DEL - Siegesserie des ERC Ingolstadt endet nach dem Sonntagsspiel gegen Berlin

 

(DEL/Ingolstadt) PM Die Serie des ERC Ingolstadt ist beendet. Nach zuletzt vier Siegen in Folge unterlagen die Panther den Eisbären Berlin in eigener Halle mit 2:4. Ein Doppelpack von Tim Wohlgemuth reichte den Hausherren nicht zum Punktgewinn.

 

2019 10 13 ingolstadt berlin

(Foto: Jürgen Meyer / eishockey-online.com)

 


 

Vor der Partie gab es positive Nachrichten aus dem Ingolstädter Lazarett. Verteidiger Ville Koistinen kehrte ins Lineup zurück. Bei Matt Bailey ging man auf Nummer sicher und ließ ihn nochmal draußen. "Er hätte wahrscheinlich schon spielen können, aber ich wollte die Jungs nach dem starken Auftritt in Düsseldorf belohnen", verriet Trainer Doug Shedden. Garret Pruden war für Kooperationspartner Kaufbeuren im Einsatz.

 

 

Gleich zu Beginn wurde es brenzlig für die Gastgeber, die eine zweiminütige Unterzahl zu überstehen hatten. Nachdem dies gelang, starteten die Panther ihre Offensivaktionen. Die erste davon war nach exakt neun Minuten von Erfolg gekrönt. Kris Foucault bewies einmal mehr seine Übersicht und bediente Tim Wohlgemuth mit einem schönen Pass. Der 20-Jährige zielte ganz genau und setzte die Scheibe ins lange Eck - 1:0 ERC. In der Folge hätten die Blau-Weißen sogar noch erhöhen können - eigentlich sogar müssen. Koistinen bekam den Puck am langen Pfosten perfekt serviert, aber der Finne zögerte einen Moment zu lange und schoss dann den bereits am Boden liegenden Eisbären-Goalie Sebastian Dahm genau an den ausgestreckten Arm (14.). Kurz vor der Pause tat sich für Wayne Simpson die Gelegenheit nach einem Steilpass von Jerry D'Amigo auf, aber der US-Boy verzog knapp (19.).

 

 

Eine eiskalte Dusche mussten die Ingolstädter im zweiten Drittel über sich ergehen lassen. Zunächst ging Colton Jobke aufgrund einer zweifelhaften Strafe in die Kühlbox und die Gäste nutzten dies mit einer ordentlichen Portion Glück zum Ausgleich. Maxim Lapierre brachte das Spielgerät einfach mal mit der Rückhand auf das Tor. Sein Versuch klatschte an den Pfosten, sprang dann an den Schlittschuh von ERC-Goalie Timo Pielmeier und von dort zum Ausgleich ins Tor (23.). Und es kam noch dicker. Nur 64 Sekunden später gingen die Hauptstädter sogar in Führung. Ein verdeckter Schuss von Ryan McKiernan schlug unter der Latte ein. Allerdings hatten die Hausherren danach bei vier Minuten Powerplay am Stück die Möglichkeit, schnell auszugleichen. Auch eine daran anschließende 74-sekündige doppelte Überzahl konnten sie allerdings nicht nutzen. In über sechs Minuten Powerplay brachten die Panther schlicht zu wenig Pucks auf das Tor. Die beste Gelegenheit hatte Simpson (33.) der aus spitzem Winkel nicht traf und Brett Olson, dessen Bogenlampe auf den Berliner Kasten sprang.

 

 

Nahezu eine Kopie des Auftakts in den Mittelabschnitt sahen die Zuschauer in der Saturn-Arena dann im dritten Drittel. Lapierre zog unbedrängt vor den Kasten und überwand Pielmeier per Rückhand zum 1:3. Wieder war der Schlussabschnitt erst zweieinhalb Minuten alt. Die Oberbayern mühten sich um den schnellen Anschlusstreffer und rannten an. Erst vier Minuten vor dem Ende keimte nochmal Hoffnung auf. Tim Wohlgemuth traf zum zweiten Mal. Diesmal mit einem wuchtigen Schuss, der direkt nebem dem Pfosten in den Maschen einschlug. Zu mehr reichte es allerdings nicht mehr. Austin Ortega stellte mit einem technischen Tor (Sean Sullivan foulte den Stürmer als er kurz vor dem leeren Tor abschließen wollte) den 4:2-Endstand her.

  

 


 


 

STIMMEN ZUM SPIEL


ERC-Trainer Doug Shedden: "Im ersten Drittel war es ein enges Spiel. Im zweiten Abschnitt waren wir dann leider nicht gut. Unser Powerplay war sehr schlecht. Das hat uns heute den Sieg gekostet. Einige Spieler haben nicht das gezeigt, was sie eigentlich können. Tim Wohlgemuth hatte dafür ein großartiges Spiel. Ich hab einige gute Dinge gesehen, aber auch viele schlechte. Daran werden wir arbeiten."

 

Panther-Stürmer David Elsner: "Die Eisbären sind mit viel Schwung ins zweite Drittel gestartet und wir haben ihnen Leichtsinnsfehler angeboten. Außerdem hat Berlin ein aggressives Unterzahl gespielt. Dass wir unser Powerplay heute nicht nutzen konnten war aber mit Sicherheit ein spielentscheidender Punkt."

Eisbären-Trainer Serge Aubin: "Im ersten Drittel standen wir mit dem Rücken zur Wand. Da hat Ingolstadt viel Druck gemacht und Sebastian Dahm hat uns mit einem Mega-Save vor dem 0:2 bewahrt. Wir haben uns in der Kabine nochmal ins Gedächtnis gerufen, was nötig ist, um hier eine Chance zu haben. Wir haben dann hart gearbeitet und unser Unterzahlspiel war fantastisch. Am Ende hat uns die geschlossene Teamleistung den Sieg beschert."

 

 

Für die Panther geht es am Freitag an den Seilersee, wo sie bei den Iserlohn Roosters antreten. Das nächste Heimspiel steht am kommenden Sonntag, 20. Oktober auf dem Programm. Dann gastieren die Straubing Tigers mit den Meisterpanthern Benedikt Schopper und Travis Turnbull sowie dem Ex-Ingolstädter Benedikt Kohl zum Derby in der Saturn-Arena.

 

 

 

 


 

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