Bayernliga - Pfaffenhofen "Der Abstieg bietet auch Chancen"

 

(Bayernliga/Pfaffenhofen) PM (Michael Kraus und Kevin Reichelt) Von Platz eins auf vier im letzten Spiel - der EC Pfaffenhofen hat auf dramatische Art und Weise den Klassenerhalt in der Eishockey-Bayernliga verpasst. Das ist ein herber Schlag für das sportliche Selbstverständnis Pfaffenhofens - die Stadt stellt sich aber demonstrativ hinter die IceHogs. Nach 31 Jahren, in denen der Eissport-Club Pfaffenhofen (ECP) mindestens in der höchsten Amateurspielklasse Bayerns gespielt hat, ist die Erste Mannschaft am Sonntag abgestiegen - von der Bayern- in die Landesliga.

 

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(Foto: Stolle)


 

Die Nachricht ist eines der großen Gesprächsthemen am Tag danach. Schließlich ist das städtische Eisstadion erst vor wenigen Jahren für über sechs Millionen Euro generalsaniert worden - unter anderem auch mit Blick auf die sportliche Leistung der IceHogs.

 

"Der Abstieg in die Landesliga ist natürlich bedauerlich, zumal der ECP schon mal in der dritten Liga gespielt hat", sagt etwa Bürgermeister Thomas Herker (SPD). Er drücke den IceHogs die Daumen für die neue Spielsaison 2018/19 in der Landesliga. Aber auch in dieser werde der Spielbetrieb wohl wieder ordentliche Summen verschlingen. "Ich bin sicher, dass die Führung des ECP die richtigen Entscheidungen treffen wird, um die sportliche Zukunft auf langfristige Sicht zu sichern."


Adolf Lohwasser (SPD), Sportreferent des Stadtrats und selbst ECP-Mitglied, war gestern merklich getroffen vom Abstieg: "Erst an der Tabellenspitze, dann unglücklich verloren und überholt - das ist schon ein grausames Schicksal." Er unterstreicht aber, dass sich an der Unterstützung des Vereins durch die Stadt nichts ändern werde. "Die neue Eismaschine ist im Haushalt schon veranschlagt", sagt er etwa. "Das Eisstadion liegt uns auch für die Schulen und den öffentlichen Lauf am Herzen", sagt Lohwasser. "Es ist frisch saniert und der ECP wird dort immer seine Heimat haben - egal in welcher Liga."


Das unterstreicht auch Herker: Der ECP habe "nicht mit mehr und nicht mit weniger zu rechnen", sagt der Bürgermeister. Die Stadt unterstütze den Verein ja nicht zuletzt auch über die allgemeinen Förderrichtlinien hinaus mit einem "rundum erneuerten Stadion und einem günstigen Pachtvertrag". Und daran werde sich nichts ändern. Der ECP sei schließlich nicht nur der Eishockey-Ligabetrieb, sagt Herker mit Verweis beispielsweise aufs Eislaufen als Breitensport, Eiskunstlauf sowie die Kinder- und Jugendmannschaften.


Der ECP könne sich der Unterstützung durch die Stadt weiterhin sicher sein, sagte gestern auch CSU-Stadtrat Thomas Röder, der zwar nicht als Referent für Sport zuständig, aber als ECP-Mitglied und treuer IceHogs-Fan eine Stimme des Vereins im Stadtrat ist. "Der ECP als Gesamtverein ist für die Stadt Pfaffenhofen sehr wertvoll", sagt er. "Allein, was da im Jugendbereich passiert, ist der Wahnsinn." Und gerade diese sei ja ausschlaggebend, was die Zuschüsse betrifft. "Bei der Vereinsförderung kommt keiner zu kurz", sagt Röder mit Blick auf die Gesamtheit der Sportvereine.


Als Fan ist er trotz allem voll des Lobes für "seine" Mannschaft: "Traurig müssen sie nicht sein, sie haben sehr gut gespielt", sagt er über das Spiel am Sonntag, bei dem er selbstverständlich im Publikum stand. "Verglichen mit der Größe Pfaffenhofens und der finanziellen Lage des Vereins haben die IceHogs sowieso in einer sehr hohen Liga gespielt", sagt Röder. "Es ist herausragend, was da in den vergangenen 31 Jahren geleistet wurde." Der Abstieg biete nun auch Chancen: Wenn die Fans öfter Spiele erleben könnten, die gewonnen werden, und mehr regionale Spieler im Kader stehen, bestehe beispielsweise die Chance auf steigende Zuschauerzahlen - und natürlich auf eine gute Platzierung und Kampf um den Aufstieg.


Darauf setzt auch Sportreferent Lohwasser: "Sie haben eine gute Mannschaft und gute Nachwuchsspieler", sagt er. "Jetzt müssen sie beieinanderbleiben." Dann kämen mit dem Erfolg wieder mehr Zuschauer. Und den Wiederaufstieg hält Lohwasser für gesetzt: "Die IceHogs sind einfach zu stark für die Landesliga."


Auch der ECP-Vorsitzende Karl Oexler, vor 25 Jahren selbst als Spieler Bayerischer Meister mit dem ECP, sieht die Bayernliga als Ziel. Auch wenn das schwer wird. "Der Abstieg ist keine einfache Situation, aber wir mussten immer damit rechnen. Es kommt nicht aus heiterem Himmel, in den letzten Jahren haben wir immer gegen den Abstieg gespielt", erklärt Oexler. Die Art und Weise, am letzten Spieltag den Klassenerhalt zu verspielen, sei aber brutal. "Es hilft nichts, es wird weitergehen. Der Verein ist so gefestigt, dass es keine Probleme geben sollte", sagt Oexler.


Sicher sein kann sich der ECP  bei der Unterstützung der Stadtwerke Pfaffenhofen. Das Sponsoring fürs Stadion, die Stadtwerke-Arena, und den Eissport stehe nicht zur Debatte. Der Vorsitzende Stefan Eisenmann bringt es auf den Punkt: "Wir halten zu unserem lokalen Verein, egal in welcher Liga er spielt."

 

 



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