DEL – Niederlage für die Kölner Haie nach einem umkämpften Schlussabschnitt gegen die Berliner Eisbären mit 3:4 n.V.

 

(DEL/Köln) (ST) Es war Sonntag und somit wieder ein Eishockeysonntag für die Kölner Haie, die die Eisbären aus Berlin und 17.146 Zuschauer in der LANXESS arena empfingen. Das frühe Spiel endete mit einer nach dem Ergebnisstand knappen Niederlage für den KEC. Die Haie verloren mit 3:4 nach Verlängerung.

 

Foto: Ingo Winkelmann


 

 

Das neue Jahr begann für die Haie nicht rund, sowohl das große als auch das kleine rheinische Derby verloren sie. Die Niederlage gegen Düsseldorf endete knapp mit 1:2 und die gegen Krefeld enttäuschend mit 1:3. Nach dem Spiel gegen den KEV wurde Marcel Müller, der in der kürzlichen Vergangenheit zu einem wichtigen Faktor in der Offensive wurde, vom Disziplinarausschuss der DEL für drei Spiele gesperrt. Auch Jason Akeson fiel gegen das am vergangenen Freitag bestrittene Spiel in München krankheitsbedingt aus. Die Zeichen standen also nicht gut für den KEC gegen den EHC München.

 

Mike Stewart musste nun also Lösungen finden: „Wir müssen es nehmen, wie es ist. Jetzt heißt es als Mannschaft nochmal enger zusammenzurücken." (Quelle: www.haie.de)

 

Und es kam am Freitag zu einer weiteren Niederlage. Die Haie verloren gegen München mit 1:4. Das Selbstvertrauen bekam so am Freitag keinen neuen Aufschwung. Wieder einmal scheiterten die Haie in der Effektivität vorm Tor und an ihrer großen Baustelle, dem Powerplay. Derzeit sind die Haie das schlechteste Team in Überzahl in der Liga. Im vergangenen November klappte es hier phasenweise schon besser, doch zur Zeit ist besonders das Powerplay der Kölner nicht ausdrucksstark. So wird der Abstand vom derzeitigen Tabellenplatz acht der Kölner immer größer zum Siebtplatzierten, derzeit die DEG.

 

Schon seit Beginn der Saison hat der KEC Schwierigkeiten in der Toreffektivität, die Torausbeute in den bisherigen Spielen war gesamt gesehen nicht hoch. Und nun wird dieses Problem deutlicher. Gegen Mannschaften wie München oder Berlin, die offensiv schnell und hart spielen, tun sich die Haie oftmals schwer. Daher ist sicherlich der Wunsch des Vereins einen offensivstarken Stürmer zu verpflichten, der auch ein Knipser ist. Zwei Ausländerlizensen können die Haie noch vergeben.

 

Die Eisbären verweilen zur Zeit auf dem vierten Rang der DEL Tabelle und spielen konsequent temporeich und hart, obwohl sie in den Spielen auswärts nicht zu den besten zählen. Mit diesem Gegner erwarteten die Haie, die nach vier Heimspiel-Niederlagen zu Hause wieder siegen wollten, eine schwierige Aufgabe. Und es bewahrheitete sich, der KEC tat sich sehr schwer.

 

Mike Stewart erklärte vorab: „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie rauskommt wie die Feuerwehr. Gerade, wenn wir zu Hause spielen. Ich will über 60 Minuten Haie-Hockey sehen. In den letzten zwei Heimspiele haben wir einfach nicht genug investiert." (Quelle: www.haie.de)

 

Das erste Drittel begann schnell und frustrierend aus Haie Sicht, der erste Treffer für Berlin fiel in der zweiten Minute durch James Sheppard nach schönem Kombinationsspiel, auch wenn Leo Pförderl als Schütze durchgesagt wurde. Berlin übernahm schnell die Führung, sowohl im Spielfluss als auch im Ergebnis. Die Haie versuchten es den Berlinern gleich zu tun, dies klappte nur nicht, nach dem frühen Führungstreffer wurden die Haie mehr oder weniger in die Defensive gezwungen. Die Eisbären erarbeiteten sich mehr Spielanteile. Zwei Powerplays und eine Unterzahlsituation in der Folge, es gab Strafen gegen Kai Wissmann, Sebastian Uvira und John Ramage, endeten jeweils ohne Erfolge.

