Krefelds Auswärtsbann gegen Bremerhaven gebrochen – 1:2 Sieg im hohen Norden nach Verlängerung

 

PENNY-DEL (Bremerhaven/HG)   In der Eisarena zu Bremerhaven empfingen die Fischtown Pinguins heute Abend die Seidenstädter Pinguine aus Krefeld. Bremerhaven wartete mit einem fulminanten Kantersieg gegen Bietigheim auf, während die Krefelder in Ingolstadt Federn lassen mussten nach ihrem Heimerfolg gegen Augsburg. Pinguine sind ja von Haus aus furchtlos und neugierig. Welcher Pinguin hatte am Ende mehr zu lachen? 

 

Schließlich beendete Krefeld sein Trauma beim heutigen Gegner und feierte mit einem 1 zu 2 nach Verlängerung den ersten Erfolg nach zuletzt 19 Niederlagen am Stück in Bremerhaven.

 

Bremerhaven kev 2021

(Foto: Citypress)

 


Bremerhaven hatte sich den Frust mit 10 Treffern in Bietigheim von der Seele geschossen und verbuchte den höchsten Saisonsieg in ihrer DEL Geschichte. Andersen, Uher und Urbas trugen sich dabei als Doppeltorschützen in die Statistik ein; letzterer freute sich auch über sein 100. DEL Tor. Das Team um Coach Popiesch war sicher guten Mutes ob ihres heutigen Lieblingsgegners aus Krefeld, der von allen bisher gespielten 20 Partien nur die erste Begegnung für sich entscheiden konnte und ansonsten nur als Verlierer vom Eis schlich.

 

Urbas: “I got a little lucky against Wolfsburg. I have to keep working hard when I am struggling. The offensive firework: everything goes in, it was one of those games. Krefeld is well structured, in particular defensively. We need to work hard; it will be difficult. The past does not really matter. We have to play our game, skate hard and win lots of battles. We have to work well in front of the net, maybe get some dirty goals.”

 

Krefeld beabsichtigte, die Pleite in Ingolstadt mit einer guten Performance im hohen Norden schnell wettzumachen und zeitnah den Anschluss an die Top 10 in der Tabelle herzustellen. Das Trauma ihrer bisherigen desaströsen Auswärtsbilanz mit 19 Pleiten in Folge beim heutigen Gegner musste endlich mal aufgearbeitet werden; heute wäre ein guter Zeitpunkt dafür, insbesondere wenn man den aktuellen Scoring Streak des US-Amerikaners Bracco heranzieht, der unter dem neuen Headcoach konsequent aufblühte.      

 

Zwei Pfostentreffer für Bremerhaven, ein nicht gegebenes Tor für Krefeld

 

Der Gast aus Krefeld startete sehr gut in diese Partie mit ersten soliden Akzenten vor Maxwells Kasten. Danach prüfte Lutz den Keeper Quapp, der seinen Kasten sauber hielt. Mauermans feiner spekulativer Querpass in den Slot hätte beinahe den Torerfolg gebracht und auf der Gegenseite war wieder der quirlige Lucenius am Konter beteiligt, der jedoch nichts einbrachte. Der abgefälschte Puck von Jensen Abbo an den linken Pfosten rief noch kurz den Videobeweis nach sich.

 

Nach Urbas Solo mit tollem Move rettete nun der rechte Pfosten für die Gäste. Damit hatten die Krefelder wohl ihr Quantum Glück schon früh aufgebraucht. Die Seidenstädter konnten heute Abend nur mit drei Reihen antreten und mussten auch mit ihren Kräften haushalten. Mitte des ersten Drittels kamen die Einschläge der Hausherren minütlich näher und Quapp musste dann die Scheibe kurz prallen lassen, ohne negative Auswirkung. Die heimischen Fans registrierten fachmännisch, dass der Führungstreffer in der Luft lag und heizten die Stimmung weiter an.

