DEL – Die Kölner Haie gewinnen das siebte und alles entscheidende Playoff-Spiel gegen Ingolstadt und ziehen ins Halbfinale ein

 

(DEL/Köln) (ST) Es war das alles entscheidende letzte Spiel in der Viertelfinalserie der Kölner Haie gegen den ERC Ingolstadt. Vor 13.111 Zuschauern boten sich beide Mannschaften ein hart umkämpftes und spannendes Spiel. Es ging um den Einzug in das Halbfinale. Am Ende entschied diese Partie der KEC mit 3:2 für sich. Im Halbfinale treffen sie nun auf die Adler Mannheim, bereits am Dienstag.

 

 

 

Foto: Ingo Winkelmann


 

 

Es wurde von Anfang eine enge Serie erwartet. Diesen Kampf boten sich die beiden Mannschaften Köln und Ingolstadt dann auch. Dreimal ging es in die Verlängerung. Bis auf das erste Spiel, das die Panther mit 6:2 für sich entschieden, und das sechste Spiel, das mit 5:2 für Köln endete, blieben alle Ergebnisse sehr knapp. Und so erwarteten die Zuschauer an diesem Sonntag auch eine nervenzerreißende Partie, die alles entscheiden würde.

 

Alles entscheidend, „do or die“, letztes Spiel Sieben. Das sind alles Schlagworte, die die Nerven eines Eishockeyfans zum Zerreissen bringen können. Und an diesem Sonntag in der Serie Köln gegen Ingolstadt, Haie gegen Panther, war es so weit gekommen. Am Freitag trug Jason Akeson wieder den speziellen Helm, der ihn als Topscorer auszeichnete. Vergangenen Sonntag aber war es kurzzeitig für ein Spiel noch Frederik Tiffels, der diesen Helm trug. Das Freitagsspiel stand für den KEC unter dem Motto „Zum Siegen verdammt“, sie mussten gewinnen, um ein siebtes Spiel Sonntags in Köln zu erzwingen. Das gelang den Kölnern mit einem 5:2 Sieg. Hierbei war das erste Drittel eines der stärksten Drittel in den Playoffs der Haie, sie gingen mit 3:0 in Führung. Im zweiten Drittel jedoch ließen sie an Offensivkraft nach und Ingolstadt kam mit zwei Toren heran. Im letzten Drittel machten die Panther weiter Druck, doch gegen Ende gelang Köln das vierte Tor. Der Frust der Gastgeber stieg und dies ließen sie durch Provokationen und Gerangel heraus. So entstanden am Ende noch eine kleine Gruppenschlägerei und einige Strafzeiten. Der Treffer ins leere Tor zum 5:2 machte aber den Sack für Köln zu. Felix Schütz überzeugte in der Partie mit drei Toren, seinem ersten Hattrick.

 

Doch trotz der heißen Phase der Playoffs brodelt die Gerüchteküche um mögliche Transfers bei und Spielerwechsel den Kölner Haien weiterhin. Ryan Jones wird nach dieser Saison seine Karriere beenden, das ist bereits bestätigt. Fakt ist auch, dass der KEC zur kommenden Saison einen neuen Trainer braucht, Dan Lacroix wird zurück nach Kanada gehen. Aktuell wird als Favorit noch Augsburgs Trainer Mike Stewart gehandelt. Es gibt hierzu aber noch keine Bestätigungen. Alexander Sulzer wird mit der Düsseldorfer EG in Verbindung gebracht, in Köln wird sein Vertrag Ende der Saison auslaufen und eine Verlängerung ist eher fraglich. Auch Kais Hospelt wird voraussichtlich Köln verlassen und ins benachbarte Krefeld wechseln. Das heißeste Gerücht jedoch ist das um Jonathan Matsumoto von den Iserlohn Roosters. Er soll demnach nach Köln wechseln. Matsumoto war in der Hauptrunde dieser Saison der zweitbeste Scorer der DEL, die Roosters jedoch erreichten die Playoffs nicht. Sein Abschied aus Iserlohn ist schon verkündet, doch noch kein neuer Club benannt, gemunkelt, und zwar laut, wird Köln.

 

Eine Niederlage würde für den KEC sehr bitter sein und ernüchternd, schieden die Haie im Vorjahr bereits im Viertelfinale gegen Nürnberg aus. Besonders bitter dieses Jahr wird es nur dadurch sein, dass Köln streckenweise in den Spielen besser spielte als der Konkurrent Ingolstadt, ihnen letztlich aber die Chancenverwertung und das Bisschen Torglück einen Strich durch die Rechnung machte. Hier war Ingolstadt die effektivere und kaltschnäuzigere Mannschaft und besaß das Talent, das besonders in den Playoff gefragt ist, dreckige Tore schießen.

