(DEL-Nürnberg) Nachdem der 1. FC Nürnberg sein Heimspiel beim 2. Nürnberger Sportnachmittag gegen den FC Ingolstadt gewonnen hatte, wollten die THOMAS SABO Ice Tigers gegen die Eisbären Berlin nachlegen. Unterstützt von zahlreichen Club-Fans und insgesamt 5.566 Zuschauern erwischten die Ice Tigers den deutlich besseren Start und setzten die Gäste aus der Hauptstadt früh unter Druck.

 

Nach nicht einmal zwei Minuten hatte Corey Locke die erste hochkarätige Chance, als er einen Querpass von Jason Jaspers gefährlich abfälschte. Eisbären-Torhüter Petri Vehanen reagierte aber stark und konnte die Chance vereiteln. Nürnberg setzte nach, Patrick Reimer hielt die Kelle in eine Hereingabe von Yasin Ehliz, scheiterte aber ebenfalls an Vehanen. Nur 13 Sekunden später zog Fredrik Eriksson über die linke Seite vors Tor, brachte den Puck mit der Rückhand aber nicht an Vehanen vorbei. Die Eisbären kamen erst langsam besser in die Partie, Alex Trivellato hatte die erste Gäste-Möglichkeit mit einem Schuss aus spitzem Winkel (6.). Kurz darauf hatten die Ice Tigers viel Pech, als Yasin Ehliz nach feiner Vorarbeit von Patrick Reimer nur die Latte traf. In der 11. Minute hatte erneut Ehliz die Führung auf dem Schläger, als er im Slot freigespielt wurde, mit seinem Direktschuss aber an Vehanen scheiterte.

 

Die Strafe für die vielen verpassten Chancen folgte in der 16. Minute. Fredrik Eriksson saß auf der Strafbank, als Andreas Jenike einen Schuss von der blauen Linie abprallen lassen musste und der vor dem Tor positionierte Mark Bell zu viel Zeit hatte, um den Nachschuss zum 0:1 zu verwandeln. Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Eisbären sogar das 2:0 auf dem Schläger, als Marcel Noebels eine scharfe Hereingabe von Barry Tallackson gefährlich abfälschte, Andreas Jenike aber eine starke Reaktion mit dem Schoner zeigte. Zur Hälfte des Spiels zollten beide Teams zunächst ein wenig Tribut für das hohe Tempo, Chancen gab es in der Folge nur wenige. In der 34. Minute saß dann aber Berlins Henry Haase auf der Strafbank. Eine Chance, die sich die Ice Tigers nicht entgehen ließen. Fredrik Eriksson spielte an der blauen Linie schnell quer auf Patrick Reimer, der direkt abzog. Steven Reinprecht und Yasin Ehliz nahmen Petri Vehanen die Sicht, der Puck schlug unhaltbar für den Berliner Torhüter zum 1:1-Ausgleich für Nürnberg ein.

 



 

Vor dem letzten Drittel war das Spiel also völlig offen. Berlins ehemaliger NHL-Spieler Antti Miettinen hatte am kurzen Pfosten die erste Möglichkeit im Schlussabschnitt, Andy Jenike passte aber auf und machte die Lücke rechtzeitig zu. Mit diesem Save ermöglichte er seinen Vorderleuten in der 46. Minute die 2:1-Führung. Jason Jaspers behauptete die Scheibe im Angriffsdrittel, fuhr in Richtung Tor und spielte genau im richtigen Moment vors Tor, wo Corey Locke goldrichtig stand und die Scheibe zwischen Vehanens Schoner hindurch schob. Steven Reinprecht hatte die nächste Großchance, als er einen Schlagschuss von Patrick Reimer gefährlich abfälschte. Die Eisbären wurden nun langsam druckvoller, die Ice Tigers setzten mit einem schnellen Konter aber den entscheidenden Schlag. Corey Locke spielte einen überragenden Pass in den Lauf von Jason Jaspers, der frei auf Vehanen zulief, diesen umkurvte und in die Mitte spielte, wo Connor James nur noch abstauben musste - 3:1 für Nürnberg (56.). Die Ice Tigers hatten das Spiel nun vollends im Griff und ließen keine Berliner Schlussoffensive mehr zu. Die Nürnberger Fans feierten ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen und konnten mit der Schlusssirene einen perfekten Nürnberger Sportnachmittag feiern.

 

Stimmen zum Spiel:

Jeff Tomlinson: Glückwunsch an Tray und sein Team für ein sehr solides Spiel heute. Die Ice Tigers haben viele Chancen kreiert, danach haben wir aber unsere Beine und unsere Spielweise gefunden. Wir hatten viel Scheibenbesitz, haben aber nicht genügend Scheiben zum Tor gebracht. Man hat gesehen, dass beide Mannschaften unbedingt gewinnen wollten.

 

Tray Tuomie: Es war von beiden Seiten ein schnelles und gutes Eishockeyspiel. Meine Mannschaft hat gut ins Spiel gefunden, die Eisbären haben die letzten zwei Minuten im ersten Drittel aber komplett in unserem Drittel verbracht. Wir haben es diesmal aber geschafft, einen 0:1-Rückstand noch umzubiegen. Heute haben wir es auch geschafft, eine Führung nach dem 2:1 noch auszubauen, obwohl die Eisbären viel Druck gemacht haben. Ich bin sehr zufrieden, die Mannschaft hat gut gespielt und hart gekämpft.

 


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