(Oberliga-Hannover Indians) Ich fühle mich, als wäre ich nach Hause gekommen. Tobias Stolikowski braucht keine Eingewöhnungsphase in der Kabine und im Stadion, er kennt hier jeden Winkel. Der gebürtige Düsseldorfer hat bereits sechs Spielzeiten am Pferdeturm absolviert, mehr als in jedem anderen Verein.

 

 

Während der Saison 2007/2008 wechselte er auf Wunsch des damaligen Indians-Trainers Joe West aus Dresden nach Hannover und spielte sich mit seiner robusten Art auf dem Eis in die Herzen der Fans, aber auch der Trainer, die immer wussten, dass sie sich auf ihren Verteidiger verlassen können und was sie an ihm haben. In dem üblichen Karussell der Spielerwechsel war er eine Konstante – kaum jemand verkörpert die Indianer-Tugenden wie Stolikowski. Unvergessen ist die Aufstiegssaison 2008/2009 als Stolikowski neben seiner Rolle  als beinharter Verteidiger auch als Beschützer der Filigrantechniker wie Rob Hisey und Dan Del Monte agierte.

 

Der 31jährige spielte in der vergangenen Saison in Herne, bis er sich schwer verletzte. Lange Zeit sah es so aus, als müsse er die Schlittschuhe an den Nagel hängen, doch nach harter Arbeit in der Rehabilitation fühlt er sich jetzt wieder fit. Indians Geschäftsführer David Sulkovsky: „Stolli hatte die ganze Zeit intensiven Kontakt zu uns. Wir haben darauf gewartet, dass seine behandelnden Ärzte grünes Licht geben.“ Dennoch dämpft Sulkovsky ein wenig die Erwartungen: „Er braucht nach einer so langen Zeit erstmal Spielpraxis. Wir dürfen alle nicht gleich zuviel von ihm erwarten.“




Gegen die Crocodiles aus Hamburg wird Stolikowski zum ersten mal auflaufen, mit seiner alten Nummer 36. Indians-Teammanager Benni Ropers: „Die haben wir natürlich nicht vergeben. Sein Trikot habe ich auf Verdacht schon am Saisonanfang mitbestellt. Wir haben ja immer gehofft, dass es klappt.

 

Stolikowski: Das wird etwas besonderes für mich sein. Die Atmosphäre und die Spiele vor den Fans hier, habe ich am meisten vermisst.

 

Die Verpflichtung wurde unterstützt durch das Engagement eines Werbepartners. Sulkovsky: „Auch das zeigt natürlich, wie sehr Stolli die Indians repräsentiert. Er ist immer ein Vorbild für Einsatz, Zuverlässigkeit und harte Arbeit gewesen. Ein ECHter Indianer eben.“

 

 


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