(DEL/Ingolstadt) (Werner Hentschel) Zwei Tage nach der heftigen 7:2 Klatsche in Mannheim wollte der ERC Ingolstadt beim neuen Angstgegner Straubing Tigers Wiedergutmachung betreiben. Die Niederbayern, die die Panther im November mit dem selben Ergebnis aus dem Pulverturm schossen, waren bestens vorbereitet und stellten Panther-Hexer Sebastian Vogl in die Kiste. Auch Doug Shedden rotierte mit seinen Spielern.

(Foto: Jürgen Meyer)
So musste der Headcoach des ERC Ingolstadt auf Toughguy Colton Jobke, 3.te Disziplinarstrafe, und Sean Sullivan in der Abwehr verzichten. Sean Sullivan laboriert weiter an der Verletzung aus dem Krefelder Spiel. Eine Denkpause bekam Ryan Garbutt, Tyler Kelleher tauchte vorerst nur auf dem Spielberichtsbogen auf. So durfte Ville Koistinen wieder in der Abwehr fungieren, Laurin Braun stürmte neben Tim Wohlgemuth, der als Aufsteiger in die Elite-Gruppe mit der U20 aus Füssen zurückkam.
Vor 3505 Zuschauer begann das bayrische Derby für die Gastgeber eher behäbig und verängstigt. Die Gäste aus Straubing merkten dies schnell und setzten mit körperbetonten Spiel ihren Gegner unter Druck. Die Folge waren Scheibenverluste in den Reihen der Panther. So setzten Jeremy Williams, Top-Torjäger der Tigers, mit seinen Spielkameraden die Panther mehr und mehr unter Druck. Dazu verteidigten die Gastgeber körperlos und es brannte in der 5. bzw. 6.Minute sehr.
Dank Timo Pielmeier blieb es noch beim torlosen Remis, der gegen Mike Connolly in der 10.Minute einen Monstersave zeigen musste. Als beide Teams das erste Powerbreak in Anspruch nahmen, waren die Gäste aus Niederbayern unmittelbar danach hellwach und bestrebt den Führungstreffer zu kreieren. Über Sena Acolatse und Jeremy Williams gelang die Scheibe zu Mike Connolly, der zum 0:1 einnetzte. Danach durften die Panther in Überzahl agieren. Mehr als ein paar harmlose Schüsse und etwas Verkehr vor dem Straubinger Tor passierte wenig. Anders die Gäste, die ab der 17.Minute in Überzahl präsentieren durften.
So sah Darin Olver auf der Strafbank wie Antoine Laganiere Dustin Friesen austanzte und Timo Pielmeier prüfte. Laganiere schaltete blitzschnell und legte den abprallenden Puck quer, Stefan Loibl staubte in der 19.Minute zum 0:2 ab. Vielleicht Loibls letzter Treffer gegen seinen eventuell neuen Arbeitgeber.
Auch im zweiten Spielabschnitt kamen die Panther nicht richtig in Tritt. Ein schlechtes Zweikampfverhalten und Fehler im Spielaufbau ermöglichten den Niederbayern ein leichtes Spiel. So entstand in der 24.Minute das 0:3 durch Mitchel Heard. Ingolstadts Angriffsspiel wurde erst besser, nachdem Joachim Ramoser einen Rebound zum 1:3 vollstreckte. Zuvor hatte Laurin Braun trocken abgezogen.
Zu dem Zeitpunkt waren 30:28 Minuten gespielt. Danach tankte sich Thomas Greilinger durch, scheiterte aber zweimal an Sebastian Vogl, ehe die Panther in Überzahl agieren durfte. So wurde T.J. Mulock von den Schiedsrichtern Hunnius/Schukies für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt, weil er Pat Cannone vor dem Einnetzen unerlaubt hinderte. Mit Ablauf dieser Strafzeit hatte Tyler Kelleher Pech. Sein Schuss prallte vom rechten Pfosten ab. Den Nachschuss von Mike Collins entschärfte der Straubinger Goalie. Eine Minute vor Drittelende probierte es auch Petr Taticek mit einem Pfund. Sebastian Vogl wehrte mit einem Reflex ab. Genauso kurz vor der Pausensirene, als es Maury Edwards von der rechten Seite probierte.
Im Schlussdrittel beschränkte sich das Team von Tom Pokel nur auf das Motto, eigenen Kasten sauber halten, Scheibe weg vom Tor. Dieses Konzept ging voll auf, denn dem ERC Ingolstadt fiel wenig dazu ein, diesen Riegel zu brechen. So nahmen die Straubing Tigers Minute für Minute von der Uhr. Selbst die Maßnahme, 6 Feldspieler für den Goalie, entpuppte sich als unwirksam. Ganz im Gegenteil, Straubings Sven Ziegler bugsiert 86 Sekunden vor Schluss den Puck ins zwischenzeitlich verlassene leere ERC-Tor. In den restlichen Sekunden feierten die gut 300 Tigers-Fans ihr Team und das 1:4.
ERC Ingolstadt vs. Straubing Tigers 1:4 (0:2; 1:1; 0:1)
Gamescoring Ingolstadt:
Joachim Ramoser 1/0
Laurin Braunn 0/1

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