Grizzlys Wolfsburg deklassierten dezimierte Düsseldorfer mit 7:0

 

(Magenta Sport Cup) Wolfsburg/Hermann Graßl  In der Eis Arena zu Wolfsburg standen sich am Samstagnachmittag die heimischen Grizzlys und die Düsseldorfer EG gegenüber, für beide Kontrahenten die erste richtige Begegnung nach dem unerwarteten jähen Ende der vergangenen Saison. Es stellte sich die Frage, welches der beiden Teams schneller in den gewohnten Rhythmus kommen würde nach so einer langen Durststrecke. Für die DEG war es das erste Match nach 249 Tagen, die Grizzlys absolvierten immerhin schon einen Test gegen den DEL2 Club aus Crimmitschau.

 

Grizzlys Wolfsburg gegen Düsseldorfer EG - Magenta Sport Cup 2020

(Galerie City-press.com)

 

 

{loadpositionb banner10}


Die DEG musste auf etliche bewährte Leistungsträger verzichten wie Olimb, Svensson, Karachun, Jahnke, Flaake, Johannesen und From; zudem hatten sich erst kürzlich Luke Adam und Chad Nehring entschieden, die DEG zu verlassen. Erschwerend kam hinzu, dass ihr Goalie Mirko Pantkowski wegen eines positiven Corona-Tests bzw. bestehender Quarantäne oder wegen Verletzungen nicht mit von der Partie sein konnte. On top musste die Mannschaft dieses Spiel auch noch ohne ihren Trainer Harold Kreis aus privaten Gründen durchführen. Das Coaching übernahm das Tandem Dolak und Mondt. Dies alles waren definitiv einschneidende Personalien, die es der DEG wahrlich nicht leicht machten, ein ebenbürtiger Gegner zu sein. Zum Auffüllen dieses relativ kleinen Rumpfkaders berief man dennoch 7 DNL Spieler, um einigermaßen wettbewerbsfähig zu sein, was sich zumindest in 3 kompletten Reihen niederschlug.

 

Beim Gastgeber überwog ganz klar die Vorfreude im Management und bei den Akteuren; man fühlte sich bereit für das Kräftemessen auf heimischen Eis, auch wenn dieses Match ganz ungewohnt ohne Zuschauer stattfinden sollte. Mit dem neuen Defender Melchiori konnte ein lange anvisierter Top-Verteidiger aus der KHL endlich nach Wolfsburg gelockt werden. Fliegauf vertraute der neu gewonnenen Tiefe im Kader und hoffte auf einen gelungenen Auftakt.

 

Die Grizzlys legten gleich mal los wie die Feuerwehr und verzeichneten den ersten Torschuss nach knapp 15 Sekunden. Den jungen DNL Akteuren merkte man ihre Nervosität an, außerdem befand sich die DEG bis dato in keinem kontinuierlichen Trainingsrhythmus. Den ersten Aufreger hatte man gleich mit dem Gang in die Kabine von Jeff Likens wegen eines herben Checks an der Bande.  Die DNL Jungspunds mussten sich in den ersten 3 Minuten gleich etlichen brenzligen Angriffswirbeln der Grizzlys entgegenstemmen. Es war sofort unübersehbar, wie schwierig diese Auftaktpartie für das Auswärtsteam werden würde. Primäres Ziel war erstmal die Scheibe vom eigenen Tor fernzuhalten und sich auf Hane zu verlassen, um die nötige Ruhe ins Spiel zu bringen.

 

Völlig überraschend der erste gefährliche Abstauber Versuch von Hegmann nach knapp 5 Minuten wie aus dem Nichts. Nichtsdestotrotz fiel dann doch der hochverdiente Führungstreffer für das Heimteam durch Rech. Bisher entwickelte sich hier ein Spiel auf ein Tor, die DEG musste hier aufpassen, dass dies kein Schützenfest wird, zu emsig agierten die Wolfsburger. Und das zeigte sich auch kurz danach mit dem schnellen zweiten Treffer durch Boucher auf dem Scoreboard. Irgendwie hatte man das Gefühl, alles geht hier viel zu schnell für die DEG, die bis dato schier überrannt zu werden schienen. Dieser Doppelschlag hinterließ seine Wirkung. Welches Rezept hatte die DEG nun parat?