 

Das erste Powerplay gestaltete Krefeld ordentlich, ohne dabei Zählbares herauszuholen; solche Gelegenheiten mussten sie gerade gegen diesen Gegner nutzen, wollten sie ihre miese Statistik aufpolieren. Nun waren die Hausherren in einfacher numerischer Überlegenheit mit Bruggisser als gefährlichem Distanzschützen von der blauen Linie. Der neue Defender trug mal das Krefelder Trikot. Dieses Mal wehrte sich Krefeld erfolgreich gegen die Offensivpower der Bremerhavener.  In einem ausgeglichenen Spiel trennte man sich mit einem Unentschieden zur ersten Pause. Krefeld absolvierte bisher ein ansprechendes Auswärtsmatch.

 

Bruggisser: “We had decent control of the match. We need to be careful on the transitions, because they have got speedy guys. We have to watch out for the simple things. Of course, I am kind of attached, but I am happy to be here after my 2 years in Krefeld. It was clear with Maxwells stick on the puck, it was under control and a slight slash.”

 

Krefeld hält gut dagegen und geht in Führung  

 

Das zweite Drittel begann der Gastgeber mit weitaus mehr Zielstrebigkeit als noch zum Spielstart und provozierte damit auch gleich das nächste Überzahlspiel. Nun kam es wieder auf den jungen Krefelder Goalie an, der bei der abgefälschten Scheibe von Jeglic etwas Glück hatte. Die Gäste überstanden auch diese brenzlige Situation und blieben somit auf Augenhöhe. Danach tauchte Lessio direkt vor Maxwell auf und die Seidenstädter setzten sich mal etwas länger in der heimischen Zone fest.

 

Nach diesem kurzen Intermezzo erhöhten die Hausherren wieder den Vorwärtsgang und forcierten insbesondere mit einem hartnäckigen Forechecking Krefelder Fehler. Dem Zuspiel der Gäste fehlte momentan die Präzision. Urbas Abschluss ging haarscharf am Gehäuse von Quapp vorbei. Krefelds Führungsspieler Lessio saß heute bereits seine zweite Strafe ab und das fairste Team der Liga musste sich erneut in Unterzahl beweisen. Der dänische Nationalspieler Bruggisser fackelte nicht lange bei seinem Distanzschuss, doch Quapp hütete seinen Kasten vorbildlich, auch wenn er nicht immer im Bilde war beim Gewühl und Getümmel im Slot; seine Vorderleute unterstützten ihn nach Kräften.

 

Nachdem Lessio zuvor selbst Übeltäter war, holte er nun für sein Team die zwei Minuten heraus. Dieses Mal war Krefeld in Person von Weiß in der 35. Spielminute erfolgreich. Hierbei assistierte Bracco erneut und erhöhte damit seinen Scoring Streak auf 10 Spiele.

 

Dann musste Urbas auf die Sünderbank und die Miene von Coach Popiesch verfinsterte sich ein wenig mehr. Mauerman hatte beinahe den Shorthander auf seinem Schlägerblatt. Die Gäste wirkten nun weitaus kompakter, verteidigten ihre Zone couragiert und nahmen mit einer cleveren Spielweise eine nicht unverdiente hauchdünne 0 zu 1 Führung mit in die Kabine.

 

Braun: „Ja, das sind einstudierte Situationen, die wir immer üben. Braccos gehört zu einer der Top Verpflichtung in dieser Liga. Es ist noch ein Drittel zu spielen. Wir zeigen ein einfaches und simples Eishockey und halten körperlich gut dagegen, vor allem gegen deren top Reihe.“

 




Emingers Ausgleich, Bergström beendet den Niederlagenfluch in Bremerhaven

 

Im Schlussabschnitt würde Krefeld bestimmt an seinem bisher aufgegangenem Game Plan festhalten und Bremerhaven den Turbo bald einlegen. Somit war für viel Zündstoff gesorgt in dieser Partie, die weiterhin völlig offen und umkämpft war. Die Hausherren verstärkten den Verkehr vor Quapp und der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. In der 45. Spielminute war es dann auch passiert durch den Schlagschuss von Eminger, der durch die Hosenträger des Keepers rutschte, der bislang so eine gute Leistung zeigte. Dieser Gegentreffer ging auf seine Kappe, das wusste er auch. Nun witterten die Bremerhavener Morgenluft und erhöhten den Druck.

