DEL - Die DEG steht im Viertelfinale!

 

(DEL/Düsseldorf) PM Egal, was die Tabelle sagt. Spiele gegen die Krefeld Pinguine sind nie einfach. Schon gar nicht, wenn es um so viel geht, wie am vorletzten Spieltag dieser Hauptrunde. Die DEG tat sich schwer, und gab eine 2:0-Führung aus der Hand. In der Verlängerung avancierte Rihards Bukarts zum Matchwinner. Sein Überzahltreffer zum 3:2 (1:0; 1:2; 0:0; 1:0) machte die direkte Qualifikation für das Viertelfinale perfekt!

 

2020 03 06 duesseldorf krefeld

(Foto: Birgit Häfner / eishockey-online.com)

 


 

Knappe Führung nach 20 Minuten

 

Die Gäste aus Krefeld starteten angriffslustig in die Partie. In den Anfangsphase des Spiels waren die Schützlinge von Pierre Beaulieu viel an der Scheibe und oft im Verteidigungsdrittel der DEG unterwegs. Bei sämtlichen Schüssen, die auf seinen Kasten flogen, war Mathias Niederberger aber auf dem Posten. Die Jungs von Harold Kreis spielten zunächst abwartend, schalteten aber nach und nach einen Gang hoch. Jerome Flaake gab den Puck von der rechten Seite in den Slot, wo sich Luke Adam an einem Tip-In versuchte (5.). Nicholas Jensen zog gefährlich aus der Distanz ab (8.). Während der ersten Angriffsbemühungen der Rot-Gelben leistete sich Garrett Noonan einen Stockschlag. Für ganze sieben Sekunden nahm er auf der Strafbank Platz. Dann schlug es hinter Oskar Östlund im KEV-Gehäuse ein. Kenny Olimb gewann das Bully, gab die Scheibe weiter zu Jensen, der sie aus zentraler Position per Schlenzer ins linke Eck zirkelte (9.). Im Anschluss fand die DEG immer besser ins Spiel. Je schneller sie den Puck laufen ließ, desto gefährlicher wurde es für die Pinguine. Eine von vielen Chancen hatte Flaake, der den Puck ans Gestänge setzte (14.). Nach 20 Minuten war die DEG auf Viertelfinal-Kurs.

 

 

DEG erhöht und ist dann zu passiv

 

Der Mittelabschnitt startete mit 89 Sekunden rot-gelbem Überzahlspiel, die allerdings ohne Ertrag verstrichen. Als sich KEV-Verteidiger Philip Riefers durchs Drittel der DEG kurvte, konnte ihn Jensen nur regelwidrig stoppen. Somit durften auch die Pinguine mal in Überzahl ran. Als die Düsseldorfer wieder komplett waren, fuhren Jensen, Adam und Olimb zu dritt einen Konter. Olimb legte von links den Puck ab zum von hinten aufrückenden Adam. Der wollte voll durchladen, traf aber mehr Eis als Puck. Jensen stocherte das Spielgerät mit einem langen Schläger von rechts über die Linie (27.). Die ausgebaute Führung sorgte bei der DEG allerdings nicht für Sicherheit. Krefeld kam schnell zum Anschluss, weil Daniel Pietta nicht energisch genug angegriffen wurde und die Scheibe halbhoch auf der Fanghandseite Niederbergers ins Tor schlenzen konnte (30.). Nach dem Gegentreffer agierte die DEG zu passiv und ließ die Gäste im eigenen Drittel gewähren. Ein weiteres Unterzahlspiel überstand die DEG schadlos, hatte aber danach Glück, dass Kai Hospelt aus spitzem Winkel das leere Tor verfehlte, als Niederberger schon am Boden lag (38.). Der Ausgleich der Pinguine resultierte aus einer weiteren schwarz-gelben Drangphase mit viel Puckbesitz. Alex Trivellato zog von der blauen Linie ab, Phillip Bruggisser bugsierte die abprallende Scheibe durch die Schoner von Niederberger hindurch ins Tor (39.). Nun war klar: Die DEG musste wieder mehr tun, sah sich aber bis zum Drittelende erst einmal einem weiteren Powerplay der Krefelder ausgesetzt.

 

 



 

Viertelfinale!

 

Von dem war zu Beginn des letzten Drittels noch 33 Sekunden übrig. Als die DEG wieder komplett war, hatten Maxi Kammerer und Alex Barta eine Doppelchance aus dem Slot (42.). Rihards Bukarts zog alleine zum Tor, sein Schuss landete aber genau auf dem Brustpanzer von Östlund. Auch weil sich ihm Jeremy Welsh strafwürdig in den Weg gestellt hatte (42.). Zwar stand es noch immer 2:2, als Welsh von der Sünderbank zurückkehrte. Doch die DEG erhöhte nun wieder die Schlagzahl. Nowak hielt von der blauen Linie drauf, Östlund rettete mit seinem rechten Schoner (48.). Charlie Jahnke hatte aus der Drehung im Slot die vielleicht beste DEG-Chance des Schlussdrittels. Zum Ende hin hieß es noch einmal zittern. Bukarts musste wegen eines Stockschlags vom Eis. Krefeld nahm eine Auszeit, um sich für das Überzahlspiel zu beraten. In dem ließ Bruggisser ein mächtiges Geschoss von der blauen Linie los, das Niederberger spektakulär mit der Fanghand entschärfte (59.). 45 Sekunden vor dem Drittelende gerieten Jensen und Travis Ewanyk aneinander. Beide wanderten auf die Strafbank, die DEG durfte aber mit einem Mann mehr weiterspielen. Das zahlte sich zwar in der regulären Spielzeit nicht mehr aus. Nach 57 Sekunden in der Verlängerung aber ließ Bukarts mit einem Schuss aus dem Slot nach Zuspiel von Adam die DEG-Fans unter den 13.205 Zuschauern im ausverkaufen ISS DOME jubeln: Viertelfinale!

 

 

Ob die DEG dieses als Tabellenfünfter gegen die Eisbären Berlin oder als Tabellensechster gegen den noch zu ermittelnden Dritten (Mannheim oder Straubing) bestreitet, klärt sich am Sonntag. Dann gastiert die DEG um 14 Uhr bei den Thomas Sabo Ice Tigers.

 

 


 

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