DEL - Schwenninger Wild Wings mit glücklichem Sieg gegen die Eisbären Berlin

 

(DEL/Schwenningen) (BM) Ist es ein Funke Hoffnung oder wieder nur ein Strohfeuer? Wieder musste ein Topteam herhalten um den Wild Wings Punkte zu liefern. In einer zerfahrenen Partie mit neun Toren behielten die Gastgeber am Ende die Punkte am Neckarursprung. Nach einem extrem schwachen Mittelabschnitt, ein mehr als glücklicher Erfolg der Neckarstädter. Zwar konnte man sich in die Partie zurückkämpfen, die technischen Fehler waren aber teils haarsträubend. Colby Robak und Troy Bourke schnürten jeweils einen Doppelpack und legten den Grundstein für den Erfolg.

 

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Foto: Jens Hagen - eishockey-online.com

 


 

Zu Beginn tasteten sich beide Teams ab. Chancen fehlten zunächst auf beiden Seiten. Schwenningen kam nach vier Minuten zu einer guten Einschussmöglichkeit. Troy Bourke hatte das Auge für den mitgelaufenen Matt Carey, der sich die Scheibe aber zu weit vorlegte und zu harmlos agierte. Berlin blieb gefährlich und Schwenningen lauerte auf Konter. Boaz Bassen schloss einen solchen selbst ab und scheiterte, obwohl zwei Mitspieler mitgelaufen waren. Zu diesem Zeitpunkt kam zu wenig um gegen Berlin erfolgreich zu sein.

 

Die Hauptstädter waren weiter die Tonangebende Mannschaft, verpassten es aber aus den teils haarsträubenden Fehlern der Schwenninger Defensive Kapital zu schlagen. Eine Überzahl der Berliner verpuffte nach nur vier Sekunden, als James Sheppard wegen Haltens ebenfalls auf der Strafbank Platz nahm. Schwenningen nutzte den Platz auf dem Eis und kam durch Colby Robak zum Führungstreffer. Der Verteidiger schloss souverän mit einem satten Schuss ins lange Eck ab. Bis zur Pause deckten die Eisbären das von Dustin Strahlmeier gehütete Tor mit Schüssen ein. Ein Treffer sollte aber nicht mehr fallen, da Leo Pföderl aus kurzer Distanz nur die Latte traf.

 

Fast schon obligatorisch starteten die Wild Wings mit einem Gegentreffer in den Mittelabschnitt: Sebastian Streu wurde von Constantin Braun mustergültig bedient und sorgte mit einem humorlosen Handgelenkschuss für den Ausgleich. Berlin war nun in der Partie und machte die Gastgeber nach und nach zu Statisten. Leo Pföderl schloss zur Spielhälfte eine Zwei auf Eins-Situation zur erstmaligen Berliner Führung ab. Wieder nur fünf Minuten später schien das Schicksal der Schwenninger endgültig besiegelt zu sein: Mark Olver erhöhte auf 3 zu 1.

 

 



 

Schwenningen ließ in diesem Drittel den Biss und unbedingten Willen vermissen, fuhr keine Checks zu Ende und drohten sich ihrem Schicksal zu ergeben. Ein einfacher Spielzug brachte dann aber den Anschlusstreffer: Maximilian Hadraschek gewann das Bully und legte die Scheibe zu Mark Fraser an de blaue Linie. Dieser passte quer zu Colby Robak, der mit einem satten Schuss den Verkehr vor dem Berliner Tor nutzte. Backup Franzreb hatte keine Chance. Wie aus dem Nichts kamen die Neckarstädter sogar noch zum Ausgleich. Mirko Sacher passte nach einem Fehlpass der Berliner in die Spitze zu Troy Bourke, dem der Puck im Alleingang aber versprang. Maximilian Franzreb eilte aus dem Tor und wollte klären, dabei lupfte er das Spielgerät unglücklich über sich und beförderte diese beim Abwehrversuch mit der Stockhand in den eigenen Kasten.

 

Wer zur Pause mit einem Unentschieden gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Nur eine Minute später sorgte Berlins Kapitän André Rankel für die erneute Führung der Gäste. In der Luft fälschte er einen Schuss von Ryan McKiernan, unhaltbar für Strahlmeier ab. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt hochverdient.

 

Schwenningen erwischte den besseren Start in den Schlussabschnitt. Mirko Sacher nahm im eigenen Drittel Fahrt auf und kam nach Doppelpass mit Maximilian Hadraschek in das Angriffsdrittel. Dort tankte sich der Verteidiger durch und netzte mit der Rückhand sehenswert zum Ausgleich ein. In der Folgezeit waren die Specialteams gefragt. Schwenningen zog Strafzeiten, während Berlin kein Kapital daraus schlagen konnte. Selbst bei 90 Sekunden 4 gegen 3, schienen die Gäste keinen Weg zu finden. Schwenningen stand clever, während den Hauptstädtern die Kreativität fehlte.

 

151 Sekunden vor dem Ende sorgte der schönste Schwenninger Spielzug des Abends für die Entscheidung: Markus Poukulla trieb die Scheibe in das Angriffsdrittel, drehte ab und legte quer. Dort schloss Troy Bourke ab. Zwar warfen die Gäste nochmals alles nach vorne, die Punkte blieben aber am Neckarursprung.

 

 

Spiel vom 08.12.2019 Schwenninger Wild Wings - Eisbären Berlin

 

Tore:

1:0 |9.|Robak (Bourke / Sonnenburg)
1:1 |24.|Streu (Braun / McKiernan)
1:2 |32.|Pföderl (Sheppard / Wissmann)
1:3 |37.|Olver (Ortega / Aubry)
2:3 |38.|Robak (Fraser / Hadraschek)
3:3 |39.|Bourke (Sacher)
3:4 |40.|Rankel (McKiernan / Streu)
4:4 |43.|Sacher (Hadraschek)
5:4 |58.|Bourke (Poukulla)

 

Zuschauer: 3239

 


 

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Weitere interessante Links:

www.eishockey-bilder.com - Eishockey Bilder von den Schwenninger Wild Wings in unserer Galerie.

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