Bietigheim ergattert sich einen Punkt gegen Berlin – 4:5 Niederlage nach Penaltyschießen

 

PENNY-DEL (Bietigheim/HG)   In der EgeTrans Arena empfing das Tabellenschlusslicht den amtierenden Champion aus Berlin zum ungleichen Duell. Die Eisbären zogen als Dritter ungehindert ihre Kreise, während der Aufsteiger aus Bietigheim sehnlichst auf ein Erfolgserlebnis wartete und die rote Laterne loswerden wollte. Nach 2 Pleiten fanden die Hauptstädter schnell wieder zur gewohnten Form zurück, welche sie gegen den Liga Neuling bestätigen wollten. Beste Offensive traf auf schlechteste Defensive. Man war auch gespannt, wie viele Fans das Match heute beäugten, denn in Baden-Württemberg gab es andere Auslastungsregeln.

 

Schließlich unterlagen die Bietigheim Steelers nach einem leidenschaftlichen Match auf Augenhöhe nur denkbar knapp mit 4 zu 5 nach Penaltyschießen gegen Berlin. 

 

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(Foto: Jan Simecek) 

 


Bietigheim war nach drei erfolglosen Partien auf der Suche nach dem Ketchup Effekt und wollte dem deutschen Meister in eigener Halle ein Bein stellen, auch wenn sich dieses Unterfangen als noch so schwer darstellen würde. Im ersten Aufeinandertreffen zuhause zog man trotz Führung am Ende den Kürzeren; auf diese Leistung wollten die Steelers heute Abend aufbauen und den Champion in die Knie zwingen. Ihre etatmäßige Nummer 1 im Tor, Aittokallio sollte dabei eine Schlüsselfigur einnehmen, denn mit ihm hatte der DEL 2 Meister das letzte Match siegreich gestalten können. Ihr Stürmer Mitch Heard konnte heute nicht auflaufen.

 

Berlin hatte die 10 Gegentore gegen Krefeld und Ingolstadt schnell weggesteckt und demonstrierte gegen die Adler, wer Herr in der Mercedes-Benz Arena war. Gegen Iserlohn zeigten die Eisbären ebenfalls eine gelungene Partie mit einem letztlich ungefährdeten Heimsieg. Die beeindruckende Offensivpower sollte aus Sicht der Eisbären auch heute der Schlüssel zum Erfolg werden, auch wenn heute einige schmerzhafte Ausfälle mit Boychuk und Byron zu beklagen waren. Dafür gab Hungerecker, Goalie Nr. 3 sein DEL Debut; in der CHL konnte er gegen Lugano bereits internationale Luft schnuppern.

 

3 Tore für Bietigheim, nur 2 zählten und Berlin glich schnell aus

 

Würde der Aufsteiger genauso furios wie gegen Iserlohn das Anfangsdrittel gestalten? Nach ein paar Minuten vorsichtiger Beschnupperung bugsierte in der 4. Spielminute Zientek zwar das Spielgerät irgendwie mit diversen Körperteilen ins Tor, was aber nach Videostudium von den Refs wegen Torwartbehinderung nicht gegeben wurde. Bei erster kritischer Draufsicht sah es für die Experten schon wie ein ‚good goal‘ aus.  Egal, Mund abwischen, weitermachen lautete die Devise!

 

Davon unbeeindruckt fuhren die Hausherren schon wieder einen ihrer gefürchteten schnellen Konter, den dann ihr Top Scorer Sheen in der 6. Spielminute souverän zur Führung abschloss; bei diesem Treffer gab es keine Zweifel. Diesen frühen Vorsprung hatten sich die Steelers redlich verdient auch dank ihres aggressiven Forecheckings, was die Berliner vor Probleme stellte. Nach einem haarsträubenden Aufbaufehler in der Eisbären Verteidigung nutzte dies der Ex-Berliner Ranford in der 9. Spielminute zum nächsten Tor.

 

Berlin wirkte hinten ungewöhnlich anfällig und auch etwas müde, obwohl das Team per Flugzeug anreiste und eigentlich nicht die berühmten „Bus-Beine“ in den Knochen haben durfte. Bietigheim blieb seinem Spielsystem weiter treu und erarbeitete sich die nächste Gelegenheit, während Fiores One Timer nicht sein Ziel fand bzw. Aittokallio prächtig reagierte. Gegen Rossmys Geschoss in der 12. Spielminute hatte der starke Finne jedoch kein probates Gegenmittel und die Gäste kamen zum ersten Mal auf die Anzeigetafel.

