PENNY-DEL, 5:2 Comeback Sieg von Iserlohn in Augsburg dank eines bärenstarken Top Duos Bailey und Grenier

 

(PENNY-DEL, Augsburg) (Hermann Graßl)  Drittes Heimspiel hintereinander im Curt-Frenzel-Stadion: dieses Mal empfingen die Panther die Iserlohn Roosters, die ebenfalls mittendrin waren im Kampf um den begehrten letzten Playoff Platz. Beide Teams waren im Zugzwang und quasi zum Siegen verdammt, wollten sie ihre Chance weiterhin wahren.In einem abwechslungsreichen Match drehten die Iserlohn Roosters einen 2 Tore Rückstand und kehrten am Ende mit einem deutlichen 5 zu 2 Sieg in die Heimat zurück auch dank einer herausragenden Performance von Bailey und Grenier.

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(Fotoquelle Dunja Dietrich)

 

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Augsburg sollte seine derzeitigen Heimpartien nutzen, um die notwendigen Punkte einzufahren. Die Fuggerstädter durchlebten in den letzten 5 Begegnungen eine Berg- und Talfahrt und wollten heute Abend zur Erfolgskonstanz zurückkehren. Der AEV musste jedoch auf seinen Defender Viveiros verzichten, für den die Saison zu Ende war und auf Trevelyan nach dessen geblocktem Schuss im letzten Spiel gegen Wolfsburg. LeBlanc: „Es gibt keinen echten Grund für unsere Powerplayschwäche. Es wird sicher ein heißes Match heute, aber wir schauen nur auf uns und denken von Spiel zu Spiel.

 

Iserlohn erlebte im letzten Heimspiel ein Desaster und war bestimmt auf schnelle Wiedergutmachung aus. Trotz einer Partie weniger befanden sich die Roosters noch voll auf Kurs für die Playoffs und wollten heute ihre Krallen ausfahren und ihre chronische Auswärtsschwäche vergessen machen. Steven Whitney konnte heute nicht mitauflaufen. Baxmann: „Wir denken von Spiel zu Spiel, müssen ein anderes Gesicht zeigen als zuvor. Heute ist ein großes Match. Wir müssen füreinander da sein und uns gegenseitig unterstützen. Wir müssen gut aus der Kabine kommen und 60 Minuten voll da sein. Die kritischen Phasen müssen wir überstehen und Kaltschnäuzigkeit an den Tag legen.“ Friedrich: „Hier ist immer eine hitzige Atmosphäre, es wird trotz fehlender Fans ein hartes Match heute. Für uns ist es ein Endspiel, wir werden alles in die Waagschale werfen für 3 Punkte. Es geht um die Wurst, wir müssen alles geben, die Checks zu Ende fahren und mit Willenskraft agieren.“

 

Nachdem es für beide Mannschaften heute um sehr viel ging, sollte es eine körperlich betonte Auseinandersetzung werden. Iserlohn legte gleich mal furios los mit zwei guten Gelegenheiten. Beide Teams waren nicht unbedingt die Frühstarter in der Liga, doch heute galt es von Anfang an hellwach zu sein. Gesagt getan, in der 3. Spielminute brachte Max Eisenmenger den AEV mit der ersten Torchance höchsteffektiv in Führung. Ganz cool und mit viel Übersicht tanzte er Jenike dabei aus. Das war eine kalte Dusche für die Roosters, die sich viel vornahmen.

 

Die Panther blieben dran und legten in der 5. Spielminute mit ihrem zweiten Schuss sofort zum 2 zu 0 nach. Torschütze war McClure, der nach seiner Verpflichtung bisher in schöner Regelmäßigkeit gepunktet hatte. Für Jenike war es mehr als ärgerlich, weil ihm die Scheibe etwas unglücklich durch die Hosenträger rutschte. Das war sehr bitter für die Gäste, die solide begannen. Ihr erstes Unterzahl meisterten sie sehr gut, doch kurz danach musste Buschmann in die Kühlbox; so konnten sie nicht richtig ins Spiel kommen.

