DEL Finale 2019 - München in Mannheim siegreich
Frank Mauer trifft zum 2:1 Sieg in der Verlängerung
DEB Team unterliegt Tschechien nur knapp mit 5:4
Engagierte junge DEB-Truppe bietet dem 12-fachen Weltmeister zwei Mal Paroli
DEB-Team mit zweiten Sieg gegen Slowakei
Deutschland gewinnt in Garmisch-Partenkirchen 3:1 gegen die Slowaken

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(DEL-Krefeld) Zum Auftakt der ersten „heißen Phase“ der Saison mit 5 Spielen in 10 Tagen, darunter der Erste, Zweite und Vierte der Tabelle, mussten die Krefeld Pinguine am heutigen Freitagabend gegen eben jenen Vierten, den Serienmeister der DEL aus der Hauptstadt antreten.

 

Dabei mussten die Berliner Eisbären allerdings in fast schon gewohnter Manier fast eine halbe Mannschaft ersetzen. Unter anderem fehlten die Leistungsträger L. Braun, Schlenker, Bell, Busch und Foy. Auf Seiten der Pinguine musste weiterhin der am Rücken verletzte Tyler Beechey, sowie Colin Long mit einer Augenverletzung aussetzen. Hinzu kam kurzfristig der erkrankte Mike Mieszkowski. Oliver Mebus sollte nach seiner Pause zunächst in Weißwasser Spielpraxis sammeln. Dafür rutschte Robin Weihager wieder ins Team. Im Tor begann man einmal mehr mit dem in Topform befindlichen Tomás Duba. Sein Gegenüber war der erfahrene Petri Vehanen. Vor 4.836 Zuschauern kam es für die Schwarz-Gelben darauf an, möglichst Punkte und Selbstvertrauen zu sammeln, um mit einem guten Gefühl auf die schwere Reise zum Ligaprimus Adler Mannheim zu gehen.

 

Der Gast allerdings legte gut los und begann offensiv. Die Pinguine hatten streckenweise Mühe, sich zu befreien und das führte schon in der 4. Minute zum Gegentor. Auf Zuspiel von Talbot und Ex-Pinguin Noebels stand Mulock frei und traf aus kurzer Distanz. Die Eisbären gewannen das Anspiel und Topscorer Pohl ging auf und davon und traf, 5 Sekunden nach dem 0:1, mit einem trockenen Schuss ins Eck zum frühen 0:2. Doch die Pinguine blieben dran und nur eine Minute später war es Courchaine, der nach einem gewonnen Offensivbully einfach abzog und die Scheibe ins Kreuzeck hämmerte! Die Adduono-Truppe blieb jetzt dran und hatte nur eine Minute später durch St. Pierre und Kretschmann die nächsten Chancen, die Vehanen aber parieren konnte. In der 10. Minute fing Meyers einen Querpass ab und schickte Pietta auf die Reise, der, nur leicht gestört, frei zum Schuss kam, aber an Vehanen scheiterte. Kurz darauf leistete ich Haase gleich zwei Fouls in einem Wechsel – eines bei angezeigter Strafe – und musste für 2+2 Minuten auf die Strafbank. Die Strafe lief gerade 21 Sekunden, da leistete sich auch noch Talbot einen Stockschlag gegen Courchaine, so dass man volle 2 Minuten in doppelter Überzahl agieren konnte.

 

(Foto Ralf Schmitt / eishockey-online.com)

 

Allerdings war diese teuer erkauft, denn der DEL-Topscore der Vorsaison musste verletzt vom Eis. Die Überzahl allerdings dauerte nur 14 Sekunden, da traf Meyers zum Ausgleich! Da nun Haases erste Strafzeit von der Uhr kam blieb es weitere 1:46 bei 5 gegen 3! Und auch das nutzte man! Über Meyers und Vasiljevs lief die Scheibe quer zu Driendl, der sofort abzog und aus spitzem Winkel zur Führung traf! Jetzt waren die Hausherren im Spiel und hatten in der 15. durch Hauner und Driendl weitere gute Gelegenheiten. Eine Minute später waren es Perrault und Orendorz die ein 2 auf 1 hatten. Der Kanadier legte quer und der junge Stürmer scheiterte am glänzend reagierenden Vehanen, der die Scheibe mit der Kelle um den Pfosten lenkte. Perrault erkämpfte sich mit einem harten aber fairen Check die Scheibe zurück und die Gäste reagierten ungehalten. Es entwickelte sich ein Handgemenge, bei dem allerdings die Pinguine eine Strafe mehr bekamen. Die Überzahl allerdings dauerte nur 10 Sekunden, bis sich Rankel ein Haken leistete und es mit 4 gegen 4 weiter ging. Und weiter blieb es interessant! Olver setzte sich stark durch und zog ab, doch Duba parierte. Fischer behinderte den Berliner im Nachsetzen und bekam die nächste Strafzeit. Die Gäste hatten jetzt sichtlich Wut im Bauch und drängten auf den Ausgleich. Die Pinguine aber hielten stark dagegen und als man gerade komplett war holte sich Miettinen für einen Stockschlag die nächsten zwei Minuten ab. Mit 45 Sekunden Reststrafe und 3:2 ging es so nach einem hervorragenden Auftaktdrittel in die erste Pause.

