PENNY-DEL, Spiel-Puck-Sieg: Der erste Finalist steht fest - Berlin veredelt eine perfekte Hauptrunde und greift nach dem 8. Titel!

 

(PENNY-DEL, Berlin) (Hermann Graßl)  In der Mercedes-Benz Arena fand das Entscheidungsspiel zwischen Berlin und Ingolstadt um den Einzug in das PENNY DEL Finale statt. Ingolstadt könnte nach 2014 und 2015 zum dritten Mal eine Finalserie spielen, für Berlin wäre es bereits die 11. Finalteilnahme in ihrer reichhaltigen Sammlung von Titeln. Der Sieger aus dieser Begegnung war stets der spätere Champion, was beiden Mannschaften gleichermaßen Flügel versetzte. Schließlich setzte sich in einem packenden Schlagabtausch der Serienmeister mit 4 zu 2 gegen sehr starke Panther aus Ingolstadt durch und hat den achten Titel fest im Visier. McKiernan erwies sich im Entscheidungsspiel wiederum als wesentlicher Faktor und trug mit seinem nunmehr 6. Tor entscheidend zum Erfolg bei.

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(Fotoquelle City-press)

 

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Die Eisbären aus Berlin demonstrierten wieder ihre unnachahmlichen Comeback Qualitäten in Ingolstadt, als sie schon kurz vor dem Ausscheiden waren. Ihr Defender McKiernan lief bisher zu großer Form auf und der fleißige Punktesammler wollte auch heute eine zentrale Rolle spielen zusammen mit den anderen vier Topscorern, welche die Liste in den Playoffs derzeit anführen. Die Mitwirkung von Pföderl wirkte sich positiv auf die geschlossene Mannschaftsleistung der Hauptstädter aus. White: „Wir schafften es, mehr Spieler vor das Tor zu bringen als im ersten Spiel. Wir brachten mehr Pucks zum Tor. Wir wollen gewinnen, weil es eine kurze Serie ist. Wenn du verlierst fährst du nach Hause, das ist unsere Motivation. Ich profitiere immer von meinen Mitspielern.

 

Die Panther aus Ingolstadt standen zuhause ganz nah vor einem großen Erfolg und wollten nun an ihr erstes Spiel in der Hauptstadt anknüpfen, um nach 2015 erneut in ein Finale der deutschen Eishockey Liga einzuziehen. Ihr gut aufgelegter Tim Wohlgemuth, dessen herausragende Scheibenverteilung seinesgleichen suchte, war sicher heiß auf dieses Match. Ebenfalls mit von der Partie waren wieder der unermüdliche Palmu sowie Henriquez-Morales. Dafür pausierten heute Pietta und Elsner. Shedden: „Es ist eine Ehre für mich, dieses Alter zu erreichen. Nur schade für die Feier wegen der Niederlage, aber es ist immer besser, das Geschenk danach zu bekommen als vorher. In den letzten beiden Dritteln wurde Berlin immer hungriger und sie waren schneller auf den Kufen. Die neutrale Zone wird heute entscheidend sein. Die Special Teams waren bisher sehr gut, unsere Stürmer müssen noch aktiver werden und wir müssen mehr Geschwindigkeit auf das Eis bringen.“

 

Es war eine hitzige und rassige Partie zu erwarten, und die Gäste legten forsch los mit einer ersten guten Gelegenheit. Sie bissen sich gleich gut fest in der Berliner Zone. Berlin musste heute das Hauptaugenmerk auf die gefährlichen Konter von Ingolstadt achten, möglichst von der Strafbank fernbleiben und Garteig gut beschäftigen. Die Panther waren bisher als physisches Team bekannt, die sich durch hohe Effizienz und ein schnelles Umschaltspiel auszeichneten.

 

White für Berlin und Simpson auf Seiten Ingolstadts prüften dann innerhalb kurzer Zeit die Goalies, welche früh hellwach sein mussten. Von Beginn an war eine intensive Begegnung, wobei beide Mannschaften primär Wert auf eine solide Defensive legten. Boychuk erarbeitete sich auch eine gute Chance und Streu hätte fast getroffen, doch Garteig ließ sich nicht überrumpeln. Bisher war es vorbildlich zu beobachten, wie gut die Protagonisten in ihr „Haus“ zurückkamen; hier zeigte sich die hohe Bedeutung des Zwei-Wege Stürmers.

 

Dann bekamen die Gäste eine Bankstrafe wegen zu vieler Akteure auf dem Eis, sehr unnötig in einem solchen Entscheidungsspiel. Solche Kleinigkeiten könnten sich durchaus rächen, aber Storm war kurz vor seinem Shorthander. Nachdem diese Unterzahl überstanden wurde, folgte erneut eine vermeidbare Strafe für die Panther wegen Spielverzögerung. Das waren nun zwei Geschenke für die Hausherren, doch sie konnten daraus keinen Profit schlagen. 5 Sekunden vor der Drittel Sirene hatte Berlin noch eine Großchance und die Partie ging mit einem torlosen Remis in die Pause.