 

Abbott scheiterte dann per Alleingang an Jenike. Die aktuelle Verunsicherung merkte man den Gästen an, die sich von dem frühen Doppelschlag bisher noch nicht erholt zeigten. Dann blieb Baxmann nach einem harten Check schmerzverzerrt hinter Jenike liegen und machte sich sofort in Richtung Kabine auf. Wir drücken ihm die Daumen, dass er nicht ernsthafter verletzt ist! An Defendern herrschte bei den Sauerländern nicht grad Überfluss. Kurz vor Ende des Drittels hatte Lowry die Top Gelegenheit zum Anschluss auf seinem Schläger, der Puck lag aber nicht optimal auf dem Eis.  

 

Nach gutem Start der Gäste übernahm Augsburg immer mehr das Geschehen und ging mit einer 2 Tore Führung zum Pausentee. Iserlohn verlor zu viele Scheiben und ließ etliche Turnovers zu. Gegen Ende des ersten Spielabschnitts kamen die Gäste jedoch besser in Schwung. Eisenmenger: „Ich hatte ein wenig Glück, dass die Scheibe so zu mir durchkam. Wir haben Iserlohn gut unter Druck gesetzt. Wir müssen weiter einfach spielen und die Pucks tief bringen.“

 

Auf Seiten der Roosters kehrte Jens Baxmann im Mittelabschnitt nicht zurück; der Check gegen ihn führte zu vielen Diskussionen um eine eventuell härtere Bestrafung des Übeltäters. Nun musste sich zeigen, ob Iserlohns Coach dem Verteidiger der 4. Reihe Elten das Vertrauen gab, die Stelle von Baxmann einzunehmen. Greniers Pfostenschuss bei eigenem Powerplay war zumindest mal ein erstes Ausrufezeichen im Mittelabschnitt. 

 

Weitere Strafzeiten verteilten sich dann gerecht auf beiden Seiten. Und dann war es doch passiert, als Bailey mit einem perfekt getimten Handgelenkschuss in der 25. Spielminute die Roosters zum ersten Mal auf die Anzeigetafel brachte. Diesen Treffer hatten sie sich redlich verdient, weil sie nun mehr investierten; an der Torschuss Statistik war dies deutlich abzulesen. Dieses Erfolgserlebnis motivierte die Gäste sichtlich, die weitere Einschussmöglichkeiten herausspielten. Nun war es eine Partie auf Augenhöhe, in der beide Teams sich ihre Chancen erarbeiteten und Iserlohn im Spiel richtig ankam. 

 

Nach dem Powerbreak waren die Hausherren wieder im Vorwärtsgang und durften erneut in Überzahl agieren. Dabei bekamen die Gäste im 2 auf 1 Konter die scheinbar 100%ige Chance zum Ausgleich, doch der Puck fand nicht seinen angedachten Weg ins Gehäuse hinter Keller, der gerade noch seine rechte Schiene auspackte und fantastisch rettete. Der wieselflinke kleingewachsene Whitney sorgte stets für viel Wirbel vor dem Augsburger Tor. In Unterzahl sorgte Keller mit einem Monster Save für Aufregung und Verzweiflung bei den Roosters.

 

Der AEV hielt weiterhin eine knappe Führung. Iserlohn münzte seine vielen Gelegenheiten nicht in Tore um und lief dem Rückstand hinterher, nahm aber ca. 90 Sekunden numerische Überlegenheit in das letzte Drittel mit. Buschmann.: „Wir sind gut reingekommen, waren viel besser und sind näher dran. Bei Baxmann gibt es keine Prognose. Wir müssen unsere Chancen besser nutzen, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Ich bin zuversichtlich für das letzte Drittel.“

 



 

Im Schlussabschnitt musste das Team vom Seilersee noch eine Schippe drauflegen und an ihr gutes Mitteldrittel anknüpfen. Riefers übte heute eine Doppelrolle als Stürmer und Verteidiger aus. Lowry konnte dann doch noch jubeln über seinen Ausgleichstreffer in der 41. Spielminute im Powerplay. Die Hausherren mussten nach 4 Spielen ohne Gegentor in Unterzahl wieder mal einen Treffer hinnehmen. Nun wurde die Partie immer hitziger und physischer, man merkte den Akteuren die heutige Bedeutung deutlich an. Augsburg nahm jedoch zu viele Strafen, das könnte sich durchaus rächen. Bei Clarkes Vorstoß fehlten nur Zentimeter, denn Jenikes Kufe hatte was dagegen.

