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Krefeld(DEL-Krefeld) In einem vorgezogenen Spiel des 26. Spieltags trafen die Krefeld Pinguine im Dienstag-Spiel auf die Straubing Tigers. Dabei hatten sich die Vorzeichen gegen den einstigen Angstgegner doch deutlich gewandelt. Bis zur vorvergangenen Saison hatte man den Niederbayern zehnmal in Folge die Punkte lassen müssen. Doch die vergangenen fünf Duelle, darunter ein 2:0 zu Beginn der Saison, hatte das Adduono-Team für sich entscheiden können.

 

Darüber hinaus kam die Mannschaft von Rob Wilson als aktueller Tabellenletzter in den KönigPALAST. Unterschätzen durfte man sie aber – trotz des Ausfalls von Topscorer Down – keineswegs. Zuletzt zeigte der Gast klar aufsteigende Form und konnte am Sonntag gegen Düsseldorf nach längerer Zeit wieder punkten. Dabei generierte man immerhin ganze 40 Torschüsse! Personell hatte sich die Lage im Schwarz-Gelben Lager entspannt. Courchaine, Mebus und Long kehrten zurück. Für Meisinger und Weihager waren das schlechte Nachrichten, denn für sie blieb nur der Platz auf der Tribüne, da der Spielbericht voll war. Vor der Saisonminuskulisse von 2.847 Zuschauern begann Rick Adduono erneut mit Tomás Duba. Ihm gegenüber stand der junge Dustin Strahlmeier, der zuletzt Ex-NHL-Goalie Jason Bacashihua den Rang abgelaufen hatte.

 

Krefeld Straubing 2013Das Spiel war keine 3 Minuten alt, da durften die Hausherren jubeln, denn die neu formierte Reihe aus dem jungen Mieszkowski, Perrault und Méthot hatte sich im Drittel festgesetzt. Perrault brachte die Scheibe aufs Tor und Mieszkowski ging mit Wucht auf den Abpraller und stocherte das Hartgummi zu seinem ersten DEL-Treffer ins Tor! Zwei Minuten später aber fast der Ausgleich der Tigers. Von der Torlinie brachte man die Scheibe vor das Tor, wo sie Mebus am Bein traf und auf das leere Tor, Duba hatte den Winkel verkürzt, zu trudelte. Doch der Tschechische Teufelskerl hechtete zurück und fing die Scheibe mit der Kelle vor der Torlinie ab. Die Schiedsrichter bemühten zwar den Videobeweis, blieben aber bei der Entscheidung: Kein Tor! Straubing wollte jetzt aber den Ausgleich und nur eine Minute später scheiterte Sturm aus der Drehung knapp. In der 8. Minute dann der zweite Treffer der Schwarz-Gelben.

 

Hauner zog stark vor das Tor, wurde gefoult, brachte die Scheibe aber dennoch aufs Tor. Bei angezeigter Strafe verpassen zunächst zwei Pinguine die springende Scheibe des Abprallers, doch Long rückte nach und traf mit seinem ersten Saisontor hoch zum 2:0. Zwei Minuten später musste man dann erstmals in Unterzahl agieren. Meyers wurde wegen hohen Stocks hinausgestellt. Und das schwächste Powerplay der Liga nutzte die Chance gegen das beste Unterzahlspiel der DEL. Einen Schuss von Yeo konnte Duba nur prallen lassen und Gomes schob den Puck unbedrängt in die freie Ecke. Eine Minute später dann aber auch die erste Strafe für die Gäste. Gödtel wurde wegen Behinderung hinausgestellt. Man kam zwar gut in die Aufstellung, konnte aber keine ganz klare Chance erspielen. Doch kaum waren die Tigers komplett, da fiel der Treffer doch. Sofron brachte die Scheibe auf der Ecke auf den frei stehenden Meyers, der abzog und den Schläger von Driendl traf, der unhaltbar zum 3:1 abfälschte. Eine Minute später dann die nächste Strafe der Tigers für Canzanello.

 

In Überzahl tankte sich Courchaine durch und zog ab. Das Stadion jubelte, doch die Scheibe sprang zurück ins Feld und das Spiel lief weiter. Sofron checkte Osterloh in die Bande und wurde mit 5+Spieldauer vom Eis gestellt. Damit ist der Ungar in München gesperrt. Die Schiedsrichter bemühten nun, nach der Unterbrechung, den Videobeweis und entschieden auf kein Tor. Knapp eine Minute der Strafe war abgelaufen, da erlaubte sich der Gast einen Wechselfehler und es ging zunächst mit 4 gegen 4 weiter. Diese Situation aber nutzten die Tigers. Nach einem Scheibenverlust im Aufbau ging Meunier allein auf Duba zu. Ihn konnte die Verteidigung zwar noch abfangen, doch der Puck sprang zu Treille, der zum 3:2 einnetzte. Und es kam noch schlimmer, denn gerade war der Gast komplett, da nahm der von der Strafbank kommende Brandt einen Fehlpass auf, verlud Duba und schob zum 3:3 ein. So ging es mit unentschiedenem Spielstand in die Kabine.