 

Nun kam der Champion besser in die Partie und Noebels verwertete nur 44 Sekunden danach einen Rebound zum Ausgleich. So schnell war die forsche Anfangsphase von Bietigheim Makulatur: zweimal nicht aufgepasst in der eigenen Defensive und schon klingelte es zweimal. Die Pass Staffage von White und Zengerle konnte Letzterer nicht ummünzen und auf der Gegenseite kamen die Steelers schnörkellos und gradlinig nach vorne. Keeper Hungerecker, dessen Bruder Phil und Schwester Pia auch dem Eishockeysport frönen, war nun öfters gefordert.

 

Bietigheim startete fulminant, düpierte anfangs den aktuellen Champion, der dann recht zügig zurückschlug. Mit einem leistungsgerechten Remis ging es in die Kabine.

 

Zientek: „Wir sind gut rausgekommen, haben gut Druck aufgebaut. Es war ein gutes Drittel von uns, bin absolut zufrieden. Wir können darauf aufbauen, dürfen aber nicht nachlassen, sondern müssen genauso weitermachen und die Berliner unter Druck setzen. Ich wollte vorm Tor stehenbleiben und mit der Brust ging er irgendwie rein, ich kann es nicht so genau sagen.“

 

Pföderl bringt Berlin in Front

 

Im zweiten Drittel musste Hungerecker gleich in höchster Not retten. Berlin kombinierte sich ansehnlich durch die Zone, Bietigheim wählte den direkteren Weg, was sich im ersten Spielabschnitt durchaus bewährte. Die Gäste zeigten sich mittlerweile gefestigter, mussten aber nun die erste Strafe hinnehmen. Die Powerplay Quote der Steelers war die siebtbeste in der Liga, darauf konnten sie aufbauen. Echte Gefahr strahlten sie jedoch nicht aus, sie liefen sogar beinahe in einen Konter.

 

Schoof visierte in der 27. Spielminute das Außennetz an und fast im Gegenzug drehte Pföderl mit seinem Treffer die Partie, als er aus der eigenen Zone ganz allein ohne Bedrängnis durchmarschierte und mit der Rückhand vollendete. Davor waren die Gastgeber schon an der Scheibe, gaben sie aber unnötig wieder her, woraus der Angriff resultierte. So ähnlich kam der Anschlusstreffer zustande, als die Steelers den Puck schon sicher zu haben schienen.

Trotz etwas dünnem Line Up brauchte der Meister nicht viele Chancen, um hier in Front zu gehen. Die Eisbären ließen nun die Scheibe gekonnt laufen, so dass die Hausherren keinen ordentlichen Spielaufbau initiieren konnten.

 

Bietigheim war nun gezwungen, die aktivere Rolle spielen, was eigentlich nicht in ihren Game Plan passte. Berlin musste mehrere Icings nehmen und konnten deshalb kein frisches Personal bringen, doch Hungerecker fror den Puck ein zum Wechseln.

 

Es war weiterhin ein enges Match, in dem der Aufsteiger noch alle Chancen hatte für ein Comeback. Das nächste Powerplay wäre nun der Türöffner, und die Tür ging sogar noch weiter auf, denn mit knapp 80 Sekunden konnten die Hausherren mit 2 Mann mehr agieren. Die Berliner warfen sich mustergültig in die Schüsse und bewahrten ihr Team vor dem Ausgleich, der in der Luft hing.

 

Bietigheim konnte kein Kapital aus drei Überzahlsituationen schlagen und Berlin war effizient in der Verwertung.

 

 

 

Rossmy: „Die ersten 10 Minuten mussten wir ins Spiel finden, wir waren nicht so präsent. In der zweiten Hälfte waren wir besser. Im 2. Drittel ist es ein auf und ab, beide hatten ihre Chancen. Bei meinem ersten DEL Tor hieß es Augen zu und draufhauen. Ich bin froh, dass er drin war. Ich wusste gar nicht genau, was passiert ist und bin einfach nur super happy.”

 

Tolle Moral der Steelers und finaler Shootout zugunsten von Berlin

Den Schlussabschnitt begannen die Steelers sehr druckvoll, sie hatten sicher noch viel vor heute Abend. Entschieden war noch lange nichts, dafür sorgte der weiterhin knappe Spielstand, der in der 45. Spielminute durch Sheens zweiten Treffer des Abends egalisiert wurde. Sein knallharter Distanzschuss schlug wie ein Strich hinter Hungerecker ein. Der Ex-Eisbär Braun gab einen wertvollen Assist und war motiviert bis in die Haarspitzen gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber.

