(DEL-München) Der EHC Red Bull München holt einen Punkt im letzten Heimspiel vor der Deutschland-Cup Pause. Die Münchner unterliegen den Krefeld Pinguinen mit 4:5 (0:0|2:0|2:4|0:0|0:1) nach Penaltyschießen. Vor 3.416 Zuschauern, darunter Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch und Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger sowie Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina, brachte Kapitän Michael Wolf die Gastgeber in Führung. Die weiteren Treffer für die Red Bulls erzielten Daryl Boyle, Garrett Roe und kurz vor Schluss Mads Christensen. Trotz Niederlage stehen die Münchner weiterhin auf Platz zwei.

 

Die Red Bulls starteten gut in die Partie und erspielten sich bereits in der ersten Minute einen Hochkaräter. Michael Wolf legte auf Garrett Roe ab, doch der scheiterte mit seinem Handgelenkschuss an der Latte. Während sich die Pinguine offensiv zurückhielten, machten die Münchner weiter Druck. In der fünften Minute zielte Benedikt Brückner aus zentraler Position direkt auf den Körper von KEV-Schlussmann Patrick Klein. In der Folgezeit plätscherte die Partie vor sich hin. Nach der Powerbreak wurde es wieder aufregender. Erst legte sich Florian Kettemer einen Abpraller von Klein mit der Hand auf das Blatt, der Pfosten verhinderte jedoch die Münchner Führung. Dann parierte Florian Hardy einen Direktschuss von Krefelds Andres Driendl mit der Stockhand. Zwei Minuten vor Drittelende spielte Michael Wolf auf Daniel Sparre. Der zog aus vier Metern direkt ab, doch Goalie Klein war zur Stele.

 

(Foto Heike Feiner / eishockey-online.com)


Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts kassierten die Gäste eine Strafe. Und die Red Bulls nutzten die numerische Überzahl aus. Daryl Boyle brachte die Scheibe vors Tor und Patrick Klein konnte nur zur Seite abwehren. Michael Wolf stand goldrichtig und musste die Scheibe nur noch über die Linie drücken (23.). Eine Minute später hatten die Gäste eine ähnliche Chance. Allerdings blieb Münchens Goalie Hardy im Duell mit Martin Schymainski Sieger. Dann übernahm der Gastgeber das Kommando und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Zunächst passte Jon DiSalvatore stark auf Mads Christensen, doch der Däne scheiterte freistehend am Schoner von Klein (26.). Dann parierte der KEV-Keeper zweimal gegen Evan Brophey (31.). Die beste Möglichkeit auf das 2:0 hatte Alex Barta. Der Nationalspieler täuschte in einer 2-gegen-1-Situation einen Schuss an und zwang Klein so in den Butterfly. Dann zielte er aber aus spitzem Winkel über die Querstange (32.). Die Krefelder konnten sich in dieser Phase kaum befreien. Die logische Konsequenz war das 2:0 durch Daryl Boyle. Kapitän Wolf spielte von der linken Bande perfekt auf den langen Pfosten, wo der Verteidiger nur noch den Schläger hinhalten musste und Klein keine Chance ließ (37.).

 

Das Schlussdrittel begannen die Red Bulls im Powerplay. Die Gäste konnten die Situation allerdings unbeschadet überstehen und waren gerade wieder komplett, da traf Kyle Sonnenburg aus kurzer Entfernung zum 1:2 (43.). Die Gäste nutzten den Schockzustand der Münchner und legten 24 Sekunden später nach: Herberts Vasiljevs traf per Handgelenkschuss ins Fanghandeck von Hardy zum überraschenden Ausgleich. In der 48 Minute überwand Martin Schymainski im Fallen Florian Hardy zur 3:2-Gästeführung und stellte damit den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Don Jackson reagierte. Der Münchner Coach brachte Niklas Treutle für den glücklosen Hardy. Und die Red Bulls kamen zurück. Zunächst scheiterte Yannic Seidenberg mit einem Alleingang am starken Patrick Klein (51.). Fünf Minuten später spielte Garret Roe in Überzahl die Scheibe vors KEV-Gehäuse, wo sie ein Krefelder Verteidiger mit dem Schienbein ins eigene Netz abfälschte: 3:3. Und es ging munter weiter. Francois Méthot spielte einen Flippass auf Andreas Driendl, der frei vor Treutle zur erneuten Gästeführung einnetzte (59.). Wer nun dachte, die Münchner würden sich geschlagen geben, irrte. Don Jackson holte Treutle vom Eis und sein Schachzug ging auf. 50 Sekunden vor Spielende legte Garret Roe auf Mads Christensen quer, der Klein keine Chance ließ und die Münchner damit in die Overtime rettete.

 



 

Dort ließen es beide Teams ruhiger angehen. Erst in der Schlussphase der Verlängerung kamen die Münchner zu Halbchancen. Nach fünf torlosen Minuten ging es in ins Penaltyschießen. Und da hatten die Gäste die besseren Nerven. Nachdem beide Teams ihre ersten drei Versuche nicht verwandeln konnten, verlud Andreas Driendl den Münchner Goalie.


Es folgen die Auswärtspartien in Berlin (2. November, 17.45 Uhr, o2 World Berlin) und Düsseldorf (14. Novembe, 19.30 Uhr, ISS Dome). Das nächste Heimspiel des EHC Red Bull München findet nach der Länderspielpause am Sonntag, 16. November, um 16.30 Uhr gegen die Hamburg Freezers statt.



Endergebnis:
EHC Red Bull München gegen Krefeld Pinguine 4:5 (0:0|2:0|2:4|0:0|0:1) n.P.



Tore:
1:0 | 22:21 | Michael Wolf
2:0 | 36:37 | Daryl Boyle
2:1 | 42:06 | Kyle Sonnenburg
2:2 | 42:30 | Herberts Vasiljevs
2:3 | 47:09 | Martin Schymainski
3:3 | 56:02 | Daniel Sparre
3:4 | 58:42 | Andreas Driendl
4:4 | 59:10 | Mads Christensen
4:5 | 65:00 | Andreas Driendl


Zuschauer:
3.416

(Quelle redbullmuenchen.de)

 

 

 


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