(DEL-München) Nach den Erfolgen gegen Augsburg und Nürnberg hat der EHC Red Bull München nun auch das dritte bayerische Duell innerhalb einer Woche gewonnen. Die Red Bulls siegten gegen die Straubing Tigers mit 2:1 (0:0|1:0|1:1). Vor 3.321 Zuschauern am Oberwiesenfald erzielte Mads Christensen kurz vor Schluss den Siegtreffer für die Münchner. Richie Regehr traf zur zwischenzeitlichen Führung der Gastgeber. Durch den dritten Derbysieg steht der EHC in der Tabelle wieder auf Platz zwei.

 

 

 


Die Red Bulls versuchten vom Eröffnungsbully an, die Initiative zu ergreifen. Bis auf einige Entlastungsangriffe der Gäste gelang es den Münchnern auch, das Spiel in der Straubinger Zone auszutragen. Torchancen waren jedoch zunächst Mangelware. Erst nach der Powerbreak nahm die Partie mehr Fahrt auf. Während die Tigers direkt den Abschluss suchten, sobald sie die blaue Linie überquerten, versuchten es die Münchner spielerisch. In der zehnten Minute verfehlte Daniel Sparre nach schönem Pass von Yannic Seidenberg nur knapp das Straubinger Gehäuse. Kurz darauf fälschte Sparre einen DiSalvatore-Pass mit dem Rücken zum Tor stehend durch die Beine ab, doch Strahlmeier parierte. In einer 5-gegen-3-Überzahlsituation kurz vor Drittelende fanden die Red Bulls ebenfalls kein Mittel, das Abwehrbollwerk der Gäste zu überwinden, so dass es mit 0:0 in die erste Pause ging.

Auch im zweiten Abschnitt suchten die Münchner vergeblich nach Lösungen, den Straubinger Schlussmann zu überwinden. Meistens zielten die Bullen direkt auf den Körper des Goalies oder die Schüsse wurden schon vorher geblockt. Dazu schlichen sich Ungenauigkeiten im Passpiel ein, die den Gästen die eine oder andere Konterchance ermöglichte. Die Beste hatte René Röthke, der vom Bullykreis per Schlagschuss an Florian Hardy scheiterte (30.). In der 33. Minute hatten die Münchner ihre bis dahin beste Aktion: Alex Barta scheiterte aber mit einem Volleyschuss an Strahlmeier, nachdem er von Uli Maurer halbhoch vor dem Tor freigespielt wurde. Gegen Drittelende erhöhten die Red Bulls den Druck. Mads Christensen und Michael Wolf hätten beinahe die Münchner Führung erzielt, doch Strahlmeier parierte im 1-gegen-1-Duell gegen Christensen. Wolfs Versuch, die freiliegende Scheibe über die Linie zu drücken, verhinderte Straubings René Kramer auf Kosten eine Strafe (38.). Als die Gäste kurz darauf eine weitere Bankstrafe kassierten, bekamen die Hausherren ihre zweite Chance im 5-gegen-3. Und dieses Mal machten sie es besser. Richie Regehr konnte sich aus der Halbdistanz die Ecke aussuchen und traf per Handgelenkschuss über die Schulter Strahlmeiers zur 1:0-Führung (40.).

Foto: Heike Feiner

 


Mit der Führung im Rücken ließen es die Gastgeber im letzten Drittel wieder etwas ruhiger angehen. Die Straubinger waren bemüht, konnten sich allerdings gegen die Münchner Defensive selten durchsetzen. Und wenn ein Schuss aufs Tor kam, stand Florian Hardy sicher. Das Team von Don Jackson hatte seine erste gute Aktion im Schlussdrittel erst nach 51 Minuten. Roe, DiSalvatore und Wolf kombinierten sich schön durch die Straubinger Abwehr, Roe versprang jedoch die Scheibe beim Versuch, Strahlmeier auszuspielen. Die Partie plätscherte dem Ende entgegen, als die Gäste durch eine Münchner Strafzeit die Chance auf den Ausgleich bekamen. Es war der Auftakt einer turbulenten Schlussphase. Die Red Bulls überstanden die Unterzahl und waren gerade wieder komplett, als Harrison Reed mit einem Handgelenkschuss aus kurzer Distanz Hardy keine Chance ließ – 1:1 (57.). Kurz darauf musste der Straubinger Dylan Yeo auf die Strafbank. Und die Münchner bewiesen, dass auch sie Powerplay spielen können. Richie Regehr passte die Scheibe vor das Tor und Mads Christensen fälschte unhaltbar ab. Die Tigers nahmen ihren Goalie daraufhin vom Eis, die Münchner ließen jedoch nichts mehr zu und feierten so den dritten Derbysieg innerhalb einer Woche.


 


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