 

We darf nach diesem Spiel die Bärte wieder rasieren? Köln oder Ingolstadt?


Es kann nicht oft genug betont werden, wie spannend siebte Spiele in einer so langen Playoff-Serie sind.

 

Im ersten Drittel ging es daher mit Tempo und Druck los.Für Ingolstadt stand Timo Pielmeier dieses Mal im Tor und nicht Jochen Reimer. Schnell wurde deutlich, das würde keine einfache Sache werden, weder für Ingolstadt noch für Köln. Beide Mannschaften wollten unbedingt ins Halbfinale einziehen. Der ERC Ingolstadt machte schnell enorm Druck, dennoch war es Köln mit dem ersten Führungstor. In der vierten Minute schoss Ryan Jones den Führungstreffer nach Vorlage von Fabio Pfohl und Mike Zalewski. Daraufhin hatte Gustaf Wesslau im Tor etwas mehr zu tun, denn Ingolstadt erhöhte den Druck, um den Ausgleich zu erzielen. Das erste Drittel endete 1:0 für den KEC und zeigte bereits die Fahrtrichtung für das Spiel, es würde emotional, aggressiv und hart umkämpft werden.

 



 


Der Mittelabschnitt war weiterhin geprägt von Härte. Ingolstadt prüfte immer wieder die Grenzen und tatsächlich ließen sich die Schiedsrichter oft durch die Provokationen in die Irre führen. Ingolstadt war in diesem Drittel streckenweise die bessere Mannschaft, drückten sie doch auf den Ausgleich. Dieser gelang ihnen in der 26. Minute durch Brandon Mashinter. Doch Köln ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und ging in der 38. Minute, wieder durch Ryan Jones, in Führung. Die Unparteiischen pfiffen einige Strafen, übersahen jedoch auch einige Strafen, hauptsächlich die der Ingolstädter. Doch der KEC ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Das Drittel endete 2:1.

 

Im Schlussdrittel ging es erst mit dem 2:1 weiter. Ingolstadt verschärfte den Druck. Doch Köln versuchte dagegen zu halten, was auch gelang. In der 56. Minute erhöhte der KEC zum 3:1. Frederik Tiffels weitestgehend im Alleingang traf ins Tor. Ingolstadt setzte nun alles auf eine Karte und versuchte die zwei Tore auszugleichen. In der 59. Minute wurde dieser Kampf zunächst belohnt. Michael Collins traf zum 3:2. Jedoch wollte der letzte ausgleichende Treffer nicht fallen und auch Köln erhöhte nicht mehr. Es endete mit 3:2 für Köln und so steht der KEC im Halbfinale.

 

Alles in allem wurde dem Eishockeyfan in dieser Partie wieder alles geboten. Die Spannung blieb zum Zerreissen. War Ingolstadt ruhig und besonnen in den ersten Spielen des Viertelfinales, wirkten sie an diesem Sonntag etwas unruhig und nervöser. Der KEC jedoch behielt heute die Oberhand und Ruhe, die für den Sieg notwendig war. Sie Serie war weitestgehend auf Augenhöhe beider Mannschaften und bleib wie zuvor erwartet äußerst eng und knapp. Beide Mannschaften trafen sich auf Augenhöhe und das Ende war schwer vorhersehbar. Am Ende war es Köm mit dem nötigen Erreget und er geforderten Ruhe, um den Sieg nach Hause zu bringen. Die Schiedsrichterleistung blieb heute dennoch sehr fragwürdig, gewahrt aller Neutralität, doch einige Vergehen blieben ungeahndet, was doch ein schlechtes Licht auf die Schiedsrichter und auch die DEL, wie schon in der Hauptrunde des Öfteren angesprochen, wirft. Hier fehlt Handlungsbedarf und in der nächsten Saison bleibt zu hoffen, dass die Deutsche Eishockey Liga nachrüstet oder zumindest nachrüstet. Transparenz und Kommunikation sind Schlagworte, die sich die DEL zu Herzen nehmen sollte.

 

Am Dienstag geht es für die Kölner Haie nach Mannheim in das erste Halbfinalspiel, um 19.30 Uhr geht es los. Am Freitag um 19.30 Uhr folgt dann das erste Heimspiel für den KEC gegen die Adler.


 

 

 

 


 

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