 

Nach gut 8 Minuten konnten die Düsseldorfer auch mal selbst Angriffe fahren, wurden dann aber sofort wieder klassisch ausgekontert durch einen perfekten Schuss von Järvinen in den Winkel, wobei er auch völlig ungehindert ins Düsseldorfer Verteidigungsdrittel hineinkurven durfte, ohne überhaupt richtig in Bedrängnis zu geraten.

 

Immerhin verzeichnete die DEG danach ein paar hoffnungsvoll stimmende Angriffsversuche. Der Gastgeber ließ aber nicht locker und hielt das hohe Tempo aufrecht, Chancen ergaben sich zwangsläufig. Die DEG durfte froh sein, dass es „nur“ 0:3 aus ihrer Sicht bisher stand.

 

Die erste Überzahl nach gut 17 Minuten gab der DEG nun die Möglichkeit, ein wenig ‚Kosmetik‘ zu betreiben. Ihr Powerplay ließ sich sehr gut an und führte auch zu ein paar tollen Gelegenheiten. Beste Chance war ein Pfostenschuss, das sollte jedenfalls Mut für den zweiten Abschnitt machen.

 

Das zweite Drittel begann ausgeglichener zur Erleichterung der DEG, die nun selbst versuchen musste, besser dagegenzuhalten.  Die DNL Talente schlugen sich bisher recht wacker, in der Defensive wurde ihnen jeweils ein erfahrener Recke an die Seite gestellt zwecks Stabilität. Nach dem Schock der frühen Gegentore hielten die Düsseldorfer nun ihren Kasten sauber, Chapeau!

 

Nach 25 Minuten wurde Ched Pickard mal richtig geprüft und hatte Probleme die Scheibe einzufrieren. Zweites Powerplay für die Gäste kurz danach, doch plötzlich fuhr Järvinen einen gefährlichen Konter in eigener Unterzahl, der jedoch eine sichere Beute für Hane wurde.

 

Insgesamt verlief der Mittelabschnitt weitaus offener, was ganz klar für die DEG sprach. Eine Ergebniskorrektur wäre durchaus verdient gewesen zu diesem Zeitpunkt. Die DNL Protagonisten waren nun viel näher an ihren Gegenspielern dran, auch wenn Bruggisser eine Top Chance im 1:1 gegen Hane verbuchte.

 

Die DEG überstand das zweite Powerplay der Gastgeber schadlos und agierte immer mutiger, mussten aber nach einem Aufbaufehler doch den vierten Gegentreffer hinnehmen in Person von Furchner in der 38. Spielminute. Dies war wohl die endgültige Entscheidung in diesem Match, zu clever präsentierten sich die Grizzlys im Abschluss.

 

 



 

Im Schlussabschnitt musste die DEG schauen, dass sie nicht dem hohen Tempo der Wolfsburger Tribut zollen musste. Nach nicht einmal 18 Sekunden schnürte Järvinen seinen Doppelpack mit dem 5:0 in einem stressfreien Alleingang bei eigener Überzahl. Düsseldorf mühte sich wirklich redlich und stemmte sich mit aller Macht gegen die Power der Gastgeber und hatte durchaus die eine oder andere Chance zum Ehrentreffer.

 

In der vierten Unterzahl sahen sich die Düsseldorfer wieder furiosen Angriffen ausgesetzt, mussten aber keinen weiteren Treffer hinnehmen. Den erzielten die Wolfsburger aber dann doch durch ihren Neuzugang Görtz durch eine perfekte Vorarbeit von Järvinen in der 52 Minute. Nicht einmal eine Zeigerumdrehung später schlug auch schon das 7:0 im Gehäuse von Hane ein durch Spencer Machacek.

 

Jetzt hieß es für die DEG die letzten Spielminuten noch schadlos zu überstehen. Mit einem zugesprochenen Penalty gab es nun DIE Chance zu ihrem ersten Treffer, doch auch diese Mega Gelegenheit ließ man ungenutzt, quasi ein Spiegelbild des gesamten Matches.

