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Krefeld(DEL-Krefeld) Nach dem deutlichen Sieg gegen die Straubing Tigers unter der Woche und dem Sprung auf Platz 5 (trotz, wie alle Beteiligten eingestehen, eher suboptimaler Leistung) mussten unsere Krefeld Pinguine am heutigen Freitagabend eine ganz schwere Auswärtspartie bestehen.

 

Immerhin ging es zum Tabellenzweiten nach München. Just dem Team, das den Schwarz-Gelben die bislang einzige Heimpleite zugefügt hatte. In der Bayerischen Landeshauptstadt musste Rick Adduono vor 3.416 Zuschauern neben dem weiterhin verletzten Beechey auch auf Meyers (Prellung) und Sofron (Sperre) verzichten. Dafür rückten Weihager und Meisinger wieder ins Team. Im Tor begann erstmals in der DEL der junge Patrick Klein, der Rick Adduono bislang im Training stets überzeugt hatte und sich den Einsatz absolut verdient hat! Ihm gegenüber stand in Florian Hardy einer der statistisch besten Goalies der Liga.

 

Gut eine Minute war absolviert, da mussten die Pinguine die erste Unterzahl hinnehmen. Es traf Steve Hanusch. Die Pinguine aber hatten einmal mehr die Oberhand bei eigener Unterzahl und ließen nichts zu. Es war in der Folge ein eher zerfahrenes Spiel, in dem aber die Hausherren hin und wieder etwas besser nach vorn kamen und in der 8. und 9. Minute zwei Chancen hatten. Allerdings verfehlte man jeweils das Tor. Richtig gefährlich wurde es dann in der 13. Minute, als die Gastgeber sich vor das Tor arbeiteten und der junge Keeper der Pinguine gleich dreimal eingreifen musste und sich in überragender Verfassung und als würdiger Vertreter Dubas präsentierte. In der 14. Minute konnten sich dann erstmals die Gäste wirklich im gegnerischen Drittel festsetzen und Druck aufbauen, allerdings schaffte man es letztlich nicht, sich eine ganz klare Einschussgelegenheit herauszuspielen. Da man aber auch in der Folge defensiv im Großen und Ganzen gut stand ging es mit einem 0:0 in die erste Pause.

Muenchen Krefeld 31102014

(Foto Gepa-Pictures)

 

Der zweite Abschnitt begann ebenso wie der erste und schon in der zweiten Minute musste man die zweite Strafzeit hinnehmen. Diesmal traf es Andi Driendl mit der erst zweiten Strafzeit des Spiels. Diesmal nutzte der Zweite die Chance. Man ließ die Scheibe gut laufen, bis irgendwann Boyle frei zum Schuss kam. Klein war zwar zur Stelle, konnte aber nur prallen lassen und das Hartgummi sprang genau auf den Schläger von Wolf, der sich die Chance nicht nehmen ließ. Die Pinguine aber wirkten keineswegs geschockt, sondern hatten eine Minute später die große Ausgleichschance. Pietta zog aus spitzem Winkel ab, nahm den eigenen Abpraller auf, scheiterte erneut an Hardy und die Scheibe sprang zu Schymainski, der ebenfalls sofort abzog, doch zum dritten Mal war Münchens Spitzentorwart zur Stelle. Die bis dato wohl größte Chance der Pinguine hatte dann aber in der 27. Minute Mebus. Mieszkowski setzte im Forechecking stark nach und verhinderte mit einem starken Sprint ein Icing. Sofort spielte er vor das Tor, wo der mitgelaufene Verteidiger sofort abzog, doch Hardy war einmal mehr da. Insgesamt aber war es jetzt ein offeneres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Bei den Gelegenheiten der Gastgeber zeigte sich der junge Torwart der Pinguine immer wieder in hervorragender Verfassung und machte ein starkes Spiel. In der 37. Minute aber war er machtlos. Die Pinguine verloren in der Vorwärtsbewegung den Puck und liefen in einen Konter, den Boyle mit dem 2:0 unhaltbar abschloss. 16 Sekunden waren noch auf der Uhr, da konnte Pietta den durchbrechenden Sparre nur mit einem Stockschlag bremsen und bekam so die nächste Strafzeit. So ging es mit 0:2 aus Sicht der Gäste und 1:44 Minuten Unterzahl in die zweite Unterbrechung.