 

 



 

Im Mittelabschnitt versuchte Köln den Druck zu erhöhen, spielte offensiver, scheiterte aber am eigenen Ehrgeiz und an der Konsequenz. Weitere Powerplays des KEC blieben ohne Ergebnisse. In der 33. Minute erhöhte Marcel Noebels auf 0:2. Er bekam den Puck in der neutralen Zone, zog ab und schoss den Puck über Gustaf Wesslaus Schulter ins Tor. Nur eine Minute später folgte dann das dritte Tor für die Eisbären, dieses Mal war es Kai Wissmann. Das Drittel endete somit 0:3.

 

Das Schlussdrittel begann mit acht Sekunden Unterzahl für die Haie und einem Torwartwechsel. Nun stand Hannibal Weitzmann anstelle von Gustaf Wesslau zwischen den Pfosten. In der 41. Minute jubelten die Berliner, ein vermeintliches Tor fiel, das jedoch nicht gegeben werden konnte. In der 53. Minute sorgte ein glückliches Tor durch Alexander Oblinger für Freude bei den Kölnern. Damit fing es an, denn in der 54. Minute legte Kason Akeson zum 2:3 nach. Ganze acht Sekunden vor Spielende standen noch auf der Uhr, als die Kölner erneut jubelten. Frederik Tiffels traf zum 3:3-Ausgleich. Es ging in die Verlängerung.

 

In der Verlängerung erarbeiteten sich die Haie einige Möglichkeiten, jedoch ohne effektiv in ein Tor verwandelt zu werden. Die Stimmung wurde zunehmend aufgehitzter. In der 65. Minute, 45 Sekunden vor Abpfiff der Verlängerung, gelang den Eisbären der Siegtreffer, James Sheppard verwandelte das Tor und brachte Berlin so den Extrapunkt.

 

Insgesamt war es wie erwartet ein umkämpftes Spiel, indem sich beide Mannschaften in einigen Momenten, jedoch nicht durchweg, ehrgeizig zeigten. Aggressivität war unterschwellig während der gesamten Partie spürbar und entlud sich einige Male in kleinen Auseinandersetzungen. Am Ende jedoch kann es nur einen geben und das waren an diesem Sonntag die Berliner Eisbären. Sie gewannen mit 3:4, das entscheidende Tor fiel in der Verlängerung. So nahmen die Gäste zwei Punkte mit, ein Punkt blieb in Köln. Einige Spielstrecken blieben zäh und eher langatmig. Aus Kölner Sicht war das letzte Drittel das Erfolgreichste. Deutlich wurden wieder die beiden großen Baustellen der Haie: das Powerplayspiel und das Toreschießen. In beiden Punkten sind sie deutlich zu harmlos.

 

Trotz der kleinen Krise derzeit konnten die Haie neben dem Eis punkten: die erste Folge der neuen Dokureihe „Unter Haien“ feierte in der vergangenen Woche Premiere. Damit ist der KEC Pionier und verschafft allen Interessierten einen genauen und persönlichen Einblick hinter die Kulissen einer Profi Eishockeymannschaft. Basti Sevastos und Johnny Brungs sind die jungen Filmemacher hinter dem Projekt. Sie begleiteten die Mannschaft und alle Verantwortlichen im Verein seit dem Sommer 2019 mit der Kamera. So entstanden fast intime Einblicke in das Leben eines Eishockeyvereins. Auf www.unterhaien.com und auf dem YouTube Channel des KECs sind die Folgen kostenfrei zu sehen.

 

Am kommenden Freitag geht es für den KEC zuhause weiter. Die Mannschaft erwartet die Augsburger Panther um 19.30 Uhr in der LANXESS arena.

 

 

 

 


 

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