PENNY-DEL - Straubing Tigers siegen nach nervenaufreibenden 60 Minuten in Köln mit 4:5

 

(DEL/Straubing) (MA) Eishockeyherz was willst du mehr. Ein entscheidendes Spiel für beide Teams wurde heute erst in der heißen Schlussphase entschieden. Bis zuletzt war nicht sicher, wer das Eis als Sieger verlassen würde. In jedem Abschnitt wechselten die Führungen. Am Ende waren es die Straubing Tigers, die im letzten Drittel ein größeres Risiko als die Haie eingingen und sich auf ihre Routiners verlassen konnten. Ein anderer Routinier, Moritz Müller, bestritt heute sein 900. DEL-Spiel für die Kölner Haie. 

(Foto: Ingo Winkelmann) Auch Justin Pogge konnte die Niederlage nicht verhindern

 


 

Für beide Teams war es die womöglich letzte Chance, noch einmal an den vierten Platz heranzukommen. Daher galt für beide, verlieren verboten. Die Tigers erwischten einen Traumstart. 0:1 (1.) hieß es bereits nach 59 Sekunden. Laganiere setzte den Schuss an, Pogge ließ direkt nach vorne Prallen in den Schläger von Chase Balisy und der ließ Pogge mustergültig aussteigen. Aber Straubing war auch undiszipliniert. Kassierte in den ersten elf Minuten drei Strafzeiten. Als hätte man aus dem ersten Vergleich nichts gelernt und die Haie straften gnadenlos.

 


 


 

 

Im dritten Powerplay gelang Frederik Tiffels, nach einer schnellen Puckstaffete der 1:1 (11.) Ausgleich. Zuvor waren die Gastgeber schon durch Ferraro (3.), Zalewski (6.) und Müller (8.) gefährlich vor Vogl aufgetaucht. Aber die Tigers befreiten sich aus der Umklammerung der Haie. Acolatse (12.) traf nur den Pfosten und Brandt (13.) nur die Latte. Jeremy Williams machte es besser. Im Slot zog er direkt ab und es stand 2:1 (13.) für die Gäste.

T.J. Mulock hatte sogar den dritten Treffer in letzter Sekunde noch auf dem Schläger. Köln kam druckvoller aus der Kabine und dies zahlte sich aus. Jason Akeson (22.) bekam zu viel Platz und das nutzte er zum 2:2 Ausgleich. Das war das Hauptproblem der Tigers, dass sie nicht mehr so aggressiv zu Werke gingen. So entstand auch das 3:2 (24.) durch Kevin Gagne.

Es war Sheppard der den Puck allein gegen vier Straubinger behaupten konnte und dazu kam noch, dass der Schuss von Gagne durch Williams entscheidend abgefälscht wurde. Pogge im Tor der Kölner musste ganze zehn Minuten warten, bis er überhaupt einen Schuss auf sein Gehäuse bekam. Insgesamt gab es aber auch von beiden Teams nur sieben Schüsse auf die Torleute.

So machte es der Schlussmann der Haie zwischendurch selber spannend, als er hinter dem eigenen Tor den Puck an die Tigers verlor, Eder in Richtung leeres Tor feuerte, aber Tiffels als letzter Mann noch retten konnte. Genau dieser Einsatz fehlte den Niederbayern im zweiten Abschnitt im Abwehrverhalten. So ging man mit einem Vorsprung ins zweite Drittel und ging mit einem Rückstand ins letzte rein.

Sandro Schönberger sah es ähnlich: “Es ist unglaublich heute, wir haben gute und schlechte Phasen, aber was wir zwischendurch zeigen ist furchtbar. Es geht um so viel heute. Wir müssen im letzten Drittel Vollgas geben.” Und das taten die Tigers auch. Es gab alles was das Eishockeyherz begehrt und es ging Schlag auf Schlag. Andy Eder leitete sein Tor selber ein.

Von Eriksson auf die Reise geschickt konnte er Pogge auf der Fanghandseite zum 3:3 (43.) überwinden. Köln schlug zurück. Bei einer angezeigten Strafe nutzte Jason Akeson (45.) die Chance aus spitzem Winkel zur erneuten 4:3 Führung. Straubing stand fünfzehn Minuten vor Ende des Spiels mit dem Rücken zur Wand. Aber die Tigers drückten, Laganiere traf kurz darauf beide Innenpfosten.

So sahen es auch die Unparteiischen nach dem Videobeweis. Kohl war der nächste Kandidat, der eine hundertprozentige Möglichkeit vergab. Wieder stand Pogge im Mittelpunkg. Er konnte den nächsten Schuss von Eder nicht weit genug abwehren, sodass der Ex-Kölner Freddy Eriksson, mit dem Rebound, zu seinem ersten Treffer in dieser Saison kam und auf 4:4 (51.) stellte. Dann wurden auf einmal die Haie in der alles entscheidenden Phase undiszipliniert.

Mulock (54.) hätte schon im Powerplay treffen können. Dies holte Kael Mouillierat (56.) nach. Dem jubilar Moritz Müller unterlief eine unschöne Aktion, bei der Ziegler verletzt das Eis verlassen musste. Müller kam mit einer zwei Minutenstrafe noch milde davon. Straubing war also wieder in Überzahl und dieses mal nutzten sie es auch aus. Kael Mouillierat tat nichts anderes, was er schon die ganze Saison macht. Er stand genau dort, wo der Puck von Acolatse hinkam.

Nun stand Köln mit dem Rücken zur Wand und Coach Uwe Krupp nahm schon früh Pogge vom Eis. Dazu kam, dass sich die Tigers selber dezimierten. Die unnötige Strafe von Laganiere nutzte Köln um mit sechs gegen vier auf dem Eis die Verlängerung zu erzwingen. Die letzten zwei Minuten lang, spielten die Gastgeber in Überzahl, kamen aber gegen geschickt agierende Tigers nicht mehr durch. Tiffels vergab in letzer Sekunde vor Vogl und so brachten die Gäste den wichtigen Sieg unter Dach und Fach.

 

Stimmen zum Spiel:

Kael Mouillierat (Tigers): “Wir brauchten diese drei Punkte unbedingt. Wir sind im letzten Drittel nochmal zurückgekommen. Jetzt haben wir quasi noch zwei weitere Playoffspiele vor der Brust und wir müssen dort auch so engagiert spielen wie im letzten Drittel.”

Dominik Tiffels (Haie): “Das ist ganz bitter. Wir haben heute wirklich gut gespielt, aber das Ergebnis stimmt halt nicht. Wir wussten die Tigers kommen noch mal im letzten Drittel und haben es gut gemacht. Wir haben es aber nicht in den letzten Spielen vermasselt, sollte es nicht mehr klappen für uns.”

 

Spiel vom 14.04.2021
Kölner Haie - Straubing Tigers: 4:5 (1:2 | 2:0 | 1:3)

Tore:

0:1 |01.| Balisy (Laganiere) 

1:1 |11.| F. Tiffels (Matsumoto, Gagne) PP 1
1:2 |13.| Williams (Eder)
2:2 |22.| Akeson (Matsumoto, Ugbekile)
3:2 |24.| Gagne (Sheppard)
3:3 |42.| Eder (Eriksson) 

4:3 |45.| Akeson (Barinka, Sill)
4:4 |51.| Eriksson (Eder)
4:5 |56.| Mouillierat (Acolatse, Williams) PP 1

Strafen:
Kölner Haie: 6
Straubing Tigers: 8

Schiedsrichter: Schrader / Schukies / Kowert / Leermakers

 

 


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Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910.

 


 


 

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