IIHF WM 2023 - Schweiz enttäuscht gegen Deutschland - DEB-Team unter Harold Kreis im Halbfinale / USA ziehen ohne Mühe gegen Tschechien ins Halbfinale ein

 

IIHF - WM 2023 (Tampere/Riga/RB/HG) In den ersten Viertelfinalspielen am Nachmittag traf die Schweiz in Riga auf Nachbar Deutschland. In Tampere kämpften die USA und Tschechien um den Halbfinaleinzug.

 

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(Fotoquelle: Guntis Lazdäns)

 

 


 

Bei der Schweiz wie auch bei Deutschland hüteten beide Meistergoalies das Tor. Zusätzlich fehlte dem Team von Patrick Fischer Denis Malgin aufgrund einer Krankheit. Seine Schnelligkeit fehlte den Schweizern im Entscheidungsspiel. 

 

Schweiz startet gut, Deutschland mit glücklichem Tor zum 0:1

 

Die Schweiz startete besser ins Spiel und kam zu ihren ersten Chancen dank einer kontrollierten Druckphase. Nach rund vier Minuten traten auch die Deutschen erstmals offensiv in Erscheinung. Ein glücklicher Weitschuss von Maximilian Kastner liess Robert Mayer passieren. Doppelt unglücklich war es für die Schweiz, dass der Puck nicht hinter Mayer liegen blieb sondern ins Tor rollte.

 

Die Eisgenossen erholten sich eine Zeit lang nicht vom Rückstand. Dann setzte es noch das erste Powerplay für Deutschland ab, welches aber nicht genutzt wurde. Es kam gar zu einer 2-1-Situation, die Tanner Richard nicht verwerten konnte. Die Schweiz taute dann etwas auf und so kamen Andrea Glauser und kurz darauf Nico Hischier in der 16. Minute zu guten Möglichkeiten. Es blieb beim knappen Vorsprung für das deutsche Team. 

 

Schweiz hadert mit der Disziplin, Deutschland nutzt Fehler eiskalt aus

 

Kaum hat das Mitteldrittel begonnen, stand es bereits 1:1. Die Schweizer sorgten von Beginn weg für hohen offensiven Druck. Kevin Fiala passte auf Jonas Siegenthaler, der abzog und Niederberger nur 47 Sekunden nach dem ersten Bully ein erstes Mal bezwang. Die Schweizer drückten weiter, ein Schuss von Marti lenkte Hischier gefährlich ab.

 

Andres Ambühl wurde in der 25. Minute nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge für 2 plus 2 Minuten bestraft. Moritz Seider hatte praktisch die einzige gefährliche Chance in dieser vierminütigen Überzahl. Dies sprach für das gute Schweizer Boxplay.

 

Das darauf folgende Halten an Ambühl wurde nicht bestraft, dafür erneut ein hoher Stock der Schweizer. Dieses Mal traf es Enzo Corvi. Die Schweizer befreiten durch Hischier mit dem Zuspiel auf Haas, der von Seider regelwidrig gegen den Kopf- und Nackenbereich in die Bande gecheckt wurde. Damit verlor das DEB-Team einer ihrer besten Verteidiger. Die Schweiz machte aber in über vier Minuten Powerplay zu wenig. Dies baute die Deutschen auf und ermöglichte damit, das zweite Mal in Führung zu gehen. John Peterka verwertete einen Pass von Dominik Kahun erfolgreich.

 

Ein Foul von Maksymilian Szuber kurz danach wurde nicht als Kniestich gewertet sondern als Behinderung. Dies hätte auch anders ausgelegt werden können. In Unterzahl kam Deutschland überraschend zum Konter. Nico Sturm traf nach Pass von Wojciech Stachowiak zum 1:3. Damit war die Schweiz zur Pause mehr als bedient. 

 

Von der Schweiz kommt viel zu wenig, DEB-Team bringt Vorsprung über die Zeit

 

Zu Beginn des Schlussabschnitts sah es nicht danach aus, dass die Schweiz noch zwei Tore aufholen musste. Man sah keine Energie, kein Spielwitz. Erst nach rund fünf Minuten gab es einige wenige Aktionen der Schweizer, doch mit ungenauen Pässen, der fehlenden Schnelligkeit und ohne richtigen Kampfgeist machte man es aus Schweizer Sicht dem DEB-Team zu einfach zu verteidigen.

 

Janis Moser war nahe am Anschlusstreffer, schoss aber über den Puck. Solche Szenen gab es in der Vorrunde bei den Schweizern kaum. Dies überraschte.

 

Deutschland hatte wenige Chancen, wenn dann aber durchaus Gute. Das Team von Harold Kreis war näher am 1:4 als die Schweiz am 2:3. Dean Kukan's Schuss streifte bei 6 gegen 5 noch die Torlatte. Patrick Fischer nahm sein Time-out, allerdings passte auch da nichts zusammen. Das DEB-Team verteidigte geschickt und spielt am Samstag im WM-Halbfinale. 