 

So langsam wurde es auch ein Match der Kräftereserven bei dem heutigen dezimierten Kader der Krefelder. Gerade der Karawanken Express übte ordentlich Druck auf Quapp und Co. aus. Dann leistets sich der Ex Krefelder Bruggisser eine Strafe und ermöglichte den Gästen das dritte Powerplay. Urbas nahm aber durch sein beherztes Auftreten mit Zug zum Tor wertvolle Zeit von der Uhr, was von den Fans dankend honoriert wurde. Eine Doppelchance vereitelte zuvor Maxwell großartig.

 

Für ein paar Momente wurde es eine One Man Show von Urbas, der mehrfach Quapp prüfte, doch die Seidenstädter wollten auch den Sieg in der regulären Spielzeit für sich verbuchen. Für Mauerman wäre ein Erfolg in seinem 200. DEL Spiel ein schönes Geschenk obendrauf. Die Emotionen kochten kurz vor Schluss auch etwas hoch, was bei diesem engen Spielstand nachvollziehbar war.

 

Die Overtime musste nun den Sieger ermitteln, noch war die Gelegenheit zum Greifen nahe für Krefeld, um die Negativserie zu beenden. Tatsächlich schafften es die Krefeld Pinguine, sich den Sieg nach Verlängerung im hohen Norden zu sichern. Bergström war der Torschütze in der 63. Spielminute, auch wenn es stark nach einer vorausgegangenen Abseitssituation roch. Im Videostudium analysierten die Schiedsrichter lediglich eine eventuelle Kickbewegung des Torschützen, die es aber nicht gab. Somit beendete Krefeld die ewig währende Erfolglosigkeit in Bremerhaven mit einem 1 zu 2 Sieg und freute sich auf zwei wertvolle Punkte beim Angstgegner.

 

Bremerhaven tritt am 24.10.21 die Reise in den Schwarzwald zum Tabellenschlusslicht Schwenningen an, während Krefeld zuhause die Adler Mannheim empfängt.

 

Bergström: „It feels really good. I thought it was offside and I stopped skating and playing and waited for the whistle. They should be able to verify offside. Maybe I drink water in the bus.“

 

Mauerman: „I did not see it and kept playing. Unfortunately this decided the game, but we cannot blame this one for the loss in the end. We had lots of chances to win the match. I had no idea about my 200th match. There are always new players every year. They came out hard and won the extra point.“

 

15. Spieltag, 22.10.2021

 

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Krefeld Pinguine (0:0|0:1|1:0|0:1)

 

Tore:

0:1 |35| Weiß (Bracco, Braun) PP1

1:1 |45| Eminger (Mauerman, Kreuzer)

1:2 |63| Bergström (Braun, Jensen A.J.)

 

Spiel Statistik:       23:27 Schüsse, 39:21 gewonnene Bullys, Strafminuten: 10:6

 

Schiedsrichter:   Iwert / Steingross

 

Zuschauer:  2.931

 

Aufstellung:

 

Bremerhaven: Maxwell, Dietz, Alber, Urbas, Verlic, Jeglic, Kreutzer, Eminger, Uher, Vikingstad, McGinn, Bruggisser, Moore, Mauerman, Wahl, Andersen, Stowasser, Kinder, Wejse, Lutz.

 

Krefeld: Quapp, Sacher, Jensen Aabo, Bracco, Lucenius, Sabolic, Tiffels, Kulda, Rutkowski, Blank, Lessio, Hersley, Maas, Braun, Weiß, Bergström.

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 


 

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