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Freese PO Spiel4 Crocodiles 2

 

(Oberliga/Hamburg) (Karsten Freese) Und plötzlich ist die Saison zu Ende. Im Grunde hat man es gewusst aber wenn einen die Realität einholt dann ist es doch überraschend. Dabei hatten sich die Tilburg Trappers eine Playoff Serie gegen die Crocodiles Hamburg wohl ganz anders vorgestellt. Nach 4 Siegen in der Saison und 27:9 Toren galt Hamburg sicherlich als leichter Aufbaugegner bevor es dann ab Runde 2 gegen die harten Brocken geht. Dieser Plan ging nicht auf, Hamburg erwies sich als extrem unbequem und es wurde alles andere als ein kräfteschonender Cleen Sweep.


 

Mit einem Matchpoint in der Tasche kamen die Tilburg Trappers am gestrigen Freitag nach Hamburg um die Serie gegen die Crocodiles abzuschließen – Hamburg hingegen wollte alles dransetzen, um ein Spiel 5 in Tilburg zu erzwingen. Die Trappers starteten mit gewohnt hohem Tempo und viel Druck in die Partie, Hamburg wirkte hingegen Müde und beinahe langsam. 4 Spiele in 8 Tagen forderten ihren Tribut und manch einer in der Halle machte sich bereits auf ein Debakel gefasst.

 

Die Trappers legten kräftig vor. Das 1:0 in der 5. Minute durch Justin Larson, in Minute 9 das 2:0 durch Nick de Ruijter und Danny Stempher legte in der 11. Minute das 3:0 durch einen Short-Hander auf. Das machte keinen Mut was dort passierte. Josh Mitchell, ansonsten eher als brillianter Passgeber bekannt, verkürzte in der 12. Minute dann auf 1:3 durch ein sehenswertes PP Tor. Aufatmen beim Publikum, ein wenig Hoffnung keimte auf, aber Tilburg war nicht zu bremsen. Jordy Verkiel stellte in der 14. Minute die Anzeigetafel auf „4“ und manch einer in der Halle rechnete im Geiste wohl schon das Ergebnis auf 60 Minuten hoch. In der 16. Minute dann wieder Josh Mitchell, der mit dem 2:4 nach einem wunderbaren Konter den vorherigen Abstand wieder herstellte.

 

Schiedsrichter Razvan Gavrilas hatte, nach einer umstrittenen Leistung am vergangenen Sonntag, die Partie sehr gut im Griff. Das referee team drückte hier und da mal ein Auge zu, versäumte aber nie den Zeitpunkt um einzugreifen wenn das Spiel überharte Züge annahm was dem gesamten Spiel sichtlich gut tat. Mit 2:4 gingen die Teams dann auch in die Pause und ließen die Fans mit gemischten Gefühlen zurück. Ein Rückstand in dieser Höhe ist im Eishockey grundsätzlich kein Weltuntergang aber würden die Hamburger diesem Druck auf Dauer standhalten können?







Was dann in der Hamburger Kabine passiert sein mag, ist an dieser Stelle nicht überliefert aber was dann zum zweiten Drittel auf das Eis kam, war ein völlig anderes Team als in den ersten 20 Minuten. Die Crocodiles wirkten völlig ruhig, beinahe gelassen. Sie verteidigten effektiv, machten Räume eng und stellten die Passwege der Holländer zu. Tilburg wirkte verwirrt. Zwar rannten die Gäste, wie schon im ersten Drittel, gegen die Hamburger Abwehr an aber es kam auf einmal nichts zählbares dabei heraus. Hamburg hatte, ganz unspektakulär, die Fäden in die Hand genommen und kontrollierte das Spiel – 3 Zeitstrafen auf Tilburger Seite mögen eine Folge hiervon gewesen sein und das rächte sich in der 34. Minute als André Gerartz sein Team durch ein Powerplay Tor auf 3:4 heranbrachte. Die Halle kochte auch vorher schon aber jetzt stand das Publikum Kopf, die Sensation lag zumindest ansatzweise in der Luft.

 

Im Schlussdrittel musste dann wohl die Eismaschine eine Stufe höher gestellt werden. Die Hamburger Fans standen als 7. Spieler quasi mit auf dem Eis und die beiden Teams traten zum Showdown an. Tilburg wie gewohnt hart und hochklassig, Hamburg auf Augenhöhe dagegen. Wie zwei Profiboxer die ihre Deckung sinken lassen und nur noch auf den Knockout des Gegners fokussiert sind. Mit Oberliga hatte diese Atmosphäre nichts mehr zu tun, hier ging jedem Eishockeyfan das Herz auf.

 

Die Holländer erneut, wie schon im zweiten Drittel, mit drei Zeitstrafen mehrfach im Nachteil, Hamburg konnte daraus kein Kapital schlagen aber noch war genug Restzeit auf der Uhr. Dann war es aber wohl genau das nötige Quäntchen Glück oder aber auch die höhere Qualität der Tilburger – nach einem eher durchschnittlichen Angriff landete die Scheibe nach einem Schuss von Ivy van de Heuvel im Hamburger Tor. 3:5 aus Sicht der Gastgeber. Die Temperatur im Eisland Farmsen stieg nochmals um gefühlte zwei Grad an. Konditionsprobleme bei Hamburg? Nicht erkennbar. Nun wurde buchstäblich alles in die Waagschale geworfen, die Crocodiles griffen mit allem an was zur Verfügung stand und Tilburg konnte nur noch eines tun – verteidigen und nochmals verteidigen. In der 57. Minute rief Andris Bartkevics seinen Torwart vom Eis, Hamburg mit 6 Spielern und Tilburg war verzweifelt bemüht, dem Druck noch Stand zu halten – Schoß aus wenigen Metern am leeren Hamburger Tor vorbei aber das Schicksal war kein Hamburger an diesem Tag. Die Sirene beendete das Spiel erbarmungslos und Tilburg ist mit diesem 3:5 Auswärtssieg in der zweiten Runde.

 

Hamburg kann allerdings, im Jahr 1 seiner neuen Zeitrechnung, stolz auf sich sein. Stolz auf eine herausragende Saison nachdem sich das Team vor einem Jahr bereits im freien Fall in die Regionalliga befand. Stolz auf sein Umfeld wo viele ehrenamtliche Vereinsmitglieder über ihre Grenzen hinaus gegangen sind. Stolz auf knapp 2000 Fans die ihr Team immer und immer wieder unterstützen. Stolz auf alles was erreicht wurde. In Hamburg ist die Saison zwar zu Ende aber die Crocodiles beginnen gerade erst.

 

(Text + Foto: Karsten Freese) Hangab





Hamburg CrocodilesMehr Informationen über die Hamburg Crocodiles erhalten Sie hier...

 

 

 

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