 

Riga, Donnerstag, 25. Mai 2023
Schweiz - Deutschland 1:3 (0:1|1:2|0:0)

Tore:

0:1|07.|Maximilian Kastner (Wissmann, Jonas Müller)

1:1|21.|Jonas Siegenthaler (Fiala, Kukan)

1:2|38.|John Peterka (Kahun, Gawanke)

1:3|39.|Nico Sturm (Stachowiak, Jonas Müller)


Zuschauer:

2'896

Best Player of the game:
Schweiz: #97 Jonas Siegenthaler
Deutschland: #7 Maximilian Kastner

 

Best Player of the tournament:

Schweiz: Nino Niederreiter, Andres Ambühl, Christian Marti

 


 

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(Foto: IIHF/HHOF)

 

 

Die USA präsentierten sich in der Hauptrunde mit einer blütenreinen Weste als das beste Team aller Teilnehmer. Diesem Anspruch wollten sie auch gegen die hoch gehandelten Tschechen gerecht werden und analog zum Vorjahr ins Halbfinale einziehen. Stürmer Eyssimont war für die heutige Partie gesperrt. Tschechien schloss die Hauptrunde durchwachsen ab und bekam es mit den bärenstarken Amerikanern zu tun, gegen die sie bei der letztjährigen WM in Finnland im Bronzematch als Sieger hervorgingen. Headcoach Kari Jalonen musste verletzungsbedingt auf Chytil und Sedlak verzichten und hoffte auf den Torriecher von Kubalik.

 

Die USA starteten ungewohnt zurückhaltend in diese Partie und Dominique Kubalik hatte die erste gute Gelegenheit dank des genialen Passes von Oldie Cervenka. Der tschechische Headcoach Jalonen ließ sich akribisch über den Gegner von seinen Scouts informieren, um bestens gewappnet zu sein. Erste Strafzeit gegen die US-Boys, welche sich schadlos hielten und ihrerseits in der 13. Spielminute durch Matt Coronato in Führung gingen, als sie eine längere Druckphase ausübten. Sehr unglücklich wurde die Scheibe gleich zweimal vom Schlittschuh eines Tschechen abgefälscht.

 

Defensiv stand die USA sehr stabil und ließ bisher wenig zu und die Stimmung im Stadion war suboptimal, keine Atmosphäre zu spüren. Spielerische Höhepunkte waren bisher Mangelware, der Kampf bestimmte das Match. Tschechien leistete sich zu viele unnötige Scheibenverluste. Die USA wiesen ein deutliches Übergewicht bei den Torschüssen auf und nahmen einen verdienten Vorsprung mit in die Kabine.

 

Bei den Tschechen war noch viel Luft nach oben, eine Steigerung war definitiv notwendig und sie kamen auch weitaus konzentrierter aufs Eis zurück. Coach Jalonen hatte sicher die richtigen Worte parat in der Pause. Für die Fans war es immer noch kein sportlicher Leckerbissen, obwohl Tschechien nun die aktivere Mannschaft war. Doch den nächsten Treffer markierten die USA in Person von Nick Perbix in der 29. Spielminute. Hier sah der tschechische Goalie nicht gut aus, als der Puck sich über seine Schulter ins Netz senkte. Nun war die USA auf Halbfinalkurs und die Tschechen taten sich schwer, Chancen zu kreieren.

 

Was hatte der Bronzemedaillengewinner vom Vorjahr noch zu bieten? Tschechien musste bald viel mehr investieren und schon früh vielleicht All in gehen, um diese Partie noch zu drehen. Ihr Keeper Vejmelka hätte sich sicher ein erfolgreicheres Geburtstagsgeschenk erhofft. Das sonst so effektive Powerplay der Tschechen kam bislang nicht zur Geltung und ihr Topscorer Kubalik kam auch nicht zur Entfaltung. Die US-Boys demonstrierten bisher als jüngstes Team des Turniers eine ansprechende, solide Partie und hielten Tschechien weitgehend in Schach.

 

Mit dem dritten amerikanischen Treffer, dieses Mal durch Cutter Gauthier in der 50. Spielminute schien die Messe gelesen zu sein; als emsiger und zuverlässiger Assistgeber tat sich wieder mal Tynan hervor. Bei den Tschechen ging heute in diesem so wichtigen KO-Spiel fast gar nichts zusammen und brachten auch viel zu wenig Schüsse auf das amerikanische Gehäuse, um für Gefahr zu sorgen. Schließlich besiegte ein reifes US-Team zögerliche Tschechen am Ende deutlich mit 3:0. Tschechien hofft nun auf die Heim-WM im nächsten Jahr und die USA warten auf ihren Halbfinalgegner.

 

Tampere, Donnerstag, 25. Mai 2023
USA - Tschechien 3:0 (1:0|1:0|1:0)

Tore:

1:0|13.|Matt Coronato (Hutson, Mackey)

2:0|29.|Nick Perbix (Grimaldi)

3:0|50.|Cutter Gauthier (Tynan)

Zuschauer:

7'411

Best Player of the game:
USA: #27 Matt Coronato
Tschechien: #7 Tomas Dvorak

 

 



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