Wolfsburg mit Herz und Leidenschaft zum Serienausgleich

 

PENNY-DEL (Wolfsburg/HG)  In der ausverkauften Eis Arena zu Wolfsburg duellierten sich die dort heimischen Grizzlys mit den Red Bulls aus München im zweiten Halbfinalmatch dieser Serie. Wolfsburg wollte seinen Heimvorteil nutzen und den ersten Sieg verbuchen, nachdem die Grizzlys in der bayerischen Landeshauptstadt nichts ausrichten konnten und mit einer deutlichen Pleite die Rückreise antreten mussten.

 

Schließlich bezwangen aufopferungsvoll und leidenschaftlich kämpfende Grizzlys starke und dominierende Münchener knapp mit 3:2. München haderte heute mit dem ineffektivem Überzahlspiel und scheiterte auch am glänzend aufgelegten Dustin Strahlmeier.

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(Fotoquelle City-Press) Spencer Machacek war der Matchwinner gegen München

 


Wolfsburg konnte dem Tabellenprimus aus München in Spiel 1 kaum Paroli bieten und musste eine deutliche Niederlage einstecken zum Auftakt der Runde unter den letzten vier. Mit den eigenen Fans im Rücken hoffte Headcoach Mike Stewart auf die nahtlose Anknüpfung an die erfolgreiche Viertelfinalserie. Wolfsburg musste unbedingt seine Powerplay Quote optimieren, die in den Playoffs etwas schwächelte.

 

Beaudin: „We do not have to change anything. It is all on us, we need to be a little bit better. It was not our best first period in Munich. It will be a big game for us and we will be ready.”

 

München demonstrierte im Auftaktmatch, wer ganz klar Herr auf dem Eis ist und zelebrierte seinen ersten Sieg dank eines furiosen ersten Drittels, in dem es dem Gegner keine Zeit zum Verschnaufen gab. Beeindruckend war bislang, dass bei den Münchenern bisher alle 12 Stürmer treffsicher waren.

 

Johansson: “We showed our special attitude in the first period trying to control the game. They will come out real hard in their home rink, but we stick to our system.

 

Doppelschlag von Morley und Archibald

 

Angetrieben von ihren Fans marschierten die Grizzlys gleich in Richtung Niederberger, der auch heute wieder das Tür hütete. Zum ersten Mal durfte Wolfsburg im Powerplay agieren und demonstrierte erneut seine Gefährlichkeit mit etlichen Top Gelegenheiten, ohne aber Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen. Die hochmotivierten Hausherren zeigten ein aggressives Forechecking und zwangen somit die Gäste zu Fehlern. Louis Schinko hatte dann zu viel Platz, scheiterte aber am aufmerksamen Niederberger.

 

Nach dem Powerbreak wirkte München druckvoller, was sich in guten Chancen widerspiegelte. In diese Drangphase hinein fiel der erste Treffer für Wolfsburg, doch der Videobeweis musste noch Klarheit bringen: Torschütze war in der 16. Spielminute Tyler Morley, der seinen Körper geschickt in den Pass von Machacek hineinhielt. Nur 19 Sekunden später legte Darren Archibald nach und Wolfsburg hatte seinerzeit mit einem Doppelschlag das Momentum auf seiner Seite. Welt verkehrt im Vergleich zu Spiel 1, als München einen zwei Tore Vorsprung nach Drittel eins verbuchte.

 

Morley: “It was a perfect period for us. We needed to catch up against them, who are the best team in the league. We have to avoid mistakes in the neutral zone.”

 

München schlägt zurück

 

Zu Beginn des Mittelabschnitts setzte Hager gleich mal ein physisches Zeichen auf Seiten der Gäste, die sich bald dem zweiten Powerplay der Grizzlys gegenübersahen. Zunächst marschierte Kastner explosionsartig auf Strahlmeier zu, der jedoch cool blieb. München hielt sich schadlos und setzte seine Aufholjagd fort. Schinko erwies sich bisher als Aktivposten bei den Hausherren. In der 28. Spielminute markierte Filip Varejcka nach genialem Direktpass von Trever Parkes den verdienten Anschlusstreffer.