 

Die restliche Strafe zu Beginn des Schlussdrittels überstand man sicher, musste aber ab der 22. nach Strafe Long erneut in Unterzahl agieren. Bis auf einen Schuss des freistehenden Gödtel, den Duba sicher parierte, ließ man allerdings diesmal nichts zu. In der 26. dann die nächste Strafe der Gäste. Und diese lief nur 6 Sekunden. Dann zog Fischer ab und traf zur erneuten Führung. Auch für ihn war es das erste Saisontor. In der Folge lieferten beide Teams viel Stückwerk. Klare Aktionen waren Mangelware. So dauerte es bis zur 38., ehe wieder wirklich Erwähnenswertes passierte. Und das war eine Strafe gegen die Gäste. Canzanello hatte Long zu Fall gebracht. Die Strafe aber brachte nichts ein und so ging es mit einem Zwischenstand von 4:3 und 25 Sekunden restlicher Überzahlzeit in die zweite Pause.

 



 

Die Strafzeit verlief ungenutzt, doch in der 42. Minute einmal wieder eine gute Aktion der Gastgeber. Courchaine spielte hart vor das Tor, wo Schymainski den Schläger in die Scheibe hielt. Zwar verpasste er das Tor, doch Pietta nahm den Puck auf und zog ab, brachte das Hartgummi aber nicht über den am Boden liegenden Strahlmeier. Zwei Minuten später war es der heute gute Mieszkowski, der auf Pietta legte. Der Center kam frei zum Schuss, scheiterte aber an Strahlmeier. Gut eine Minute später war es Courchaine, der frei zum Schuss kam, doch erneut war der Goalie der Gäste zur Stelle. Im Gegenzug verpasste Ondruschka knapp.

 

Die Pinguine aber schalteten schnell um. Driendl zog ab und die Scheibe rutschte Strahlmeier durch und blieb auf der Linie liegen. Kapitän Vasiljevs setzte mit Macht nach und drückte das Hartgummi gegen zwei Verteidiger über die Linie. Der Goalie der Gäste wirkte jetzt verunsichert. In der 49. aber parierte er stark! Vasiljevs ließ zwei Gegner aussteigen und legte wunderbar auf den mitgelaufenen Driendl, der sofort abzog, doch Strahlmeier konnte die Scheibe per Hechtsprung um den Pfosten lenken. Zwei Minuten später setzte sich Schymainski schön durch und zog ab, doch Strahlmeier war da und konnte die Situation mit Hilfe eines Verteidigers bereinigen. Insgesamt aber hatten die Hausherren die Partie jetzt weitgehend im Griff.

 

Die ganz große Chance zur Entscheidung hatten dann in der 57. Minute Méthot und Driendl. Der gebürtige Kanadier bekam einen langen Pass und lief allein auf Strahlmeier zu. Dieser parierte seinen Versuch, die Scheibe sprang aber zum nachrückenden Driendl, der allerdings ebenfalls scheiterte. In der 59. Minute dann die endgültige Entscheidung. Gerade ging Strahlmeier zu Gunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Tor, da rutschte die Scheibe aus dem Drittel und in Zeitlupe auf das verwaiste Tor zu, wo sie einschlug. Torschütze war Drindl. Und nur Sekunden später war es Schymainski, der seinen eigenen Abpraller zum 7:3 verwandelte. So ging das Spiel gegen den Letzten mit einem letztlich souveränen Sieg trotz eher mäßiger Leistung zu Ende.

 

Am Freitag fahren die Pinguine jetzt nach München, wo sie auch auswärts endlich wieder an die erfolgreichen Heimauftritte anknüpfen wollen. Am Sonntag dann folgt das nächste Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters (16:30 Uhr), ehe es in die Deutschland-Cup-Pause geht.

 

Tore:

1:0 3. Mieszkowski (Perrault)

2:0 8. Long (Hauner, Kretschmann)

2:1 11. Gomes (Yeo, Meunier) PP

3:1 14. Driendl (Meyers, Sofron)

3:2 19. Treille (Meunier)

3:3 20. Brandt PP

4:3 27. Fischer (St. Pierre) PP

5:3 46. Vasiljevs (Meyers, Driendl)

6:3 59. Driendl (Vasiljevs)

7:3 59. Schymainski

 

Strafen:

Krefeld: 9 + SD Sofron

Straubing: 10

 

 


Mehr Fotos von den Krefeld Pinguinen finden Sie bei uns in der Galerie...

 

 

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