 



 

Die restliche Strafe überstand man sicher und schaltete, gerade komplett, selbst auf Angriff. Sonnenburg tankte sich über Links durch und zog einfach mal ab und die Scheibe schlug zum 1:2 ins kurze Eck ein! Und es ging weiter! Nur 24 Sekunden später war es Vasiljevs, der aus zentraler Position abzog und zum Ausgleich traf! Mit diesem Doppelschlag war jetzt natürlich alles möglich! München versuchte jetzt zu antworten, doch in der 45. Minute war Klein bei einem gefährlichen Schuss von der blauen Linie einmal mehr bestens postiert. Die Pinguine aber blieben jetzt dran. Man setzte sich im Drittel fest und über Fischer und Hauner kam das Spielgerät in zentraler Position zu Schymainski und der kleine Kämpfer zog sofort ab und traf durch die Beine von Hardy zum 3:2! München wechselte jetzt den Torwart. Treutle kam für den an den Toren allerdings eher chancenlosen Hardy. In der 51. Minute dann die große Ausgleichschance für die Hausherren. Fischer kam zu Fall und so kam Seidenberg zum Break und ging allein auf den jungen Klein zu, der allerdings einmal mehr überragend reagierte und die Szene routiniert bereinigte!

 

Wenig später dann aber auf der Gegenseite eine tolle Aktion von Vasiljevs, der einem Gegner die Scheibe abnahm und sofort Perrault mit einem langen Pass auf die Reise schickte. Der Kanadier zog ab, doch Treutle kam noch minimal heran und lenkte das Hartgummi Millimeter um das Kreuzeck. In der 52, Minute dann endlich die erste Überzahl für die Gäste, nachdem Roe Driendl zu Fall gebracht hatte. Die Pinguine machten viel Druck, doch letztlich konnte man die Situation nicht nutzen. Doch natürlich waren jetzt zwei Minuten mehr von der Uhr. Vier Minuten waren noch zu spielen, da bekam Mebus die nächste Strafe. München spielte sich im Drittel fest und ließen die Scheibe gut laufen. Ein Querpass traf Sonnenburg am Schlittschuh und das Spielgerät rutschte unglücklich hinter dem chancenlosen Klein über die Linie. Eine halbe Minute später dann aber noch einmal das Powerplay für die Gäste. Und auch die Pinguine nutzten die Situation! Zwar war die Strafe gerade abgelaufen, der Spieler aber noch nicht auf dem Eis und dann spielte Méthot einen tollen Pass auf Driendl und der drückte die Scheibe zur erneuten Führung über die Linie! Die Gastgeber aber blieben dran, nahmen den Torwart vom Eis und erneut nutzte man die Situation der numerischen Mehrzahl. Christensen traf 50 Sekunden vor dem Ende – einmal mehr unhaltbar - zum Ausgleich. So ging es nach einem im letzten Drittel tollen Spiel in die Overtime.

 

Die Verlängerung sah ein intensives Spiel, in dem es rauf und runter ging und beide Teams versuchten, die Entscheidung zu erzwingen. Allerdings kamen zunächst keine ganz klaren Chancen zustande. Zweimal allerdings zeigte Klein erneut ganz starke Paraden und hielt sein Team im Spiel. So blieb es auch nach 65 Minuten beim 4:4.

 

Damit ging es ins Penaltyschießen. Hier hielt zunächst Klein gegen Sparre. Als erster Pinguin scheiterte Long an Treutle. Es folgte Barta, der das Tor verfehlte. Als nächster war die Reihe an Weihager. Der zog ab und die Krefelder jubelten, doch nach Videobeweis wurde auf kein Tor entschieden. Als letzter Münchner lief Christensen an, doch Klein hielt erneut. Hauner konnte nun das Spiel entscheiden, scheiterte aber ebenfalls. Somit ging auch das Penaltyschießen in die Verlängerung und Driendl trat zunächst an. Er verlud Treutle und traf! Damit musste Wolf treffen, schoss aber an den Pfosten! Somit gewannen die Pinguine mit einer tollen Leistung nach 0:2-Rückstand im Penaltyschießen!

 

Jetzt geht man mit viel Selbstvertrauen in die Heimpartie am Sonntag um 16:30 Uhr gegen Iserlohn, ehe die zweiwöchige Deutschlandcup-Pause ansteht!

 

Tore:

1:0 23. Wolf (Boyle, DiSalvatore) PP

2:0 37. Boyle (Wolf, Petermann)

1:2 43. Sonnenburg (Pietta, Perrault)

2:2 43. Vasiljevs (Driendl, Méthot)

2:3 48. Schymainski (Fischer, Hauner)

3:3 57. Sparre (Roe) PP

3:4 59. Driendl (Méthot)

4:4 60. Christensen (Roe, Brophey) 6 gg. 5

4:5 65. Driendl GWPS

 

Strafen:

München: 4

Krefeld: 8

 

 


Mehr Fotos von den Krefeld Pinguinen finden Sie bei uns in der Galerie...

 

 

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