 

Berlin wurde wieder aktiver, kassierte aber die nächste Strafzeit; es war bereits die vierte Hinausstellung hintereinander, was Coach Aubin bestimmt nicht gefiel. Die mangelhafte Chancenverwertung in Überzahl musste sich Bietigheim zweifellos ankreiden lassen. Ihr Top Goalie Aittokallio machte bei seinem Comeback eine tolle Figur, konnte jedoch in der 58. Spielminute den erneuten Führungstreffer der Berliner in Person von Müller nicht verhindern.

 

War das schon die Entscheidung? Weit gefehlt, denn die Steelers brachten den sechsten Feldspieler und glichen wieder aus. Stretch stand goldrichtig und staubte in der 59. Spielminute zum vielumjubelten Ausgleich ab. Es gab noch eine brenzlige Situation zu überstehen für die Gastgeber, die sich zumindest schon mal diesen hochverdienten einen Punkt sicherten, den die Fans wie einen Sieg feierten.

 

In der Overtime durfte Berlin noch über eine Minute in Überzahl weitermachen, was jedoch nicht genutzt wurde. Im 4 gegen 4 danach witterten die Steelers ihre Chance und konnten sich auf die Fangkünste von Aittokallio verlassen. Auch Braun wollte nun den Akzent setzen und Preibisch sagenhafter Pass fand nicht ins Ziel. In der Schlusssekunde konnte sich Hungerecker nochmals auszeichnen und das Penalty Schießen bildete nun den finalen Showdown.

 

In der Overtime durfte Berlin noch über eine Minute in Überzahl weitermachen, was jedoch nicht genutzt wurde. Im 4 gegen 4 danach witterten die Steelers ihre Chance und konnten sich auf die Fangkünste von Aittokallio verlassen. Auch Braun wollte nun den Akzent setzen und Preibisch sagenhafter Pass fand nicht ins Ziel. In der Schlusssekunde konnte sich Hungerecker nochmals auszeichnen und das Penalty Schießen bildete nun den finalen Showdown.

 

Sheen und Stretch vergaben auf Seiten der Steelers, während White einnetzte, doch Pföderl scheiterte ebenfalls. Letztlich ging der Sieg nach Shootout mit 4 zu 5 an die Eisbären Berlin, da Ranford Hungerecker auch nicht bezwingen konnte. Bietigheim brauchte sich nichts vorwerfen, es war eine klare Leistungssteigerung, welche von den Fans lautstark honoriert wurde.

 

Bietigheim reist am 28.11.21 zur Auswärtspartie in den Schwarzwald und Berlin empfängt am Sonntag Nürnberg.

 

Sheen: „ I am not satisfied. We played a really strong game and got to keep building on our game like that. We used our speed well, played pretty structured in our defense zone. Our fans were great, it really helps us, makes a lot of fun to play.“

 

Hungerecker: Es war ein Stück schwere Arbeit, sind mit der Führung ins letzte Drittel. Ich hätte den dritten Treffer halten müssen. Unglücklich war der späte Ausgleichstreffer. Wir wussten, dass sie viele Skills haben, sie werden oft unterschätzt und können Tore schießen. Wir konnten gut dagegenhalten.“

 

25. Spieltag: DEL Spiel vom 26.11.2021

 

Bietigheim Steelers – Eisbären Berlin 4:5 n.P. (2:2|0:1|2:1|0:0|0:1)

Tore:

1:0 |06| Sheen (Stretch, Jasper)

2:0 |09| Ranford (Hauner)

2:1 |13| Rossmy (Wiederer)

2:2 |14| Noebels (Nielsen, Despres)

2:3 |28| Pföderl (Nielsen, Müller)

3:3 |45| Sheen (Braun, Jasper)

3:4 |58| Müller (Pföderl, Noebels)

4:4 |59| Stretch (Jasper, Renner)

4:5 |65| White SO

 

1. Drittel Statistik:       9:11 Schüsse, 13:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

2. Drittel Statistik:       13:8 Schüsse, 11:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:6

3. Drittel Statistik:       12:9 Schüsse, 6:5 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2

Overtime Statistik:      3:3 Schüsse, 1:4 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

 

Zuschauer: 2.258

 

Schiedsrichter:  Hoppe / Kopitz

 

Aufstellung:

 

Bietigheim: Aittokallio, Braun, Renner, Sheen, Stretch, Jasper, Smereck, Prommersberger, Ranford, McKnight, Hauner, Kojo, Schule, Zientek, Schoofs, Preibisch, Martinovic, Kneisler, Naud, Kuqi.

 

Berlin: Hungerecker, Ellis, Müller, Pföderl, Nielsen, Noebels, Wissmann, Jensen, Fiore, Zengerle, White, Depres, Hördler, Rossmy, Wiederer, Veilleux, Mik, Streu, Giebel.

 


 

Aktuelle Tabelle 

 

 


 
 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 


 

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