 

Olver: „Ingolstadt spielte gut in der neutralen Zone, hier hatten wir Probleme ins Spiel zu kommen. Es sind Details in der Defensivzone. Wir müssen uns sammeln, neu gruppieren und werden die nötigen Anpassungen vornehmen.“

 

Pietta: „Mir geht es ganz gut soweit und hoffe auf einen Sieg und dass ich wieder eingreifen kann. Generell sehen wir ein gutes Eishockey- spiel von beiden Teams, die auf Nummer sicher gehen und Fehler vermeiden wollen. Beide Strafen waren unnötig, aber die haben wir gut gekillt. Bisher zeigen wir ein gutes Auswärtsspiel. Wir stehen kompakter in der neutralen Zone, was es für Berlin schwierig macht. Wir sind sehr konzentriert mit einer gewissen Lockerheit, die wichtig ist, um nicht zu verkrampft zu sein. Wir haben viele schnelle Spieler, die auch ruhig an der Scheibe sind, so funktioniert das Umschaltspiel sehr gut; das ist das moderne Eishockey. Wir müssen genauso weiterspielen, die Chancen werden kommen. Defensiv müssen wir gut stehen, wir kreieren immer viele Chancen und treffen auch in der Regel.“

 

Im zweiten Drittel durfte Ingolstadt zum ersten Mal in numerischer Überlegenheit agieren und versuchten mal was Überraschendes mit dem berühmten Bauerntrick von Aubry, doch Niederberger war präsent. Die Panther fanden schnell die Formation und zogen ein sicheres Pass Spiel auf. Die Eisbären standen gut in ihrer Box und Pföderl bekam die Konterchance, musste jedoch kurz danach auch auf die Sünderbank. Nun hieß es 5 gegen 3 für 28 Sekunden und dies nutzten die Ingolstädter gnadenlos aus und schon wieder war der Vollender Aubry in der 24. Spielminute. Der Ex-Berliner erwies sich als der absolute Playoff Akteur, der nun schon 4 Tore in 2 Matches verbuchte. Niederberger verhinderte den nächsten Einschlag bei einem Schuss von Dauerbrenner Simpson.

 

Bisher bestimmten die Gäste den Mittelabschnitt, die Eisbären reagierten weitgehend nur. Ein Schussverhältnis von 10 zu 1 sprach Bände, was natürlich auch den zwei Powerplays für die Panther geschuldet war. Danach setzten die Berliner wieder mehr Akzente und beschäftigten Garteig des Öfteren.

 

Ryan Kuffner baute in einem blitzartigen Angriff in der 28. Spielminute die Ingolstädter Führung auf 2 zu 0 aus. Die Effizienz der Oberbayern war auch heute wieder bemerkenswert. Gegen Feser musste Niederberger sein ganzes Können aufbieten, um hier nicht fast schon aussichtslos in Rückstand zu geraten. Die Gäste hatten die Partie ziemlich im Griff, doch bei einem 3 auf 2 Konter verkürzte Ramage in der 31. Spielminute eiskalt. Die Panther bleiben davon relativ unbeeindruckt mussten aber dann doch in der den Ausgleich hinnehmen in der 34. Spielminute durch McKiernan, der nun schon sein 6. Tor markierte, eine beachtenswerte Performance in den Playoffs.

 

Dass er im Nachgang zu seinem Treffer gleich in der Kühlbox Platz nehmen durfte, war für ihn wohl nebensächlich, zumal auch Aubry nach der Raufeinlage 2 Strafminuten aufgebrummt bekam.

 

Nach holprigem Beginn im zweiten Drittel schafften die Eisbären tatsächlich das nächste Comeback. Eine brenzlige Situation vor Garteig führte zu nächsten kleinen Wortgefechten. Im dritten Powerplay der Eisbären entschärfte Garteig einen Schuss von McKiernan, der nun on Fire war. Auch Zengerles Abschluss wurde eine sichere Beute des Ingolstädter Goalies. White verpasste dann kurz vor der Sirene die Führung. Somit blieb es beim Unentschieden in einer weiterhin ausgeglichenen auf hohem Niveau stattfindenden Partie.

 

Quaas: „Wir haben nicht mehr unser Spiel gespielt und kleine Fehler wurden bestraft. Wir sind vom Game Plan abgewichen und die Scheiben zu oft hergegeben und Konter zugelassen.“

 



 

Im letzten Drittel war alles angerichtet für einen dramatischen Schlussakkord. Ingolstadt hatte im Mittelabschnitt etwas den Faden verloren und die Eisbären profitierten von kleinen Fehlern. Die Hausherren verzeichneten gleich eine Doppelchance, doch Garteig reagierte souverän. Die Anfangsminuten gehörten den Eisbären, die ihren Lauf aus dem zweiten Drittel mitnehmen wollten. Zwei weitere Top Saves von Garteig verhinderten das dritte Berliner Tor. Nun nahm die Begegnung wieder an Fahrt auf. Pföderls abgefälschter Schuss war brandgefährlich. In der 50. Spielminute drehte Berlin das Spiel komplett, denn White netzte dank der genialen Vorarbeit von Boychuk zum 3 zu 2 ein. Damit setzte der schlau spielende und gut antizipierende Top Stürmer seinen beachtlichen Scoring Streak fort.