 

Der zweite Abschnitt war 20 Sekunden alt, da war Vasiljevs durch und wurde von Talbot im Schuss gehakt, so dass man ein weiteres – wenn auch kurzes – 5 gegen 3 hatte. Und wieder nutzte man die Situation! 10 Sekunden nach dem Bully zog St. Pierre ab. Vehanen musste prallen lassen und Schymainski drückte den Rebound in die Maschen! In der 23. Minute – immer noch im Powerplay – war plötzlich Pietta durch, verzog aber knapp. Kaum waren die Gäste komplett, zogen sie aber ein regelrechtes Powerplay auf und setzten sich weitgehend im Drittel der Hausherren fest. Immer wieder stand Duba im Mittelpunkt und hatte in zwei Situationen auch das nötige Glück, dass die Scheibe für ihn sprang. In der 30. Minute musste man dann selbst wieder mit einem Spieler weniger agieren, als Fischer eine Strafzeit bekam. Die Scheibe lief ganz stark durch die Berliner Reihen und Duba musste gleich mehrfach eingreifen.

 

Mit etwas Glück aber blieb man unbezwungen. In der 35.Minute dann einmal wieder die Schwarz-Gelben mit einer Durckphase und nach tollem Pass von Perrault kam Sofron frei zum Schuss, doch Vehanen parierte stark mit dem Schoner. Die Pinguine setzten nach und es gab die nächste Strafe für Berlin. Diesmal blieb die Überzahl ungenutzt, doch kaum eine Minute blieb es beim 5 gegen. 5, dann musste Borer wegen eines Ellenbogenchecks hinaus. Es war ein höchst intensives Spiel und zwei Minuten vor der Pause blieb mit Drinedl der nächste Pinguin liegen und musste blutend in die Kabine. Er hatte fünf Zähne eingebüßt. 13 Sekunden Überzahl standen noch auf der Uhr, da zog Perrault zum Tor und legte auf Schymainski, der zweimal zum Schuss kam. Der Abpraller sprang zu Pietta, der in Golfmanier nach der Scheibe schlug und sie knapp über den Kasten setzte. So Überstanden die Eisbären auch diese Strafzeit und retteten ein 2:4 aus ihrer Sicht in die zweite Pause.

 

 



 

Das letzte Drittel sah zu Beginn Pinguine, die die Entscheidung suchten und die Scheibe vom eigenen Tor weg zu halten bedacht waren. So hatte man in der 43. Minute die große Chance, als Pietta, Perrault, St. Pierre und Méthot in gleich vier Nachschüssen versuchten, die Scheibe ins Netz zu stochern, dabei aber keinen Erfolg hatten. Eine Minute später fand Meyers Perrault mit einem langen Pass. Der Kanadier zog von Links allein aufs Tor und zog ab,doch Vehanen war mit der Fanghand zur Stelle. Im Gegenzug hatte dann Miettinen in einer durchaus vergleichbaren Situation ebenfalls von Halbrechts die Chance, Duba aber war mit dem Schoner da. Die Eisbären versuchten es noch einmal und hatten in der 46. durch Hördler die nächste Chance, doch Duba war da. Im Gegenzug kam zunächst St. Pierre frei zum Schuss, verzog aber knapp. Eine Minute darauf tauchte plötzlich erneut Perrault allein vor Vehanen auf, konnte diesen aber nicht überwinden.

 

Wieder eine Zeigerumdrehung darauf hatte Duba Glück, als ein Schuss von Hördler ihm aus der Fanghand rutschte und knapp am Tor vorbei trudelte. 5 Minuten waren noch zu spielen, da war plötzlich Pietta über rechts durch und legte auf den mitgelaufenen Méthot. Der hatte leichte Mühe, die springende Scheibe unter Kontrolle zu bringen und so wurde der Winkel schlecht und Vehanen konnte seinen Versuch parieren. In der 57. Minute leistete man sich dann einen Wechselfehler, so dass die Eisbären in Überzahl um den Anschluss kämpfen konnten. Man nahm Vehanen vom Eis und ging mit 6 gegen 4 volles Risiko. Und das zahlte sich aus! Rankel zog 2 Minuten vor dem Ende ab und traf in den Winkel zum 4:3. Weiter ging es mit 6 gegen 5 Feldspieler zu Gunsten der Gäste. Wieder versuchte es Rankel, doch Duba war zur Stelle. Und so reichte es auch dank der tollen Unterstützung der Fans, die ihr Team mit standing Ovations unterstützten.

 

Für die Pinguine geht es jetzt am Sonntag nach Mannheim. Im Servus TV-Live-Spiel (17:45 Uhr) wird man dann versuchen, auch in der SAP-Arena zu überraschen. Danach geht es gleich am Dienstag weiter, wenn man um 19:30 Uhr die Straubing Tigers zum nächsten Heimspiel empfängt.

 

Tore:

0:1 4. Mulock (Talbot, Noebels)

0:2 4. Pohl (Miettinen)

1:2 5. Courchaine (St. Pierre)

2:2 11. Meyers (Vasiljevs) PP2

 

3:2 13. Driendl (Vasiljevs, Meyers) PP2

4:2 21. Schymainski (St. Pierre, Perrault) PP2

4:3 58. Rankel (C. Braun, Mulock) PP

Strafen:

Krefeld: 10+10 Sofron

Berlin: 18+10 Sharrow

 

 


Mehr Fotos von den Krefeld Pinguinen finden Sie bei uns in der Galerie...

 

 

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