 

Und schon wieder übte sich Iserlohn im Powerplay, aber die Panther erspielten sich die 1A Chance zum Shorthander bei einem 2 auf 1 Konter. Es war mächtig was los in dieser Begegnung, welche nun in die heiße Endphase ging. Nach einem kapitalen Fehler von Valentine in der Iserlohner Zone gingen die Gäste in Person von Grenier in der 50. Spielminute erstmals in Führung. Dies war ein kurioses Tor, denn vom Spielgerät des schon am Boden liegenden Augsburger Verteidigers Holzmann wurde die Scheibe unglücklich ins Tor abgefälscht. Die Roosters hatten das Spiel komplett gedreht, und Grenier schnürte in der 54. Spielminute seinen heutigen Doppelpack mit einem unter die Latte gezimmerten Schlagschuss. Ausgerechnet Grenier, der in den letzten Partien nicht mehr traf, avancierte heute Abend zum Man of the Match, zumal er bei vier Iserlohner Toren beteiligt war.

 

Keller hielt mit seinen Saves seine Farben noch im Spiel, aber die Roosters waren nun auch mental obenauf und fokussierten sich auf ihre Defensivarbeit. Der AEV zog 2 Minuten vor Schluss den Goalie, doch Bailey, der den Iserlohner Torreigen eröffnete, besiegelte in der Schlussminute mit seinem Empty Net Goal die Niederlage der Fuggerstädter. Nach 6 Auswärtspleiten hintereinander holte Iserlohn mit einem couragierten Auftritt einen Zwei Tore Rückstand auf und sicherte sich am Ende alle 3 Punkte. Den Ausfall von Baxmann kompensierten die Roosters sehr gut und hatten einen bestens aufgelegten Grenier in ihren Reihen zusammen mit seinem kongenialen Partner Bailey. 

 

Augsburg bestreitet am 13.4. das nächste Heimspiel gegen Düsseldorf, während Iserlohn am gleichen Abend Schwenningen empfängt.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Augsburg – Tuomie:

„Wir haben heute zu viele Strafen genommen. Das hat uns zu viel Energie gekostet , wenn man so oft Unterzahl spielt. Es ist immer noch alles offen um den Kampf um Platz 4. Wir haben gutes Eishockey gespielt, hatten aber zu viele unnötige Scheibenverluste.“

 

Iserlohn – Grenier:

„Wir brauchten eine schnelle Antwort, wir spielten gut und strukturiert. Manchmal hüpft der Puck für einen richtig. Hoffentlich bleibt das so, dies war ein eminent wichtiger Sieg. Wir müssen dranbleiben.“

 

Spiel vom 11.04.2021, 19.30 Uhr

 

Augsburg – Iserlohn 2:5 (2:0|0:1|0:4)

 

Tore:

1:0 |03| Eisenmenger M. (Sternheimer, Hafenrichter)

2:0 |05| McClure (Hafenrichter, Rogl)

2:1 |25| Bailey (Grenier, O‘Connor)

2:2 |41| Lowry (Grenier, Bailey) PP1

2:3 |50| Grenier

2:4 |54| Grenier (Reinhart)

2:5 |60| Bailey (Raymond) ENG

 

1. Drittel Statistik:   12:9 Schüsse, 7:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4

2. Drittel Statistik:   10:16 Schüsse, 14:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 10:6

3. Drittel Statistik:    7:10 Schüsse, 9:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:2

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Rantala/Steingroß

 

Aufstellung:

 

Augsburg: Keller, Rogl, Lamb, Clarke, Payerl, Kristo, Valentine, Bergman, Holzmann, LeBlanc, Abbott, Haase, Tölzer, Hafenrichter, Stieler, McClure, Sezemsky, Kharboutli, Eisenmenger, Sternheimer.

 

Iserlohn: Jenike, Ankert, Baxmann, Riefers, Weidner, Lowry, Reinhart, Buschmann, Bailey, Grenier, Whitney, O´Connor, Raymond, Aubin, Jentzsch, Friedrich, Elten, Fleischer, Raedeke, Lautenschlager.

 

 



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DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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