PENNY-DEL - Der Saisonstart, eine kleine Bilanz

 

(DEL) Jörg Reich  Nach 12. Spieltagen in der PENNY-DEL Saisob 2020/2021 hat unser Redakteur ein kleines Fazit über diese besondere Saison gezogen.

 

pennydel eisfl nbb 2021

(Foto: Citypress)

 



Der Start einer außergewöhnlichen Saison– eine Chance auf Veränderung, die nicht genutzt wurde?


Spielplan:

Die Spiele sind verteilt über die komplette Woche, ohne Zuschauer in den Stadien ein einmaliger Service für jeden Eishockeyfan. Trotz Corona konnten bis dahin alle Partien absolviert werden. Dies war nicht unbedingt zu erwarten, die Clubs der DEL haben ihre Hygienekonzepte bisher sehr gut umgesetzt.

 

 

Spielniveau:

Die Spiele sind überwiegend auf einem sehr guten Niveau, läuferisch stark und technisch anspruchsvoll. Man spürt, die Spieler sind nach einer langen Zeit ohne zu spielen frisch und sprühen vor Energie. Viele Matches wiegen hin und her, Rückstände werden in Führungen gedreht und umgekehrt.

 

 

Ausgeglichenheit:

Die Ausgeglichenheit der Liga ist teilweise gegeben. Bei einigen Clubs ist es spürbar, dass sie auf Grund fehlender Zuschauereinnahmen zum Sparen gezwungen sind und sie dadurch den Anschluss an die Playoff-Plätze schon früh aus den Augen verlieren werden. Vor allem die Nürnberg Ice Tigers verfolgen eine eher zurückhaltende Personalpolitik, stehen aber dadurch auf dem letzten Platz der Tabelle in der Gruppe Süd.

 

In der Nordgruppe haben die Krefeld Pinguine den Anschluss zum Rest der Liga verloren. Auf Grund von Umstrukturierungen und internen Veränderungen ist der Club in einem Umbruch. Wohin der Weg des Clubs vom Niederrhein führen wird, ist derzeit nur schwer zu erahnen. Ansonsten ist es wie immer, die Clubs der Liga spüren den Druck Erfolg haben zu müssen, auch wenn keine Fans im Stadion sind und es keinen Auf- und Abstieg gibt.

 

 

Tabelle:

In der Südgruppe sind die Adler Mannheim, der ERC Ingolstadt und der EHC Red Bull München an der Spitze der Tabelle. Mannheim und München sind durch Verletzungen geschwächt, junge Spieler kommen vermehrt zum Einsatz. Der ERC Ingolstadt hat eine starke Truppe beisammen, als wenn es Corona nicht geben würde. Schwenningen, Augsburg und auch Straubing werden um den begehrten vierten Tabellenplatz kämpfen.

 

Die Straubing Tigers haben bereits alle elf Kontingentstellen vergeben, junge Deutsche Spieler wurden dadurch verdrängt oder in ihren Einsatzzeiten beschnitten, gebracht hat es bisher nichts. Eine eher fragwürdige Personalpolitik der Niederbayern, generell und vor allem auch in Corona-Zeiten. Für die eher sparsamen und auch verletzungsgebeutelten Nürnberg Ice Tigers wird es schwer werden den Anschluss an Platz vier zu halten. Dennoch ist es lobens- und nachahmenswert, wie die Franken in dieser Saison agieren.

 

In der Nordgruppe thronen die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven mit ihrer eigenen, nicht unbedingt nachahmenswerten, Philosophie an der Tabellenspitze. Auf Platz zwei folgt die Düsseldorfer EG, gefolgt von den Eisbären Berlin und den gut gestarteten Iserlohn Roosters. Die Grizzly Wolfsburg und die Kölner Haie kämpfen um den Anschluss an Platz vier. Für die Krefeld Pinguine scheint dieser Tabellenplatz diese Saison außer Reichweite zu sein.

 



 

Junge Spieler:

In dieser „Corona-Saison“ wurde an vielen Standorten verkündet, zwangsläufig auf mehr junge Spieler aus Gründen der Kostenersparnis setzen zu müssen. Zu Beginn der Saison war es auch vermehrt der Fall, sie zeigten gute Leistungen, brachten Schnelligkeit und Leidenschaft auf das Eis. Attribute die der DEL sehr gut zu Gesicht stehen würden. Vor allem die Nürnberg Ice Tigers geben jungen Spielern diese Saison eine Chance.

 

Leider wurden inzwischen immer mehr junge Spieler aus den Lineups gedrängt, da viele Clubs Nachverpflichtungen von Kontingentspielern getätigt haben. Viele junge Spieler bekommen immer noch viel zu wenig Eiszeit, um sich in der Liga weiterentwickeln zu können.

 

 

Nachverpflichtungen:

Es ist schon erstaunlich, wie viele Spieler die Clubs in den letzten Tagen nachverpflichtet haben. Zum großen Teil sind es weitere Kontingentspieler, die verpflichtet wurden, teilweise ohne Not. Die Spieler haben vor dieser Saison einem erheblichen Gehaltsverzicht zugestimmt. Es ist von daher schon sehr verwunderlich, dass die Clubs diese Einsparungen in Nachverpflichtungen, die nicht unbedingt notwendig waren, investiert haben. In der Liga gibt es Clubs die haben bereits alle elf Lizenzen für Kontingentspieler vergeben, andere haben die Anzahl von zehn oder neun mit den Nachverpflichtungen erreicht.

 

 

Fazit zum Saisonstart:

Die Liga hat ein gutes Niveau, es wird schnelles ansehnliches Eishockey gespielt. Junge Spieler haben die Liga bereichert. Insgesamt bekommen die jungen Spieler aber immer noch zu wenige Eiszeiten. Mit panischen Nachverpflichtungen von Kontingentspielern haben viele Clubs reagiert und jungen Spielern weitere Spielmöglichkeiten genommen. Es wäre an der Zeit, die Corona-Situation zu nützen und die Anzahl der Kontingentstellen so anzupassen, dass auch ausreichend Möglichkeiten für junge Spieler zu spielen vorhanden sind. Ansonsten wäre es eine verpasste Chance für das Deutsche Eishockey.

 

Es geht nicht immer nur darum das bestmögliche für den eigenen Standort zu erreichen, sondern auch standortübergreifende Themen zur bestmöglichen Förderung des Deutschen Eishockey anzugehen und entsprechend notwendige Dinge zu verändern. Die Clubs der Liga entscheiden selbst über Veränderungen in Ihrer Liga, sie sind gefragt diese Änderungen auch in Angriff zu nehmen. Der DEB kann hierbei nur beraten und unterstützen und ist nicht befugt Entscheidungen zu treffen, die Struktur ist so gegeben und ist wohl nicht mehr rückgängig zu machen.

 



Deutsche Eishockey Liga (DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga  erhalten Sie hier...

 

 


 


 

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