 

Dann hatte München 1:38 Minuten lang zwei Mann mehr auf dem Eis, doch Wolfsburg bewährte sich leidenschaftlich auch dank Strahlmeiers grandiosen Fangqualitäten. Wolfsburg brachte sich durch zu viele unnötige Strafzeiten selbst in Bedrängnis, konnte sich aber auf die Paraden von Dustin Strahlmeier verlassen. München kombinierte die Scheibe wie an der Schnur gezogen durch die Zone, belohnte sich aber erneut für den investierten Aufwand nicht. Unfassbar, was der Grizzlys Goalie alles herausholte; er knüpfte nahtlos an seine tolle Leistung vom Viertelfinale an. München bestimmte diesen zweiten Abschnitt, was sich bei der Torschussstatistik und der Bully Quote deutlich niederschlug.

 

Parkes: It was not enough we capitalized, but we got some momentum. We came out very flat in the first, we have to find a way to solve it.“

Wolfsburgs special team eiskalt, Hager machts spannend

 

Im dritten Drittel befand sich München bald wieder in einfacher numerischer Überlegenheit, doch die Red Bulls schlugen wieder kein Kapital aus diesem Vorteil, ganz ungewohnt für das Team um Don Jackson, das seit dem Mittelabschnitt optisch tonangebend war. Wolfsburg kam nur noch selten in den Offensivmodus. Doch nach einem Crosscheck von Patrick Hager, der darüber gar nicht amused war, ging zwar der Puck ins Tor, hatte Wolfsburg wieder Überzahl und nutzte dies eiskalt aus. Spencer Machaceck traf in der 48. Spielminute ins Münchener Herz. München musste nun im nächsten Powerplay unbedingt treffen, um den Anschluss zu schaffen, doch sie verzweifelten fast an Strahlmeier, der dann eine Schrecksekunde erlebte nach einem Save, aber weiterspielen konnte. Auch dieses Powerplay brachte nichts ein, doch es war noch genug Hockey zu absolvieren.

 

In der 54. Spielminute jubelte Patrick Hager über seinen Anschlusstreffer, der die Partie nun noch spannend machte. Don Jackson ging gewohnt früh All in und der sechste Feldspieler sollte es nun richten: Wolfsburg blockte mit viel Herz zig Schüsse und jeder verteidigte im Slot heroisch. Diesen Sieg hatten sie sich redlich verdient.

 

Hager: „Dem schlechten Drittel sind wir das ganze Spiel hinterhergelaufen. Wir haben nicht über 60 Minuten Eishockey gezeigt, hatten aber genug Chance. Wir haben die Beine zu wenig bewegt, man spaziert nicht durch die Playoffs durch. Wir greifen am Dienstag wieder an, müssen weiter Gas geben und unser Spiel aufdrücken. Alle freuen sich auf eine super Serie.”

 

Machacek: “Both teams play real hard game, we knew about giving an answer at home. We wanted to tie the series and now we move on. We just look ahead to game three, we take it step by step.“

 

Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München 3:2 (2:0|0:1|1:1)

 

Tore:

1:0 |16.| Tyler Morley (Machacek, Murray)

2:0 |16.| Darren Archibald

2:1 |28.| Filip Varejcka (Parkes, Street)

3:1 |48.| Spencer Machacek (Murray) PP1

3:2 |54.| Patrick Hager (DeSousa, Redmond)

 

1. Drittel Statistik:        10:8 Schüsse, 11:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2

2. Drittel Statistik:        4:18 Schüsse, 8:20 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:2

3. Drittel Statistik:        3:20 Schüsse, 10:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:2

 

Haupt-Schiedsrichter: Iwert / Schrader

 

Zuschauer: 4.255 (ausverkauft)

 

Aufstellung:

 

Wolfsburg: Strahlmeier, Zajac, Krupp, Braun, Jeffrey, Machacek, Mass, Bittner, Lorito, Beaudin, Fauser, Murray, Pfohl, Reichel, Schinko, Klos, Mingoia, Morley, Archibald.

 

München: Niederberger, Boyle, Szuber, Kastner, Hager, DeSousa, Redmond, Johansson, Ortega, Smith, Ehliz, Blum, Abeltshauser, Parkes, Street, Varejcka, McKiernan, Schütz, Eder, Tiffels.



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 

 

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