM) Sorgenvoll ging man am Neckarursprung in die Partie. Die Hiobsbotschaft über die Verletzung von Kapitän Travis Turnbull sollte die Personalsituation der Schwarzwälder weiter verschärfen. Auf der anderen Seite kam mit Augsburg ein Team, welches immer besser in Fahrt kam, in den Schwarzwald. Nach ausgeglichenem ersten Abschnitt nahmen die Wild Wings immer mehr das Heft in die Hand. Mit je zwei Toren in den letzten beiden Dritteln, sicherte sich das Team von Niklas Sundblad wichtige Punkte im Kampf um die Playoffplätze. Am Ende feierte Joacim Eriksson seinen ersten Shutout in der Deutschen Eishockey Liga.
Foto: citypress / Archivbild
Beiden Teams war der Stellenwert der Partie bewusst und so ging es mit viel Tempo in den ersten Abschnitt. Schwenningen versuchte von Anfang an Druck zu machen - die erste dicke Chance hatten aber die Fuggerstädter. Danny Kristo verpasste vor Joacim Eriksson nur knapp. Auf der anderen Seite wurde für Boaz Bassen der Winkel zu spitz, nachdem ihn Andreas Thuresson freigespielt hatte.
Die Gäste hatten in der Folge gleich zwei Mal die Möglichkeit in Überzahl in Führung zu gehen. Aber Spencer Abbott vergab die beste Chance aus Sicht der Augsburger.
Nach knapp vier gespielten Minuten in Abschnitt zwei, agierten die Wild Wings das erste Mal in Überzahl. Gerade einmal 11 Sekunden der Strafe waren abgelaufen, als Emil Kristensen sehenswert zur Führung traf. Was folgte war eine Druckphase der Wild Wings. Auf Schwenninger Seite musste Jamie MacQueen aufgrund eines hohen Stocks für zwei Minuten in die Kühlbox. Augsburg blieb zwar gefährlich, wirklich zwingend wirkte das Spiel der Gäste aber nicht.
Gut fünf Minuten vor der Pause jubelten erneut die Hausherren. Die Panther bekamen zuvor die Scheibe nicht aus der eigenen Zone. Cedric Schiemenz checkte vor und der Puck kam zu Darin Olver, der querlegte. Jamie MacQueen ließ sich nicht lange bitten und baute die Führung aus. Bis zur Pause hätte Schwenningen sogar nochmals nachlegen können aber sowohl Colby Robak als auch Tylor Spink verpassten.
Den Auftakt zum Schlussdrittel machte eine Strafe der Gäste. Dieses Mal ließen die Panther aber dank einer Glanztat von Olivier Roy nichts zu. Troy Bourke hatte zuvor am langen Pfosten gelauert, bevor Augsburgs Schlussmann den Schoner an den Puck brachte. In einer Phase, in der Augsburg am Anschlusstreffer schnupperte, zeigten sich die Wild Wings eiskalt. Marius Möchel schloss von der blauen Linie abund fand den Weg in das Tor. Drew LeBlanc hatte zuvor im Slot unhaltbar in das eigene Tor abgefälscht.
Nach der vermeintlichen Vorentscheidung musste sich Augsburg erst wieder aufrappeln. T.J. Trevelyan hatte kurze Zeit später den Anschluss auf der Kelle, scheiterte aber am Schweden im Schwenninger Tor. Augsburg ließ das große Aufbäumen vermissen und hatte Pech, als Jaroslav Hafenrichter aufgrund einer harten Schiedsrichterentscheidung auf die Strafbank geschickt wurde. Geduldig spielten die Wild Wings ihre Überzahl aus und kamen immer wieder zu Möglichkeiten. Kurz vor Ablauf der zwei Minuten netzte Tyson Spink zum Endstand ein.
Den Schlusspunkt setzte Olivier Roy mit einem starken Save gegen Tylor Spink. Schwenningen sichert sich wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs. Den Grundstein legten die Special Teams und eine engagierte Teamleistung.
Spiel vom 01.02.2021: Schwenninger Wild Wings - Augsburg Panther
Tore:
1:0 |25.|Kristensen (Fischer / MacQueen)
2:0 |35.|MacQueen (Olver)
3:0 |46.|Möchel (Thuresson / Bourke)
4:0 |53.|Tys. Spink (Thuresson / Tyl. Spink)
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