 

Jetzt war das Team um Doug Shedden gefordert in der anstehenden Crunchtime. Kuffner probierte erneut den Bauerntrick, doch Niederberger war glänzend aufgelegt. Circa 6 Minuten vor der Schlusssirene hatte Ingolstadt ein wichtiges Überzahlspiel, das sie unbedingt nutzen sollten, um in der Partie zu bleiben. Berlin attackierte hartnäckig und erfolgreich die Bemühungen der Panther, die nicht in die Aufstellung gelangten. Ergebnislos endete dieses Powerplay. Was hatte Doug Shedden noch im Köcher, damit er sein nachträgliches Geburtstagsgeschenk noch erhielt?

 

Zwei Minuten vor dem Ende bauten die Eisbären durch einen abgefälschten Schuss von Fiore ihre Führung aus. Jetzt schien es eine Mammutaufgabe für Ingolstadt zu werden. Auch mit dem sechsten Feldspieler konnten die Panther nichts mehr ausrichten und mussten den Eisbären am Ende zum Sieg und zur Finalteilnahme gratulieren. Damit zieht Berlin ins Finale der Penny DEL ein und bestreitet das Spiel 1 am Sonntag, den 2. Mai.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Berlin – Aubin:

„Vielleicht waren es die Nerven, wir waren anfangs zu langsam, es fehlte das Vertrauen. Was mir gefiel nach dem Rückstand, wir kamen gut zurück und wir verdienen den Finaleinzug. Im Laufe des Spiels fanden wir dann die Geschwindigkeit, dann funktionierten die Prozesse. Wir brauchen jeden, der seine Rolle ausübt, Niederberger war großartig, er hat tolle Saves ausgepackt. Wir sind sehr stolz nach dem Rückstand gegen Iserlohn und auch gegen Ingolstadt, das macht uns noch stärker im Finale, ich habe keine Präferenz was den Gegner angeht. Game 1 wird entscheidend sein.“

 

Berlin – Noebels:

„Den Ruck haben wir in der ganzen Serie gespürt, jeder hat aber daran geglaubt. Wir standen immer mit dem Rücken zur Wand, wir wurden belohnt für unsere Teamleistung. Es gibt viele Momente in den Playoffs für einen Neuanfang. Es hat bisher viel Spaß gemacht, ich freue mich riesig auf das Finale, wir wollen nochmal zweimal gewinnen. Es war eine tolle Mannschaftsleistung, jeder im Team war wichtig, um Ingolstadt schlagen zu können. Unsere Gegner im Finale werden uns alles abverlangen. Egal wer kommt, wir werden uns optimal vorbereiten, sind aber neugierig, wer es sein wird.“

 

Ingolstadt – Shedden:

„Die Jungs spielten ein super Spiel, wir können sehr stolz sein. Letztlich hat es nicht gereicht gegen eine gute Berliner Mannschaft. Bodie and Ellis hatten viele Minuten auf dem Buckel. Wir hatten eine tolle Saison. Es ist enttäuschend, aber so ist der Sport. Hoffentlich kommen die Fans bald zurück, die uns super unterstützt haben, ich möchte mich bei ihnen bedanken.“

 

Spiel vom 30.04.2021

 

Berlin – Ingolstadt 4:2 (0:0|2:2|2:0)

 

Tore:

0:1 |24| Aubry (Storm, Kuffner) PP1

0:2 |28| Kuffner (Simpson)

1:2 |31| Ramage (Noebels)

2:2 |34| McKiernan (Zengerle, Depres)

3:2 |50| White (Boychuk, Ramage)

4:2 |58| Fiore (Depres, Boychuk)

 

1. Drittel Statistik:   11:15 Schüsse, 9:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4

2. Drittel Statistik:   19:18 Schüsse, 13:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 8:6

3. Drittel Statistik:   16:15 Schüsse, 11:15 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Rantala / Rohatsch

 

Aufstellung:

 

Berlin: Niederberger, Müller, Ramage, Boychuk, Olver, Tuomie, Despres, McKiernan, Noebels, Reichel, Pföderl, Hördler, Wissmann, White, Zengerle, Foucault, Mik, Labrie, Streu, Fiore.

 

Ingolstadt: Garteig, Marshall Wagner, Storm, Wohlgemuth, Höfflin, Ellis, Bodie, Simpson, Aubry, Kuffner, Schütz, Quaas, Palmu, Soramies, Feser, Pruden, Stachowiak, Henriquez-Morales, Detsch.

 

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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