(DEL/Straubing) (MA) Nach dem behäbigen Auftritt am Freitag zog es nur 3.905 Zuschauer in die Halle und die verpassten das beste Spiel der Saison. Die Tigers gingen wie ausgewechselt zu Werke und ließen sich durch einen starken Zwischenspurt der Haie nicht aus dem Konzept bringen. Mike Zalewski und Jeremy Williams sprühten gerade vor Spielfreude, rissen dass gesamte Team mit und führten es zum Sieg. Die Haie konnten ihr Momentum im zweiten Abschnitt nicht in einem Sieg ummünzen und gingen verdient als Verlierer vom Eis.

(eishockey-online.de / Ralf Schmitt)
Die Tigers spielten von Anfang an mit mehr Druck auf das Kölner Tor als noch vor 48 Stunden gegen Krefeld. Der Puck lief durch alle Reihen viel besser. Die ersten Schüsse aus der Halbdistanz feuerten Edwards und Yeo ab. Die erste Möglichkeit für die Kölner Haie bot sich bei der ersten Überzahl. Aber mehr als ein knapper Schuss am Tor vorbei von Eriksson sprang nicht heraus. Die Tigers standen im Anschluss mit einem Mann mehr auf dem Eis. Bisher blieben sie in sieben Spielen ohne Erfol im Powerplay. Nicht so heute. Nach einem Pass von S. Zalewski an der blauen Linie nahm sich Max Renner ein Herz und zog ab. Vor dem Tor wartete Mike Hedden (13.) der den Puck unhaltbar für Weslau abfälschte. So mussten die Fans sage und schreibe 433 Minuten in der neuen Saison auf den ersten Überzahltreffer warten. Die Tigers machten weiter Druck und schnürten die Haie immer wieder in deren Zone ein. Am Ende waren die Gäste froh mit nur einem Tor Rückstand in die Pause zu gehen.
Ein offener Schlagabtausch erwartete die Fans beider Lager im Mittelabschnitt. Dieser begann mit einem Doppelschlag für die Kölner Haie die besser und engagierter aus der Kabine kamen. Unter gütiger Mithilfe von Sebastian vogl fiel der Ausgleich durch Corey Potter (22.). Aus spitzen Winkel konnte er Vogl überwinden. Ein Tor das auf die Kappe des Straubinger Keepers geht. Die Tigers wurden weiterhin eingeschnürt und prompt zappelte die Scheibe schon wieder im Tor. Dieses mal war es Pascal Zerressen (24.) der mit einem satten Schuss von der blauen Linie ins Tor der Tigers traf. Doch die Hausherren fanden wieder zurück in die Spur. Sie nahmen die Zweikämpfe wieder besser an und kamen zu Chancen. Dann kam der Auftritt von Mike Zalewski (28.). Es passiert nicht oft das ein Spieler von der eigenen Zone startet, die Defensive des Gegners durchdringt und dann ein wunderschönes Tor erzielt. Der geneigte Zuschauer kennt dies unter dem Begriff, "From Coast to Coast". Somit behielten die Tigers die Oberhand und konnten erneut durch Dylan Yeo (31.) in Führung gehen. Mit einem sehenswerten "Erich Kühnhackl Gedächtnisschuss" mit der Rückhand überwand er Gustav Weslau zu seinem Erstaunen. Schon war wieder Feuer im Spiel. Es ging rauf und runter. Die Tigers kamen erneut gefährlich vor das Tor der Haie. Rene Röthke vergab eine sehr gute Möglichkeit und eine noch bessere vergab Mike Hedden der Weslau aussteigen lies und nur noch das leere Tor vor sich hatte. Aber da versagten dem Stürmer die Nerven und er zielte knapp am Tor vorbei. Kurz vor Ende kamen die Haie bei einer Überzahl noch mal auf. Krämer hätte den Puck von B. Jones verwerten können aber da macht Vogl seinen Lapsus wieder gut. So blieb es bei der hauchdünnen Führung für die Niederbayern nach vierzig Minuten.
Auch im letzten Abschnitt sollten die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Wieder gehörten die ersten Minuten den Kölnern die auf den Ausgleich drängten. Dem besten Kölner gelang es dann auch. Felix Schütz (44.) stand völlig frei vor Vogl und tunnelte diesen zum 3:3 Zwischenstand. Die Freude der ca. 150 mitgereisten Haie-Fans währte nicht lange. Mike Connolly nützte ein weiteres Powerplay der Tigers zur erneuten Führung und kaum war der Jubel verhallt, stellte Mike Zalewski (45.) in seinem bisher besten Spiel für die Tigers sogar auf 5:3. Viel Mühe hatte er dabei nicht, weil Steven Zalewski und Adam Mitchell gute Vorarbeit leisteten. Danach wurde es für die Tigers immer mehr eine Abwehrschlacht. Die Haie bissen sich an der Abwehr von Coach Stewart die Zähne aus. Gäste-Trainer Clousten nahm bereits 150 Sekunden vor dem Ende seinen Torwart vom Eis. Dies hätte Mike Hedden beinahe bestraft, aber er scheiterte am Pfosten. Trotzdem setzten die Tigers den Schlusspunkt zum 6:3 durch Mike Connolly (60.) als er es etwas besser machten und den Puck ins verlassene Tor schoss. Eine Leistungssteigerung gegenüber dem Freitagsspiel um nahe zu 80 % brachte den Straubingern einen verdienten drei Punktesieg ein.
Spiel vom 01.10.2017
Straubing Tigers - Kölner Haie 6:3 (1:0|2:2|3:1)
1:0 |13.|Mike Hedden (Renner, S. Zalewski) PP1
1:1 |22.|Corey Potter (Shugg, Eriksson)
1:2 |24.|Pascal Zerressen (Sulzer, Hospelt)
2:2 |28.|Mike Zalewski (Williams, Dotzler)
3:2 |31.|Dylan Yeo (S. Zalewski, Williams)
3:3 |44.|Felix Schütz (Lalonde, Hanowski)
4:3 |45.|Mike Connolly (Edwards, Hedden) PP1
5:3 |46.|Mike Zalewski (S. Zalewski, Williams)
6:3 |60.|Mike Connolly EN
Strafen:
Straubing 4 - Köln 8
Zuschauer:
3.905

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