 

Letztlich fuhr Wolfsburg einen ungefährdeten 7:0 Heimsieg ein, Pickard feierte seinen Shutout und Järvinen ein 3-Punkte Spiel. Wolfsburg muss am kommenden Dienstag auswärts bei den Krefeld Pinguinen antreten, während Düsseldorf in den hohen Norden zu den Fischtown Pinguins Bremerhaven reisen darf. Es bleibt abzuwarten, wie die DEG diese Strapazen wegstecken kann vor dem Hintergrund ihres sehr abgespeckten derzeitigen Kaders, der wohl in Kürze wieder aufgestockt wird.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Wolfsburg - Bittner:

„Wir hatten schon eine gute Chemie, wir waren bereits lange auf dem Eis vorher, hatten eine gute Kondition. Wir waren bereit und bissig und konnten auf eine gute Defensive bauen. Ein guter Aufbau, solides Unterzahl Forechecking spielte in unsere Karten. Insgesamt ein optimaler Start. Wir hatten alle ein super Gefühl, so als ob man einem Kleinkind seinen Schnuller wieder zurückgibt, den man ihm genommen hatte.“

 

Düsseldorf – Dolak (Co-Trainer):

„Wir hatten viele geblockte Schüsse, uns war aber auch klar, dass es heute schwer werden wird. In der Defensivzone haben wir viel Arbeit vor uns, es waren gute Ansätze dabei. Unsere DNL Reihe bekam über 8 Minuten Eiszeit, die Jungs durften sich zeigen und konnten sich beweisen, auch wenn es für sie schneller zuging als sonst. Sie haben aber ordentlich gekämpft. Insgesamt hatten wir aber zu viele Scheibenverluste an der offensiven blauen Linie und wir agierten oft zu kompliziert, das müssen wir abstellen.“

 

Spiel vom 14.11.2020

Wolfsburg - Düsseldorf   7:0 (3:0|1:0|3:0)

 

Tore:

1:0 |06| Rech (Festerling, Bruggisser)

2:0 |07| Boucher (Hungerecker, Bittner)

3:0 |09| Järvinen (Button)

4:0 |38| Furchner (Bruggisser)

5:0 |41| Järvinen

6:0 |52| Görtz (Fauser, Järvinen)

7:0 |53| Machacek (Bittner)

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Hunnius/ Ewert

 

Aufstellung:

Wolfsburg: Pickard, Melchiori, Bittner, Busch, Olimb, Boucher, Wurm, Likens, Furchner, Pfohl, Machacek, Button, Bruggiesser, Rech, Festerling, Nijenhuis, Fauser, Järvinen, Gortz, Hungerecker (Ersatz)

 

Düsseldorf: Hane, Ebner, Nowak, Kammerer, Barta, Fischbuch, Geitner, Jensen, Ehl, Buzás, Eder, Zanetti, Dersch, Stelzmann, Wrede, Bongers.

 



Magenta Sport Cup 2020

DEL 25Jahre Logo silberDie Fans der DEL-Clubs können sich freuen! Auch wenn der Saisonstart 2020/2021 auf Mitte Dezember verschoben wurde, bekommst du bei MagentaSport die Chance, endlich wieder deinen Club anzufeuern. Möglich macht dies der MagentaSport Cup. Ab dem 11. November spielen beim MagentaSport Cup acht DEL-Clubs um den Pokal.

 

 

 

Gruppe A

  • Krefeld Pinguine
  • Düsseldorfer EG
  • Grizzlys Wolfsburg
  • Fischtown Pinguins Bremerhaven

Gruppe B

  • EHC Red Bull München
  • Schwenningen Wilds Wings
  • Adler Mannheim
  • Eisbären Berlin

 


 


 

Weitere DEL Eishockey News

 

 

 

 

Aktuelle Transfers

 

eishockey-online.com Shop

EOL SHOP 300x300 2018neu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

neue online Casinos logo 300x100

Gäste online

Aktuell sind 575 Gäste online

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.